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Die Erfindung betrifft ein Fahrrad,
insbesondere ein Fahrrad mit einstellbaren Lenker- und Sitzeinheiten.
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Ein herkömmliches Fahrrad umfasst einen Fahrradrahmen,
einen Laufradsatz, der seinerseits ein Vorderrad und ein Hinterrad
umfasst, die jeweils entsprechend am vorderen beziehungsweise am
hinteren Ende des Fahrradrahmens angeordnet sind, eine Treteinheit,
die an dem Fahrradrahmen zum Übertragen
der Tretkraft auf den Laufradsatz angebracht ist, eine Sitzeinheit,
die auf dem Fahrradrahmen angebracht ist, und eine Lenkereinheit,
die auf dem Fahrradrahmen angebracht und mit dem Vorderrad verbunden
ist, um das Lenken des Vorderrads zu ermöglichen.
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Im herkömmlichen Fahrrad ist die Höhe der Sitzeinheit
zum Boden einstellbar. Jedoch ist der Abstand der Sitzeinheit von
der Lenkereinheit nicht einstellbar. Darüber hinaus sind die Höhe und die
Neigung der Lenkereinheit ebenfalls nicht einstellbar. Es ist daher
für den
Benutzer schwierig, eine bequeme Sitzposition beim Fahren einzunehmen,
die nicht in Rückenschmerzen
oder schmerzenden Armen nach über
einen langen Zeitraum ausgeführtem
Fahrradfahren mündet.
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Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein Fahrrad mit einstellbaren Lenker- und Sitzeinheiten bereitzustellen,
das die zuvor erwähnten
Nachteile, die mit dem Stand der Technik einhergehen, überwindet.
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Dementsprechend umfasst das Fahrrad
dieser Erfindung einen Fahrradrahmen, einen Laufradsatz, eine Treteinheit,
eine Lenkereinheit und eine Sitzeinheit. Der Fahrradrahmen weist
ein vorderes und ein hinteres Ende auf. Der Laufradsatz umfasst ein
Vorderrad und ein Hinterrad, die jeweils entsprechend am vorderen
und am hinteren Ende des Fahrradrahmens angeordnet sind. Die Treteinheit
ist an dem Fahrradrahmen angebracht und wird so betrieben, dass
die Tretkraft auf den Laufradsatz übertragen wird. Die Lenkereinheit
ist an dem Fahrradrahmen angebracht und mit dem Vorderrad verbunden, um
das Lenken des Vorderrads zu ermöglichen.
Die Lenkereinheit ist in Richtung zum hinteren Ende des Fahrradrahmens
und weg von diesem drehbar. Die Sitzeinheit ist einstellbar auf
dem Fahrradrahmen angebracht, um die Höhenanpassung derselben relativ zur
Lenkereinheit zuzulassen.
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Andere Merkmale und Vorteile der
vorliegenden Erfindung werden in der folgenden detaillierten Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsform
mit Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen offensichtlich,
wobei:
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1 eine
schematische Zeichnung ist, welche die bevorzugte Ausführungsform
eines Fahrrads gemäß der vorliegenden
Erfindung darstellt;
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2 eine
auseinandergezogene, perspektivische Ansicht ist, die eine Lenkereinheit
der bevorzugten Ausführungsform
darstellt;
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3 eine
Schnittansicht der bevorzugten Ausführungsform ist, um einen festen
Zustand einer lösbaren
Befestigungseinheit der Lenkereinheit darzustellen;
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4 eine
andere Schnittansicht der bevorzugten Ausführungsform ist, um einen Freigabezustand
der lösbaren
Befestigungseinheit der Lenkereinheit darzustellen;
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5 eine
schematische, teilweise geschnittene Ansicht ist, um darzustellen,
wie der Lenkerabstand in der bevorzugten Ausführungsform dieser Erfindung
eingestellt werden kann;
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6 eine
schematische, teilweise geschnittene Ansicht ist, um darzustellen,
wie die Lenkerhöhe in
der bevorzugten Ausführungsform
dieser Erfindung eingestellt werden kann;
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7 eine
auseinandergezogene perspektivische Ansicht ist, die eine Sitzeinheit
der bevorzugten Ausführungsform
darstellt;
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8 eine
schematische Schnittansicht der bevorzugten Ausführungsform ist, um die Verbindung zwischen
einem Gleitsockel und einer Sitztragestange der Sitzeinheit darzustellenn;
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9 eine
schematische, geschnittene Teilansicht der Sitzeinheit der bevorzugten
Ausführungsform
ist, die darstellt, wie die Gleitbewegung des Gleitsockels auf der
Sitzhaltestange fixiert wird;
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10 eine
andere schematische, geschnittene Teilansicht der Sitzeinheit der
bevorzugten Ausführungsform
ist, die darstellt, wie die Gleitbewegung des Gleitsockels auf der
Sitzhaltestange ermöglicht wird;
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11 ist
eine schematische Zeichnung, welche die bevorzugte Ausführungsform
darstellt, wenn sie für
den Gebrauch durch eine größere Person
eingestellt ist; und
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12 ist
eine schematische Zeichnung, welche die bevorzugte Ausführungsform
darstellt, wenn sie für
den Gebrauch durch eine kleinere Person eingestellt ist.
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Mit Bezugnahme auf 1 wird die bevorzugte Ausführungsform
eines Fahrrads gemäß der vorliegenden
Erfindung gezeigt, dass sie einen Fahrradrahmen 20, einen
Laufradsatz 30, eine Treteinheit 40, eine Lenkereinheit 50 und
eine Sitzeinheit 60 umfasst.
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Der Fahrradrahmen 20 umfasst
ein vorderes Rahmenelement 21, ein oberes Rahmenelement 22, das
sich nach hinten erstreckt und nach oben vom vorderen Rahmenelement 21 weg
ansteigt, einen Lenkstangenschaft 23, der am vorderen Ende
des vorderen Rahmenelements 21 angebracht ist, eine Vordergabel 24,
die drehbar mit dem Lenkstangenschaft 23 verbunden ist,
und eine hintere Gabel 25, die sich nach hinten vom vorderen
Rahmenelement 21 weg erstreckt.
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Der Laufradsatz 30 umfasst
ein vorderes und ein hinteres Laufrad 31, 32,
die drehbar und jeweils entsprechend an der Vordergabel beziehungsweise Hintergabel 24, 25 des
Fahrradrahmens 20 angebracht sind.
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Die Treteinheit 40 umfasst
ein Paar Pedale 41, die an den seitlichen Seiten des vorderen
Rahmenelements 21 des Fahrradrahmens 20 angebracht
sind, und einen Übertragungsmechanismus (nicht
gezeigt), so dass die Tretkraft auf die Pedale 41 auf das
Hinterrad 32 des Laufradsatzes 30 übertragen
werden kann, um so die Vorwärtsbewegung des
Fahrrads zuwege zu bringen.
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Mit Bezugnahme auf 1 und 2 umfasst die
Lenkereinheit 50 ein Rahmenbefestigungselement 51,
ein längliches
vorderes Schwenkelement 52, ein längliches hinteres Schwenkelement 53,
eine lösbare
Befestigungseinheit 55 und einen Lenker 56.
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Das Rahmenbefestigungselement 51,
welches am oberen Ende des Lenkstangenschafts 23 des Fahrradrahmens 20 angeordnet
ist, umfasst einen Grundabschnitt 511, der mit einer vorderen
Tragaufnahmeeinheit 512 und einer hinteren Tragaufnahmeeinheit 513,
die einander in einer ersten Richtung gegenüber liegen, ausgebildet ist.
Ein oberes Ende 241 der Vordergabel 24 des Fahrradrahmens 20 erstreckt
sich durch den Lenkstangenschaft 23 und ist an der Unterseite
des Grundabschnitts 511 fest befestigt, um so das Lenken
des Vorderrads 31 auf der Vordergabel 24 zu ermöglichen.
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Das vordere Schwenkelement 52 erstreckt sich
in eine zweite Richtung und umfasst ein äußeres Rohr 521 und
ein inneres Rohr 522, welches sich verschiebbar in das äußere Rohr 521 erstreckt.
Das innere Rohr 522 ist mit einem vorderen oberen Abschnitt 528 des
vorderen Schwenkelements 52 ausgebildet. Der Lenker 56 ist
mit dem vorderen oberen Abschnitt 528 verbunden. Das äußere Rohr 521 ist mit
einem vorderen unteren Abschnitt 529 des vorderen Schwenkelements 52,
der in der zweiten Richtung gegenüber dem vorderen oberen Abschnitt 528 liegt,
und einem Kupplungsteil 54 zwischen dem vorderen unteren
Abschnitt 529 und dem vorderen oberen Abschnitt 528 ausgebildet.
Der vordere untere Abschnitt 529 ist mit der vorderen Tragaufnahmeeinheit 512 durch
einen vorderen Drehbolzen 57, der eine erste Drehachse
quer zur ersten Richtung definiert, drehbar verbunden, so dass der
vordere untere Abschnitt 529 eben darum drehbar ist.
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Das äußere Rohr 521 umfasst
einen Rohrkörper 523,
der mit einem Schlitz 527, der sich in die zweite Richtung
erstreckt, und einem Paar von Kupplungsnasen 526 ausgebildet
ist, die an gegenüberliegenden
Seiten des Schlitzes 527 angeordnet sind, die gemeinsam
zwischen sich eine Nuteinkerbung 525 ausbilden und als
Kupplungsteil 54 des vorderen Schwenkelements 52 dienen.
In dieser Ausführungsform
ist der Kupplungsteil 54 des vorderen Schwenkelements 52 mit
einer Schlitzeinheit ausgebildet, die ein Paar Schlitze 542 umfasst,
von denen jeder in einer jeweiligen der Kupplungsnasen 526 ausgebildet ist
und sich entlang der Länge
des Kupplungsteils 54 des vorderen Schwenkelements 52 erstreckt.
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In der bevorzugten Ausführungsform
umfasst das vordere Schwenkelement 52 des Weiteren ein
Mittel 520 zum Unterbinden einer relativen Drehung zwischen
dem äußeren und
dem inneren Rohr 521, 522. In dieser Ausführungsform
umfasst das Feststellmittel 520 einen sich axial erstreckenden Keil 5201,
der entlang des inneren Rohres 522 ausgebildet ist, und
eine sich axial erstreckende Keilnut 5202, die entlang
des äußeren Rohrs 521 ausgebildet
ist, um verschiebbar den Keil 5201 in Eingriff zu halten,
wodurch die relative Drehung zwischen dem äußeren und dem inneren Rohr 521, 522 verhindert wird,
während
die Verschiebebewegung des inneren Rohrs 522 in die zweite
Richtung relativ zum äußeren Rohr 521 zugelassen
wird. Es sollte hierbei beachtet werden, dass die Positionen des
Keils 5201 und der Keilnut 5202 vertauscht werden
können,
ohne das beabsichtigte Ergebnis zu beeinflussen.
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Das hintere Schwenkelement 53 erstreckt sich
in eine dritte Richtung und weist einen hinteren unteren Abschnitt 538 und
einen hinteren oberen Abschnitt 537 auf, die einander in
einer dritten Richtung gegenüber
liegen. Der hintere untere Abschnitt 538 ist mit der hinteren
Tragaufnahmeeinheit 513 drehbar um einen hinteren Drehbolzen 58 verbunden
und ist daher um eine zweite Drehachse drehbar, die parallel zur
ersten Drehachse ist, die ihrerseits durch den vorderen Drehbolzen 57 definiert
ist. Der hintere obere Abschnitt 537 des hinteren Schwenkelements 53 ist mit
einem Paar von Flügelplatten 531 ausgebildet, die
mittels einer Verbindungsplatte 532 verbunden sind. Die
Flügelplatten 531 umfassen
die Kupplungsnasen 526 des Kupplungsteils 54 des
vorderen Schwenkelements 52 zwischen sich. Der hintere obere
Abschnitt 537 des hinteren Schwenkelements 53 ist
mit einer Locheinheit ausgebildet, die ein Lochpaar 541 umfasst,
von denen jedes in einer entsprechenden Flügelplatte 531 ausgebildet
ist, und die eine Lochachse aufweist, die parallel zur ersten und zur
zweiten Drehachse liegt. Es sollte hierbei beachtet werden, dass
die Positionen der Locheinheit und der Schlitzeinheit im hinteren
oberen Abschnitt 537 des hinteren Schwenkelements 53 und
des Kupplungsteils 54 des vorderen Schwenkelements 52 ebenfalls
vertauscht werden können,
ohne das beabsichtigte Ergebnis zu beeinflussen.
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Die lösbare Befestigungseinheit 55 erstreckt sich
durch die Locheinheit und die Schlitzeinheit und wird betätigt, um
den Kupplungsteil 54 des vorderen Schwenkelements 52 und
den hinteren oberen Abschnitt 537 des hinteren Schwenkelements 53 fest aneinander
zu pressen, wodurch das hintere Schwenkelement 53 in die
Lage versetzt wird, das vordere Schwenkelement 52 in der
gewünschten Neigung relativ
zum. Rahmenbefestigungselement 51 zu halten. Die lösbare Befestigungseinheit 55 umfasst
eine Verbindungsstange 551, eine Kappe 552, ein
Andruckelement 553, einen Drehzapfen 554 und einen
Hebel 555.
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Die Verbindungsstange 551 geht
durch die Löcher 541 in
den Flügelplatten 531,
durch die Schlitze 542 in den Kupplungsnasen 526 und
die Nuteinkerbung 525 zwischen den Kupplungsnasen 526 und weist
ein erstes und ein zweites Ende 5511, 5512 auf.
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Die Kappe 552 ist auf dem
ersten Ende 5511 der Verbindungsstange 551 angebracht
und drückt gegen
die äußere Plattenoberfläche der
einen der Flügelplatten 531.
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Durch das Andruckelement 553 geht
das zweite Ende 5512 der Verbindungsstange 551 hindurch
und es ist benachbart zu einer äußeren Plattenoberfläche der
anderen Flügelplatte 531 angeordnet.
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Der Drehzapfen 554 ist mit
einem Drehzapfenloch 5541 mit Innengewinde zum Anbringen
auf dem zweiten Ende 5512 der Verbindungsstange 551 ausgebildet
und definiert eine dritte Drehachse quer zur Verbindungsstange 551.
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Der Hebel 555 ist mit einem
Drehzapfenloch 5551 zum Verbinden mit dem Drehzapfen 554 ausgebildet
und ist um die dritte Drehachse so drehbar, um das Andruckelement 553 in
Richtung der Kappe 552 zum festen Zusammenpressen des Kupplungsteils 54 des
vorderen Schwenkelements 52 und des hinteren oberen Abschnitts 537 des
hinteren Schwenkelements 53 zu zwingen, wie am besten in 3 gezeigt.
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Vorzugsweise werden zwei Unterlegscheiben 59 auf
die Verbindungsstange 551 aufgeschoben und zwischen einer
jeweils entsprechenden Kupplungsnase 526 und einer jeweils.
entsprechenden Flügelplatte 531 angeordnet.
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Mit Bezugnahme auf 1 bis 3 wird,
wenn der Hebel 555 betätigt
wird, um so das Andruckelement 553 in Richtung der Kappe 552 zum
festen Zusammenpressen des Kupplungsteils 54 des vorderen Schwenkelements 52 und
des hinteren oberen Abschnitts 537 des hinteren Schwenkelements 53 zu zwingen,
der Schlitz 527 geschlossen, um das äußere Rohr 521 in die
Lage zu versetzen, in festen Eingriff mit dem inneren Rohr 522 zu
gelangen. Folglich wird der Lenker 56 auf dem vorderen
oberen Abschnitt 528 des vorderen Schwenkelements 52 in
einer gewünschten
Höhe relativ
zum Rahmenbefestigungselement 51 zu diesem Zeitpunkt festgehalten.
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Mit Bezugnahme auf 1, 2 und 4 werden, wenn der Hebel 555 betätigt wird,
so dass das Andruckelement 553 sich leicht weg von der
Kappe 552 bewegt, der Kupplungsteil 54 der vorderen
Schwenkelements 52 und der hintere obere Abschnitt 537 des hinteren
Schwenkelements 53 nicht fest aneinander gepresst und der
Schlitz 527 ist geöffnet,
um das äußere Rohr 521 nur
lose mit dem inneren Rohr 522 in Eingriff stehen zu lassen.
Folglich kann das innere Rohr 522 in die zweite Richtung
bewegt werden, um den vorderen oberen Abschnitt 528 des
vorderen oberen Schwenkelements 52 in einer gewünschten Höhe relativ
zum Rahmenbefestigungselement 51 anzuordnen, um die Höhe des Lenkers 56 relativ
zur Sitzeinheit 60 auf dem Fahrradrahmen 20 dementsprechend
anzupassen, wie am besten in 6 gezeigt.
Zum selben Zeitpunkt können
das hintere Schwenkelement 53 und das vordere Schwenkelement 52 jeweils entsprechend
um die zweite und die erste Drehachse gedreht werden, um so den
Abstand zwischen dem Lenker 56 und der Sitzeinheit 60 anzupassen,
wie am besten in 5 gezeigt.
Nach dem Anpassen des Lenkers 56 auf die gewünschte Höhe und den
gewünschten
Abstand kann die lösbare
Befestigungseinheit 55 betätigt werden, um den Kupplungsteil 54 des
vorderen Schwenkelements 52 und den hinteren oberen Abschnitt 537 des
hinteren Schwenkelements 53 wiederum fest gegeneinander zu
pressen.
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Mit Bezugnahme auf 1, 7 und 8 umfasst die Sitzeinheit 60 eine
Sitztragestange 61, einen Gleitsockel 62, ein
Sitzelement und eine lösbare
Positioniereinheit 70.
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Das Sitzelement umfasst eine Verbindungseinheit
in der Form einer Verbindungsplatte 63, einen allgemein
L-förmigen
Sitzrahmen 64, der auf der Verbindungsplatte 63 angebracht
ist, und ein Sitzkissen 65 und ein Rückenlehnenkissen 66,
die auf einem sich horizontal erstreckenden Befestigungsabschnitt für das Sitzkissen 641 beziehungsweise
auf einem sich vertikal erstreckenden Befestigungsabschnitt für das Rückenlehnenkissen 642 des
Sitzrahmens 64 angebracht sind.
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Die Sitztragestange 61 weist
ein unteres Ende, das auf dem oberen Rahmenelement 22 des Fahrradrahmens 20 angebracht
ist, und ein oberes Ende auf, das in einer Längsrichtung gegenüber dem unteren
Ende liegt, und sie ist nach hinten und oben vom unteren Ende zum
oberen Ende hin geneigt. Die Sitztragestange 61 weist des
Weiteren eine Oberseite 611 auf, die mit einem Paar von
Verschiebenuten 612 ausgebildet ist, die sich in die Längsrichtung
erstrecken.
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Der Gleitsockel 62 umfasst
ein Paar von Seitenplatten 621, eine Querplatte 623,
ein Blockelement 71 und eine Mehrzahl von Rollen 625.
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Die Seitenplatten 621 sind
voneinander in einer Querrichtung quer zur Längsrichtung beabstandet. Jede
der Seitenplatten 621 weist eine erste Kante, um darauf
die Querplatte 631 des Sitzelements anzubringen, und eine
zweite Kante auf, die sich geneigt von der ersten Kante weg erstreckt.
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Die Querplatte 623 verbindet
die zweiten Kanten der seitlichen Platten 621, ist mit
einem Durchgangsloch 622 ausgeführt, welches eine Achse (X)
definiert, und ist des Weiteren mit einem Paar von Gleitschienen 624 ausgebildet,
die sich in der Längsrichtung
erstrecken und die in gleitendem Eingriff mit den jeweiligen Gleitnuten 612 stehen.
Dementsprechend ist der Gleitsockel 62 auf der Sitztragestange 61 entlang
der Längsrichtung
verschiebbar.
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Das Blockelement 71 ist
auf der Querplatte 623 angebracht und zwischen den seitlichen
Platten 621 angeordnet. Eine Walzenkammer 712 ist
im Blockelement 71 ausgebildet, ist durch das Durchgangsloch 622 in
der Querplatte 623 zugänglich
und erstreckt sich in der Längsrichtung.
Die Walzenkammer 712 besitzt eine Bodenwand, erste und
zweite Enden 7121, 7123, die einander in der Längsrichtung gegenüber liegen,
und eine Tiefe, die allmählich
in der Längsrichtung
vom ersten Ende 7121 zum zweiten Ende 7123 ansteigt,
wodurch die Walzenkammer 712 mit einem schmaleren Abschnitt 7122 nahe
dem ersten Ende 7121 und einem tieferen Abschnitt 7124 zwischen
dem schmaleren Abschnitt 7122 und dem zweiten Ende 7123 ausgebildet
ist.
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Die Rollen 625 sind drehbar
auf der ersten Gleitschiene 624 angebracht, um den gleitenden
Eingriff zwischen der Sitztragestange 61 und dem Gleitsockel 62 abzufedern.
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Da die Verbindungsplatte 63 auf
den seitlichen Platten 621 angebracht ist, kann das Sitzelement
auf der Sitzeinheit 60 gemeinsam mit dem Gleitsockel 62 entlang
der Sitztragestange 61 verschoben werden, um so die Positionen
des Sitzkissens 65 und des Rückenlehnenkissens 66 relativ
zur Lenkereinheit 50 anzupassen.
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Wie in 7 und 9 gezeigt, umfasst die lösbare Positioniereinheit 70 ein
Walzenelement 72, ein Vorspannelement 74 und einen
Lösemechanismus.
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Das Walzenelement 72 hat
die Form eines Zylinders und ist in der Walzenkammer 712 angeordnet,
steht in rollendem Kontakt mit der Bodenwand der Walzenkammer 712 und
erstreckt sich durch das Durchgangsloch 622 in der Querplatte 623,
um durch Rollen mit der Oberseite 611 der Sitztragestange 61 in
Kontakt zu stehen. Das Walzenelement 72 ist in der Walzenkammer 712 entlang
der Längsrichtung zwischen
dem schmaleren und dem tieferen Abschnitt 7122, 7124 so
bewegbar, dass das Walzenelement 72 die Gleitbewegung des
Gleitsockels 62 in der Längsrichtung zum unteren Ende
der Sitztragestange 61 aufhält, wenn es im schmaleren Abschnitt 7122 der
Walzenkammer 712 angeordnet ist, wie am besten in 9 gezeigt, und die Gleitbewegung
des Gleitsockels 62 entlang der Sitztragestange 61 zulässt, wenn
es im tieferen Abschnitt 7124 der Walzenkammer 712 angeordnet
ist, wie am besten in 10 gezeigt.
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Das Vorspannelement 74 umfasst
einen Verankerungsblock 741, ein Paar von Schubstiften 743 und
ein Paar von gewickelten Druckfedern 745. Der Verankerungsblock 741 ist
fest in der Walzenkammer 712 nahe dem zweiten Ende 7123 angebracht
und mit einem Paar von Löchern
für Federn 742 ausgebildet.
Jeder der Schubstifte 743 umfasst einen Stiftkopf 744 zum
Anstoßen
an dem Walzenelement 72 und fluchtet mit einem entsprechenden
Federloch 742. Jede der Druckfedern 745 ist mit
einem Ende auf einem jeweils entsprechenden Schubstift 743 aufgeschoben
und ein gegenüber
liegendes Ende ist in einem entsprechend zugeordneten Federloch 742.
Die gegenüber
liegenden Enden der Druckfedern 745 wirken daher auf das
Walzenelement 72 beziehungsweise das zweite Ende 7123 der
Walzenkammer 712, um so das Walzenelement 72 in
Richtung des schmaleren Abschnitts 7122 der Walzenkammer 712 vorzuspannen.
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Der Lösemechanismus umfasst ein unter
Federspannung stehendes Betätigungselement 73 und einen
Betätigungshebel 75.
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Das unter Federspannung stehende
Betätigungselement 73 umfasst
eine Schubstange 730 und eine Vorspannfeder 76.
Die Schubstange 730 umfasst einen Schubkopf 733,
der an einer Seite des Blockelements 71 gegenüber der
Walzenkammer 712 angeordnet ist, und einen Schaftabschnitt 731, der
sich vom Schubkopf 733 entlang der Achse (x) erstreckt
und in den schmaleren Abschnitt 7122 der Walzenkammer 712 zum
Verschieben des Walzenelements 72 vom schmaleren Abschnitt 7122 in
den tieferen Abschnitt 7123 der Walzenkammer 712 hineingedrückt werden
kann, wie am besten in 10 gezeigt.
Die Vorspannfeder 76 ist eine gewickelte Druckfeder, die
auf den Schaftabschnitt 731 aufgeschoben ist und die gegenüberliegende
Enden aufweist, die auf das Blockelement 71 beziehungsweise den
Schubkopf 733 wirken.
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Der Betätigungshebel 75 weist
einen Drehabschnitt 751, der drehbar zwischen den seitlichen
Platten 621 des Gleitsockels 62 mittels eines Drehstifts 77 angebracht
ist, und einen Hangriffabschnitt 752 und einen Druckabschnitt 753 auf,
die sich jeweils auf gegenüberliegenden
Seiten des Drehabschnitts 751 erstrecken. Der Druckabschnitt 753 erstreckt
sich in Richtung des federvorgespannten Betätigungselements 73 und
stößt gegen
den Schubkopf 733 des federvorgespannten Betätigungselements 73.
Der Handgriffabschnitt 752 erstreckt sich aus dem Gleitsockel 62 hinaus
und ist unter dem Sitzrahmen 64 angeordnet. Der Handgriffabschnitt 752 ist
betätigbar,
um den Betätigungshebel 7 um
den Drehstift 77 zu drehen und so den Druckabschnitt 753 zu
veranlassen, das federvorgespannte Betätigungselement 73 zu
zwingen, sich in den schmaleren Abschnitt 7122 der Walzenkammer 712 zum
Verschieben des Walzenelements 72 vom schmaleren Abschnitt 7122 in
den tieferen Abschnitt 7124 der Walzenkammer 712 hineinzudrücken (siehe 10).
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Mit Bezugnahme auf 9 schieben unter normalen Bedingungen
auf Grund der vorspannenden Wirkung der Druckfedern 745 des
Ausrichtelements 74 die Schubstifte 743 das Walzenelement 72 in
Richtung des ersten Endes 7121 der Walzenkammer 712,
so dass das Walzenelement 72 im schmaleren Abschnitt 7122 angeordnet
ist und halten die Gleitbewegung des Gleitsockels 62 in
Richtung des unteren Endes der Sitztragestange 61 auf,
wodurch der Sitzrahmen 64 auf der Sitztragestange 61 verankert
ist.
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Mit Bezugnahme auf 10 schiebt, wenn der Handgriffabschnitt 752 des
?Betätigungshebels 75 betätigt wird,
der Betätigungshebel 75 die
Schubstange 730 des federvorgespannten Betätigungselements 73 durch
den Druckabschnitt 753 vor, wodurch der Schaftabschnitt 731 in
die Walzenkammer 712 gegen die Vorspannkraft des Vorspannelements 76 hineingedrückt wird
und das Walzenelement 72 in Richtung des zweiten Endes 7123 der
Walzenkammer 712 und in den tieferen Abschnitt 7124 hinein drückt. Da
das Walzenelement 72 sich im tieferen Abschnitt 7124 frei
drehen kann, kann der Gleitsockel 62 leicht entlang der
Gleitnuten 612 der Sitztragestange 61 mittels
der Rollen 625 verschoben werden, bis der Handgriffabschnitt 752 losgelassen
wird. Wenn der Handgriffabschnitt 752 losgelassen wird, stellen
die rückstellenden
Wirkungen des Vorspannelements 74 und des federvorgespannten
Betätigungselements 73 sicher,
dass der Gleitsockel 62 wiederum an einem bestimmten Punkt
auf der Sitztragestange 61 verankert wird. Wie in 1 gezeigt, wird, da die
Sitztragestange 61 nach hinten und oben geneigt ist, abgesehen
von der Höhenanpassung des
Sitzelements auf dem Gleitsockel 62 auch der Abstand des
Sitzelementss von der Lenkereinheit 50 in einem angepasst,
wenn der Gleitsockel 62 entlang der Sitztragestange 61 gleitet.
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Wie in 11 und 12 gezeigt, ist das Fahrrad
angesichts der anpassbaren Anordnungsmöglichkeiten der Lenkereinheit 50 und
der Sitzeinheit 60 des Fahrrads gemäß dieser Erfindung für den Gebrauch
durch sowohl größere als
auch kleinere Personen 80, 81 geeignet. Bei Anpassung
der Lenkereinheit als auch der Sitzeinheit 50, 60 kann
der Rücken
des Benützers 80, 81 durch
die Sitzeinheit 60 in geeigneter Weise gestützt werden,
der Lenker 56 kann durch den Benützer 80, 81 bequem
erfasst werden und beide Füße des Benützers 80, 81 können den
Boden sicher berühren,
wenn er vom Fahrrad absteigt.