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DE2029505B2 - Verfahren zur Erzeugung eines Ladungsbildes auf einem isolierenden Bildempfangsmaterial - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung eines Ladungsbildes auf einem isolierenden Bildempfangsmaterial

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Publication number
DE2029505B2
DE2029505B2 DE2029505A DE2029505A DE2029505B2 DE 2029505 B2 DE2029505 B2 DE 2029505B2 DE 2029505 A DE2029505 A DE 2029505A DE 2029505 A DE2029505 A DE 2029505A DE 2029505 B2 DE2029505 B2 DE 2029505B2
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DE
Germany
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image
photoconductive layer
receiving material
charge
potential
Prior art date
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DE2029505A
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DE2029505A1 (de
DE2029505C3 (de
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Susumu Sakai Osaka Tanaka (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Minolta Co Ltd
Original Assignee
Minolta Co Ltd
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Publication date
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Publication of DE2029505B2 publication Critical patent/DE2029505B2/de
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    • G03GELECTROGRAPHY; ELECTROPHOTOGRAPHY; MAGNETOGRAPHY
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    • G03G15/22Apparatus for electrographic processes using a charge pattern involving the combination of more than one step according to groups G03G13/02 - G03G13/20
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  • General Physics & Mathematics (AREA)
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  • Electrostatic Charge, Transfer And Separation In Electrography (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung eines Ladungsbildes auf einem isolierenden Bildempfangsmaterial, bei dem das Bildempfangsmaterial mit einer ein primäres Ladungsbild tragenden fotoleitfähigen Schicht kontaktiert auf seiner Rückseite einer Wechselstromkoronaentladung ausgesetzt und anschließend von der fotoleitfähigen Schicht abgehoben wird
Ein derartiges Verfahren ist durch die US-P1S 32 34 019 bekannt Nachdem die fofa .eitfähige Schicht einer fotoleitfähigen Platte gleichmäßig aufgeladen worden ist,, wird durch eine dem abzubildenen Original entsprechende Belichtung darauf das primäre Ladungsbild mit einer den Hell- und Dunkelwerten entsprechenden Verteilung der Oberflächenpotentiale ein und derselben Polarität erzeugt Danach wird ein isolierendes Bildempfangsmaterial auf die das primäre Ladungsbild tragende fotoleitfähige Schicht aufgelegt und auf seiner Rückseite einer Wechselstromkoronaentladung ausgesetzt Durch die dabei auftretenden positiven und negativen Entladungsströme und auf Grund der gegenseitigen Anziehung entgegengesetzter Ladungen entsteht dabei auf dem isolierenden Bildempfangsmaterial ein Ladungsbild von der dem primären Ladungsbild engegengesetzten Polarität, dessen Potentialgefälle zwischen den den Hell- und Dunkelbereichen des Originals entsprechenden Abschnitten nach dem Abheben des isolierenden Bildempfangsmaterials von der fotoleitfähigen Schicht zu Tage tritt, weil dann die Ladungen der fotoleitfähigen Schicht ihre neutralisierende Wirkung auf Teile der Oberflächenladung des Bildempfangsmaterials nicht mehr ausüben können. Das unsichtbare (latente) Ladungsbild des Bildempfangsmaterials wird danach mit Hilfe von elektrisch geladenen Tonerteilchen entwickelt und somit sichtbar gemacht.
Nach einer zweiten in der US-PS 32 34 019 beschriebenen Verfahrensweise wird im Falle, daß dsis isolierende Bildempfangsmaterial fest mit der fotoleitfälhigen Schicht verbunden ist und bleibt, also einen festen Bestandteil der fotoleitfähigen Platte bildet, das Abheben des Bildempfangsmaterials ersetzt durch eine auf die Koronaentladung folgende Totalbelichtung, durch welche die fotoleitfähige Schicht in sich kurzgeschlossen und das latente Ladungsmuster zwischen der fotoleitfähigen Schicht und dem isolierenden Bildempfangsmaterial eleminiert wird und ein entsprechender Potentialgefälle als latendes Bild auf der Oberfläche der fotoleitfähigen Platte erscheint Diese Verfahrensweise ist beschränkt aaf die erwähnte besondere Ausführungsform der fotoleitfähigen Platte.
In der Praxis hat es sich als schwierig erwiesen, die durch die auf die Rückseite des Bildempfangsnwaerials ausgeübte Koronaentladung erzeugte Vorspannung, mit
in der die Übertragung des primären Ladungsbildes von der fotoleitfähigen Schicht auf das isolierende Bildempfangsmaterials erfolgt, genau einzuhalten. Die Qualität des auf dem Bildempfangsmaterials erzeugten Ladungsbildes ist auf Grund des verhältnismäßig geringen, sich einstellenden Potentialgefälles mäßig und gegenüber dem primären Ladungsbild auf der fotoleitfähigen Schicht wesentlich verschlechtert, so daß a<ich die Kontrastausbildung zwischen den hellen und dunklen Bereichen auf dem entwickelten Bild nicht zufrieden-
2f> stellend ist Entladungsvorgänge, die nach er ersten Verfahrenweise beim Abheben des isolierenden BiIdempfangsmaterials von der fotoleitfähigen Schicht auftreten, haben auf dem mit Toner entwickelten Bild Flecken und Schlieren zur Folge. Da nach dem
λ bekannten Verfahren auf dem Bildempfangsmaterial ein Ladungsbild untersck Redlicher Ladungsdichte aber gleicher Polarität entsteht, können beim Entwicklungsvorgang mit geladenen Tonerteilchen diese auch in den Bereichen geringer Ladungsdichte haften bleiben und
in somit zusätzlich kontrastmindernd wirken oder Schlieren verursachen.
Aufgabe der Erfindung ist ein verbessertes Verfahren zur Erzeugung eines Ladungsbildes mit höherem Potentialgefälle auf dem isolierenden Bildempfangsma-
>*> terial, das fleckenlose Bilder mit gutem Kontrast, also einwandfreier Qualität garantiert
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß vor dem Abheben des Bildempfangsmatprials die fotoleitfähige Schicht totalbelichtet wird.
Die positive und die negative Eiitladungsspannung der Wechselstromkoronaentladung kann so gewählt werden, daß das Oberflächenpotential auf dem noch mit der fotoleitfähigen Schicht kontaktierten Bildempfangsmaterial (Kopierblatt) in dem dem hellen Teil des
■r> Originals entsprechenden Bereich gleich Null wird.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren entsteht auf dem Bildempfangsmaterial oder Kopierblatt ein Ladungsbild mit einem höheren Potentialgefälle zwischen den den Hell- und Dunkelwerten des Originals
on entsprechenden Bereichen, was zu einer besseren Kontrastausbildung beim entwickelten Bild führt Die hell und dunkel entsprechenden Bereiche des Ladungsbildes unterscheiden sich nicht nur in ihrer Ladungsdichte sondern auch in der Polarität, wodurch ein gegenüber
•ή dem Stand der Technik wesentlich höheres Potentialgefälle und damit ein stärkerer Kontrast erreicht wird; gleichzeitig wird durch die unterschiedliche Polarität aber auch vermieden, daß beim Entwicklungsvorgang Tonerteilchen in den hell entsprechenden Bereichen
ho haften bleiben. Flecke und Schlieren können so auf dem entwickelten Bild nicht mehr entstehen. Auch Rest-Oberflächenpotentiale wirken sich nicht mehr nachteilig aus.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, das
'·"' Ladungsbild auf der von der fotoleitfähigen Schicht abgewandten Seite des Bildempfangsmaterials zu erzeugen; ohne das Bildempfangsmaterial von der fotoleitfähigen Schicht abzuheben, kann dann zunächst
das unsichtbare (latente) Ladungsbild entwickelt werden, so daß die Bildqualität auch nicht mehr durch Entladungsvorgänge beim Abheben des Bildempfangsmaterials gemindert werden kann. Es kann so ein Bild bzw. eine Kopie von hoher Empfindlichkeit und starken Kontrasten eireicht werden. Sowohl beim Positiv-Positiv- als auch beim Negativ-Positiv-Kopieren werden Schleier vermieden. Halbschatten werden richtig wiedergegeben.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der anhängenden Zeichnung näher erläutert
F i g. 1 veranschaulicht die einzelnen Arbeitsgänge des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Erzeugung eines Ladungsbildes in der Elektrophotographie und die dabei auftretende Verteilung der Ladungen auf der fotoleitfähigen Schicht sowie dem Bildempfangsmaterial (Kopierblatt); dabei entspricht (A) der dem eigentlichen erfindungsgemäßen Verfahren vorausgehenden gleichmäßigen Aufladung der fotoleitfähigen Schicht, (B) der ebenso dem erfindungsgemäßen Verfahren vorausgehenden Erzeugung des primären Ladungsbildes auf der fotoleitfähigen Schicht, (C) dem Zustand, in dem das isolierende Bildempfangsmaterial (Kopierblatt) auf die fotoleitfähige Schicht gelegt wird, (D) der Wechselstromkoronaentladung, die auf die Rückseite des Bildempfangsmaterial (Kopierblatt) ausgeübt wird und (E) der erfindungsgemäßen Totalbelichtung der fotoleitfähigen Schicht vor dem Abheben des Bildempfangsmaterials.
Fig.2 zeigt ein Diagramm, das die zeitliche Änderung des Oberflächenpotentials auf der fotoleitfähigen Schicht sowie dem Bildempfangsmaterial (Kopierblatt) wiedergibt
F i g. 3 veranschaulicht die Wechselstromkoronaentladung, wobei die Anordnung der Vorrichtung zur Erzeugung der Wechselstromkoronaentladung mit einer Gegenelektrode unter (A) gezeigt ist, während die Kennlinien des Ausgangsstromes unter (B) dargestellt sind.
Fig.4 zeigt einen der Erfindung entsprechenden Entwicklungsvorgang, wobei (A) eine Positiv-Positiv Entwicklung und (B) eine Negativ-Positiv Entwicklung zeigt
Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren zur Erzeugung eines Ladungsbildes auf einem isolierenden Bildempfangsmaterial in Elektrophotographie anhand der F i g. 1 erläutert
In (A) und (B) in F i g. 1 sind dem eigentlichen erfindungsgemäßen Verfahren vorausgehende Arbeitsgänge dargestellt, durch die das primäre Ladungsbild auf der Fläche der fotoleitfähigen Schicht einer fotoleitfähigen Platte erzeugt wird. Die fotoleitfähige Platte 1 besteht aus der fotoleitfähigen Schicht Xb und aus der auf ihrer Rückseite aufgebrachten elektrisch leitenden Schicht Xa. Als fotoleitfähiges Material kommt das gewöhnlich angewendete Material, wie zum Beispiel eine hauptsächlich aus ZnO bestehende Harzdispersion, zur Anwendung, auf der das (elektrostatische) primäre Ladungsbild von niedrigem Potential erzeugt wird. Es kann auch ein anderes fotoleitfähiges Materia! wie zum Beispiel eine CdS-Harzdispersion angewendet werden, auf der das Ladungsbild mit hohem Potential erzeugt wird; dabei entsteht aber leicht aus dem weiter unten beschriebenen Griird ein Schleier auf dem Hintergrund.
Wie gesagt, können bei dem erfindungsgemäßen Verfahren mehrere fotok ^fähige Mateialien angewendet werden. Das Verfahren zur Erzeugung des primären Ladungsbildes auf der fotoieitfähigen Schicht unter
scheidet sich nicht sehr von den bisherigsn bekannten Verfahren.
Wie in F i g. 1 (A) gezeigt, wird an einem unbeleuchteten Ort durch die Vorrichtung 5 eine Gieichstromkoronaentladung auf die fotoleitfähige Schicht Xb der Platte 1 ausgeübt Dabei wird die Platte 1 relativ zur Vorrichtung 5 bewegt, wodurch die Oberfläche der fotoleitfähigen Schicht Xb der Platte 1 gleichmäßig und vorzugsweise negativ aufgeladen wird. Das Oberflächenpotential der fotoleitfähigen Schicht Xb steigt dabei gemäß der in F i g. 2 (a) gezeigten Kurve Va negativ an und erreicht zum Zeitpunkt Ta seinen Sättigungswert. Anschließend wird gemäß F i g. 1 (B) das Bild der Vorlage bzw. des Originals 3 durch das Objektiv 4 auf die gleichmäßig negativ geladene Fläche der fotoleitfähigen Schicht Xb projiziert und so die Belichtung der Platte vorgenommen.
Dabei wird ein Teil der negativen Ladung der fotoleitfähigen Schicht Xb im dem hellen Teil des Originals entsprechenden Bereich Li neutralisiert Das Oberflächenpotential vermindert sich hier gemäß der Kurve VbL in F i g. 2 (b) und erreicht zum Zeitpunkt Tb den kleinsten Wert, nämlich das Potential 0. Die negative Ladung in dem dem dunklen Teil des Originals entsprechenden Bereich Id bleibt dagegen unverändert Dieses Oberflächenpotential verläuft entsprechend der Kurve VißinFig. 2.
Auf diese Weise wird ein den Hell-und Dunkelwerten des Originals entsprechendes primäres Ladungsbild auf der Oberfläche der fotoleitfähigen Schicht Inder Platte
1 erzeugt
Unter Verwendung einer Platte, auf deren fotoleitfähigen Schicht Xb, wie oben beschrieben, ein primäres Ladungsbild erzeugt wurde, wird nun das erfindungsgemäße Verfahren zur Erzeugung eines Ladungsbildes auf einem isolierenden Bildempfangsmaterial (Kopierblatt)
2 mit den in F i g. 1 (C), (D), (E) dargestellten Arbeitsgängen durchgeführt wobei ein derartiges Verfahren, das lediglich aus den Arbeitsgängen gemäß Fig. 1 (C) und (D) besteht an sich bekannt ist Um die bei diesem Verfahren in den einzelnen Arbeitsgängen auftretenden Veränderungen der Ladungsverteilung sowie des Oberflächenpotentials und die Übertragung dieser Ladungsverteilung sowie des Obei flächenpotentials auf das Bildempfangsmaterial oder Kopierblatt 2 leichter verständlich zu machen, wurden die vorausgehenden Arbeitsgänge gemäß den F i g. 1 (A) und (B) ebenfalls kurz beschrieben.
Gemäß F i g. 1 (C) wird das Bildempfangsmaterial oder Kopierblatt 2 an einem unbeleuchteten Ort auf die Oberfläche der den Hell- und Dunkelwerten entsprechend aufgeladenen, fotoleitfähigen Schicht Xb der Platte I gelegt Das Kopierblatt oder Bildempfangsmaterial besteht aus Isolierstoff; es kann ein Fi'm aus z. B. Polyester, Polyäthylen oder Polyvinylchlorid verwendet werden. Wird das Kopierblatt 2 zum Zeitpunkt Tc (F i g. 2) auf die fotoleitfähige Schicht Xb gelegt, so wird das der geraden Line VbD entsprechende Oberflächenpotential im dem dunklen Teil des Originals entsprechenden Bereich der fotoleitfähgen Schicht Xb der Platte 1 zusätzlich gemäß der geraden Linie VcD reduziert, und das Oberflächenpotential im dem dunklen Teil des Originals entsprechenden Bereich nimmt auf dem Kopierblatt 2 de« Wert — VjOan.
Es ist möglich, das Kopierblatt 2 in diesem Zustand mit Farbstoff positiver Ladung vorübergehend zu entwickeln, das aber nur, wenn das Kopierblatt von einigen μηι bis zu einigen zehn μιη dünn ist und die der
Schattierung des primären Ladungsbildes auf der fotoleitfähigen Schicht \bentsprechende Potenttaldifferenz groß ist. Solch dünnes Kopierblatt ist aber für die praktische Anwendung nicht geeignet. Ferner bleibt auf der fotoleitfähigen Schicht 16, wie z.B. einer CdS-Schicht, auf der eine große Potentialdifferenz gemäß der Schattierung erzeugt wird, ein Restpotential im dem hellen Teil des Originals entsprechenden Bereich übrig, so daß das Kopierblatt nach der Entwicklung verschmiert wirkt. Es ist also sehr schwer, ein scharfes Bild auf dem Kopierblatt oder Bildempfangsmaterial zu erzeugen. Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird die praktische Anwendung eines Kopierblattes mit einigen hundert μτη Stärke durch die unten beschriebenen Arbeitsgänge ermöglicht.
Beim in F i g. 1 (D) dargestellten Vorgang wird an einem unbeleuchteten Ort in an sich bekannter Weise pinp WprhcplctrnmWrkrrinapntjarjijno auf Hjp Rijrlccpjtp des mit der fotoleitfähigen Schicht \b kontaktierten Kopierblattes 2 ausgeübt. Das Kopierblatt 2 wird dabei an der Vorrichtung 6 für die Wechselstromkoronaentladung bewegt. Der dem dunklen Teil des Originals entsprechende Bereich des Bildempfangsmaterials oder Kopierblattes 2 wird dabei positiv ( + ) aufgeladen; es vermindert sich also dessen negatives Oberflächenmaterial entsprechend dem Verlauf der Kurve VdD in Fig. 2, während im dem hellen Teil des Originals entsprechenden Bereich eine negative Ladung induziert wird und dessen Oberfiächenpotential von 0 gemäß der Kurve VdL ansteigt. Zum Zeitpunkt Td erreichen die Oberflächenpotentiale in dem dunklen Teil und dem hellen Teil entsprechenden Bereich denselben Wert — Vp und erreichen damit einen Ausgleichszustand. Auch wenn die Wechselstromkoronaentladung weiter ausgeübt wird, steigt die Ladung nicht weiter an, vielmehr behält das Oberfiächenpotential den konstanten Wert — Vp. Um den Ausgleichszustand zu erreichen, muß die Wechselstromkoronaentladung natürlich für eine Mindestzeitdauer ausgeübt werden. Wenn beispielsweise bei einer abtastenden Enladungsvorrichtung deren Breite in Abtastrichtung 30 mm beträgt und die Abtastgeschwindigkeit 200 mm/sec ist, dann liegt die minimale Grenze für die Ladungszeit bei 0,15 see, tatsächlich ist sie aber um einiges länger als diese untere Grenze.
Diese Erscheinung, daß eine positive Ladung ( + ) in dem dem dunklen Teil und eine negative Ladung (—) Ladung in dem dem hellen Teil des Originals enstsprechenden Bereich des Kopierblattes 2 erzeugt wird, rührt von Her Eigenschaft des Ausgangsstromes der Vorrichtung 6 zur Wechselstomkoronacntladung her. Dies wird anhand der F i g. 3 erläutert In F i g. 3 (A) ändert sich der Ausgangsstrom ic der Vorrichtung 6 zur Wechselstromkoronaentladung gemäß der Polarität und der Höhe des Potentials auf der Gegenelektrode 7. Wenn nämlich die Gegenelektrode 7 ein negatives Potential trägt werden die positiven Ionen, die bei der Wechselstromkoronaentladung erzeugt werden, von diesem negativen (—) elektrischen Feld angezogen, so daß sich die Anzahl der positiven Ladungsträger vergrößert und wenn die Gegenelektrode 7 umgekehrt ein positives ( + ) Potential hat werden die positiven Ionen abgestoßen und ihre Anzahl vermindert sich. Der Kurvenverlauf des Stomes + ic ändert sich wie in Fig.3(B) dargestellt Dagegen werden die bei der Wechselstromkoronaentladung erzeugten negativen Ionen abgestoßen und ihre Anzahl vermindert, wenn die Gegenelektrode 7 ein negatives (—) Potential trägt und von dem positiven ( + ) elektrischen Feld angezogen, d. h. ihre Anzahl auf der Gegenelektrode 7 ensprechend der Kurve — ic in Fig.3(B) vergrößert, wenn die Gegenelektrode 7 ein positives (+) Potential trägt.
■j Diese beiden Kurven des Stromes der positiven Ionen + ic und des Stromes der negativen Ionen —ic schneiden sich im Punkt ρ in F i g. 3 (B). Dieser Punkt ρ befindet sich im Bereich des negativen Potentials der Gegenelektrode 7, weil der Bewegungsgrad der
in positiven Ionen und der negativen Ionen unterschiedlich ist, und zwar ist der Bewegungsgrad der negativen Ionen bei O-Potential der Gegenelektode 7 beträchtlich größer als der Bewegungsgrad der positiven Ionen. Allgemein gilt, je höher die Spannung der Wechsel-
i-j stromkoronaentladung wird, desto größer wird die Krümmung der Kurve des Ausgangsstroms, wie mit der Kurvenschar +ic' und +ic" und —ic' und —ic"
Beim erfindungsgemäßen Vorgang der Wechselstromkoronaentladung entsprechen die Gegenelektrode 7 und deren Potential dem Bildempfangsmaterial der Kopierblatt 2 und dessen Oberfiächenpotential, das Potential am Punkt ρ entspricht dem konstanten Wert — Vp und im dem dunklen Teil entsprechenden Bereich besteht demgegenüber ein Überschuß an positiver ( + ) Ladung (Bereich 5+ in Fig.3(B)), im dem hellen Teil entsprechenden Bereich besteht gegenüber — Vp ein Überschuß an negativer ( —) Ladung (Bereich 5— in F ig. 3 (B)).
Das Kopierblatt 2 wird w;e oben beschrieben aufgeladen und das Oberfiächenpotential erreicht den Wert — Vp-, danach wird erfindungsgemäß die gesamte Fläche der fotoleitfähigen Schicht \b bei aufliegendem Kopierblatt 2 gemäß F i g. 1 (E) belichtet. Diese Totalbelichtung wird, wenn das Kopierblatt 2 lichtdurchlässig ist, von der Seite des Kopierblattes 2 her vorgenommen. Ist die fotoleitfähige Platte 1 durchsichtig, so kann die Totalbelichtung von der Seite der elektrischen leitenden Schicht la her vorgenommen werden; dabei kann das Kopierblatt 2 undurchsichtig sein.
Während der Totalbelichtung vergrößert sich die elektrische Leitfähigkeit der fotoleitfähigen Schicht \b, durch die es zu einem Ladungsausgleich und damit zu einer Aufhebung oder Neutralisation des Ladungsmusters an der Zwischenfläche zwischen der fotoleitfähigen Schicht 1 b und dem Kopierblatt 2 kommt so daß die durch die Wechselstromkoronaentladung zuvor auf das Kopierpapier aufgebrachte die Hell- und Dunkelwerte in unterschiedlicher Polarität abbildende Oberfläc.'.enladung nun als äußeres Feld wirkt Das Oberflächenpotentiai im dunklen Teil entsprechenden Bereich auf dem Kopierblatt 2 steigt plötzlich gemäß Kurve Vcd in in Fig.2(e) vom negativen (—) Potential —Vp auf ein positives (+) Potential an und erreicht zum Zeitpunkt Te seinen größten Wert und bleibt danach konstant Im dem hellen Teil entsprechenden Bereich dagegen vermindert sich das Oberfiächenpotential auf dem Kopierblatt 2 in diesem Bereich gemäß Kurve VeL geringfügig.
Bei der Belichtung der gesamten Fläche wird, wie oben beschrieben, das Oberfiächenpotential im dem hellen Teil entsprechenden Bereich des Kopierblattes 2 fast nicht verändert, jedoch im dem dunklen Teil entsprechenden Bereich kehrt sich die Polarität des Oberflächenpotentials um, und der Oberflächenpotentialunterschied vergrößert sich.
Zum Zeitpunkt Te, wenn also der oben beschriebene
Vorgang beendet ist, erhält man für die Entwicklung mit einem negativ (—) geladenen Farbstoff ein verbessertes Ladungsbild ohne jeden Schleier und mit hohem Kontrast.
Die Qualität des Ladungsbildes auf dem Bildempfangsmaterial oder Kopierblatt 2 ist entsprechend seiner Dicke etwas verschieden. Bei Verwendung eines dicken Kopierblattes 2 wird das Oberflächenpotential im dem dunklen Teil entsprechenden Bereich höher als bei Verwendung eines dünnen Kopierblattes und auch der Kontrast wird stärker. Es kann also ein Kopierblatt von einigen hundert μηι Stärke angewendet werden.
Nachdem das Ladungsbild auf dem Kopierblatt 2 geschaffen ist, kann, wie in Fig.4 gezeigt, die Entwicklung mit Hilfe des Hauptsächlich aus aufgeladenem Farbpulver bestehenden Farbstoffes entsprechend dem bekannten Verfahren vorgenommen werden, ohne daß das Kopierblatt zuerst von der fotoleitfähigen Schicht \b abgehoben werden muß. In F i g. 4 (A) ist die Positiv-Positiv Entwicklung mit dem negativ (—) geladenen Farbstoff gezeigt, in Fig.4(B) ist die Negativ-Positiv Entwicklung mit dem positiv ( + ) geladenen Farbstoff gezeigt. In jedem Fall haben die Oberflächenladung und das Oberflächenpotential im Teil, der weiß abgebildet werden soll, die gleiche Polarität wie die Ladung des Farbstoffes, so daß nicht zu befürchten ist, daß dieser Teil schmutzig oder verschmiert wird.
Es 'St möglich, das Kopierblatt nach der Entwicklung abzulieben und das Bild direkt zu fixieren oder dies auf ein Kopierblatt zu übertragen und weiter zu kopieren. Dagegen bleibt kein Farbstoff an der Oberfläche der fotoleitfähigen Schicht \b haften, so daß eine Reinigung des fotoleitfähigen Materials unnötig ist.
Die Erfindung wurde für den Fall beschrieben, daß das primäre Ladungsbild auf der fotoleitfähigen Schicht 1i» im dem hellen Teil des Originals entsprechenden Bereich das Potential 0 und im dem dunklen Teil des Originals entsprechenden Bereich ein negatives Potential hat. Auch wenn ein Rest-Potential — Vp' auf dem dem hellen Teil entsprechenden Bereich des primären Ladungsbildes bzw. auf der fotoleitfähigen Schicht \b zurück bleibt, kommt der Schnittpunkt ρ der Stromkennlinien zwischen den oben beschriebenen beiden Potentialen Vda \öl (hell und dunkel entsprechend) zu liegen, wenn Vp' < Vp und dieser Wert an sich klein ist. Aus der F i g. 3 (B) ist zu ersehen, daß der dem hellen Teil entsprechende Bereich durch die Wechselstromkoronaentladung (siehe F i g. 1 (D)) nicht positiv aufgeladen wird, so daß auch keine Schleier hervorgerufen werden.
Im Falle, daß ein primäres Ladungsbild durch positive Ladung auf der fotoleitfähigen Schicht erzeugt wird, und der Schnittpunkt der Kennlinie des Ausgangsstromes der Wechselstromkoronaentladung entsprechend dem Punkt p' in Fig.3(B) auf der Seite des positiven (+) Potentials liegt, wird das weitere Verfahren ebenso wie im Fall der negativen (—) Ladung durchgeführt Der Schnittpunkt kann nach p' verlagert werden, indem eine positive (+) Spannung an die Sekundärspule der Vorrichtung 6 zur Wechselstromkoronaentladung angelegt wird. Zum Beispiel wird durch eine zusätzliche positive (+) Spannung von 500 V an der Vorrichtung 6 zur y/echselsirornkoronaentladiing, die mit 5000V Wechselspannung gespeist ist, die positive (+) auf das Kopierblatt 2 wirkende Entladungsspannung zu 6000 V und die negative (—) Entladungsspannung zu —5500 V.
Diese Steuerung oder Vorspannung der Wechsel
>ü
stromkoronaentladung hinsichtlich der beiden Halbwellen und da mit die nahezu beliebige Verschiebung des Punktes ρ im Stromkennlinienfeld gemäß Fig.3(B) ermöglicht es, auch ausgehend von einer gleichmäßigen positiven Aufladung der fotoleitfähigen Schicht \b und damit von einem primären Ladungsbild, dessen dem dunklen Teil des Originals entsprechender Bereich positiv geladen und dessen dem hellen Teil des Originals entsprechender Bereich neutralisiert ist, ein Ladungsbild auf dem isolierenden Bildempfangsmaterial 2 zu erhalten, dessen den Hell- und Dunkelwerten entsprechende Bereiche sich ebenfalls nicht nur in der Ladungsdichte sondern erfindungsgemäß auch in der Polarität unterscheidet und damit einen besonderen Kontrast ergibt. Denn würde ausgehend von einem primären Ladungsbild mit positiven Ladungen auf der fotoleitfähigen Schicht 1Z> die Wechselstromkoronaentladung ohne entsprechende Vorspannung auf die Rückseite des mit der fotoleitfähigen Schicht \b kontaktierten Bildempfangsmaterials 2 ausgeübt, so müßten auf diesem die dunklen Bereiche auf Grund der gegenseitigen Anziehung entgegengesetzter Ladungen negativ erscheinen und die hellen Bereiche auf Grund der größeren Beweglichkeit der negativen Ladungsträger ebenfalls negativ, nur von geringerer Ladungsdichte, was dem Ziel der Erfindung nicht entspräche. Ausgehend von einem positiven primären Ladungsbild wird also der größeren Beweglichkeit der negativen Ladungsträger durch eine positive Vorspannung der Wechselstromkoronaentladung gegengesteuert, um zu dem gewünschten, kontrastreichen Ladungsbild zu kommen.
Der Schnittpunkt ρ in Fig.3(b) kann verschoben werden, indem der Ausgangsstrom der Wechselstromkoronaentladung genau festgelegt wird, z. B. durch eine höhere oder niedrigere Spannung an der Vorrichtung 6 zur Wechselstromkoronaentladung oder durch Änderung der positiven ( + ) und der negativen (—) Entladungsspannung. Die Ladungsmenge auf dem Bildempfangsmaterial oder Kopierblatt 2 kann damit vergrößert und die Empfindlichkeit leicht erhöht werden. Es ist auch möglich, nicht nur das Potential in dem dem hellen Teil entsprechenden Bereich zu 0 werden zu lassen, sondern den Schnittpunkt der Stromkennlinien ebenfalls auf ein Potential von 0 Voit zu verlegen, wodurch sich Haibtönungen erzeugen lassen.
Um auf dem isolierenden Bildempfangsmaterial 2 ein Ladungsbild mit in den den hellen und dunklen TeMen des Originals entsprechenden Bereichen unterschiedlicher Polarität zu erreichen, kommt es also letitenendes darauf an, die Wechselstromkoronaentladung hinsichtlich ihrer Halbwellen so zu steuern oder vorzuspannen, daß der Schnittpunkt der Kennlinien der auftretenden positiven und negativen Entladungsströme und damit das sich auf dem Bildempfangsmaterial schließlich einstellende, gleichmäßige Oberflächenpotential bei einem Spannungswert zwischen dem Oberflächenpotential in dem dem dunklen Teil und dem Oberflächenpotential in dem dem Thellen Teil des Originals entsprechenden Bereich des auf der fotoleitfähigen Schicht \b erzeugten primären Ladungsbildes liegt
Indem man wie in. dem ausführlichen beschriebenen Fall von einer gleichmäßigen negativen Aufladung der fotoleitfähigen Schicht \b ausgeht, kann man sich in vorteilhafter Weise die größere Beweglichkeit der negativen Ladungsträger zu Nutze machen, weil man
dann auf eine besondere Vorspannung der Wechselstromkoronaentladung verzichten kann.
Im folgenden werden zwei Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Erzeugung eines Ladungsbildes in der elektronischen Photographic beschrieben:
Da., erste Ausführungsbeispiel:
Die fotoleitfähige Schicht besteht aus einer ZnO-Harzdispersion. Auf das (etektrotatische) primäre Ladungsbild mit dem Potential 0 V im dem hellen Teil entsprechenden Bereich und dem Potential —500 V im dem dunklen Teil entsprechenden Bereich der fotoleitfähigen Schicht wird als Bildempfangsmaterial der Polyesterfilm mit einer Stärke von 50 μπι aufgelegt, wonach die Wechselstromkoronaentladung mit 6000 V auf die Rückseite dieses Films ausgeübt wird. Dieser noch mit der fotoleitfähigen Schicht kontaktierte Film wird dann an einem beleuchteten Ort gebracht (totalbelichtet), t-nd es kann ein Ladungsbild mit dem Potential von —250 V im hellen Teil des Bildes und dem Potential von + 250 V im dunklen Teil des Bildes auf der Oberfläche des Films erzeugt werden.
Das zweite Ausführungsbeispiel:
Die fotoleitfShige Schicht besteht aus einer CdS-Harzdispersion. Ein primäres Ladungsbild mit dem Potential von —100 V im hellen Teil und dem Potential von —1000 V im dunklen Teil wird auf dieser fotoleitfähigen Schicht erzeugt und ebenfalls der Polyesterfilm als Bildempfangsmaterial darauf gelegt. Anschließend wird die Wechselstromkoronaentladung
is von 6000 V ausgeübt, und durch die nachfolgende Totalbelichtung kann ein Ladungsbild mit dem Potential von —400 V im hellen Teil und dem Potential von + 450 V im dunklen Teil auf der Oberfläche des Films erzeugt werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Erzeugung eines Ladungsbildes auf einem isolierenden Bildempfangsmaterial, bei dem das Bildempfangsmaterial mit einer ein primäres Ladungsbild tragenden fotoleitfähigen Schicht kontaktiert, auf seiner Rückseite einer Wechselstromkoronaentladung ausgesetzt und anschließend von der fotoleitfähigen Schicht abgehoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Abheben des Bildempfangsmaterials (2) die fotoleitfähige Schicht (\b)totalbelichtet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die positive und die negative Entladungspannung der Wechselstromkoronaentladung so gewählt werden, daß das Oberflächenpotential auf dem noch mit der fotoleitfähigen Schicht (Ib) kontaktierenden Bildempfangsmaterial (2) in dem dem hellen Teil des Originals entsprechenden Bereich gleicirNull wird
DE2029505A 1969-06-16 1970-06-15 Verfahren zur Erzeugung eines Ladungsbildes auf einem isolierenden Bildempfangsmaterial Expired DE2029505C3 (de)

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2029505A Expired DE2029505C3 (de) 1969-06-16 1970-06-15 Verfahren zur Erzeugung eines Ladungsbildes auf einem isolierenden Bildempfangsmaterial

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CH (1) CH520959A (de)
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