DE20302234U1 - Vorrichtung zum Absaugen von Kraftstoff - Google Patents
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Abstract
Vorrichtung zum Absaugen von Kraftstoff aus einem Tank, mit einem in den Tank einführbaren Absaugschlauch (34), an den eine Pumpe (12) angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung mitsamt Pumpe (12) und einem Schlauchhalter (14) für den Absaugschlauch (34) an einem Griff (16) tragbar ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Absaugen von Kraftstoff aus einem Tank, mit einem in den Tank einführbaren Absaugschlauch, an den eine Pumpe angeschlossen ist.
- Solche Vorrichtungen werden beispielsweise in Kraftfahrzeugwerkstätten dazu eingesetzt, den noch im Tank eines Fahrzeugs vorhandenen Kraftstoff abzupumpen, bevor Schweißarbeiten in der Nähe des Tanks ausgeführt werden. Der abgesaugte Kraftstoff wird vorübergehend in einem Behälter gesammelt und kann später wieder in den Tank des Fahrzeugs zurückgepumpt werden. Große, umständlich zum Kfz zu bewegende Absaugvorrichtungen erfordern viel Platz und führen hier zu Zeitaufwand. Auch beim mobilen Einsatz, beispielsweise zum Abpumpen des Kraftstoffs aus einem verunfallten Fahrzeug bei einem Feuerwehreinsatz, ist eine platzsparende und einfach zu bedienende Vorrichtung nötig.
- Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die bei einem einfachen und kompakten Aufbau zugleich tragbar und leicht handzuhaben ist.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Vorrichtung mitsamt Pumpe und einem Schlauchhalter für den Absaugschlauch an einem Griff tragbar ist.
- Für einen Absaugvorgang wird das Gerät in die Nähe der Betankungsöffnung des Kfz getragen, und der Absaugschlauch mit einer angeschlossenen Saugsonde wird aus dem Schlauchhalter entnommen. Mit der Pumpe kann dann der Kraftstoff durch einen angeschlossenen Auslaßschlauch in einen Behälter gefüllt werden. Für das Zurückpumpen des Kraftstoffes kann eine Umschaltung der Pumprichtung vorgesehen sein. Nach Gebrauch kann der Absaugschlauch mit der Saugsonde sofort wieder im Schlauchhalter abgelegt werden. Für den Auslaßschlauch kann ein eigener Schlauchhalter vorgesehen sein, oder er kann zusammen mit dem Absaugschlauch in einem gemeinsamen Schlauchhalter aufbewahrt werden.
- Der Auslaßschlauch kann mit einem automatischen Zapfventil, beispielsweise in Form einer von Zapfsäulen an Tankstellen bekannten Zapfpistole, ausgestattet sein, so daß sich eine besonders einfache Handhabung beim Abfüllen des abgepumpten Kraftstoffs ergibt. Der Kraftstoff kann so nach Anschluß des Auslaß-schlauches an den Behälter, beispielsweise durch Einstecken der Zapfpistole in eine Befüllöffnung des Behälters, mittels Verriegeln des Zapfventils bequem in den Behälter gepumpt werden, bis dieser soweit gefüllt ist, daß das automatische Zapfventil sperrt. Der Auslaßschlauch kann dann an einen anderen Behälter angeschlossen werden, wo der Vorgang wiederholt wird. Auf diese Weise kann mit der Vorrichtung das Abpumpen von Kraftstoff insbesondere im mobilen Einsatz, beispielsweise auf Feuerwehrfahrzeugen, besonders effizient gehandhabt werden. Vorteilhaft ist dabei insbesondere, daß zur Bedienung der Vorrichtung, um beispielsweise den Tankinhalt von Unfallfahrzeugen in einen oder mehrere Behälter zu pumpen, nur eine Person nötig ist. Als Behälter können hier beispielsweise robuste Fässer aus Stahl, Edelstahl oder Kunststoff verwendet werden.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
- In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Pumpe eine druckluftbetriebene Membranpumpe, vorzugsweise eine Doppelmembranpumpe. Eine solche Pumpe ist zum Fördern von Kraftstoff besonders geeignet, da kaum Schmierungsprobleme auftreten. Die Vorrichtung kann an ein externes Druckluftversorgungssystem angeschlossen werden, wie es in Kraftfahrzeugwerkstätten zumeist ohnehin für den Antrieb von Druckluftschraubern und dergleichen vorhanden ist. Beim mobilen Einsatz der Vorrichtung kann die Druckluftversorgung der Pumpe beispielsweise aus mitgeführten Druckluftflaschen erfolgen.
- In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel bildet ein umgekehrt U-förmiger Rahmen zum einen einen bügelförmigen Tragegriff und trägt zum anderen auch die Grundplatte der Pumpe und den Behälter zur Aufbewahrung des Absaugschlauches. Der Rahmen ist dabei oben so abgewinkelt, dass der Tragegriff sich über dem Schwerpunkt der Vorrichtung befindet.
- In einer abgewandelten bevorzugten Ausführungsform ist der Auslaßschlauch mit einem automatischen Zapfventil ausgestattet, insbesondere in Form einer Zapfpistole. Der Auslaßschlauch mit Zapfpistole und der Absaugschlauch können gemeinsam in einem Schlauchhalter an der Vorrichtung aufbewahrt wer den. Alternativ können auch zwei getrennte Schlauchhalter vorgesehen sein.
- Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert.
- Es zeigen:
-
1 eine Seitenansicht der Vorrichtung ohne angeschlossene Schläuche; -
2 eine teilweise durchbrochene Draufsicht der Vorrichtung ohne angeschlossene Schläuche; -
3 eine 3D-Skizze des Schlauchhalters der Vorrichtung; und -
4 eine Skizze der Vorrichtung aus1 mitsamt Absaugschlauch und Auslaßschlauch mit automatischem Zapfventil in Form einer Zapfpistole. - Die in
1 gezeigte Vorrichtung weist einen geschlossenen Rahmen10 auf, an dem eine Pumpe12 und ein Schlauchhalter14 befestigt sind. - Der Rahmen
10 ist in sich geschlossen und doppelt U-förmig. Am oberen Ende bildet er einen Tragegriff16 . An der Seite des Rahmens ist der Schlauchhalter14 an Laschen17 des Rahmens10 befestigt. Die Pumpe12 ist über eine Bodenplatte18 am Rahmen10 befestigt. An der Oberseite der Pumpe12 befindet sich ein druckseitiger Schlauchanschluß20 für einen Auslaßschlauch21 (4 ). - In
2 ist die Anordnung des Schlauchhalters14 zwischen den Seiten des doppelt U-förmigen Rahmens10 und neben der Pumpe12 zu erkennen. Der Tragegriff16 ist hier unterbrochen dargestellt. - An der Pumpe
12 erkennt man in2 einen Betätigungshebel22 eines Ventils, mit dem die über einen Druckluftanschluß24 hergestellte Druckluftzufuhr zu der Pumpe12 steuerbar ist. Die verbrauchte Druckluft wird über einen Abluftschalldämpfer26 abgelassen. - Die
1 und2 zeigen, daß der Rahmen10 unten L-förmig abgewinkelt ist und so an der Unterseite der Vorrichtung einen Fuß28 bildet, durch den die Vorrichtung auf dem Boden standfest abstellbar ist. - In
2 ist ein Rohr29 mit viereckigem Querschnitt dargestellt, das innen an einer Seitenwand des Schlauchhalters14 befestigt ist. Es dient als Halterung für eine Zapfpistole36 (4 ), indem es die Spitze der Zapfpistole aufnimmt. Das Rohr29 ist an seiner Unterseite mit einem Boden verschlossen und weist am Boden eine Ablaßschraube auf. Auf diese Weise kann das Rohr29 auch als Auffangraum für Tropfmengen aus der Zapfpistole dienen. - In
3 ist die Form des Schlauchhalters14 dreidimensional skizziert. Sie ist kastenförmig aus einem gekanteten Blech geformt und weist am unteren Ende zwei Ablauföffnungen30 auf. Das Blech ist annähernd T-förmig, wobei die beiden Seitenflügel und das untere Ende jeweils C-förmig gekantet sind und die Wände und den Boden des Schlauchhalters14 bilden, so daß sich die Ablauföffnungen30 ohne aufwändige Bearbeitungsschritte aus der Form des Bleches ergeben. Der Schlauchhalter14 befindet sich in der Nähe des saugseitigen Anschlusses32 der Pumpe12 , der in1 teilweise sichtbar ist. -
4 zeigt eine Skizze der Vorrichtung aus1 , bei der am saugseitigen Anschluß32 der Pumpe12 ein Absaugschlauch34 und am druckseitigen Schlauchanschluß20 der Auslaßschlauch21 angeschlossen sind. Am Auslaßschlauch21 ist eine Zapfpistole36 mit einem automatischen Zapfventil angeschlossen. Das Zapfventil wird über einen Hebel38 geöffnet und in geöffneter Stellung mit einer Verriegelung40 verriegelt. Sobald der gepumpte Kraftstoff nicht mehr frei aus einem Auslaß42 der Zapfpistole36 austreten kann, weil beispielsweise beim Befüllen eines Behälters ein bestimmter Füllstand erreicht ist, löst sich die Verriegelung40 , und das Zapfventil wird gesperrt. - Am offenen Ende des Absaugschlauches
34 weist dieser anstelle einer Saugsonde auf zwei auf seinem Umfang einander gegenüberliegenden Seiten Ausschnitte44 auf, die ein Festsaugen des Schlauches an einer Wand eines zu entleerenden Tanks verhindern.
Claims (11)
- Vorrichtung zum Absaugen von Kraftstoff aus einem Tank, mit einem in den Tank einführbaren Absaugschlauch (
34 ), an den eine Pumpe (12 ) angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung mitsamt Pumpe (12 ) und einem Schlauchhalter (14 ) für den Absaugschlauch (34 ) an einem Griff (16 ) tragbar ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe (
12 ) eine druckluftbetriebene Membranpumpe, vorzugsweise eine Doppelmembranpumpe ist. - Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauchhalter (
14 ) in kastenförmiger und oben offener Form ausgeführt ist. - Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauchhalter (
14 ) am unteren Ende mit mindestens einer Ablauföffnung (30 ) versehen ist. - Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauchhalter (
14 ) aus einem gekanteten Blech geformt ist. - Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein umgekehrt U-förmiger Rahmen (
10 ) sowohl den Tragegriff (16 ) in Form eines Bügels bildet als auch die Pumpe (12 ) und den Schlauchhalter (14 ) trägt. - Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauchhalter (
14 ) an den vertikalen Schenkeln des Rahmens (10 ) befestigt ist. - Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (
10 ) unten L-förmig abgewinkelt ist und so auch den Fuß (28 ) bildet, auf dem die Vorrichtung standfest steht. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der umgekehrt U-förmige Rahmen (
10 ) oben abgewinkelt ist, so daß der bü gelförmige Tragegriff (16 ) über dem Schwerpunkt der Vorrichtung angeordnet ist. - Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Auslaßschlauch (
21 ), an den ein automatisches Zapfventil (36 ,38 ,40 ) angeschlossen ist. - Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauchhalter (
14 ) auch zur Aufnahme des Auslaßschlauches (21 ) mit dem automatischen Zapfventil (36 ,38 ,40 ) ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20302234U DE20302234U1 (de) | 2002-11-16 | 2003-02-12 | Vorrichtung zum Absaugen von Kraftstoff |
Applications Claiming Priority (3)
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| DE20217756.4 | 2002-11-16 | ||
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Publications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20302234U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004033430A1 (de) * | 2004-07-10 | 2006-02-09 | Sucher & Plank Gmbh | Kraftstoffabsaugeschlauch |
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2003
- 2003-02-12 DE DE20302234U patent/DE20302234U1/de not_active Expired - Lifetime
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