DE20312997U1 - Vorrichtung zum Verbinden eines künstlichen Köderfisches mit mindestens einem Angelhaken - Google Patents
Vorrichtung zum Verbinden eines künstlichen Köderfisches mit mindestens einem AngelhakenInfo
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Description
DAIWA-CORMORAN
Sportartikelvertrieb GmbH
Industriestraße 28
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D-82194 Gröbenzell
22. August 2003
D 9321 DE - LUrr
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einem Angelhaken
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verbinden eines künstlichen Köderfisches mit mindestens einem Angelhaken sowie ein Angelködersystem, das aus einer solchen Vorrichtung und einem künstlichen Köderfisch gebildet wird.
Derartige Vorrichtungen werden bisher üblicherweise durch sogenannte Jigköpfe gebildet. Ein Jigkopf ist eine Fischkopfattrappe, an deren rückwärtigem Ende ein länglicher Angelhaken mit einem verhältnismäßig langen geraden Abschnitt und einem daran anschließenden umgebogenen Abschnitt befestigt ist, an dessen Ende eine Spitze mit Widerhaken ausgebildet ist. Auf den länglichen Angelhaken können Köderfischkörper aus Kunststoff derart aufgefädelt werden, dass die vordere Hälfte des Köderfischkörpers von dem länglichen Abschnitt durchdrungen ist und die Spitze des Angelhakens etwa bei der Mitte des Köderfischkörpers aus diesem herausragt.
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Der längliche Angelhaken kann nur eine Spitze haben, weil sich die Fischattrappe andernfalls nicht auf ihn auffädeln ließe. Dies ist insofern nachteilig, als sich ein Raubfisch von einem Köderfisch mit nur einer Hakenspitze leichter losreißen kann als von einem Mehrfachhaken.
Ein weiterer Nachteil besteht bei herkömmlichen Jigköpfen darin, daß sie aufgrund ihrer äußeren Gestalt, insbesondere ihrer Farbgebung, nur mit dazu passenden Köderfischkörpern kombinierbar sind. In der Regel benötigt der Angler eine Vielzahl von Jigköpfen und dazu passenden Köderfischkörpern, um für jedes Gewässer den passenden Köderfisch zusammensetzen zu können. Außerdem benötigt der Angler unterschiedlich schwere Jigköpfe, um in unterschiedlichen Tiefen fischen zu können. Dadurch wird die Zahl der Jigköpfe, die er bereithalten muß, weiter vergrößert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Verbinden eines künstlichen Köderfisches mit mindestens einem Angelhaken anzugeben, die die oben erwähnten Nachteile vermeidet.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art durch eine Haube gelöst, an der mindestens ein Angelhaken befestigt ist und die einen Hohlraum zur Aufnahme des Kopfes eines künstlichen Köderfisches hat, und durch lösbare Befestigungsmittel zum Festhalten des Kopfes des Köderfisches im Hohlraum der Haube.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung stellt eine neuartige Art der Verbindung zwischen einem künstlichen Köderfisch und mindestens einem Angelhaken dar. Anstatt wie bei Jigköpfen üblich den Köderfisch auf einen Angelhaken aufzufädeln, wird bei der Erfindung eine Haube verwendet, in der einerseits der Köderfisch gehalten wird und an der andererseits der oder die Haken befestigt sind.
Somit wird eine Verbindung zwischen dem Köderfisch und dem oder den Angelhaken geschaffen. Insbesondere können bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung auch mehrfach Haken an der Haube befestigt werden, von denen sich der Raubfisch weniger gut befreien kann. Darüber hinaus kann dieselbe Haube mit denselben Haken mit einer Vielzahl von künstlichen Köderfischen kombiniert werden. Dies bewirkt einen großen Kostenvorteil gegenüber den oben beschriebenen Jigköpfen, die stets zu dem verwendeten Köderfischkörpern passen müssen.
Die Haube ist vorzugsweise aus durchsichtigem Kunststoff. Vorzugsweise ist in der Haube eine Aufnahme für Gewichte vorgesehen. In eine derartige Aufnahme können unterschiedlich schwere Gewichte eingefügt werden, wodurch mit der gleichen Haube in verschiedenen Tiefen gefischt werden kann. Dies stellt wiederum einen großen Vorteil gegenüber der Verwendung von herkömmlichen Jigköpfen dar, die jeweils nur ein bestimmtes Gewicht haben.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung, in der die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen anhand zweier Ausführungsbeispiele näher erläutert wird. Darin zeigen
Fig.1 eine schematische Darstellung einer Haube, in deren Hohlraum der Kopf eines künstlichen Köderfisches eingeführt ist und
Fig.2 eine andere Ausführungsform einer Haube, in die der Kopf eines anderen künstlichen Köderfisches eingeführt ist.
In Fig.1 ist eine Haube 10 aus durchsichtigem Kunststoff gezeigt, die in ihrem Inneren einen Hohlraum 12 bildet. In den Hohlraum 12 der Haube 10 ist der
Kopf eines künstlichen Köderfisches 14 eingeführt. Derartige künstliche Köderfische werden üblicherweise als "Shad" bezeichnet. Sie bestehen typischerweise aus einem weichen Kunststoff, z.B. aus PVC.
In der Haube 10 ist eine näherungsweise V-förmige Drahtklammer 16 angeordnet. Die Drahtklammer 16 hat einen Scheitelabschnitt, der als Öse 18 ausgebildet ist und durch eine Öffnung in der Haube 10 nach außen ragt. Über die Öse 18 läßt sich die Haube 10 mit einer Angelschnur verbinden.
Von dem Scheitelabschnitt 18 der Klammer 16 gehen zwei Schenkel 20 bzw. 22 aus, die im Inneren der Haube 10 derart angeordnet sind, daß der Kopf des Köderfisches 14 beim Einführen in den Hohlraum 12 der Haube 10 zwischen die Schenkel 20 und 22 geführt wird. An den freien Enden des Schenkels 20 und des Schenkels 22 ist jeweils ein nach innen weisender Drahthaken 24 bzw. 26 angeordnet, die in den Körper des Köderfisches 14 eingreifen. Die Drahthaken 24 und 26 verhindern, daß der Kopf des Köderfisches 14 aus dem Hohlraum 12 der Haube 10 austritt.
An den freien Enden der Schenkel 20, 22 ist jeweils ein Dreifachhaken 28 befestigt. Die beiden Dreifachhaken 28 haben jeweils drei Spitzen, von denen jeweils eine Spitze 30 in den Körper des Köderfisches 14 eingehakt ist. Die Spitzen 30 der Dreifachhaken 28 tragen ebenfalls dazu bei, den Kopf des Köderfisches 14 im Hohlraum 12 der Haube 10 festzuhalten.
In der Haube 10 von Fig.1 ist ferner ein Gewicht 32 zum Beschweren der Haube 10 vorgesehen. Außerdem ist an der Haube 10 eine Wobbierschaufel 34 ausgebildet.
In Fig.2 ist eine alternative Ausführungsform 10' einer erfindungsgemäßen Haube dargestellt. Gleichartige Teile bei der Haube 10" sind mit gleichen Bezugszeichen versehen wie in Fig.1 und werden nicht noch einmal beschrieben. Der wesentliche Unterschied zwischen der Haube 10 von Fig.1 und der Haube 10' von Fig.2 besteht darin, daß zwischen dem Schenkel 22 der Drahtklammer 16 und der Innenseite der Haube 10' eine Aufnahme 36 für ein Gewicht 38 ausgebildet ist. Das Gewicht 38 wird durch den Schenkel 22 der Klammer 16 in der Aufnahme 36 gehalten. Zum Austauschen des Gewichtes 38 wird der Köderfisch 14 aus der Haube entnommen und der Schenkel 22 der Klammer 16 in der Darstellung von Fig.2 nach oben gebogen, wodurch das Gewicht 38 freigegeben wird und aus der Haube 10' entnommen werden kann.
Zum Verbinden der Hauben 10 bzw. 10' mit einem Köderfisch 14 bzw. 14' werden die Schenkel 20 und 22 der Klammer 16 auseinandergebogen und der Kopf des Köderfisches 14 bzw. 14' zwischen die Schenkel 20, 22 der Klammer 16 und vollständig in den Hohlraum 12 der Haube 10 bzw. 10' eingeführt. Dann werden die Schenkel 20 und 22 losgelassen, woraufhin die Drahthaken 24 und 26 in Öffnungen in dem Köderfisch 14 oder 14' eingreifen. Diese Öffnungen im Köderfisch 14 bzw. 14' können beispielsweise beim ersten Verbinden des Köderfisches 14, 14' mit der Haube 10, 10' durch Einstechen der Drahthaken 24, 26 erzeugt werden. Zur weiteren Befestigung werden die Dreifachhaken 28 mit einer Spitze 30 ihrer drei Spitzen im Körper des Köderfisches 14 eingehakt. Das Trennen des Köderfisches 14, 14' von der Haube 10 bzw. 10' erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
| 10,10" | Kunststoffhaube |
| 12 | Hohlraum der Kunststoffhaube 10,10' |
| 14, 14' | künstlicher Köderfisch |
| 16 | Drahtklammer |
| 18 | Öse |
| 20 | Schenkelabschnitt |
| 22 | Schenkelabschnitt |
| 24 | Drahthaken |
| 26 | Drahthaken |
| 28 | Dreifachangelhaken |
| 30 | Spitze des Dreifachangelhakens 28 |
| 32 | Gewicht |
| 34 | Wobblerschaufel |
| 36 | Aufnahme |
| 38 | Gewicht |
Claims (11)
1. Vorrichtung zum Verbinden eines künstlichen Köderfisches (14, 14') mit mindestens einem Angelhaken (28), gekennzeichnet durch eine Haube (10, 10'), an der der mindestens eine Angelhaken (28) befestigt ist, und die einen Hohlraum (12) zur Aufnahme des Kopfes des Köderfisches (14, 14') hat, und durch lösbare Befestigungsmittel (16, 28) zum Festhalten des Kopfes des Köderfisches (14, 14') in dem Hohlraum (12) der Haube (10, 10').
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haube (10, 10') aus durchsichtigem Kunststoff besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Haken (28) ein Mehrfachhaken ist und die Befestigungsmittel zumindest teilweise durch eine Spitze (30) des Mehrfachhakens (28) gebildet werden.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenseite der Haube (10) eine Wobblerschaufel (34) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Haube (10') eine Aufnahme (36) für Gewichte (38) vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel durch eine zumindest annäherungsweise V-förmige Drahtklammer (16) mit einem Scheitelabschnitt (18) und zwei vom Scheitelabschnitt ausgehenden Schenkeln (20, 22) gebildet werden,
wobei der Scheitelabschnitt (18) an der Haube befestigt ist und die Schenkel (20, 22) im Inneren der Haube (10, 10') derart angeordnet sind, daß der Kopf eines Köderfisches (14, 14') beim Einführen in den Hohlraum (12) der Haube (10, 10') zwischen die Schenkel (20, 22) geführt wird,
und wobei an den freien Enden der Schenkel (20, 22) nach innen weisende Eingriffselemente (24, 26) zum Eingreifen in den Körper des Köderfisches (14, 14') ausgebildet sind.
wobei der Scheitelabschnitt (18) an der Haube befestigt ist und die Schenkel (20, 22) im Inneren der Haube (10, 10') derart angeordnet sind, daß der Kopf eines Köderfisches (14, 14') beim Einführen in den Hohlraum (12) der Haube (10, 10') zwischen die Schenkel (20, 22) geführt wird,
und wobei an den freien Enden der Schenkel (20, 22) nach innen weisende Eingriffselemente (24, 26) zum Eingreifen in den Körper des Köderfisches (14, 14') ausgebildet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Scheitelabschnitt als Öse (18) zum Verbinden der Haube (10, 10') mit einer Angelschnur ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Haken (28) an einem der freien Enden der Schenkel (20, 22) befestigt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß am freien Ende eines jeden Schenkels (20, 22) ein Mehrfachhaken angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 5 und einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einem der Schenkel (20, 22) der Drahtklammer (16) und der Innenseite der Haube (10') eine Aufnahme (36) zur Unterbringung eines Gewichts (38) ausgebildet ist.
11. Angelködersystem, bestehend aus einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10 und einem künstlichen Köderfisch (14, 14').
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|---|---|---|---|
| DE20312997U DE20312997U1 (de) | 2003-08-22 | 2003-08-22 | Vorrichtung zum Verbinden eines künstlichen Köderfisches mit mindestens einem Angelhaken |
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| DE20312997U1 true DE20312997U1 (de) | 2003-10-16 |
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| DE20312997U Expired - Lifetime DE20312997U1 (de) | 2003-08-22 | 2003-08-22 | Vorrichtung zum Verbinden eines künstlichen Köderfisches mit mindestens einem Angelhaken |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20312997U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL1032024C2 (nl) * | 2006-06-18 | 2007-12-19 | Johannes Cornelis Vendrik | Inrichting voor het vissen op roofvis met een loodkop voor dode aasvis. |
-
2003
- 2003-08-22 DE DE20312997U patent/DE20312997U1/de not_active Expired - Lifetime
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