DE20312952U1 - Luftleitvorrichtung, insbesondere für den Innenraum von Fahrzeugen - Google Patents
Luftleitvorrichtung, insbesondere für den Innenraum von FahrzeugenInfo
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Description
UTE-162gDE
21. August 2003
22-üo-ü·.
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BESCHREIBUNG
Luftleitvorrichtung, insbesondere für den Innenraum von Fahrzeugen
TECHNISCHES GEBIET
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Luftleitvorrichtung, insbesondere für den Innenraum von Fahrzeugen, mit einem Luftleitkörper mit zumindest einer Lufteintrittsöffnung und zumindest einer Luftaustrittsöffnung.
Derartige Luft leitvorrichtungen werden in großer Stückzahl im Innenraum von Kraftfahrzeugen zur Steuerung der Luftströmung (Richtung und Masse) eingesetzt.
STAND DER TECHNIK
Es sind Luftleitvorrichtungen bekannt, die zur Steuerung der Luftströmungsrichtung sogenannte Lamellen- beziehungsweise Walzenausströmer besitzen. Hierbei werden sichtbare und schwenkbare Horizontal- und Vertikal-Lamellen über eine Mechanik unter manueller Betätigung nach "oben/unten" beziehungsweise nach "links/rechts" geschwenkt und somit die Luftströmung gesteuert. Die Menge der austretenden Luft wird hierbei manuell über ein Handrad eingestellt, das auf die Stellung einer im Zuführungskanal der Luft angeordneten schwenkbaren Klappe einwirkt. Durch diese "offene Bauweise" wird die Optik beziehungsweise das Design des Armaturenbretts eines Kraftfahrzeugs gestört. Die Luftleitvorrichtung wirkt wie ein Fremdkörper. Darüber hinaus neigen die Horizontal- und Vertikal-Lamellen zur Verschmutzung durch Staubansammlung in den Eckbereichen, die zu Reinigungszwecken nur schwer zugänglich sind.
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In der EP 1 059 178 A2 ist eine Luftleitvorrichtung beschrieben, bei der die Luftleitvorrichtung einen quaderförmigen, elastischen Luftleitkörper aufweist, der rasterförmig angeordnete, durchgehende Ausnehmungen besitzt. Zum Einstellen der Strömungsrichtung der ausströmenden Luft sind Mittel zum Verschieben der Rückseite des Luftleitkörpers gegenüber der fixierten Vorderseite des Luftleitkörpers vorhanden.
Derartige Luftleitvorrichtungen werden in der Instrumententafel eines Fahrzeuges im linken und rechten Seitenbereich und im Mittenbereich als sogenannte Ausströmer angeordnet.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
Ausgehend von dem genannten Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung das technische Problem beziehungsweise die Aufgabe zugrunde, eine Luftleitvorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, die wirtschaftlich hergestellt werden kann, einfach montiert werden kann und eine dauerhaft zuverlässige Funktion gewährleistet. Dabei soll die Luftleitvorrichtung insbesondere eine diffuse Strömung über die gesamte Breite des Fahrzeuginnenraums erzeugen, in einfacher Art und Weise eine Steuerung der Strömungsrichtung ermöglichen und im Betrieb möglichst geräuscharm arbeiten.
Die erfindungsgemäße Luftleitvorrichtung ist durch die 0 Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 gegeben. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Die erfindungsgemäße Luftleitvorrichtung ist demgemäß dadurch gekennzeichnet, dass der Luftleitkörper als
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Hohlprofilkörper ausgebildet ist und im Bereich der zumindest einen Luftaustrittsöffnung außerhalb des Hohlprofilkörpers beabstandet eine Umlenkeinheit vorhanden ist, die bewirkt, dass die durch die zumindest eine Luftaustrittsöffnung ausströmende Luft tangential zur Außenkontur des Hohlprofilkörpers beziehungsweise der Innenkontur der Umlenkeinheit umgelenkt wird und dadurch der Coanda-Effekt sich einstellt.
Besonders vorteilhafte Strömungsverhältnisse hinsichtlich einer diffusen Strömung lassen sich dadurch erzielen, dass der Luftleitkörper einen kreisförmigen, ovalen oder elliptischen Querschnitt besitzt. Durch die Ausbildung derartig gekrümmter Querschnitte lassen sich günstige Strömungsverhältnisse erzielen.
Eine konstruktiv besonders bevorzugte Ausgestaltung, die wirtschaftlich hergestellt werden kann und eine dauerhaft zuverlässige Funktion gewährleistet, zeichnet sich dadurch aus, dass der Luftleitkörper als stabförmiges Profilelement ausgebildet ist, die Lufteintrittsöffnung an einem Bereich, bevorzugt Endbereich oder einer Stirnseite des Profilelements, vorhanden ist, der Luftleitkörper bis auf die Luf taustrittsöf fnung/en im Übrigen geschlossen ist und die zumindest eine Luftaustrittsöffnung als sich in Längsrichtung des Profilstabs erstreckende, insbesondere schlitzförmige, Ausnehmung ausgebildet ist. Dabei können auch gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung mehrere in Längsrichtung hintereinander angeordnete Luf taustritts-0 Öffnungen vorhanden sein.
In einer vorteilhaften Weiterbildung ist die Umlenkeinheit als zumindest eine, insbesondere streifenförmige, Umlenkplatte ausgebildet, deren Fläche größer ist als die Fläche der jeweiligen Luf taustrittsöf fnung/en.
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Eine alternative Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass die Umlenkeinheit durch eine feststehende Muldenkontur, insbesondere im Bereich einer Instrumententafel eines Fahrzeugs, gebildet ist, die die Luftaustrittsöffnung beziehungsweise den Luftleitkörper bereichsweise umgibt.
Eine hinsichtlich der Optimierung des StrömungsVerlaufs besonders vorteilhafte Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass die Umlenkeinheit als gekrümmte Platteneinheit ausgebildet ist.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung, die in einfacher Art und Weise eine Steuerung der Strömungsrichtung, insbesondere bis zu 180° (Altgrad), ermöglicht, zeichnet sich dadurch aus, dass die zwischen der Innenkontur der Umlenkeinheit und der Außenkontur des Luftleitkörpers sich ergebende Schlitzbreite variabel einstellbar ist. Bevorzugt wird diese Einstellung konstruktiv dadurch umgesetzt, dass die Umlenkeinheit und/oder der Luftleitkörper zum Variieren der Schlitzbreite manuell oder mittels eines Aggregats bewegbar, insbesondere um eine Längsachse drehbar und/oder verschiebbar, ausgebildet ist. Dabei ist die Längsachse der Umlenkeinheit parallel zur Längsachse des Hohlprofilkörpers bevorzugt angeordnet. Dadurch kann problemlos eine Defrosterstellung oder ein Verschluss der Luftaustrittsöffnung umgesetzt werden.
Um über die gesamte Länge des Luftleitkörpers beziehungsweise der Hohlprofileinheit eine gleichmäßige Strömung zu ermöglichen, zeichnet sich eine vorteilhafte Weiterbildung dadurch aus, dass der Luftleitkörper beziehungsweise die Hohlprofileinheit einen sich in Längsrichtung beziehungsweise Einströmrichtung der Luft hin verjüngenden, insbesondere linear verjüngenden, Querschnitt
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Besonders vorteilhafte Strömungsverhältnisse lassen sich gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Luftleitvorrichtung dadurch erzielen, dass in Einströmrichtung der Luft gesehen im Bereich vor der/den Luf taustrittsöf fnung/en jeweils eine nach innen weisende Stegeinheit angeschlossen beziehungsweise angeformt ist, die den Strömungsquerschnitt des Hohlprofilkörpers in diesem Bereich verjüngt und den Luftstrom in der Folge dadurch umlenkt in Richtung Luf taustrittsöf fnung/en.
Dabei kann die Außenkontur der Stegeinheit bevorzugt auf der Anströmseite eine konkave Krümmung aufweisen, die die einströmende Luft zum freien Endbereich der Stegeinheit hin umlenkt.
Um die Strömungsverhältnisse innerhalb des Hohlprofilelements weiter zu optimieren, zeichnet sich eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung dadurch aus, dass die Innenkontur des geschlossenen Stirnendbereiches des Hohlprofilelements eine konkave Krümmung aufweist. Darüber hinaus können die Randkanten der Luf taustrittsöf fnung/en gerundet ausgebildet sein.
Eine hinsichtlich der Herstellung besonders vorteilhafte Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass die Hohlprofileinheit durch zwei miteinander verbundene Halbschalenelemente gebildet wird.
Der Luftleitkörper und/oder die Umlenkeinheit können als, insbesondere gespritztes, Kunststoffbauteil ausgebildet sein, wobei bevorzugt als Material Polyamid, insbesondere glasfaserverstärktes Polyamid, eingesetzt wird.
Eine alternative Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass im Bereich der austretenden Luft Lamellen angeordnet
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sind, die insbesondere quer zur Richtung der ausströmenden Luft verstellbar ausgebildet sind.
Die erfindungsgemäße Luftleitvorrichtung erlaubt eine diffuse Strömung bevorzugt über die gesamte Innenraumbreite und bringt damit ein wesentlich angenehmeres Strömungsverhalten für die Insassen mit sich als die im Stand der Technik bekannten "punktuell" angeordneten Ausströmer. Eine "punktuelle" Einsatzmöglichkeit ist jedoch auch möglich. Es erfolgt eine gleichmäßige und schnelle Fahrzeugtemperierung. Gleichzeitig kann in einfacher Art und Weise beispielsweise durch entsprechende Positionierung der Umlenkeinheit die Strömungsrichtung, insbesondere bis zu 180° (Altgrad), gesteuert werden. Die erfindungsgemäße Luftleitvorrichtung ist sehr energieeffizient und arbeitet äußerst geräuscharm.
Bei der erfindungsgemäßen Luftleitvorrichtung wird der sogenannte Coanda-Effekt ausgenutzt (Literatur: H. Fernholz, Umlenkung von Frei strahlen an gekrümmten Wänden, Jahrbuch 1964 der WGLR, Seite 149 bis 156). Dadurch, dass die ausströmende Luft tangential an die gekrümmte Außenwand des Hohlprofilkörpers herangeführt wird, schmiegt sich der Luftstrahl an die gekrümmte Wandung an und wird über die Breite diffus ins Rauminnere abgegeben. Durch entsprechende Stellung der Umlenkeinheit, das heißt durch Änderung der Schlitzbreite zwischen der Umlenkeinheit und der Außenkontur der Hohlprofileinheit kann beispielsweise der Fußraum oder der Kopfraum gezielt angeströmt werden. Des Weiteren ist es möglich, indem die Umlenkeinheit entsprechend weit gedreht wird, dass der Spalt so groß ist, dass der Coanda-Effekt vom Rohr auf die Umlenkblende wechselt, sodass eine Defroster-Strömung beispielsweise für Windschutzscheiben entstehen kann.
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Die erfindungsgemäße Luftleitvorrichtung ist insbesondere geeignet für projektierte Fahrzeuge, die keine Instrumententafeln aufweisen. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung wird die Zuluft in ein einseitig offenes, konisches Rohr geleitet, wo sie durch mehrere, schlitzförmige, an der Außenwandung hintereinander angeordnete Austrittsöffnungen auf die außenseitig angeordnete Umlenkeinheit auftrifft. Durch diese Umlenkeinheit teilt sich der Luftstrom in zwei Hälften auf, für den Fall, dass die Umlenkeinheit in Neutralstellung steht. Beide Luftstromhälften werden tangential an die Außenkontur des Rohres umgelenkt und werden durch einen dadurch entstehenden Unterdruck um das Rohr herumgelenkt und auf der Gegenseite des Luftaustrittes aufeinandergerichtet, was im Ergebnis zu einer diffusen Strömung führt. Durch die Stellung der Umlenkblende, das heißt durch Variation der Schlitzbreiten beider Schlitze kann der Luftstrom hinsichtlich seiner Richtung und Masse wesentlich beeinflusst werden.
Weitere Ausfuhrungsformen und Vorteile der Erfindung ergeben sich durch die in den Ansprüchen ferner aufgeführten Merkmale sowie durch die nachstehend angegebenen Ausführungsbeispiele. Die Merkmale der Ansprüche können in beliebiger Weise miteinander kombiniert werden, insoweit sie sich nicht offensichtlich gegenseitig ausschließen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
Die Erfindung sowie vorteilhafte Aus fuhrungs formen und Wei-0 terbildungen derselben werden im Folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Beispiele näher beschrieben und erläutert. Die der Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmenden Merkmale können einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfindungsgemäß angewandt werden. Es zeigen:
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Fig. 1 schematische Detailperspektivansicht einer Luftleitvorrichtung mit einem rohrförmigen Luftleitkörper mit hintereinander angeordneten Luftaustrittsöffnungen und einer über den Luftaustrittsöffnungen angeordneten Umlenkeinheit in Explosionsdarstellung,
Fig. 2 schematischer Längsschnitt durch eine Luftleitvorrichtung, wobei der Luftleitkörper gerundete Kanten aufweist,
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Fig. 3 schematischer Längsschnitt durch die Luftleitvorrichtung gemäß Fig. 1 mit schematischer Pfeildarstellung der Strömung,
Fig. 4 schematischer Querschnitt durch die Luftleitvorrichtung gemäß Fig. 3,
Fig. 5-8 schematische Seitenansicht des Details eines Fahrzeuginnenraums mit einem Insassen und einer Frontscheibe, wobei unterhalb der Frontscheibe eine Luftleitvorrichtung angeordnet ist (Schnittdarstellung) mit dem sich ergebenden Strömungsbild bei unterschiedlicher Drehstellung der Umlenkeinheit,
Fig. 9 schematische Detailperspektive des Innenraums des Fahrzeugs mit zwei unterhalb einer Frontscheibe angeordneten Luftleitvorrichtungen ohne Darstellung von Lenk- und Pedaleinheit,
Fig. 10 schematische Detailperspektive des Innenraumes eines Fahrzeuges mit einer fahrerseitig in die Instrumententafel des Fahrzeugs integrierten Luftleitvorrichtung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel und
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Fig. 11 schematischer Schnitt durch die Luftleitvorrichtung entlang Schnittführung I-I gemäß Fig. 10.
WEGE ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG
In Fig. 1 ist eine Luftleitvorrichtung 10 mit einem Luftleitkörper 12 und einer Umlenkeinheit 18 in einer auseinandergezogenen Detailperspektive dargestellt. Der Luftleitkörper 12 ist als eine sich in Längsrichtung linear verjüngende Hohlprofileinheit 12.1 mit Kreisquerschnitt ausgebildet. In seinem vorderen Endbereich ist die Hohlprofileinheit 12.1 offen und in seinem hinteren Endbereich ist die Hohlprofileinheit geschlossen ausgebildet. Von der offenen Seite her wird die Hohlprofileinheit 12.1 in Zuströmrichtung Z mit Luft beaufschlagt, das heißt der offene Endbereich der Hohlprofileinheit 12.1 bildet eine Lufteintrittsöffnung 14.
In Fig. 1 oberseitig sind an der Außenwandung der Hohlprofileinheit 12.1 in Längsrichtung hintereinander beabstandet mehrere als schmale Rechtecke ausgebildete Luftaustrittsöffnungen 16 vorhanden.
In Zuströmrichtung Z gesehen vor jeder Luftaustrittsöffnung 16 ist eine in das Innere der Hohlprofileinheit 12.1
weisende Stegeinheit 22 angeordnet, die in diesem Bereich den Strömungsquerschnitt der Hohlprofileinheit 12 .1 verkleinert und die Strömung umlenkt in Richtung Luftaustrittsöffnung 16.
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Im Bereich der Stegeinheit 22 ist außenseitig an die Hohlprofileinheit 12.1 jeweils ein in Fig. 1 nach oben weisender Lagerschenkel 24 mit einer durchgehenden Ausnehmung 2 6 angeformt.
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Der Luftleitkörper 12 in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist aus zwei Halbschalenelementen gebildet, die bevorzugt als Kunststoffspritzbauteile ausgebildet sind und in nicht näher dargestellter Weise miteinander verbunden sind.
Oberseitig ist in Fig. 1 beabstandet, das heißt in nicht montiertem Zustand die Umlenkeinheit 18 angeordnet, die als Umlenkplatte 18.1 ausgebildet ist. Die Umlenkplatte 18.1 weist eine Krümmung auf, die im Wesentlichen der Krümmung der Hohlprofileinheit 12.1 entspricht. Von der Geometrie her ist die Umlenkplatte 18.1 als über die Länge der Hohlprofileinheit 12.1 verlaufende streifenförmige Rechteckplatte ausgebildet, deren Breite Bl größer ist als die Breite B2 der Luftaustrittsöffnungen 16. Die Breite kann bis zu 80% des Umfangs der Hohlprofileinheit betragen.
Entsprechend dem Abstand der an die Hohlprofileinheit 12.1 angeformten Lagerschenkel 24 sind unterseitig an die Umlenkplatte 18.1 weitere Lagerschenkel 32 angeformt, an die wiederum rechtwinklig ein Zapfen 34 angeformt ist, der geeignet ist, in die Ausnehmung 26 der Lagerschenkel 24 einzugreifen. Dadurch wird die Drehachse gebildet und es ist eine Drehung der Umlenkplatte 18.1 um eine Längsachse möglich, die parallel zur Längsrichtung der Hohlprofileinheit 12 .1 verläuft.
Wird die Umlenkeinheit 18 in der in Fig. 1 dargestellten Position an dem Luftleitkörper 12 drehbar angeschlossen, ergibt sich auf beiden Seiten der Umlenkeinheit 18 ein Luftschlitz 20 mit der Breite B (siehe Fig. 2, 3, 4) . Durch Drehen der Umlenkeinheit 18 kann die Schlitzbreite B variiert werden. Dadurch ist es möglich, die Strömungsrichtung der ausströmenden Luft zu steuern.
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In Fig. 2 ist zu erkennen, dass die nach innen weisenden Stegeinheiten 22 auf ihrer von der einströmenden Luft angeströmten Seite eine konkave Krümmung 28 aufweist. Der freie Randbereich der Stegeinheit 22 ist weiterhin gerundet ausgebildet.
Weiterhin ist in Fig. 2 zu erkennen, dass die geschlossene Stirnseite der Hohlprofileinheit 12.1 innenseitig ebenfalls eine konkave Krümmung 3 6 aufweist.
In den Fig. 3 und 4 ist stark schematisiert die Strömungsrichtung im Bereich der Luftleitvorrichtung 10 dargestellt. Die Luft strömt über die Lufteintrittsöffnung 14 in Zuströmrichtung Z in das Innere des Luftleitkörpers 12 . Im Innern des Luftleitkörpers 12 wird die Luft in Richtung der Luftaustrittsöffnungen 16 umgelenkt (Pfeile U) .
Wie aus Fig. 4 zu erkennen, wird die aus den Luftaustrittsöffnungen 16 entweichende Luft durch die Umlenkeinheit 18 in eine Strömungsrichtung gezwungen, die tangential zur Außenwandung des Luftleitkörpers 12 im Bereich der beidseitigen Schlitze 20 verläuft. Durch den aufgrund der Anströmung des Luftstrahls an die gekrümmte Außenwandung der Hohlprofileinheit 12.1 sich einstellenden Unterdruck (Coanda-Effekt) saugt sich der Luftstrahl an der Außenwandung des Luftleitkörpers 12 an und wird auf beiden Seiten um den Luftleitkörper 12 bereichsweise herumgeführt (Pfeile T), woran anschließend die beiden geteilten Luftströme aufeinandertreffen und es zu einer diffusen Verwirbelung der Luft kommt.
Wie bereits oben anhand Fig. 1 beschrieben, ist die Umlenkeinheit 18 drehbar an dem Luftleitkörper 12 gelagert. Die in Fig. 1 dargestellte Drehlagerung stellt nur eine mögliche konstruktive Ausführungsform dar. Bezüglich der
Drehlagerung können die unterschiedlichsten -12-
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Konstruktionen umgesetzt werden. Durch Verdrehen der Umlenkeinheit 18 kann die Breite B des Schlitzes 20 variiert werden, wodurch sich ein unterschiedliches Strömungsverhalten einstellt. Die Verdrehung der Umlenkeinheit 18 kann beispielsweise manuell über nicht dargestellte Mechanismen erfolgen oder durch Zwischenschaltung eines in Fig. 1 schematisiert dargestellten Aggregates 30.
In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist die
10' Umlenkeinheit zusätzlich verschiebbar beziehungsweise höhenverstellbar ausgebildet, derart, dass im Extremfall die Luftaustrittsöffnungen vollständig von der Umlenkeinheit abgedeckt werden und somit ein vollständiger Verschluss erzielt wird.
In den Figuren 5 bis 8 ist stark schematisiert ein Innenraum 50 eines Fahrzeugs mit einem sitzenden Insassen 54, einer stark schematisiert dargestellten Frontscheibe 56 und einer im Schnitt schematisiert dargestellten Luftleitvorrichtung 10 bei unterschiedlichster Stellung der Umlenkeinheit 18 und der daraus resultierenden unterschiedlichen Strömungsverhältnissen im Innenraum 50 des Fahrzeugs dargestellt. Die Luftleitvorrichtung 10 ist unmittelbar im vorderen Bereich unter der Frontscheibe 56 angeordnet, wobei die Luftaustrittsöffnungen 16 nach vorne weisen. Mit dem Bezugszeichen 40 ist ein oberer Schlitz und mit dem Bezugszeichen 42 ein unterer Schlitz bezeichnet.
In Fig. 5 befindet sich die Umlenkeinheit in "neutraler" Position, das heißt die Schlitzbreite beider Schlitze 40, 42 ist gleich groß. Dadurch wird die ausströmende Luft gleichmäßig um die Außenkontur des Luftleitkörpers 10 herumgeführt, anschließend treffend die beiden Luftströme aufeinander und es findet eine diffuse Verwirbelung im gesamten Innenraum 50 der Luft statt.
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In Fig. 6 ist die Umlenkeinheit 18 in einer gedrehten Position vorhanden, derart, dass die Breite des oberen Schlitzes 40 größer ist als die Breite des unteren Schlitzes 42. Dadurch stellt sich eine diffuse Strömung ein, die sich auf den Fußbereich des Insassen 54 richtet.
Eine mehr auf den Kopfbereich des Insassen 54 gerichtete diffuse Strömung lässt sich erzielen, wenn die Umlenkeinheit 18 derart gedreht wird, dass die Breite des unteren Schlitzes 42 größer ist als die Breite des oberen Schlitzes 40, was in Figur 7 schematisch dargestellt ist.
In Figur 8 ist eine Extremposition der Umlenkeinheit dargestellt, nämlich dahingehend, dass der obere Schlitz 4 so groß ist, dass der austretende Luftstrahl an der Außenkontur des Luftleitkörpers 12 abreißt und sich an die Umlenkeinheit 18 anlegt (Coanda-Effekt). Der Luftstrahl wird nun direkt über die Umlenkeinheit 18 gelenkt. Somit kann auch die in manchen Situationen gewünschte Defroster-Strömung erreicht werden.
Fig. 9 zeigt stark schematisiert ausschnittsweise den Innenraum 50 eines Fahrzeuges 52, wobei unterhalb der Frontscheibe 56 zwei Luftleitvorrichtungen 10 angeordnet sind, die in der Summe über die gesamte Innenraumbreite verlaufen.
In den Fig. 10 und 11 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer Luftleiteinrichtung 60 beschrieben, deren Luftleitkörper 62 eine deutlich geringere Länge als der Luftleitkörper 12 des oben beschriebenen Ausführungsbeispiels aufweist, jedoch prinzipiell den gleichen Aufbau besitzt. Der Luftleitkörper 62 ist ebenfalls als Hohlprofilkörper 62.1 mit einer nach vorne weisenden Luftaustrittsöffnung 16 ausgebildet.
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Die Luftleitvorrichtung 60 ist in dem beschriebenen Ausführungsbeispiel als Ersatz für den üblicherweise fahrerseitig angeordneten Ausströmer vorgesehen und in die Instrumententafel 72 des Fahrzeugs integriert. Die Umlenkeinheit 68 wird dabei durch eine gekrümmte Fläche 68.1 der Instrumententafel 72 gebildet, die vorderseitig den Luftleitkörper 62 beabstandet umgibt. In diesem Ausführungsbeispiel ist somit die Umlenkeinheit 68 fest positioniert. Zur Variation der Schlitzbreite B, das heißt dem Abstand der Außenkontur des Luftleitkörpers 62 und der Innenkontur der gekrümmten Fläche 68.1 ist der Luftleitkörper 62 schwenkbar gelagert. Diese schwenkbare Lagerung wird im Ausführungsbeispiel durch ein Hebelelement 64 umgesetzt, das mit dem Luftleitkörper 62 verbunden ist und mit der Instrumententafel 72 über eine Drehachse 66 angeschlossen ist. Es ist auch denkbar, dass der Luf tleitkorper 62 innerhalb der gekrümmten Fläche 68.1 in einfacher Art und Weise nach oben beziehungsweise nach unten zur Variation der Schlitzbreite B verschoben werden kann. Weiterhin kann der Luftleitkörper 62 auch in Richtung der Umlenkeinheit 68 verschiebbar ausgebildet sein, sodass im Extremfall die Luftaustrittsöffnung 16 geschlossen ist und keine Luft austreten kann.
Oberseitig und unterseitig können im Schlitzbereich 20 Lamelleneinheiten 70 angeordnet sein, die in Richtung der ausströmenden Luft vorhanden sind und über nicht näher dargestellte Mechanismen quer zur austretenden Luftströmung verstellt werden können, sodass dadurch eine gewisse Richtungsbestimmung der ausströmenden Luft möglich ist.
Claims (18)
1. Luftleitvorrichtung (10; 60), insbesondere für den Innenraum (50) von Fahrzeugen (52), mit einem Luftleitkörper (12; 62) mit zumindest einer Lufteintrittsöffnung (14) und zumindest einer Luftaustrittsöffnung (16), dadurch gekennzeichnet, dass
- der Luftleitkörper (12; 62) als Hohlprofilkörper (12.1; 62.1) ausgebildet ist und
- im Bereich der zumindest einen Luftaustrittsöffnung (16) außerhalb des Hohlprofilkörpers (12.1; 62.1) beabstandet eine Umlenkeinheit (18; 68) vorhanden ist, die bewirkt, dass die durch die zumindest eine Luftaustrittsöffnung (16) ausströmende Luft tangential zur Außenkontur des Hohlprofilkörpers (12.1; 62.1) beziehungsweise der Innenkontur der Umlenkeinheit (18; 68) umgelenkt wird und dadurch der Coanda-Effekt sich einstellt.
2. Luftleitvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftleitkörper (12) einen kreisförmigen, ovalen oder elliptischen Querschnitt besitzt.
3. Luftleitvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftleitkörper (12; 62) als stabförmiges Profilelement ausgebildet ist, die Lufteintrittsöffnung (14) an einem Bereich, bevorzugt Endbereich, oder einer Stirnseite des Profilelements, vorhanden ist, der Luftleitkörper (12; 62) bis auf die Luftaustrittsöffnungen im Übrigen geschlossen ist und die zumindest eine Luftaustrittsöffnung (16) als sich in Längsrichtung des Profilstabs erstreckende, insbesondere schlitzförmige, Ausnehmung ausgebildet ist.
4. Luftleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere in Längsrichtung hintereinander angeordnete Luftaustrittsöffnungen (16) vorhanden sind.
5. Luftleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkeinheit (18) als zumindest eine, insbesondere streifenförmige, Umlenkplatte (18.1) ausgebildet ist, deren Fläche größer ist als die Fläche der Luftaustrittsöffnung/en (16).
6. Luftleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkeinheit (18) als gekrümmte Platteneinheit ausgebildet ist.
7. Luftleitvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkeinheit (68) durch eine feststehende Muldenkontur, insbesondere im Bereich einer Instrumententafel (72) eines Fahrzeugs, gebildet ist, die die Luftaustrittsöffnung (16) beziehungsweise den Luftleitkörper (62) bereichsweise umgibt.
8. Luftleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen der Innenkontur der Umlenkeinheit (18; 68) und der Außenkontur des Luftleitkörpers (12; 62) sich ergebende Schlitzbreite (B) des Schlitzes (20) variabel einstellbar ist.
9. Luftleitvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkeinheit (18) und/oder der Luftleitkörper (62) zum Variieren der Schlitzbreite (B) manuell oder mittels eines Aggregates (30) bewegbar, insbesondere um eine Längsachse drehbar und/oder verschiebbar, ausgebildet ist.
10. Luftleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlprofileinheit (12.1) beziehungsweise der Luftleitkörper (12; 62) einen sich in Längsrichtung beziehungsweise Einströmrichtung (Z) der Luft hin verjüngenden, insbesondere linear verjüngenden, Querschnitt aufweist.
11. Luftleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Einströmrichtung (Z) der Luft gesehen im Bereich vor der/den Luftaustrittsöffnung/en jeweils eine nach innen weisende Stegeinheit (22) angeschlossen beziehungsweise angeformt ist, die den Strömungsquerschnitt des Hohlprofilkörpers (12.1) beziehungsweise Luftleitkörper (12; 62) verjüngt und den Luftstrom in der Folge dadurch umlenkt in Richtung Luftaustrittsöffnung/en (16).
12. Luftleitvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenkontur der Stegeinheit auf der Anströmseite eine konkave Krümmung (28) aufweist, die die einströmende Luft zur Luftaustrittsöffnung (16) hin umlenkt.
13. Luftleitvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenkontur des geschlossenen Stirnendbereiches des Hohlprofilelements (12.1) eine konkave Krümmung aufweist.
14. Luftleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Randkanten der Luftaustrittsöffnung/en (16) gerundet ausgebildet sind.
15. Luftleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlprofileinheit (12.1) durch zwei miteinander verbundene Halbschalenelemente gebildet wird.
16. Luftleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftleitkörper (12) und/oder die Umlenkeinheit (18) als, insbesondere gespritztes, Kunststoffbauteil ausgebildet sind.
17. Luftleitvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftleitkörper (12) und/oder die Umlenkeinheit (18) aus Polyamid, insbesondere glasfaserverstärktem Polyamid, bestehen.
18. Luftleitvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der austretenden Luft Lamellen (70) angeordnet sind, die insbesondere quer zur Richtung der ausströmenden Luft verstellbar ausgebildet sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20312952U DE20312952U1 (de) | 2003-08-22 | 2003-08-22 | Luftleitvorrichtung, insbesondere für den Innenraum von Fahrzeugen |
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