-
Technisches Gebiet
-
Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fangen/Sammeln von Aböl eines
Kraftwagens bzw. -rads nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
-
Stand der Technik
-
Zum
Wechsel des gebrauchten, mit Unreiniggkeiten beladenen Schmieröls wird
zuerst dieses entleert. Eine typische Vorrichtung zum Fangen/Sammeln
von Aböl
eines Kraftwagens weist im wesentlichen einebeckenförmige Ölfangmulde
zum direkten Auffangen des daraus abfließenden abtropfenden Aböl, ein Ölsammelgefäß zur Ansammlung der
von der Ölfangmulde
herabgeleiteten Abölmenge,
und ein zwischen der Ölfangmulde
und dem Ölsammelgefäß angeordnetes
Stützrohr
auf, das zur Halterung der Ölfangmulde
oberhalb des Ölsammelgefäßes und
zur Kommunikation zwischen der Ölfangmulde
und dem Ölsammelgefäß bestimmt
wird. In Verwendung wird der Kraftwagen durch eine Hebevorrichtung
in eine geeignete Höhe
hochgehoben. Das entleerte Aböl
fließt/tropft
dabei in die Ölfangmulde
ab und wird über
die Stützrohr
in das Ölsammelgefäß weitergeleitet.
Im Falle eines Lastwagens, der durch die Hebevorrichtung nicht hochhebbar
ist, wird zu seinem Ölwechsel
eine Vertiefung im Erdeboden zur Schaffung eines ausreichen Raums
für eine bedienungsperson
unter dem Lastwagen gegraben. Der Lastwagen wird dann in die Stelle
unmittelbar oberhalb der Vertiefung gefahren und dort geparkt. Dann
kann eine Bedienungsperson in der Vertiefung mit einer bequemlichen
Haltung arbeitet, indem eine Ölfangmulde
manuell unter dem Lastwagen zum Auffangen des entleerten Aböls gelegt
wird. Dann wird die mit Aböl
gefüllte Ölfangmulde
ebenfalls manuell aus der Vertiefung abgenommen. Dabei besteht die Gefahr,
daß beim
manuellen Abtragen/Transport der mit Aböl gefüllte Ölfangmulde kann die Ümgebung durch
das gespritzte Aböl
verschmutzt werden. Darüber
hinaus ist nachteilig, daß ein
bequemlicher Ölwechsel
nur in den Stellen möglich,
wo eine geeignete Vertiefung zur Verfügung steht.
-
Hier
will die Erfindung Abhilfe schaffen. Der Erfindung liegt die Aufgabre
zugrunde, eine derartige Vorrichtung zum Fangen/Sammeln von Aböl eines Kraftwagens
bzw. -rads bereitzustellen, die allein sowohl für einen kleinen Scooter bzw.
einen PKW als auch für
eine große
Lastfuhre, die durch einen üblichen
Wagenheber nicht hochgehoben werden kann, geeignet ist. Insbesondere
ist im Falle eines schweren Lastwagens weder eine Vertiefung noch
ein manueller Transport der mit Aböl gefüllten Olfangmulde erforderlich.
-
Die
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine
Vorrichtung zum Fangen/Sammeln von Aböl eines Kraftwagens bzw. -rads
mit einem Ölsammelgefäß und einer
oberhalb diesem gehaltenen und mit ihm über eine Leitung kommunizierbaren Ölfangmulde
dadurch gelöst,
daß das Ölsammelgefäß an seiner
oberen Seite eine höhenverstellbare
Stützstange zur
Abstützung
der Ölfangmulde
in einer geeigneten Höhe
oberhalb des Ölsammelgefäßes und
eine Leitung in Form eines Schaluchs zur Kommunikation mit dem Boden
der Ölfangmulde
aufweist, und daß eine Vakuumpumpe
zur Herstellung eines Unterdrucks im Ölsammelgefäß vorgesehen ist. Hierdurch
kann beim Ölwechsel
eines relativ kleinen, durch eine Hebevorrichtung abhebbaren Kraftwagens
(wie eines Personenwagens) das Aböl vom hochgehobenen Kraftwagen
in die darunterliegende Ölfangmulde
abfließen
bzw. -tropfen und darin aufgefangen werden und durch Schwerkraft über die
Leitung in das Ölsammelgefäß weitergeleitet
werden. Dagegen wird im Falle eines Lastwagens die Ölfangmulde
vom Ölsammelgefäß entnommen
und unter den Lastwagen gelegt, wobei das darin aufgefangene Aböl, das in
einer tieferen Höhe
als das Ölsammelgefäß liegt,
durch das von der Vakuumpumpe erzeugte Vakuum in das Ölsammelgefäß abgesogen
wird. Bei einem kleinen Motorrad, dessen Bodenfreiheit zu schmal
für das Einfahren
der Ölfangmulde
unter seinen Schmierölbehälter ist,
kann die Leitung an ihrem Ende mit einer dünnen Saugpipette versehen sein
und durch die Einfüllöffnung in
den Schmierölbehälter hineingeführt werden,
um das darin bleibende Aböl
durch das Vakuum in den Ölsammelgefäß abzusaugen.
-
Die
Erfindung wird anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen
näher erläutert. Es
zeigen:
-
Zeichnung
-
1 eine
perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
-
2 eine
Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in 1,
-
3 eine
Seitenansicht der Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung im Falle eines hochgehobenen
Personenwagens,
-
4 eine
Seitenansicht einer anderen Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
im Falle eines auf dem Erdeboden stehenden Lastwagens,
-
5 eine
Seitenansicht einer weiteren Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
im Falle eines nicht gezeigten Motorrads, und
-
6 eine
perspektivische Ansicht einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
-
Erläuterung der bevorzugten Ausführungsform
-
Wie
in Figur ersichtlich, weist eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Fangen/Sammeln von
Aböl eines
Kraftwagens/-rads eine Ölfangmulde 3
zum direkten Auffangen des daraus abfließenden/abtropfenden Aböl und ein
gegenüber
dieser viel großes Ölsammelgefäß 1 zur
Ansammlung der herabgeleiteten Abölmenge auf. Zur Erleichterung
der Ortsänderung/Bewegung
ist sowohl das Ölsammelgefäß 1 als
auch die Ölfangmulde 3 mit
eigenen Rollenbeschlägen 10 bzw. 31 mit
Laufrädern 101 bzw. 311 versehen.
-
Zur
Entleerung der in die Ölfangmulde 3 abfließenden bzw.
abtropfenden Abölmenge
weist diese unten an ihrem Boden einen nach unten überstehenden
Stuten 32 auf. Zur Halterung der Ölfangmulde 3 in einer
geeigneten Höhe
oberhalb des Ölsammelgefäßes 1 weist
diesen an seiner oberen Seite eine zur temporären Auflage von Werkzeugen
bestimmten Auflageplatte 11 mit einer senkrecht darauf stehenden
Stützstange 2 auf,
die höhenverstellbar
in einem Rohrstumpf 111 der Auflageplatte 11 gehalten und
durch ein Spannmittel()z.B. eine Spannschraube) 112 in
jeder gewählten
Höhenstellung
festgehalten ist. Dabei dient der Stutzen 32 auch zur Verbindung
der Ölfangmulde 3 mit
der Stützstange 2.
Zu diesem Zweck weist dieser einen massiven(d.h. ohne einen durchgehenden
zentralen Kanal) Fortsatz 33 auf, der in einer am oberen
Ende der Stützstange 2 gebildeten
erweiterten Buchse 21 aufnehmbar ist. Zur Entleerung der
in den Stutzen 32 einfließenden Aböl weist dieser einen Seitenanschluß 321 auf,
in dem der Kanal im Stutzen 32 um 90° umgelnkt wird. Als Leitung
zur Kommunikation zwischen der Ölfangmulde 3 und
dem Ölsammelgefäß 1 dient
ein Schlauch 13, der an seinem einen Ende 131 mit
dem Seitenanschluß 321 und
an seinem anderen Ende mit einem Eintrittsstutzen 12 des Ölsammelgefäßes 1 verbindbar
ist, der ein Steuerungsventil 121 zum Öffnen/Schließrn des Eintrittsstutzens 12 aufweist.
-
Die
Leitung 13 dient zur Entleerung der Ölmenge in der Ölfangmulde 3,
die in einer höheren Stellung
liegt als das Ölsammelgefäß 1.
Dagegen dient ein anderer längerer
Schlauch 15 im Falle eines schweren Lastwagens, bei dem
die Ölfangmulde 3 in einer
tieferen Stellung(z.B. auf dem Boden) liegt als das Ölsammelgefäß 1,
als Leitung zur Kommunikation zwischen der Ölfangmulde 3 und dem Ölsammelgefäß 1.
Dabei ist der Schlauch 15 über einen anderen Eintrittsstutzen 14 mit
dem Ölsammelgefäß 1 verbindbar.
Damit das in der Ölfangmulde 3 aufgefangenen
Aböl gegen
die Schwerkraft in das höher
liegende Ölsammelgefäß 1 weitergeleitet
werden kann, ist eine Vakuumpumpe 4 vorgesehen, die über einen
eigenen, nicht bezifferten Schlauch mit einem ein Steuerungsventil 17 aufweisenden
Anschluß 16 des Ölsammelgefäßes 1 verbunden
ist. Durch die Vakuumpumpe 4 wird ein Unterdruck im Ölsammelgefäßes 1 gebildet,
wodurch die in der Ölfangmulde 3 aufgefangene
Abölmenge
in das höhere Ölsammelgefäß 1 abgesogen
wird.
-
Je
nach der verschiedenen Größe der Kraftwagen
kann die Vorrichtung in unterschiedlicher Weise eingesetzt. Im Falle
eines relativ kleinen Kraftwagens, z.B. eines PKWs, der von einer
Hebevorrichtung hochhebbar ist(3), kann
die Ölfangmulde 3 auf
der Stützstange 2 gehalten
werden und in eine geeignete Höhenstellung
verstellt werden. Dann wird der Schlauch 13 an seinen beiden
Enden jeweils mit dem Seitenanschluß 321 und dem Eintrittsstutzen 12 verbunden.
Danach wird das Steuerungsventil 121 geöffnet, sodaß die Ölfangmulde 3 mit dem Ölsammelgefäß 1 zur
Kommunikation kommt. Hierdurch kann die in der Ölfangmulde 3 aufgefangene
Abölmenge über den
Schlauch 13 in das Ölsammelgefäß 1 abgeleitet
werden.
-
Hingegen
kann im Fall eines Lastwagens (4) die Ölfangmulde 3 von
der Stützstange 2 entnommen.
Dann wird der kürzere
Schlauch 13 vom Seitenanschluß 131 entkoppelt.
Stattdessen wird der längere
Schlauch 15 an den Seitenanschluß 131 angeschlossen,
sodaß die
Kommunikation zwischen der Ölfangmulde 3 und
dem Ölsammelgefaß 1 nun über der
Schlauch 15 erfolgt. Anschließend wird die Ölfangmulde 3 unter
den Lastwagen in die geeignete Stellung gefahren. Danach wird die
Steuerungsventil 121 geschlossen, sodaß der Innenraum des Ölsammelgefäßes gasdicht
ist. Nun wird die Steuerungsventil 17 geöffnet und
die Vakuumpumpe 4 eingeschaltet, wodurch ein Unterdruck
im, Ölsammelgefäß 1 aufgebaut
und die in der Ölfangmulde 3 aufgefangene
Abölmenge über den
Schlauch 15 in das Ölsammelgefäß 1 abgesogen
wird.
-
Im
Fall eines Motorrads (6) wird die Ölfangmulde 3 nicht
eingesetzt. In diesem Fall kann der Schlauch 15 an seinem
einen Ende 151 mit einer Saugpipette oder Kanüle 18 versehen
sein, die direkt an einer verschmutzten Stelle gelegt, wo das ausleckende Öl abzusaugen
ist, oder unmittelbar in einen Schmierölbehäler eingeführt, dessen Öl zu wechseln ist.
-
In
der Ausführungsform
in 6 wird auf den zentralen Stutzen 12 verzichtet.
Hier kann der Stutzen 14 wahlweise jeweils mit einem kürzeren 19 oder einem
längeren
Schlauch 15 zum Schmierölwechsel eines
leichten bzw. schweren Kraftwagens verbunden sein.