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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf einen Bügelverschluss
gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
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Ein Bügelverschluss ist aus der
DE 297 10 458 bekannt.
Bei diesem bekannten Bügelverschluss stehen
zwei Aufgaben im Vordergrund: Zum einen soll er an verschiedene
Flaschen mit unterschiedlichen Halsdurchmessern anpassbar sein,
zum anderen soll er von diesen Flaschen wieder abnehmbar sein. Um
diese beiden Aufgaben zu erfüllen,
ist ein ringförmiges
Halteelement vorgesehen, das zunächst
in einer geöffneten
Stellung an den Flaschenhals angelegt wird und erst dann mittels
eines Verschlusses zu einem Ring geschlossen wird. Flexible Elemente
auf der Innenseite passen sich unterschiedlichen Halsdurchmessern
an.
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Nachteilig an dem bekannten Bügelverschluss
ist seine mangelnde Stabilität.
Vor allem durch den Verschluss des Halteelementes, der sich bei
zu starker Belastung selbsttätig öffnen kann,
wird die Stabilität
herabgesetzt. Zudem besteht wegen der flexiblen Innenseite des Halteelementes
die Gefahr, dass der gesamte Verschluss über den Flaschenhals nach außen abrutscht
und die Austrittsöffnung
somit ungewollt geöffnet
wird. Darüber
hinaus ist der bekannte Bügelverschluss
nur unter großem Kraftaufwand
zu bedienen.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist es, einen gattungsgemäßen Bügelverschluss
dahingehend zu verbessern, dass dieser bei einer einfachen Konstruktion
stabil ist, mit geringer Kraft bedienbar ist und ein zuverlässiges Verschließen gewährleistet. Insbesondere
soll dieser Bügelverschluss
mit Behältern
verbindbar sein, ohne dass an dem Behälter arbeitsaufwändig Schwenklager
eingearbeitet werden müssen.
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Diese Aufgabe wird gelöst durch
einen Bügelverschluss
mit den Merkmalen des Anspruches 1, beziehungsweise durch einen
Behälter
mit einem solchen Bügelverschluss
gemäß Anspruch
15.
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Vorteilhaft ist dabei insbesondere
die einstückige
Ausbildung des ringförmigen
Halteelementes. Durch den Verzicht auf einen Verschluss wird das Halteelement
deutlich stabiler. Es kann so die beim Öffnen oder Verschließen des
Bügelverschlusses auftretenden
Kräfte
besser aufnehmen. Weitere Vorteile bietet das wenigstens eine Stützelement.
Indem es sich an dem verdickten Öffnungsrand
der Austrittsöffnung
abstützt,
kann es die Axialkräfte
aufnehmen, die beim Verschließen
des Bügelverschlusses auftreten.
Bei diesem Vorgang wird der Verschlusskörper an die Austrittsöffnung herangezogen.
Die daraufhin entstehende Reaktionskraft auf das Halteelement wirkt
in Richtung der Austrittsöffnung.
Das sich am Öffnungsrand
der Austrittsöffnung
abstützende Stützelement
verhindert ein Abrutschen des Halteelementes über die Austrittsöffnung des
Behälters
und gewährleistet
damit ein sicheres Verschließen
der Austrittsöffnung.
Der erfindungsgemäße Bügelverschluss
wird mit einem Behälter
in einfacher Weise dadurch verbunden, dass das ringförmige Halteelement
auf den Behälter
aufgesteckt wird. Da die Schwenklager, insbesondere die zweiten
Schwenklager, bereits in dem ringförmigen Halteelement vorgesehen
sind, kann darauf verzichtet werden, den Behälter selbst zum Herstellen
von Schwenklagern anzubohren. Dieser Vorgang wäre nicht nur arbeitsaufwändig, sondern
er würde
vor allem die Stabilität
des Behälters
beeinträchtigen.
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Einen großen Vorteil bietet der erfindungsgemäße Bügelverschluss
durch den am ersten Bedienbügel
vorgesehenenen, nach außen
abstehenden Bedienhebel. Der Bedienbügel, mit dem der Bügelverschluss
betätigt
wird, kann wegen der Hebelwirkung des Bedienhebels mit geringerer
Kraft als herkömmliche
Bügelverschlüsse bedient
werden.
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Vorzugsweise weist der Behälter einen
Hals mit einem zylindrischen Abschnitt auf, und der Innendurchmesser
des ringförmigen
Halteelementes ist an den zylindrischen Halsabschnitt angepasst.
Diese Anpassung der Durchmesser sorgt zum einen für einen
besonders guten Sitz des Bügelverschlusses
am Behälter.
Da dieser Sitz an einem zylindrischen und somit insbesondere rotationssymmetrischen
Abschnitt vorliegt, kann der Bügelverschluss
zumindest in seiner Öffnungsstellung
in Umfangsrichtung des Halses gegenüber dem Behälter gedreht werden. Auf diese
Weise kann er in eine beliebige Stellung gebracht werden, um seine
Bedienung zu erleichtern.
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Um die Position des Halteelementes
gegenüber
dem Behälter
weiter festzulegen, ist es günstig, wenn
der Hals des Behälters
wenigstens einen konischen Abschnitt aufweist und das wenigstens
eine Stützelement
an diesen konischen Halsabschnitt angepasst ist. Der konische Halsabschnitt
kann beispielsweise zur Austrittsöffnung hin konvergieren. Der
verdickte Öffnungsrand
kann seinerseits einen größeren Durchmesser
haben, als der konische Halsabschnitt, um dem wenigstens einen Stützelement
eine Angriffsfläche
zum Abstützen
zu bieten. Zwischen dem verdickten Öffnungsrand und dem konischen
Halsabschnitt kann der Bügelverschluss gleichsam
mit dem Behälter
verrasten.
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In einer einfach herzustellenden
Variante ist das wenigstens eine Stützelement als in Axialrichtung
vom ringförmigen
Halteelement abstehender Ansatz ausgebildet.
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Damit der Bügelverschluss die beim Öffnen oder
Verschließen
auftretenden Kräfte
besser aufnehmen kann, sind an dem Halteelement bevorzugt zwei um
etwa 180° versetzte
Stützelemente
vorgesehen.
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Dies ist dann besonders günstig, wenn
die Stützelemente
symmetrisch zu den zweiten Schwenklagern am Halteelement angeordnet
sind. Diese symmetrische Anordnung bewirkt eine gleichmäßige Verteilung
der Kräfte
und verhindert so eine Deformation des Bügelverschlusses.
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Damit der Bügelverschluss einfach herzustellen
ist, können
das Halteelement und das wenigstens eine Stützelement einstöckig ausgebildet
sein. Vorzugsweise werden sie aus einem Kunststoff geformt oder
gegossen. Denkbar wären
jedoch auch Halteelemente aus Metall, Holz oder anderen Materialien.
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Zweckmäßig ist es, wenn das wenigstens eine
Stützelement
in Axialrichtung des Halteelementes weitgehend steif ist. In dieser
Richtung muss das Stützelement
die größten Kräfte aufnehmen,
da der Verschlusskörper
in dieser Richtung an die Austrittsöffnung gezogen wird und verhindert
werden muss, dass das Halteelement daraufhin in Richtung der Austrittsöffnung rutscht
und den Verschluss so freigibt.
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In Radialrichtung des Halteelementes
hingegen könnte
das wenigstens eine Stützelement
aufspreizbar sein. Erreicht wird dies durch eine gewisse Elastizität des Stützelementes.
Sobald das oder die Stützelemente
aufgespreizt sind, kann der Bügelverschluss
wieder vom Behälter
abgenommen werden, beispielsweise zu Reinigungszwe cken. Damit die Stützelemente
dennoch möglichst
eng am Behälter anliegen,
können
sie in Radialrichtung des Halteelementes federnd ausgebildet sein.
Beim Aufstecken des Bügelverschlusses
auf den Behälter
legen sie sich eng an den Hals des Behälters an und gelangen insbesondere
mit dem verdickten Öffnungsrand
in Eingriff, wodurch der Bügelverschluss
auf dem Behälter
verrastet.
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Bevorzugt steht der Bedienhebel in
einer Schließstellung
des Bügelverschlusses
vom Behälter ab.
Der Benutzer kann den Bügelverschluss
dann öffnen,
indem er den Bedienhebel untergreift und nach oben bewegt, so dass
der Bedienbügel
um das zweite Schwenklager verschwenkt.
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In einer weiteren vorteilhaften Variante
des erfindungsgemäßen Bügelverschlusses
ist ein zweiter Bedienbügel
auf der dem ersten Bedienbügel
gegenüberliegenden
Seite des Halteelementes vorgesehen. Dieser zweite Bedienbügel kann
verschiedene Funktionen erfüllen
und insbesondere das Bedienen des Bügelverschlusses erleichtern.
Beispielsweise können
die beiden Bedienbügel
eine Bedienwippe bilden. Dabei müsste
zum Verschließen
des Verschlusses der erste Bedienbügel niedergedrückt werden,
während
zum Öffnen
der zweite Bedienbügel niedergedrückt werden
müsste.
Eine solche Bedienung lässt
sich besonders leicht durchführen.
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Um in konstruktiv einfacher Weise
am Bügelverschluss
angebracht zu werden, kann der zweite Bedienbügel ebenso wie der erste Bedienbügel auch um
das zweite Schwenklager schwenkbar gelagert sein.
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Der Vorteil eines zweiten Bedienbügels wird dann
besonders deutlich, wenn mittels des zweiten Bedienbügels die
Enden des Haltebügels
und/oder der erste Bedienbügel
beaufschlagbar sind. Auf diese Weise kann direkt oder indirekt ein
Drehmoment auf den ersten Bedienbügel ausgeübt werden, der diesen über seinen
Totpunkt hinüberbewegt
und so den Bügelverschluss öffnet.
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Vorzugsweise kann der zweite Bedienbügel als
Tragebügel
für den
Behälter
in einer Schließstellung
des Bügelverschlusses
frei nach oben schwenkbar sein. Er bekommt so eine Doppelfunktion,
indem er einerseits zum Öffnen
des Verschlusses, andererseits zum Tragen des Behälters dient.
Erreicht wird dies, indem der zweite Bedienbügel den ersten Bedienbügel in dessen Öffnungsrichtung
kraftschlüssig beaufschlagt,
während
er in der entgegengesetzten Richtung unabhängig vom ersten Bedienbügel verschwenkbar
ist. Damit der zweite Bedienbügel
als Tragebügel
dienen kann, sollte seine Länge
so groß sein,
dass er über
den Verschlusskörper
hinweg verschwenkt werden kann.
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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich nicht nur auf den Bügelverschluss
an sich, sondern auch auf einen Behälter mit einem solchen Bügelverschluss.
Der Behälter
kann dabei insbesondere als Flasche ausgebildet sein.
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Hinsichtlich des Behälters ist
es besonders vorteilhaft, wenn der Außendurchmesser des verdickten Öffnungsrandes
der Austrittsöffnung
höchstens
so groß ist
wie der Außendurchmesser
des zylindrischen Halsabschnittes. Da der Innendurchmesser des Halteelementes
an den zylindrischen Halsabschnitt angepasst ist, ist dieser Innendurchmesser des
Halteelementes gleich groß wie
oder größer als der
Außendurchmesser
des Öffnungsrandes.
Dies gestattet es, das Halteelement über den verdickten Öffnungsrand
auf den Hals des Behälters
aufzustecken und so den erfindungsgemäßen Bügelverschluss am Behälter zu
befestigen. Sind die Stützelemente
aufspreizbar, so kann der Bügelverschluss nach
dem Aufspreizen über
den verdickten Öffnungsrand
wieder vom Behälter
abgenommen werden.
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Im Folgenden wird die Erfindung anhand
einer Zeichnung näher
beschrieben. Im Einzelnen zeigen:
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1 eine
Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Bügelverschlusses
auf einer Flasche,
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2 eine
Vorderansicht des in 1 dargestellten
Bügelverschlusses,
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3 eine
Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispieles
eines erfindungsgemäßen Bügelverschlusses
auf einer Flasche,
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4 eine
perspektivische Ansicht eines Halteelementes des erfindungsgemäßen Bügelverschlusses,
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5 einen
ersten Vertikalschnitt durch das in 4 gezeigte
Halteelement und,
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6 einen
zweiten Vertikalschnitt durch das in 4 gezeigte
Halteelement, wobei der Schnitt senkrecht zur Schnittebene der 5 ausgeführt ist.
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Gleiche Bezugszeichen in den Figuren
bezeichnen jeweils gleiche Teile.
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In 1 ist
ein erstes Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Bügelverschlusses 1 auf einem
als Flasche ausgebildeten Behälter 2 dargestellt.
Ein Hals 3 des Behälters 2,
der in einer Austrittsöffnung 4 mündet, hat
einen zylindrischen Abschnitt 5 und einen konischen Abschnitt 6,
der sich auf die Austrittsöffnung 4 zu
verjüngt.
Ein Öffnungsrand 7, der
sich ringförmig
um die Austrittsöffnung 4 erstreckt,
ist auf seinem gesamtem Umfang verdickt beziehungsweise umgebördelt. Sein
Außendurchmesser
ist jedoch etwas geringer als der Außendurchmesser des zylindrischen
Halsabschnittes 5. Der Behälter 2 besteht vorzugsweise
aus Aluminium, könnte
jedoch ebenso aus einem anderen Metall, Glas oder Kunststoff bestehen.
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Der Bügelverschluss 1 ist
in seiner Schließstellung
dargestellt. Dabei ist die Austrittsöffnung 4 des Behälters 2 durch
einen Verschlusskörper 8 kraftschlüssig verschlossen.
An einem der Austrittsöffnung 4 angepassten
Umfang des Verschlusskörpers 8 ist
ein ringförmiges,
elastisches Dichtelement 9 befestigt, das den Verschlusskörper 8 und
die Austrittsöffnung 4 gegeneinander
abdichtet. Auf der Oberseite des Verschlusskörpers 8 ist in diesem
Ausführungsbeispiel
zudem ein Tragering 80 angebracht, mittels dessen der verschlossene
Behälter 2 ergriffen
und getragen werden kann.
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Gehalten wird der Verschlusskörper 8 von
einem Haltebügel 10.
Der Haltebügel 10 ist
ein offener Metallbügel,
der sich durch den Verschlusskörper 8 hindurch
erstreckt und dessen beide Enden jeweils in einem ersten Schwenklager 11 enden.
Diese ersten Schwenklager 11 werden durch Ösen 12 eines
Bedienbügels 13 gebildet.
Der Bedienbügel 13 ist
ebenfalls ein offener Metallbügel.
Seine beiden Enden befinden sich in zweiten Schwenklagern 14,
die seitlich in einem ringförmigen
Halteelement 15 ausgebildet sind. Die zweiten Schwenklager 14 befinden
sich in Axialrichtung des Behälterhalses 3 zwischen
dem Verschlusskörper 8 und
den ersten Schwenklagern 11.
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An der Mitte des Bedienbügels 13 ist
ein Bedienhebel 16 angeformt. In der dargestellten Schließstellung
des Bügelverschlusses 1 liegt
das Mittelstück 17 des
Bedienhebels 13 an der Außenwand des Behälters 2 an,
während
der Bedienhebel 16 vom Behälter 2 absteht.
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Das Halteelement 15, das
in den 4 bis 6 noch einmal in Alleinstellung
gezeigt ist, dient zum Befestigen des Bügelverschlusses 1 am
Behälter 2. Der
Innendurchmesser des ringförmigen
Halteelementes 15 ist an den Außendurchmesser des zylindrischen
Halsabschnittes 5 angepasst. Einstückig mit dem Halteelement 15 sind
zwei um 180° versetzte Stützelemente 18 angeformt,
die sich als Ansatz in Axialrichtung vom ringförmigen Halteelement 15 aus erstrecken.
Sie sind wenigstens abschnittsweise an den konischen Halsabschnitt 6 angepasst,
liegen also eng an diesem an. Auf diese Weise untergreifen sie den
verdickten Öffnungsrand 7 und
stützen
sich an ihm ab. Da die Stützelemente 18 in
Axialrichtung steif sind, verhindern sie ein Abrutschen des Halteelementes 15 über den Öffnungsrand 7.
Die Stützelemente 18 sind
jeweils symmetrisch zu den zweiten Schwenklagern 14 angeordnet,
so dass sich diese mittig zu dem über ihnen liegenden Stützelement 18 befinden.
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2 zeigt
das erste Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Bügelverschlusses 1 in der
in 1 mit II bezeichneten
Richtung. Zu sehen ist hierbei zunächst, dass sich der Haltebügel 10 quer durch
den Verschlusskörper 8 hindurch
erstreckt. In der geöffneten
Stellung des Bügelverschlusses 1 wäre der Verschlusskörper 8 um
den Haltebügel 10 schwenkbar.
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Die offenen Enden des Bedienbügels 13 sind in
Lageröffnungen 19 im
Halteelement 15 aufgenommen, die damit die zweiten Schwenklager 14 bilden. Die
Lageröffnungen 19 sind
blind, damit die Enden des Bedienbügels 13 beim Verschwenken
nicht an der Wand des Behälters 2 reiben.
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In 3 ist
ein zweites Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Bügelverschlusses 20 dargestellt.
Ebenso wie das erste Ausführungsbeispiel
weist auch der Bügelverschluss 20 einen
Verschlusskörper 8,
einen Haltebügel 10,
einen (ersten) Bedienbügel 13 mit
einer Öse 12 als
erstes Schwenklager 11 sowie ein Halteelement 15 mit
zwei um 180° versetzten
Stützelementen 18 auf.
Gegenüber dem
ersten Ausführungsbeispiel
fehlen folglich der Tragering 80 und der Bedienhebel 16 am
ersten Bedienbügel 13.
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Im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel
weist der in 3 gezeigte
Bügelverschluss 20 jedoch
einen zweiten Bedienbügel 21 auf.
Der zweite Bedienbügel 21 ist
ein offener Metallbügel.
Seine beiden Enden bilden Ösen 22,
die um die im Halteelement 15 gelagerten Enden des ersten
Bedienbügels 13 herumgelegt
sind. Die Ösen 22 legen
die Schwenkachse fest, um die der zweite Bedienbügel 21 schwenkbar
ist. Seine Schwenkachse geht durch die beiden zweiten Schwenklager 14 hindurch.
Um diese Achse ist der zweite Bedienbügel 21 frei schwenkbar,
d.h. unabhängig
vom ersten Bedienbügel 13.
Der zweite Bedienbügel 21 kann
damit insbesondere in die strichliert gezeichnete Stellung verschwenkt
werden, in der sich sein Mittelstück 23 direkt oberhalb
des Verschlusskörpers 8 befindet.
In dieser Stellung befindet sich auch der Schwerpunkt des Behälters 2 unterhalb
des Mittelstückes 23.
Der zweite Bedienbügel 21 kann
in dieser Stellung als Tragebügel
für den
Behälter 2 dienen.
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Der zweite Bedienbügel 21 ist
in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
so geknickt, dass er in der Seitenansicht zwei Knie 24 aufweist.
Der Abstand zwischen den beiden Knien 24 ist geringer als
der Abstand zwischen den beiden Ösen 12 des
ersten Bedienbügels 13.
Wird der zweite Bedienbügel 21 gegen
den Uhrzeigersinn verschwenkt (d.h. nach unten), so beaufschlagt
er im Bereich seiner Knie 24 die durch die Ösen 12 nach
innen vorstehenden Enden des Haltebügels 10. Auf diese
Weise kann mittels des zweiten Bedienbügels 21 eine Öffnungskraft
auf den Haltebügel 10 ausgeübt werden,
die den Haltebügel 10 über seinen
Totpunkt hinüberbewegt
und so den Bügelverschluss 20 öffnet.
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Die 4 bis 6 zeigen das Halteelement 15 des
erfindungsgemäßen Bügelverschlusses 1, 20 noch
einmal in Alleinstellung. Das Halteelement 15 ist ringförmig mit
einer Innenwand 30, die an die Außenkontur des Behälterhalses 3 angepasst
ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
ist die Innenwand 30 des Halteelementes 15 zylindrisch.
Sie passt sich damit dem zylindrischen Abschnitt 5 des
Halses 3 an.
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Auf der Außenseite des Halteelementes 15 sind
zwei um 180° versetzte,
blinde Lageröffnungen 19 vorgesehen,
in denen die Enden des ersten Bedienbügels 13 aufgenommen
werden. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
ist auf der Unterseite der Lageröffnung 19 jeweils
eine flexible Lippe 31 vorgesehen, um die Enden des ersten
Bedienbügels 13 besser
in den Lageröffnungen 19 befestigen
zu können.
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Einstückig mit dem Halteelement 15 sind symmetrisch
oberhalb der Lageröffnungen 19 Stützelemente 18 angeformt.
Ihre Innenwand 32 verläuft konisch
und passt sich damit dem konischen Abschnitt 6 des Behälterhalses 3 an.
In Axialrichtung A des Haltelementes 15 sind die Stützelemente 18 weitgehend
steif, während
sie in Radialrichtung R geringfügig
federnd und flexibel sind. Bedingt durch diese Flexibilität können sie
in Radialrichtung R aufgespreizt werden, bis die Innenwand 32 der
Stützelemente 18 in
etwa mit der zylindrischen Innenwand 30 des Halteelementes 15 fluchtet.
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Im Folgenden wird die Funktionsweise
eines erfindungsgemäßen Bügelverschlusses 1, 20 näher beleuchtet.
Die Art der Anbringung des Bügelverschlusses
am Behälter 2 hängt zunächst davon
ab, ob am Öffnungsrand 7 der
Austrittsöffnung 4 bereits eine
Bördelung
oder Verdickung vorgesehen ist oder nicht. Liegt eine Verdickung
vor, so wird das Halteelement 15, an dem bereits der Bedienbügel 13,
der Haltebügel 10 und
der Verschlusskörper 8 befestigt sind, über den
verdickten Öffnungsrand 7 auf
den Hals 3 des Behälters 2 aufgeschoben.
Die Stützelemente 18 werden
dabei leicht aufgespreizt.
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Sobald sie vollständig über den Öffnungsrand 7 hinweggeglitten
sind, schnappen die Stützelemente 18 aufgrund
ihrer Federwirkung ein. Sie passen sich dem konischen Halsabschnitt 6 an
und stützen
sich an dem verdickten Öffnungsrand 7 ab.
Das Halteelement 15 kann nun nicht mehr in Richtung der Austrittsöffnung 4 rutschen.
Der Bügelverschluss 1, 20 kann
erst dadurch wieder vom Behälter 2 abgenommen
werden, dass die Stützelemente 18 in
Radialrichtung R aufgespreizt werden und das Halteelement 15 dann über den
verdickten Öffnungsrand 7 abgezogen
wird.
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Liegt beim Behälter 2 noch keine
Bördelung des Öffnungsrandes 7 vor,
beispielsweise bei einem rein zylindrischen Hals 3 des
Behälters 2,
so wird der Bügelverschluss 1, 20 zunächst auf
den Hals 3 aufgeschoben. Sobald er seine vorbestimmte Position erreicht
hat, wird der Öffnungsrand 7 gebördelt, bis
er mit dem oberen Rand der Stützelemente 18 in
Eingriff gelangt. Die Stützelemente 18 stützen sich
nun an dem verdickten Öffnungsrand 7 ab.
Der Bügelverschluss 1, 20 wäre nun jedoch
nicht mehr vom Behälter 2 abnehmbar,
da die Bördelung 7 einen
größeren Außendurchmesser
hat als der Innendurchmesser des Halteelementes 15. Bei
einem solchen Ausführungsbeispiel
sollte auch die Innenwand 32 der Stützelemente zylindrisch verlaufen.
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Ist der Bügelverschluss 1, 20 am
Behälter 2 befestigt,
so kann der Verschluss geöffnet
und geschlossen werden. Zum Schließen wird zunächst der Verschlusskörper 8 auf
die Austrittsöffnung 4 aufgelegt.
Sodann wird der erste Bedienbügel 13 nach
unten gedrückt.
Er verschwenkt dabei um die zweiten Schwenklager 14. Nachdem
die Öse 12 des
Bedienbügels 13 ihren
Totpunkt überschritten
haben und dabei den Verschlusskörper 8 mit
dem Dichtelement 9 an die Austrittsöffnung 4 herangezogen
haben, liegt der erste Bedienbügel 13 zumindest
abschnittsweise am Behälter 2 an
und verhindert so ein weiteres Verschwenken. Der Bügelverschluss 1, 20 befindet
sich nun in seiner Schließstellung,
in der der Verschlusskörper 8 die
Austrittsöffnung 4 verschließt und sie mittels
des Dichtelementes 9 abdichtet. Die zum Verschwenken des
ersten Bedienbügels 13 aufzuwendende
Kraft kann verringert werden, wenn an dem ersten Bedienbügel 13 ein
Bedienhebel 16 angeformt ist.
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Der Bügelverschluss 1, 20 kann
in seine Öffnungsstellung
zurückgebracht
werden, indem die Ösen 12 des
ersten Bedienbügels 13 über ihren
Totpunkt zurückgefahren
wer den. Im ersten Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Bügelverschlusses 1 führt der
Benutzer dies durch, indem er von unten an den Bedienhebel 16 angreift
und den Bedienhebel 16 mit dem verbundenen ersten Bedienbügel 13 nach
oben verschwenkt. Der Bedienhebel 16 erleichtert dabei
für den
Benutzer das Angreifen und das Ausüben der Öffnungskraft.
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Beim zweiten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Bügelverschlusses 20 führt der Benutzer
die Öffnungsbewegung
durch, indem er den zweiten Bedienhebel 21 nach unten drückt. Im Bereich
seiner Knie 24 beaufschlagt der zweite Bedienbügel 21 die
offenen Enden des Haltebügels 10. Wird
der zweite Bedienbügel 21 weiter
nach unten gedrückt,
so übt
er auf den Haltebügel 10 eine
Kraft aus, die den Haltebügel 10 über dessen
Totpunkt hinwegbewegt. Dabei wird der erste Bedienbügel 13 mitgeführt, da
seine Ösen 12 die
Enden des Haltebügels 10 umgreifen.
Die beiden Bedienbügel 13, 21 bilden hier
gleichsam eine lose Bedienwippe, bei der der Bügelverschluss durch Niederdrücken des
ersten Bedienhebels 13 geschlossen, durch Niederdrücken des
zweiten Bedienhebels 21 hingegen geöffnet wird, ohne dass die beiden
Bedienhebel starr miteinander verbunden wären.
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Ausgehend von den dargestellten Ausführungsbeispielen
kann der erfindungsgemäße Bügelverschluss 1, 20 in
vielfacher Hinsicht abgewandelt werden. Am Halteelement 15 könnte ein
einziges, beispielsweise ringförmiges
Stützelement 18 vorgesehen
sein. Denkbar wären
jedoch auch mehr als zwei Stützelemente.
Auch beim zweiten Ausführungsbeispiel
des Bügelverschlusses 20 könnten ein Bedienhebel 16 und/oder
ein Tragering 80 vorgesehen werden. Darüber hinaus könnte der
zweite Bedienbügel 21 so
geformt werden, dass er stets gemeinsam mit dem ersten Bedienbügel 13 verschwenkt.
Da die beiden Bedienbügel
auf unterschiedlichen Seiten des Halteelementes 15 angebracht
sind, würden
sie gleichsam eine feste Bedienwippe bilden, mittels derer der Bügelverschluss 1, 20 geöffnet und
geschlossen werden kann. Dazu müsste
jeweils lediglich die eine Seite der Bedienwippe hinuntergedrückt werden.