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DE20313868U1 - Verbindungsanordnung einer Schubladen-Seitenwandzarge mit der Laufschiene einer Ausziehführung - Google Patents

Verbindungsanordnung einer Schubladen-Seitenwandzarge mit der Laufschiene einer Ausziehführung Download PDF

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DE20313868U1
DE20313868U1 DE20313868U DE20313868U DE20313868U1 DE 20313868 U1 DE20313868 U1 DE 20313868U1 DE 20313868 U DE20313868 U DE 20313868U DE 20313868 U DE20313868 U DE 20313868U DE 20313868 U1 DE20313868 U1 DE 20313868U1
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Abstract

Lösbare Verbindungsanordnung einer als Hohlkammerzarge aus dünnwandigem Metall ausgebildeten Schubladen-Seitenwandzarge (16) mit zumindest abschnittsweise durch wenigstens einen Verbinderbauteil (20) geschlossener kanalartig nach unten geöffneter Unterseite mit einer in die offene Unterseite einführbaren Laufschiene (22) einer Ausziehführung (12), wobei die Verbindung von Schubladen-Seitenwandzarge (16) und Laufschiene (22) durch eine in Ausziehrichtung über eine Querkante in einem Wandungsabschnitt (40) des Verbinderbauteils (20) greifende, von einem oberen horizontalen Wandungsabschnitt (36) der Laufschiene (22) vortretende Zunge (38) erfolgt, dadurch gekennzeichnet,
dass die Laufschiene (22) in Höhenrichtung versetzt zur vortretenden Zunge (38) in einem im Wesentlichen senkrecht verlaufenden Wandungsabschnitt (42) einen zu einem im Wesentlichen senkrecht verlaufenden Wandungsabschnitt (46) des Verbinderbauteils (20) vortretenden Lappen (44) aufweist, und
dass in dem senkrecht verlaufenden Wandungsabschnitt (46) des Verbinderbauteils (20) eine in dessen zugeordneter senkrechter Begrenzungskante offen mündende langgestreckte horizontal verlaufende Ausstanzung (50) vorgesehen ist, welche in ihrem Mündungsbereich eine den Durchtritt des von der Laufschiene...

Description

  • Die Erfindung betrifft eine lösbare Verbindungsanordnung einer als Hohlkammerzarge aus dünnwandigem Metall ausgebildeten Schubladen-Seitenwandzarge mit zumindest abschnittsweise durch wenigstens einen Verbinderbauteil geschlossener kanalartig nach unten geöffneter Unterseite mit einer in die offene Unterseite einführbaren Laufschiene einer Ausziehführung, wobei die Verbindung von Schubladen-Seitenwandzarge und Laufschiene durch eine in Ausziehrichtung über eine Querkante in einem Wandungsabschnitt des Verbinderbauteils greifende, von einem oberen horizontalen Wandungsabschnitt der Laufschiene vortretende Zunge erfolgt.
  • Schubladen und andere Schrankauszüge werden im Möbelbau – zumindest bei hochwertigen Qualitätsmöbeln – bereits seit einer Anzahl von Jahren mittels gesonderter metallischer Ausziehführung im Schrankkorpus gelagert, wobei in neuerer Zeit zunehmend Ausziehführungen verwendet werden, bei welchen die im Schrankkorpus zu befestigende Führungsschiene und die die Schublade halternde Laufschiene als Metallprofil ausgebildet sind, welche durch Rollen oder in Käfig geführte Wälzkörper relativ zueinander verschieblich sind. Mit solchen Ausziehführungen in einem Schrankkorpus gelagerte Schubladen haben eine hohe Belastbarkeit und sind auch bei hoher Gewichtsbelastung leichtgängig, d.h. erfordern nur geringe Kräfte für das Ausziehen bzw. Einschieben der Schublade. Bei den bevorzugten wälzkörpergelagerten Ausziehführungen sind die Führungs- und die Laufschiene sowie die – bei Vollauszügen – gegebenenfalls vorgesehene Zwischenschiene voneinander untrennbar vormontiert. Zur vollständigen Herausnahme einer Schublade aus dem Schrankkorpus muss die Schublade deshalb auf der zugehörigen Laufschiene in möglichst einfacher und schneller Weise montiert- und demontierbar sein, wobei aber sichergestellt sein muss, dass bei normalem Gebrauch eine Verschiebung der Schublade auf der Laufschiene oder eine versehentliche Trennung der ausgezogenen Schublade von der Laufschiene nicht auftritt. Bei Schubladen mit Schubladen-Seitenwandzargen der eingangs erwähnten Art erfolgt die schrankinnere Festlegung der Schublade auf der Laufschiene bei der Montage dadurch, dass die kanalartig nach unten geöffnete Unterseite der Schubladen-Seitenwandzarge von oben auf die Laufschiene aufgesetzt und dann die Schublade in Einschubrichtung auf der Laufschiene aufgeschoben wird, bis die im rückwärtigen Endbereich der Laufschiene vorgesehene Zunge die rückwärtige Querkante des die Unterseite der Seitenwandzarge horizontal abschließenden Wandungsabschnitt übergreift, wodurch dann die Schublade im schrankinneren Endbereich gegen Abheben von der Laufschiene gesichert ist. Dabei tritt dann häufig die Schwierigkeit auf, dass bei der Montage die Schublade nicht so fest auf die horizontale Oberseite der Laufschiene abgesenkt ist, dass die Zunge die rückwärtige Querkante fängt und übergreifen kann.
  • Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, die Montage des rückwärtigen Endbereichs einer Schublade auf der zugehörigen Laufschiene in dem Sinne zu verbessern und erleichtern, dass der Verbindungsvorgang zwischen Schubladen-Seitenwand und Laufschiene vereinfacht und die Sicherung der Halterung der Schublade auf der Laufschiene verbessert wird.
  • Ausgehend von einer Verbindungsanordnung der eingangs erwähnten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Laufschiene in Höhenrichtung versetzt zur vortretenden Zunge in einem im Wesentlichen senkrecht verlaufenden Wandungsabschnitt einen zu einem im Wesentlichen senkrecht verlaufenden Wandungsabschnitt des Verbinderbauteils vortretenden Lappen aufweist, und dass in dem senkrecht verlaufenden Wandungsabschnitt des Verbinderbauteils eine in dessen zugeordneter senkrechter Begrenzungskante offen mündende langgestreckte horizontal verlaufende Ausstanzung vorgesehen ist, welche in ihrem Mündungsbereich eine den Durchtritt des von der Laufschiene vortretenden Lappens ermöglichende lichte Durchlasshöhe aufweist. Neben der Verbindung der Laufschiene mit der Seitenwandzarge im Bereich der Zunge erfolgt dann eine zusätzliche Verbindung durch den in der bestimmunsgemäßen Montagestellung in die Ausstanzung im Verbinderbauteil eingreifenden Lappen.
  • In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung sind die Lage der von der Laufschiene vortretenden Zunge und des Lappens der Laufschiene relativ zueinander so gewählt, dass der in Höhenrichtung gemessene Abstand zwischen der Oberseite des horizontalen Wandungsabschnitts und der Oberseite des Lappens der Laufschiene im Wesentlichen gleich dem in Höhenrichtung gemessenen Abstand der Unterseite des in der bestimmungsgemäßen Befestigungsstellung von der Zunge übergriffenen Wandungsabschnitts des Verbinderbauteils zur oberen horizontalen Begrenzungskante der in diesem vorgesehenen Ausstanzung ist, wobei der Lappen in der bestimmungsgemäßen Verbindungsstellung der Zunge mit dem Verbinderbau teil innerhalb der Ausstanzung im Verbinderbauteil steht.
  • Um zu erreichen, dass der Eingriff der Zunge bei der Montage der Schublade erst dann erfolgt, wenn der Lappen zumindest teilweise in die Ausstanzung eingeführt ist, wobei dann auch sichergestellt ist, dass die anschließend von der Zunge zu übergreifende Querwand der Seitenwandzarge auf den Zwischenraum zwischen der Unterseite der Zunge und der Oberseite der Laufschiene ausgerichtet ist, empfiehlt es sich, die Ausgestaltung so zu treffen, dass die Zunge und der Lappen der Laufschiene in Längsrichtung der Laufschiene relativ zueinander so angeordnet sind, dass der Lappen beim Verbindungsvorgang vor der Zunge in Verbindungseingriff mit der Ausstanzung im Verbinderbauteil kommt.
  • Dabei ist es dann von Vorteil, wenn die untere Begrenzungskante der Ausstanzung im Verbinderbauteil im Bereich ihres offen mündenden Endes entgegen der Einführrichtung des Lappens in Abwärtsrichtung abgeschrägt ist. Diese abgeschrägte Kante bildet dann eine Einlaufschräge, welche sicherstellt, dass beim Einschieben der Schublade der an der Einführschräge zur Anlage kommende Lappen relativ zum Verbinderbauteil in Aufwärtsrichtung verschoben und so die Laufschiene in die offene Unterseite geführt bzw. die Seitenwandzarge auf die Oberseite der Laufschiene herabgezogen wird. Dadurch erfolgt dann zwangsläufig die Ausrichtung von Laufschiene und Seitenwandzarge derart, dass die Mündung des zwischen der Zunge und der Oberseite der Laufschiene gebildeten Aufnahmeraums zur Querwand des Verbinderbauteils ausgerichtet und die Schublade dann ohne Anstoßen an der Zunge in die bestimmungsgemäße Verbindungsstelle geschoben werden kann.
  • Der an der Laufschiene vorgesehene Lappen ist zweckmäßig aus dem Material des senkrechten verlaufenden Wandungsabschnitts der Laufschiene freigeschnitten und entlang einer im Wesentlichen horizontal verlaufenden verbleibenden Bie gekante in die nach außen vortretende Position umgekantet. Der Lappen ist also integraler Teil der Laufschiene.
  • In gleicher Weise kann die Zunge in an sich bekannter Weise aus dem oberen horizontalen Wandungsabschnitt der Laufschiene entlang dreier Begrenzungskanten freigeschnitten oder -gestanzt und anschließend entlang einer im nicht freigeschnittenen Bereich verbleibenden Biegekante in eine in geringem parallelen Abstand oberhalb der Oberseite des horizontalen Wandungsabschnitts stehende Position verformt sein.
  • Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert, und zwar zeigt bzw. zeigen:
  • 1 eine rechtwinklig zur Ausziehrichtung einer Schublade verlaufende Schnittansicht durch einen seitlichen Teilbereich einer mittels einer wälzkörpergelagerten Ausziehführung an der Tragwand eines Schrankkorpus gehalterten Schublade;
  • 2 eine perspektivische Ansicht des korpusinneren Endes einer in der erfindungsgemäßen Weise ausgebildeten, die Schublade halternden Laufschiene;
  • 3 eine perspektivische Ansicht eines die Schubladen-Seitenwandzarge der Schublade gemäß 1 an der Unterseite teilweise abschließenden Verbinderbauteils; und
  • 4a bis 4d perspektivische Ansichten des schrankinneren seitlichen Endbereichs einer in der erfindungsgemäßen Weise auf der zugehörigen Laufschiene zu halternden Schublade in verschiedenen aufeinanderfolgenden Positionen bei der Montage der Schublade auf der Laufschiene.
  • In 1 ist eine Schnittansicht durch einen seitlichen Teilbereich einer Schublade 10 gezeigt, deren verschiebliche Halterung in einen Schrankkorpus mittels eines Paars von als Vollauszug ausgebildeten Ausziehführung 12 dargestellt ist. In der Zeichnungsfigur ist nur ein seitlicher Teilbereich der Schublade 10 und die zugehörige Ausziehführung 12 sowie ein die Ausziehführung tragender Teilabschnitt der Tragwand 14 des zugehörigen Schrankkorpus dargestellt. Insgesamt ist die Schublade also um eine rechts außerhalb der Zeichnungsfigur verlaufende senkrechte Achse gespiegelt zu denken. Von der Schublade 10 selbst ist somit nur eine Seitenwandzarge 16 dargestellt, welche von einem aus Metallblech gebogenen hohlen und an der Unterseite offenen sichtbaren Seitenwandprofil 18 gebildet wird, in dessen offene Unterseite wenigstens ein langgestreckter Verbinderbauteil bzw. eine Anzahl von in Schubladen-Längsrichtung versetzten Verbinderbauteilen eingesetzt ist bzw. sind, welche(s) das Seitenwandprofil 18 zu einem geschlossenen Hohlprofil verbinden und so stabilisieren und gleichzeitig in der Unterseite eine kanalartige Aufnahme für die Laufschiene 22 der Ausziehführung 12 bilden. Auch die Zwischenschiene 24 und die über einen Befestigungswinkel 26 an der Korpus-Tragwand 14 gehalterte Führungsschiene 28 liegen in der dargestellten bestimmungsgemäßen Montagestellung der Ausziehführung in der Seitwandzarge 16 noch teilweise innerhalb der vom Verbinderbauteil 20 gebildeten kanalartigen Aufnahme. Der Verbinderbauteil 20 erstreckt sich auf seiner schubladeninneren Seite in Abwärtsrichtung noch bis unter die Begrenzung des Seitenwandprofils 18 und ist dort mit einer im Wesentlichen rechtwinklig vortretenden Umkantung 30 versehen, welche einen Auflageflansch für den Schubladen-Boden 32 bildet. Die vor bzw. hinter der Schnittebene liegende Rückwand und Frontblende der Schublade 10 sind in 1 nicht dargestellt. Im bisher beschriebenen Umfang haben die Schublade 10 und die sie an der Tragwand 14 halternde Ausziehführung 12 eine bekannte Ausgestaltung.
  • Die für die Erfindung wesentliche Ausgestaltung des korpusinneren Endes der Laufschiene 22 sowie des zugehörigen korpusinneren Verbinderbauteils 20 sind in den 2 bzw. 3 veranschaulicht. Im rückwärtigen Endbereich des oberen horizontalen Wandungsabschnitts 36 der Laufschiene 22 ist – wie in 2 erkennbar ist – eine mit ihrem freien Ende zum vorderen Ende der Laufschiene 22 weisende Zunge 38 freigestanzt und in eine von diesem Wandungsabschnitt beabstandete und im Wesentlichen parallel zu ihm verlaufende Lage verformt, so dass zwischen der Oberseite des Wandungsabschnitts 36 und der dieser zugewandten Unterseite der Zunge 38 ein sich zum Vorderende der Laufschiene 22 öffnender Montage-Zwischenraum entsteht. Das freie Vorderende der Zunge 38 ist noch etwas aufgebogen, um das Einschieben des flachen rückwärtigen Endbereichs des oberen horizontalen Wandungsabschnitts 40 des nachstehend in Verbindung mit 3 noch näher beschriebenen Verbinderbauteils 20 zu erleichtern.
  • Im unteren Randbereich des rechtwinklig von dem oberen horizontalen Wandungsabschnitts 36 an dessen schubladeninnerem Rand abgekanteten senkrechten Wandungsabschnitts 42 ist ein Lappen 44 freigeschnitten und in einer rechtwinklig ins Schubladeninnere weisende Lage umgekantet. Dieser Lappen 44 ist in Bezug auf die Zunge 38 etwas in horizontaler Richtung zum Vorderende der Laufschiene versetzt angeordnet.
  • Der in 3 gezeigter Verbinderbauteil 20 entspricht weitgehend einem der in der nicht vorveröffentlichten DE 202 09 416.2 in anderem Zusammenhang, nämlich mit der Hal terung und Befestigung des Schubladen-Bodens 32 auf der Abkantung 30 beschriebenen Verbinderbauteils. Dementsprechend weist der Verbinderbauteil 20 in seinem in der offenen Unterseite des Seitenwandprofils 18 anzuordnenden Teilbereich einen U-förmigen Querschnitt auf, welcher vom horizontalen Wandungsabschnitt 40 und von dessen gegenüberliegenden seitlichen Rändern abgekanteten senkrechten Wandungsabschnitten 44, 46 gebildet wird. Am unteren Rand des schubladenbodenseitigen senkrechten Wandungsabschnitts 46 ist dann noch integral ein etwas in Richtung zum Schubladen-Boden 32 versetzter Anlagesteg 48 integral angesetzt, welcher in der bestimmungsgemäßen Montagestellung im Schubladen-Seitenwandprofil 18 hin einen am Seitenwandprofil 18 gebildeten Anlagesteg für die seitliche Stirnwand des Schubladen-Bodens 32 anliegt, und an dessen unterem Rand der durch die Umkantung 30 gebildete Auflagesteg für den zu montierenden Schubladen-Boden 32 gebildet ist.
  • Abweichend von der Ausgestaltung der Verbinderbauteile der oben genannten älteren Gebrauchsmusteranmeldung ist in dem in der Zeichnung vorn liegenden Endbereich des senkrechten Wandungsabschnitts 46 des Verbinderbauteils 20 unmittelbar oberhalb des Übergangs zum Anlagesteg 48 eine in der senkrechten Begrenzungskante des Wandungsabschnitts 46 offen mündende Ausstanzung 50 vorgesehen, welche in ihrem Mündungsbereich eine den Durchtritt des von der Laufschiene 26 vortretenden Lappen 44 ermöglichende lichte Durchlasshöhe aufweist.
  • Der Lappen 44 hat von der Oberseite des horizontalen Wandungsabschnitts 36 der Laufschiene 26 einen senkrechten Abstand, der im Wesentlichen gleich dem senkrechten Abstand der Unterseite des horizontalen Wandungsabschnitts 40 des Verbinderbauteils 20 von der horizontalen oberen Begrenzungskante der Ausstanzung in dessen senkrechtem Wandsabschnitt 46 ist. Das bedeutet, dass die Oberseite des horizontalen Wandungsabschnitts 36 an der Unterseite des hori zontalen Wandungsabschnitts 40 aufsitzt, wenn beim Auschieben des Verbinderbauteils 20 auf die Laufschiene 26 der Lappen 44 mit der Mündung der Ausstanzung 48 fluchtet, so dass der Lappen 44 der Laufschiene 26 beim weiteren Verschieben des Verbinderbauteils 20 – und somit der Schublade 10 – in Einschubrichtung in die Ausstanzung 48 eingeschoben wird.
  • In horizontaler Richtung sind die Zunge 38 und der Lappen 44 der Laufschiene um ein solches Maß zueinander versetzt, dass der Lappen 44 beim Einschubvorgang bereits – zumindest teilweise – in die offene Mündung der Ausstanzung 50 im Verbinderbauteil 20 eingetreten ist, bevor die offene Mündung des Zwischenraums zwischen der Oberseite des hohlen Wandungsabschnitts 36 und der Unterseite der Zunge 38 in den Bereich der rückwärtigen Querkante des Wandungsabschnitts 40 des Verbinderbauteils 20 kommt. Das bedeutet dann weiter, dass die Unterseite des horizontalen Wandungsabschnitts 40 des Verbinderbauteils 20 bereits auf der Oberseite des horizontalen Wandungsabschnitts 36 der Laufschiene 22 aufsitzt und der rückwärtige Randbereich des Wandungsabschnitts 40 des Verbinderbauteils 20 – ohne an der Zunge anzustoßen – in den Zwischenraum zwischen Zunge und Oberseite des horizontalen Wandungsabschnitts 36 bis in Anlage am geschlossenen rückwärtigen Ende des Zwischenraums eingeschoben werden kann. Dann ist der Verbinderbauteil 20 und somit die Schublade 10 also zweifach, nämlich durch den in der Ausstanzung 50 stehenden Lappen 44 einerseits und die den korpusinneren Randbereich des horizontalen Wandungsabschnitts 40 des Verbinderbauteils 20 übergreifende Zunge 38 andererseits gegen Abheben von der Laufschiene 22 gesichert.
  • Um sicherzustellen, dass die Mündung der Ausstanzung 50 des Verbinderbauteils 20 beim Aufschieben zwangsläufig in Höhenrichtung zum Lappen 44 ausgerichtet wird, wenn der horizontale Wandungsabschnitt 40 des Verbinderbauteils 20 zu nächst noch nicht auf der Oberseite des horizontalen Wandungsabschnitts 36 der Laufschiene aufsitzt, ist die untere Begrenzungskante der Ausstanzung 50 in deren Mündungsbereich entgegen der Einschubrichtung in Abwärtsrichtung abgeschrägt und bildet in diesem abgeschrägten Bereich dann also eine Einführschräge 52, auf welcher der noch in Höhenrichtung versetzt zur Ausstanzung 50 auf den Verbinderbauteil auftreffende Lappen 44 aufgleiten kann. Dabei wird zwangsläufig der Verbinderbauteil 20 in Anlage seines horizontalen Wandungsabschnitts 40 an den horizontalen Wandungsabschnitt 36 der Laufschiene gezogen. Dadurch wird dann erreicht, dass die vordere Querkante des horizontalen Wandungsabschnitts 40 des Verbinderbauteils fluchtend zum Zwischenraum zwischen der Zunge 38 und dem Wandungsabschnitt 36 ausgerichtet wird. Die Einführschräge 52 erleichtert also die Montage der Schublade auf dem rückwärtigen Ende der Laufschiene im Sinne einer Einführhilfe.
  • In den 4a bis 4d ist ein rückwärter korpusinnerer Endbereich einer Schublade 20, von welcher hier zusätzlich ein Teilabschnitt 54 der Schubladen-Rückwand dargestellt ist, während des Montagevorgangs auf dem rückwärtigen Ende der Laufschiene 22 eine Ausziehführung in vier aufeinanderfolgenden Montagepositionen dargestellt.
  • 4a zeigt als Ausgangsposition eine Stellung, in welcher der Verbinderbauteil 20 der Schublade 10 von oben auf die Laufschiene 20 aufgesetzt, dabei aber noch nicht bis in Anlage an die Unterseite des horizontalen Wandungsabschnitts 40 des Verbinderbauteils auf die Oberseite des horizontalen Wandungsabschnitts 36 der Laufschiene 22 herabgedrückt ist. Der Lappen 44 steht noch mit Abstand vor der rückwärtigen Begrenzungskante des senkrechten Wandungsabschnitts 46 und unterhalb der Mündung der Ausstanzung 50 des Verbinderbauteils 20.
  • Dagegen ist in 4b die Schublade und somit der Verbin derbauteil 20 so weit auf die Laufschiene aufgeschoben, dass der Lappen 44 – immer noch unterhalb der Mündung der Ausstanzung 50 stehend – jetzt im Übergangsbereich zur Einführschräge 52 an der rückwärtigen Kante des senkrechten Wandungsabschnitts 46 anliegt. Die Zunge 38 der Laufschiene 22 hat hierbei noch horizontalen Abstand von der rückwärtigen Querkante des horizontalen Wandungsabschnitts 40 des Verbinderbauteils 20 und der Zwischenraum unter der Zunge fluchtet noch nicht mit dieser Querkante.
  • In 4c ist der Lappen dagegen durch weiteres Aufschieben der Schublade 10 auf der Laufschiene auf der Einführschräge 52 in der unteren Begrenzungskante der Ausstanzung 50 aufgeglitten und liegt nunmehr mit seiner Oberseite an der oberen Begrenzungskante der Ausstanzung 50 an. Dabei ist der Verbinderbauteil zwangsläufig auf die Oberseite des horizontalen Wandungsabschnitts 36 der Laufschiene 22 abgesenkt worden und die Querkante des horizontalen Wandungsabschnitts 40 des Verbinderbauteils ist nunmehr fluchtend auf den Zwischenraum zwischen der Zunge 38 und dem horizontalen Wandungsabschnitt 36 der Laufschiene ausgerichtet.
  • In 4d ist dann die durch weiteres Aufschieben der Schublade auf die Laufschiene erreichte Endposition veranschaulicht, in welcher der Lappen 44 in der bestimmungsgemäßen Endposition innerhalb der Ausstanzung 50 und der rückwärtige Endbereich des horizontalen Wandungsabschnitts 40 des Verbinderbauteils vollständig von der Zunge 38 übergriffen wird. Es ist ersichtlich, dass nunmehr eine zweifache Sicherung der Schublade gegen Abheben vom rückwärtigen Endbereich der Laufschiene 22 durch den in der Ausstanzung 50 liegenden Lappen 44 einerseits und die den rückwärtigen Endbereich des horizontalen Wandungsabschnitts 40 des Verbinderbauteils 20 übergreifende Zunge 38 andererseits gegeben ist.

Claims (6)

  1. Lösbare Verbindungsanordnung einer als Hohlkammerzarge aus dünnwandigem Metall ausgebildeten Schubladen-Seitenwandzarge (16) mit zumindest abschnittsweise durch wenigstens einen Verbinderbauteil (20) geschlossener kanalartig nach unten geöffneter Unterseite mit einer in die offene Unterseite einführbaren Laufschiene (22) einer Ausziehführung (12), wobei die Verbindung von Schubladen-Seitenwandzarge (16) und Laufschiene (22) durch eine in Ausziehrichtung über eine Querkante in einem Wandungsabschnitt (40) des Verbinderbauteils (20) greifende, von einem oberen horizontalen Wandungsabschnitt (36) der Laufschiene (22) vortretende Zunge (38) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschiene (22) in Höhenrichtung versetzt zur vortretenden Zunge (38) in einem im Wesentlichen senkrecht verlaufenden Wandungsabschnitt (42) einen zu einem im Wesentlichen senkrecht verlaufenden Wandungsabschnitt (46) des Verbinderbauteils (20) vortretenden Lappen (44) aufweist, und dass in dem senkrecht verlaufenden Wandungsabschnitt (46) des Verbinderbauteils (20) eine in dessen zugeordneter senkrechter Begrenzungskante offen mündende langgestreckte horizontal verlaufende Ausstanzung (50) vorgesehen ist, welche in ihrem Mündungsbereich eine den Durchtritt des von der Laufschiene vortretenden Lappens (44) ermöglichende lichte Durchlasshöhe aufweist.
  2. Verbindungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lage der von der Laufschiene (22) vortretenden Zunge (38) und des Lappens (44) der Laufschiene (22) relativ zueinander so gewählt sind, dass der in Höhenrichtung gemessene Abstand zwischen der Oberseite des horizontalen Wandungsabschnitts (36) und der Oberseite des Lappens (44) der Laufschiene (22) im Wesentlichen gleich dem in Höhenrichtung gemessenen Abstand der Unterseite des in der bestimmungsgemäßen Befestigungsstellung von der Zunge (38) übergriffenen Wandungsabschnitts (40) des Verbinderbauteils (20) zur oberen horizontalen Begrenzungskante der in diesem vorgesehenen Ausstanzung (50) ist, und dass der Lappen (44) in der bestimmungsgemäßen Verbindungsstellung der Zunge (38) mit dem Verbinderbauteil (20) innerhalb der Ausstanzung (50) im Verbinderbauteil (20) steht.
  3. Verbindungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zunge (38) und der Lappen (44) der Laufschiene (22) in Längsrichtung der Laufschiene (22) relativ zueinander so angeordnet sind, dass der Lappen (44) beim Verbindungsvorgang vor der Zunge (38) in Verbindungseingriff mit der Ausstanzung (50) im Verbinderbauteil (20) kommt.
  4. Verbindungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Begrenzungskante der Ausstanzung (50) im Verbinderbauteil im Bereich ihres offen mündenden Endes entgegen der Einführrichtung des Lappens (44) in Abwärtsrichtung abgeschrägt ist.
  5. Verbindungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Lappen (44) aus dem Material des senkrecht verlaufenden Wandungsabschnitts (42) der Laufschiene (22) freigeschnitten und entlang einer im Wesentlichen horizontal verlaufenden verbleibenden Biegekante in die nach außen vortretende Position umgekantet ist.
  6. Verbindungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zunge (38) in an sich bekannter Weise aus dem oberen horizontalen Wandungsabschnitt (36) der Laufschiene (22) entlang dreier Begrenzungskanten freigeschnitten oder -gestanzt und anschließend entlang einer im nicht freigeschnittenen Bereich verbleibenden Biegekante in eine in geringem parallelen Abstand oberhalb der Oberseite des horizontalen Wandungsabschnitts (36) stehende Position verformt ist.
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