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DE20314938U1 - Fangvorrichtung für einen Aufzug - Google Patents

Fangvorrichtung für einen Aufzug Download PDF

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DE20314938U1 DE20314938U DE20314938U DE20314938U1 DE 20314938 U1 DE20314938 U1 DE 20314938U1 DE 20314938 U DE20314938 U DE 20314938U DE 20314938 U DE20314938 U DE 20314938U DE 20314938 U1 DE20314938 U1 DE 20314938U1
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Abstract

Fangvorrichtung für einen Aufzug (1), wobei die Fangvorrichtung (2) einen Abnehmer (4) für die Aufzugbewegung und eine Bremse (5) mit einem geschwindigkeitsabhängigen Auslöser (6) aufweist, welcher eine mit dem Abnehmer (4), mit einem Geschwindigkeitsbegrenzer (11) und mit einem Bremsbetätiger (19) verbundene Übertragungseinrichtung (10) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungseinrichtung (10) ein Differenzialgetriebe (12) aufweist.

Description

  • Fangvorrichtungen sind aus der Praxis in verschiedensten Ausführungsformen bekannt. Eine bekannte Variante arbeitet mit einem separaten Treibseil, dass mit der Aufzugkabine über einen Schwenkhebel verbunden ist und das mit der Fahrgeschwindigkeit des Aufzugs umläuft. Das Treibseil ist über eine drehbare Rolle mit einer Nockenscheibe und einer Fliehkraftsperre geführt, die das Seil bei Überschreiten einer eingestellten Geschwindigkeitsschwelle blockieren. Die gegenüber dem blockierten Treibseil weiterbewegte Aufzugkabine betätigt durch die Relativbewegung den Schwenkhebel, welche wiederum einen Fangmechanismus auslöst. Die bekannte Konstruktion ist bau- und konstruktionsaufwändig. Sie braucht ein zusätzliches Treibseil und außerdem einen seitlichen Anbaubereich an den Führungsschienen des Aufzugs.
  • Die DE 101 54 578 A1 betrifft eine Vorrichtung für die Aufzugsnotbremsung, die im Fall eines Abreißens der Tragseile einfallen soll. Die Vorrichtung funktioniert nach dem Prinzip des Watt'schen Kraftreglers. Der Fliehkraftregler besteht aus einem kabinenfesten Keil und einem federnd aufgehängten Keil mit einem zusätzlichen Gewicht. Die Federkonsole ist kabinenfest. Im Falle des Tragseilabrisses wird die statische Komponente der Gegenkraft der Federaufhängung des Gewichtes zu Null, wobei die Feder die Keilbremsvorrichtung auslöst und dem beweglichen Keil in Kontakt mit der Leitschiene bringt.
  • Die DE 101 47 629 A1 zeigt einen Aufzug mit einer Fangvorrichtung zur Geschwindigkeitsbegrenzung des Fahrkorbs. Die Bremsfangvorrichtung wird über einen Pendel-Geschwindigkeitsbegrenzer mittels einer Kette betätigt. Der Begrenzer ist mit einem Antriebsrad ausgestattet, welches zugleich eine Führungsrolle darstellt und an einer Führungsschiene abläuft. Das Antriebsrad ist über einer Rutschkupplung mit einem Nocken-Hakenrad verbunden, welches auf einer Welle des Antriebsrades gleitgelagert ist und mit einem ebenfalls auf der Welle gelagerten Pendel zusammenwirkt. Bei Überschreiten einer Grenzgeschwindigkeit bewirkt eine besondere Nockenbahn ein Abheben einer am Pendel angebrachten Nockenfolgerolle und ein Eingreifen von Sperrhaken zum Sperren des Nocken-Hakenrads. Hierdurch wird über eine Bewegung der Kette die Bremsfangvorrichtung aktiviert.
  • Aus der US-A-5,052,523 ist eine Fangvorrichtung für einen Aufzug bekannt, die einen als Laufrolle und mit der Führungsschiene in Eingriff stehenden Abnehmer aufweist. In der Laufrolle ist ein Fliehkraftmechanismus mit Fliehkraftgewichten und einer Zahnradeinrichtung vorhanden, der bei Überschreiten einer Grenzgeschwindigkeit die Aufzugbremsen mittels eines Kabelzugs betätigt.
  • Die US-A-4,662,481 zeigt eine ähnliche Fangvorrichtung mit einem an der Führungsschiene in Eingriff stehenden Laufrad. Auch hier ist im Laufrad ein Fliehkraftmechanismus mit Fliehkraftgewichten untergebracht, der bei Überschreiten einer Grenzgeschwindigkeit die Drehbewegung der Laufrolle sperrt und über deren Reibungsmitnahme dann einen Kabelzug zur Bremsbetätigung aktiviert.
  • Die DE 87 14 860 U1 betrifft einen Bausatz für Aufzugfangvorrichtungen und befasst sich mit der Anordnung von Bremsteilen und deren Ausbildung als Doppelkeile.
  • Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Fangtechnik zu verbessern.
  • Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen im Hauptanspruch.
  • Der Auslöser für die Fangvorrichtung besitzt eine Übertragungseinrichtung, über die der Abnehmer für die Aufzugbewegung mit einem Geschwindigkeitsbegrenzer und mit einem Bremsbetätiger verbunden sein kann. Die Übertragungseinrichtung besitzt ein Differenzialgetriebe, welches bei Unterschieden in den Drehgeschwindigkeiten zwischen Abnehmer und Geschwindigkeitsbegrenzer eine Auslösebewegung für den Bremsbetätiger erzeugt. Dies ist eine besonders einfache und sichere Konstruktion. Die Ausgestaltung hat eigenständigen Charakter und lässt sich mit Erfolg auch bei anderen Übertragungseinrichtungen für konventionelle Fangvorrichtungen und andere Arten von Abnehmern einsetzen.
  • Die Übertragungseinrichtung ist beidseitig bei Auf- und Abwärtsfahrt des Aufzugs wirksam. Die entsprechend beidseitige Bewegung des Getriebegehäuses kann über ein Lenkergetriebe mit einem Doppelkeil vorteilhafter Weise und gleichermaßen gut bei Aufwärts- wie Abwärtsfahrt des Aufzugs eingesetzt werden.
  • Der mit einer Führungsschiene des Aufzugs im Eingriff stehende und vorzugsweise als frei drehbare Laufrolle ausgebildete Abnehmer hat den Vorteil einer einfachen und platzsparenden Konstruktion. Auf eine aufwändige Treibseilanordnung kann verzichtet werden. Die Fangvorrichtung mit dem Abnehmer kann zudem direkt an der Aufzugkabine, z.B. am Tragrahmen oder am Kabinendach angebracht werden und verlangt keinen zusätzlichen und freizumachenden Bauraum.
  • Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise und schematisch dargestellt. Im Einzelnen zeigen:
  • 1: eine Fangvorrichtung an einem abgebrochen dargestellten Aufzug in Seitenansicht,
  • 2: eine geklappte Draufsicht auf die Fangvorrichtung von 1 gemäß Pfeil II und
  • 3: eine teilweise aufgebrochene Draufsicht auf die Fangvorrichtung gemäß Pfeil III von 2.
  • 1 zeigt einen Aufzug, von dem die Aufzugkabine (1) und eine Führungsschiene (3) abgebrochen und schematisch dargestellt sind. Die anderen Aufzugkomponenten sind der Übersicht halber nicht gezeigt. Der Aufzug kann eine beliebige Konstruktion und Gestaltung haben. Statt einer Führungs- oder Laufschiene (3) für die Aufzugkabine (1) kann ein beliebig anderes geeignetes stationäres Führungs- oder Gestellelement des Aufzugs vorhanden sein.
  • Der Aufzug besitzt eine Fangvorrichtung (2), mit der die Bewegung der Aufzugskabine (1) zumindest bei Abwärtsfahrt und vorzugsweise auch bei Aufwärtsfahrt bei Überschreiten einer voreingestellten Geschwindigkeitsschwelle in beliebig geeigneter Weise gebremst und angehalten werden kann. Die Fangvorrichtung (2) kann insbesondere in Notfällen, z.B. bei einem Riss oder einer anderweitigen Beschädigung der Aufzugsseile, betätigt werden.
  • Die Fangvorrichtung (2) besitzt einen Abnehmer (4) für die Aufzugbewegung bzw. die Fahrgeschwindigkeit der Aufzugkabine (1) und eine Bremse (5) mit einem geschwindigkeitsabhängigen Auslöser (6). Die Bremse (5) kann von beliebiger Art und Funktion sein und z.B. als Backenbremse oder als Klemmvorrichtung oder dgl. ausgestaltet sein.
  • Der Abnehmer (4) ist als frei drehbare Laufrolle ausgebildet, die mit der Führungsschiene (3) im Eingriff steht. Unter der Führungsschiene (3) wird hierbei sowohl die Lauf- und Führungsschiene für die Aufzugkabine (1), als auch jedes andere geeignete stationäre Abnahme- oder Führungselement des Aufzugs verstanden, an dem die Fahrgeschwindigkeit der Aufzugkabine (1) abgegriffen werden kann. Dies kann z.B. auch ein Lochband oder ein Zahnriemen sein.
  • Die Fangvorrichtung (2) besitzt ein Gestell (7), welches an geeigneter Stelle der Aufzugkabine (1), z.B. am Tragrahmen oder am Kabinenboden oder -dach, montiert ist. Am Gestell (2) ist die Laufrolle (4) gelagert. Sie bewegt sich dadurch mit der Aufzugkabine (1) auf und ab. Die Laufrolle (4) steht in der bevorzugten Ausführungsform mit dem vorstehenden Führungsflansch der Führungsschiene (3) in reibschlüssigen Eingriff. Alternativ kann über eine Verzahnung auch ein formschlüssiger Eingriff in der Art von Zahnstange und Ritzel vorhanden sein. Der Eingriff zwischen der Laufrolle (4) und der Führungsschiene (3) kann in beliebig geeigneter Weise sichergestellt werden. In der gezeigten Ausführungsform ist auf der gegenüber liegenden Flanschseite eine frei drehbare Gegenrolle (8) angeordnet, die mittels einer Andrückvorrichtung (9) mit dem Gestell (7) verbunden ist. Die Andrückvorrichtung (9) kann z.B. eine vorgespannte Feder sein. Durch die Kraft der Andrückvorrichtung (9) wird der Reibschluss und die Bewegungsübertragung zwischen Laufrolle (4) und Führungsschiene (3) sichergestellt. Außerdem wird bei Auftreten von Rollenverschleiß oder anderen Abnutzungen der Klemmschluss der Führungsschiene (3) zwischen den Rollen (4,8) sichergestellt. Das Gestell (7) kann hierfür eine begrenzte Querbeweglichkeit gegenüber der Führungsschiene (3) haben.
  • Der Auslöser (6) besitzt eine Übertragungseinrichtung (10), die mit dem Abnehmer (4), einem Geschwindigkeitsbegrenzer (11) und mit einem Bremsbetätiger (19) für die Bremse (5) verbunden ist. Durch die Übertragungseinrichtung (10) wird die vom Abnehmer (4) aufgenommene Kabinengeschwindigkeit auf ihr Verhältnis zu einer vorgegebenen und einstellbar vorgegebenen Grenzgeschwindigkeit überwacht und bei deren Überschreiten der Bremsvorgang ausgelöst. Die Übertragungseinrichtung (10) besitzt hierfür ein Differenzialgetriebe (12), welches in 3 näher dargestellt ist. Das Differenzialgetriebe (12) hat eigenständige erfinderische Bedeutung und kann auch bei anderen Arten von Fangvorrichtungen eingesetzt werden.
  • Der Abnehmer bzw. die Laufrolle (4) ist mit einem Antriebsrad (14) des Differenzialgetriebes (12) verbunden. Hierbei ist die Laufrolle (4) über ein Lager (17) am Gestell (7) gelagert. Das Antriebsrad (14) ist als Kegelrad ausgebildet und befindet sich im Innenraum des Getriebegehäuses (13).
  • Das Differenzialgetriebe (12) besitzt ferner ein Zwischenrad (15) mit quer zum Antriebsrad (14) ausgerichteter Achse, welches am Getriebegehäuse (12) frei drehbar gelagert ist. Das ebenfalls kegelförmige Zwischenrad (15) kämmt auf der einen Seite mit dem Antriebsrad (14) und auf der anderen Seite mit einem kegeligen Abtriebsrad (16), welches mit seiner Achse fluchtend und gegenüberliegend zum Antriebsrad (14) angeordnet ist. Das Abtriebsrad (16) ist seinerseits über ein Lager (17) frei drehbar am Gestell (7) gelagert. Das Getriebegehäuse (13) ist über Lager (18) auf den Wellen von Antriebs- und Abtriebsrad (14,16) drehbar gelagert.
  • Das Abtriebsrad (16) ist mit einem Geschwindigkeitsbegrenzer (11) verbunden, der außerhalb des Getriebegehäuses (13) angeordnet ist. Der Geschwindigkeitsbegrenzer (11) und die Laufrolle (4) können in platzsparender Weise das Getriebegehäuse (13) außenseitig partiell umschließen.
  • Im Normalbetrieb dreht die Laufrolle (4) bei Aufwärts- und Abwärtsfahrt der Aufzugkabine (1) und überträgt ihre Drehbewegung durch das Zwischenrad (15) auf das Abtriebsrad (16) mit dem Geschwindigkeitsbegrenzer (11). Solange die am Geschwindigkeitsbegrenzer (11) einzustellende Grenzgeschwindigkeit nicht überschritten wird, entsteht im Getriebe kein nennenswerter Widerstand, so dass Antriebs- und Abtriebsrad (14,16) mit gleicher Drehzahl rotieren. Das Getriebegehäuse (13) mit dem darin gelagerten Zwischenrad (15) ist in diesem Fall in Ruhe.
  • Der Geschwindigkeitsbegrenzer (11) bewirkt bei Überschreitung der Grenzgeschwindigkeit eine Bremsung des Abtriebsrades (16). Hierbei kann z.B. der Geschwindigkeitsbegrenzer als Fliehkraftbremse ausgebildet sein, deren Bremselemente, z.B. Bremsbacken, bei Überschreiten der Bremsgeschwindigkeit an eine Bremstrommel angepresst werden. Alternativ kann der Geschwindigkeitsbegrenzer (11) als Wirbelstrombremse oder in beliebiger anderer Weise ausgebildet sein.
  • Ein Bremsen des Geschwindigkeitsbegrenzers (11) führt zu einem Bremsen des Abtriebsrades (16) gegenüber dem Antriebsrad (14). Die Geschwindigkeitsdifferenz wird über das Zwischenrad (15) und eine Drehbewegung des Getriebegehäuses (13) ausgeglichen. Sobald das Abtriebsrad (16) langsamer läuft als das Antriebsrad (14), wälzt das Zwischenrad (15) auf dem Abtriebsrad (16) ab und klettert je nach Drehrichtung des Antriebsrads (14) nach oben oder unten und nimmt dabei das Getriebegehäuse (13) mit.
  • Das Getriebegehäuse (13) ist mit dem Bremsbetätiger (19) in geeigneter Weise verbunden, so dass die vorerwähnte Drehbewegung des Getriebegehäuses (13) zum Auslösen der Bremse (5) führt. Das Getriebegehäuse (13) hat hierfür beispielsweise ein Stellelement (20) in Form eines seitlich wegragenden Stellhebels oder dergleichen. Der Bremsbetätiger (19) besitzt im gezeigten Ausführungsbeispiel ein Lenkergetriebe (21), welches auf der einen Seite gelenkig mit dem Stellhebel (20) und auf der anderen Seite gelenkig mit einem Bremselement (22), z.B. einem Bremskeil, verbunden ist. Das Lenkergetriebe (21) besitzt in der gezeigten Ausführungsform zwei miteinander drehbar verbundene Lenkerhebel, von denen der untere querliegende über einen Lagerzapfen drehbar am Gestell (7) der Fangvorrichtung (2) abgestützt ist. Eine Drehbewegung des Getriebegehäuses (13) und des Stellhebels (20) in 2 nach unten sorgt für ein Anheben des Bremskeils (22). Eine Stellhebelbewegung nach oben bewirkt ein Senken des Bremskeils (22). Durch eine entsprechende Auslegung des Lenkergetriebes (21) können hierbei auch die Weg- und Kraftübersetzungen verändert und auf den gewünschten Wert eingestellt werden.
  • Die Bremse (5) kann in beliebig geeigneter Weise ausgebildet sein. Im gezeigten Ausführungsbeispiel besitzt sie ein Bremsgehäuse (23), welches den Führungsflansch der Führungsschiene (3) umgibt. Auf der einen, dem Flansch zugewandten Innenseite ist das Bremsgehäuse (23) mit einem Reibbelag versehen. Auf der anderen Flanschseite besitzt das Bremsgehäuse (23) eine Aufnahmeöffnung für den Bremskeil (22), der im gezeigten Ausführungsbeispiel als selbstverstärkender Doppelkeil ausgebildet ist. Die Aufnahmeöffnung hat eine entsprechende keilförmige Kontur. Der Doppelkeil (22) wirkt dadurch sowohl bei einer Hebe- wie auch bei einer Senkbewegung und wird durch die keilförmige Gehäuseöffnung bremsend an den Führungsflansch der Führungsschiene (3) gedrückt. An der Kontaktseite besitzt der Bremskeil (22) eine entsprechende Reibfläche. In der Mittelstellung des Bremskeils (22) im Bremsgehäuse (23) ist kein Bremskontakt vorhanden.
  • Wenn im Sicherungsfall die Fangvorrichtung (2) einfällt und die Aufzugkabine (1) zum Stillstand bringt, können die Bremse (5) und die Fangvorrichtung (2) anschließend wieder durch eine Fahrbewegung in Gegenrichtung oder durch einen manuell oder maschinell bedienbaren Bremslöser geöffnet werden.
  • Abwandlungen der gezeigten Ausführungsformen sind in verschiedener Weise möglich. Der Abnehmer (4) kann statt als frei drehbare Laufrolle mit glattem oder verzahntem Umfang auch in beliebiger anderer Weise ausgebildet sein. Es ist jegliches Bauelement geeignet, welches die translatorische Fahrbewegung der Aufzugkabine (1) in eine rotatorische Bewegung umsetzt. Auch die Anstellung des Abnehmers (4) an die Führungsschiene (3) kann in anderer Weise als durch die Gegenrolle (8) im gezeigten Ausführungsbeispiel geschaffen werden.
  • Variabel sind ferner die Ausgestaltung des Auslösers (6) und der Übertragungseinrichtung (10). Der Abnehmer (4) kann beispielsweise direkt mit einem Geschwindigkeitsbegrenzer gekoppelt sein, der seinerseits über einen Bremsbetätiger auf die Bremse einwirkt. Bei der gezeigten Ausführungsform mit dem Differenzialgetriebe (12) können ferner die Gehäusebewegungen über eine andere Art von Bremsbetätiger (19) auf die Fangbremse (5) übertragen werden. Die Fangbremse (5) kann seinerseits in beliebiger anderer Weise ausgebildet sein.
  • Die Fangvorrichtung (2) ist in der gezeigten Ausführungsform mit allen ihren Komponenten vorzugsweise an der Aufzugkabine (1) angeordnet. Auch die Bremse (5) befindet sich an der Aufzugkabine (1). In Abwandlung der gezeigten Ausführungsform kann die Bremse (5) an anderer Stelle und z.B. extern angeordnet sein. Die Signale des Geschwindigkeitsbegrenzers (11) und speziell die diesbezüglichen Gehäusebewegungen des Differenzialgetriebes (12) können auf entsprechende andere Weise an die Bremse übertragen werden. Bei Bremsbedarf kann z.B. das Getriebegehäuse (13) den Stellhebel (20) derart drehen und nach außen stellen, dass er in Schalt- oder Berührungskontakt mit stationären und externen Bremsbetätigern gelangt, die dann eine Seilbremse oder dergleichen auslösen.
  • 1
    Aufzug, Aufzugkabine
    2
    Fangvorrichtung
    3
    Führungsschiene, Laufschiene
    4
    Abnehmer, Laufrolle
    5
    Bremse
    6
    Auslöser
    7
    Gestell
    8
    Gegenrolle
    9
    Andrückvorrichtung, Feder
    10
    Übertragungseinrichtung
    11
    Geschwindigkeitsbegrenzer
    12
    Differenzialgetriebe
    13
    Getriebegehäuse
    14
    Zahnrad, Antriebsrad
    15
    Zahnrad, Zwischenrad
    16
    Zahnrad, Abtriebsrad
    17
    Lager Zahnrad
    18
    Lager Gehäuse
    19
    Bremsbetätiger
    20
    Stellelement, Stellhebel
    21
    Lenkergetriebe
    22
    Bremselement, Bremskeil
    23
    Bremsgehäuse

Claims (15)

  1. Fangvorrichtung für einen Aufzug (1), wobei die Fangvorrichtung (2) einen Abnehmer (4) für die Aufzugbewegung und eine Bremse (5) mit einem geschwindigkeitsabhängigen Auslöser (6) aufweist, welcher eine mit dem Abnehmer (4), mit einem Geschwindigkeitsbegrenzer (11) und mit einem Bremsbetätiger (19) verbundene Übertragungseinrichtung (10) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungseinrichtung (10) ein Differenzialgetriebe (12) aufweist.
  2. Fangvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abnehmer (4 ) mit einer Führungsschiene (3) des Aufzugs (1) im Eingriff steht.
  3. Fangvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abnehmer (4) als frei drehbare Laufrolle ausgebildet ist.
  4. Fangvorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abnehmer (4) mit einem Antriebsrad (14) des Differenzialgetriebes (12) verbunden ist.
  5. Fangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Differenzialgetriebe (12) ein am Getriebegehäuse (13) gelagertes Zwischenrad (15) aufweist, welches mit dem Antriebsrad (14) und mit einem Abtriebsrad (16) kämmt.
  6. Fangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abtriebsrad (16) mit dem Geschwindigkeitsbegrenzer (11) verbunden ist.
  7. Fangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebs- und Abtriebsrad (14,16) an einem Gestell (7) des Auslösers (6) drehbar gelagert (17) sind, wobei das Getriebegehäuse (13) drehbar auf den fluchtend gegenüberliegenden Antriebs- und Abtriebsrädern (14,16) gelagert (18) ist.
  8. Fangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebegehäuse (13) mit dem Bremsbetätiger (19) verbunden ist.
  9. Fangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bremsbetätiger (19) ein mit dem Getriebegehäuse (13) verbundenes Stellelement (20) und ein Lenkergetriebe (21) aufweist.
  10. Fangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lenkergetriebe (21) abtriebseitig mit einem Bremselement (22) verbunden ist.
  11. Fangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bremselement (22) als Bremskeil ausgebildet ist.
  12. Fangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bremskeil als selbstverstärkender Doppelkeil ausgebildet ist.
  13. Fangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Abnehmer (4) an der Führungsschiene (3) gegenüberliegend eine Gegenrolle (8) mit einer Andrückvorrichtung (9) zugeordnet ist, wobei der Abnehmer (4) und die Gegenrolle (8) am Gestell (7) gelagert sind.
  14. Fangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Geschwindigkeitsbegrenzer (11) als Wirbelstrombremse ausgebildet ist.
  15. Fangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangvorrichtung (2) an der Aufzugkabine (1) angeordnet ist.
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