DE2028868A1 - Verfahren zum wiederholbaren Aus werten von in latenter Form aufgezeich neten Informationen - Google Patents
Verfahren zum wiederholbaren Aus werten von in latenter Form aufgezeich neten InformationenInfo
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Description
Stuttgart
Verfahren zum wiederholbaren Auswerten von in latenter Form aufgezeichneten Informationen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum wiederholbaren, abschnittweisen Auswerten von im Verlauf eines kontinuierlichen Nachrichtenflusses in latenter Form aufgezeichneten Informationen, welche in
Form eines elektrografiechen Ladungsbildes auf einem trommel- oder
bandförmigen Träger zwischengespeichert sind.
Druckwerke, welche mit elektrograflseher Zwischenaufzeichnung der
Informationen in Form eines Ladungsbildes arbeiten, weisen den Nachteil auf, daß bei einem ununterbrochenen Nachrichtenfluß nicht
die Möglichkeit besteht, von den Aufzeichnungen mehrere Kopien zu erhalten. Außerdem ist bei diesen Geräten weiterhin als nachteilig
anzusehen, daß die zwischengespeicherten und durch Bestäubung sichtbar gemachten Informationen erst in das Blickfeld des Betrachters gelangen, wenn eine bestimmte Anzahl aufeinanderfolgender Zellen aufgezeichnet worden sind.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, diese Nachteile zu vermeiden.
Diese wird gemäß dem Verfahren nach der Erfindung dadurch gelöst,
daß der Träger einen !Anfang bzw. eine Länge besitzt, welche der
Höhe von zwei Abschnitten entspricht, daß die Informationen je- .
wells zeilenweise eingespeichert und gemeinsam In einen der beiden
Abschnitte des Trägers übertragen werden, dai der Träger jeweils
zwischen den Übertragungezeiten der aufeinanderfolgenden Informationszeilen eine volle Umdrehung ausführt und daß während dieser
Umdrehungen der ander« Abschnitt des Träger* zur Auewertung der
zuvor auf Ihn übertragenen Informationen zur Verfugung steht.
Ip.6.1970
vky/eoh 10ft09/IfIO
BAD
Anhand eines AusfUhrungsbeispiels wird dl« Erfindung in Verbindung
nit den Zeichnungen nachfolgend näher erläutert.
Druckwerkes, bei welcher das Verfahren gemäS der Erfindung Anwendung finden kann.
Figur 3 und Figur 4 vereinfachte Anordnungen nach Figur 1 bzw. 2,
bei weichen die Drucktrommel durch ein umlaufendes Magnetband ersetzt ist.
Figur 5 eine scheaatlsche Darstellung einer Anordnung, welche
statt einer Stroboskoplampe Verwendung finden kann.
Das in Figur 1 schematisch dargestellte elektrografieehe Druck-
und Anzeigegerät schließt eine durch nicht dargestellte Mittel in Pfeilrichtung A in kontinuierlichen Umlauf gesetzte magnetische
Speichertrommel ein. Die Umlaufgeschwindigkeit ist der anfallenden Zeileninformation angepaßt. Ihre Länge liegt im Bereich zwischen 228 mm bis j5Q4 mm. Dicht über der Trommeloberfläche 4 ist
ein magnetischer Vielkanalaufzeichnungskopf 2 angeordnet, Über
welchen durch eine geeignete elektrische Slgnalansteuerung ein entsprechendes magnetisches Ladungsbild über die gesamte Länge auf
die Trommel aufgebracht wird. Dem Aufzeichnungskopf 3 ist ein Codewandler zugeordnet, welcher die z.B. numerischen Blngangsslgnale
für das zu erstellende Ladungsbild In entsprechend· Steuersignale umsetzt.
Die Umlaufgeschwindigkeit der Trommel 1 ist so hoch, daß als während der Zeit der Erzeugung Jodes Tellbildabftehnl&tee ein« ¥©11«
Umdrehung macht. Diese Auslegung des Geräte« ermögiie.'i*.t m» jeden
Teilbildabschnltt an jeder beliebigen Stelle der XrasjMloberfleV
che 4 aufzubringen. Somit mujg di# Umlaufg®βdiwiMdigkeiS der
mel bei einer Zeichengesohwlndlglrait von z.B. 2$Q® Band* äv
500 Zeichen/Sek., zehn Umdrehungen pro Sekunde betragen. In diesen
Fall führt sie Jeweils eine volle Umdrehung in der Zeit des Smpfangb
von dreißig Zeichen aus. Aa Hand der Trommel 1 aufgebrachte Taktspuren dienen dazu, in jedem Augenblick die Wink·1position der Trommel
exakt ermitteln su können. Die Taktimpulse werden von einem Abtastkopf 14 abgenommen, welcher die erforderliche Synchronisation zwischen der Trommelposition und der Aufselchnungskopfansteuerung herstellt. Damit ist es möglich, Jeden Teil der eintreffenden Information an jeder gewünschten Stelle als Ladungsbild auf die Trommeloberflacht aufzubringen und die einzelnen Teilabschnitte in jeder
beliebigen Zuordnung zueinander zu bringen.
Bei einer Bmpfangsdichte von dreihundert Zeichen/Sekunde werden die
Zeichen in Zellengruppen von je dreißig Stück im zeitlichen Abstand
einer Trommelumdrehung nacheinander längs der Trommelaohse an den
vorbestimmten Stellen aufgebracht. Bei dieser Handhabung sind zwei
30-Zeichen-ZeilenspelQher erforderlich, welche wechselweise mit der
Eingangeleitung verbunden werden und Jeweils die folgende Gruppe von
dreißig Codezeichen aufnehmen. Die Binspeichfrung bleibt so lange
erhalten, bis sich die Trommel in der vorgesehenen Aufzeichnungsposition befindet. Mit dem Erreichen der vorgesehenen Trommeletellung
erfolgt die parallele Ausspelcherung der dreißig Zeichen über den
Codewandler auf die einzelnen Spuren des Magnetkopfes 5, durch welchen die übertragung in Form eines magnetischen Ladungsbildes auf
die Trommeloberflache 4 erfolgt. Die Aufzeichnung erfolgt dabei in
der Zeit, in der die Trowneloberflache sich um die Höhe eines Zeichens weitergedreht hat.
In der Zwischenzeit wird der zweite Zeilenspeicher mit den nachfolgenden Codezeichen gefüllt. Mit der Vervollständigung der ersten Trommelumdrehung ist der zweite Zeilenspeicher voll, wKhrend der erste
zu diesem Zeltpunkt wieder leer ist. Die Rollen der beiden Zellenspeicher werden durch Umschalten vertauscht, wobei der zweite Zeilenspeicher so lange im Wartezustand verbleibt, bis sich die Trommel
in der für diese Zeichen vorbestimmten Aufzeichnungsposition befindet. Diese Folge wiederholt sich, bis die Trommel voll 1st,
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Bei Jeder Umdrehung passiert die Tromme!.oberfläche eine Bestäubungseinrichtung 5* durch welche die Oberfläche 4 mit feinkörnigem Magnetr
pulver bestäubt wird, welches in seinem Farbton im Kontrast zum vorzugsweise
heilen Farbton der Trommeloberfläche 4 steht. Das an den zuvor magnetisieren Stellen an der Oberfläche 4 haften bleibende
Pulver läßt somit die Aufzeichnungen sichtbar werden.
Anschließend passiert die so behandelte Trommeloberfläche eine Betrachtungsstation,
in der die Aufzeichnungen auf der Oberfläche 4 durch ein Sichtfenster 8 über einen Spiegel 6 eingesehen werden
können. Der Spiegel 6 bewirkt eine auf dem Kopf stehende Wiederga-™
be der Aufzeichnungen, so daß die Aufzeichnung durch den Schreibkopf 3 ebenfalls auf dem Kopf stehend erfolgen muß, um ein lesbares
Schriftbild zu erhalten. Dabei ist im Hinblick auf das Betrachtungsfeld der Durchmesser der Trommel so groß zu wählen, daß der
Sichtbereich keiner zu starken Wölbung unterworfen ist. Wegen der hohen Umlaufgeschwindigkeit der Trommel sind Vorkehrungen zu treffen,
daß die latenten Aufzeichnungen auch lesbar sind. Dieses läßt sich ■it Hilfe einer herkömmlichen Stroboskoplampe 13 erreichen, welche
auf den Betrachtungsbereich gerichtet ist.
Un bei der Betrachtung nicht den Eindruck eines verwischten Bildes
zu erhalten, ist es notwendig, da£ die Stroboskopblitze sehr kurz ^ sind. Das bedeutet, daß eine sehr hohe Leistung erforderlich ist.
Die Stroboskopblitze sind mit der umlaufenden Trommel oder Band in
einer Weise synchronisiert, daß während jedes Trommel- oder Bandumlaufes ein einzelner Lichtblitz erzeugt wird» Wenn mehr als ein
Teilbereich zur Betrachtung vorgesehen ist, so sind Vorkehrungen getroffen, daß entsprechend viele Lichtblitze erzeugt werden. Der
jeweilige Lichtblitz wird ausgelöst, wenn sich der zugehörige Teilbereich der Aufzeichnung in der Betrachtungsposition befindet. Auf
diese Weise ist es möglich, zwei oder mehr Teilbereiche durch entsprechende
Zuordnung der Lichtfolitse zu vergleichen, indem die Teilbereiche
in einer frei wählbaren Weise einender überlagert werden.
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Wenn es z.B. notwendig ist, einen Satz Zeichenzeilen, als den einen
Teilbereich, mit einem anderen Satz Zeichenzeilen, als den anderen
Teilbereich, zu vergleichen, so können die beiden innerhalb eines Trommel- oder Bandumlaufs zu erzeugenden Lichtblitze so ausgelöst
werden, daß in der Betrachtung die Teilbereiche überlagert erscheinen,
wobei die Zeilen des einen Teilbereiches in die Zwischenräume des anderen Teilbereiches zu liegen kommen. Ih diesem Fall ist es
natürlich notwendig, daß der Zeilenzwischenraum ausreichend groß ist, um eine andere Zeichenzeile unterbringen zu können*
Die Speichertrommel 1 vervollständigt ihren Umlauf im Durchlauf durch die Druckstation 9 und die nachgeordnete Reinigungsstation 7,
wo das an der Trommeloberfläche haftende Magnetpulver entfernt wird,
um anschließend mit dem Durchlauf unter dem magnetischen Aufzeichnungskopf 5 einen neuen Umlauf zu beginnen. Ih Abhängigkeit von der
Arbeitsweise des letzteren kann wahlweise durch eine vorgesehene Entmagnetisierungseinrichtung 3 a die vorherige Aufzeichnung gelöscht
werden.
Der magnetische Aufzeichnungskopf 3 kann viele Formen besitzen.
Eine Grundförderung muß jedoch erfüllt sein, nämlich daß er sich
über die gesamte Aufzeichnungslänge der Trommel erstreckt und eine
Vielzahl von Aufzeichnungsspuren hat und die Zeichen reihenweise nach dem Mosaikprinzip zusammensetzt.
Die Druckstation 9 umfaßt eine Papiervorratsrolle 11, von welcher
eine kontinuierliche Papierbahn über eine Andruckrolle 9» geführt
wird, welche diese im Fall einer Aufzeichnungsübertragung gegen die
äußere Oberfläche der Trommel 1 preßt/Während dieses Vorganges ist die Bewegung der Trommel 1 und der Papierbahn in Richtung und Geschwindigkeit gleich. Durch das unter Druck erfolgende, Abrollen der
Trommel auf der Papierbahn 10 vollzieht sich die Übertragung des Magnetpulverbildes in an sich bekannter Weis« von' der Trommeloberfläche
4 auf die Papierbahn 10. Hierbei erfolgt naturgemäß «in·
spiegelbildliche Wiedergabe des ursprünglichen Sp«ioherbilde*,,
.Aus diesem Grunde wurde bereits bei den Aufbringen des Ladungsbildes
auf die Trommel 1 durch ά·η Aufzeichnungskopf 3 dieser Uta-
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.6.
kehrung Rechnung getragen, inden diese Aufzeichnungen bereits verkehrt
herum erfolgten« ao daß eine lesbare Betrachtung nur Über den vorerwähnten Spiegel 6 möglich ist. Nach der übertragung läuft die Papierbahn 10 durch eine Heizeinrichtung 12, welche durch Einwirkung
von Warn· das Pulverbild auf der Papierbahn 10 fixiert. Danach tritt
diese an einer geeigneten Stelle aus den GerKtegehause heraus.
Es ist klar, daß wenn die Andruckrolle 9 a ständig in Anlage gegen
die Tromeloberf lache 4 gehalten wird, sämtliche Informationen oder
Teile davon zu» Abdruck gebracht werden, sobald die Trommel sich dreht, wobei jeder Teil oder Teile der Information mehrere Male zum
Abdruck gebracht werden. Diese Arbeitsweise 1st selbstverständlich unerwünscht. Vielmehr besteht die Forderung nach einer zwar fortlaufenden Anzeige der empfangenen Informationen, aber gleichzeitig soll
eine von der Bedienungsperson gesteuert® Erstellung einer oder mehrerer Kopien bestimmter Teile der angezeigten Information möglich
sein. Aus diesem Grunde erfolgt das Anlegen der Andrückrolle 9a an
die Trommeloberfläche 4 durch einen steuerbaren Hubmagneten 9b. Dieser Nagnet und der Papiertransportmotor 9c sind entweder durch die
Bedienungsperson über die Auslösetaste 19 oder durch den Signaleingang über eine Detektoreinrichtung l8 ansteuerbar, wobei in beiden
Pillen eine Steuereinrichtung 15 zwischengeschaltet 1st.
Durch ein Ihformationsendesignal kann der Zeitpunkt bestimmt werden,
zu welchem der Abdruck erfolgen kann. So kann bei einer kurzen Mitteilung von dreißig oder weniger Zeichen der Abdruck sofort nach der
ersten Tronmelumdrehung erfolgen, während bei einer langen Mitteilung von z.B. neunzig Zellen zu je neunzig Zeichen zweihundertsiebzig Troraaelumdrehungen zur Vervollständigung ©rf ©Feierlich sind.
Die Blattllnge der einzelnen Abzüge kann gesondert durcfc. ä@n Papiertransports»chanismus bestirnt werden«, Di® iJBng» üem setelftfeidfreien
Vorlaufs wird durch einen ®Ktapr©eli®sid©ii l&®rwQwaofoub äöi3 ■ fap&erbahn
bestimmt, bevor die Andrückrolle 9a angelegt wirt, M gleiofc« Mais®
ergibt sich der untere sohriftfzvie Band, indeia <ä£@' Papi@rfoalm nachdem. Abheben der Andrückrolle §a, a@efe ura @ira«a hQBtismZem Bstrag
terbcwegt wird.
Bei der angenommenen Utalaufgeschwindigkeit der Trommel 1 von zehn
Umdrehungen/Sekunde läuft die gesamte Troameloberflache zehnmal in
der Sekunde unter der Andruckrolle vorbei. Somit können bei einer
zeitlich exakt erfolgenden Steuerung der Andruckrolle 9a zehn Kopien pro Sekunde von Jede» Abschnitt auf den Trommelumfang erstellt
werden. Somit kann, während die Aufzeichnung in einen Abschnitt noch
vor sich geht, ein zuvor aufgezeichneter Abschnitt zur Auswertung
herangezogen werden. Z.B. läßt sich eine Trommel mit einem Umfang von 635 μ in z.B. zwei Abschnitte von der Größe einer Texteeite,
jede 317 ran hoch, unterteilen. Wenn man annimmt, daß jede dieser
Seiten neunzig Zellen zu je neunzig Schriftzeichen umfaßt, so können von jeder Jeweils zweihundertsiebzig Kopien erstellt werden,
wahrend gleichzeitig die andere Trommelhälfte mit zweihundertsiebzig Gruppen zu je dreißig Schriftzeichen belegt wird. Sobald die
erforderliche Anzahl Kopien von der ersten Trommelhälfte erstellt
1st, kann die Aufzeichnung auf diesem Abschnitt gelöscht werden, um für den Empfang der dritten Textseite bereit zu sein. Öle Aufzeichnung der dritten Seite kann beginnen, sobald die Aufzeichnung
vollendet ist usw. Wird ein Blatt nur mit einer Gruppe von dreißig Zeichen versehen, ist nur eine Kopie der vorhergehenden Seite möglich. In der Praxis kommt es Jedoch kaum vor, daß mehr als zwölf
Kopien benötigt werden. Dieses läßt sich immer erreichen, wenn die nachfolgende Seite mindestens vier volle Zeilen Text enthält.
Die Tatsache, daß das Gerät in der Lage 1st, einen fortlaufenden
oder unterbrochenen Informationsfluß in Form von Codezeichen mit
einer Geschwindigkeit von zehn bis sechshundert Zeichen/Sekunde
zu verarbeiten, bedingt nicht, daß die Trommel unbedingt mit der
vorerwähnten Geschwindigkeit rotiert. Mit einer Erhöhung der in den Zellenspeichern befindlichen Codezeichen kann die Umlaufgeschwindigkeit der Trommel entsprechend niedriger sein, wodurch die
Anforderungen an die Bestäubungseinrichtung 5 geringer werden und eine Reduzierung der Papiertransportgeschwindigkeit damit verbunden wäre.
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Aus dem Vorbeachriebenen ist ersichtlich, daß es durch das Verfahren
gemäß der Erfindung möglich ist, die Aufzeichnung einer Informationsseite zu beenden und die Aufzeichnung auf der nächsten Seite fortzusetzen,
ohne den eintreffenden Informationsfluß zu unterbrechen oder Informationen zu verlieren. Gleichzeitig ist es möglich, während der
Aufzeichnung der Informationen auf der einen Seite im Verlauf jeder
Umdrehung der Trommel 1 in bekannter Weise eine Kopie von der anderen
Seite zu erstellen.
Das in Verbindung mit dem Druckwerk der Figur 1 im Detail beschriebene
Verfahren gemäß der Erfindung ist natürlich auch bei Geräten ^ anderer Konzeption anzuwenden, von denen nachfolgend einige beispielhafte
Ausführungen kurz beschrieben werden.
So kann zum Beispiel die Darbietung des BeträchtungsbereIchs durch
den Verzicht auf einen Spiegel 6 und das Aufbringen der latenten Aufzeichnungen auf der Trommeloberfläche in direkt lesbarer Form
vereinfacht werden. In diesem Fall muß die Umkehrung des Magnetpulverbildes im Verlauf der übertragung auf die Papierbahn 10 erfolgen,
damit die Schrift auf den Abzügen ebenfalls in korrekter Anordnung erscheint.
Figur 2 zeigt eine Modifikation des Gerätes von Figur 1, welche in
der vorbeschriebenen Weise arbeitet. Die nicht dargestellten Teile
Jk und Baugruppen bleiben unverändert. Bei dieser Ausführung mit direkter
Sicht auf den Betrachtungsbereich befindet sich das Sichtfenster
8 auf der anderen Gehäuseseite.
Die Trommeloberfläche 4 gelangt bei einer vorgesehenen Druckauswertung
nach dem Passieren des Betrachtungsbereiches in Berührung mit
. einer übertragungswalze 111, welche durch einen nicht dargestellten
Magneten angedrückt wird. Dabei wird das Magnetpulverbild auf der
Trommeloberfläche 4 auf die der Walze 111 übertragen. Die so präparierte
Walze 111 gelangt dann im Verlauf ihrer Drehung in Kontakt mit der in Bewegung befindlichen Papierbahn 10, welche die gleiche
Lineargeschwindigkeit wie die Walze 111 während des Umdruckvorganges
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besitzt. Durch den Gegendruck der Rolle 9a wird das Pulverbild unter Druck von der Walze ill in lesbarer Form auf die Papieroberfläche
übertragen. Die dabei an der Oberfläche der Walze 111 haften
bleibenden Pulverpartikel werden im Verlauf ihrer weiteren Drehung
durch eine Absaugeinrichtung 114 entfernt, bevor die Walzenoberfläche
auf's Neue in Berührung mit der Trommeloberfläche 4 gelangt.
In diesem Fall ist die Anwendung spezieller technischer Mittel notwendig, da das Magnetpulver nicht ohne weiteres auf einer herkömmlichen weichen Übertragungswalze haften bleibt. Aus diesem Grunde
ist die Walze 111 an ihrer Oberfläche mit einem gleichmäßigen Mosaik
magnetischer Punkte versehen oder die Walze besitzt durch z.B. eine
dünne Auflage aus Gummi geeigneter Struktur eine klebrige Oberfläche.
Das Magnetpunktmosaik 4ite©*Tiimmt das Pulverbild von der Trommeloberfläche
4 ohne Qualitätseinbuße auf. Die Übertragung auf die Papierbahn erfolgt in der vorbeschriebenen Weise durch Einpressen in die
Papierfasern mit nachfolgender Wärmebehandlung. Die erforderliche Wärme entsteht dabei hier infolge des Anpreßdruckes während der Übertragung.
Diese kann groß genug sein, die verschmelzung der Pulverpartikel mit dem Papier zu bewirken, so daß in diesem Fall keine
separate Heizeinrichtung 12 erforderlich ist.
Ist die übertragungswalze 111 mit einer Gummiauflage versehen, so
bewirkt die klebrige Struktur des Gummis eine Erleichterung der
übertragung von der Trommeloberfläche 4 auf die Papierbahn 10. Bei
dieser Anordnung dient ebenfalls die in Figur 2 dargestellte pneumatische
Absaugvorrichtung zum Entfernen der restlichen Pulverpartikel, welche nach der übertragung noch an der Walze 111 haften.
Die in Figur 1 und Figur 2 verwendete Trommel 1 kann durch ein Magnetband
geeigneter Breite, welches in Form einer um Umlenkrollen geführten Schleife ausgebildet ist, ersetzt werden.
Figur 5 und Figur 4 zeigen vereinfachte Abwandlungen der in Figur 1
und Figur 2 dargestellten Anordnungen, bei welchen die Drucktrommel 1
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durch ein Magnetband la ersetzt ist. Das als geschlossene Schleife
ausgebildete Band la wird von UKlenkrollen 2 geführt und durch einen
Motor 2a in Pfeilrichtung Ä angetrieben.
In diesen Zeichnungen sind Teile, die in ihrer Konstruktion und Punktion
mit den in Figur 1 und Figur 2 gezeigten Übereinstimmen, mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wie die Oberfläche 4 der Trommel 1 weist auch das Band la im Kontrast
zum Magnetpulver eine helle reflektierende Oberfläche auf. Wie aus Figur 3 zu entnehmen ist, befindet sich der Aufzeichnungskopf 3 in
Bezug auf die zu bestäubende Oberfläche an der Gegenseite des Bandes la. Diese Anordnung wurde gewählt, um die Abnutzung des Kopfes 3
durch Pulverrückstände zu vermeiden. In diesem Fall muß das Band la
so ausgebildet sein, daß die magnetische Aufzeichnung im Durchgriff
durch das Bandmaterial erfolgen kann. Zur Erstellung der Kopien wird die Papierbahn 10 in einer der vorbeschriebenen Arten im Abwälzverfahren
mit der Bandobsrfläehe in Berührung gebracht.
Es sei erwähnt, dai das vorstehend in Anwendung auf magnetische
Druckwerke beschriebene verfahren gemäB der Erfindung nicht auf diesen
Anwendungsfall beschränkt 1st, sondern bei vielen anderen Druckprinzipien
eine sinnvolle Anwendung finden kann.
Eine Alternative zu der vorbeschriebenen Stroboskopeinrichtung zeigt
die schematische Darstellung der Figur 5» welch® im wesentlichen aus
einen zwischen der Trommel- oder Bandoberfläche 4 und dem Betrachter
angeordneten, rotierenden Glasstab 16 quadratischen Querschnittes
mit ausreichend hoher Brechungszahl besteht.
Der Glasstab 16, welcher eine der Aufzelchnungsbreite der Trommel 1
bzw. des Bandes la entsprechende Länge besitzt, wird durch nicht
dargestellte Mittel in Pfeilrichtung Y in Drehung versetzt. Die relativen
Geschwindigkeiten dar Oberfläche 4 und des Glasstabes 16 sind so aufeinander abgestimmt, ü&B di@ fortschreitend® Bewegung
der Aufzeichnungen auf der Oberfläche 4 durch die Brechung' im rotierenden
Glasstab exakt kompensiert wird.
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Die Dicke des Glasstabes 16, der Brechungsindex und die Winkelgeschwindigkeit
müssen so sein, daß die durch zwei gegenüberliegende Seiten des Stabes betrachtete Zeile eine optische Ablenkung erfährt,
welche die Bewegung der Trommel- oder Bandoberfläche 4 im Betrachtungsbereich
genau kompensiert.
Bei gewissen Betriebsweisen ist es nach wie vor notwendig, eine
pulsierende Lichtquelle 17 vorzusehen, um eine überlagerung verschiedener
Aufzeichnungsteilbereiche auf der Trommel zu vermeiden. In diesem Fall ist die Lichtimpulsdauer jedoch so lang, wie der zu betrachtende Bereich der Oberfläche 4 durch den Glasstab 16 sichtbar bleibt.
Wenn die Winkelgeschwindigkeit der Trommel oder des Bandes und des
Glasstabes 16 im wesentlichen gleich sind und wenn der oder die Teile, welche zu betrachten sein sollen, nicht mehr als ein Viertel des
Trommel- oder Bandumfanges einnehmen, dann kann eine ständige Beleuchtung
der Oberfläche 4 erfolgen. Zur Verhinderung von Überlagerungserscheinungen sollte in diesem Fall ein Paar Polarisationseinheiten
Verwendung finden, wobei die eine Einheit zwischen dem Glasstab 16
und entweder der Oberfläche 4 oder dem Sichtfenster 8 anzuordnen
ist, während die andere auf einer Fläche des Glasstabes 16 zu befestigen
ist.
Die eine genannte Polarisationseinheit kann durch das Sichtfenster
8 gebildet werden. Die der mit der Polarisationseinheit beauflagten (|
Fläche benachbarten Flächen des Glasstabes 16 sind mit einem undurchsichtigen
Belag versehen. Die Polarisationseinheiten befinden sich während jeder Umdrehung des Glasstabes 16 zweimal in Blicklinie der
Bedienungsperson. Die Anordnung ist jedoch so ausgelegt, daß die Betrachtung
der Oberfläche 4 nur in einer der Stabstellungen, d.h.,
wenn sich der oder die zu betrachtenden Bildteile in der Betrachtungsposition befinden, gegeben ist.
Um während der aufeinanderfolgenden Umläufe der Trommel oder des Bandes ein stabilisiertes Bild der Aufzeichnungen zu gewährleisten,
ist die Umdrehungsgeschwindigkeit des Glasstabes 16 auf die Umlauf-
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zeit der Tromnel oder dee Bandes abgestimmt und synchronisiert.
Die Stabilisierung des Sichtbildes kann andererseits auch durch ein
Schwingen des Glasstab«« 16 \m seine Achse erreicht werden*
5 Patentansprüche
4 Blatt Zeichnungen mit 5 Figuren
BAD ORIGINAL
Claims (1)
- Patentansprüche(Tj Verfahren zum wiederholbaren, abschnittweisen Auswerten von im Verlauf eines kontinuierlichen Nachrichtenflusses in latenter Form aufgezeichneten Informationen, welche in Form eines elektrograflachen Ladungsbildes auf einem umlaufenden trommel- oder bandförmigen Träger zwischengespeichert sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1,1a) einen Umfang bzw. eine Länge besitzt, welche der Höhe von zwei Abschnitten entspricht, daß di· Informationen ^j jeweils zeilenweise eingespeichert und gemeinsam in einen der beiden Abschnitte des Trägers (l,la) übertragen werden, daß d«r Träger (1,1a) jeweils zwischen den Übertragungszeiten der aufeinanderfolgenden Informationszeilen eine volle Umdrehung ausführt und daß während dieser Umdrehungen der andere Abschnitt des Trägers (1,1a) zur Auswertung der zuvor auf ihn übertragenen Informationen aur Verfügung steht.2. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (l,la) über seinen gesamten Umfang bzw. Länge mit Taktspuren versehen 1st, welchen ein Abtastkopf (l4) zugeordnet ist und daß durch diesen Abtastkopf (14) der Zeitpunkt der übertragung der zeilenweise eingespeicherten Infor- i mation auf den Träger bestimmt wird.j5. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Ansprueh 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (l,la) nach einer Bestäubung mit elektrografieehern Pulver über einen begrenzten Bereich einzusehen 1st und von einer pulsierenden Lichtquelle beleuchtet wird, deren Takt mit dem Uralauf des Trägers (1,1a) synchronisiert 1st.4. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1,1a.) nach einer Bestäubung mit elektrografisehern Pulver über einen begrenzten Bereich einzusehen ist und daß in Betrachtungerichtung vor des» Träger .(1,Ia)'..ratio szBADA.E.Breweter 68-44-6-1 ~ 14 -quer xu deesen l&slimfrichtung ein ßlftsafcab (16) »it quadratisch·« Querschnitt angeordnet ist, welcher spiehroii zum Umlauftakt dee Trägers (1,Ia) gedreht oder in SeiSiifisigsmg ferset st wird.5* Anordnung nach Anspmaaft 4, da^uyeli ^kgimzelohfiet» daß zweisind« dafi eine der Übrigen Flächen von »imr einheit bedeckt i«t und ü&B ®ira d®n Einblick gewiährendes Sichtfenster (8) ein» zweite PölarisatioKSgiriiSieit blMet.10.6.1970irLeerseife
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2028868A1 true DE2028868A1 (de) | 1971-02-25 |
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|---|---|---|---|---|
| US4297716A (en) * | 1976-07-30 | 1981-10-27 | Canon Kabushiki Kaisha | Recording apparatus including a continuous transfer web |
| DE3140081A1 (de) * | 1980-10-09 | 1982-04-29 | Hitachi, Ltd., Tokyo | Laserstrahldrucker |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1603863A (en) | 1977-06-16 | 1981-12-02 | Sign Electronics Ltd | Printing apparatus |
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1969
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1970
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- 1970-11-18 BE BE759073D patent/BE759073A/nl unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| Publication number | Publication date |
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| AU1596470A (en) | 1971-12-09 |
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