DE2031474A1 - Kontaktapparat zum Oxydieren von Gasen - Google Patents
Kontaktapparat zum Oxydieren von GasenInfo
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Description
M-6484
B e s c h r e b u η g
zu der Patentanmeldung
der
1. Anatolij GÄwrilowitsch Amelin,Ing.,SSSR,Moskwa,leninskij prosp .,
41,kw.10;
2. Jurij Anatolewitseh Bystrow,Ing.,SSSR,Moskwa,Perowskaja uliza,42,
korp.3,kw.49; .
3. Boris Tichonowitsch Wasiljew,Ing,,SSSR,Moskwa,Jakornaja ul.,8,
korp.2,kw.148;
4. Ludmila Fjodorowna Dontschenko geb. Matäüohinajlng.,
SSSR,Moskwa,üralskaja uliza,6,korp.4,kw,20;
5. Igor Wiktorowitsch Ilgisonis,Ing.,SSSR,Moskwa,7-ja Parkowskaja
ul.,2,korp.4,kw.2O;
6. Michail Dawydowitsch Maso,Ing.,SSSR,Moskwa,I-yj Koptelskij per.,
9,kw.1;
7. Gennadij Michajlowitsch Morkowin,Ing.,SSSR,Moskwa,ul.Artamonowa,
17,kw.39;
8. Jurij Wladimirowitsch Pilatow,Ing.,SSSR,Moskwa,Boulevard
Karbyschewa,17jkorp.1,kw.31>
betreffend
KONTAKTAPPARAT ZUM OXYDIEREIi VON GASEN
Die Erfindung betrifft den Maschinenbau für die chemische Industrie, genauer genommen aber Kontaktapparate zum
Oxydieren von Gasen.
Die Erfindung kann besonders wirksam zum Oxydieren von
Schwefllgsäureanhydrid bei der Produktion der Schwefelsäure, insbesondere nach dem OO-Verfahren (Trockenreinigungsverfahren)
benutzt werden.
Die bekannten Kontaktapparate zum Oxydieren von Gasen (siehe Urheberschein Nr. 227305 Klasse 12g, o4, erteilt in
der UdSSR) enthalten ein Gehäuse, in dessen Innenraum eine Kammer mit gelochten doppelten Wänden befestigt ist, zwischen
109882/1584
denen die Kontakfcmasse angeordnet wird, Die -u-ammex-wande sbelien
mit einem -»etz bespannte üohre aar, deren offene Enden
mit einer aui der -eile sitzenden hohltrommel verbanden sind.
Beim bekannten xipparau rotiert die Kammer, das Gehäuse
ist aber feststehend. Deshalb erfolgt ein Durchorach aes
nichtkontaktierGen Gases in den gebildeten Spielräumen zwischen
rotierender iLcjnmer und dem Gehäuse und verursacht
hiermit eine Verringerung des üiuwaridlungsgrades im Apparat.
Außerdem sind beim bekannten Apparat die n.onta«:tiaasse -Scnichtaoschnitte,
welche in demjenigen jilaiiimerbereicli liegen,
der aia nächsten am Gehäuse liegt, aus dem üxydierunjsablauf
eliminiert. Dadurch erfolgt eine unvollständige Ausnutzung
der Bchioht der jiontaktmasse, die den Eingraum der ±iam;uer
ausfallt.
Beim bekannten Apparat wird die üontaktmasse wahrend,
des kotierens der liammer nur an de .α aia Aaslauf stutzen liegenden Abschnitt umgeschüttet, im ganzen res blichen.Querschnitt
des Aamnierringraumes ist die iContatCbmasse unbeweglich.
Deshalb isb der hydraulische Vjiderstand der ^ontalct- ·
uiassenschicht im Kammerringraum nicht iberall derselbe.
Somit wird ctie ivontaktmasse nur im Abschnitt des
austritts
«wasiwftf*sxaus dem Apparat von Staub jereinijt, zur vollständigen
Reinigung der ganzen Aontaktaasse aber ist ein"
beständiges Kotieren dox» x^ammer uiforafcrlich, was auch einen
erheblichen ünergieaafvvand verlangt.
ORIGSNAL 109882/15 θ Α
In einem dem bekannten ähnlichen Apparat, an welchem
das Gehäuse feststeht und die Kammer mit der Kontaktmasse
beständig rotiert, ist es in technischer Hinsicht schwer,
das Antriebswerk auszuführen und die mechanische Festigkeit der Kammer bei großen Apparatleistungen zu sichern, da das
Gewicht der Kammer mit Kontaktmasse hierbei mehrere Dutzende
Tonnen erreicht.
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung der obenerwähnten
Nachteile.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen solchen
Kontaktapparat zum Oxydieren von Gasen zu entwickeln, bei
dem die Kontaktmasse während des Apparatebetriebsablaufes
gleicher
umgeschüttet und ein^e^atkaat Strömungswiderstand im ganzen
Ringraum der Kammer erzeugt wird.
Diese Aufgabe wird durch einen Kontaktapparat gelöst,
der eine im Inneren des Gehäuses montierte zylindrische Kammer mit gelochten Doppelwänden aufweist, zwischen denen
die Kontaktmasse untergebracht ist, durchweiche das zu
oxydierende Gas geleitet wird. Beim erfindungsgemäßen Apparat
sind die Kammer und das als Trommel ausgebildete Gehäuse koaxial montiert und können um die gemeinsame Horizontalachse
zusammen rotieren, die Kammer aber ist längs der Mantellinie mit diametral gegenüberliegenden Vertiefungen versehen, die
zum Unterbringen einer zusätzlichen Menge der Kontaktmasse
dienen und die bei einer Lage der Kainmerabschnitte mit den
Vertiefungen nahe an der Horizontalebene die Kontaktmasse
109882/1584 bad original
zurückhalten können, wobei der Ringraum der Kammer beständig
mit der sich schüttenden Kontaktmasse gefüllt ist.
Durch eine solche Bauart des erfindungsgemäßen Apparates
ist es ermöglicht, daß sich die Kontaktmasse während des
gleicher
Betriebes umschüttet und ein egalsr Strömungswiderstand im
ganzen Ringraum der Kammer erzeugt wird, wodurch nicht nur eine intensive Oxydierung des durch die Kontaktmasse zu leitenden
Gases, sondern auch eine Reinigung der Kontaktmasse von dem beim Apparatebetriebsablauf auf der Masse abgelagerten
Staub gewährleistet wird.
Nachstehend wird die Erfindung anhand der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels und der beigelegten Zeichnungen
näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 - schematische Darstellung des erfindungsgemäßen
Apparates zum Oxydieren von Gasen mit Antriebswerk (im Längsschnitt)
Fig. 2 Schnitt II-II nach Fig. 1 (mit der Kontaktmasse
zwischen den gelochten Wänden.
Der erfindungsgemäße Kontaktapparat dient zum Oxydieren
von Gasen.
Wir betrachten ein Beispiel des Einsatzes des erfindungsgemäßen Apparates für das Oxydieren von Schwefligsäurearihydrid
bei der Erzeugung von Schwefelsäure nach dem CO-Verfahren
(Trockenreinigung). Dieses Erzeugungsverfahren von Schwefelsäure ist dadurch gekennzeichnet, daß das sum Kontakt pro ζ eß
BAD ORIGINAL 109882/1584
bestimmte Gas einen hohen Staubgehalt aufweist.
Der Kontaktapparat enthält die im Inneren des Gehäuses
1 (Fig» 1 und 2) montierte zylindrische Kammer 2-'mit den
gelochten Doppelwänden 5 und 4-, zwischen denen die Kontaktmasse
G (Fig. 2), durch die das zu oxydierende Gas geleitet wird, untergebracht ist, Erfindungsgemäß sind die Kammer 2
und das als Trommel ausgebildete Gehäuse 1 koaxial montiert
und können um die gemeinsame Horizontalachse zusammen rotieren. Die Kammer 2 (Fig. 1 und 2) weist längs ihrer Mantellinie diametral gegenüberliegende Vertiefungen 5 auf, die zum
Unterbringen einer zusätzlichen Kontaktmassenmenge dienen
und die bei der Stellung der Kammerabschnitte mit den Vertiefungen nahe an der Horizontalebene die Kontaktmass© zurück-,
halten. Dabei ist der Ringraum 6 der Kammer 2 ständig mit
sich schüttender Kontaktmasse G gefüllt»
Mir die Zuführung des Gases in die Kammer 2 und zum Ableiten
desselren aus dem Apparat sind die Vorrichtungen 7
bzw. 8 vorgesehen*
Die Kontaktmasse G wird durch die Beschickungslücken 9»
die längs der Kammer 2 angeordnet sind, zugeführt. Das in
Trommelgestalt ausgeführte Apparatgehäuse 1 stützt sich durch
die Heifen IO auf die Tragrollen 11.
Zum Antreiben des Apparates ist der Elektromotor 12 vorgesehen,
der über die Kupplung 13, das Untersetzungsgetriebe IA- Kinematisch mit dem Zahnradpaar gekoppelt ist, von dem
das Krarizrad 15 starr auf der Gehäusetrommel des Apparates
sitzt.
BAD ORiGiNAL 109882/1584 .'■-.-
Somit steht das Antriebswerk in günstigen Verhältnissen, da es außerhalb des Heißzonenbereiches des Apparates
angeordnet ist.
Die Bauart des erfindungsgemäßen Apparates ermöglicht
es, allgemein bekannte Traganlagen und Triebwerke, die weitgehend in der chemischen Industrie zum Antrieb von Trommeln
zur Anwendung gelangen, zu benutzen.
Der Betrieb des Kontaktapparates verläuft in folgender
Weise.
Das verstaubte Gas wird durch die Vorrichtung 7 dem inneren
Hohlraum der Kammer 2 (i"ig. 1) zugeführt. Die Kammerwände, Innenwand j5 und Außenwand 4 sind gelocht, wobei der Lochdurchmesser
kleiner als die kleinste Korngröße der Kontaktmasse G- ist, weshalb die Kontaktmasse durch die Kammerwände
nicht hinausfällt.
Die Lochmenge und -anordnung sind so angenommen, daß die günstigsten Bedingungen für die Gasverteilung im ganzen VoIumen
der Kontaktmasse entstehen.
Dadurch wird der gleichmäßig-intensive Verlauf des Oxydationsvorganges
gewährleistet. Indem daa Gas durch die Löcher in der Innenwand 3 durchläuft, verteilt es sich gleichmäßig
im Ringraum 6, in dem die Kontaktmasse G untergebracht ist. Der Strömungswiderstand der Kontaktmassenschicht im Ringraum
der Kammer ist in der ganzen Längsrichtung des Apparates gleich.
Das oxydierte Gas strömt aus der Kontaktmassenschicht
BAD ORIGINAL 109882/1584
durch die Löcher in der Außenwand 4 in den Ringzwischenraum,
der durch das Gehäuse 1 und die Kammer 2 gebildet ist und wird
durch die Vorrichtung 8 aus dem Apparat abgeleitet.
Bei diesem Betriebsstand im Apparat wird der in dem
zu oxydierenden Gas enthaltene Staub von der Kontaktmasse
gefiltert, wobei der hydraulische Wiederstand der Masse ansteigt.
Nachdem der Strömungswiderstand der Kontaktmassenschicht
den Sollwert erreicht hat, wird der Elektromotor 12 automatisch
eingeschaltet und der Apparat beginnt zu rotieren. >
Beim Rotieren des Apparates beginnt die Kontaktmasse sich zu verschieben, da bei der Verladung des Apparates
mit Kontaktmasse ein Teil des obenliegenden Raumes in den Vertiefungen 5 frei bleibt. Die Vertiefungen werden nacheinander
mit der sich überschüttenden Kontaktmasse gefüllt, dabei aber ist der Ringraum 6 der Kammer ständig voll mit
Kontaktmasse. Dadurch kann "der Durchbruch'1 von nichtkontaktiertem
Gas verhindert werden.
Während der Bewegung der Kontaktmasse wird der beim
KontaktVorgang in der Masse abgelagerte Staub durch das zu
oxydierende Gas, welches weiter in den Apparat strömt, ausgeblasen.
Mit dem Ausblasen des Staubes aus der Kontaktmassenschicht sinkt der Strömungswiderstand dieser Schicht bis zum
Sollwert und der Elektromotor 12 wird automatisch abgeschaltet
.
Der Arbeitszyklus des .Elektromotors 12 wiederholt sich
re;;elmäßig. ·
109882/158i
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Kontaktapparat zum Oxydieren von Gasen, der eine im Inneren des Gehäuses montierte zylindrische Kammer mit gelochten Doppelwänden und mit zwischen diesen untergebrachter Kontaktmasse aufweist, durch welche das zu oxydierende Gas geleitet wird, dad urch gekennzeichnet, daß die Kammer (2) und das als Trommel ausgebildete Gehäuse (1) koaxial montiert sind und um die gemeinsame Horizontalachse zusammen rotieren können, die Kammer (2) aber längs der Mantellinie mit diametral gegenüberliegenden Vertiefungen (.5) versehen ist, die zum Unterbringen einer zu-, sätzlichen Menge der Kontaktmaßse· (G) dienen und die bei einer Stellung der Kammerabschnitte mit den Vertiefungen nahe an der Horizontalebene die Köntaktmasse zurückhalten können, wobei der Ringraum (6) der Kammer beständig mit der sich schüttenden Kontaktmasse gefüllt ist.BAD ORIGINAL1 Π S B ίί / / 1 £ β ί,Leerseite
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