DE20316656U1 - Dachschutz-Vorrichtung - Google Patents
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Abstract
Vorrichtung (100) zum Beseitigen und Verhindern der Bildung von pflanzlichem Bewuchs wie Algen, Moosen, Pilzen oder Flechten auf einem geneigten Dach, das mit Ziegeln aus Ton, Beton oder anderen nicht metallischen Materialien gedeckt ist, mit einer am Dachfirst anbringbaren Haube (110) mit einer dachfernen Oberseite (111) und einer dachnahen Unterseite (112), wobei die Haube (110) eine im wesentlichen über ihre gesamte Länge geführte Kammer (113) aufweist, in der mit Wasser oder Feuchtigkeit reagierende Metallteile (114) enthalten sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer (113) im Bereich der Unterseite (112) der Haube (110) ausgebildet ist, wobei die Haube (110) in einem Bereich (115) oberhalb der Kammer (113) mit einer Mehrzahl von Öffnungen (116) zum Einleiten von Wasser oder Feuchtigkeit in die Kammer (113) versehen ist und in einem Bereich (117) seitlich der Kammer (113) mit einer Mehrzahl von Öffnungen (118) zum Ausleiten von Wasser oder Feuchtigkeit aus der Kammer (113) versehen ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beseitigen und Verhindern der Bildung von pflanzlichem Bewuchs wie Algen, Moosen, Pilzen oder Flechten auf einem geneigten Dach, das mit Ziegeln aus Ton, Beton oder anderen nicht metallischen Materialien gedeckt ist, mit einer am Dachfirst anbringbaren Haube mit einer dachfernen Oberseite und einer dachnahen Unterseite, wobei die Haube eine im wesentlichen über ihre gesamte Länge geführte Kammer aufweist, in der mit Wasser oder Feuchtigkeit reagierende Metallteile enthalten sind.
- Dachschutz-Vorrichtungen der eingangs genannten Art sind im Stand der Technik in unterschiedlichsten Ausführungen seit längerem bekannt. Die bekannten Vorrichtungen weisen jedoch den Nachteil auf, dass besonders effektive Ausführungen., die zumindest einen Bereich mit stark vergrößerter Oberfläche in Form gebogener Metallteile wie Metallwolle o.ä. aufweisen, durch unterschiedliche Reflexionswerte für Tageslicht optisch nicht einheitlich erscheinen und aufgrund der unebenförmigen Oberflächenabschnitte ein Verletzungsrisiko für Tiere wie insbesondere Vögel beinhalten. Darüber hinaus ist die Wirkungsweise der bekannten Vorrichtungen noch nicht zu Ende gedacht und ihre Effektivität daher noch steigerbar.
- Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Dachschutz-Vorrichtung zu schaffen, deren Effektivität gegenüber den bekannten Vorrichtungen gesteigert ist und die darüber hinaus eine im wesentlichen ebenförmige Oberfläche aufweist.
- Für eine Vorrichtung der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Kammer im Bereich der Unterseite der Haube ausgebildet ist, wobei die Haube in einem Bereich oberhalb der Kammer mit einer Mehrzahl von Öffnungen zum Einleiten von Wasser oder Feuchtigkeit in die Kammer versehen ist und in einem Bereich seitlich der Kammer mit einer Mehrzahl von Öffnungen zum Ausleiten von Wasser oder Feuchtigkeit aus der Kammer versehen ist.
- Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird durch die Merkmalskombination, dass die Kammer im Bereich der Unterseite der Haube ausgebildet ist, wobei die Haube in einem Bereich oberhalb der Kammer mit einer Mehrzahl von Öffnungen zum Einleiten von Wasser oder Feuchtigkeit in die Kammer versehen ist und in einem Bereich seitlich der Kammer mit einer Mehrzahl von Öffnungen zum Ausleiten von Wasser oder Feuchtigkeit aus der Kammer versehen ist, erreicht, dass eine Vorrichtung geschaffen ist, bei der aufgrund der Anordnung der Kammer unterhalb der Unterseite der Haube die sich in der Kammer befindlichen Metallteile nach einer Befeuchtung oder Bewässerung durch Regenwasser vor einem schnellen Trocknen geschützt sind, so dass der Prozess der Lösung von Metallionen aus den Metallteilen länger als bei den bekannten Vorrichtungen anhält, da bei diesen kein durch die Haube als obere Begrenzungsfläche gebildeter Schattenraum vorgegeben ist, der die Funktion eines Wasserreservoirs innehat. Die Menge an Wasser, die in der Kammer als Wasserreservoir speicherbar ist, ist dabei über die Anzahl und Höhe der jeweiligen Öffnungen zum Ausleiten von Wasser oder Feuchtigkeit einstellbar.
- Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass die Haube aus mindestens einem mit Wasser und Feuchtigkeit reagierenden Metall hergestellt ist. Das mit Wasser und Feuchtigkeit reagierende Metall ist dabei vorzugsweise Kupfer.
- Die Mehrzahl von Öffnungen zum Einleiten von Wasser oder Feuchtigkeit in die Kammer sind vorzugsweise in mindestens einer Reihe angeordnet, wobei insbesondere zwei parallele Reihen vorgesehen sind, wobei die Öffnungen in den betreffenden Reihen vorzugsweise gegeneinander versetzt ausgebildet sind.
- Die Mehrzahl von Öffnungen zum Ausleiten von Wasser oder Feuchtigkeit aus der Kammer sind vorzugsweise ebenfalls in einer Reihe angeordnet.
- Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass die Öffnungen zum Einleiten von Wasser oder Feuchtigkeit in die Kammer im oberen Bereich einer zur Oberseite der Haube konvexen Auswölbung gebildet sind. Die Öffnungen zum Ausleiten von Wasser oder Feuchtigkeit aus der Kammer sind hingegen vorzugsweise im unteren Bereich einer zur Oberseite der Haube konvexen Auswölbung gebildet. Als besonders wirkungsvoll hat sich eine Ausführungsform erwiesen, bei der die Auswölbungen jeweils keilförmig ausgebildet sind, wobei die Öffnungen im Bereich einer Basis eines ausgewölbten Keils vorgesehen sind.
- Gemäß einer wichtigen bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass die Haube mit mindestens einem zur Kammer parallel verlaufenden Knick versehen ist. Die Öffnungen zum Einleiten von Wasser oder Feuchtigkeit in die Kammer sind dabei vorzugsweise durch den Knick von den Öffnungen zum Ausleiten von Wasser oder Feuchtigkeit aus der Kammer räumlich getrennt.
- Die mit Wasser oder Feuchtigkeit reagierende Metallteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung können beispielsweise von einer Metallwolle oder einem Metallgestrick gebildet sein. Besonders bevorzugt ist jedoch eine Ausführungsform, bei der die mit Wasser oder Feuchtigkeit reagierende Metallteile von einem Metallblech gebildet sind, in dem flächenabschnittsweise eine Mehrzahl paralleler Rillen ausgebildet ist. Die Rillen jeweils benachbarter Flächenabschnitte sind dabei vorzugsweise zueinander versetzt ausgebildet, wobei die Stirnflächen der Rillen jeweils benachbarter Flächenabschnitte jeweils mit einer Öffnung versehen sind. Die Rillen jeweils benachbarter Flächenabschnitte sind dabei vorzugsweise in einem Winkel, insbesondere einem stumpfen Winkel zueinander angeordnet, um die Reaktionsfläche zu vergrößern und um Wasser und Feuchtigkeit optimiert aufzufangen und zu speichern.
- Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird im folgenden anhand einer bevorzugten Ausführungsform erläutert, die in den Figuren der Zeichnung dargestellt ist. Darin zeigen:
-
1 eine erste bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer Ansicht von schräg oben; -
2 die in1 dargestellte bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer Ansicht von vorne; -
3 die in2 dargestellten Metallteile der bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung im Detail in einer Ansicht von schräg oben; -
4 Die in3 dargestellten Metallteile in einer Querschnittsansicht. - Die in den
1 bis3 dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung100 zum Beseitigen und Verhindern der Bildung von pflanzlichem Bewuchs wie Algen, Moosen, Pilzen oder Flechten auf einem geneigten Dach, das mit Ziegeln aus Ton, Beton oder anderen nicht metallischen Materialien gedeckt ist, enthält eine am Dachfirst anbringbare Haube110 mit einer dachfernen Oberseite111 und einer dachnahen Unterseite112 , wobei die Haube110 eine im wesentlichen über ihre gesamte Länge geführte Kammer113 aufweist, in der mit Wasser oder Feuchtigkeit reagierende Metallteile114 enthalten sind. Erfindungswesentlich ist das die Kammer113 im Bereich der Unterseite112 der Haube110 ausgebildet ist, wobei die Haube110 in einem Bereich115 oberhalb der Kammer113 mit einer Mehrzahl von Öffnungen116 zum Einleiten von Wasser oder Feuchtigkeit in die Kammer113 versehen ist und in einem Bereich117 seitlich der Kammer113 mit einer Mehrzahl von Öffnungen118 zum Ausleiten von Wasser oder Feuchtigkeit aus der Kammer113 versehen ist. - Die Haube
110 ist aus einem mit Wasser und Feuchtigkeit reagierenden Metall, nämlich Kupfer hergestellt, wobei die Mehrzahl von Öffnungen116 zum Einleiten von Wasser oder Feuchtigkeit in die Kammer113 in zwei parallelen Reihen angeordnet sind, deren Öffnungen116 in den betreffenden Reihen gegeneinander versetzt ausgebildet sind. Die Mehrzahl von Öffnungen118 zum Ausleiten von Wasser oder Feuchtigkeit aus der Kammer113 sind hingegen in nur einer Reihe angeordnet. - Die Öffnungen
116 zum Einleiten von Wasser oder Feuchtigkeit in die Kammer113 sind im oberen Bereich117 einer zur Oberseite111 der Haube110 konvexen Auswölbung gebildet, wohingegen die Öffnungen118 zum Ausleiten von Wasser oder Feuchtigkeit aus der Kammer113 im unteren Bereich einer zur Oberseite111 der Haube110 konvexen Auswölbung ausgebildet sind. Die betreffenden Auswölbungen sind dabei keilförmig ausgebildet, wobei die Öffnungen im Bereich einer Basis eines ausgewölbten Keils vorgesehen sind. - Die Haube
110 ist mit einem zur Kammer113 parallel verlaufenden Knick119 versehen, wobei die Öffnungen116 zum Einleiten von Wasser oder Feuchtigkeit in die Kammer113 von dem Knick119 von den Öffnungen118 zum Ausleiten von Wasser oder Feuchtigkeit aus der Kammer113 räumlich getrennt sind. - Die mit Wasser oder Feuchtigkeit reagierende Metallteile
114 sind von einem Metallblech120 gebildet, in dem flächenabschnittsweise122 ,122' eine Mehrzahl paralleler Rillen121 ausgebildet ist. Die Rillen121 jeweils benachbarter Flächenabschnitte122 ,122' sind dabei in einem stumpfen Winkel zueinander angeordnet. - Das oben erläuterte Ausführungsbeispiel der Erfindung dient lediglich dem Zweck eines besseren Verständnisses der durch die Ansprüche definierten erfindungsgemäßen Lehre, die als solche durch das Ausführungsbeispiel nicht eingeschränkt ist.
Claims (18)
- Vorrichtung (
100 ) zum Beseitigen und Verhindern der Bildung von pflanzlichem Bewuchs wie Algen, Moosen, Pilzen oder Flechten auf einem geneigten Dach, das mit Ziegeln aus Ton, Beton oder anderen nicht metallischen Materialien gedeckt ist, mit einer am Dachfirst anbringbaren Haube (110 ) mit einer dachfernen Oberseite (111 ) und einer dachnahen Unterseite (112 ), wobei die Haube (110 ) eine im wesentlichen über ihre gesamte Länge geführte Kammer (113 ) aufweist, in der mit Wasser oder Feuchtigkeit reagierende Metallteile (114 ) enthalten sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer (113 ) im Bereich der Unterseite (112 ) der Haube (110 ) ausgebildet ist, wobei die Haube (110 ) in einem Bereich (115 ) oberhalb der Kammer (113 ) mit einer Mehrzahl von Öffnungen (116 ) zum Einleiten von Wasser oder Feuchtigkeit in die Kammer (113 ) versehen ist und in einem Bereich (117 ) seitlich der Kammer (113 ) mit einer Mehrzahl von Öffnungen (118 ) zum Ausleiten von Wasser oder Feuchtigkeit aus der Kammer (113 ) versehen ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube (
110 ) aus mindestens einem mit Wasser und Feuchtigkeit reagierenden Metall hergestellt ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mit Wasser und Feuchtigkeit reagierende Metall Kupfer ist.
- Vorrichtung nach einem oder mehr der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrzahl von Öffnungen (
116 ) zum Einleiten von Wasser oder Feuchtigkeit in die Kammer (113 ) in mindestens einer Reihe angeordnet sind. - Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrzahl von Öffnungen (
116 ) zum Einleiten von Wasser oder Feuchtigkeit in die Kammer (113 ) in zwei parallelen Reihen angeordnet sind, wobei die Öffnungen (116 ) in den betreffenden Reihen gegeneinander versetzt ausgebildet sind. - Vorrichtung nach einem oder mehr der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrzahl von Öffnungen (
118 ) zum Ausleiten von Wasser oder Feuchtigkeit aus der Kammer (113 ) in einer Reihe angeordnet sind. - Vorrichtung nach einem oder mehr der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (
116 ) zum Einleiten von Wasser oder Feuchtigkeit in die Kammer (113 ) im oberen Bereich (115 ) einer zur Oberseite (111 ) der Haube (110 ) konvexen Auswölbung gebildet sind. - Vorrichtung nach einem oder mehr der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (
118 ) zum Ausleiten von Wasser oder Feuchtigkeit aus der Kammer (113 ) im unteren Bereich einer zur Oberseite (111 ) der Haube (110 ) konvexen Auswölbung gebildet sind. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswölbungen keilförmig ausgebildet sind, wobei die Öffnungen im Bereich einer Basis eines ausgewölbten Keils vorgesehen sind.
- Vorrichtung nach einem oder mehr der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube (
110 ) mit mindestens einem zur Kammer (113 ) parallel verlaufenden Knick (119 ) versehen ist. - Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (
116 ) zum Einleiten von Wasser oder Feuchtigkeit in die Kammer (113 ) durch den Knick (119 ) von den Öffnungen (118 ) zum Ausleiten von Wasser oder Feuchtigkeit aus der Kammer (113 ) räumlich getrennt sind. - Vorrichtung nach einem oder mehr der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Wasser oder Feuchtigkeit reagierende Metallteile (
114 ) von einer Metallwolle gebildet sind. - Vorrichtung nach einem oder mehr der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Wasser oder Feuchtigkeit reagierende Metallteile (
114 ) von einem Metallgestrick gebildet sind. - Vorrichtung nach einem oder mehr der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Wasser oder Feuchtigkeit reagierende Metallteile (
114 ) von einem Metallblech gebildet sind, in dem flächenabschnittsweise (122 ,122' ) eine Mehrzahl paralleler Rillen (121 ausgebildet ist. - Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Rillen (
121 ) jeweils benachbarter Flächenabschnitte (122 ,122' ) in einem Winkel zueinander angeordnet sind. - Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnflächen der Rillen jeweils benachbarter Flächenabschnitte jeweils mit einer Öffnung versehen sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Rillen jeweils benachbarter Flächenabschnitte in einem Winkel zueinander angeordnet sind.
- Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel stumpf ist.
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