DE20312951U1 - Transport- und Vorratsbehälter für Flüssigkeiten - Google Patents
Transport- und Vorratsbehälter für FlüssigkeitenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Transport- und Vorratsbehälter für Flüssigkeiten, vorzugsweise Wasser, bestehend aus einem Behälter mit je einem Kopf- und Fußring, mit einer zentralen in einer Muffe im Behälterdeckel eingeschraubten Anschlussarmatur und einem im Behälter eingebauten Filter.
Es sind schon zwei Einrichtungen mit Vorratsbehältern und einer Zapfeinrichtung bekannt geworden, die für die direkte Entnahme von gefilterter Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser, vorgesehen sind.
Die Einrichtung z.B. nach DE 200 17 538.8 arbeitet mit einem zentralen Anschlusselement im oberen Deckel eines Behälters, in dem eine Handluftpumpe mit einem einstückig damit verbundenen Filterelement angeordnet ist. Die Zapfleitung sowie die Be- und Entlüftung sind ebenfalls im Anschlusselement positioniert.
Bei der Einrichtung nach DE 201 18 986.0 sind Handpumpe oder Kompressor und Filter getrennt in Deckel und Boden eines Behälters angeordnet. Die Zapfleitung und die Be- bzw. Entlüftung sind separat aus dem Deckel geführt.
Bei beiden Einrichtungen ist ein diskontinuierlicher Betrieb nur möglich mit jeweiligem Öffnen des Behälterdeckels vor einer Neubefüllung und anschließendem Verschließen des Behälterdeckels.
Nun hat sich gezeigt, dass Behälter für gefiltertes Wasser bevorzugt für den diskontinuierlichen Betrieb zur Versorgung von Wasserzapfstellen ohne Anschluss an eine Hauswasserleitung benötigt werden. Derartige Wasserzapfstellen (für gekühltes oder z.B. mit CO2 versetztes Trinkwasser) werden zunehmend ortsbeweglich und mobil d.h. z.B. an verschiedenen Standorten zu verschiedenen Zeiten, eingesetzt. Das führt zu einer sehr vorteilhaften Nutzung der Investition der Wassermaschinen.
Die oben beschriebenen bekannten Behälter sind wegen der umständlichen Wiederbefüllung nur sehr arbeitsaufwändig einsetzbar. Außerdem wird die Ausschankeinrichtung am Behälter nicht benötigt. Der Behälter muss aber andererseits vom Bediener ohne zusätzliches Transportmittel auch im gefüllten Zustand möglichst komfortabel von und zu der u. U. weit entfernten Befüllstelle transportiert werden. Der gefüllte Behälter wiegt ca. 25-50 kg. Der Behälter muss weiter die Möglichkeiten für die Befüllung, Entlüftung und Entleerung mittels einem Druckgas, vorzugsweise Druckluft, sowie den Einbau eines Filters im Innern aufweisen.
Darum ist die Aufgabe der Erfindung, einen Transport-und Vorratsbehälter für Flüssigkeiten mit einem integrierten Filter zu schaffen, der ein schnelles Anschließen und Abkoppeln zum Befüllen und Entleeren ohne öffnen des Behälters ermöglicht und der ohne zusätzliche Transportmittel komfortabel und ohne großen Kraftaufwand von und zu einer Befüllstelle transportiert werden kann.
Für den Fall, dass der Filter mit einem luftundurchlässigen hydrofoben Membranfilter ausgestattet ist, besteht die erweitere Aufgabe, dennoch die 100 %-Leistung des Filters sicherzustellen.
-2-
Diese Aufgabe wird durch einen Transport- und Vorratsbehälter für Flüssigkeiten mit integriertem Filter gelöst, der in einer Muffe im Behälterdeckel eine Anschlussarmatur mit äußeren Anschlusselementen für Medieneingang und Medienausgang und Entlüftung und ein inneres Anschlusselement für ein Verbindungsrohr zum Filter aufweist, wobei die äußeren Anschlusselemente für Ein- und Ausgang mit unterschiedlichen Schnellwechselventil-Kupplungsteilen ausgestattet sind und bei dem das Verbindungsrohr an seinem unteren Ende eine Verbindung mit dem Filter aufweist, dessen bodennaher Deckel mit einem Zentrierstück am Behälterboden zusammenwirkt, wobei der Filter je nach Bauform mit einer integrierten oder einer mit dem Verbindungsrohr einstückig verbundenen Becherhaube umgeben ist, und an dem eine Fahreinrichtung angebracht ist, die zwei Räder und eine höhenverstellbare Griffstange aufweist.
Mit diesem erfindungsgemäßen Behälter können mobile, nicht leitungsgebundene Wassermaschinen versorgt werden, die zum Zapfen von Trinkwasser in stiller, gekühlter, mit CO2 und/oder O2 versetzter oder in einer anderen Behandlungsform eingesetzt werden. Mobile, nicht leitungsgebundene Wassermaschinen können ohne Installation an eine Hauswasserleitung an beliebigen Stellen innerhalb oder außerhalb eines Gebäudes, gegebenenfalls mit täglich mehrmals wechselnden Standorten, eingesetzt werden.
Der Wasserinhalt des Behälters wird über die Wassermaschine aufbereitet und ausgeschenkt. Der leere Behälter wird gegen einen gefüllten baugleichen Behälter ausgetauscht und der Zapfbetrieb fortgesetzt oder zur Befüllung an eine Befüllstelle transportiert, dort gefüllt und zurück transportiert und wieder mit der Wassermaschine verbunden. Der Behälter ist während des Zapfbetriebes neben der Wassermaschine, vorzugsweise aber in einem Unterschrank, auf dem die Wassermaschine in Gebrauchshöhe abgestellt ist, untergebracht.
Der Behälterwechsel, seine Befüllung und insbesondere der Hin- und Rücktransport zu der und von der Befüllstelle, in gefülltem Zustand mit einem Gewicht von 20-50 kg ist sehr bedienerfreundlich. Hierzu dienen insbesondere die Schnellkupplungen für Ein- und Ausgang, das geringe Eigengewicht des leeren Behälters und seine Fahreinrichtung, die nicht nur das Gewicht leicht rollend aufnimmt, sondern auch je nach Radausstattung das Befahren von Stufen und Treppen ermöglicht.
Die behälterseitigen Kupplungsteile stehen zum An- und Abkuppeln in etwa senkrecht zur Behälterachse, können aber zum Transport auch von vielen Behältern, z.B. bei Werksauslieferung, für das Stapeln der Behälter innerhalb der freien Höhe des Kopfrings umgelegt werden.
Die Entnahme des Wassers aus dem Behälter erfolgt über einen erhöhten Druck im Gasraum oberhalb des Wasserinhalts, der z.B. von einem Luftkompressor erzeugt wird, dessen Zuleitung ebenfalls über eine Schnellkupplung mit dem Medieneingang, wie der Befüllschlauch während der Befüllung, verbunden ist.
-3-
Die Fahreinrichtung weist eine Achse mit zwei Rädern auf und eine höhenverstellbare Griffstange. Die Achse und das Führungsrohr der Griffstange sind mit je einer Blechkonsole verschweißt, welche über auf den Behälter aufgesetzte Schweißbolzen an diesen angeschraubt werden.
Der Behälter wird mit verschiedenen Typen von Wasserfiltern ausgestattet. Es kommen z.B. Aktivkohle- oder Membranfilter und Kombinationen von beiden zum Einsatz. Membranfilter für Wasser mit sogenannten hydrofoben Membranen haben die Eigenschaft, dass sie im nassen Zustand praktisch luftundurchlässig sind. Das führt im leitungsgebundenen Betrieb zu keinen Problemen. Wohl aber im diskontinuierlichen Betrieb, weil sich nach jeder Neubefüllung innerhalb der Becherhaube Luft befindet, die nur auf dem Weg durch den Filter die Becherhaube und den Behälter verlassen kann. Da diese Luft aber den hydrofoben Membranfilter oder -Filterteil nicht passieren kann, kommt es zu einer Betriebsstörung. Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Becherhaube höher als für den Filter erforderlich ausgebildet ist und dadurch ein Kompressions-Luftraum geschaffen wird. Dieser Luftraum wird so bemessen, dass er sämtliche komprimierte Luft aufnehmen kann, die vor dem Membranfilter innerhalb der Becherhaube bei dem vorgesehenen Arbeitsdruck durch das von unten aufsteigende Wasser komprimiert wird. Dadurch wird der Membranfilter wieder zu 100 % mit Wasser beaufschlagt, so dass es zu keinerlei Funktionsstörungen durch Luft vor der Membran kommen kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung Fig. 1 näher beschrieben.
Die Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Behälter mit Fahreinrichtung in Schnittdarstellung sowie schematisch angedeuteten Zu- und Ableitungen.
Der insgesamt mit 1 bezeichnete Behälter besteht im Wesentlichen aus einem oberen Behälterteil mit dem Behälterdeckel 4 und einem unteren Behälterteil mit dem Behälterboden 5, einem Kopfring 2 und einem Fußring 3. Der eigentliche Behälter hat nur einen Anschluss im oberen Deckel 4 in Form einer Muffe 6 mit einer insgesamt mit 7 bezeichneten eingeschraubten Anschlussarmatur.
Die Anschlussarmatur weist ein äußeres Anschlusselement 8E für den Medieneingang 22 und ein äußeres Anschlusselement 8A für den Medienausgang 23 sowie eine Entlüftungseinrichtung 24 auf. Zur Behälterinnenseite hin hat die Anschlussarmatur 7 ein inneres Anschlusselement 8J, das ein Verbindungsrohr 9 zum Filter 10 aufnimmt. Das Anschlusselement 8E ist mit einem Ventilkupplungsteil 18E, das Anschlusselement 8A ist mit einem Ventilkupplungsteil 18A ausgestattet. Diese wirken mit einem Kupplungsteil 19E eines Befüllschlauchs 20 oder mit dem Kupplungsteil 19E einer Druckgaszuleitung zusammen, das Ventilkupplungsteil 18A wirkt mit einem Kupplungsteil 19A der Wasserzuleitung 27 zur Wassermaschine zusammen. Die Ventilkupplungsteile 18E und 18A sind über Winkelstücke drehbar mit den horizontal angeordneten äußeren Anschlusselementen 8E und 8A druckdicht innerhalb der Anschlusselemente drehbar verbunden.
-4-
Das Verbindungsrohr 9 ist mit dem Filter 10 über eine Steck- oder Schraubverbindung 11 ebenfalls dicht verbunden. Der Behälterboden 5 weist ein inneres Zentrierstück 13 auf, das mit dem unteren Deckel 12 des Filters 10 zusammenwirkt. Die Becherhaube 14 besteht aus einem unten offenen Zylinder und einem oberen Deckel, der mit dem Verbindungsrohr 9 dicht verschweißt ist. Der obere Deckel der Becherhaube ist in einem Abstand von der Verbindungsstelle 11 nach oben angeordnet, so dass ein Luftraum 21 geschaffen wird, in dem die gesamte Luft innerhalb der Becherhaube mit eingesetztem Filter beim vorgesehenen Arbeitsdruck komprimiert wird.
Die beiden Blechkonsolen der zweiteiligen Fahreinrichtung 15, bestehend aus dem Radsatz und der in einem Führungsrohr höhenverstellbar geführten Griffstange, sind über Schweißbolzen 26 an die Zylinderwandung des Behälters 1 angeschraubt. Die Achse 25, die mit der unteren Blechkonsole verschweißt ist, trägt an ihren Enden je ein Rad 16, deren Laufflächen auf der Standebene des Fußrings 3 angeordnet sind und deren maximaler Abstand der Außenseiten weniger als der maximale Durchmesser des Behälters 1 beträgt.
Vorzugsweise ist der Transport- und Vorratsbehälter aus korrosionsbeständigen Werkstoffen, z.B. aus rostfreiem Stahl für den druckstabilen Behälterkörper und Kunststoff hergestellt.
Bezugszeichenliste:
| 1 | Behälter |
| 2 | Kopfring |
| 3 | Fußring |
| 4 | Behälterdeckel |
| 5 | Behälterboden |
| 6 | Muffe |
| 7 | Anschlussarmatur |
| 8 | Anschlusselement |
| 9 | Verbindungsrohr |
| 10 | Filter |
| 11 | Verbindung |
| 12 | Deckel |
| 13 | Zentrierstück |
| 14 | Becherhaube (a, b) |
| 15 | Fahreinrichtung |
| 16 | Rad |
| 17 | Griffstange |
| 18 | Ventilkupplungsteil |
| 19 | Kupplungsteil |
| 20 | Befüllschlauch |
| 21 | Luftraum |
| 22 | Medieneingang |
| 23 | Medienausgang |
| 24 | Entlüftung |
| 25 | Achse |
| 26 | Schweißbolzen |
| 27 | Wasserzuleitung |
Claims (7)
1. Transport- und Vorratsbehälter für Flüssigkeiten, vorzugsweise Wasser, bestehend aus einem Behälter mit je einem Kopf- und Fußring, mit einer zentralen in einer Muffe im Behälterdeckel eingeschraubten Anschlussarmatur und einem im Behälter eingebauten Filter, dadurch gekennzeichnet,
dass die Anschlussarmatur (7) äußere Anschlusselemente (8E, 8A) für Medieneingang (22) und Medienausgang (23) und Entlüftung (24) sowie ein inneres Anschlusselement (8J) für ein Verbindungsrohr (9) zum Filter (10) aufweist, wobei die äußeren Anschlusselemente (8E, 8A) für Ein- und Ausgang mit unterschiedlichen Schnellwechselventil-Kupplungsteilen (18E, 18A) ausgestattet sind,
dass das Verbindungsrohr (9) an seinem unteren Ende eine Verbindung (11) mit dem Filter (10) aufweist, dessen bodennaher Deckel (12) mit einem Zentrierstück (13) am Behälterboden (5) zusammenwirkt, wobei der Filter (10) je nach Bauform mit einer integrierten oder einer mit dem Verbindungsrohr (9) einstückig verbundenen Becherhaube (14) umgeben ist, und
dass eine Fahreinrichtung (15) an dem Behälter (1) angebracht ist, die zwei Räder (16) und eine höhenverstellbare Griffstange (17) aufweist.
dass die Anschlussarmatur (7) äußere Anschlusselemente (8E, 8A) für Medieneingang (22) und Medienausgang (23) und Entlüftung (24) sowie ein inneres Anschlusselement (8J) für ein Verbindungsrohr (9) zum Filter (10) aufweist, wobei die äußeren Anschlusselemente (8E, 8A) für Ein- und Ausgang mit unterschiedlichen Schnellwechselventil-Kupplungsteilen (18E, 18A) ausgestattet sind,
dass das Verbindungsrohr (9) an seinem unteren Ende eine Verbindung (11) mit dem Filter (10) aufweist, dessen bodennaher Deckel (12) mit einem Zentrierstück (13) am Behälterboden (5) zusammenwirkt, wobei der Filter (10) je nach Bauform mit einer integrierten oder einer mit dem Verbindungsrohr (9) einstückig verbundenen Becherhaube (14) umgeben ist, und
dass eine Fahreinrichtung (15) an dem Behälter (1) angebracht ist, die zwei Räder (16) und eine höhenverstellbare Griffstange (17) aufweist.
2. Transport- und Vorratsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilkupplungsteil (18) für Medieneingang (22) mit je einem zweiten Kupplungsteil (19E) eines Befüllschlauchs (20) sowie eines Druckgasanschlusses für die Behälterentleerung und das Ventilkupplungsteil (18A) für Medienausgang (23) mit einem zweiten Kupplungsteil (19A) der Wasserzuleitung (27) zur Wasserzapfstelle, z. B. einer Wassermaschine, kompatibel sind.
3. Transport- und Vorratsbehälter nach Anspruch 1 und Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilkupplungsteile (18E, 18A) zum Transport, auch in gestapelter Position der Behälter (1) ohne Überstand zum Kopfring (3) des Behälters (1) über Winkelstücke druckdicht umlegbar sind.
4. Transport- und Vorratsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Verbindungsrohr (9) einstückig verbundene Becherhaube (14) oberhalb des Filters (10) einen Luftraum (21) bildet.
5. Transport- und Vorratsbehälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumen des Luftraums (21) 20-40% vom Netto-Luftvolumen beträgt, das sich in der Becherhaube (14) mit eingesetztem trockenen Filter (10) befindet.
6. Transport- und Vorratsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahreinrichtung (15) über Schweißbolzen (26) fest mit dem Behälter (1) verbunden ist, die Räderlaufflächen auf der Standebene des Fußrings (3) positioniert sind, der Abstand der Radaußenseiten kleiner als der maximale Durchmesser des Behälters (1) und die Griffstange höhenverstellbar ausgeführt ist.
7. Transport- und Vorratsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er ausschließlich aus korrosionsbeständigen Werkstoffen, vorzugsweise rostfreiem Stahl und Kunststoff, hergestellt ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE20312951U DE20312951U1 (de) | 2003-08-22 | 2003-08-22 | Transport- und Vorratsbehälter für Flüssigkeiten |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE20312951U DE20312951U1 (de) | 2003-08-22 | 2003-08-22 | Transport- und Vorratsbehälter für Flüssigkeiten |
Publications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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