DE20306671U1 - Drahtgewebe - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Drahtgewebe, welches aus einem metallischen Werkstoff bestehende, in einer Bindungsart miteinander verwebte Kett- und Schussfäden beinhaltet, wobei gegebenenfalls die aus den Kett- und Schussfäden gebildeten Maschen fixiert sind.
Das in Rede stehende Drahtgewebe ist in vielen Ausführungen bekannt. Die Kett- und Schussfäden bestehen in bevorzugter Ausführung aus Stahldrähten, wobei auch ein korrosionsbeständiger Stahl verwendet werden kann. Das Drahtgewebe kann zu vielen Produkten verarbeitet werden, beispielsweise zu Filtereinrichtungen, Siebeinrichtungen und dergleichen. Darüber hinaus wird das Drahtgewebe auch im Architekturbereich eingesetzt. Die jeweilige Bindungsart richtet sich ebenfalls nach dem Verwendungszweck des Drahtgewebes. Auch die Maschenweiten schwanken innerhalb eines relativ großen Bereiches.
Beim Herstellen des Drahtgewebes richtet sich die Breite der gewebten Ware nach der Breite des Webrahmens der Webmaschine. Zur Herstellung von Produkten ist es notwendig, dass aus der Ware Abschnitte mit geringeren Abmessungen geschnitten werden. Dabei ist es unvermeidbar, dass an den Schnittkanten die in
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Anmeldungstext vom 29.04.2003
Schnittrichtung verlaufenden Fäden sich lösen und aus dem seitlichen Bereich herausfallen. Um dieses Lösen bzw. Herausfallen zu verhindern, wird das Drahtgewebe gesintert, d. h. unter Einwirkung einer relativ hohen Temperatur backen die Kett- und Schussdrähte an ihren Berührungspunkten zusammen. Ferner kann es bei dem Zuschneiden des Drahtgewebes passieren, dass sich in Abhängigkeit des eingesetzten Werkstoffes das Gewebe verschieben kann, d. h. aus der normalen rechteckigen Masche ergibt sich eine rautenförmige Masche. Dadurch geht die Form des Gewebes verloren und somit ist die Größe der Maschenweite nicht mehr definierbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Drahtgewebe der eingangs näher beschriebenen Art so auszulegen, dass das Gewebe derart gefestigt wird, dass es nicht mehr zu einer Verschiebung kommen kann. Darüber hinaus soll verhindert werden, dass sich im Bereich der Schnittkanten Drähte lösen bzw. Drähte herausfallen können.
Die gestellte Aufgabe wird gelöst, indem zur Fixierung der Maschen und/oder der Drähte in den Bereichen der Schnittkanten die Kett- und/oder Schussfäden in definierten Abständen aus einem thermoplastischen Material bestehen, so dass gegebenenfalls die aus dem thermoplastischen Material bestehenden Kett- und/oder Schussfäden derart behandelbar sind, dass die aus dem thermoplastischen Material bestehenden Kett- bzw. Schussfäden mit den Kett- bzw. Schussfäden aus dem metallischen Werkstoff verbindbar sind.
Das in Rede stehende Drahtgewebe könnte nunmehr auch als Verbundgewebe bezeichnet werden, da die Kett- und Schussdrähte überwiegend noch aus einem metallischen Werkstoff bestehen, jedoch auch gezielt Kett- und/oder Schussfäden aus einem thermoplastischen Material in das Gewebe eingebracht werden können. Es kann dann je nach Verwendungszweck entschieden werden, ob eine Behandlung notwendig ist. Die Kett- und Schussfäden aus dem thermoplastischen Material fixieren dann das Gewebe, da eine Verbindung mit den Kett- und/oder Schussfäden aus den metallischen Werkstoffen erfolgt. Die Temperatur kann gegenüber den bekannten Sinterverfahren wesentlich herabgesetzt werden, da die Schmelzpunkte
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Anmeldungstext vom 29.04.2003 Seite 3
von thermoplastischen Materialien deutlich geringer sind als die von metallischen Werkstoffen.
Die Behandlung der aus dem thermoplastischen Material bestehenden Kett- bzw. Schussfäden kann durch eine thermische Behandlung, d. h. durch Wärmezufuhr oder durch ein Ultraschallverfahren erfolgen. Bei beiden Verfahren werden die aus dem thermoplastischen Material bestehenden Kett- bzw. Schussfäden in den plastischen Zustand versetzt, so dass die Verbindung mit den Kett- bzw. Schussfäden aus dem metallischen Werkstoff erfolgt.
Die Abstände zwischen den einzelnen Kett- und/oder Schussfäden aus einem thermoplastischen Material können variiert werden. So kann das Drahtgewebe so ausgebildet sein, dass die aus dem thermoplastischen Material bestehenden Kett- und/oder Schussfäden in gleichen Abständen zueinander verlaufen. Es ist jedoch auch möglich, dass die aus dem thermoplastischen Material bestehenden Kett- und/oder Schussfäden in ungleichen Abständen zueinander verlaufen. Ferner ist es bei einem Drahtgewebe mit Kett- und Schussfäden aus einem thermoplastischen Material möglich, dass die Abstände zwischen den Kettfäden aus einem thermoplastischen Material und auch die Abstände zwischen den Schussfäden aus einem thermoplastischen Material untereinander gleich sind, dass jedoch die Abstände der Kettfäden aus einem thermoplastischen Material abweichend sind von den Abständen der Schussfäden aus einem thermoplastischen Material.
Sofern bei der Herstellung des Drahtgewebes bereits die Schnittlinien für daraus herzustellende Zuschnitte bekannt sind, ist es möglich, dass ausschließlich im Bereich der Schnittlinien Kett- oder Schussfäden aus einem thermoplastischen Material in das Drahtgewebe eingewebt sind. Durch eine thermische Behandlung werden die Kett- und Schussfäden in den Randbereichen stabilisiert, so dass sinngemäß ein Rahmen entsteht. Unabhängig von der Anordnung der Kett- und/oder Schussfäden aus einem thermoplastischen Material ist jedoch bei dem Drahtgewebe die Anzahl der Kett- und/oder Schussfäden aus einem metallischen Werkstoff deutlich größer als die Fäden aus einem thermoplastischen Material.
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Anmeldungstext vom 29.04.2003 Seite
Wie bereits gesagt, wird das in Rede stehende Drahtgewebe auch im Architekturbereich eingesetzt. Es ist deshalb vorgesehen, dass zur Aufwertung des optischen Erscheinungsbildes die aus dem thermoplastischen Material bestehenden Kett- oder Schussfäden farblich unterschiedlich gestaltet sind. Die Aufwertung des optischen Erscheinungsbildes kann darüber hinaus auch noch durch abweichende Durchmesser der aus einem thermoplastischen Material bestehenden Kett- und/oder Schussfäden erreicht werden.
Anhand der beiliegenden Zeichnungen wird die Erfindung noch näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen aus einem Drahtgewebe mit eingewebten Fäden aus einem
thermoplastischen Material gebildeten Zuschnitt in einer Draufsicht und
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Fig. 2 eine Stirnansicht des Drahtgewebes nach der Fig. 1 in einer der
möglichen Bindungsarten.
Der in den Figuren 1 und 2 dargestellte Zuschnitt 10 eines noch näher erläuterten Drahtgewebes besteht aus den, bezogen auf die Webrichtung, in Längsrichtung verlaufenden Kettfäden 11 und den quer dazu verlaufenden Schussfäden 12. Die Kettfäden 11 und die Schussfäden 12 bestehen zum größten Teil aus einem metallischen Werkstoff, beispielsweise auch aus Edelstahl. Der Zuschnitt 10 enthält jedoch auch Kettfäden und/oder Schussfäden 11, 12 aus einem thermoplastischen Werkstoff. Zur Verdeutlichung sind in der Fig. 1 die in den Randbereichen liegenden Kettfäden durch die Bezugszeichen 1IA gekennzeichnet. Die in den Randbereichen liegenden Schussfäden 12 sind durch die Bezugszeichen 12A gekennzeichnet. Der Zuschnitt gemäß der Fig. 1 könnte im Bedarfsfalle thermisch behandelt werden, so dass die Kettfäden 1IA und die Schussfäden 12A in den plastischen Zustand gelangen, so dass eine Verschmelzung mit den restlichen Kett- und Schussfäden 11,12 erfolgt. Dadurch wäre der Zuschnitt bzw. das Drahtwebe stabilisiert, so dass sich keine Drähte lösen oder herausfallen können. Innerhalb einer Matte aus dem besagten Drahtgewebe kann die Anzahl der nebeneinamder verlaufenden Kett- und/oder Schussfäden aus einem thermoplastischen Material variiert
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Anmeldungstext vom 29.04.2003
werden. Außerdem können die Abstände zwischen den Kett- und/oder Schussdrähten aus einem thermoplastischen Material gleich oder auch ungleich sein. Es ist auch möglich, dass die Abstände der Kettfäden aus einem thermoplastischen Material, und die Abstände der Schussfäden aus dem thermoplastischen Material untereinander gleich sind, dass die Abstände der Kettfäden von denen der Schussfäden abweichend sind. Sofern die Schnittlinien bekannt sind, ist es voll ausreichend, wenn die Kett- und/oder die Schussfäden in den Randbereichen aus einem thermoplastischen Material bestehen.
Die in der Fig. 2 dargestellte Bindungsart ist beispielhaft zu sehen. Durch die Fig. 2 soll auch noch angedeutet werden, dass nicht nur die äußeren Schussdrähte aus einem thermoplastischen Material bestehen können, sondern auch aus einem metallischen Werkstoff.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausfuhrungsbeispiel beschränkt. Wesentlich ist, dass anstelle eines Sinterprozesses das Drahtgewebe stabilisiert wird, so dass keine Gefahr besteht, dass im Bereich von Schnittlinien Drähte aus einem Zuschnitt herausfallen können oder dass sich die Maschen in eine nicht mehr definierbare Position verschieben.
Claims (8)
1. Drahtgewebe, welches aus einem metallischen Werkstoff bestehende, in einer Bindungsart miteinander verwebte Kett- und Schussfäden beinhaltet, wobei gegebenenfalls die aus den Kett- und Schussfäden gebildeten Maschen fixiert sind, dadurch gekennzeichnet, dass zur Fixierung der Maschen und/oder der Kett- und Schussfäden (11, 12) die Kett- und/oder die Schussfäden (11, 12) in Abständen aus einem thermoplastischen Material bestehen und dass gegebenenfalls die aus dem thermoplastischen Material bestehenden Kett- und/oder Schussfäden (11, 12) derart behandelbar sind, dass die aus dem thermoplastischen Material bestehenden Kett- bzw. Schussfäden mit den Kett- und Schussfäden aus dem metallischen Werkstoff verbindbar sind.
2. Drahtgewebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung der aus dem thermoplastischen Material bestehenden Kett- bzw. Schussfäden durch eine thermische Behandlung oder durch ein Ultraschallverfahren erfolgt.
3. Drahtgewebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aus thermoplastischem Material bestehenden Kett- und/oder Schussfäden (11, 12) in gleichen Abständen zueinander verlaufen.
4. Drahtgewebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aus dem thermoplastischen Material bestehenden Kett- und/oder Schussfäden (11, 12) in ungleichen Abständen zueinander verlaufen.
5. Drahtgewebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die aus dem thermoplastischen Material bestehenden Kettfäden (11) in ungleichen Abständen der aus den Schussfäden (12) aus thermoplastischem Material verlaufen, wobei die Abstände der Kettfäden (11) und die Abstände der Schussfäden (12) untereinander gleich sind.
6. Drahtgewebe nach Anspruch 1, bei dem bei dem Webvorgang die Schnittlinien für daraus herzustellende Zuschnitte (10) bekannt sind, dadurch gekennzeichnet, dass ausschließlich im Bereich der Schnittlinien Kett- und Schussfäden (11, 12) aus einem thermoplastischen Material vorgesehen sind.
7. Drahtgewebe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die aus dem thermoplastischen Material bestehenden Kett- und Schussfäden (11, 12) aus unterschiedlich eingefärbten Materialien bestehen.
8. Drahtgewebe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchmesser der aus einem thermoplastischen Material bestehenden Kett- und/oder Schussfäden von denen der restlichen Kett- und/oder Schussfäden abweichen.
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- 2003-04-30 DE DE20306671U patent/DE20306671U1/de not_active Expired - Lifetime
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