DE20302435U1 - Bettdecke - Google Patents
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Description
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Rudolf SCHOBER Fridau 1
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Rudolf Schober
Obergrafendorf (AT)
Rudolf Schober
Obergrafendorf (AT)
Bettdecke
Die Erfindung bezieht sich auf eine Bettdecke aus wenigstens zwei miteinander entlang ihrer Ränder verbundenen Lagen.
An Bettdecken werden vor allem Anforderungen hinsichtlich der Biegeweichheit und der Wärmedämmung gestellt, um einerseits eine gute Anschmiegung der Bettdecke an die Körperformen zu ermöglichen und anderseits Wärmeverluste zu vermeiden, die eine Unterkühlung des Körpers bedingen. Die Wärmedämmung darf jedoch nicht zu einer Dampfsperre führen. Diesen Anforderungen können im allgemeinen Bettdecken genügen, die eine entsprechende Füllung beispielsweise aus Daunen aufweisen. Nachteilig bei solchen Bettdecken ist neben dem Kostenaufwand vor allem, daß eine gleichmäßige Verteilung der Daunenfüllung über die Fläche der Bettdecke nur durch Absteppungen dauerhaft sichergestellt werden kann, die die Biegeweichheit der Bettdecke beeinträchtigen. Außerdem macht das Reinigen solcher Daunenfüllungen Schwierigkeiten.
Um eine Bettdecke mit einer Daunenfüllung hinsichtlich ihrer Wärmedämmeigenschaften an jahreszeitlich bedingte unterschiedliche Temperaturbereiche anpassen zu können, ist es bekannt, (CH 632 914 A) die Bettdecke aus zwei Lagen daunengefüllter Decken zusammenzusetzen, die entlang ihrer Ränder mit Hilfe von Druckknöpfen lösbar verbunden werden können. Da diese die beiden Lagen bildenden Decken je für sich abgesteppt werden müssen, wird die Biegeweichheit solcher aus zwei Lagen aufgebauter Bettdecken zwangsläufig beeinträchtigt.
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Um teure Daunenfüllungen durch billigere Füllungen zu ersetzen, ist es bekannt (DE 198 30 387 A1), als Füllung ein Faservlies zu verwenden, das jedoch ebenfalls über Steppnähte mit der es umschließenden Gewebehülle verbunden werden muß, was wiederum mit einer Beeinträchtigung der Fähigkeit der Bettdecke einhergeht, sich in angenehmer Weise an die Körperformen anzuschmiegen.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Bettdecke zu schaffen, die kostengünstig hergestellt werden kann, einfach zu reinigen ist und den Anforderungen hinsichtlich der Biegeweichheit und der Wärmedämmung vorteilhaft genügt.
Ausgehend von einer Bettdecke der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, daß die beiden Lagen aus je einem Velournadelfilz bestehenjind innerhalb ihrer miteinander verbundenen Ränder entlang ihrer Trennfläche gegeneinander verschiebbar sind.
Velournadelfilze mit einem vergleichsweise geringen Flächengewicht weisen einen geringen Biegewiederstand auf, so daß sich eine gute Anpassungsfähigkeit an die jeweiligen Körperformen ergibt, wenn verhindert wird, daß sich die Lagen aus Velournadelfilz, die für die Wärmedämmung erforderlich sind, zu einem Verbundkörper mit entsprechend höheren Biegewiederständen verbinden. Dies gelingt erfindungsgemäß dadurch, daß die beiden Lagen innerhalb ihrer miteinander verschiebefest verbundenen Ränder entlang ihrer Trendfläche gegeneinander verschiebbar gehalten werden, weil in diesem Fall bei der Ausbildung einer Wölbung oder Falte der sonst die Biegung beeinträchtigende Längenausgleich zwischen den jeweils durch eine der beiden Lagen gebildeten Außen- und Innenbögen sichergestellt wird. Trotz dieser gegenseitigen Verschiebbarkeit der beiden Velournadelfilzlagen bleibt die grundsätzliche Form der Bettdecke durch die verschiebefeste Verbindung entlang der Lagenränder erhalten.
Der bei einem Velournadelfilz vorhandene Faserflor unterstützt nicht nur die Wärmedämmeigenschaften der Bettdecke, sondern macht diese auch ange-
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nehm griffig und flauschig, wenn der Faserflor auf der Außenseite der beiden durch die Velournadelfilze gebildeten Lagen zu liegen kommt.
Damit die Wärmedämmeigenschaften der Bettdecke vergrößert werden können, ohne das Flächengewicht der Velournadelfilze zu vergrößern und damit deren Biegewiederstand zu erhöhen, können die beiden Lagen aus Velournadelfilz zwischen sich wenigstens eine weitere Zwischenlage aus einem Nadelfilz aufnehmen. Die damit erzielte Verbesserung hinsichtlich der Wärmedämmung ist mit einer nur vergleichsweise geringen Minderung der Biegeweichheit der Bettdecke verbunden, wenn die randseitig mit den Rändern der äußeren Lagen verschiebefest verbundene Zwischenlage innerhalb der Ränder gegenüber den anliegenden Außenlagen verschiebbar bleibt, weil dann eine von den jeweils anderen Lagen weitgehend u &eegr; beeinträchtigte Biegung der einzelnen Lagen der Bettdecke möglich ist. Die Zwischenlage kann vorteilhaft wiederum aus einem Velournadelfilz bestehen, aber auch ohne Florausbildung eingesetzt werden.
Damit die Verschiebbarkeit der einzelnen Lagen der Bettdecke gegeneinander erhalten bleibt, ohne auf eine gegenseitige Lagenverbindung auch innerhalb der Ränder verzichten zu müssen, können die beiden Außenlagen und eine gegebenenfalls vorgesehene Zwischenlage miteinander begrenzt verschiebbar verbunden sein, beispielsweise durch Fäden mit einer die erforderliche Verschiebung zulassenden, die Gesamtverschiebung aber begrenzenden Länge.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Bettdecke in einer vereinfachten Draufsicht,
Fig. 2 diese Bettdecke in einem Schnitt nach der Linie M-II der Fig. 1 in einem
größeren Maßstab und
Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung einer Konstruktionsvariante einer erfindungsgemäßen Bettdecke.
Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung einer Konstruktionsvariante einer erfindungsgemäßen Bettdecke.
Die Bettdecke gemäß dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 weist zwei Lagen 1 und 2 auf, die aus einem Velournadelfilz mit einem Faserflor 3 bestehen, der sich jeweils an der Außenseite der beiden Lagen 1 und 2 befin-
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det, was jedoch nicht zwingend ist. Die beiden Lagen 1 und 2 sind entlang ihrer Ränder durch eine Naht 4 miteinander verschiebefest verbunden, innerhalb dieser umlaufenden Naht 4 jedoch entlang ihrer Trennfläche 5 gegeneinander verschiebbar. Damit ist eine Ausbauchung oder Faltenbildung der Bettdecke möglich, ohne eine diese Biegung der Lagen beeinträchtigende Verbundwirkung zwischen den Lagen 1, 2 befürchten zu müssen. Wie der Fig. 2 entnommen werden kann, kann es bei der gegenseitigen Gleitbewegung der Lagen 1 und 2 entlang der Trennfläche 5 zum Längenausgleich zwischen dem äußeren Bogen der einen Lage 1 und dem diesem Außenbogen folgenden Innenbogen der Lage 2 zu einem örtlichen Abheben der beiden Lagen 1 und 2 kommen, was jedoch keinen nachteiligen Einfluß auf die Biegeweichheit der Bettdecke oder deren Wärmedämmverhalten nimmt. Zur Begrenzung der gegenseitigen Verschiebbarkeit der Lagen 1 und 2 können diese Lagen miteinander über Fäden 6 verbunden werden, deren Länge die Gesamtdicke der beiden Lagen 1 und 2 übersteigt und dadurch im Fadenbereich eine begrenzte Verschiebbarkeit der Lagen sicherstellt.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 3 wird zur Erhöhung der Wärmedämmung der beiden Lagen 1 und 2, die wie die beiden Lagen nach der Fig. 2 ein Flächengewicht von beispielsweise 150g/m2 aufweisen können, eine Zwischenlage 7 aus einem Nadelfilz vorgesehen, der ein ähnliches Flächengewicht aufweist. Die Zwischenlage 7 ist mit den Außenlagen 1 und 2 im Randbereich durch eine Naht 4 verschiebefest gehalten, während die einzelnen Lagen 1, 2 und 7 entlang ihrer jeweiligen Trennflächen 5 gegeneinander verlagert werden können, um eine möglichst freie Faltenbildung zu gewährleisten, wie dies in der Fig. 3 angedeutet ist. Trotz eines im Vergleich zum Ausführungsbeispiel nach der Fig. 2 größeren Gesamtflächengewichtes ändert sich der Verformungswiderstand nicht in dem Ausmaß, das bei einer entsprechenden Erhöhung des Flächengewichts der Lagen 1 und 2 ohne Zwischenlage 7 zu erwarten wäre.
Claims (4)
1. Bettdecke aus wenigstens zwei miteinander entlang ihrer Ränder verbundenen Lagen, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Lagen (1, 2) aus je einem Velournadelfilz bestehen und innerhalb ihrer miteinander verbundenen Ränder entlang ihrer Trennfläche (5) gegeneinander verschiebbar sind.
2. Bettdecke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Faserflor (3) der Velournadelfilze auf der Außenseite der beiden durch die Velourfnadelfilze gebildeten Lagen (1, 2) liegt
3. Bettdecke nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Lagen (1, 2) aus Velournadelfilz zwischen sich wenigstens eine Zwischenlage (7) aus einem Nadelfilz aufnehmen, die randseitig mit den Rändern der äußeren Lagen (1, 2) verschiebefest verbunden, innerhalb der Ränder aber gegenüber den anliegenden Außenlagen (1, 2) verschiebbar ist.
4. Bettdecke nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Außenlagen (1, 2) und eine gegebenenfalls vorgesehene Zwischenlage (7) innerhalb ihrer miteinander verschiebefest verbundenen Ränder miteinander begrenzt verschiebbar verbunden sind.
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