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Die Erfindung betrifft einen Schnurhalter zum Fliegenfischen.
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Das Fliegenfischen unterscheidet sich von anderen Angelmethoden vor allem dadurch, dass der Köder, Fliege genannt, zum Werfen zu leicht ist, weshalb das Gewicht der besonderen Schnur als Wurfgewicht verwendet wird. Die Wurfschnur weist also eine besondere Stärke und ein besonderes Gewicht auf. Dies verlangt eine besondere Wurftechnik und ein spezielles Angelgerät. Statt ein Bleigewicht mit Vorfach zu beschleunigen (wie beim Grundangeln) oder das Eigengewicht eines Blinkers zu nutzen (wie beim Spinnfischen), wird beim Fliegenfischen nur das Gewicht der Schnur genutzt, um die Fliege zum Ziel zu befördern.
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Um größere Distanzen zu erreichen, wird zusätzlich Schnur in großen Schlaufen in der Schnurhand bereitgehalten. Dann wird die Schnur in der Luft verlängert, bis die Rute gut geladen ist, um dann nach dem Stopp beim abschließenden Vorwurf die Schlaufen in der Schnurhand freizugeben. Durch die beschleunigte Masse der Schnur wird diese zusätzliche Schnurlänge aus der Hand gerissen, wodurch der Wurf deutlich verlängert werden kann.
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Es ist wichtig, dass die Schnur nicht auf den Boden gelangt, da dies leicht zur Beschädigung der Schnur führen kann. Auch darf sich die Schnur natürlich nicht verheddern, da sonst das Ausrauschen der Schnur behindert wäre. Das Halten der Schnur in Schlaufen auf der Hand ist kompliziert und bedarf erheblicher Erfahrung.
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Es ist daher auch bekannt, zusätzliche Schnur in einem Schnurkorb bereitzuhalten, wobei es sich um ein waagrecht getragenes, nach oben offenes Behältnis handelt, in dem ggf. emporstehende Vorsprünge vorhanden sein können, um die die Schnur gelegt werden kann. Solche Schnurkörbe sind durch Benutzung bekannt geworden.
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Obwohl derartige Schnurkörbe das Halten der Schnur bereits erleichtern können, sind sie nicht optimal, um ein gleichmäßiges Freigeben der Schnur beim Wurf zu gewährleisten.
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Aus der
US 7 140 148 B1 ist ferner eine Vorrichtung zur Halterung der Schnur beim Fliegenfischen bekannt, bei der ein Befestigungsteil, das am Gürtel eines Anglers befestigt wird, vorgesehen ist, von dem ein Haltearm im Wesentlichen senkrecht nach außen hervorsteht. Auf dem Haltearm soll die Schnur in Schlaufen abgelegt werden.
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Auch eine solche Vorrichtung ist nicht geeignet, eine gleichmäßige Freigabe der Schnur beim Wurf zu gewährleisten.
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Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Schnurhalter zum Fliegenfischen zu offenbaren, der möglichst einfach zu handhaben ist und eine möglichst gleichmäßige Freigabe der Schnur beim Wurf gewährleistet.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Schnurhalter zum Fliegenfischen gelöst, mit einem Befestigungsabschnitt zur Befestigung am Körper eines Anglers, vorzugsweise mittels eines Gurtes, an dem ein vorzugsweise nach außen abgewinkelter erster Halteabschnitt gehalten ist, der einen zweiten Halteabschnitt trägt, der in Bezug auf den ersten Halteabschnitt derart abgewinkelt ist, dass zwischen den beiden Halteabschnitten ein im Wesentlichen V-förmiger oder U-förmiger Freiraum gebildet ist, der zur Aufnahme einer Schnur ausgebildet ist.
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Die Aufgabe der Erfindung wird auf diese Weise vollkommen gelöst.
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Der Schnurhalter kann vom Angler etwa mittels eines Gurtes an seinem Befestigungsabschnitt am Körper befestigt werden, vorzugsweise an der Hüfte, und zwar auf der Seite der Schnurhand. Dabei ragt dann der erste Halteabschnitt nach unten, und am unteren Ende des ersten Halteabschnitts ist der zweite Halteabschnitt angeformt, der leicht nach außen hervorsteht, so dass ein im Wesentlichen V-förmiger oder U-förmiger Freiraum gebildet ist. Der Angler kann nun mit seiner Schnurhand die Schnur nach und nach in Schlaufen über den Grund zwischen den beiden Halteabschnitten legen, d. h. die Schlaufen hängen vom Grund aus herab. Der durch den Übergang vom ersten zum zweiten Halteabschnitt definierte Grund weist vorzugsweise eine gewisse Krümmung auf, um eine leichte Ausgabe der Schnur zu ermöglichen.
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Beim Vorwurf werden die Schlaufen ziemlich gleichmäßig vom Schnurhalter abgezogen. Es ergibt sich somit eine sehr einfache und zuverlässige Handhabung und eine sichere Funktionsweise.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen dem Befestigungsabschnitt und dem ersten Halteabschnitt ein Zwischenabschnitt vorgesehen, der gegenüber dem Befestigungsabschnitt und gegenüber dem ersten Halteabschnitt abgewinkelt ist oder gekrümmt dazu verläuft.
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Auf diese Weise ist ein ausreichender Abstand vom Körper des Anglers bei der Befestigung des Schnurhalters am Befestigungsabschnitt mittels eines Hüftgurtes gewährleistet.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind am ersten Halteabschnitt und am zweiten Halteabschnitt zueinander versetzte, einander zugewandte Vorwölbungen vorgesehen.
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Durch die zueinander versetzten Vorwölbungen wird die Schnur beim Legen wellenförmig geführt und aufgenommen. Dies wirkt sich besonders vorteilhaft dahingehend aus, dass die Schnur beim Wurf gleichmäßig ausgegeben wird.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist der zweite Halteabschnitt an seinem durch den Übergang zum ersten Halteabschnitt definierten Grund eine größere Breite auf als an seinem äußeren Ende.
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Mit anderen Worten verjüngt sich der zweite Halteabschnitt nach außen bzw. oben hin. Dies unterstützt ein gleichmäßiges Freigeben der Schnur beim Wurf.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der zweite Halteabschnitt an seinem durch den Übergang zum ersten Halteabschnitt definierten Grund nach außen gekrümmt.
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Dies erleichtert das Auflegen der Schnur in einzelnen Schlingen und unterstützt ein gleichmäßiges Freigeben der Schnur beim Wurf.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der erste Halteabschnitt von seinem durch den Übergang zum zweiten Halteabschnitt definierten Grund nach innen, das heißt in Richtung zum Angler, gekrümmt.
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Auch dies erleichtert das Auflegen der Schnur und unterstützt die gleichmäßige Ausgabe der Schnur beim Wurf.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist der zweite Halteabschnitt zwei Außenränder auf, die in einem gemeinsamen Rand am äußeren Ende zusammenlaufen.
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Durch die so definierte Verjüngung des zweiten Halteabschnittes nach oben hin wird ein gleichmäßiges Auslaufen der Schnur beim Wurf unterstützt.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind der erste Halteabschnitt und der zweite Halteabschnitt als durchgehende Fläche ausgebildet, vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial.
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Durch dieses Merkmal wird eine sichere Führung und Unterstützung der Schnur zwischen dem ersten und zweiten Halteabschnitt gewährleistet.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung besteht zumindest der Befestigungsabschnitt aus gekrümmtem, stangenförmigem Material, vorzugsweise aus gebogenem Draht.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung besteht der gesamte Schnurhalter aus gekrümmtem, stangenförmigem Material, vorzugsweise aus gebogenem Draht.
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Eine derartige Ausgestaltung, zumindest im Bereich des Befestigungsabschnitts aus gekrümmtem, stangenförmigem Material, insbesondere aus gebogenem Draht, erlaubt eine besonders kostengünstige Herstellung. Eine derartige, skelettartige Ausführung kann auch besonders vorteilhaft sein, da die Schnur zwischen den einzelnen durch das stangenförmige Material gebildeten Stegen seitlich ausweichen kann.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung schließt sich auf beiden Seiten des zweiten Halteabschnitts ein Führungsabschnitt an, der den zweiten Halteabschnitt mit dem Befestigungsabschnitt verbindet und dessen Grund vorzugsweise einen größeren Abstand vom oberen Rand des Befestigungsabschnitts aufweist als der Grund zwischen erstem und zweitem Halteabschnitt.
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Durch die zusätzlichen Führungsabschnitte wird eine weitere Unterstützung der Schnur beim Legen von Schlaufen gewährleistet, und es wird ein gleichmäßiges Auslaufen der Schnur beim Wurf unterstützt.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung können hierbei insbesondere der erste und zweite Halteabschnitt als durchgehende Fläche ausgebildet sein, vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial bestehend, während die beiden Führungsabschnitte aus zumindest teilweise gekrümmtem, stangenförmigem Material ausgebildet sind.
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Dies erlaubt einerseits eine besonders sichere Führung der Schnur zwischen dem ersten und dem zweiten Halteabschnitt, vorzugsweise mit Unterstützung durch die zueinander versetzten, einander zugewandten Vorwölbungen in Verbindung mit einer seitlichen Ausweichmöglichkeit für die Schnur im Bereich der beiden Führungsabschnitte. Dies ermöglicht ein besonders gleichmäßiges Auslaufen der Schnur beim Wurf.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
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Es zeigen:
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1 eine vereinfachte Darstellung eines Anglers von hinten, mit einer Angelrute in seiner rechten Hand, der Wurfhand, und einem an der Hüfte aufgenommenen Schnurhalter im Bereich seiner linken Hand, der Schnurhand, beim Auswerfen an einem Gewässer;
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2 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführung eines erfindungsgemäßen Schnurhalters, schräg von oben gesehen;
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3 eine Aufsicht des Schnurhalters gemäß 2 direkt von oben gesehen;
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4 eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführung eines erfindungsgemäßen Schnurhalters, der vollständig aus gebogenem Draht besteht;
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5 eine Ansicht des Schnurhalters gemäß 4 von der Seite aus gesehen; und
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6 eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführung eines erfindungsgemäßen Schnurhalters, die im Wesentlichen der Ausführung gemäß 4 und 5 entspricht, wobei jedoch der erste und zweite Halteabschnitt aus Vollmaterial, insbesondere aus Kunststoff, bestehen.
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1 zeigt einen Benutzer, das heißt einen Angler 1, der in seiner rechten Hand (Wurfhand) eine Angelrute 2 hält. An der Angelrute 2 ist eine Wurfschnur 5 (im Folgenden teilweise auch kurz „Schnur” genannt) aufgenommen, an deren äußeren Ende eine dünnere Schnur, das heißt eine Vorschnur 4, mit einem Köder (Fliege) gehalten ist. In der Regel wird eine solche Vorschnur 4 verwendet, damit die Fische nicht durch die dickere Wurfschnur 5 abgeschreckt werden. Die Angelrute 2 weist an ihrem unteren Ende ferner eine Rolle 3 auf, auf der die Schnur 5 aufgewickelt werden kann. Der Angler 1 trägt einen Hüftgurt 9, an dem auf seiner linken Seite ein erfindungsgemäßer Schnurhalter 10 befestigt ist.
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Um die dünne Vorschnur 4 mit Fliege möglichst nah in den Bereich der Fische zu bringen, wird das Gewicht der Wurfschnur 5 ausgenutzt. Der Angler 1 zieht hierzu einen Teil der Schnur 5 von der Rolle 3 ab und legt diese mit seiner Schnurhand 7 in Schlaufen 8 über den Schnurhalter 10. Die Schnur 5 wird in der Luft verlängert, bis die Rute 2 gut geladen ist, um dann nach dem Stopp beim anschließenden Vorwurf die Schlaufen 8 vom Schnurhalter 10 freizugeben. Durch die beschleunigte Masse der Wurfschnur 5 wird diese zusätzliche Schnurlänge aus dem Schnurhalter 10 ausgezogen, wodurch der Wurf deutlich verlängert werden kann. Auf diese Weise können Wurfweiten von bis zu 30 Meter oder mehr erreicht werden.
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Der nähere Aufbau des Schnurhalters 10 wird nunmehr anhand der 2 bis 6 erläutert.
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In 2 ist eine erste Ausführung eines erfindungsgemäßen Schnurhalters 10 perspektivisch schräg von oben gezeigt. Es handelt sich hierbei um einen Schnurhalter 10 aus Kunststoff, der als Spritzgussteil ausgebildet ist.
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Der Schnurhalter 10 weist einen Befestigungsabschnitt 12 auf, an dem zwei Gurtclips 34, 36 zur Fixierung eines Hüftgurtes 9 vorgesehen sind. Bei dem Befestigungsabschnitt 12 handelt es sich um einen leicht in Richtung zur Hüfte des Anglers 1 gekrümmten Abschnitt, der leicht an die Form einer Hüfte angepasst ist.
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In 2 ist der Schnurhalter 10 etwa in der Gebrauchslage dargestellt, in der eine Befestigung mit einem Hüftgurt 9 an der Hüfte eines Anglers 1 erfolgt. Auf diese Gebrauchslage wird abgestellt, wenn im Folgenden die Begriffe „oben”, „unten”, „innen” oder „außen” verwendet werden. Vom Befestigungsabschnitt 12 steht ein Zwischenabschnitt 14 leicht abgewinkelt schräg nach unten hervor. An den Zwischenabschnitt 14 schließt sich ein erster Halteabschnitt 16 an, der weiter nach unten abgewinkelt ist, so dass sich insgesamt zwischen dem Befestigungsabschnitt 12 und dem ersten Halteabschnitt 16 ein Winkel von ca. 20 bis 40° ergibt. Am unteren Ende des ersten Halteabschnitts 16 ist ein zweiter Halteabschnitt 18 angeformt, der schräg nach oben und in Richtung zur Außenseite hin leicht gekrümmt hervorsteht.
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Der Übergangsbereich zwischen dem ersten Halteabschnitt 16 und dem zweiten Halteabschnitt 18 ist als Grund 20 bezeichnet. Beim Auflegen von Schnur in den zwischen dem ersten Halteabschnitt 16 und dem zweiten Halteabschnitt 18 gebildeten Freiraum gelangt die Schnur nach unten und liegt schließlich auf dem Grund 20 auf. Am ersten Halteabschnitt 16 ist mittig zwischen den beiden Seitenrändern eine Vorwölbung 32 vorgesehen. Am zweiten Halteabschnitt 18 sind zwei Vorwölbungen 28, 30 vorgesehen, die der Vorwölbung 32 zugewandt sind und seitlich zu dieser versetzt angeordnet sind.
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Durch diese Anordnung der Vorwölbungen 28, 30, 32, die insbesondere in 3 der direkten Aufsicht von oben zu sehen ist, wird die Schnur 5 beim Auflegen von oben am Grund 20 leicht wellenförmig geführt. Dies erleichtert ein gleichmäßiges Auslaufen der Schnur 5 beim Wurf.
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Der zweite Halteabschnitt 18 weist zwei Seitenränder 22, 24 auf, die in einem gemeinsamen Mittelrandabschnitt 26, das heißt am oberen Ende, zusammenlaufen.
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Die Breite des zweiten Halteabschnitts 18 am Grund 20 ist größer als die Breite des Mittelrandabschnitts 26. Mit anderen Worten verjüngt sich der zweite Halteabschnitt 18 nach oben hin. Auch durch diese Form wird ein gleichmäßiges Auslaufen der Schnur 5 beim Wurf unterstützt.
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Eine leicht geänderte Ausführung des Schnurhalters ist in den 4 und 5 dargestellt und insgesamt mit der Ziffer 10a bezeichnet. Für entsprechende Teile werden hierbei entsprechende Bezugsziffern verwendet.
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Im Gegensatz zu der Ausführung gemäß 2 und 3 besteht der Schnurhalter 10a nicht aus einer geschlossenen Kunststofffläche, sondern ist aus einem gebogenen Draht hergestellt.
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Auch hierbei gibt es einen Befestigungsabschnitt 12, der zur Befestigung etwa mittels eines Hüftgurtes dient, sowie einen ersten Halteabschnitt 16, der vom Befestigungsabschnitt 12 schräg nach unten absteht, sowie einen zweiten Halteabschnitt 18, der vom ersten Halteabschnitt 16 aus schräg nach außen bzw. oben gekrümmt ist, so dass sich wiederum ein annähernd V-förmiger Zwischenraum zwischen dem ersten Halteabschnitt 16 und dem zweiten Halteabschnitt 18 ergibt. Der betreffende Draht des zweiten Halteabschnitts 18 geht an seinen Randabschnitten 22, 24 jedoch nicht unmittelbar in den ersten Halteabschnitt 16 über, sondern ist weiter nach außen über einen Führungsabschnitt 38 bzw. 40 seitlich verlängert und geht von dort aus unmittelbar in den Befestigungsabschnitt 12 über.
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Es sind auf diese Weise zwei annähernd V-förmige Führungsabschnitte 38, 40 auf beiden Seiten des zweiten Halteabschnitts 18 gebildet, die einen gekrümmten Grund 39 bzw. 41 aufweisen. Dabei ist der Abstand des Grundes 39, 40 vom oberen Rand 13 des Befestigungsabschnitts größer als der Abstand des Grundes 20, der zwischen erstem Halteabschnitt 16 und zweitem Halteabschnitt 18 gebildet ist. Dies bedeutet, dass, in Gebrauchslage gesehen, sich der Grund 39, 41 des ersten bzw. zweiten Führungsabschnitts 38, 40 tiefer als der Grund 20 zwischen erstem und zweitem Halteabschnitt 16, 18 befindet. Beim Auflegen von Schnur 5 auf den Schnurhalter 10a liegt die Schnur 5 somit in der Mitte auf dem Grund 20 zwischen dem ersten Halteabschnitt 16 und dem zweiten Halteabschnitt 18 auf und ist seitlich auf dem Grund 39 bzw. 41 der Führungsabschnitte 38, 40 gehalten.
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Beim Wurf kann die Schnur 5 seitlich in die Zwischenräume zwischen den einzelnen Randabschnitten ausweichen. Einem etwaigen Einklemmen, was grundsätzlich bei einer flächigen Ausführung des Schnurhalters möglich wäre, wird somit vorgebeugt.
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Im vorliegenden Fall ist der gesamte Schnurhalter 10a aus einem einzigen Rundmaterial gebogen, das in der Mitte des symmetrisch aufgebauten Schnurhalters 10a mit zwei Abschnitten nebeneinander nach unten verläuft und an mindestens einer Stelle 46 zum Beispiel durch einen Schweißpunkt oder ein Hartlot verbunden ist. Die beiden Enden des Drahtes laufen im Bereich des ersten Randabschnittes 22 und des zweiten Randabschnittes 24 des zweiten Halteabschnitts 18 aus und sind über Verbindungsstellen 42, 44 mit dem Randabschnitt 22, 24 etwa über Punktschweißungen oder Hartlötstellen verbunden.
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Eine weitere Abwandlung der Ausführung gemäß der 4 und 5 ist in 6 dargestellt und insgesamt mit der Ziffer 10b bezeichnet. Für entsprechende Teile werden auch hierbei entsprechende Bezugsziffern verwendet.
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Im Unterschied zu der Ausführung gemäß 5 und 6 bestehen der erste Halteabschnitt 16 und der zweite Halteabschnitt 18 nicht aus Rundmaterial, sondern sind als durchgehende Fläche wie bei der Ausführung gemäß 2 und 3 ausgebildet. Vorzugsweise sind auch hierbei die Vorwölbungen 28, 30, 32 am ersten und zweiten Halteabschnitt 16, 18 vorgesehen, um so eine wellenförmige Führung der Schnur 5 zwischen den beiden Halteabschnitten 16, 18 zu gewährleisten.
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Die übrigen Bereiche des Schnurhalters 10b können aus stangenförmigem Rundmaterial bestehen, wie bei der Ausführung gemäß 4 und 5, jedoch ist es auch denkbar, etwa den Befestigungsbereich 12 gleichfalls als geschlossene Fläche wie bei der Ausführung gemäß 2 und 3 auszubilden.
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Vorzugsweise ist der gesamte Schnurhalter 10b als Kunststoffspritzgussteil hergestellt, bei dem auch das Rundmaterial gleichfalls aus Kunststoff gebildet ist.
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Die Ausführung des Schnurhalters 10b gemäß 6 bietet besondere Vorteile, da einerseits eine Führung der Schnur 5 am Grund 20 zwischen dem ersten Halteabschnitt 16 und dem zweiten Halteabschnitt 18 durch die Vorwölbungen 28, 30, 32 in Wellenform gewährleistet ist und andererseits eine zusätzliche Führung der Schnur 5 an den Führungsabschnitten 38, 40, wobei gleichzeitig ein seitliches Ausweichen der Schnur 5 im Bereich der Führungsabschnitte 38, 40 ermöglicht ist.