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DE202004004458U1 - Reklameschild mit einer Beleuchtungseinrichtung - Google Patents

Reklameschild mit einer Beleuchtungseinrichtung Download PDF

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DE202004004458U1 DE200420004458 DE202004004458U DE202004004458U1 DE 202004004458 U1 DE202004004458 U1 DE 202004004458U1 DE 200420004458 DE200420004458 DE 200420004458 DE 202004004458 U DE202004004458 U DE 202004004458U DE 202004004458 U1 DE202004004458 U1 DE 202004004458U1
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Abstract

Reklameschild zur Darstellung von Zeichen auf einer Sichtplatte (1), die eine Zeichentragefläche (11) für Schriftzeichen (12) und/oder Grafiken (13) aufweist und an deren Rand mindestens eine zur Beleuchtung der Zeichentragefläche (11) ausgebildete Beleuchtungseinrichtung (2) angeordnet ist, die eine Energieversorgungseinrichtung (35), eine Schalteinrichtung (26) und mindestens ein Leuchtmittel (4) umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Leuchtmittel (41, 42, 43) mit unterschiedlicher Färbung vorgesehen sind und die Schalteinrichtung (26) mit einer Farbfolgeeinheit (33) und einem Taktgeber (34) verbunden ist, die zur alternierenden Ansteuerung der Leuchtmittel (41–43) ausgebildet sind.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Reklameschild zur Darstellung von Zeichen auf einer Sichtplatte, die eine Zeichentragefläche für Schriftzeichen und/oder Grafiken aufweist und an deren Rand mindestens eine zur Beleuchtung der Zeichentragefläche ausgebildete Beleuchtungseinrichtung angeordnet ist, die eine Energieversorgungseinrichtung, eine Schaltereinrichtung und mindestens ein Leuchtmittel umfaßt.
  • Zur Erhöhung des Aufmerksamkeitswerts von Werbetafeln oder Werbeschriften ist es schon seit langer Zeit bekannt, Beleuchtungseinrichtungen vorzusehen. Dies kann in seiner einfachsten Form dadurch realisiert sein, daß ein an sich herkömmliches unbeleuchtetes Reklameschild direkt mittels geeigneter Leuchten angestrahlt wird. Größere Gestaltungsfreiräume ergeben sich, wenn als Beleuchtungseinrichtungen Gasentladungslampen vorgesehen sind. Sie können ebenfalls zur Be leuchtung eines an sich herkömmlichen Reklameschilds verwendet werden, ihre Besonderheit liegt aber darin, daß sie sich nahezu beliebig formen lassen. Somit wird es ermöglicht, direkt aus Gasentladungslampen Buchstaben, Worte oder ganze Schriftzüge oder gar Grafiken zu bilden. Durch geeignete konstruktive Gestaltung der Leuchtstoffröhren, wie Befüllung mit verschiedenen Edelgasen oder Versehen mit unterschiedlichen Beschichtungsmaterialien, lassen sich Leuchtschriftröhren mit unterschiedlichen Farben herstellen. Mit Leuchtstoffröhren bestückte Reklameschilder haben den Vorteil, daß sie einen hohen Aufmerksamkeitswert erreichen können. Dem steht als Nachteil gegenüber, daß sie wegen der Abmessungen und der Formgebung der Leuchtstoffröhren verhältnismäßig viel Aufwand bei der Herstellung erfordern und einen hohen Platzbedarf aufweisen.
  • Weiter ist ein Reklameschild mit einer transparenten Sichtplatte bekannt geworden (DE-U-202 18 291). Zur Beleuchtung ist an einer der Kanten der transparenten Sichtplatte eine Beleuchtungseinrichtung angeordnet. Sie weist mehrere Leuchtdioden auf, welche so angeordnet sind, daß sie ihr Licht hauptsächlich in die Stirnseite der transparenten Sichtplatte hinein abstrahlen. Als Beleuchtungselemente werden Leuchtdioden verwendet. Dieses Werbeschild ermöglicht eine raumsparende Ausführung und damit die Herstellung auch von kleineren Schildern, außerdem ist der Energieverbrauch aufgrund der Leuchtdiodentechnik gering. Allerdings führt die Verwendung der Leuchtdiodentechnologie auch dazu, daß der Aufmerksamkeitswert aufgrund der recht geringen Leistung auch nur gering ausfällt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Reklameschild der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß es einen höheren Aufmerksamkeitswert hat und dennoch mit wenig Aufwand herzustellen und zu betreiben ist.
  • Die erfindungsgemäße Lösung liegt in einem Reklameschild mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
  • Erfindungsgemäß ist bei einem Reklameschild zur Darstellung von Zeichen auf einer Sichtplatte, die eine Zeichentragefläche für Schriftzeichen und/oder Grafiken aufweist und an deren Rand mindestens eine zur Beleuchtung der Zeichentragefläche ausgebildete Beleuchtungseinrichtung angeordnet ist, die eine Energieversorgungseinrichtung, eine Schaltereinrichtung und mindestens ein Leuchtmittel umfaßt, vorgesehen, daß mehrere Leuchtmittel mit unterschiedlicher Färbung vorgesehen sind und die Schalteinrichtung mit einer Farbfolgeeinheit und einem Taktgeber verbunden ist, welche zur alternierenden Ansteuerung der Leuchtmittel ausgebildet sind.
  • Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, sich zwar die Vorzüge moderner Leuchtmitteltechnologie zunutze zu machen und insbesondere raum- und energiesparende Leuchtdioden als Leuchtmittel einzusetzen, andererseits aber einen höheren Aufmerksamkeitswert ähnlich dem der klassischen (und aufwendigen) Neonlichtreklamen zu erzielen, indem Leuchtmittel in verschiedenen Farben vorgesehen werden und diese nacheinander angesteuert werden. Durch Farbwechsel, die allmählich oder schlagartig erfolgen können, läßt sich beim Benutzer ein unerwartet hoher Neugiereffekt erzielen. Denn Farbveränderungen sind herkömmlicherweise nur sehr aufwendig aufgebauten Neonlicht reklamen vorbehalten, die mit mehreren Sätzen von Neonleuchtmitteln ausgerüstet sind, um so verschiedene Farbeffekte erzielen zu können. Außer dem höheren Aufmerksamkeitseffekt hat die Erfindung mit der Farbfolgeeinheit den Vorteil, daß in Abhängigkeit von Tageszeit und/oder dem zu bewerbenden Produkt ein passendes Beleuchtungsschema gewählt werden kann, bei dem auch die Farbe veränderbar ist. Es ist damit ermöglicht, passend zur jeweiligen Art des auf dem Reklameschild zu bewerbenden Gegenstands eine geeignete Farbe auszuwählen. Für Erfrischungsartikel kann dies bspw. die Farbe blau sein, während zur Bewerbung von bspw. aus Irland kommenden Artikeln vorzugsweise die Farbe grün eingesetzt wird. Ferner kann eine Anpassung an die Tageszeit erfolgen, so daß eine solche Farbe ausgewählt wird, die zu den jeweiligen Beleuchtungsverhältnissen gut kontrastiert und damit eine gleichbleibend hohe Aufmerksamkeit aufweist und außerdem eine stimmungsvolle Beleuchtung erzielt.
  • Nachfolgend werden einige verwendete Begriffe erläutert:
  • Unter einer Sichtplatte wird eine flächig erstreckte dünne Struktur verstanden, von der mindestens eine Seite als Betrachtungsfläche dient.
  • Unter einer Zeichentragefläche wird ein Bereich an oder in der Sichtplatte verstanden, der zur Anbringung oder Ausbildung von Zeichen (Schriftzeichen oder Grafiken) dient. Insbesondere kann die Zeichentragefläche dazu ausgebildet sein, das Zeichen (z. B. Buchstaben) auf ihr angebracht werden, auf sie aufgemalt werden oder an ihr durch Veränderungen der Oberfläche (z. B. Aufrauhen) erzeugt werden. Ferner kann vorgesehen sein, daß die Zeichen durch Eingießen oder durch Ein brennen mittels eines fokussierten Laserstrahls in der Tiefe der Sichtplatte gebildet sind.
  • Unter einer Energieversorgungseinrichtung werden Einrichtungen zur Versorgung mit elektrischer Energie verstanden. Dies kann ein eigener Energiespeicher, wie z. B. ein Akkumulator, sein oder es kann sich um einen Energieversorgungsanschluß handeln, über den elektrische Energie von außen zugeführt wird, oder es kann sich um eine Erzeugungseinrichtung, wie z. B. eine Solarzelle, handeln.
  • Unter einer Farbfolgeeinheit wird eine Einrichtung verstanden, die dazu ausgebildet ist, mehrere Leuchtmittel nach einem vorbestimmbaren Muster nacheinander so anzusteuern, daß entsprechend nacheinander verschiedene Farben erzeugt werden. Es stehen z. B. die Leuchtmittel in den Farben rotblau und gelb zur Verfügung, so kann bestimmt sein, die Leuchtmittel in der Reihenfolge rot-gelb-blau anzusteuern. Es ist aber nicht zwingend, daß zu jeder Zeit nur genau ein Leuchtmittel in einer Farbe angesteuert wird, sondern es können auch Mischfarben erzeugt werden, bspw. kann durch Ansteuern der Leuchtmittel rot-gelb-(blau und gelb) im letzten Schritt auch eine grünliche Färbung hervorgerufen werden.
  • Unter einer alternierenden Ansteuerung wird verstanden, daß die Lichtmittel unterschiedlicher Färbung nacheinander unabhängig ansteuerbar sind. Es können also z. B. sämtliche rote Leuchtmittel angesteuert werden, sämtliche blaue oder es können auch sämtliche blaue und gelbe gemeinsam angesteuert werden.
  • Vorzugsweise weist die Farbfolgeeinheit einen automatischen Betriebsmodus auf, in dem die Leuchtmittel unterschiedlicher Färbung nacheinander angesteuert werden. Die zur Steigerung des Aufmerksamkeitswerts erwünschten Farbwechsel erfolgen auf diese Weise selbsttätig, ohne daß ein Benutzereingriff dazu notwendig wäre. Welches Schaltverhalten dabei zugrundegelegt wird, ist an sich beliebig. Es kann z. B. mittels eines geeigneten Sensors vorgesehen sein, daß jedesmal wenn eine neuer Benutzer vor das Reklameschild tritt, im automatischen Betriebsmodus die nächste Farbe ausgewählt wird. Zweckmäßigerweise ist der Taktgeber als ein Zeitelement ausgebildet, das nach Ablauf einer voreinstellbaren Zeitdauer ein Taktsignal an die Farbfolgeeinheit ausgibt. Dies ermöglicht ein automatisches Umschalten von ersten Leuchtmitteln mit einer ersten Farbe auf zweite Leuchtmittel mit einer zweiten Farbe, so daß ohne Zutun des Benutzers das Reklameschild mit unterschiedlichen Farben beleuchtet wird.
  • Vorzugsweise ist auch ein manueller Betriebsmodus vorgesehen, bei dem als Taktgeber ein Taster vorgesehen ist. Damit ist es in das Belieben des Betreibers gestellt, wann und unter welchen Bedingungen ein Farbwechsel stattfinden soll. Dazu kann gewünschtenfalls über eine längere Zeit dieselbe Farbe verwendet werden, oder es kann in Abhängigkeit von bestimmten aber nicht vorhersehbaren Ereignissen ein Farbwechsel durchgeführt werden.
  • Der Übergang von Leuchtmitteln einer Färbung auf die einer anderen Färbung kann schlagartig erfolgen, vorzugsweise ist aber eine Überblendeinheit vorgesehen. Sie ermöglicht es, den Wechsel allmählich durchzuführen, so daß die erste Farbe immer schwächer wird, während die zweite Farbe zusehends an Stärke gewinnt, bis sie schließlich alleine erstrahlt. In der Regel sind die Leuchtmittel einzelnen Farben zugeordnet. Es können aber auch Kombinationsleuchtmittel verwendet werden, die je nach Betriebsweise (Polung) mit unterschiedlicher Farbe leuchten. Es soll auch nicht ausgeschlossen werden, daß bestimmte Farben als Mischfarben durch gleichzeitiges Betreiben verschiedenfarbiger Leuchtmittel erzeugt werden. Dies kann auf der Grundlage der bekannten Zusammenhänge über die additive Farbmischung erfolgen und braucht hier nicht weiter erläutert zu werden. Lediglich als Beispiel sei genannt, daß die Farbe grün erzeugt werden kann, indem Leuchtmittel der Farbe blau und der Farbe gelb gleichzeitig angesteuert werden.
  • Zweckmäßigerweise sind als Leuchtmittel Halbleiterleuchtelemente, wie insbesondere Leuchtdioden, vorgesehen. Sie ermöglichen eine besonders energiesparende Beleuchtung. Bei einer bewährten Ausführungsform ist als Umgebungsenergieversorgungsvorrichtung ein Energiespeicher, vorzugsweise wiederaufladbare Akkumulatoren, vorgesehen. Insbesondere in Verbindung mit energiesparenden Leuchtmitteln, wie den genannten Leuchtdioden, ermöglicht dies einen autarken Betrieb des erfindungsgemäßen Reklameschilds. Das ist insbesondere bei beweglich ausgeführten Reklameschildern, für die sich die Erfindung besonders eignet, ein großer Vorteil. Aufwendige Leitungen zur Zuführung elektrischer Energie können entfallen. Dies ermöglicht es, das erfindungsgemäße Reklameschild auch an ungewöhnlichen und schwer zugänglichen Orten einzusetzen. Dies steigert den Aufmerksamkeitswert beträchtlich, da die Betrachter erfahrungsgemäß nicht damit rechnen, an einem unzugänglichen Ort ein beleuchtetes Reklameschild vorzufinden, das auch noch zu der Darstellung unterschiedlicher Farben be fähigt ist. Die Vorteile der Mehrfarbfähigkeit und der autarken Energieversorgung gehen hierbei eine besonders zweckmäßige Symbiose ein. Weiter kann vorgesehen sein, als Energieversorgungseinheit alternativ oder zusätzlich eine Solarzelle vorzusehen. Dies erweitert die Möglichkeiten für einen autarken Betrieb beträchtlich.
  • Zweckmäßigerweise ist ein Helligkeitsmodul mit einem Photoelement und einem Schwellwertschalter vorgesehen, der die Funktion der Beleuchtungseinrichtung freigibt oder inhibiert. Damit wird erreicht, daß die Beleuchtungseinrichtung vorzugsweise dann arbeitet, wenn bestimmte Umgebungslichtbedingungen bestehen. Das hat den Vorteil, daß ein energiezehrender Betrieb des erfindungsgemäßen Reklameschilds unter hellen Umgebungsbedingungen, bei denen durch Beleuchtung ohnehin kein nennenswerter Aufmersamkeitswert erzielt werden kann, vermieden wird, während in den Abend- oder Nachtstunden mit niedrigem Umgebungslicht, während derer sich ein erheblich besserer Aufmerksamkeitswert erzielen läßt, die Beleuchtungseinrichtung eingeschaltet wird. Auch dadurch verbessert sich die Nutzung der Energie, wodurch sich die autarken Einsatzmöglichkeiten weiter erhöhen. Besonders zweckmäßig ist es, die zur Gewinnung elektrischer Energie vorgesehene Solarzelle auch als Photoelement für das Helligkeitsmodul zu verwenden.
  • Es kann vorgesehen sein, daß der Taster und der Schalter baulich kombiniert ausgeführt sind. Dies hat den Vorteil einer einfacheren Herstellungsweise.
  • Zweckmäßigerweise ist die Sichtplatte transparent oder zumindest transluzent ausgeführt. Dies ermöglicht eine besonders effektvolle Beleuchtung, indem die Sichtplatte als Lichtlei ter fungiert und so das Licht der Beleuchtungseinrichtung an die Zeichentragefläche übermittelt. Die auf der Zeichentragefläche angeordneten Zeichen werden dadurch auf eine für den Benutzer nicht erkennbare Weise beleuchtet. Damit ergibt sich ein besonders stimmungsvoller Beleuchtungseffekt. Es hat sich bewährt, dazu die Beleuchtungseinheit so anzuordnen, daß die Leuchtmittel ihr Licht direkt in eine der Stirnseiten der Sichtplatte abstrahlen.
  • Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung erläutert, in der ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel dargestellt ist. Es zeigen:
  • 1 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes Reklameschild;
  • 2 eine vergrößerte Teilansicht von schräg hinten der Ausführungsform gemäß 1;
  • 3 eine perspektivische Ansicht einer in das Reklameschild gemäß 1 eingebauten Hauptplatine;
  • 4 eine Ansicht der Hauptplatine gemäß 3 von unten; und
  • 5 eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Reklameschilds bei abgenommenen Gehäusedeckel.
  • Ein Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Reklameschild, wie es in den beigefügten Figuren dargestellt ist, umfaßt ein Beleuchtungseinrichtung 2, an dem eine Sichtplatte 1 angeordnet ist und das über Befestigungshänger 29 an einer tragenden Struktur aufhängbar ist.
  • Die Beleuchtungseinrichtung 2 weist ein rohrförmiges Gehäuse 20 auf. An einer Stelle seines Umfangs ist an der Mantelfläche eine sich in Achsrichtung erstreckende Halteklammer 21 für die Sichtplatte 1 angeordnet. Die Halteklammer 21 besteht aus zwei Schenkeln, die zwischen sich einen zur klemmenden Aufnahme der Sichtplatte 1 bemessenen Schlitz freilassen. Die Klammern 21 sind vorzugsweise einstückig mit dem Gehäuse 20 ausgeführt. Zur Sicherung der Sichtplatte 1 in seiner zwischen die Halteklammern 21 eingeschobenen Position sind gesonderte Sicherungselemente, bspw. Durchgangsschrauben (nicht dargestellt) vorgesehen. Die Zweckmäßigkeit und die Anzahl dieser Sicherungselemente richtet sich nach den Abmessungen der Sichtplatte und ihrem Gewicht.
  • Das Gehäuse 20 weist an seinen gegenüberliegenden Stirnseiten jeweils einen Seitendeckel 22 auf. Diese sind aufschraubbar ausgebildet, so daß sie leicht von dem Gehäuse 20 abgenommen werden können bzw. an ihnen befestigt werden können. An einer Vorderseite des Gehäuses sind ein Taster 23 sowie eine Photozelle 24 angeordnet. Ferner sind an der Vorderseite des Gehäuses 20 zwei photovoltaisch wirkende Solarzellen 25 angeordnet. Sie weisen vorzugsweise ein flexibles Substratmaterial auf, so daß sie an die sphärische Außenkontur des Gehäuses 20 angepaßt verformbar sind. An einer Rückseite des Gehäuses 20 sind ein Schalter 26 sowie ein Stromversorgungsanschluß 27 angeordnet.
  • Die Sichtplatte 1 ist ausgeführt aus einem transparenten Material, wie z. B. durchsichtiges Acryl oder PS. Sie weist ei ne Zeichentragefläche 11 auf, die etwas kleiner als die Abmessungen der Sichtplatte 1 insgesamt ist. Die Begrenzungen der Zeichentragefläche 11 zu den Kanten der Sichtplatte 1 verlaufen achsparallel mit umlaufend gleichbleibendem Abstand. Innerhalb der Zeichentragefläche sind Zeichen angeordnet. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um ein aus Schriftzeichen 12 gebildetes Wort sowie um ein aus grafischen Elementen zusammengesetztes Symbol 13. Die Schriftzeichen 12 sowie das Symbol 13 können auf unterschiedliche Weise gebildet sein. Sie können an oder in der Sichtplatte 1 ausgebildet sein. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Schriftzeichen 12 und das Symbol 13 als durch einen Laserstrahl erzeugte Aufrauhungen ausgeführt.
  • Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die 3 bis 5 der innere Aufbau der Beleuchtungseinrichtung 2 erläutert. Sie umfaßt eine Hauptplatine 30, die horizontal so in dem Gehäuse 20 angeordnet ist, daß sie lotrecht zu der in die Halteklammern 21 eingeschobene Sichtplatte 1 steht. Die Hauptplatine 30 stellt mechanische und elektrische Verbindungen zwischen den nachfolgend näher erläuterten einzelnen Komponenten her. Auf der Hauptplatine 30 sind zwei parallel zueinander sich vertikal nach oben erstreckende Nebenplatinen 31 und 32 angeordnet. Senkrecht zu diesen beiden und senkrecht auf der Hauptplatine 30 ist eine Kontaktplatine 36 vorgesehen. Auf ihr ist eine sich an Achsrichtung des Gehäuses 20 erstreckende Feder 37 angeordnet, die als Kontaktelement für einen Batteriesatz 35 dient. Der Batteriesatz 35 umfaßt mehrere axial miteinander fluchtend angeordnete Akkumulatorzellen, wie bspw. Monozellen. Der Durchmesser des Gehäuses 20 ist so zu bemessen, daß ausreichend Platz zur Aufnahme einer Mehrzahl von, bspw. sechs Monozellen, besteht. Der Batteriesatz 35 dient als Energieversorgungseinrichtung für die Beleuchtungseinrichtung 2.
  • Eine alternative Energieversorgungseinrichtung besteht in Gestalt des Stromversorgungsanschluß 27. Dieser kann dazu verwendet werden, die Beleuchtungseinrichtung 2 auch ohne den Batteriesatz 35 zu betreiben, oder aber es kann ein gleichzeitiger Betrieb erfolgen. Handelt es sich bei dem Batteriesatz 35 um nachladbare Akkumulatoren, so kann durch Zuführung elektrischer Energie über den Stromversorgungsanschluß 27 gewünschtenfalls auch eine Aufladung erfolgen. Auf der hinteren Nebenplatine 32 neben den Stromversorgungsanschluß 27 ist der Schalter 26 angeordnet. Es handelt sich um einen Schalter mit einer Mittelstellung als AUS-Stellung und zwei durch seitliches Verschieben erreichbare EIN-Stellungen, wobei in der Darstellung linken Stellung ein Modus I und in der Darstellung rechten Stellung ein Modus II angewählt ist. Der Schalter 26 fungiert also als Schalteinrichtung zum Ein-/Ausschalten der Beleuchtungseinrichtung 2 wie auch als Moduswahlschalter. An der Unterseite der Hauptplatine 30 sind (siehe 4) ein Mehrzahl von Leuchtdioden (LED 4) angeordnet. Sie sind in Gruppen von jeweils drei Stück aufgeteilt, wobei in jeder Gruppe jeweils eine Leuchtdiode für eine der Farben gelbgrün 41, rot 42 und blau 43 vorgesehen ist. Vorzugsweise sind es Mehrfarb-LED, bei denen mehrere Dies in einem Gehäuse angeordnet sind. Die LED 4 sind als SMD-LED ausgeführt, die eine quaderartige Gestalt aufweisen. Sie können auch rund und dreigeteilt sein, und in der Hauptplatine 30 vergossen angeordnet sein. Ihre Abmessungen sind so gewählt, daß sie nicht breiter sind als die Stärke der Sichtplatte 1. Dies ermöglicht es, die Sichtplatte 1 im eingebauten Zustand mit ihrer oberen Kante unmittelbar an die LED 4 zu bringen.
  • Dadurch wird eine gute Lichtabstrahlung der LED 4 in die transparente Sichtplatte 1 erreicht.
  • Angesteuert werden die LED 4 über die vordere Nebenplatine 31. Auf ihr ist die Farbfolgeeinheit 33 angeordnet. Sie ist als Eimerkettenschaltung ausgeführt. Ferner ist auf ihr ein automatischer Taktgeber 34 angeordnet. Ferner sind auf der vorderen Nebenplatine 31 noch der bereits erwähnte Taster 23 und die Photozelle 24 angeordnet. Der Energieversorgungsanschluß 27 sowie der Batteriesatz 35 sind mit der Farbfolgeeinheit, dem automatischen Taktgeber 34 sowie dem LED 4 über den Schalter 26 verbunden. weiter sind der Taster 23 und die Photozelle 24 mit der Farbfolgeeinheit 33 verbunden. Die Schaltung ist so ausgebildet, daß mit dem Bewegen des Schalters 26 in die Position "I" ein elektrisches Stellsignal an die Farbfolgeeinheit 33 angelegt wird. Dadurch wird sie in den automatischen Betriebszustand gebracht. Durch Drücken des Tasters 24 wird eine Sequenz gestartet, bei der zuerst die LED 4 einer ersten Farbe (gelbgrün 41) angesteuert werden. Es wird dann gelbgrünes Licht in die Sichtplatte 1 abgestrahlt, wodurch die Schriftzeichen 12 und das Symbol 13 in dem Zeichentragebereich 11 in gelbgrünem Licht erstrahlen. Nach Ablauf einer voreingestellten Zeit gibt der automatische Taktgeber 34 ein Taktsignal an die Farbfolgeeinheit 33 aus. Diese schaltet ihr Ausgangssignal dadurch um eine Stufe weiter, so daß die LED 4 mit der Farbe gelbgrün 41 löschen und statt dessen die LED 4 mit der Farbe rot 42 aufleuchten. Die Sichtplatte 1 erstrahlt damit in rotem Licht. Bei weiteren Taktsignalen von dem automatischen Taktgeber 34 erlöschen die roten LED 42 und die blauen LED 43 leuchten auf, danach erfolgt schließlich wieder ein Wechsel auf die gelbgrünen LED 41. Es versteht sich, daß gewünschtenfalls ein sanftes Überblenden bei einem Farbwechsel erfolgen kann oder ein Dunkelschritt zwischengeschaltet werden kann. Durch wiederholtes Drücken des Tasters 23 läßt sich ein manueller Betriebsmodus anwählen. In diesem leuchten die LED einer ersten Farbe (gelbgrün 41) alle auf. Der automatische Taktgeber 34 ist abgeschaltet. Erst auf einen weiteren Druck auf den Taster 23 erlöschen die gelbgrünen LED 41 und die in der Sequenz nächsten LED, nämlich die roten LED 42, erstrahlen.
  • Ist der Schalter 26 in den anderen Betriebsmodus "II" gebrachten, so schaltet die Farbfolgeeinheit 33 in Abhängigkeit von einem Signal der Photozelle 24 die Leuchtdioden 4 ein oder aus. Die Photozelle 24 ermittelt die Helligkeit des Umgebungslichts. Unterschreitet sie einen bestimmten Schwellwert, d. h. bei Dämmerung oder bei Nacht, so wird ein Freigabesignal an die Farbfolgeeinheit 33 übermittelt. Dieses schaltet dann die Leuchtdioden 4 ein. Die Farbfolge bestimmt sich wie beim Betrieb in der Modusart "I".
  • Die Farbfolgeeinheit 33 ist im einfachsten Fall dazu ausgebildet, die LED 4 der verschiedenen Farben 41 bis 43 jeweils einzeln anzusteuern. Zur Erreichung von einer höheren Farbvielfalt kann aber auch vorgesehen sein, zwei oder mehrere LED gleichzeitig anzusteuern. So kann in einem Betriebszustand sowohl die rote LED 42 und die blaue LED 43 angesteuert sein. Dadurch wird ein violettfarbenes Licht erzeugt und in die Sichtplatte 1 abgestrahlt. Es können auch mehr als zwei LED angesteuert werden, bei geeigneter Ansteuerung kann auch ein weißes Licht erreicht werden. Es versteht sich, daß in einem Betriebszustand auch keine LED angesteuert werden kann, wenn der Eindruck eines dunklen Schilds vermittelt werden soll.
  • Durch die Aufteilung der LED 4 in Gruppen ist es auch ermöglicht, die Zeichentragefläche 11 der Sichtplatte 1 abschnittsweise mit verschiedenen Farben zu beleuchten. So kann in dem gewählten Beispiel vorgesehen sein, die Schriftzeichen 12 in einer gelbgrünen Farbe mittels der LED 41 und das Symbol 13 in einer blauen Farbe mittels der LED 43 zu beleuchten.
  • Die Solarzellen 25 sind dazu ausgebildet, bei hellen Umgebungslichtbedingungen elektrische Energie dem Batteriesatz 35 zuzuführen. Dadurch wird es ermöglicht, den Batteriesatz 35 während des Tages zu laden, und am Abend bzw. in der Nacht das erfindungsgemäße Reklameschild zu beleuchten. Das Signal zum Ein- bzw. Ausschalten kommt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel von der Photozelle 24. Dies ist aber nicht unbedingt erforderlich, da über die von den Solarzellen 25 abgegebene elektrische Spannung ebenfalls ein Signal dafür vorhanden ist, wie hell die Umgebungslichtbedingungen sind. So kann auch vorgesehen sein, mittels eines Schwellwertschalters die von den Solarzellen 25 abgebene Spannung zu überwachen und damit anstelle mit der Photozelle 24 das Ein-/Ausschalten der Beleuchtungseinrichtung 2 zu steuern.
  • Die Seitendeckel 22 sind abschraubbar, um die Hauptplatine 30 mit ihren Aufbauten bzw. den Batteriesatz 35 leicht ein- bzw. ausbauen zu können.

Claims (13)

  1. Reklameschild zur Darstellung von Zeichen auf einer Sichtplatte (1), die eine Zeichentragefläche (11) für Schriftzeichen (12) und/oder Grafiken (13) aufweist und an deren Rand mindestens eine zur Beleuchtung der Zeichentragefläche (11) ausgebildete Beleuchtungseinrichtung (2) angeordnet ist, die eine Energieversorgungseinrichtung (35), eine Schalteinrichtung (26) und mindestens ein Leuchtmittel (4) umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Leuchtmittel (41, 42, 43) mit unterschiedlicher Färbung vorgesehen sind und die Schalteinrichtung (26) mit einer Farbfolgeeinheit (33) und einem Taktgeber (34) verbunden ist, die zur alternierenden Ansteuerung der Leuchtmittel (4143) ausgebildet sind.
  2. Reklameschild nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbfolgeeinheit (33) einen automatischen Betriebsmodus aufweist, in dem die Leuchtmittel unterschiedlicher Färbung (4143) nacheinander angesteuert werden.
  3. Reklameschild nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Taktgeber ein Zeitelement (34) aufweist, das nach Ablauf einer voreinstellbaren Zeit sein Taktsignal an die Farbfolgeeinheit (33) ausgibt.
  4. Reklameschild nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Taktgeber ein Taster (23) vorgesehen ist.
  5. Reklameschild nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Überblendeinheit vorgesehen ist, die zur Bewirkung eines allmählichen Farbwechsels ausgebildet ist.
  6. Reklameschild nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbfolgeeinheit (33) zur Darstellung von Mischfarben mit einem Kombinationsmodul versehen ist.
  7. Reklameschild nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Energieversorgungseinrichtung ein Energiespeicher, vorzugsweise ein Batteriesatz (35), vorgesehen ist.
  8. Reklameschild nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Helligkeitsmodul mit einem Photoelement (24) und einem Schwellwertschalter vorgesehen sind, der die Funktion der Beleuchtungseinrichtung (2) freigibt oder inhibiert.
  9. Reklameschild nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Taster (23) und die Schalteinrichtung (26) baulich kombiniert sind.
  10. Reklameschild nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sichtplatte (1) lichtdurchlässig, vorzugsweise transparent, ist.
  11. Reklameschild nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sichtplatte (1) als Lichtleiter fungiert und Licht von den Leuchtmitteln (4143) zur Zeichentragefläche (11) leitet.
  12. Reklameschild nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtmittel (4143) Leuchtdioden sind, vorzugsweise Mehrfarb-Leuchtdioden.
  13. Reklameschild nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtmittel (4143) in Gruppen unterteilt sind und die Farbfolgeeinheit (33) zur gruppenweisen Ansteuerung ausgebildet ist.
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HK (1) HK1062777A2 (de)

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WO2006117012A1 (de) * 2005-05-04 2006-11-09 Juergen Mueller Mit solarzellen versorgte beleuchtung für informations- und werbetafeln
DE102013013473A1 (de) * 2013-08-15 2015-02-19 Felix Wiedenmann Vorrichtung zur mobilen Zurschaustellung von schwebend über dem Kopf des Trägers erscheinenden leuchtenden Webeinhalten
DE102018111006A1 (de) * 2018-05-08 2019-11-14 G. A. Kettner GmbH Schilderpfosten, insbesondere Messstellenpfosten, zur Trassierung von Versorgungsleitungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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