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DE20317530U1 - Anordnung aus einem Sonnenschirmständer und einem Beschwerungsteil - Google Patents

Anordnung aus einem Sonnenschirmständer und einem Beschwerungsteil Download PDF

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DE20317530U1
DE20317530U1 DE20317530U DE20317530U DE20317530U1 DE 20317530 U1 DE20317530 U1 DE 20317530U1 DE 20317530 U DE20317530 U DE 20317530U DE 20317530 U DE20317530 U DE 20317530U DE 20317530 U1 DE20317530 U1 DE 20317530U1
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Abstract

Anordnung aus einem Sonnenschirmständer, welcher ein flaches Fußteil (1), einen ungefähr von der Mitte des Fußteils (1) auftragenden Sockel (3) und zum Aufnehmen eines Sonnenschirms eine Hülse (4) hat, welche verschwenkbar an dem Sockel (3) angebracht und in veränderlicher Neigung gegen das Fußteil (1) feststellbar ist, und aus einem oder mehreren ringförmigen oder zu einem Ring formbaren Beschwerungsteilen (9), welche unter Verwendung einer wasserdichten, flexiblen Hülle gebildet sind und wenigstens eine Öffnung mit einem wiederverschließbaren Verschluß (10) haben.

Description

  • Die Erfindung geht aus von einem Sonnenschirmständer, welcher ein plattenförmiges Fußteil und einen vom Rand des plattenförmigen Fußteils schräg nach oben und über den äußeren Rand der Platte hinaus aufragenden Lagerbock aufweist, an welchem eine Hülse zum Aufnehmen des Schaftes eines Sonnenschirmes verschwenkbar angebracht ist. Ein solcher Ständer ist zum Aufstellen auf ebenem Untergrund aus der DE 31 27 110 A1 bekannt. Die Hülse kann bei dem bekannten Ständer in veränderlicher Neigung gegen das Fußteil festgestellt werden. Wenn man in einen solchen Sonnenschirmständer einen Sonnenschirm steckt, kippt er, wenn man ihn nicht besonders beschwert, wegen des vorhandenen Übergewichtes sofort um. Beschwert wird der bekannte Sonnenschirmständer dadurch, dass man ein Automobil mit einem seiner Räder auf dem plattenförmigen Fußteil abstellt. Um das zu ermöglichen, sind der Lagerbock und die Hülse am äußeren Rand des Fußteils angebracht und ragen über dessen Rand noch schräg nach außen, um nicht an der Karosserie anzustoßen. Dadurch ist die Benutzbarkeit dieses Sonnenschirmständers auf PKW Rast- und Parkplätze beschränkt.
  • Aus der DE 100 20 988 A1 ist ein Sonnenschirmständer bekannt, welcher als starres, hohles Behältnis ausgebildet ist, welches zur Aufnahme von Ballast nach oben offen und in der Mitte mit einer durchgehenden Öffnung bzw. Nabe zur Aufnahme des Schirmschaftes versehen ist. Mittels eines solchen Ständers soll ein Sonnenschirm, der normalerweise mit seinem angespitzten Schaft in den Erdboden gerammt wird, auf einem Untergrund aufgestellt werden können, der dem Sonnenschirm keinen Halt oder unzureichenden Halt gibt, sei es deshalb, weil er zu locker ist (Sand) sei es deshalb, weil er zu steinig oder zu hart ist, so dass man den Schaft erst gar nicht in den Boden rammen kann. Der bekannte Ständer ist voluminös und sperrig. Das ist, wenn man ihn in der Freizeit, am Strand, am See oder wo man sich sonst vor der Sonne schützen will, mitführen muß, lästig. Auch beim Aufbewahren zu Hause benötigt er relativ viel Stauraum. Als weiterer Nachteil kommt hinzu, dass sich der bekannte Schirmständer nur für ebenes oder schwach geneigtes Gelände eignet, nicht aber für stärker geneigtes Gelände.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sonnenschirmständer zu schaffen, welcher platzsparend mitgeführt werden kann und sich obendrein zum Aufstellen auf allen Arten von Untergrund eignet, sei er eben oder geneigt, sei er sandig oder steinig, sei er weich oder hart oder felsig.
  • Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Anordnung aus einem Sonnenschirmständer und aus einem oder mehreren ringförmigen oder zu einem Ring formbaren Beschwerungsteilen mit dem im Anspruch 1 angegeben Merkmalen. Eine solche Anordnung hat wesentliche Vorteile:
    • – Das Fußteil ist flach und platzsparend ausgebildet.
    • – Das Fußteil kann leicht sein, weil es durch ein oder mehrere
    • – Beschwerungsteile beschwert wird.
    • – Da der Sockel von der Mitte des Fußteils aufragt, können Kippmomente aus unterschiedlichen Richtungen (wechselnde Windrichtungen) gleich gut aufgenommen werden.
    • – Zum Beschweren dienen eines oder mehrere Beschwerungsteile, welche ringförmig ausgebildet sind oder um den Sockel herum zu einem Ring angeordnet werden können.
    • – Die Beschwerungsteile sind aus einer wasserdichten, flexiblen Hülle gebildet und haben wenigstens eine Öffnung mit einem wiederverschließbaren Verschluß. Deshalb können sie an Ort und Stelle mit Ballast gefüllt und auch wieder entleert werden. Der Sonnenschirmständer kann daher ohne Ballast, nämlich mit entleerten Beschwerungsteilen, transportiert werden. Deshalb ist er leicht zu transportieren.
    • – Wegen der flexiblen Hülle lassen sich die Beschwerungsteile flach und äußerst platzsparend zusammenfalten. Sie können deshalb bequem mitgeführt und platzsparend aufbewahrt werden.
    • – Die Beschwerungsteile sind leicht zu füllen, insbesondere mit Wasser. Kinder haben einen Mordsspaß daran, am Strand Wasser mit einer Gießkanne zu holen und in die Beschwerungsteile zu füllen. Sie lernen so spielerisch Mithilfe und Mitverantwortung zu übernehmen.
    • – Infolge des Gelenkes zwischen dem Sockel und der Hülse kann der Sonnenschirm auch auf unebenem Gelände optimal ausgerichtet werden. Das gilt nicht nur für Sandstrände, sondern auch für harte Untergründe, wie zum Beispiel asphaltierte oder betonierte Flächen. Es gilt auch für Kiesstrände und sogar für felsige Küstenstriche, auf denen man durch die Möglichkeit, das Fußteil ausreichend zu beschweren und den Sonnenschirm in wählbarer Neigung zum Fußteil festzustellen, immer eine Stelle findet, an welcher der Sonnenschirm seinen Halt findet. Dabei kann der Halt auf stark geneigtem und/oder felsigem Untergrund noch dadurch verbessert werden, dass die Unterseite des Fußteils rutschhemmend ausgerüstet ist, zum Beispiel durch eine Profilierung oder durch Vorsprünge oder durch eine die Reibung erhöhende Beschichtung; dafür eignet sich eine an die Unterseite geklebte Gummischicht, zum Beispiel eine Moosgummischicht.
  • Um ein Abrutschen auf stark geneigtem Gelände zu erschweren, kann mit Vorteil ferner vorgesehen sein, das Beschwerungsteil oder die Beschwerungsteile so groß zu dimensionieren, dass sie sich über den äußeren Rand des Fußteils hinaus erstrecken, wo sie sich wegen ihrer Flexibilität an die Kontur des Untergrundes anpassen und dadurch Halt geben können.
  • Eine andere Möglichkeit, die Standfestigkeit auf unebenen Untergrund zu erhöhen, besteht darin, das Fußteil so auszubilden, dass es aus einer Anzahl von Segmenten besteht, welche vom Sockel ausgehen und sich in Gestalt von Armen nach außen erstrecken. Einzelne Arme finden auf unebenem Untergrund leichter Halt als ein Fußteil in Gestalt einer einheitlichen Platte. Wenn man die Arme nicht zu starr ausbildet, so dass sie sich gegen Rückstellkräfte ein wenig auf und ab biegen können, dann erleichtert das die Anpassung an unebene Untergründen zusätzlich. Die Biegbarkeit der Segmente darf jedoch nicht so groß gewählt werden, dass der Sonnenschirm durch den Wind so stark ins Schwanken gerät, dass sein Stand aus diesem Grund instabil wird.
  • Am einfachsten und besonders stabil ist als Fußteil eine starre Platte, welche für die meisten Anwendungsfälle völlig ausreichend ist.
  • Sowohl das Fußteil mit seinem Sockel als auch die Hülse und das sie verbindende Gelenk können durch Spritzgießen aus Kunststoff preiswert hergestellt werden.
  • Zum Beschweren eignet sich besonders ein ringförmiger Schlauch, dessen zentrale Öffnung im Durchmesser vorzugsweise nicht oder nicht viel größer ist als der Sockel, damit die Fläche des Fußteils möglichst vollständig für die gewünschte Beschwerung ausgenützt werden kann. Das Beschweren kann statt mit einem auch mit mehreren solcher ringförmiger Schläuche geschehen, die man stapelt. Die Beschwerungsteile können jeweils eine einzelne Kammer aufweisen, nach Wahl aber auch mehrere Kammern haben. Es können auch mehrere Beschwerungsteile zu einem Ring zusammengelegt werden, zum Beispiel Beschwerungsteile in Form von Halbringen, die um den Sockel herum gelegt werden. Als Hüllmaterial eignet sich Gummi, aber auch eine wasserdichte Kunststofffolie, wie sie für Schwimmhilfen von Kindern und für aufblasbare Kinderplanschbecken bekannt ist. Kunststofffolien für derartige Zwecke bestehen meistens aus einem Polyäthylen und sind preiswert und hinreichend reißfest. Aus einer solchen flexiblen, wasserdichten Kunststofffolie lassen sich die Beschwerungsteile besonders leicht und preiswert durch ein Folienschweißverfahren herstellen.
  • Beschwerungsteile aus Kunststofffolie sind so preiswert, dass sie, wenn sie nicht mehr dicht sein sollten, ohne großen Aufwand ersetzt werden können. Notfalls kann man auch herkömmliche Schwimmhilfen von Kindern vorübergehend als Beschwerungsteile verwenden.
  • Um Wasser einfüllen zu können, kann man einen herkömmlichen Verschluß in die Folie einschweißen, der wiederverschließbar ist. Ist die lichte Weite des Verschlusses groß genug, kann auch trockener Sand als Ballast eingefüllt werden.
  • Vorzugsweise sind die Beschwerungsteile lose Teile. Die Beschwerungsteile können aber auch ein fester Bestandteil des Fußteils sein. So könnte ein Ring aus Schlauchfolie mit dem Fußteil, insbesondere mit dessen Oberseite, verklebt oder verschweißt sein. Es ist auch möglich, ein starres, plattenförmiges Fußteil mit einer ringförmigen Folie zu überwölben, deren beide Umfangsränder dicht mit dem Fußteil verbunden sind. In diesem Fall stellt das Fußteil zugleich die Unterseite des Beschwerungsteils dar.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist schematisch in den beigefügten Zeichnungen dargestellt.
  • 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Sonnenschirmständer ohne Beschwerungsteil in einer Schrägansicht,
  • 2 zeigt den Sonnenschirmständer aus 1, ergänzt um ein Beschwerungsteil,
  • 3 zeigt den Sonnenschirmständer aus 2 in einem Vertikalschnitt, und
  • 4 zeigt den Sonnenschirmständer aus 3 in einem Vertikalschnitt, welcher gegenüber der 3 um 90 ° versetzt ist.
  • Der Sonnenschirmständer hat ein plattenförmiges Fußteil 1 mit einem kreisförmigen äußeren Rand 2. Mittig auf dem Fußteil 1 steht ein Sockel 3, welcher mit dem Fußteil 1 fest verbunden ist. Vorzugsweise sind das Fußteil 1 und der Sockel 3 in einem Stück durch Spritzgießen aus Kunststoff geformt. Mit dem Sockel 3 ist eine zylindrische Hülse 4 gelenkig verbunden, welche ebenfalls aus Kunststoff bestehen kann. Wie aus den 3 und 4 ersichtlich, ist die Hülse 4 am oberen Ende mit einem Außengewinde versehen, auf welches eine Manschette 5 geschraubt ist, durch deren Verdrehen der lichte Querschnitt der Hülse 4 veränderbar und dadurch ein Schaft eines Sonnenschirmes, welcher in die Hülse 4 eingeführt werden kann, festgeklemmt bzw. wieder gelöst werden kann.
  • Das die Hülse 4 mit dem Sockel 3 verbindende Gelenk 6 ist ein einachsiges Gelenk mit einer zur Oberseite des plattenförmigen Fußteils 1 parallelen Achse 7. Durch das Gelenk 6 kann die Neigung der Hülse 4 gegenüber dem Fußteil 1 verändert werden. Mittels einer Klemmschraube 8, welche von Hand zu betätigen ist, kann das Gelenk 6 geklemmt und dadurch die Hülse 4 in einer wählbaren Neigung festgelegt werden.
  • Als Beschwerungsteil 9 ist ein Torusförmiger Folienschlauch vorgesehen, welcher von oben her über die Hülse 4 geschoben und lose auf dem Fußteil 1 abgelegt wird. In den Folienschlauch ist ein Verschluß 10 eingesetzt, welcher einen schraubbaren Stopfen 11 aufweist. Statt eines schraubbaren Stopfens 11 könnte auch ein steckbarer Stopfen vorgesehen sein. Nach Entfernen des Stopfens 11 kann zum Beispiel mit einer Gießkanne oder aus einer Wasserleitung Wasser eingefüllt werden. Sind eine Gießkanne oder eine Wasserleitung nicht zur Hand, das Beschwerungsteil 9 auch in Wasser getaucht und dadurch gefüllt werden. Das Füllen kann geschehen, während das Beschwerungsteil 9 bereits auf dem Fußteil 1 liegt. Es ist aber auch möglich das Beschwerungsteil 9 erst zu füllen und dann auf das Fußteil 1 zu legen. Nach dem Entleeren kann das Beschwerungsteil 9 flach zusammengelegt werden.
  • Wie die 3 und 4 zeigen, ist das Beschwerungsteil 9 im gezeichneten Ausführungsbeispiel im Durchmesser größer als das Fußteil 1, so dass es über dessen Rand 2 hinausragt. Das begünstigt die Verankerung des Fußteils 1 auf unebenem und zerklüftetem Untergrund. Dem dient auch eine rutschhemmende Ausrüstung der Unterseite des Fußteils 1, die – wie gezeichnet – aus einer Vielzahl von Vorsprüngen 12 bestehen kann. Statt dessen könnte aber auch eine Gummischicht an der Unterseite des Fußteils 1 vorgesehen sein. Zweckmäßigerweise befindet sich eine rutschhemmende Beschichtung 13 auch an der überstehenden Unterseite des Beschwerungsteiles 9 und erhöht nicht nur deren Standfestigkeit, sondern schützt sie auch vor einer Beschädigung durch spitze Steine.
  • 1
    Fußteil
    2
    äußerer Rand
    3
    Sockel
    4
    Hülse
    5
    Manschette
    6
    Gelenk
    7
    Achse
    8
    Klemmschraube
    9
    Beschwerungsteil
    10
    Verschluß
    11
    Stopfen
    12
    Vorsprünge
    13
    Beschichtung

Claims (11)

  1. Anordnung aus einem Sonnenschirmständer, welcher ein flaches Fußteil (1), einen ungefähr von der Mitte des Fußteils (1) auftragenden Sockel (3) und zum Aufnehmen eines Sonnenschirms eine Hülse (4) hat, welche verschwenkbar an dem Sockel (3) angebracht und in veränderlicher Neigung gegen das Fußteil (1) feststellbar ist, und aus einem oder mehreren ringförmigen oder zu einem Ring formbaren Beschwerungsteilen (9), welche unter Verwendung einer wasserdichten, flexiblen Hülle gebildet sind und wenigstens eine Öffnung mit einem wiederverschließbaren Verschluß (10) haben.
  2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschwerungsteil (9) ein loses Teil ist.
  3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschwerungsteil ein fester Bestandteil des Fußteils ist.
  4. Anordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschwerungsteil (9) ein gekrümmter Folienschlauch ist.
  5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Beschwerungsteil (9) über den äußeren Rand (2) des Fußteils (1) hinaus erstreckt.
  6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Beschwerungsteil nicht über den äußeren Rand des Fußteils hinaus erstreckt.
  7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Fußteil (1) eine Platte ist.
  8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Fußteil eine Anzahl von getrennten Segmenten hat, welche vom Sockel, mit welchem sie starr verbunden sind, ausgehen und sich nach außen erstrecken.
  9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente gegen Rückstellkräfte auf und ab biegbar sind.
  10. Anordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fußteil (1) an seiner Unterseite rutschhemmend ausgerüstet ist, insbesondere durch eine Profilierung oder durch Vorsprünge (12) oder durch eine die Reibung erhöhende Beschichtung.
  11. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschwerungsteil (9) an seiner Unterseite rutschhemmend ausgerüstet ist.
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