DE20303818U1 - Vorrichtung zur analogen Anzeige von Messwerten mittels mechanisch bewegter Teile - Google Patents
Vorrichtung zur analogen Anzeige von Messwerten mittels mechanisch bewegter TeileInfo
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Description
Vorrichtung zur analogen Anzeige von Messwerten mittels mechanisch bewegter Teile
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur analogen Anzeige von Messwerten mittels mechanisch bewegter Teile, insbesondere Zeiger.
Derartige Vorrichtungen sind im Stand der Technik vielfach bekannt. Es handelt sich dabei beispielsweise um Uhren oder andere Messgeräte wie Barometer oder Thermometer, bei denen mechanisch bewegte Teile eine bestimmte Information analog anzeigen. Nach der herkömmlichen Bauart weisen solche Vorrichtungen ein Grundgehäuse sowie ein Ziffernblatt mit oder ohne Einteilung und eine im Gehäuse befindliche mechanische Antriebseinheit auf. Des Weiteren weisen solche
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Vorrichtungen häufig einen oder auch mehrere Zeiger auf. Die jeweils relevante Information kann hierbei nur dann abgelesen werden, wenn sich Zeiger und Ziffernblatt zueinander in einem kontrastreichen Helligkeitsunterschied befinden. Das Ablesen der Informationen ist meist nur bei Tageslicht oder zusätzlicher Raumbeleuchtung möglich. Es ist auch bekannt, solche Messgeräte zu beleuchten oder das Ziffernblatt von hinten oder auch von vorn zu beleuchten, um die Informationen auch bei Dunkelheit oder Dämmerung ablesen zu können. Darüber hinaus ist es bekannt, Zeiger von Armbanduhren oder sonstigen Kleinuhren durch phosphorisierende Mittel zum Leuchten zu bringen, wobei diese Leuchtkraft, da sie nur von der Beschichtung gespeichert wird, nach einiger Zeit nachlässt.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung gattungsgemäßer Art zu schaffen, bei der relevante Informationen unabhängig von der Umgebungsbeleuchtung dauerhaft sichtbar sind, wobei zudem eine besonders attraktive Gestaltung ermöglicht werden soll.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, dass
jedes bewegte Teil eine mit SMD- Bauteilen bestückte Platine aufweist oder aus einer solchen besteht, wobei die SMD- Bauteile durch mindestens eine Leuchtdiode gebildet sind.
Die so genannte SMD- Technologie ist im Stand der Technik an sich bekannt. Hierbei werden im Gegensatz zur üblichen Durchstecktechnik entsprechende elektronische SMD-Bauteile auf die Oberfläche einer Platine aufgebracht und verlötet, ohne dass die Platine (Leiterplatte) zur Befestigung zusätzlich durchbohrt werden muss. Gemäß der Erfindung können die bewegten Teile, insbesondere Zeiger, durch eine in Zeigerform ausgebildete Platine gebildet sein, die mit SMD- Bauteilen bestückt ist, wobei die elektronischen SMD- Bauteile insbesondere auch Leuchtdioden sind. Solche auch in der Kurzbezeichnung LED bekannte Leuchtdioden sind äußerst klein und erwärmen sich beim Betrieb nicht. Zudem sind sie verbrauchsgünstig. Durch die erfindungsgemäße Ausbildung ist eine Miniaturisierung erreicht, die es gestattet, die Zeiger oder entsprechende bewegte Teile selbst aus einer mit SMD- Bauteilen bestückten Platine zu bilden oder eine solche Platine, die mit SMD- Bauteilen bestückt ist, auf Zeiger aufzubringen. Dabei ist trotz der
entsprechenden Ausbildung der bewegten Teile, insbesondere Zeiger, die Gewichtsbelastung der entsprechenden bewegten Teile nur gering, so dass diese in durchaus herkömmlicher Weise angetrieben werden können, beispielsweise mittels eines mechanischen Antriebswerkes. Die entsprechende Ausstattung ermöglicht es, die durch die mechanisch bewegten Teile erzeugten Informationen unabhängig von der entsprechenden Raumbeleuchtung auch aus großer Entfernung kenntlich zu machen. Darüber hinaus ist diese Gestaltung ästhetisch besonders wirksam, da hierdurch dem Betrachter insbesondere die bewegten Teile, vorzugsweise Zeiger, als bevorzugtes Gestaltungselement deutlich kenntlich gemacht sind. Die durch die Leuchtdioden beleuchteten bewegten Teile, insbesondere Zeiger, haben den Vorteil, dass nicht nur die entsprechende relevante Information unabhängig von der Umgebungshelligkeit gut abgelesen werden kann, sondern zusätzlich wird auch eine Raum erhellende und orientierungserleichternde Wirkung erzielt. Zudem kann durch den Einsatz farbiger SMD- Leuchtdioden eine stimmungsvolle, effiziente Raumbeleuchtung erzielt werden. Beispielsweise ermöglicht die erfindungsgemäße Vorrichtung, dass Personen sich auch bei dunklen Räumen ausreichend orientieren können, ohne nach Lichtschaltern
im Dunkeln suchen zu müssen. Der Stromverbrauch ist auch bei Dauerbetrieb der Leuchtdioden sehr gering.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass die mit SMD- Bauteilen bestückte Platine die Form eines Zeigers aufweist, der auf seiner Vorderseite oder Rückseite mit Leuchtdioden bestückt ist.
Gemäß der Erfindung kann die Anordnung der Leuchtdioden vorderseitig des entsprechenden Zeigers oder dergleichen sein, so dass eine Lichtabstrahlung nach vorn in den Raum hinein erfolgt. Es ist aber auch möglich, die Lichtabstrahlung von der Rückseite des Zeigers her vorzusehen, so dass der Zeiger selbst quasi als Schattenumriss erkennbar ist.
Bevorzugt ist zudem vorgesehen, dass das bewegte Teil, insbesondere der Zeiger, eine Anzahl von in Längsrichtung des Teils oder Zeigers beabstandeten Leuchtdioden aufweist.
Vorzugsweise sind dabei die Leuchtdioden mittig des jeweiligen bewegten Teiles oder Zeigers parallel zu dessen Längserstreckung ausgerichtet und mit Abstand
voneinander angeordnet, so dass eine entsprechende Leuchtdichte über die gesamte Länge des Zeigers oder dergleichen erreicht wird.
Um in einfacher Weise die Stromversorgung sicherzustellen ist vorgesehen, dass das bewegte Teil, insbesondere die Zeiger, rückseitig freiliegende Kontaktbahnen aufweisen, die mit Kontakten, insbesondere Federkontakten, kontaktiert sind, die wiederum an eine Stromquelle angeschlossen sind.
Auch kann vorgesehen sein, dass die bewegten Teile, insbesondere Zeiger, mittels eines elektrischen Antriebs (Uhrwerk) angetrieben sind und auf die Antriebswellen des Antriebes mit einem Nabenteil aufgesteckt sind, wobei konzentrisch um das Nabenteil die Kontaktbahnen der bewegten Teile, insbesondere Zeiger, als ringförmig geschlossene Bahnen vorgesehen sind, sowie am Antriebsgehäuse oder einer zwischen Antriebsgehäuse und den bewegten Teilen, insbesondere Zeigern, fest angeordneten Platte erste Kontaktfinger zur Kontaktierung der Kontaktbahnen eines ersten bewegten Teiles, insbesondere Zeigers, vorgesehen sind sowie vorderseitig des ersten bewegten Teiles, insbesondere Zeigers, weitere
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Kontaktfinger vorgesehen sind, die mit den Kontaktbahnen dieses Teiles verbunden sind und an rückseitigen Kontaktbahnen eines zweiten bewegten Teiles, insbesondere Zeigers, Kontakt gebend anliegen.
In an sich bekannter Weise kann vorgesehen sein, dass das Antriebsgehäuse einen elektrischen Uhrantrieb beinhaltet, der frontseitig des Gehäuses austretende Antriebswellen antreibt.
Der Uhrantrieb kann beispielsweise auch eine funkgesteuerte Antriebseinheit sein.
Bevorzugt ist zudem vorgesehen, dass als Stromquelle für die Leuchtdioden eine Niederspannungsstromquelle, insbesondere ein netzspannungsgespeister Transformator mit Niedervoltgleichspannungsausgang vorgesehen ist.
Zudem kann vorgesehen sein, dass die Vorrichtung ein Ziffernblatt oder dergleichen Informationsträger aufweist.
In Weiterbildung wird vorgeschlagen, dass die bewegten Teile oder Zeiger von einem plattenartigen Teil
hinterlegt sind, welches als Informationsträger ausgebildet ist und von den Leuchtdioden angestrahlt ist.
Auch kann vorgesehen sein, dass die Stromquelle für die Leuchtdioden mit einer Zeitschaltuhr gekoppelt ist.
Eine Variante kennzeichnet sich dadurch, dass die bewegten Teile oder Zeiger mit Leuchtdioden unterschiedlicher Farbe bestückt sind, die gegebenenfalls mittels eines automatischen Schalters wechselweise an die Versorgungsspannung gelegt sind.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist in Form einer wandmontierbaren Einheit auszubilden. Sie kann auch als von der Decke hängende Einheit installiert werden oder durch einen Ständer als Standelement dekorativ aufgestellt werden. Auch ist es möglich, in einem gemeinsamen Gehäuse unterschiedliche Vorrichtungen in erfindungsgemäßer Bestückung anzuordnen. Sofern eine entsprechende Vorrichtung für den Außenbereich bestimmt ist, können die elektrischen Bauteile und Gehäuse wetterfest und bruchfest ausgebildet sein.
Das Ziffernblatt oder ein ähnlicher Informationsträger,
der hinter den Zeigern oder dergleichen angeordnet ist, kann beispielsweise Werbeaufdrucke oder sonstige Informationen aufweisen, die durch die Leuchtdioden unmittelbar oder mittelbar beleuchtbar sind. Auch ist es möglich, die Beleuchtung mit einer Zeitschaltuhr zu koppeln, so dass die Leuchtdioden nur in einer bestimmten Zeit leuchten.
Es ist auch möglich, die Platinen mit Leuchtdioden in unterschiedlichen Farben zu bestücken, so dass beispielsweise abwechselnd unterschiedliche Farben sichtbar werden, so dass eine erhöhte Aufmerksamkeit für den Betrachter erzielt wird.
Ein schematisiertes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im Folgenden näher beschrieben.
Es zeigt:
Figur 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Seitenansicht, teilweise geschnitten;
Figur 2 die Anordnung gemäß Figur 1 in verkleinertem Maßstab in explosionsartiger Darstellung.
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In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur analogen Anzeige von Messwerten mittels mechanisch bewegter Teile, insbesondere -Zeiger 5,6 gezeigt. Im Ausführungsbeispiel handelt es sich bei der Vorrichtung um eine Uhr. Jeder Zeiger 5,6 ist ein zeigerförmiger Ausschnitt einer Platine, die mit elektronischen Bauteilen bestückt ist, insbesondere mit Leuchtdioden 4. Im Ausführungsbeispiel sind die Leuchtdioden 4 auf der Vorderseite der Zeiger 5,6 angeordnet. Dabei sind über die Länge der Zeiger 5,6 mehrere Leuchtdioden 4 mit Abstand voneinander angeordnet.
Rückseitig weisen die Zeiger 5,6, freiliegende Kontaktbahnen 7,8,9,10 auf, die mit ortsfest installierten Federkontakten 3 in Form von Schleifkontakten kontaktiert sind. Diese Schleifkontakte sind mit einer in der Zeichnung nicht dargestellten Niederspannungsstromquelle verbunden. Zum Antrieb der Zeiger ist in einem Gehäuse 11 ein übliches elektrisches Uhrwerk vorgesehen, wobei die Zeiger 5,6 auf die Antriebswellen 12,13 mit einem Nabenteil aufgesteckt sind. Zusätzlich sind Hülsen 2 aufgesteckt und eine Rändelmutter 1 ist zur Verschraubung und Fixierung der Zeiger 5,6 aufgeschraubt. Die Kontaktbahnen 7,8 bzw. 9,10
sind als ringförmig geschlossene Bahnen ausgebildet, deren Mittelachse koaxial zur Mittelachse der Antriebswelle liegt. Des Weiteren ist vor dem Gehäuse eine Grundplatte 14 angeordnet. Diese Grundplatte trägt erste Kontaktfinger 3, die mit den Kontaktbahnen 8,10 in Schleifkontakt sind und an die Niedervolt Stromquelle angeschlossen sind. Das Mittelteil des Zeigers 6 trägt weitere nach vorn abragende Kontaktfinger 3, die in Schleifkontakt mit den Kontaktbahnen 7,9 des Zeigers 5 stehen. Diese Kontaktfinger sind mit den Kontaktbahnen bzw. 10 des Zeigers 6 verbunden.
Die Grundplatte 14 kann auf ihrer Vorderseite Informationen aufweisen, die für den Betrachter der Vorrichtung sichtbar sind und durch die Leuchtdioden 4 unmittelbar oder mittelbar beleuchtet sind.
Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern im Rahmen der Offenbarung vielfach variabel.
Alle neuen, in der Beschreibung und/oder Zeichnung offenbarten Einzel- und Kombinationsmerkmale werden als erfindungswesentlich angesehen.
Claims (11)
1. Vorrichtung zur analogen Anzeige von Messwerten mittels mechanisch bewegter Teile, insbesondere Zeiger (5, 6), dadurch gekennzeichnet, dass jedes bewegte Teil eine mit SMD-Bauteilen bestückte Platine aufweist oder aus einer solchen besteht, wobei die SMD- Bauteile durch mindestens eine Leuchtdiode (4) gebildet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mit SMD-Bauteilen bestückte Platine die Form eines Zeigers (5, 6) aufweist, der auf seiner Vorderseite oder Rückseite mit Leuchtdioden (4) bestückt ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegte Teil, insbesondere der Zeiger (5, 6), eine Anzahl von in Längsrichtung des Teils oder Zeigers (5, 6) beabstandeten Leuchtdioden (4) aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegte Teil, insbesondere die Zeiger (5, 6), rückseitig freiliegende Kontaktbahnen (7, 8, 9, 10) aufweisen, die mit Kontakten (3), insbesondere Federkontakten, kontaktiert sind, die wiederum an eine Stromquelle angeschlossen sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegten Teile, insbesondere Zeiger (5, 6), mittels eines elektrischen Antriebs (Uhrwerk) angetrieben sind und auf die Antriebswellen (12, 13) des Antriebes mit einem Nabenteil aufgesteckt sind, wobei konzentrisch um das Nabenteil die Kontaktbahnen (7, 8, 9, 10) der bewegten Teile, insbesondere Zeiger (5, 6), als ringförmig geschlossene Bahnen vorgesehen sind, sowie am Antriebsgehäuse (11) oder einer zwischen Antriebsgehäuse und den bewegten Teilen, insbesondere Zeigern (5, 6), fest angeordneten Platte (14) erste Kontaktfinger (3) zur Kontaktierung der Kontaktbahnen (8, 10) eines ersten bewegten Teiles, insbesondere Zeigers (6), vorgesehen sind sowie vorderseitig des ersten bewegten Teiles, insbesondere Zeigers (6), weitere Kontaktfinger (3) vorgesehen sind, die an mit den Kontaktbahnen (8, 10) dieses Teiles verbunden sind und an rückseitigen Kontaktbahnen (7, 9) eines zweiten bewegten Teiles, insbesondere Zeigers (5), Kontakt gebend anliegen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsgehäuse (11) einen elektrischen Uhrantrieb beinhaltet, der frontseitig des Gehäuses (11) austretende Antriebswellen (12, 13) antreibt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Stromquelle für die Leuchtdioden (4) eine Niederspannungsstromquelle, insbesondere ein netzspannungsgespeister Transformator mit Niedervoltgleichspannungsausgang vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein Ziffernblatt oder dergleichen Informationsträger (14) aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegten Teile oder Zeiger (5, 6) von einem plattenartigen Teil (14) hinterlegt sind, welches als Informationsträger ausgebildet ist und von den Leuchtdioden (4) angestrahlt ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromquelle für die Leuchtdioden (4) mit einer Zeitschaltuhr gekoppelt ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegten Teile oder Zeiger (5, 6) mit Leuchtdioden (4) unterschiedlicher Farbe bestückt sind, die gegebenenfalls mittels eines automatischen Schalters wechselweise an die Versorgungsspannung gelegt sind.
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