DE2031246C3 - Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial - Google Patents
Elektrophotographisches AufzeichnungsmaterialInfo
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Description
Die Erfindung betrifft elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial
mit einem elektrisch leitenden Schichtträger, auf dem eine glasförmiges Selen enthaltende
photoleitfähige Schicht zusammen mit einem Raster aus einem Metall aufgebracht ist.
Bei der Anwendung eines derartigen elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterial in einem Abbildungsverfahren
müssen nicht nur die photographischen Eigenschaften, sondern auch die F -iflüsse des Ladungsbildes
auf den Entwicklungsvorgang berücksichtigt werden. Auch mit einem Aufzeichnungsmaterial, das
eine elektrostatische Ladung relativ lange bei Dunkelheit speichert und sich bei Belichtung schnell entlädi.
treten bei der Entwicklung gewisse Schwierigkeiten auf, die auf die elektrostatischen Felder des latenten
elektrostatischen Bildes zurückzuführen sind. Die Wechselwirkung zwischen diesen Feldern und dem
elektroskopischen Entwickler kann nur dann grundlegend verstanden werden, wenn berücksichtigt wird, daß
große und gleichmäßig geladene Bereiche relativ starke Randfelder erzeugen, während die elektrischen Felder
in ihren Mitten schwächer sind. Die Randfelder treten nicht nur am Umfang eines geladenen Bereiches auf,
sondern auch an jeder Stelle innerhalb dieses Bereiches, an der ein hoher Potentialgradient vorhanden ist.
Beispielsweise wüide ein starkes Randfeld auch in einem großen geladenen Bereich vorhanden sein, wenn
einander benachbarte Teilbereiche eine relativ hohe und eine relativ niedrige Ladung haben. Wegen des
Randeffektes hat das elektrophotographische Verfahren sehr gute Ergebnisse bei der Reproduktion von
Strichzeichnungen u. ä. gezeigt, die auf dem Aufzeichnungsmaterial durch schmale geladene Bereiche mit
starken Randfeldern charakterisiert sind. Zufriedenstellende Reproduktionen kontinuierlich getönter Bilder
mit großen Bereichen gleichmäßiger Tönungsdichte wurden bereits mit dem üblichen Aufzeichnungsmaterial
erzielt. Um jedoch eine sehr gute Qualität solcher Reproduktionen /u erzielen, sind normalerweise besondere
Maßnahmen erforderlich, die die Entwicklung derjenigen Teile des elektrostatischen Bildes verbessern,
die keinen hohen Potentialgradienten enthalten und starke Randfelder aufweisen. Hierzu müssen
Zusatzvorrichtungen und spezielle Verfahren vorgesehen sein, beispielsweise eine Entwicklungselektrode
gemäß der US-PS 27 77 418 oder eine Rasterbelichtung gemäß der US-PS 25 98 732. Derartige Maßnahmen
führen oft zur qualitativ guten Reproduktion kontinuierlich getönter Bilder. Verbesserungen der Rasterverfahren
sind ferner in den US-PSen 32 88 602 und 33 37 339 beschrieben. Beispielsweise können Gitter- ot'er Punktmuster
unter der photoieitfähigen Schicht oder auf ihrer
ι ο Oberfläche angeordnet sein.
Die Entwicklungselektrode und die Rasterverfahren sollen zwar die Auswirkungen der starken Randfelder
großer geladener Bildbereiche vermeiden, sie arbeiten jedoch im Hinblick auf die allgemein üblichen
ι i Anforderungen an das elektrophotographische Verfahren
nicht zufriedenstellend. Beispielsweise hat das meiste übliche elektrophotographische Aufzeichnungsmaterial
eine relativ dicke Bildstoffschicht mit einer Stärke bis zu 60 μπι, damit es eine größere Ladespannung
aushalten kann. Aus noch zu beschreibenden Gründen ist dabei ein Unterlagengitter unwirksam.
Auch sind die elektrophotographischen Reproduktionsmaschinen für eine schnelle Betriebsgeschwindigkeit
eingerichtet, weshalb die Verwendung einer Entwicklungselektrode
nicht günstig ist Es kann nämlich nur eine bestimmte Tonermenge durch eine durch die
Entwicklungselektrode begrenzte öffnung hindurchtreten, wodurch die Entwicklung annehmbarer Kopien
begrenzt ist Ferner ist es allgemein ungünstig, ein Gitter oder Raster auf die Oberfläche des Aufzeichnungsmaterials
zu bringen, da dadurch eine Abnutzung bei laufendem Gebrauch und eine Toneransammlung
entsteht, die eine Reinigung des Aufzeichnungsmaterials schwierig macht.
i"' Aus der DE-OS 14 97 069 geht eine Anordnung eines
elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials hervor, bei der an der Grenzfläche zwischen einem
elektrisch leitenden Schichtträger und einer photoleitfähigen Schicht ein mosaikförmiges Raster aus einem
■*'> isolierenden Material gebildet ist. Bei dieser Anordnung
des Rasters läßt sich nur eine verhältnismäßig schlechte Auflösung des zu entwickelnden Bildes erreichen.
Ferner fließen die Ladungen von der photoleitfähigen Schicht in den Bereichen, in denen bewußt eine
'"' Ladungsverminderung auftreten soll, zu langsam ab.
Aus der DE-AS 12 29 846 ist ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial bekannt, das zwischen
einem durchsichtigen Schichtträger und einer photoleitfähigen
Schicht ein Raster aus einem undurchsichtigen
■»» Material aufweist. Dieses Raster dient beim Belichten
der photoleitfähigen Schicht von dem transparenten Schichtträger her als Blende für die einfallende
Lichtstrahlung. Aus der DE-AS 12 37 902 ist ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial mit
r>> einem elektrisch leitenden Schichtträger, auf dem eint·
gasförmige Selen enthaltende photoleitfähige Schicht zusammen mit einem Raster aus Metall aufgebracht ist,
bekannt. Jedoch ist zwischen dem leitfähigen Schichtträger
und der photoleitfähigen Schicht zusätzlich eine
w isolierende dielektrische Schicht aufgebracht. Dabei
ergeben sich aufgrund der zusätzlichen dielektrischen Schicht Schwierigkeiten beim Abfließen der Ladungen;
ferner muß das gesamte Raster auf einem vorbestimmten Potential gehalten werden, wenn es überhaupt
"'· wirksam seir. soll.
Der Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde, ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial
an/ugcbcn, das auf einfache Weise eine schnelle
Rasterung einer auf das Aufzeichnungsmaterial aufgebrachten gleichförmigen Ladung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einem elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterial der eingangs
genannten Art erfindungsgemäO dadurch gelöst, daß die
photoleitfähige Schicht halogendotiertes glasförmiges Selen enthält, daß das Raster aus Punkten eines Metalls
besteht, und daß die Metallpunkte 0,2 bis 20 μίτι
unterhalb der freien Oberfläche der photoleitfähigen Schicht angeordnet sind.
Das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmaterial ist verhältnismäßig einfach herzustellen, ermöglicht eine
schnelle Ableitung der Ladungen im Bereich des mosaikförmigen Rasters und eine gute Auflösung des zu
entwickelnden Bildes selbs; bei verhältnismäßig dicken
photoleitenden Schichten, die aus Gründen einer hohen Spannuvigsfestigkeit gewählt werden.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist die photoleitfähige Schicht 10 bis 200, vorzugsweise 20 bis
60 um dick. Gemäß einer weiteren Ausführungsform besteht das Raster aus Nickel, Gold, Blei, / luminiurn,
Zinn, Silber, Cadmium oder Zink.
Das Raster bewirkt eine Unterteilung des induzierten elektrischen Feldes, wodurch auf dem Aufzeichnungsmaterial
niedrige Potentialgradienten entstehen. Die Grundlage für die Funktion solcher Anordnungen ist in
der US-PS 25 98 732 beschrieben. Bei dem erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterial kann jedoch eine
relativ dicke Bildstoffschicht verwendet werden, in die das Raster eingebettet ist.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung in den Figuren
dargestellter Ausführungsbeispiele hervor. Es zeigt
Fig. 1 den Querschnitt eines erfindungsgemäß ausgebildeten elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials,
Fig. 2 eine Draufsicht auf das in Fig. 1 gezeigte Aufzeichnungsmaterial mit teilweise weggelassener
photoleitfä1 iger Schicht,
Fig. 3 den Querschnitt eines erfindungsgemäßen
Aufzeichnungsmaterials mit den durch ein Ladungsmuster erzeugten Feldlinien und
Fig.4 den Querschnitt eines elektrophotographischen
Aufzeichnungsmaterials mit in die photoleitfähige Schicht eingebettetem Metallgitter.
Es sei darauf hingewiesen, daß die Figuren keine maßstabsgetreuen Darstellungen enthalten. Mehrere
Elemente sind vergrößert oder verkleinert dargestellt, um ein besseres Vcständnis der Erfindung zu
ermöglichen.
In Fig I ist ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial
in Form einer Platte 11 dargestellt, die
gemäß der Erfindung ausgebildet ist. Ihr Schichtträger 12 besteht aus einem Material, das eine mechanische
Lagerung der Bildstoffschicht ermöglicht und die Platte zur Verwendung in einer elektrophotographischen
Reproduktionsmaschine geeignet macht. Der Schichtträger soll auch aus einem elektrisch leitfähigen
Material bestehen, um die Aufladung oder Sensitivierung der Platte und die Ableitung elektrostatischer
Ladungen zu ermöglichen. Der Schichtträger kann beispielsweise als Metallplatte, Metallband, Metallfolie
o.a. ausgebildet sein oder aus einem leitfähigen Kunststoff, Glas Papier o. ä. bestehen. Er kann
zylindrisch, eben, hexagonal oder anderweitig ausgebildet
sein. Als Metallplatte oder als Zylinder soll er relativ
starr sein, als Metallfolie, Kunststoffband o. ä. relativ flexibel. Unter der Bezeichnung »leitend« soll die
Eigenschaft eines Schichtträger 12 zu versehen sein, der eine höhere Leitfähigkeit als die photoleitfähige Schacht
besitzt. Der spezifische Widerstand soll niedriger als etwa 10'° Ohm cm und vorzugsweise niedriger als etwa
105Ohm cm liegen.
Auf dem Schichtträger 12 ist eine photoleitfähige Schicht 14 vorgesehen. Diese ist nicht auf bestimmte
Stärken begrenzt, sie hat jedoch allgemein eine Stärke in der Größenordnung von 10 bis 200 μΐη, vorzugsweise
von 20 bis 60 μΐη.
Bei dem erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterial wird mit einem Halogen dotiertes glasförmiges Selen als
photoleitfähige Schicht verwendet, wobei jedoch die bisherige Erkenntnis, daß halogenische Verunreinigungen
in reinem glasförmigem Selen zur Verhinderung von Kristallisation vermieden werden sollten, berücksichtigt
wird. Daher soll die photoleitfähige Schicht vorzugsweise mit einem anderen Photoleiter überzogen
oder das Selen mit ausreichenden Anteilen von Arsen oder anderen Zusätzen legiert sein.
Mit einem Halogen dotiertes glasföimiges Selen hat
bestimmte Vorteile, insbesondere ermöglicht es eine schnelle Ladungsableitung über das Raster. D;e durch
die Emission von Elektronen aus den Metallpunkten des Raste, s erzeugten positiven Löcher sind in dem mit
Halogen dotierten glasförmigen Selen sehr gut beweglich, weshalb elektronisches Gleichgewicht sehr schnell
erreicht werden kann. Konzentrationen des Halogens von 0,002 bis 1 % sind sehr gut für das erfindungsgemäße
elektrophotographische Aufzeichnungsmaterial geeignet.
Unter der Oberfläche der Schicht ist ein Mosaikraster
aus metallischen Punkten 13 angeordnet, deren Durchmesser 0,08 bis 0,!3 mm beträgt und die einen
Abstand von etwa 0,15 bis 0,2 mm zueinander haben. Dieses Raster aus undurchsichtigen und durchsichtigen
Bereichen ist in die Schicht mit einer Stärke von 0,2 bis 20 μίτι eingebettet. Das Raster kann als normales
Punktmuster oder Linienmuster ausgebildet sein, wie es bfM der berührungslosen Rasterbelichtung angewendet
wird. Die Musterelemente können fast jede Form haben, beispielsweise können sie als runde Punkte, elliptische,
zeilenartige und ähnliche Flächenalemenie ausgebildet sein. Der Abstand der einzelnen Elemente kann
zwischen 0,15 und 0,2 mm liegen, so daß das Muster regelmäßig, unregelmäßig oder willkürlich verteilt ist.
Die Elemente können ihre Größe auch von Punkt zu Punkt oder von Linie zu Linie ändern. Da das Muster in
der beschriebenen Ausführungsform zur Aufteilung des auf der geladenen Oberfläche induzierten Feldes dient,
muß es leitfähig sein. Daher soll es aus einem Metall bestehen, das einen guten elektrischen Kontakt mit dem
glaii'ör-migen Selen bildet, um die Übertragung von
Elektronen und Löchern zu erleichtern. Typische geeignete Metalle sind Nickel, Gold, Blei, Aluminium,
Zinn, Silber, Cadmium und Zink.
In Fig. 2 ist eine Draufsicht auf ein Mosaikmuster
dargestellt, das i'nter der Oberfläche der photoleitfähigen Schicht eingebettet ist. Die Feinheit des Rasters
oder die Anzahl der Punkte pro cm ist ein wahlweise einzusetzender Parameter, der von der gewünschten
Qualität der Reproduktion abhängt. Beispielsweise kann die Anzahl der Punkte pro cm zwischen 12 und 200
liegen, je nach jf.wünschtcr Qualität. Kosten usw.
Vergleichsweise sei darauf hingewiesen, daü beim Zeitungsdruck Halbtonmuster mit etwa 24 bis etwa 40
Punkten pro cm verwendet werden Fs hat sich gezeigt,
daß ein Muster mit etwa 60 Punkten pro cm ein Bild
er/eiigt. bei dem die Punkte mit dein bloßen Auge nicht
zu erkennen sind.
Wie bereits ausgeführt, sollen die Punkte des metallischen Rasters einen Durchmesser von 0,08 bis
0,13 mm und einen Abstand zueinander von 0,15 bis 0,2 mm haben. Dadurch ergibt sich eine Dichte von 60
bis 80 Punkten pro cm, wodurch ein Bild mit nicht erkennbaren Punkten entsteht.
Man kann die Theorie aufstellen, daß das metallische Raster die über ihm angeordneten Ladungen neutralisiert,
so daß ein unterteiltes Ladungsmuster auf der Oberfläche des Aufzcichnungsmaterials entsteht. Die
dabei ablaufenden Vorgänge sind noch nicht vollständig
geklärt, man nimmt jedoch an. daß sie nach dem folgenden anhand der F i g. 3 erklärten Prinzip ablaufen.
Wird das Aufzeichnungsmaterial aufgeladen, so führt die Oberfläche der photoleitfähigcn Schicht 14 ein
gleichmäßiges positives Potential. Die metallischen Punkte geben durch die positive Ladung F.lektronen frei,
die zur Schichtoberfläche wandern und die positiven Ladungen neutralisieren. Die dabei an den metallischen
Punkten entstehenden positiven Ladungen wandern dann durch die photoleitfähige Schicht und werden an
dem Schichtträger neutralisiert. Wesentlich für die Wirksamkeit des Aufzeichnungsmaterials ist die schnelle
SVanderung der positiven Ladungen von den metallischen Punkten und der Elektron':;-, von uem
Schichtträger aus, so daß eine schnelle Neutralisation auftritt. Durch diese schnelle Neutralisation ist eine
entsprechend schnelle und wiederholte Ausnutzung des Aufzeichnungsmaterial möglich.
Für das elektrophotographische Verfahren ist es bekannt, daß bei der Ablagerung des Toners auf dem
latenten elektrostatischen Bild eines normalen Aufzeichnungsmaterials Potentialgradienten und keine
tatsächlichen Potentiale entwickelt werden. Dies bedeutet, daß in jedem gleichmäßig geladenen Bereich (große
dunkle Flächen oder niedrige Potentialgradienten bei langsamer Änderung von Grauton zu einer kontinuierlich
getönten Fläche) die Kraftlinien der elektrostatischen Felder nach innen zum leitfähigen Schichtträger
hin verlaufen, so daß diese Bereiche mit geladenen Tonerteilchen schwierig zu entwickeln sind. An den
Rändern solcher Bereiche oder an Stellen eines hohen Potentialgradienten (bei Strichzeichnungsbildern) existiert
ein starkes Randfeld. Randfelder dieser Art haben vertikale elektrostatische Feldkomponenten, die über
die Oberfläche der photoleitfähigen Schicht hinaus verlaufen und den Toner in diesen Bereichen bei der
Entwicklung anziehen. Die bei der Elektrophotographie bereits bekannten Rasterverfahren vermeiden das
Problem des Randeffektes bei Randfeldern großer Bereiche mit positiver Ladung. Im wesentlichen wird
dabei die positiv geladene Fläche in einen Halbtonbereich verwandelt, bei dem Flächenelemente positiver
Ladung auf der Platte verteilt sind. Solche Verhältnisse sind in F i g. 3 dargestellt, die die Rasterung gemäß der
Erfindung darstellt. Aus F i g. 3 geht hervor, daß die metallischen Teilchen 13 die Ladung auf der Oberfläche
der photoleitfähigen Schicht derart abgeleitet haben, daß Flächenelemente positiver Ladung 21 entstanden
sind, deren jeweiliges Randfeld Kraftlinien hat, die gekrümmt zu den ungeladenen Bereichen der Schichtoberfiäche
verlaufen. Dadurch entsteht ein Rasier aiis
Potentialunterschieden auf der Oberfläche des elektrostatischen Materials, das eine unendliche Anzahl von
Potentialgradienten enthält, die bei Aufbringen des Toners auf die Oberfläche entwickelt werden. Bei dem
erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterial wirken die metallischen Punkte modulierend auf das nach der
gleichmäßigen Aufladung auf dem Material vorhandene Ladungsmustcr ein, wodurch viele kleine benachbarte
Flächenteile mit hoher und niedriger Ladung entstehen, wobei jedes Paar solcher Flächenteile einen hohen
Potentialgradientcn hat und zwischen den Flächenteilen jeweils viele kleine Randfelder existieren. Die Bildbelichtung
des Aufzeichnungsmaterial«: moduliert die Ladungsstärke einer jeden dieser kleinen »Ladungsinseln«
entsprechend der jeweils einfallenden Lichtmenge. Auf diese Weise werden die kleinen Ladungsinseln in
den weißen Hächcnlcilen des Bildes praktisch voüstän
dig durch die Belichtung entladen, während die geladenen Inseln in den grauen flächenteilen teilweise
entladen werden und die geladenen Inseln in den schwarzen Flächenteilen ihre ■jr'i'-ingliche Ladung
behalten. Ls sei nochmals darp'jf hingewiesen, daß die
Zeit /wischen der Aufladung und der Belichtung unweseiT'ir!- ist und dadurch vorteilhafterweise eine
schnelle Wiederverwendung des Aufzeichnungsmatcrials möglich ist.
Naft' der Belichtung wird das mit dem elektrostatischen
Bild versehene Aufzeichnungsmaterial entwickelt. Die Entwicklung kann nach einem der bekannten
cl^V-^ophotographischen Entwicklungsverfahren erfolgen,
beispielsweise nach der Kaskadierungsentwicklung oder der in der US-PS 27 25 J04 beschriebenen
Pulverwolkenentwicklung. Wie bereits ausgeführt wurde, wird das jeweilige Entwicklungsverfahren durch die
auf einem erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterial nach der Aufladung und Belichtung erzeugten elektrostatischen
Felder vorteilhaft beeinflußt. Da die Ladungsmuster auf der Oberfläche in kleine Ladungsinseln mit
entsprechenden Randfeldern unterteilt werden, können auch geringe Ladungsdichten, die relativ leichten
Grautönen des Originals entsprechen, entwickelt werden, denn auch diese schwach geladenen Bereiche
werden zur Anziehung des ihnen entgegengesetzten geladenen Toners optimal ausgenutzt. Durch die
Unterteilung des Ladungsmusters und die dadurch erzielte Verbesserung der Entwicklung schwacher
Grautöne wird die effektive Grauskala der Reproduktion wesentlich verbessert. Wie bereits beschrieben
wurde, wird auch die Entwicklung gleichmäßig geladener Flächen auch bei hoher Ladungsstärke verbessert,
da die Unterteilung des Ladungsmusters in Ladungsinseln viele kleine Randfelder in diesen gleichmäßig
geladenen Bereichen erzeugt, so daß ihre mittleren Bezirke in gleicher Weise wie ihre Ränder entwickelt
werden.
In F i g. 4 ist ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial
mit einem metallischen Punktraster dargestellt, das in der photoleitfähigen Schicht 14 unter
20 μπι eingebettet ist. Wird das Aufzeichnungsmaterial
aufgeladen, so gibt der Punktraster Elektronen zur Neutralisierung der Oberflächenladung frei. Der Abstand,
über den dieser Ladungsaustausch stattfindet, ist jedoch größer als 20 μπι, so daß eine Ladungsstreuung
auftritt. Die durch den Punktraster 13 freigegebenen Elektronen breiten sich dabei nicht geradlinig von den
Punkten zur Oberfläche aus, sondern streuen in einander überlappenden Bereichen, so daß eine
Ableitung der
g der Oberflächeniadungeri auftritt.
Daher kann abhängig von der Tiefe des metallischen Punktrasters unter dem Grenzwert von
20 um entweder eine vollständige Ladungsableitung oder eine Auflösung der Ladungsinseln auftreten,
wodurch sich eine schlechte Auflösung des Bildes ergibt. Das Selen kann mit der gewünschten Konzentration
des Dotierungsmittels im Handel erworben werden. Falls erwünscht, kann das Selen nach einem der üblichen
Laboratoriumsverfahren dotiert werden, beispielsweise durch physikalisches Vermischen des Dotierungsmittels
mit ^em Selen und Vakuumaufdampfung der Mischung
auf die leitfähige Unterlage. Geeignete Dotierungsverfahren
sind in der US-PS 33 12 548 beschrieben. Es sei ferner darauf hingewiesen, daß das Halogen dem Selen
in Form einer Seienverbindung oder einer anderen Verbindung wie z. B. Halogensilber, beigegeben werden
kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial mit einem elektrisch leitenden Schichtträger, auf
dem eine glasförmiges Selen enthaltende photoleitfähige Schicht zusammen mit einem Raster aus
einem Metall aufgebracht ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die photoleitfähige Schicht halogendotiertes glasförmiges Selen enthält, daß das
Raster aus Punkten eines Metalls besteht, und daß die Metallpunkte 0,2 bis 20 μπι unterhalb der freien
Oberfläche der photoleitfähigen Schicht angeordnet sind.
2. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die photoleitfähige
Schicht 10 bis 200, vorzugsweise 20 bis 60 μπι dick
ist.
3. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Raster aus Nickel,
Gold, Blei. Aluminium, Zinn, Silber, Cadmium oder Zink besteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US83656769A | 1969-06-25 | 1969-06-25 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2031246A1 DE2031246A1 (de) | 1971-01-14 |
| DE2031246B2 DE2031246B2 (de) | 1978-05-18 |
| DE2031246C3 true DE2031246C3 (de) | 1979-01-18 |
Family
ID=25272246
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702031246 Expired DE2031246C3 (de) | 1969-06-25 | 1970-06-24 | Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2031246C3 (de) |
| GB (1) | GB1300175A (de) |
-
1970
- 1970-06-22 GB GB3017570A patent/GB1300175A/en not_active Expired
- 1970-06-24 DE DE19702031246 patent/DE2031246C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1300175A (en) | 1972-12-20 |
| DE2031246B2 (de) | 1978-05-18 |
| DE2031246A1 (de) | 1971-01-14 |
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