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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine neue Sohle für Schuhe und Sandalen.
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Die
Nachteile des Standes der Technik bei Sohlen für Schuhe und Sandalen können wie
folgt dargestellt werden: Die beim Gehen und Laufen auftretenden
Stoßbelastungen
werden bei langzeitiger Betrachtung noch immer auf eine schädigende
Art und Weise auf Knie, Hüfte
und Wirbelsäule übertragen.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Sohle
für Schuhe
und Sandalen bereitzustellen, mit der die beim Gehen und Laufen
auftretenden Stoßbelastungen
nicht oder nur minimal auf Knie, Hüfte und Wirbelsäule übertragen
werden, so dass das Gehen deutlich erleichtert wird.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Sohle gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Die
vorliegende Erfindung richtet sich in einem Aspekt auf eine Sohle
für Schuhe
und Sandalen, die einen Verbund und eine unter dem Verbund liegende
Lauffläche
einschließt.
Der Verbund beinhaltet einen ersten Abschnitt aus einem harten Kunststoff,
der sich im Wesentlichen im mittleren Sohlenbereich erstreckt und vom Übergang
hinterer Sohlenbereich/mittlerer Sohlenbereich bis zu einer im Wesentlichen
quer zur Sohle verlaufenden Linie, die im Bereich des höchsten Punkts
des Längsgewölbes eines
Fußes
liegt, eine zunehmende Schichtdicke aufweist und von der im Wesentlichen
quer zur Sohle verlaufenden Linie bis zum Übergang mittlerer Sohlenbereich/vorderer
Sohlenbereich eine abnehmende Schichtdicke aufweist. Der Verbund beinhaltet
ferner einen zweiten Abschnitt aus einem weichen Kunststoff, der
sich über
die gesamte Länge
der Sohle erstreckt und im angegebenen Bereich einen zum Verlauf
des ersten Abschnitts aus dem harten Kunststoff komplementären Verlauf
aufweist. Der Verbund beinhaltet außerdem eine Versteifungs- und
Federplatte, vorteilhafterweise eine zweiteilige Versteifungs- und
Federplatte, die sich im Wesentlichen vom hinteren Sohlenbereich
bis zum vorderen Sohlenbereich erstreckt und den ersten Abschnitt
und zweiten Abschnitt voneinander trennt.
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Nach
einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst die Sohle eine fußsohlenseitige
Wanne, wobei der Verbund unter der Wanne liegt. Die Wanne bestimmt
an ihrer nach oben gewandten Seite eine ebene Oberfläche.
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Weiterhin
kann vorteilhafterweise die Sohle an der der Lauffläche zugewandten
Seite eine leichte Krümmung
aufweisen und der höchste
Punkt der Krümmung
liegt an der im Wesentlichen quer zur Sohle verlaufende Linie. Durch
die Wippneigung um diesen höchsten
Punkt der Krümmung
herum wird der Träger
des die erfindungsgemäße Sohle
einschließenden
Schuhs dazu gezwungen, seinen gesamten Körper in die optimale Stellung
zu bringen.
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Es
folgt eine detaillierte Beschreibung der Erfindung anhand von bevorzugten
Ausführungsformen
sowie den beigefügten
Zeichnungen. Darin zeigen:
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1 eine
schematische Querschnittsansicht entlang der Längsachse einer Ausführungsform
der Sohle gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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2 eine
perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des Verbunds gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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3A und 3B eine
perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der Sohle mit einer
Aussparung in der Wanne und eine schematische vorgeformte Einlage
gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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4 eine
schematische Ansicht einer Ausführungsform
der Lauffläche
mit integrierter Ganglinie gemäß der vorliegenden
Erfindung, wobei die Unteransicht einer linken Sohle gezeigt wird;
und
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5 eine
Sandale die auf der Grundlage der erfindungsgemäßen Sohle herstellbar ist.
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6 eine
Variante der Ausführungsform
der 1 ist.
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Bezug
nehmend auf die 1 ist eine schematische Querschnittsansicht
entlang der Längsachse
einer Ausführungsform
der Sohle gemäß der vorliegenden
Erfindung gezeigt. Die Sohle beinhaltet eine fußsohlenseitige Wanne 1,
einen unter der Wanne liegenden Verbund und eine unter dem Verbund
liegende Lauffläche 12.
Der Verbund beinhaltet einen ersten Abschnitt aus einem harten Kunststoff 2,
einen zweiten Abschnitt aus einem weichen Kunststoff 7 und
eine Versteifungs- und Federplatte 8. Der erste Abschnitt
aus einem harten Kunststoff 2 erstreckt sich im Wesentlichen
im mittleren Sohlenbereich 3. Vom Übergang 4 hinterer
Sohlenbereich 9/mittlerer Sohlenbereich 3 bis
zu einer im Wesentlichen quer zur Sohle verlaufenden Linie 5,
die im Bereich des höchsten
Punkts des Längsgewölbes eines
Fußes
liegt, weist der erste Abschnitt eine zunehmende Schichtdicke auf.
Von der Linie 5 bis zum Übergang 6 mittlerer
Sohlenbereich 3/vorderer Sohlenbereich 11 weist
der erste Abschnitt eine abnehmende Schichtdicke auf. Der zweite
Abschnitt aus einem weichen Kunststoff 7 erstreckt sich über die
gesamte Länge
der Sohle. Unterhalb des Bereichs des ersten Abschnitts aus einem
harten Kunststoff weist der zweite Abschnitt einen zum Verlauf des
ersten Abschnitts komplementären
Verlauf auf. Die Versteifungs- und Federplatte 8 erstreckt
sich im Wesentlichen vom hinteren Sohlenbereich 9 bis zum
vorderen Sohlenbereich 11 und trennt den ersten Abschnitt
aus einem harten Kunststoff 2 von dem zweiten Abschnitt
aus einem weichen Kunststoff 7. Das Material der Versteifungs-
und Federplatte 8 kann abhängig vom Gewicht (Schuhgröße) gewählt werden,
um somit die Federwirkung einzustellen.
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Die
Wanne 1 kann aus den üblicherweise
verwendeten Materialien hergestellt sein. Die Wanne sorgt für eine erhöhte Stabilität der gesamten
Sohle und eignet sich insbesondere als Stütze bei Sohlen für Sandalen.
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Eine
rigide Wanne ist besonders vorteilhaft in Verbindung mit Sohlen
für Sandalen.
Insbesondere gewährleistet
eine rigide Wanne, die sich im Wesentlichen selbst nicht verformt,
dass der Fuß bei
jedem Schritt immer in der gleichen Position bleibt. Somit wird
das Zusammenspiel des weichen Kunststoffteils 7, des harten Kunststoffteils 2 und
der Versteifungs- und Federplatte 8, die als Feder wirken
sollen, erleichtert, und die Abrollbewegung des Fußes wird
ausschließlich
durch die Krümmung
der Sohleneinheit gewährleistet.
Bei einem Schuh kann dies durch eine harte Bandsohle oder durch
eine rigide Auflage auf der Sohle, insbesondere im Falle eines gestrobelten
Schuhs, realisiert werden. Die Wanne wäre jedoch auch für einen
Schuh verwendbar, um die obigen Vorteile zu realisieren.
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Die
Lauffläche 12 kann
z. B. ein Gummilauf sein. Vorzugsweise kann Ethylvinylacetat (EVA)
verwendet werden.
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Bei
einer Ausführungsform
weist der harte Kunststoffvorzugsweise eine Shore-Härte A von etwa 50 auf. Der
weiche Kunststoff weist vorzugsweise eine Shore-Härte
A von etwa 25 auf. Ferner wird es bevorzugt, dass das Verhältnis zwischen
den Shore-Härten
A des harten Kunststoffs und des weichen Kunststoffs etwa 2:1 beträgt.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
besteht die Versteifungs- und Federplatte 8 vorzugsweise
aus einer Kunststoffplatte, einer Faserverbundplatte mit mehrschichtigem
Aufbau oder einer Kombination davon. Der mehrschichtige Aufbau einer
Faserverbundplatte kann aus Glas-, Aramid- oder Carbonfasern oder
aus Kombinationen davon hergestellt sein. Es wird insbesondere bevorzugt,
wenn eine Faserverbundplatte aus Carbonfasern hergestellt ist.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
kann die Versteifungs- und Federplatte 8 an der Linie 5 in
einer definierten Breite 13 unterbrochen sein. Es versteht
sich von selbst, dass die Breite der Unterbrechung zwischen den
beiden Teilen der Versteifungs- und Federplatte derart ausgelegt
ist, dass die Bewegung der beiden Teile der Versteifungs- und Federplatte
weder das Material der Versteifungs- und Federplatte selbst noch
die Kunststoffe an der betroffenen Stelle beeinträchtigt.
Die Dicken der beiden Teile der Versteifungs- und Federplatte können gleich
und konstant sein.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
kann, wie in 6 gezeigt, die Versteifungs- und Federplatte 8 Verdickungen 8' und 8'' aufweisen, um ihre Stabilität zu erhöhen.
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Das
Vorhandensein der Versteifungs- und Federplatte stabilisiert die
Sohle zusätzlich.
Ferner entsteht durch das Zusammenwirken der Versteifungs- und Federplatte
mit dem darunter liegenden weichen Kunststoff eine Federwirkung.
Der resultierende Schwingpunkt liegt dabei an der Linie 5,
bei der die Versteifungs- und Federplatte zweigeteilt sein kann.
Dadurch werden beim Gehen und Laufen die Knie, Hüfte und Wirbelsäule in orthopädisch vorteilhafter
Weise unterstützt.
Eine gewisse Schwingung kann jedoch auch mit der einteiligen Versteifungs-
und Federplatte realisiert werden.
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Bezug
nehmend auf die 2 ist eine perspektivische Ansicht
einer Ausführungsform
des Verbunds gemäß der vorliegenden
Erfindung gezeigt, wobei zum besseren Verständnis der Abschnitt aus hartem
Kunststoff 2 getrennt gezeigt wird. Die Wanne und die Lauffläche sind
hier nicht dargestellt. Die Unterbrechung der Versteifungs- und
Federplatte 8 an der Linie 5 verläuft hier
quer über
die gesamte Breite des mittleren Sohlenbereichs. Die im hinteren
Sohlenbereich dargestellten Zungen haben keine besondere Funktion
und andere Ausgestaltungen der Versteifungs- und Federplatte in
diesem Bereich sind ebenfalls denkbar. Ferner ist der gerade verlaufende
Abschluss der Versteifungs- und
Federplatte an einer weiteren im Wesentlichen quer zur Sohle verlaufenden
Linie 10 des vorderen Sohlenbereichs 11 zu sehen.
Andere Ausgestaltungen sind hier ebenfalls denkbar. So wäre beispielsweise
ein Verlauf derart denkbar, dass der Abroll- bzw. Abknickvorgang zwischen
Ballen und Zehen beim Gehen und Laufen nicht beeinträchtigt wird.
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Bezug
nehmend auf die 3A und 3B sind
eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der Sohle mit einer
Aussparung in der Wanne und eine vorgeformte Einlage gemäß der vorliegenden
Erfindung gezeigt. Bei dieser Ausführungsform kann eine Aussparung 14 in
der Wanne 1 im mittleren Sohlenbereich 13 im Bereich
des so genannten Längsgewölbes eines
Fußes
vorgesehen sein. Die Aussparung kann eine Einlage 15 aufnehmen,
die in Abhängigkeit
von einer Fußanatomie
vorgeformt sein kann. Die Einlage 15 kann in der Aussparung 14 fest
eingeklebt sein. Auswechselbare Einlagen sind ebenfalls denkbar,
die beispielsweise mit einem Klettverschluss mit der Sohle verbunden
werden. Die Einlage 15 kann beispielsweise in Übereinstimmung
mit einem Plattfuß,
Normalfuß,
Senkfuß oder
Hohlfuß ausgebildet
sein.
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Normalerweise
wird unter dem Begriff ”Ganglinie” der Kraftverlauf
des Kraftangriffpunktes in den X/Y-Koordinaten einer Bodenreaktionskraftmessplatte
beim Abrollen eines Fußes
darauf verstanden. Die genauen Möglichkeiten
und Vorgehensweisen zur Bestimmung einer Ganglinie sind dem Fachmann
bekannt und werden hier nicht näher
beschrieben. Grundsätzlich
wird zwischen einer der Norm entsprechenden ”normalen” Ganglinie und einer Ganglinie
bei einer Pronation bzw. Supination des Fußes unterschieden.
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Bezug
nehmend auf die 4 ist eine schematische Ansicht
von unten einer Ausführungsform
der Lauffläche
mit integrierter Ganglinie bei einer linken Sohle gemäß der vorliegenden
Erfindung gezeigt, worin das Bezugszeichen 16 die ”normale” Ganglinie
bezeichnet und die Bezugszeichen 16A bzw. 16B die
jeweiligen Abweichungen von der Norm bei Pronation bzw. Supination
des Fußes
bezeichnen.
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Bei
dieser Ausführungsform
kann die Ganglinie in der Lauffläche 12 integriert,
z. B. eingeklebt, sein. Bei Verwendung von Ethylvinylacetat (EVA)
kann die Ganglinie in die Lauffläche 12 eingelassen
sein. Die Ganglinie kann aus einer Kunststoffplatte, einer Faserverbundplatte
mit mehrschichtigem Aufbau aus Glas-, Aramid- oder Carbonfasern
sowie Kombinationen davon hergestellt sein. Es wird insbesondere
bevorzugt, wenn die Ganglinie aus Carbonfasern hergestellt ist.
Die Ganglinie kann zu einer zusätzlichen
Stabilisierung der Sohle beitragen und die Knie, Hüfte und
Wirbelsäule
beim Gehen und Laufen in orthopädisch
vorteilhafter Weise unterstützen.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
können
die Komponenten der Sohle untrennbar miteinander verbunden sein.
Die Verbindung kann z. B. durch Verkleben der Komponenten miteinander
erzielt werden.
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Bezug
nehmend auf die 1 kann bei einer weiteren Ausführungsform
die Sohle eine leichte Krümmung
aufweisen. Vorzugsweise liegt der höchste Punkt der Krümmung an
Linie 5. Zusätzlich
zur vorstehend erwähnten
Federwirkung unterstützt
die Krümmung
der Sohle beim Gehen und Laufen die Knie, Hüfte und Wirbelsäule in orthopädisch vorteilhafter
Weise.
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Die
durch die vorliegende Erfindung erzielten Vorteile können wie
folgt zusammengefasst werden:
Das Zusammenwirken zwischen Wanne
und Versteifungs- und Federplatte führt zu einer besonders hohen Stabilität der Sohle.
Zusätzlich
entsteht durch das Zusammenwirken der Versteifungs- und Federplatte
mit dem darunter liegenden weichen Kunststoff eine Federwirkung.
Bei Vorhandensein einer Ganglinie und/oder einer leichten Krümmung der
Sohle ist zusätzlich
eine vorteilhafte orthopädische
Wirkung auf Knie, Hüfte
und Wirbelsäule
erzielbar.
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Die
beim Gehen und Laufen auftretenden Stoßbelastungen werden nicht oder
nur minimal auf Knie, Hüfte
und Wirbelsäule übertragen.
Somit können
bei langzeitiger Betrachtung Schädigungen
durch Stoßbelastungen
nahezu ausgeschlossen werden. Die Sohle eignet sich aufgrund ihrer
besonders hohen Stabilität insbesondere
auch für
die Verwendung bei Sandalen.
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Unter
Bezugnahme auf die 5 wird eine Sandale gezeigt,
die auf der Grundlage der erfindungsgemäßen Sohle der 1 bis 4 herstellbar
ist. Zur Vereinfachung der Darstellung wurde in der 5 die unter
der Wanne 1 liegenden Sohlenkonstruktion weggelassen. In
Falle der Sandale der 5 ist die Wanne 1 ohne
die Aussparung 14 gebildet, so dass sie eine im Wesentlichen
ebene Oberfläche
definiert und weist vorzugsweise einen erhöhten Rand 21 auf.
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Wie
aus der 5 ersichtlich, umfasst die Sandale
einen Boden 22, der mit geeigneten Mitteln an der Wanne 1 befestigbar
ist. Der Boden 22 weist drei verdickte Abschnitte 23 auf,
die typischerweise eine Dicke von etwa 2 mm haben können. Die
verdickten Abschnitte 23 dienen dazu, an den mit Bezugszeichen 24 bezeichneten
Stellen Schrauben zur Befestigung des Bodens 22 an die
Wanne 1anzubringen, um somit einen sehr festen Verbund
zwischen Wanne 1 und Boden 22 herzustellen.
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Der
erfindungsgemäße Boden 22 weist
den gesamten Sandalenschaft bzw. Sandalenboden auf und trägt vorzugsweise
an vier Positionen daran befestigte Riemen 27.
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Die
in der 5 gezeigte Ausführungsform weist drei verdickte
Abschnitte 23 auf. Die Anzahl von drei verdickten Abschnitten 23 und
ihre Position im vorderen, mittleren und hinteren Bereich des Bodens 22 stellen im
Wesentlichen eine optimale Lösung
für das
Zusammenwirken des Bodens 22 und der Wanne 1 dar.
Die in der 5 gezeigte Anzahl und die gezeigten
Positionen der verdickten Abschnitte 23 sollen jedoch nicht
einschränkend
sein. Der vordere verdickte Abschnitte 23 ist direkt am
Rande des Bodens 22 gezeigt. In einer anderen Ausführungsform
kann der vordere verdickte Abschnitte 23 in Richtung auf
den mittleren verdickte Abschnitt 23 versetzt sein. Es
sollte jedoch beachtet werden, dass der vordere verdickte Abschnitt 23 nicht
direkt unter dem Fußballen
angeordnet werden sollte, da dies zu einer Beeinträchtigung
des Tragekomforts führen kann,
der mit dem nachstehend näher
beschriebenen Fußbett 25 nicht
immer kompensiert werden könnte.
Der mittlere verdickte Abschnitt 23 ist im Wesentlichen
in der Mitte des Bodens 22 gezeigt und sollte auch etwa
in der Mitte eines Fußes
angeordnet sein. Es ist selbstverständlich, dass der mittlere verdickte
Abschnitt 23 derart angeordnet werden sollte, dass der
Tragekomfort weder im Bereich der Fußballen noch der Ferse beeinträchtigt wird.
Der hintere verdickte Abschnitt 23 ist nicht direkt am
Rande des Bodens 22 gezeigt, sondern befindet sich in Richtung
auf den mittleren verdickten Abschnitt 23.
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Die
in der 5 gezeigte Ausführungsform der verdickten Abschnitte 23 beinhaltet
durchgehend ausgebildete verdickten Abschnitte 3, die sich über die
gesamte Breite des Bodens 22 erstrecken. Der Boden 22 kann
dadurch einem im Wesentlichen ungehinderten flexiblen Abrollvorgang
beim Gehen entlang ihrer gesamten Länge folgen. In einer anderen
Ausführungsform
kann ein oder mehr als ein verdickter Abschnitt 23 aus zwei
oder mehreren Teilen ausgebildet sein, um die Pronation und/oder
Supination eines Fußes
beim Gehen weiter zu unterstützen.
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Die
verdickten Abschnitte 23 erstrecken sich vorzugsweise bis
an die seitlichen Ränder
des Bodens 22 und können
1 bis 3 cm breit sein. Ferner ist es bevorzugt, wie vorstehend erwähnt, dass
die Dicke der verdickten Abschnitte 23 etwa 2 mm beträgt. Diese
Abmessungen sollen jedoch nicht einschränkend sein.
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In
der Ausführungsform
der 5 ist der Boden 22 mit der Wanne 1 über die
verdickten Abschnitte 23 verschraubt. In anderen Ausführungsformen
kann der Boden 22 mit der Wanne 1 über die
verdickten Abschnitte 23 verklebt sein. Gemäß dem Gesichtspunkt
der Austauschbarkeit von verschlissenen oder kaputten Teilen ist
die Verbindung über
Schrauben bevorzugt.
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Die
verdickten Abschnitte 23 und der Boden 22 können aus
dem gleichen Material ausgebildet sein. Außerdem kann das Material des
Bodens 22 abhängig
vom Gewicht (Schuhgröße) gewählt werden,
um somit das Ausmaß der
Versteifung einzustellen.
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Weiterhin
Bezug nehmend auf die 5 erstreckt sich das Fußbett 25 im
Wesentlichen über
den gesamte Boden 22. Gemäß der vorliegenden Erfindung
kann das Fußbett 25 mit
dem Boden 22 über
einen Steckverschluss oder einen Klettverschluss verbunden sein.
Das Fußbett 25 wird
somit in vertikaler Richtung vom Steckverschluss bzw. Klettverschluss
gesichert und seitlich vom erhöhten
Rand 21 der Wanne 1 gehalten.
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Das
Fußbett 25 kann
aus den üblicherweise
verwendeten Materialien hergestellt sein. Gemäß dem Gesichtspunkt der Austauschbarkeit
von verschlissenen oder kaputten Teilen ist die Verbindung über einen Klettverschluss
bevorzugt. Ferner kann ein Benutzer mittels der Verbindung über einen
Klettverschluss aus verschiedenen Fußbetten auswählen und
die Sandale seinen eigenen Bedürfnissen
anpassen.
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Besonders
vorteilhaft kann das Fußbett 25 beispielsweise
vom Orthopädie-Handel
individuell nach den Bedürfnissen
des Benutzers angefertigt werden, genauso wie der Boden (Sandalenschaft).
Beides setzt einen nach den Bedürfnissen
des Benutzers individuell gefertigten Leisten voraus, der vom Fachmann
nach Maß gefertigt
wird. Somit bietet die Sandale, neben allen anderen vorteilhaften
Eigenschaften, eine noch bessere Versorgung bei Problemfüßen, die
mit geringeren Kosten hergestellt werden kann, als beispielsweise
eine von Grund auf neue Sandale zu fertigen.
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In
der Ausführungsform
der 5 ist eine Aussparung in dem Fußbett 25 im
mittleren Sohlenbereich im Bereich des Längsgewölbes eines Fußes vorgesehen.
Diese Aussparung kann eine in Abhängigkeit von einer Fußanatomie
vorgeformte orthopädische
Einlage 26 aufnehmen. Gemäß der vorliegenden Erfindung kann
die orthopädische
Einlage 26 über
einen Klettverschluss mit dem Fußbett 25 verbunden
sein. Ferner kann die orthopädische
Einlage 26 in Übereinstimmung
mit einem Plattfuß,
Normalfuß,
Senkfuß oder
Hohlfuß ausgebildet
sein. Die orthopädische
Einlage 26 kann aus den üblicherweise verwendeten Materialien
hergestellt und mit dem Material des Fußbetts 25 identisch
oder davon verschieden sein. Die Verbindung über einen Klettverschluss bietet
einem Benutzer insbesondere die Möglichkeit, aus verschiedenen
orthopädischen
Einlagen 26 auszuwählen,
um die Sandale seinen eigenen Bedürfnissen noch präziser anpassen
zu können.
Dadurch wird eine Sandale bereitgestellt, die durch die Verwendung
von austauschbaren orthopädischen
Einlagen 26 (zusätzlich
zur individualiserten Herstellung von Fußbett und Boden/Sandalenschaft)
einen optimalen Tragekomfort bietet.
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Der
Klettverschluss trägt
auch dem Gesichtspunkt der Austauschbarkeit von verschlissenen oder
kaputten Teilen bei. Die Aufnahme der orthopädischen Einlage
26 in
dem Fußbett
25 soll
jedoch nicht auf die Verbindung über
einen Klettverschluss eingeschränkt
sein. Es sind auch andere Möglichkeiten
vorgesehen, die eine Austauschbarkeit gestatten, wie z. B. Haftklebeschichten
oder mechanische Verbindungen. Bezugszeichenliste
| 1 | fußsohlenseitige
Wanne |
| 2 | harter
Kunststoff |
| 3 | mittlerer
Sohlenbereich |
| 4 | Übergang
hinterer Sohlenbereich/ mittlerer Sohlenbereich |
| 5 | im
Wesentlichen quer zur Sohle verlaufende Linie |
| 6 | Übergang
mittlerer Sohlenbereich/vorderer Sohlenbereich |
| 7 | weicher
Kunststoff |
| 8 | Versteifungs-
und Federplatte |
| 8', 8'' | Verdickung
der Versteifungs- und Federplatte |
| 9 | hinterer
Sohlenbereich |
| 10 | weitere
im Wesentlichen quer zur Sohle verlaufende Linie |
| 11 | vorderer
Sohlenbereich |
| 12 | Lauffläche |
| 13 | definierte
Breite |
| 14 | Aussparung |
| 15 | vorgeformte
Einlage |
| 16 | Ganglinie |
| 16A | Ganglinie
im Bereich der Pronation des Fußes |
| 16B | Ganglinie
im Bereich der Supination des Fußes |
| 21 | erhöhter Rand |
| 22 | Boden |
| 23 | verdickter
Abschnitt |
| 24 | Anbringungsstelle
für Schrauben |
| 25 | Fußbett |
| 26 | orthopädische Einlage |
| 27 | Riemen |