DE2024645C - Vorrichtung zum Abweisen eines von einer rotierenden Schere geschnittenen Schopfendes - Google Patents
Vorrichtung zum Abweisen eines von einer rotierenden Schere geschnittenen SchopfendesInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ab- daß das Messer nach dem Abschneiden des Schopfweisen eines von einer, zwei rotierende Messer auf- endes für die weitere Unterteilung des Maues verweisenden Schere geschnittenen Schopfendes mittels wendbar ist.
eines Abweisers hinter der Schnittstelle und vor einer Es ist möglich, einen einerends auf der Schwenknachfolgenden Stabführung, bei welcher der Abweiser 5 achse gelagerten, an dem den Abweiser tragenden
an einem Ende eines Armes angebracht ist, dessen Arm angreifenden Schwenkhebel anderenends entanderes Ende auf einer Schwenkachse schwenkbar lang einer Kurvenbahn verschiebbar zu lagern. Dagelagert
ist, die sich beim Schnitt hinter der Schnitt- gegen vorteilhaft ist es, wenn ein einerends auf der
stelle befindet. Schwenkachse gelagerter, an dem den Abweiser tra-
Bei einer durch die deutsche Offenlegungsschrift io genden Arm angreifender Schwenkhebel, anderen-1
452 073 bekannten Vorrichtung zur Umleitung ,ends an' einem Ende eines Koppelglieds angelenkt ist,
eines einem Walzgutstab unmittelbar folgenden Walz- dessen anderes Ende schwenkbar und feststellbar
gutstabes ragt der Abweiser in Verlängerung des verschiebbar gelagert ist. Durch Feststellung des
Armes, an dem er angebracht ist, in einer Richtung Koppelgliedes in verschiedenen Stellungen laßt sich
quer zu der von den beiden Messern beim Schneiden >s dann die erfindungsgemäße Vorrichtung auf vergebildeten
Schnittlinie. Die Schwenkachse, die sich schiedene Längen des abzuschneidenden Schopfauf
einer Seite der waagerecht durch die Schnittlinie endes einstellen.
verlaufenden Zuführebene befindet, ist ortsfest an- Die Erfindung sieht in jedem Falle einen Abweiser
geordnet, wobei sich der Abweiser beim Schnitt auf vor, der an einem Ende eines Armes rechtwinkelig
derselben Seite der Zuführebene befindet. Der Arm ao von diesem absteht. Der Abweiser zieht das Schopfist
über eine Schubstange mit einer Kurbel verbun- ende aus der Bahn des nachfolgenden Stabes. Dabei
den, die zusammen mit einem unmittelbar neben der ist das dem Abweiser entgegengesetzte Ende des
Schere angeordneten Führungsexzenter auf einer Armes an einer Schwenkachse angebracht, die entWelle
sitzt. Nachteilig bei dieser bekannten Vorrich- lang einer Kreisbahn getrieben wird. Der Arm ist
tung ist, daß sie für hohe Stabgeschwindigkeiten nicht as weiterhin starr mit einem Ende eines Schwenkhebels
geeignet ist, einen relativ hohen Aufwand für den verbunden, dessen anderes Ende entlang einem Kreis-Antrieb
des Abweisers verlangt und für ein Abweisen bogen geführt ist. Auf Grund der Steuerung der Bedes
Schopfendes unmittelbar nach dem Schnitt nicht wegung des Abweisers mittels rotierender Schwenkgeeignet
ist. achse und entlang einem Kreisbogen geführten
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der 30 Schwenkhebel macht der Abweiser nach dem Schnitt
anfangs genannten Art zu schaffen, die bei gringem um die Schwenkachse auch eine Schwenkbewegung,
Aufwand auch bei hoher Stabgeschwindigkeit eine die der Bewegung der Schwenkachse entgegenge-
exakte Trennung des Schopfendes vom Stab und eine >· richtet ist.
sichere Entfernung des Schopf endes aus der Bahn , ,, In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungs-
des Stabes zuläßt. Die Erfindung sieht eine Vorrich- 35 form der Erfindung dargestellt und zeigt
tung der anfangs genannten Art vor, die dadurch Fig. 1 eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum
gekennzeichnet ist, daß der Abweiser unmittelbar Abschneiden und Abweisen eines Schopfendes,
neben den Messern angeordnet ist und von dem Arm F i g. 2 eine Ansicht gemäß Linie H-II in F i g. 1
rechtwinkelig und parallel zur Schwenkachse des und
Armes wegragt und die Schwenkachse auf der einen 40 Fig. 3 eine Ansicht gemäß LinieHI-III in Fig. 1.
Seite der Zuführebene gleichsinnig mit dem auf die- Bei einer Vorrichtung gemäß Zeichnung sind an
ser Seite der Zuführebene befindlichen Messer ent- einer stehenden Platte 1 ein oberes, balkenartig auslang
einer Kreisbahn angetrieben ist, wobei sich der gebildetes Messer 2 und ein unteres balkenartig ausAbweiser
beim Schnitt auf der anderen Seite der gebildetes Messer 3 jeweils auf einer Welle 4 drehbar
Zuführebene befindet. 45 angebracht. Die Wellen 4 sind jeweils in nicht näher
Bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung werden gezeigter Weise antreibbar und nur einerends gela-
von dem sich der Schere nähernden Stab mittels elek- gert. Die beiden Messer 2,3 sind in dem Augenblick
trischer Einrichtungen Schere und Schwenkachse des gezeigt, in dem sie ein Schopfende 5 von einem Stab 6
Abweisers in Rotation versetzt. Im Augenblick des schneiden, der aus einer Stabzuführung 7 austritt und
Schnittes ist das Schopfende unter den Abweiser ge- 50 in eine hinter den Messern angeordnete Stabführung 8
schoben, wobei sich die Schwenkachse unterhalb des eintreten soll.
Abweisers befindet. Der Abweiser bewegt sich nun Das untere Messer 3 trägt in seiner Rotationsrich-
auf Grund der Rotation der Schwenkachse verstärkt tung gesehen vorne einen Ansatz 9, an dem mittels
abwärts und zieht dabei das angeschnittene Schopf- einer Schwenkachse 10 ein Glied angebracht ist, das
ende abwärts, wodurch er die Trennung des Schopf- 55 aus einem Arm 11 und einem Schwenkhebel 12 be-
endes vom Stab fördert, und gibt dem nachfolgenden steht. Im Augenblick des Schnittes der Messer 2, 3
Stab den Weg wieder frei. hat die Schwenkachse 10 den höchsten Punkt der von
Es ist möglich, für den Antrieb der Schwenkachse ihr zu durchlaufenden Kreisbahn bereits durchlaufen,
eine besondere Antriebseinrichtung vorzusehen, die so daß sie sich nach dem Schnitt der Messer vornehm-
dann in Übereinstimmung mit den rotierenden Mes- 60 lieh abwärts, jedoch auch etwas vorwärts bewegt,
sern zu betreiben ist und über deren Drehzahl die Die Kreisbahn, auf welcher sich die Schwenkachse
abschneidbare Schopflänge zu regeln ist. Zweckmäßig 10 bewegt, besitzt einen geringeren Radius als die-
ist es jedoch, wenn die Schwenkachse des Abweisers jenige Kreisbahn, welche die Schneide des unteren
an einem der beiden Messer mit Abstand von dessen Messers 3 durchläuft.
Rotationsachse angebracht ist. In diesem Fall ist mit 65 Der Arm 11 trägt oben einen Abweiser 13, der
einfachen Mitteln ein mit dem Messer synchroner sich rechtwinkelig zum Arm über das Schopfende 5
Umlauf des Abweisers erreicht. Es ist möglich, den erstreckt. Der Abweiser 13 ist steg- oder simsartig
Abweiser am Messer abkuppelbar anzubringen, so ausgebildet und verläuft kreisbogenartig um die
Schwenkechse 10 herum. Nach hinten, d. h. entgegen
der Rotationsrichtung, verjUngt sich der Abweiser in seiner Dicke, so daß das freie Ende des Stabes 6, der
sich mit hoher Geschwindigkeit nach vorne bewegt, ohne weiteres auf den Abweiser auflaufen kann und
von diesem nach oben abgelenkt wird, Der Arm 11 ragt über den Abweiser 13 mit einem Sims 15 nach
oben hinaus, der eine Führung für üsn auflaufenden Stab 6 darstellt, Der Abweiser 13 ragt kragarmartig
über das Schopfende 5, so daß er, ohne mit dem unteren
Messer 3 zusammen zu stoßen, um die Schwenkachse 10 rotieren kann. Der Rücken 14 des unteren
Messers 3 ist abgeflacht, so daß das untere Messer unter dem Abweiser hindurchtauchen kann.
Der Abweiser läßt sich grundsatzlich auch am oberen Messer anbringen," wodurch allerdings die
Abfuhr des abgeschnittenen Schopfendes aufwendiger wird. Um zu verhindern, daß bei am unteren Messor 3
angebrachten Abweiser 13 das abgeschnittene Schopfende 5 senkrecht nach unten fällt, ist an dem ao
Ansatz 9, der die Schwenkachse 10 trägt, eine Führungsauflage 16 angebracht, die sich bei Schnittstellung
unterhalb des Schopfendes und zwischen Schwenkachse 10 und Abweiser 13 befindet. Das abgeschnittene
Schopfende S kann entlang dieser Füh- »5 rungsauflage 16 in der F i g. 1 nach links rutschen.
Arm 11 und Schwenkhebel 12 verlaufen quer, annähernd rechtwinkelig, zueinander. Der Schwenkhebel
12 ist mit seinem der Schwenkachse 10 entgegengesetzten Ende an einem Ende eines Koppelgliedes
17 angelenkt, dessen anderes Ende schwenkbar und feststellbar verschiebbar gelagert ist. Hierzu ist
das Koppelglied an einem Gleitstein 18 angelenkt, der oben und unten in Nuten einer Führungsplatte
19 ragt und in diesen Nuten waagerecht verschiebbar ist. Zur Feststellung des Gleitsteines 18 dienen
Klemmschrauben 20, die durch den Gleitstein 18 gegen die Führungsplatte 19 schraubbar sind. Wird der
Gleitstein 18 in der Zeichnung nach rechts verschoben, so schwenkt der Abweiser 13 nach links, so daß
ein längeres Schopfende abschneidbar ist. Wird der Gleitstein 18 nach links verschoben, so sinkt die
Länge des abschneidbaren Schopfendes.
Der den Abweiser 13 tragende Arm 11, der an diesen mit konstantem Winkel starr angebrachte
Schwenkhebel 12 und das daran angelenkte Koppelglied 17 bilden zusammen in etwa ein umgekehrtes S.
Wenn das abzuschneidende Schopfende sich der Schere nähert, so befindet sich der Abweiser 13 vor
der Schnittstelle. Das sich der Schere nähernde Schopfende setzt nun in an sich bekannter Weise die
Schere in Gang, so daß die Messer 2, 3 mit einer Umfangsgeschwindigkeit rotieren, die etwa lO°/o
größer ist als die Laufgeschwindugkeit des Stabes 6. Auf Grund der Rotation des unteren Messers 3 wird
der Abweiser nach oben bewegt, so daß er höher angeordnet ist als der Stab. Dabei befindet sich der
Abweiser vor den Messern 2,3, deren Schneidkanten sich auf einer Kreisbahn einander nähern. Das
Schopfende 5 schiebt sich dann unter den Abweiser 13, der sich im wesentlichen in Stabrichtung, d.h.
vorwärts, bewegt, aber bereits etwas abwärts bewegt wird. Der Schnitt erfolgt bei der gezeichneten Ausführungsform,
wenn die Schwenkachse 10 sich auf einer Geraden befindet, die mit der Senkrechten1 einen
Winkel von 45° bildet. Dabei ist die SchwenkachsR
derart angeordnet und angetrieben, daß der mittels Schwenkhebel 12 gesteuerte Abweiser 13 sich vor
dem Schnitt vor der Schnittstelle und beim Schnitt hinter der Schnittstelle der beiden balkenartigen
Messer 2,3 befindet. Nach dem Schnitt wird der Abweiser« weiterhin abwärts und vorwärts bewegt,
wobei er das abgeschnittene Schopfende mitnimm und dem nacheilenden Stab 6 abweicht, der sich au
den Abweiser schieben kann. Nach erfolgtem Schnitt bleiben die Messer 2,3 und der Abweiser 13 stehen.
Es ist auch möglich, die Vorrichtung so weiter zu bilden, daß der Abweiser nun vom unteren Messer
getrennt wird und die Messer zum weiteren Unterteilen des Stabes 6 verwendet werden.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Abweisen eines von einer zwei rotierende Messer aufweisenden Schere geschnittenen
Schopfendes mittels eines Abweisers hinter der Schnittstelle und vor einer nachfolgenden
Stabführung, bei welcher der Abweiser an einem Ende eines Armes angebracht ist, dessen
anderes Ende auf einer Schwenkachse schwenkbar gelagert ist, die sich beim Schnitt hinter der
Schnittstelle befindet, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abweiser (13) unmittelbar neben den Messern (2,3) angeordnet ist und von
dem Arm (11) rechtwinkelig und parallel zui Schwenkachse des Armes wegragt und dit
Schwenkachse (10) auf der einen Seite der Zuführebene gleichsinnig mit dem auf dieser Seite
der Zuführebene befindlichen Messer (3) entlang einer Kreisbahn angetrieben ist, wobei sich der
Abweiser beim Schnitt auf der anderen Seite der Zuführebene befindet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (10) des Abweisers
(13) an einem der beiden Messer (2,3) mit Abstand von dessen Rotationsachse (4) angebracht
ist. ,
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, oadurch gekennzeichnet, daß ein einerends auf der
Schwenkachse (10) gelagerter, an dem den Abweiser (13) tragenden Arm (11) angreifender
Schwenkhebel (12) anderenends an einem Ende eines Koppelgliedes (17) angelenkt ist, dessen anreresEnde
schwenkbar und feststellbar verschiebbar gelagert ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
steg- bzw. simsartig ausgebildete Abweiser (13), der sich kreisbogenartig um die Schwenkachse
(10) herum erstreckt, sich entgegen der Rotationsrichtung verjüngt.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein am
unteren Messer (3) angebrachter, die Schwenkachse (10) tragender Ansatz (9) eine bei Schnittstellung
zwischen Schwenkachse und Abweiser (13) befindliche Führungsauflage (16) für das abgeschnittene
Schopfende (5) trägt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2024645C true DE2024645C (de) | 1972-07-06 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3841608A1 (de) * | 1988-12-07 | 1990-06-13 | Mannesmann Ag | Vorrichtung zum abweisen von walzstabvorder- und hinterschopfenden |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3841608A1 (de) * | 1988-12-07 | 1990-06-13 | Mannesmann Ag | Vorrichtung zum abweisen von walzstabvorder- und hinterschopfenden |
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