DE20308001U1 - Lamellenschürze - Google Patents
LamellenschürzeInfo
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Description
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Anwaltsakte 2717/9977 DE
Lamellenschürze
Die Neuerung betrifft eine längenveränderliche Lamellenschürze zum Abdecken von Maschinen und Maschinenteilen, insbesondere von Werkzeugmaschinen, mit einem Schürzentuch mit daran unter gegenseitigem Abstand angeordneten, parallelen, in Arbeitsposition horizontalen Kederschnüren zum Halten von sich schuppenartig überlappenden Schutzlamellen, deren Kederösen auf die Kederschnüre aufgeschoben sind.
Bei bekannten Lamellenschürzen dieser Art befinden sich die Kederösen am äußeren Rand der Schutzlamellen, die zu diesem Zweck randseitig entsprechend umgebogen sind. Somit haben die Kederösen und Kederschnüre lediglich eine Dreh- bzw. Scharnierfunktion. Die sich gegenseitig überlappenden, hängenden Schutzlamellen liegen fast drucklos aufeinander - der geringe Anpreßdruck wird im wesentlichen nur durch eine seitliche Schwerpunktverlagerung der Schutzlamelle von der Kederöse bestimmt. Diese relativ instabile Anordnung führt einerseits zu Undichtigkeiten und andererseits insbesondere im Falle höherer Arbeitsgeschwindigkeiten zu Bewegungsinstabilitäten sowie störenden Klappergeräuschen.
Der vorliegenden Neuerung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Lamellenschürze der genannten Art so auszubilden, daß sich mit einfachen Maßnahmen ein deutlich größerer gegenseitiger Anpreßdruck der Schutzlamellen ergibt, um hierdurch eine verbesserte Dichtigkeit und einen sicheren sowie ruhigeren Bewegungsablauf auch bei höheren Betriebsgeschwindigkeiten zu erzielen.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe zeichnet sich eine längenveränderliche Lamellenschürze der im Oberbegriff von Anspruch 1 genannten Art neuerungsgemäß durch die im Kennzeichen dieses Anspruchs genannten Merkmale aus, nämlich dadurch, daß jede Schutzlamelle einen in Richtung zum Schürzentuch abgewinkelten sowie dieses umlenkenden Randschenkel aufweist und daß die Kederöse innenseitig im Abwinkelungsbereich zwischen der Schutzlamelle sowie derem Randschenkel angeordnet ist.
Bei einer solchen Lamellenschürze sorgen die Randschenkel dafür, daß die sich überlappenden Schutzlamellen durch die zickzackförmige Umlenkung des Schürzentuchs und durch das hierauf wirkende Eigengewicht der Lamellenschürze deutlich stärker aufeinandergedrückt werden. Es entsteht nämlich durch die kraftbeaufschlagte Umlenkung ein um die Kederösen im Sinne einer Anpreßerhöhung wirkendes Drehmoment. Dieses kann durch den wirksamen Hebelarm beeinflußt werden, nämlich durch die Breite des Randschenkels und durch den Grad der Abwinkelung. Diese Lamellenschürze ist dauerhaft dicht und auch bei höheren Geschwindigkeiten betriebssicher und laufruhig.
In praktischen Versuchen hat sich gemäß Anspruch 2 eine Abwinkelung von etwa 80 bis 90 Grad als vorteilhaft erwiesen. Grundsätzlich läßt sich mit einer Abwinkelung
von 90 Grad bei gleicher Breite des Randschenkels der größte Anpreßdruck der sich überlappenden Schutzlamellen erzielen.
In weiterer Ausgestaltung kann gemäß den Ansprüchen 3 und 4 ein die Schutzlamelle und deren Randschenkel verbindender, weniger abgewinkelter Zwischenschenkel vorgesehen sein Dieser sorgt für einen gleichmäßigeren Formübergang, was grundsätzlich auch durch eine herstellungstechnisch aufwendigere Abrundung erfolgen könnte.
Gemäß den Ansprüchen 5 und 6 kann ein separates Kederösen-Bauteil vorgesehen sein, das die Kederöse trägt und mit dem Randschenkel verbunden ist. Eine solche Bauweise ist besonders einfach. Grundsätzlich wäre es aber auch möglich, die eine Kederschnur umfassende Kederöse direkt am Randschenkel auszubilden, beispielsweise durch entsprechende Umbiegungen desselben.
In weiterer Ausgestaltung der Ansprüche 7 und 8 ist es zweckmäßig, die Schutzlamelle, den Zwischenschenkel und den Randschenkel einstückig auszubilden, beispielsweise aus umgebogenem Metallblech.
Die Neuerung wird nachfolgend an einem zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in einer vereinfachten Seitenansicht eine handelsübliche Lamellenschürze mit sich fast drucklos überlappenden Schutzlamellen,
Fig. 2 in einer vereinfachten Seitenansicht eine neuerungsgemäße Lamellenschürze, deren sich überlappenden Schutzlamellen unter erhöhtem Anpreßdruck stehen, und
Fig. 3 einen vergrößerten Ausschnitt III aus Fig. 2.
Bei handelsüblichen Lamellenschürzen gemäß Fig. 1 sind deren Schutzlamellen 14 über randseitige Kederösen 22 an Kederschnüren 12 eines Schürzentuches 10 aufgehängt. Die Kederösen 22 sind unmittelbar an den Rändern von leicht abwinkelten Lamellenüberständen 16 ausgebildet. Dadurch liegen die sich überlappenden Schutzlamellen 14 fast drucklos aufeinander, was zu Undichtigkeiten, Bewegungsinstabilitäten und Klappergeräuschen insbesondere bei schnellen Bewegungsabläufen führt. Ein sehr geringer Anpreßdruck wird hierbei nur dadurch hervorgerufen, daß die Schwerpunkte der Schutzlamellen 14 nicht direkt unter ihren Drehpunkten, das heißt den Kederösen 22 bzw. Kederschnüren 12, liegen, sondern seitlich etwas verlagert sind
Bei der neuen Lamellenschürze gemäß den Fig. 2 und 3 haben die Schutzlamellen 14 jeweils einen beispielsweise um etwa 30 Grad leicht abgewinkelten Zwischenschenkel 18, der in einen Randschenkel 20 übergeht, welcher gegenüber der eigentlichen Schutzlamelle 14 um etwa 80 bis 90 Grad abgewinkelt ist. Ein im vorliegenden Fall separates Kederösen-Bauteil 24 ist mit einer Kederöse 22 ausgebildet und so an der Innenseite (in der Zeichnung an der Unterseite) des Randschenkels 20 befestigt, daß sich die Kederöse 22 im Abwinkelungsbereich zwischen dem Randschenkel 20 und dem Zwischenschenkel 18 befindet.
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Die leicht abgewinkelten Zwischenschenkel 18 können seitlich verlängert sein und in diesem Bereich zur Seitenführung der Lamellenschürze an einem stationären Bauteil, wie einer Führungsschiene, dienen.
Im vorliegenden Beispiel sind jeweils die Schutzlamelle 14, der Zwischenschenkel 18 und der Randschenkel 20 einstückig ausgebildet, wie aus umgebogenem Blech. Dabei können der Randschenkel 20 bzw. der Zwischenschenkel 18 Breiten von beispielsweise 12 mm bzw. 15 mm haben. Das Kederösen-Bauteil 24 kann ebenfalls aus Blech bestehen, dessen Rand zu einer Kederöse 22 umgebogen ist und der am Randschenkel 20 beispielsweise angenietet, angeschweißt oder angeklebt ist.
Wenn die Schutzlamellen 14 mit den Kederösen 22 auf die Kederschnüre 12 des Schürzentuchs 10 aufgeschoben sind und sich im hängenden Zustand gegenseitig überlappen, hat das unter gewichtsbedingter Zugspannung stehende Schürzentuch 10 gemäß Fig. 2 einen im Vergleich zum Stand der Technik aus Fig. 1 deutlich zickzackförmigen Verlauf. Das an den freien Rändern der Randschenkel 20 und den Kederösen 22, also mit Seitenversatz, angreifende Schürzentuch 10 übt auf die Schutzlamellen 14 im Sinne einer gegenseitigen Anpreßerhöhung wirkende Drehmomente aus. Dadurch liegen die Schutzlamellen 14 stets unter ausreichender Vorspannung aufeinander.
Die Kederschnüre 12 sind in das Schürzentuch 10 eingelegt und werden von diesem umfaßt. Grundsätzlich könnten sie auch am Schürzentuch 10 befestigt sein.
Claims (8)
1. Längenveränderliche Lamellenschürze zum Abdecken von Maschinen und Maschinenteilen, insbesondere von Werkzeugmaschinen, mit einem Schürzentuch (10) mit daran unter gegenseitigem Abstand angeordneten, parallelen, in Arbeitsposition horizontalen Kederschnüren (12) zum Halten von sich schuppenartig überlappenden Schutzlamellen (14), deren Kederösen (22) auf die Kederschnüre (12) aufgeschoben sind, dadurch gekennzeichnet, daß jede Schutzlamelle (14) einen in Richtung zum Schürzentuch (10) abgewinkelten sowie dieses umlenkenden Randschenkel (20) aufweist und daß die Kederöse (22) innenseitig im Abwinkelungsbereich zwischen der Schutzlamelle (14) sowie derem Randschenkel (20) angeordnet ist.
2. Lamellenschürze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel zwischen der Schutzlamelle (14) und dem Randschenkel (20) etwa 80 bis 90 Grad beträgt.
3. Lamellenschürze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzlamelle (14) einen von dieser weniger abgewinkelten sowie in den stärker abgewinkelten Randschenkel (20) übergehenden Zwischenschenkel (18) aufweist und daß die Kederöse (22) innenseitig im Abwinkelungsbereich zwischen dem Zwischenschenkel (18) sowie dem Randschenkel (20) angeordnet ist.
4. Lamellenschürze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel zwischen der Schutzlamelle (14) und dem Zwischenschenkel (18) etwa 30 Grad beträgt.
5. Lamellenschürze nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kederöse (22) Bestandteil eines mit dem Randschenkel (20) innenseitig verbundenen separaten Kederösen-Bauteils (24) ist.
6. Lamellenschürze nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Kederösen-Bauteil (24) streifenförmig ausgebildet und randseitig kederösenförmig umgebogen ist.
7. Lamellenschürze nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzlamelle (14), der Zwischenschenkel (18) und der Randschenkel (20) einstückig ausgebildet sind.
8. Lamellenschürze nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzlamelle (14), der Zwischenschenkel (18) und der Randschenkel (20) aus umgebogenem Metallblech bestehen.
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Cited By (2)
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2003
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| DE102014112106A1 (de) * | 2014-08-25 | 2016-02-25 | Thodacon Werkzeugmaschinenschutz Gmbh | Teleskopische Schutzabdeckung |
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Legal Events
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| R207 | Utility model specification |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
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| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
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| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years | ||
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