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Bereich der
Erfindung
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Die
Erfindung betrifft eine Liegebuchtenanordnung für Rinder mit seitlichen Begrenzungen,
die je zwei nebeneinanderliegende Buchten abteilen und von Standrohren
getragen werden und die durch wenigstens ein Längselement miteinander verbunden sind.
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Stand der
Technik
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Durch
die
DE-OS 25 18 643 ist
eine Anordnung nebeneinanderliegender Rinderbuchten bekannt, bei
der seitlich benachbarte Buchten je zwei äußere Begrenzungen aufweisen,
die ortsfest angeordnet sind und zwischen denen sich eine innere
Begrenzung befindet, die in der Höhe unterteilt ist und deren
Teile einzeln verschwenkbar angeordnet sind. Diese zueinander parallelen
Teilabgrenzungen weisen trogseitig Lagermuffen auf, die zusammen
mit im Stallboden verankerten Haltepfosten Scharniere bilden, um
welche die Seitenwände
innerhalb der starren äußeren Begrenzungen
in gleichen oder entgegengesetzten Richtungen seitlich verschenkt
werden können.
Die Teilabgrenzungen können
in der verschwenkten Stellung handbetätigt verriegelt und entriegelt
werden. Hierdurch ist es möglich,
nach Bedarf seitlich neben den Tieren einen freien geschützten Raum
für einen
Zugang zu den Tieren, insbesondere zum Melken zu schaffen.
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Es
ist auch bekannt, Liegebuchtenanordnungen so auszubilden, dass Trennbügel, die
die Buchten seitlich begrenzen, um vertikale Achsen gegen Federkraft
hochgeschwenkt werden können,
um die Tiere vor Verletzungen zu schützen (
EP 0 447 822 A2 ).
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Durch
die Erfindung wird eine Liegebuchtenanordnung geschaffen, bei der
die Reinigung und Aufbereitung der Stand-und Liegeflächen erleichtert und in hohem
Maße einer
mechanischen Bearbeitung zugänglich
gemacht wird.
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Die
Erfindung, wie sie in den Ansprüchen
definiert ist, sieht vor, dass die Begrenzungen der Liegebuchten über Gelenkverbindungen
mit wenigstens einem die Buchten übergreifenden Längselement verbunden
sind, wobei die Gelenkverbindungen auch eine axiale Verschiebung
des Längselements
gestatten. Die Begrenzungen sind an Standrohren in der Weise verschwenkbar
gelagert, dass die Lagerung und die Gelenkverbindungen eine gemeinsame
Verschwenkung der Begrenzungen und des Längselements gestatten, bis
die Liegebuchten eine gefaltete Position erreicht haben. In dieser
Position kommen die Begrenzungen dicht nebeneinder zu liegen, und die
Stand- und Liegeflächen
sind frei zugänglich.
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In
dieser verschwenkten Stellung der Liegebuchtenanordnung können die
Stand- und Liegeflächen
ungehindert mit Geräten
befahren und maschinell bearbeitet werden. So ist es möglich, Geräte zur Entfernung
der alten Einstreu und zur Reinigung der Stand- und Liegeflächen 32 einzusetzen.
Ebenso kann die neue Einstreu maschinell zugeführt, verteilt, geglättet und
verfestigt werden. Nach Beendigung dieser Arbeiten werden die Begrenzungen
zurück
in ihre Arbeitsstellung geschwenkt und erneut verriegelt.
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Beschreibung
der Zeichnungen
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Nachfolgend
werden verschiedene Ausführungsbeispiele
der Erfindung anhand von Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
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1 eine Seitenansicht auf
eine erfindungsgemäß ausgebildeten
seitlichen Begrenzung einer zweireihigen Liegebuchtenanordnung;
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2 eine Draufsicht auf die
Liegebuchtenanordnung nach 1 in
Arbeitsstellung und in gefalteter Stellung;
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3 eine Seitenansicht einer
erfindungsgemäß ausgebildeten
seitlichen Begrenzung einer einreihigen Liegebuchtenanordnung;
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4 eine Draufsicht auf die
Liegebuchtenanordnung nach 3 in
Arbeitsstellung und in gefalteter Stellung;
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5 ein Stützelement, wie es in den Liegebuchtenanordnungen
von 1 und 3 zur Abstützung der
Begrenzungen verwendbar ist;
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6 eine Sicherung der Verbindungsbügel in der
Liegebuchtenanordnungen von 1;
und
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7 eine Gelenkverbindung,
wie sie in den Liegebuchtenanordnungen von 1 und 3 zur Kopplung
der Begrenzungen mit als Bänder
ausgebildeten Längselementen
verwendbar ist;
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8 eine Schnittdarstellung
der Gelenkverbindung von 7;
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9 eine Gelenkverbindung,
wie sie in den Liegebuchtenanordnungen von 1 und 3 zu Kopplung
der Begrenzungen mit einem weiteren Längselement verwendbar ist;
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10 eine Feststelleinrichtung,
die zur Feststellung der Begrenzungen in den Liegebuchtenanordnungen
von 1 und 3 verwendbar ist;
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11 eine Gelenk/Schiebeverbindung
für eine
alternative Ausführung
in Form eines die Buchten übergreifenden
Nackriegelrohres, wie es in den Liegebuchtenanordnungen von 1 und 3 verwendbar ist; und
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12 eine Schnittdarstellung
der Anordnung von 11.
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Detaillierte Beschreibung
der dargestellten Ausführungsbeispiele
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Die
in 1 dargestellte Liegebuchtenanordnung
weist zwei einander gegenüberliegende Reihen
Liegebuchten 3 und 4 auf. Zwischen je zwei benachbarten
Liegebuchten 3, 4 befinden sich gemeinsame Begrenzungen 5,
die als Rohrgitter ausgebildet sind und einen oberen Begrenzungsholm 6 sowie
einen geschwungenen unteren Begrenzungsholm 7 umfassen.
Jede der Begrenzungen 5 ist an einem Standrohr 10, 11 schwenkbar
gelagert. Hierzu weisen die Begrenzungen 5 Hülsen 12 auf,
die mit den Holmen 6 und 7 verbunden sind und
die Standrohre 10, 11 umfassen. Unterhalb der
Hülsen 12 sind Stützringe 13 höhenverstellbar
an den Standrohren 10, 11 befestigt, auf denen
sich die Begrenzungen 5 abstützen. Je zwei einander gegenüberliegende Standrohre 10, 11 sind
durch einen Rohrbügel 14 miteinander
verbunden, dessen Enden in die Standrohre 10, 11 eingreifen
und in diesen durch Schraubenbolzen 15 gesichert sind.
Mittig an den Rohrbügeln 14 von
wenigstens einem Teil der nebeneinander liegenden Buchten ist ein
Nasenrohr 16 an nach unten ragenden Auslegern 17 befestigt,
das sich etwa in Kopfhöhe
der Tiere über
die gesamte Buchtenreihe erstreckt und den Tieren den Durchtritt
in die gegenüberliegende
Bucht versperrt. Auf den oberen Begrenzungsholmen 6 verlaufen über jede
der beiden Buchtenreihen annähernd
rechtwinklig zu den Begrenzungen 5 in Ösen 20 geführte Bänder 21, 22,
die beispielsweise aus Gummi bestehen und als flexible Nackenriegel
dienen. Die Bänder 21, 22 sind
in den Ösen 20 axial
verschiebbar. Jede der Ösen 20 ist
am oberen Begrenzungsholm 6 durch eine Gelenkverbindung 23 drehbar
angeordnet. Der untere Holm 7 einer jeden Begrenzung 5 weist
an seinem vom Standrohr 10,11 entfernten Ende
eine Verlängerung 24 nach
oben auf, an der ein Aufsprunghinderungsrohr 25 und 26 durch
eine Gelenkverbindung 27 angeordnet ist.
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Die
Standrohre 10, 11 sind in Stallboden 30 einbetoniert.
Vor den Standrohren 10, 11 befindet sich ein für beide
Buchtenreihen gemeinsamer Futterbarren 31. Hinter den Standrohren 10, 11 und
zwischen den Begrenzungen 5 befinden sich die Stand- und
Liegeflächen 32,
auf die eine Einstreu 33 aufgebracht ist, die durch Barrieren 34 von
Spaltenböden 35 getrennt
wird. Die verschwenkbaren Begrenzungen 5 werden durch Feststelleinrichtungen 36, 37 in ihrer
Normal- oder Arbeitsstellung gehalten, wie in 1 dargestellt ist. Über die Länge der beiden Buchtenreihen
sind mehrere der Feststelleinrichtungen 36, 37 vorgesehen,
beispielsweise eine Feststelleinrichtungen 36, 37 an
jeder dritten Bucht einer jeden Reihe.
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Wenn
die Stand- und Liegeflächen 32 gereinigt
und die Einstreu 33 erneuert werden sollen, werden die
Feststelleinrichtungen 36, 37 gelöst und die Begrenzungen 5 nach
der Seite aus dem Bereich der Stand- und Liegeflächen 32 geschwenkt.
An dieser Schwenkbewegung nehmen die Bänder 21, 22 und das
Aufsprunghinderungsrohr 25 bzw. 26 teil. Die Gelenkverbindungen 23 und 27 gestatten
dabei eine Verdrehung der Begrenzungen 5 gegenüber der Richtung,
in der die Bänder 21, 22 geführt sind,
sowie gegenüber
den Rohren 25, 26. Die gemeinsame Verschwenkung
der Begrenzungen und des Längselements
erfolgt um einen Winkel bis zu annähernd 90 Grad. Nach der Verschwenkung
befinden sich die Begrenzungen 5 und die Elemente 21,22 und 25, 26 in
einer gefalteten Stellung 29, in der die Begrenzungen 5 dicht
nebeneinander liegen, wie es die strichlierte Darstellung in 2 zeigt.
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In
dieser Stellung können
Geräte
zur maschinellen Bearbeitung der Stand- und Liegeflächen 32 eingesetzt
werden. So können
Geräte
zur Reinigung der Stand- und Liegeflächen sowie zur Einbringung, Festigung
und Glättung
von neuem Einstreumaterial 33 den Bereich der Stand- und
Liegeflächen 32 ungehindert
befahren und bearbeiten.
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Die 3 zeigt die Seitenansicht
einer einreihigen Liegebuchtenanordnung, bei der benachbarte Liegebuchten 40 durch
Begrenzungen 41 getrennt sind. Die Begrenzungen 41 entsprechen
in ihrem Aufbau und in ihrer Anordnung den Begrenzungen 5 von 1. Sie sind über eine
Hülse 42 an
einem alleinstehenden Standrohr 43 schwenkbar gelagert.
Die Hülse 42 ist
durch einen Stützring 44 höhenverstellbar
am Standrohr 43 angeordnet und durch eine Feststelleinrichtung 45 in
der dargestellten Position gesichert. Die übrigen nicht dargestellten
Begrenzungen der Liegebuchtenanordnung von 3 sind ebenso ausgebildet, wobei die
Feststelleinrichtung 45 nur an jeder dritten Begrenzung 41 in
der Buchtenreihe angeordnet ist.
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Wie
die Begrenzungen 5 sind auch die Begrenzungen 41 über Gelenkverbindungen 46 und 47 mit
einem als Nackenriegel dienenden und vorzugsweise aus Gummi bestehenden
Band 48 und mit einem hochgestellten Aufsprungverhinderungsrohr 49 verbunden.
Die Gelenkverbindungen 46 sind so ausgebildet, dass sie
auch eine axiale Verschiebung des Bandes 48 gestatten.
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Das
Band 48 ist Die Begrenzungen 41 sind nach Lösen der Feststelleinrichtungen 45 zusammen mit
dem Band 48 und dem Rohr 49 verschwenkbar, bis
sie dicht nebeneinander liegen, wie es die strichlierte Darstellung
in 4 zeigt. In dieser
gefalteten Position 50 sind die Stand- und Liegeflächen 51 frei zugänglich und
können
durch geeignete Räumgeräte, wie
Schaufelbagger, Kehrgeräte
und Festigungs- und Glättungsgeräte gereinigt
mit neuem Einstreumaterial versörgt
werden.
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Die 5 bis 9 zeigen Ausführungsbeispiele von einzelnen
Elementen der Anordnungen nach den 1 bis 4 in detaillierterer Darstellung.
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Die 5 zeigt eine Ausführungsform
der Stützringe 13 und 44,
die unterhalb der Hülsen 12 und 42 die
Standrohre 10, 11 oder 43 umfassen und höhenverstellbar
an diesen angeordnet sind. Hierzu dient jeweils ein Schraubenbolzen 52,
der in eines von mehreren in den Standrohren 10, 11 oder 43 übereinander
angeordneten Durchgangslöchern 53 eingesetzt
wird.
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Die 6 zeigt den Schraubenbolzen 15 zur Sicherung
der Rohrbügel 14 in
einander gegenüberliegenden
Standrohren 10, 11 in der Anordnung von 1. Der Schraubenbolzen 15 wird
durch Bohrungen am Ende des Standrohres 10 oder 11 und
in dem in dieses eingreifenden Teil 54 des Rohrbügels 14 geführt und
festgeschraubt.
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Die 7 und 8 zeigen eine Ausführungsform der Gelenkverbindung 23,
die in den Liegebuchtenanordnungen nach den 1 und 3 zur
Kopplung der Begrenzungen 5 und 41 mit den Bändern 21, 22 und 48 dient.
Die Gelenkverbindung 23 weist eine längliche oder ovale Öse 20 auf,
deren Längsausdehnung
parallel zum oberen Begrenzungsholm, z.B. 6, der Begrenzungen 5 und 41 verlaufen
und die zur längsverschieblichen
Aufnahme und Führung
der Bänder 21, 22 oder 48 dienen.
Die Gelenkverbindung 23 weist des weiteren einen Gewindebolzen 55 auf, der
mit der Öse 20 verbunden
ist und nach unten ragt und der mit Spiel in einer Bohrung des oberen
Holms 6 der Begrenzungen 5 oder im oberen Holm
der Begrenzungen 41 angeordnet und durch Muttern gesichert
ist. Während
der Verschwenkung der Begrenzungen 5 und 41 findet
eine Verdrehung der Ösenführung 20 gegenüber den
Begrenzungen 5 und 41 statt, so dass die Bänder 21, 22 oder 48 diese
Verschwenkung nicht behindern, sondern an dieser teilnehmen.
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Die 9 zeigt eine Ausführungsform
der Gelenkverbindungen 27 und 47, die in den Liegebuchtenanordnungen
von 1 und 3 zur Kopplung der Begrenzungen 5 und 41 mit
dem Aufsprunghinderungsrohr 25, 26 oder 49 dienen.
Die Gelenkverbindung 27, 47 weist eine Drehhülse 60 auf,
die nach Art eines Scharniers drehbar auf einem Rohrstück 61 gelagert
ist, das in das nach oben ragende Ende der Begrenzungen 5 und 41,
wie die freien Enden 24 der Holme 7 in 1, eingesetzt wird und dort
durch eine Schraube 63 befestigt wird. Das Rohrstück 61 hat
einen Bund, der die Hülse 60 nach
oben sichert. Mit der Drehhülse 60 ist
eine weitere Hülse 64 verbunden, deren
Achse rechtwinklig und annähernd
horizontal verläuft
und in der das Aufsprunghinderungsrohr 25, 26 oder 49 angeordnet
ist. Die Hülse 64 wird
durch Schrauben 65 mit dem Rohr 25, 26 oder 49 fest
verbunden. Während
der Verschwenkung der Begrenzungen 5 und 41 findet
eine Verdrehung der Hülse 60 auf
dem Rohrstück 61 statt,
so dass das Rohr 25, 26 oder 49 diese
Verschwenkung nicht behindert, sondern an dieser teilnehmen kann.
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Die 10 zeigt eine Ausführungsform
einer Feststelleinrichtung 36, 37 oder 45,
die zur Feststellung der Begrenzungen 5 und 41 in
ihrer Normal- oder Arbeitsstellung dienen. Die Feststelleinrichtung 36, 37 oder 45 weist
einen Steckbolzen 66 mit Handgriff 67 auf. Der
Steckbolzen 66 greift durch fluchtende Bohrungen in den
Standrohren 10, 11 oder 43 und in der
auf diesen schwenkbar gelagerten Hülsen, wie die Hülse 12,
und verhindert so eine Verschwenkung der Begrenzungen 5 oder 41.
Am Ende des Steckbolzens 66 ist eine bekannten Riegelklappe 68 angeordnet,
die zum Herausnehmen des Steckbolzens 66 hochgeklappt wird.
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Während die
Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsformen beschrieben wurde,
können
Abwandlungen dieser Ausführungsformen
und andere Ausführungsformen
realisiert werden, ohne dass dadurch der Bereich der Erfindung,
wie er durch die Ansprüche
definiert ist, verlassen wird. So können z.B anstelle der Bänder 21, 22 oder 48 starre
Nackenriegelrohre 70 mit Gelenkverbindungen verwendet werden,
die Hülsen 71 aufweisen,
in denen die Nackenriegelrohre 70 verschiebbar gelagert
sind (11 und 12). Jede der Hülsen 71 ist
wie die Ösen 20 mit einen
Gewindebolzen 72 verbunden, der nach unten ragt und im
oberen Holm 6 der Begrenzungen 5 oder im entsprechenden
oberen Holm der Begrenzungen 41 drehbar angeordnet und
gesichert ist. Desgleichen können
weitere Änderungen
vorgenommen werden, wie z.B. ein anderer Aufbau der Begrenzungen.