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DE20308790U1 - Klemmhalter - Google Patents

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DE20308790U1
DE20308790U1 DE20308790U DE20308790U DE20308790U1 DE 20308790 U1 DE20308790 U1 DE 20308790U1 DE 20308790 U DE20308790 U DE 20308790U DE 20308790 U DE20308790 U DE 20308790U DE 20308790 U1 DE20308790 U1 DE 20308790U1
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Pauli und Sohn GmbH Metallwaren
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Pauli und Sohn GmbH Metallwaren
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Abstract

Klemmhalter zu Befestigung von Platten, insbesondere Glasplatten, an Tragkonstruktionen wie Rohrpfosten, Geländerpfosten, Rahmenprofilen u.dgl., mit einer Klemmhalterbasis (1), die wenigstens eine Montageöffnung (3) für den Durchgriff eines mit der Tragkonstruktion verschraubbaren, eine Montageschraube (20) umfassenden Montagemittels aufweist und mit zwei Klemmbacken (4, 8), die zusammenspannbar an der Klemmhalterbasis (1) festlegbar oder festgelegt sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Montagemittel ein Belastungsausgleichsmittel (50) umfaßt, das im Montagezustand eine vorzugsweise reversible Bewegung der Klemmhalterbasis (1) relativ zur Montageschraube (20) bzw. zur Tragkonstruktion ermöglicht.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Klemmhalter zur Befestigung von Platten, insbesondere Glasplatten, an Tragkonstruktionen wie Rohrpfosten, Geländerpfosten, Rahmenprofilen u.dgl., mit einer Klemmhalterbasis, die wenigstens eine Montageöffnung für den Durchgriff eines mit der Tragkonstruktion verschraubbaren, eine Montageschraube umfassenden Montagemittels aufweist, und mit zwei Klemmbacken, die zusammenspannbar an der Klemmhalterbasis festlegbar oder festgelegt sind.
  • Gattungsgemäße Klemmhalter werden von der Anmelderin seit langem in unterschiedlichen Ausführungsformen und mit unterschiedlichen Konstruktionsprinzipien für die Funktionsweise des Spannmechanismus der Klemmbacken sowie die Führung und Festlegung der Klemmbacken vertrieben. Zur Befestigung einer Glasscheibe zwischen zwei Tragkonstruktionen werden im allgemeinen vier Klemmhalter eingesetzt, von denen jeweils zwei an den einander gegenüberliegenden Stirnseiten der Glasplatte angeordnet und mittels der zusammenspannbaren Klemmbacken an der Glasplatte festgelegt sind. An Tragkonstruktionen befestigte Glasplatten finden sich häufig in öffentlichen Gebäuden wie U-Bahn-Schächten, Geländern von Einkaufszentren, an Brücken etc. Insbesondere im Freien können z.B. durch Windlasten vergleichsweise hohe Kräfte quer zur Plattenebene auf die Glasscheibe wirken. Außerdem können auch durch zueinander nicht fluchtende Bohrungen in den Tragkonstruktionen oder durch Stoßbelastungen infolge von beabsichtigten oder ungewollten Tritten oder Stößen gegen die Plattenseiten Kräfte quer zur Platte hervorgerufen werden. Sowohl durch die Windlasten als auch durch die Stoßbelastungen kann es zu Beschädigungen der Platte kommen, wobei die Beschädigungen insbesondere in der Nähe der Klemmhalter auftreten. Die Glasplatten müssen daher in Abhängigkeit von dem Einbauort der Glasplatte aus geeigneten Verbundmaterialien bzw. bruchsicherem Glas bestehen und eine ausreichende Dicke aufweisen.
  • Gattungsgemäße Klemmhalter können für die Verbindung mit runden oder für die Verbindung mit ebenflächigen Tragkonstruktionen ausgebildet sein. Bei einem aus der DE 44 08 178 C2 bekannten gattungsgemäßen Klemmhalter besteht die Montageöffnung aus einer angesenkten Bohrung in der Klemmhalterbasis, in die eine Senkkopfschraube eingeschraubt wird, um die Klemmhalterbasis fest mit der Tragkonstruktion wie beispielsweise einem Geländerpfosten eines Treppengeländers zu verschrauben. Bei dem aus der DE 202 16 351 U1 bekannten Klemmhalter ist für die Befestigung des Klemmhalters an einem Rundrohrpfosten zwischen der Druckfläche des Kopfes einer Zylinderkopfschraube und einer der Stirnseite der eingespannten Glasplatte zugewandten Anlageschulter an der Klemmhalterbasis eine Zwischenlegscheibe mit gekrümmter Oberfläche eingelegt, um Lageabweichungen der Befestigungsbohrung in der Tragkonstruktion von einer axialen Ausrichtung mit einer Befestigungsbohrung an der gegenüberliegenden Tragkonstruktion ausgleichen zu können. Die Zwischenlegscheibe besteht aus demselben Material wie der Klemmhalter und kann zusammen mit diesem in einer Gußform gegossen werden, so daß die Krümmung der Oberfläche der Zwischenlegscheibe entsprechend der Wölbung des Rohrpfostens bzw. der Wölbung eines Rohranschluß an der Rückseite der Klemmhalterbasis werksseitig ausgebildet werden kann.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, Klemmhalter zu schaffen, die eine größere Bruchsicherheit bieten bzw. die bei gleicher Bruchsicherheit die Verwendung dünnerer Platten, insbesondere dünnerer Glasplatten oder Glasscheiben, ermöglichen.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Montagemittel ein Belastungsausgleichsmittel umfaßt, das im Montagezustand von Klemmhalter und Glasplatte an der Tragkonstruktion eine vorzugsweise reversible Bewegung der Klemmhalterbasis relativ zur Montageschraube ermöglicht. Über das Belastungsausgleichsmittel wird mithin erfindungsgemäß ein Freiheitsgrad für den Klemmhalter relativ zur Tragkonstruktion geschaffen, damit dieser und mithin auch die Glasscheibe bei hohen Windlasten, Schlag- oder Stoßbelastungen nachgeben kann und sich zumindest geringfügig in Richtung der Kraft durchbiegen kann. Die mit den Belastungsausgleichsmitteln versehenen Klemmhalter können sich, da die Klemmhalterbasis relativ zur Montageschraube und zur Tragkonstruktion beweglich ist, an die Durchbiegung der Glasscheibe anpassen, so daß – im Gegensatz zum Stand der Technik – die extremen Belastungen im Bereich der Klemmstellen der Glasplatten abgeschwächt werden. Bei optimaler Anpassung des Belastungsausgleichsmittels kann sich der Klemmhalter relativ zur Montageschraube derart weit bewegen, daß sich die Klemmbacken des Klemmhalters jeweils parallel zur Fläche der angrenzenden Bereiche der geringfügig durchgebogenen Glasplatte stellen. Besonders vorteilhaft ist, daß bei der erfindungsgemäßen Lösung das Belastungsausgleichsmittel zugleich auch Fluchtungsfehler der Befestigungsbohrungen in der Tragkonstruktion ausgleichen kann, ohne daß eine Abweichung der Klemmbacken von einer Parallelität zu der Glasplattenebene auftritt.
  • In bevorzugter Ausgestaltung ermöglicht das Belastungsausgleichsmittel zumindest eine vorzugsweise reversible Axialbe wegung der Klemmhalterbasis in Längsrichtung der Achse der Montageschraube, damit die Klemmhalter die aufgrund der Durchbiegung der Glasplatte notwendige Abstandsvergrößerung ausgleichen können. Bei den gattungsgemäßen, starr bzw. unbeweglich mit den Tragkonstruktionen befestigten Klemmhaltern hingegen entstehen erhebliche Kräfte in der Plattenebene, da der durch die Durchbiegung bewirkte längere effektive Abstand zwischen den beiden Klemmhaltern nicht ausgeglichen wird. Besonders vorteilhaft ist, wenn das Belastungsausgleichsmittel zumindest auch eine vorzugsweise reversible Kippung der Klemmhalterbasis um die Montageschraube ermöglicht, damit sich der Klemmhalter parallel zu der Glasplattenfläche stellen kann. Durch die reversible Kippung der Klemmhalterbasis wird erreicht, daß keine ungleichmäßigen Preßkräfte über die Klemmflächen der Klemmbacken in die Glasplatte eingeleitet werden.
  • Die insbesondere bevorzugte Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Klemmhalters umfaßt als Belastungsausgleichsmittel eine Feder bzw. das Belastungsausgleichsmittel besteht aus einer Feder. Die Feder, die insbesondere als Spiralfeder ausgeführt sein kann, ist vorzugsweise zwischen dem Kopf der Montageschraube und der Klemmhalterbasis angeordnet bzw. wirksam, damit die Montagekräfte der Montageschraube nicht unmittelbar sondern nur mittelbar unter Zwischenschaltung der Feder auf die Klemmhalterbasis wirken. Es versteht sich, daß die Feder eine entsprechend hohe Federsteifigkeit aufweisen muß. Besonders vorteilhaft ist, wenn die Feder konisch ausgebildet ist, da mit einer konisch ausgebildeten Feder eine maximale Federkraft bei minimaler Federlänge erreicht werden kann. Weiter vorteilhaft ist, wenn die Feder zusammen mit einem Distanzmittel, vorzugsweise zusammen mit einer oder mit zwei jeweils einen Anlagebund umfassenden Distanzbuchsen, das Belastungsausgleichsmittel bildet. Mit dem Distanzmitteln wird u.a. eine gute Kraftübertragung zwischen der Feder und dem Schraubenkopf bzw. der Klemmhalterbasis erreicht. Desweiteren wird mit dem Distanzmittel ermöglicht, insbesondere wenn es zweiteilig ausgebildet ist und z.B. Distanzbuchsen umfaßt, daß die Bewegungsfreiheit der Klemmhalterbasis in Längsrichtung (Axialverschiebung) als auch in Querrichtung (Kippen) konstruktionsbedingt voreingestellt ist bzw. bei der Montage eingestellt werden. So kann beispielsweise bei der Montage die Montageschraube angezogen werden, bis beide Ringhülsen aufeinander anliegen. Anschließend kann durch leichtes Lösen der Montageschraube um z.B. ein vorgegebenes Maß der axiale Verstellweg und das Kippvermögen durch einen Abstand zwischen den Stirnflächen der Distanzbuchsen vergrößert werden.
  • Zweckmäßigerweise weist die Montageöffnung eine plattenseitige Montageausnehmung mit einer Anlageschulter zwischen den Klemmbacken auf, an der die Feder im Montagezustand anliegt. Die plattenseitige Montageausnehmung sollte einen ausreichenden Öffnungsquerschnitt aufweisen, um Kippbewegungen der Klemmhalterbasis relativ zum in der Montageausnehmung sitzenden Kopf der Montageschraube zuzulassen. Besonders vorteilhaft ist, wenn an der Rückseite der Klemmhalterbasis eine mit der Montageöffnung fluchtende Ausnehmung zur zumindest partiellen Aufnahme des Distanzmittels ausgebildet ist. Vorzugsweise bildet die Ausnehmung eine ringförmige Stufe zur Aufnahme des Anlagebundes einer Distanzbuchse. Die Ausnehmung an der Rückseite der Klemmhalterbasis nimmt das Distanzmittel, vorzugsweise den Anlagebund der Distanzbuchse, vorzugsweise mit Bewegungsspiel auf, indem z.B. die Ausnehmung eine größere Tiefe aufweist als die Dicke des Anlagebundes der in dieser angeordneten Distanzbuchse beträgt. Der minimale Freiheitsgrad für das Kippvermögen des Klemmhalters relativ zur Tragkonstruktion kann dann über das Bewegungsspiel voreingestellt werden.
  • In alternativer Ausgestaltung kann das Belastungsausgleichsmittel einen zwischen dem Kopf der Montageschraube und der Klemmhalterbasis eingespannten elastischen Körper aufweisen, der vorzugsweise aus einem Dämpfungskörper, aus einem Puffer aus elastischem Material wie Gummi oder aus einem Körper aus EPDM-Material bestehen kann. Weiter alternativ kann das Belastungsausgleichsmittel ein an der Klemmhalterbasis nachgiebig befestigtes, von der Montageschraube durchgriffenes und die Montageöffnung mit Abstand übergreifendes Klemmblech aufweisen. Das Klemmblech kann insbesondere etwa U-förmig ausgebildet sein und einen von der Klemmschraube durchgriffenen Mittelschenkel sowie hierzu abgewinkelte Seitenschenkel aufweisen, an die sich nach außen abgewinkelte Halteschenkel anschließen, wobei im Montagezustand die Halteschenkel von Befestigungsschrauben durchgriffen sind, die in die Klemmhalterbasis eingeschraubt sind, wobei zwischen den Unterseiten der Halteschenkel und der Klemmhalterbasis elastische Körper oder vorzugsweise Federn angeordnet sind, um eine Bewegungsfreiheit der Klemmhalterbasis relativ zu der gegen das Klemmblech drückenden Montageschraube zu erreichen. Über das federnd und nachgiebig an der Klemmhalterbasis eingespannte Blech wird mithin ein Freiheitsgrad des Klemmhalters in Längsrichtung der Montageschraube und in Kipprichtung quer zur Montageschraube zum Ausgleich von Windlasten oder Stoßbelastungen erzeugt.
  • Für die Ausgestaltung des Klemmhalters ergeben sich zahlreiche Varianten. Bei einer bevorzugten Ausgestaltung ist eine der Klemmbacken einstückig mit der Klemmhalterbasis ausgebildet und die andere Klemmbacke ist mittels wenigstens einer Klemmschraube relativ zu der anderen Klemmbacke verschiebbar, um das Zusammenspannen beider Klemmbacken und das Anklemmen des Klemmhalters an die Glasplatte zu erreichen. Besonders zweckmäßig ist, wenn die Klemmhalterbasis im wesentlichen einen L-förmigen Querschnitt aufweist, wobei der kurze Schenkel mit der Montageöffnung versehen ist und an seiner Rückseite entsprechend der Ausgestaltung der Tragkonstruktion einen gemuldeten oder eben ausgebildeten Rohranschluß aufweist. Beide Klemmbacken können mit elastischen Klemmplatten vorzugsweise aus EPDM-Material bestückt sein. Weiter vorzugsweise können die Klemmbacken und/oder die Klemmplatten Aufnahmevertiefungen für einen einsetzbaren Sicherungsbolzen zur Sicherung der Platte aufweisen.
  • Weitere Vorteile und Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Klemmhalters ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines schematisch in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispiels. In der Zeichnung zeigen:
  • 1 perspektivisch in einer Explosionsdarstellung einen erfindungsgemäßen Klemmhalter; und
  • 2 schematisch in einem Längsschnitt einen erfindungsgemäßen Klemmhalter in Montagestellung.
  • In den Fig. ist insgesamt mit 10 ein erfindungsgemäßer Klemmhalter zum Befestigen einer nicht dargestellten Glasplatte an einer ebenfalls nicht dargestellten Tragkonstruktion wie beispielsweise einem Rundrohrpfosten, einem Rechteckprofilpfosten, einem Stützpfosten od.dgl. bezeichnet. Der Klemmhalter 10 umfaßt eine Klemmhalterbasis 1, die in dem Ausführungsbeispiel gem. 1 an der Rückseite 2 mit einem angepaßt gemuldeten Rundrohranschluß versehen ist. Die Klemmhalterbasis 1 weist zentral eine mehrfach abgestufte Montageöffnung 3 für den Durchgriff der insgesamt mit 20 bezeichneten Montageschraube auf. Die Klemmhalterbasis 1 ist integral mit einem ersten Klemmbackenarm 4 ausgebildet und hat hierbei einen etwa L-förmigen Querschnitt, wobei der kurze, eine größere Tiefe aufweisende Schenkel die eigentliche Klemmhalterbasis 1 bil det, während der lange Schenkel den einen Klemmbackenarm bildet. An der Innenseite 5 des Klemmbackenarms 4 ist in einer als randoffene Vertiefung ausgeführten Aufnahmetasche 6 eine ein Zwischenpolster bildende Klemmplatte 7 aus einem geeigneten, elastischen Material wie insbesondere Ethylen-Propylen-Terpolymer (EPDM) aufgenommen, wobei die Klemmplatte 7 mit ihrer Klemmfläche 7' zur Pressanlage an der weiter nicht dargestellten Glasplatte bestimmt ist. Der Klemmhalter 10 umfaßt desweiteren einen gegen den Klemmbackenarm 4 verspannbaren, beweglichen Klemmbackenarm B. Dieser kann über zwei von Senkkopfschrauben gebildete Klemmschrauben 9, die angesenkte Durchgriffsbohrungen 11 im Klemmbackenarm 8 durchgreifen und in Gewindebohrungen 12 in der Klemmhalterbasis 1 einschraubbar sind, an der Klemmhalterbasis 1 derart festgelegt werden, daß eine Platte wie insbesondere eine Glasplatte zwischen der Klemmplatte 7 am Klemmbackenarm 8 und einer Klemmplatte 13 am beweglichen Klemmbackenarm 8 eingespannt wird und mittels des Klemmhalters 10 gehalten werden kann. Die Klemmplatte 13 an der beweglichen Klemmbacke 8 sitzt ebenfalls in einer randoffenen Aufnahmeaussparung 14.
  • 2, die eine nur schematische Schnittdarstellung bildet, da an der Rückseite 2 der Rundrohranschluß nicht dargestellt ist, verdeutlicht die Anordnung beider Klemmplatten 7, 13 mit den einander zugewandten Klemmflächen 7', 13' in den randoffenen Aufnahmeaussparungen 6 bzw. 14. Beide Klemmplatten 7, 13 sind nahe der freien Klemmbackenarmenden mit einer Lochaussparung 15 bzw. 16 versehen, die fluchtend mit einer Bolzeneintauchöffnung 18 im Klemmbackenarm 4 bzw. einer Bolzenaufnahme 17 in der beweglichen Klemmbacke 8 angeordnet sind, um einen Sicherungsbolzen 30, der mit einem Gummidichtstopfen 31 versehen sein kann, zwischen den Klemmbacken bzw. Klemmbackenarmen 4, 8 zur Sicherung der nicht dargestellten Glasplatte aufnehmen zu können. Der Sicherungsbolzen 30 durchgreift die Glasplatte in einer Bohrung, wobei der Dichtstopfen 31 diese Bohrung vorzugsweise formschlüssig ausfüllt. Der Sicherungsbolzen 30 sitzt mit einem Ende fest in der Bolzenaufnahme 17 an der beweglichen Klemmbacke 8 während sein anderes Ende mit Spiel in die Bolzeneintauchöffnung 18 eintaucht. Der Abstand beider Klemmflächen 7', 13' der Klemmplatten 7, 13 aus EPDM nimmt mit zunehmendem Abstand von der Klemmhalterbasis 1 ab, um über die Länge der Klemmbackenarme 4, 8 eine annähernd gleichmäßige Anpressung der Klemmbacken 4, 8 an die Glasplatte zu erzeugen.
  • Wie den 1 und 2 gut entnommen werden kann, ist zwischen der Druckfläche 21 des Kopfes 22 der Montageschraube 20 und der Klemmhalterbasis 1 eine Spiralfeder 50 mit nur wenigen, vorzugsweise etwa drei bis fünf Windungen angeordnet, die im Montagezustand zwischen der Druckfläche 21 des Kopfes 22 der Montageschraube 20 und einer glasplattenseitigen Anlageschulter 19 am Grund eines Schraubenkopfaufnahmeabschnitts 3A der Montageöffnung 3 zwischen beiden Klemmbacken 4,8 anliegt. Die Montageöffnung 3 ist mehrfach gestuft, wobei die Rückseite 2 der Klemmhalterbasis 1, wie 2 gut zu entnehmen ist, mit einer abgestuften, ringförmigen Ausnehmung 40 versehen ist. Die Feder 50 ist konzentrisch um den Gewindeschaft 23 der Montageschraube 20 angeordnet. Die Druckfläche 21 der Montageschraube 22 drückt nicht unmittelbar sondern nur mittelbar unter Zwischenlage einer als Ringhülse mit Kragen ausgebildeten Distanzbuchse 51 gegen das eine, plattenseitige Ende der Feder. Die Distanzbuchse 51 umfaßt einen zylindrischen Hülsenabschnitt 52 sowie einen ringstegförmigen Anlagebund 53, der geringfügig über den Kopf 22 der Montageschraube 20 hinausragen kann. Die Distanzbuchse 51 bildet den einen Teil eines im gezeigten Ausführungsbeispiel zweiteiligen Distanzmittels und sie wirkt mit einer zweiten Distanzbuchse 55 zusammen, die identisch wie die Distanzbuchse 51 ausgebildet ist und derart spiegelverkehrt angeordnet ist, daß die beiden zylindrischen Abschnitte 52 bzw. 56 beider Distanzbuchsen 51 bzw. 55 mit ihren Stirnflächen aneinanderstoßen. Der Anlagebund 57 der Distanzbuchse 56 sitzt versenkt und mit Bewegungsspiel S in der Ausnehmung 40 an der Rückseite 2 der Klemmhalterbasis und wird tragkonstruktionsseitig nicht von der Klemmhalterbasis 1 abgestützt. Seine Dicke ist geringer als die Gesamttiefe T der Ausnehmung 40. Die Klemmhalterbasis 1 kann aufgrund des Bewegungsspiels S für den Anlagebund 57, aufgrund der zwischen dem Kopf 22 der Montageschraube 20 und der Klemmhalterbasis 1 angeordneten Feder 50 und aufgrund der Dimensionierung der Abschnitte 3A, 3B der Montageöffnung relativ zu dem Schraubenkopf 22 bzw. zum Außendurchmesser des Abschnitts 56 der Distanzbuchse 55 parallel zur Zeichnungsebene um den Gewindeschaft 23 der Montageschraube kippen. Gleichzeitig kann sich die Klemmhalterbasis 1 bzw. der Klemmhalter 10 entgegen der Rückstellkraft der Feder 50 parallel zur Längsachse L der Montagschraube 20 reversibel bewegen, da in Längsrichtung zwischen dem Schraubenkopf 22 und der Anlageschulter 19 in der Montageöffnung 3A zwischen beiden Klemmbacken 4, 8 nur die Feder 50 wirksam ist. Die Feder 50 als Bestandteil der Montagemittel für den Klemmhalter 10 bildet mithin ein Belastungsausgleichsmittel zum Ausgleich z.B. von Windlasten oder Stoßkräften auf die Plattenseitenflächen. Die Feder 50 ist vorzugsweise konisch ausgebildet. Die Zylinderabschnitte 52 bzw. 56 beider Distanzbuchsen 51, 55 liegen vorzugsweise mit wenig Spiel am Gewindeschaft 23 an. Der Zylinderabschnitt 56 der Distanzbuchse 56 hat ein ausreichend großes Spiel im Durchgriffsabschnitt 3B der Montageöffnung 3, um Kippungen des Klemmhalters 10 bis zu Abwinklungen von einigen Grad zuzulassen.
  • Zur Montage des Klemmhalters 10 wird die Klemmhalterbasis 1 mittels der Montageschraube 20 an einer Bohrung in der nicht dargestellten Tragkonstruktion festgelegt. Die Distanzbuchse 51 und die Feder 50 werden hierbei konzentrisch um die Montageschraube 20 angeordnet, bevor diese mit ihrem Gewindeschaft 23 in die Montageöffnung 3 eingesetzt wird und den schmalsten Durchgriffsabschnitt 3B der Montageöffnung 3 durchgreift. von der Rückseite 2 der Klemmhalterbasis 1 wird die zweite Distanzbuchse 55 derart eingeschoben, daß der zylindrische Abschnitt 56 den Durchgriffsabschnitt 3B durchgreift und der Anlagebund 57 versenkt in der Ausnehmung 40 liegt. Zwischen dem Anlagebund 57 und dem Grund 41 der Ausnehmung 40 besteht ein das Bewegungsspiel für Kippbewegungen festlegender Spalt 5. Anschließend kann die Montageschraube 20 solange angezogen werden, bis beide Distanzbuchsen 51, 55 mit ihren Stirnseiten aneinanderstoßen. Da die stufige Ausnehmung 40 an der Rückseite 2 der Klemmhalterbasis 1 eine größere Tiefe T hat als die Dicke des Anlagebundes 57, entsteht selbst dann, wenn beide Distanzbuchsen 51, 56 mit ihren Stirnseiten aneinanderstoßen und über den Schraubenkopf 22 fest gegen die Tragkonstruktion verspannt sind, ein geringfügiges Bewegungsspiel für ein reversibles Kippen des Klemmhalter 10 relativ zu der Tragkonstruktion in Richtung der Klemmbacken 4 bzw. 8. Gleichzeitig sind Axialbewegungen des Klemmhalters möglich, sofern die Rückstellkraft der zwischen dem Schraubenkopf 22 und der Anlageschulter 19 anliegenden Feder 50 überwunden wird.
  • Beide Bewegungen des Klemmhalters 10 entsprechend seiner Freiheitsgrade entstehen als Reaktion auf Kräfte, die auf die Platte wirken. Das Spiel wirkt sich allerdings nur aus, wenn die Belastungskräfte die Vorspannung der Feder 50 übersteigen. Derartige Belastungen können z.B. auftreten, wenn die Glasplatte zwischen der losen Klemmbacke 8 und der Klemmbacke 4 eingespannt ist und mittels vier an den gegenüberliegenden Stirnseiten der Glasplatte angeordneten Klemmhaltern 10 an zwei beabstandeten Stützpfosten festgelegt ist. Bei Windlast oder bei Stoßbelastung mit Kräften quer zur Plattenebene kann sich die Klemmhalterbasis 1 parallel zur Längsachse L der Montageschraube 20 bewegen. Gleichzeitig kann die Klemmhalterbasis 1 relativ zur fest in der Befestigungsbohrung an der Tragkonstruktion sitzenden Montageschraube 20 zu beiden Seiten verkippen, wobei jeweils über die Feder 50 sichergestellt wird, daß der Klemmhalter 10 bei Nachlassen der Kräfte in seine Ausgangslage zurückkehrt. Die mit der Montageschraube 20 aufgebrachten Klemmkräfte und die aufgebrachte Rückstellkraft können variabel eingestellt werden, indem die Montageschraube 22, nachdem beide Distanzbuchsen 51, 55 in Anschlag miteinander verschraubt wurden, geringfügig gelöst wird. Auch Fluchtungsfehler der Befestigungsbohrungen werden ausgeglichen.
  • Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Anstelle der gezeigten Distanzbuchsen könnten nur eine einzige, tragkonstruktionsseitig angeordnete Distanzbuchse, oder andere geeignete Distanzmittel eingesetzt werden oder es könnte auf diese Mittel auch verzichtet werden, da bereits durch das Vorsehen einer Feder eine ausreichende Längs- und Kippbeweglichkeit der Klemmhalterbasis und damit des Klemmhalters relativ zur Tragkonstruktion geschaffen werden kann. Ferner könnte die Feder als nachgiebiger Teil der Montagemittel auch durch einen Gummipuffer, einen Dämpfungskörper oder einen elastischen Körper, insbesondere aus EPDM-Material ersetzt werden. Weiter alternativ könnte eine indirekte Anordnung von Belastungsausgleichsmitteln vorgenommen werden, indem z.B. ein ggf. U-förmig gebogenes Blech nachgiebig an der Klemmhalterbasis befestigt wird. Das bevorzugte Anwendungsgebiet der Klemmhalter betrifft Glasplatten. Die Erfindung ist jedoch auch für Platten aus anderen Materialien geeignet und läßt auch bei diesen eine Verminderung der Plattendicke bei gleicher Bruchlast zu. Solche und weitere Modifikationen sollen in den Schutzbereich der anhängenden Ansprüche fallen.

Claims (18)

  1. Klemmhalter zu Befestigung von Platten, insbesondere Glasplatten, an Tragkonstruktionen wie Rohrpfosten, Geländerpfosten, Rahmenprofilen u.dgl., mit einer Klemmhalterbasis (1), die wenigstens eine Montageöffnung (3) für den Durchgriff eines mit der Tragkonstruktion verschraubbaren, eine Montageschraube (20) umfassenden Montagemittels aufweist und mit zwei Klemmbacken (4, 8), die zusammenspannbar an der Klemmhalterbasis (1) festlegbar oder festgelegt sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Montagemittel ein Belastungsausgleichsmittel (50) umfaßt, das im Montagezustand eine vorzugsweise reversible Bewegung der Klemmhalterbasis (1) relativ zur Montageschraube (20) bzw. zur Tragkonstruktion ermöglicht.
  2. Klemmhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Belastungsausgleichsmittel eine vorzugsweise reversible Axialbewegung der Klemmhalterbasis (1) in Längsrichtung der Achse der Montageschraube ermöglicht.
  3. Klemmhalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Belastungsausgleichsmittel eine vorzugsweise reversible Kippung der Klemmhalterbasis (1) um die Montageschraube (20) ermöglicht.
  4. Klemmhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Belastungsausgleichsmittel eine Feder (50) umfaßt oder aus einer Feder (50) besteht.
  5. Klemmhalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (50) zwischen dem Kopf (22) der Montageschraube (20) und der Klemmhalterbasis (1) angeordnet ist.
  6. Klemmhalter nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (50) konisch ausgebildet ist.
  7. Klemmhalter nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder zusammen mit einem Distanzmittel das Belastungsausgleichsmittel bildet.
  8. Klemmhalter nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Distanzmittel wenigstens eine Distanzbuchse mit Anlagebund, vorzugsweise zwei mit ihren Zylinderstirnflächen einander zuweisende Distanzbuchse (51; 55) mit Anlagebund (53; 57) umfaßt.
  9. Klemmhalter nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageöffnung (3) eine plattenseitige Montageausnehmung (3A) mit einer Anlageschulter (19) zwischen den Klemmbacken (4;8) für die Feder aufweist.
  10. Klemmhalter nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an der Rückseite der Klemmhalterbasis (1) eine Ausnehmung (40) zur Aufnahme des Distanzmittels, vorzugsweise eine Ausnehmung zur Aufnahme des Anlagebundes (57) einer Distanzbuchse (55), ausgebildet ist.
  11. Klemmhalter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (40) an der Rückseite (2) der Klemmhalterbasis (1) das Distanzmittel, vorzugsweise dessen Anlagebund (57), mit Bewegungsspiel (S) aufnimmt, wobei die Ausnehmung (40) vorzugsweise eine größere Tiefe (T) aufweist als die Dicke des Anlagebundes (57) der in dieser angeordneten Distanzbuchse (55) beträgt.
  12. Klemmhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Belastungsausgleichsmittel aus einem zwischen dem Kopf der Montageschraube und der Klemmhalterbasis eingespannten elastischen Körper, vorzugsweise einem Dämpfungskörper, einem Puffer aus Kunststoff oder einem Körper aus EPDM-Material besteht.
  13. Klemmhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Belastungsausgleichsmittel ein an der Klemmhalterbasis nachgiebig befestigtes, von der Montageschraube durchgriffenes und die Montageöffnung mit Abstand übergreifendes Klemmblech aufweist.
  14. Klemmhalter nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmblech im wesentlich U-förmig ausgebildet ist und einen von der Klemmschraube durchgriffenen Mittelschenkel und hieran abgewinkelt zwei Seitenschenkel aufweist, an die sich nach außen abgewinkelt Halteschenkel anschließen, wobei die Halteschenkel von Befestigungsschrauben durchgriffen sind, die in die Klemmhalterbasis eingeschraubt sind und wobei zwischen den Unterseiten der Halteschenkel und der Klemmhalterbasis elastische Körper oder vorzugsweise Federn angeordnet sind.
  15. Klemmhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Klemmbacken (4) einstückig mit der Klemmhalterbasis (1) ausgebildet ist und die andere Klemmbacke (8) mittels wenigstens einer Klemmschraube (9) relativ zu der anderen Klemmbacke (4) verschiebbar ist.
  16. Klemmhalter nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmhalterbasis im wesentlichen einen L-förmigen Querschnitt aufweist, wobei der kurze Schenkel die Montageöffnung (3) aufweist und der lange Schenkel eine Klemmbacke (4) bildet.
  17. Klemmhalterbasis nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß beide Klemmbacken (4, 8) mit elastischen Klemmplatten (7, 13) vorzugsweise aus EPDM-Material bestückt sind.
  18. Klemmhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmbacken (4; 8) und/oder die Klemmplatten (7; 13) mit Aufnahmevertiefungen (17; 18) für einen Sicherungsbolzen (30) zur Sicherung der Platte versehen sind.
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