DE20313472U1 - Schuh - Google Patents
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- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
>:UANN IG
& REPKOW
EUROPEAN PATENT AND TRADEMARK ATTORNEYS
PATENTANWÄLTE JANNIG & REPKOW ■ KLAUSENBERG 20 · D-80199 AUGSBURG
Deutsche Gebrauchsmusteranmeldung
DIPL.-ING. (UNIV.) PETER JANNIG DR.-ING. DIPL.-ING. INES REPKOW
KLAUSENBERG 20, D-86199 AUGSBURG DEUTSCHLAND ■ GERMANY
TEL 08 21 / 9 81 93 FAX 08 21 / 9 81 95
EMAIL J-U-R@T-ONLINE.DE
28. Aug. 2003
Unser Zeichen:
Anmelder:
DE/G
ZIMMERMANN Manuela
Bgm.-Wohlfahrt-Straße 91
D-86343 Königsbrunn
RIEDNER Waltraud
Bgm.-Wohlfahrt-Straße 91
D-86343 Königsbrunn
SCHXTH
Schuh
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1, d.h. einen Schuh bestehend aus einer Sohle und einem Schaft, wobei die Sohle aus einem Fußbett und einer an der Unterseite des Fußbettes befestigten Laufsohle besteht.
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Zu Schuhen dieser Art gehören beispielsweise Holz-Pantoffeln und bestimmte Sandalen.
Unter den Sandalen sind in letzter Zeit Sandalen im Flip-Flop-Stil in Mode gekommen. Diese, häufig auch als Flip Flops, Dianetten, Havaianas, oder Zehensandalen bezeichneten Sandalen zeichnen sich dadurch aus, daß die Sohle aus Gummi oder Kautschuk besteht, und daß der Schaft durch einen im allgemeinen sehr dünnen Riemen gebildet wird, der links und 0 rechts neben dem Fußballen und zwischen dem großen Zeh und den übrigen Zehen an der Sohle befestigt ist.
Sandalen dieser Art weisen gegenüber anderen Sandalen eine ganze Reihe von Vorteilen auf. Zu den Vorteilen gehört, - daß sie sehr leicht sind,
- daß die Füße hervorragend belüftet werden,
- daß die Schritte durch die weichen Kautschuk-Sohlen gedämpft werden, und
- daß sie besonders schnell und einfach anziehbar und aus-
0 ziehbar sind.
Andererseits kann es sich jedoch als sehr schwierig, wenn nicht gar als unmöglich erweisen, Sandalen im Flip-Flop-Stil zu finden, die genau passen. Dies ist unter anderem deshalb schwierig, weil diese Art von Sandalen nur durch dünne und nicht verstellbare Riemen am Fuß gehalten werden und mithin keine Veränderung der Paßform ermöglichen. Eine schlechte
Paßform kann jedoch beispielsweise zur Folge haben, daß man beim Laufen in den Sandalen hin- und herrutscht und/oder die Sandalen verliert.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zu finden, durch welche sich der Tragekomfort von Sandalen nach dem Flip-Flop-Stil und anderen Schuhen erhöhen läßt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den in Schutzanspruch 1 beanspruchten Schuh gelöst.
Der erfindungsgemäße Schuh zeichnet sich dadurch aus, daß die Form der dem Fuß zugewandten Seite des Fußbettes individuell exakt an den Fuß der den Schuh tragenden Person angepaßt ist.
Dadurch hat der Fuß des Schuhträgers einen perfekten Halt im Schuh. Der Fuß kann nicht oder nur unwesentlich auf dem Fußbett hin- und herrutschen, und der Schuh kann nicht verloren werden. Dies gilt selbst dann, wenn, wie beispielsweise bei Sandalen nach dem Flip-Flop-Stil, der Schaft den Fuß des Schuhträgers nur teilweise umschließt und/oder keine Verstellmöglichkeiten aufweist.
Durch die individuelle exakte Anpassung des Fußbettes an den Fuß der den Schuh tragenden Person kann der erfindungsgemäße Schuh darüber hinaus auch von Personen getragen werden, die beispielsweise aufgrund von Mißbildungen der Füße und/oder aus gesundheitlichen Gründen orthopädische Schuhe tragen oder spezielle Einlegesohlen verwenden sollen oder müssen. Solche Personen konnten bislang bestimmte Schuhe wie beispielsweise Sandalen im Flip-Flop-Stil überhaupt nicht tragen und können sie jetzt sogar ohne Einlagen tragen.
5 Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen, der folgenden Beschreibung, und den Figuren entnehmbar .
.'&Ggr;5
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert.
Es zeigen
Figur IA eine Draufsicht auf den im folgenden beschriebene Schuh,
Figur IB eine Seitenansicht des in der Figur IA gezeigten
Schuhs, und
Figur 2 eine Draufsicht auf die dem Fuß des Schuhträgers zugewandte Seite eines Fußbettes des in der Figur 1 gezeigten Schuhs.
Im folgenden wird eine erfindungsgemäß ausgebildete Sandale nach dem Flip-Flop-Stil beschrieben. Es sei jedoch bereits an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß die Erfindung auch bei 0 beliebigen anderen Schuhen zum Einsatz kommen kann.
Die beschriebene Sandale nach dem Flip-Flop-Stil wird im folgenden der Einfachheit halber nur als Sandale bezeichnet.
Die hier vorgestellte Sandale besteht aus einer Sohle und einem Schaft, wobei die Sohle aus einem Fußbett F und einer an der Unterseite derselben befestigten Laufsohle L besteht, und wobei der Schaft durch einen Riemen R gebildet wird, der links und rechts neben dem Fußballen und zwischen dem großen Zeh und den übrigen Zehen an der Sohle befestigt ist.
Das Fußbett F besteht im betrachteten Beispiel aus Kunststoff, vorzugsweise aus thermoplastischem Kunststoff. Es könnte aber auch aus einem beliebigen anderen Material bestehen. Der Riemen R besteht im betrachteten Beispiel ebenfalls aus Kunststoff. Auch der Riemen könnte jedoch aus einem beliebigen anderen Material bestehen.
Das Fußbett F und die Laufsohle L liegen unmittelbar aufeinander. Die einander zugewandten Seiten des Fußbettes F und der Laufsohle L befinden sich über ihre gesamte Fläche in Kontakt und sind - anders als etwa Halbschuhe und viele andere Sandalen - nicht durch eine sogenannte Brandsohle voneinander getrennt; die hier vorgestellte Sandale weist keine Brandsohle auf. Die Verbindung zwischen dem Fußbett F und der Laufsohle L ist im betrachteten Beispiel eine Klebeverbindung. Die Verbindung kann aber auch eine beliebige andere Verbindung sein.
Der Riemen R ist durch im Fußbett F vorgesehene Öffnungen hindurchgeführt, und ist im betrachteten Beispiel durch eine Klebeverbindung mit der Laufsohle L und/oder dem Fußbett F verbunden und so in seiner bestimmungsgemäßen Lage fixiert. Die Fixierung des Riemens R an der Laufsohle L und/oder am Fußbett F kann aber auch auf beliebige andere Art und Weise erfolgen.
Das Fußbett F ist an seiner dem Fuß der die Sandale tragenden Person zugewandten Seite individuell exakt an den Fuß dieser Person angepaßt. Genauer gesagt sind im Fußbett F eine durch eine entsprechende Erhebung Fl gebildete retrokapitale Quergewölbestütze, eine durch eine entsprechende Erhebung F2 gebildete Längsgewölbestütze, eine durch eine entsprechende Erhebung F3 gebildete hochgezogene seitliche Führung, und eine seitlich gefaßte tiefe Ferse F4 vorgesehen, wobei
0 - die Form, die Lage, und die Größe der retrokapitalen Quergewölbestütze Fl individuell an die Form, die Lage, und die Größe des Quergewölbes des Fußes der den Schuh tragenden Person angepaßt sind,
- die Form, die Lage, und die Größe der Längsgewölbestütze F2 individuell an die Form, die Lage, und die Größe des Längs-
gewölbes des Fußes der den Schuh tragenden Person angepaßt sind,
- die Form, die Lage, und die Größe der seitlichen Führung F3 individuell an die Form, die Lage, und die Größe des Fußes der den Schuh tragenden Person angepaßt sind, und
- die Form, die Lage, und die Größe des Fersenbereiches F4 individuell an die Form, die Lage, und die Größe der Ferse des Fußes der den Schuh tragenden Person angepaßt sind.
Die Anpassung des Fußbettes F an den Fuß der die Sandale tragenden Person und die Herstellung des Fußbettes kann wie die Anpassung und die Herstellung einer an den Fuß einer Person angepaßten Einlegesohle für einen Schuh erfolgen; es ist sogar möglich, als Fußbett F eine als Einlegesohle für einen Schuh verwendbare Vorrichtung zu verwenden. D.h. es wird zunächst die Form des Fußes der betreffenden Person ermittelt, und sodann ein zur Herstellung einer Einlegesohle für einen Schuh vorgesehener Rohling entsprechend der ermittelten Fußform bearbeitet.
Ein besonders genau an die Fußform angepaßtes Fußbett F erhält man, wenn die Fußform elektronisch ermittelt wird, und das Fußbett unter Verwendung einer CNC-Fräse hergestellt wird, die einen zur Herstellung einer Schuh-Einlegesohle dienenden Rohling unter Berücksichtigung der ermittelten Fußform bearbeitet.
0 Unter den Geräten zur elektronischen Ermittlung der Fußform arbeiten Druckmeß-Systeme besonders genau. Solche Geräte weisen eine Meßfläche auf, aus welcher eine Vielzahl von matrixförmig angeordneten und federnd gelagerten Stiften herausragt. Stellt sich eine Person mit ihren Füßen auf dieses Meßfeld, so werden die Stifte gegen die Federkraft nach unten gedrückt, wobei es von der Form und der Größe der Füße abhängt, welcher Stift wie weit nach unten gedrückt wird. Eine
Auswertungselektronik ermittelt, welcher Stift wie weit verschoben wird, und hieraus läßt sich mit höchster Genauigkeit die Fußform ermitteln. Ein nach diesem Prinzip arbeitendes System ist beispielsweise das von der Orthofit Verkaufs GmbH, Grundstrasse 12, CH-6343 Rotkreuz verkaufte System mit der Bezeichnung "Digi Mob 95".
Eine CNC-Fräse, die zum Fräsen eines zur Herstellung einer Schuh-Einlegesohle dienenden Rohlings geeignet ist, ist beispielsweise das von der Orthema Sales Ltd., Riedstrasse 1, CH-6343 Rotkreuz verkaufte System mit der Bezeichnung "Orthema CNC-Fräse M 51".
Obgleich sich auf die vorstehend beschriebene Art und Weise besonders genau an die Fußform des Sandalenträgers angepaßte Fußbetten herstellen lassen, besteht keine zwingende Notwendigkeit, die Fußbetten genau so herzustellen. Es sind auch beliebige andere Verfahren geeignet, unter Verwendung welcher sich individuell exakt an die Fußform einer Person angepaßte 0 Schuh-Einlegesohlen herstellen lassen. So wäre es beispielsweise denkbar, die Erfassung der Fußform unter Verwendung von Blaupausen, Ortho-Kopien, oder Gipsabdrücken durchzuführen.
Wichtig ist aber, daß das Fußbett F individuell exakt an die Fußform des Sandalenträgers angepaßt ist. Ungeeignet sind daher vorgefertigte Fußbetten, und zwar auch dann, wenn diese in verschiedenen Ausfuhrungsformen, beispielsweise für unterschiedlich lange Füße und/oder für unterschiedlich breite Füße und/oder für verschiedene Einsatzgebiete (für Wanderschuhe, für Sportschuhe, für Arbeitsschuhe, etc.) erhältlich sind. Da jeder Fuß, aber auch wirklich jeder Fuß anders ist, können solche Fußbetten nicht individuell exakt an die Fußform des Sandalenträgers angepaßt sein. Ganz im Gegenteil: solche Fußbetten sind aufgrund der nicht individuell angepaßten Form und/oder aufgrund der nicht individuell angepaßten Größe und/oder aufgrund der nicht individuell angepaßten Lage der vorstehend erwähnten Fußbett-Bestandteile Fl bis F4 nicht
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selten sogar unbequemer und/oder ungesünder als es bei einem Fußbett ohne diese Bestandteile der Fall ist.
F Fußbett
Fl retrokapitale Quergewölbestütze
F2 Längsgewölbestütze
F3 hochgezogene seitliche Führung
F4 tiefer Fersenbereich
L Laufsohle
R Riemen 10
Claims (15)
1. Schuh bestehend aus einer Sohle und einem Schaft, wobei die Sohle aus einem Fußbett (F) und einer an der Unterseite des Fußbettes befestigten Laufsohle (L) besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Form der dem Fuß zugewandten Seite des Fußbettes individuell exakt an den Fuß der den Schuh tragenden Person angepaßt ist.
2. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußbett (F) aus einem durch eine Fräsmaschine bearbeitbaren Material besteht.
3. Schuh nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußbett (F) aus Kunststoff besteht.
4. Schuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußbett (F) aus thermoplastischem Kunststoff besteht.
5. Schuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußbett (F) durch einen bearbeiteten Rohling für eine Einlegesohle für einen Schuh gebildet wird.
6. Schuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußbett (F) durch eine als Einlegesohle für einen Schuh verwendbare Vorrichtung gebildet wird.
7. Schuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußbett (F) an der dem Fuß des Schuhträgers zugewandten Seite eine retrokapitale Quergewölbestütze (F1) aufweist, wobei die Form, die Lage, und die Größe der retrokapitalen Quergewölbestütze individuell an die Form, die Lage, und die Größe des Quergewölbes des Fußes der den Schuh tragenden Person angepaßt sind.
8. Schuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußbett (F) an der dem Fuß des Schuhträgers zugewandten Seite eine Längsgewölbestütze (F2) aufweist, wobei die Form, die Lage, und die Größe der Längsgewölbestütze individuell an die Form, die Lage, und die Größe des Längsgewölbes des Fußes der den Schuh tragenden Person angepaßt sind.
9. Schuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußbett (F) an der dem Fuß des Schuhträgers zugewandten Seite eine hochgezogene seitliche Führung (F3) aufweist, wobei die Form, die Lage, und die Größe der seitlichen Führung individuell an die Form, die Lage, und die Größe des Fußes der den Schuh tragenden Person angepaßt sind.
10. Schuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußbett (F) an der dem Fuß des Schuhträgers zugewandten Seite einen seitlich gefaßten tiefen Fersenbereich (F4) aufweist, wobei die Form, die Lage, und die Größe des Fersenbereiches individuell an die Form, die Lage, und die Größe der Ferse des Fußes der den Schuh tragenden Person angepaßt sind.
11. Schuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schuh eine Sandale nach dem Flip- Flop-Stil ist.
12. Schuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft durch einen Riemen (R) gebildet wird.
13. Schuh nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Riemen (R) links und rechts neben dem Fußballen und zwischen dem großen Zeh und den übrigen Zehen der den Schuh tragenden Person an der Sohle befestigt ist.
14. Schuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußbett (F) und die Laufsohle (L) unmittelbar übereinander liegen.
15. Schuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußbett (F) und die Laufsohle (L) miteinander verklebt sind.
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| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years | ||
| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
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