DE20306485U1 - Steinkorb - Google Patents
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Classifications
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Description
Steinkorb
Die Erfindung betrifft ein Bauelement zur Verwendung im Garten- und Landschaftsbau, insbesondere zur Befestigung von Böschungen oder zur Herstellung von Mauern, mit zwei im Abstand parallel zueinander, in Gebrauchslage etwa vertikal verlaufenden Seitenwänden, die an ihren vorderen und hinteren Enden jeweils durch bogenförmige, vertikal verlaufende Endwände miteinander verbunden sind, wobei die vertikalen Höhen der Endwände und Seitenwände gleich sind, die Seitenwände spiegelsymmetrisch zueinander verlaufen und die Endwände in gleiche Richtung ausgebogen sind.
Derartige Bauelemente sind als Betonfertigteile bekannt und dienen als Hangflorsteine zur Befestigung von Böschungen. Die Hangflorsteine können, wenn sie dem Böschungswinkel entsprechend versetzt aufeinander aufgestapelt sind, mit Erdreich befüllt und bepflanzt werden. Diese Betonfertigteile dienen häufig als Ersatz von aufwendigen und kostenintensiven Natursteinmauern, die aus optischen und ökologischen Gründen vorzuziehen sind.
Die bekannten Hangsteine bzw. Pflanzringe aus Fertigbeton können neben der oben im einzelnen beschriebenen Geometrie eine Vielzahl von Formen und Größen aufweisen. Sie sind jedoch selbst bei kleineren Formaten vergleichsweise schwer und können manuell nur mit erheblicher Mühe zur Bildung einer Böschungsbefestigung gesetzt werden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Bauelement zu schaffen, mit dem eine Befestigung von Böschungen oder die Herstellung von Mauern erleichtert ist und die ökologischen Vorteile einer Natursteinmauer erreicht werden können. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Seitenwände und/oder die Endwände aus einem Stahldrahtgeflecht oder Stahlgitter bestehen.
Die neuen Bauelemente, die in ihrer geometrischen Form den bekannten Hangflorsteinen nachempfunden sind, bilden also oben und unten offene Drahtkörbe, die wie die bekannten Betonfertigteile versetzt zueinander an einer Böschung aufgebaut werden können. Die einzelnen Körbe sind aufgrund ihrer Bauart aus Stahldrahtgeflecht oder Stahlgitter sehr leicht, so dass sie problemlos gehandhabt werden können. Nach dem Setzen eines derartigen Korbes in die Böschungsbefestigung kann er mit Natursteinbrocken oder Schotter befüllt werden, wobei vorzugsweise die Natursteinbefüllung im Sichtbereich und die Schotterbefüllung im hinteren Hangbereich eingefüllt werden.
Durch die Naturstein- bzw. Schotterbefüllung sind die einzelnen horizontalen Reihen der Steinkörbe fest miteinander verzahnt und bilden auf diese Weise einen gegen den Böschungsdruck stabilen Verbund.
Zur Anpassung an die natürlichen Gegebenheiten können Steinkörbe unterschiedlicher Länge verwendet werden. Aufgrund der bogenförmigen Endwände, die vorzugsweise einen gleichen Krümmungsradius aufweisen, können die einzelnen Körbe winklig zueinander praktisch formschlüssig ineinander gesetzt werden und so geschwungen, optisch sehr ansprechende Böschungsbefes-
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tigungen oder Mauern bilden. Durch die Verwendung der bereits erwähnten Natursteineinlage an der sichtbaren Vorderseite wird ein sehr interessantes Fugenbild erreicht.
Da die Mauern bzw. Böschungsbefestigungen aufgrund der Grobsteinbefüllung mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Hohlräumen durchsetzt sind, lassen sich mit dem erfindungsgemäßen Bauelement ökologisch äußerst wertvolle Trockenmauern bzw. Hangbefestigungen aufbauen, die einer Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten Unterschlupf und Lebensraum bieten können. Dabei ist selbstverständlich auch eine gezielte Begrünung möglich, wenn beispielsweise neben der Steinbefüllung Oberboden oder andere Pflanzsubstrate beim Befüllen der Steinkörbe zugegeben werden. Hier läßt sich sowohl eine extensive wie auch eine intensive Begrünung mit entsprechenden Pflanzen durchführen.
Bei höheren Wänden bzw. Befestigungen kann es erforderlich sein, die untere Korblage in eine Magerbetonschicht von ca. 10 cm aufzusetzen, die ihrerseits auf einer darunter liegenden Schotterpacklage aufgebracht ist.
Die Körbe können dabei, ebenso wie die erste Gesteinsfüllung, in den frischen Betonfundamentstreifen eingedrückt werden, so dass sich auf diese Weise ein hervorragender Verbund mit dem Fundamentstreifen ergibt.
Sobald eine oder mehrere Korblagen aufeinander gesetzt werden sollen, ist die jeweilige untere Lage aus statischen Gründen nicht mehr bis zum Rand mit Gestein zu befüllen, die nächste Gesteinsfüllung ist mit der unteren Lage durch geeignetes größeres Gesteinsmaterial zu verzahnen und gegebenenfalls zu verdichten.
Bei höheren Mauern ist darüber hinaus ein deutlicher Versatz der einzelnen Korblagen nach hinten gegen den Hang vorzusehen, so dass die gesamte Wand leicht gegen den Hang geneigt ist.
Darüber hinaus kann es statischen Gründen sinnvoll sein, den Verbund benachbarter Körbe mit Hilfe von Rödeldraht zu verbessern.
Darüber hinaus kann es aus statischen und aus optischen Gründen sinnvoll sein, zwischen einzelnen Korblagen Bermen anzulegen.
Um die Stabilität der einzelnen Körbe zu erhöhen, kann das Stahldrahtgeflecht oder das Stahlgitter, aus denen die Wände bestehen, in einem Stahlrahmen eingeschweißt sein. Dieser Stahlrahmen besteht vorzugsweise aus Rundstahl. Er kann zusammen mit dem Stahldrahtgeflecht oder Stahlgitter im Tauchbadverfahren feuerverzinkt werden, so dass nicht nur ein hervorragender Korrosionsschutz gegeben ist, sondern auch durch das Verlöten der Berührungsstellen des Stahlgitters bzw. des Rahmens mit dem Stahlgitter eine sehr hohe Biegesteifigkeit erreicht wird.
Gegebenenfalls kann das feuerverzinkte Bauelement zusätzlich eine farblich ansprechende Kunststoffbeschichtung tragen.
Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil der erfindungsgemäßen Stahlkörbe ist in ihrer langen Lebensdauer zu sehen. Während die grobporigen Fertigbetonringe durch starke Frosteinwirkung relativ schnell zerstört werden, ist die Lebensdauer der korrosionsgeschützten Körbe praktisch unbegrenzt. Darüber hinaus können sie gegebenenfalls bei landschafts- oder gartenarchi-
tektonischen Änderungen erneut verwendet oder zumindest recycelt werden.
Die Erfindung wird in der Zeichnung im Einzelnen erläutert und anhand der Zeichnungsfiguren veranschaulicht.
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Die Zeichnungsfiguren zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Darstellung eines Korbverbundes aus einem langen und einem kurzen Korb,
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Figur 2 eine perspektivische Darstellung eines Verbundes aus zwei langen und einem kurzen Korb,
Figur 3 eine Draufsicht auf einen Korbverbund gemäß Figur 1 und
Figur 4 eine Draufsicht auf einen Korbverbund gemäß Figur 2.
Die Zeichnungsfiguren zeigen zwei mögliche Ausführungsformen von Steinkörben im Maßstab von etwa 1:10, so dass die längeren Körbe 1 eine Länge von etwa 60 cm und die kürzeren Körbe 2 eine Länge von etwa 30 cm aufweisen.
Die vertikale Höhe der Körbe 1 und 2 liegt bei etwa 30 cm.
Die Körbe bestehen im Einzelnen aus zwei im Abstand parallel zueinander verlaufenden Seitenwänden 3, 4 und zwei teilkreisförmig gebogenen Endwänden 5, 6, die die Seitenwände 3, 4 mit-
5 einander verbinden. Die Wände 3 bis 6 bestehen aus einem Stahlgitter 7 mit einer Vielzahl von quadratischen Öffnungen 8.
Es sei erwähnt, dass sich die erfindungsgemäßen Bauelemente nicht nur zur Befestigung von Böschungen oder zur Herstellung
10 von höheren Mauern eignen, vielmehr können damit auch Sichtschutzanlagen, Wegrandbefestigungen, Hochbeetumrandungen, Uferbefestigungen von Bachläufen, Lärmschutzanlagen, begrünte Bänke mit Sitzauflage sowie begrünte Einhausungen von Mülltonnen realisiert werden. Dies sind nur einige Beispiele der viel-
15 fältigen Verwendungsmöglichkeiten.
| 1 | langer Korb |
| 2 | kurzer Korb |
| 3 | Seitenwand |
| 4 | Seitenwand |
| 5 | Endwand |
| 6 | Endwand |
| 7 | Stahlgitter |
| 8 | Öffnung |
Claims (8)
1. Bauelement zur Verwendung im Garten- und Landschaftsbau, insbesondere zur Befestigung von Böschungen oder zur Herstellung von Mauern, mit zwei im Abstand parallel zueinander, in Gebrauchslage etwa vertikal verlaufenden Seitenwänden, die an ihren vorderen und hinteren Enden jeweils durch bogenförmige, vertikal verlaufende Endwände miteinander verbunden sind, wobei die vertikalen Höhen der End- und Seitenwände gleich sind, die Seitenwände spiegelsymmetrisch zueinander verlaufen und die Endwände in gleiche Richtung ausgebogen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (3, 4) und/oder die Endwände (5, 6) aus einem Stahldrahtgeflecht oder Stahlgitter (7) bestehen.
2. Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in gleiche Richtung ausgebogenen Endwände (5, 6) einen gleichen Krümmungsradius aufweisen.
3. Bauelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Endwände (5, 6) teilkreisförmig gekrümmt sind.
4. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das die Seitenwände (3, 4) und Endwände (5, 6) bildende Stahldrahtgeflecht oder das Stahlgitter (7) in einem Stahlrahmen eingeschweißt ist.
5. Bauelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stahlrahmen aus Rundstahl besteht.
6. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Stahlgitter (7) Abschnitte von vorgefertigten Baustahlmatten vorgesehen sind.
7. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass es feuerverzinkt ist.
8. Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass es kunststoffbeschichtet ist.
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