DE2022989A1 - Dosierautomatik fuer fluessige Metalle - Google Patents
Dosierautomatik fuer fluessige MetalleInfo
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Description
öhn. Pall 2468
WES TOPEK GMBH
62 Wiesbaden, Martinstr« 19
Dosierautomatik für flüssige Metalle
Gegenstand der Anmeldung ist eine neue Dosierautoaatik für flüssige
Metalle an einem Schmelz- und Warmhalteofen, der mit einem, mit
Steuerungselektroden versehenen Abgaberohr, und mit einer regulierbaren
Druokluftvorrichtung zur Abgabe bestimmter Mengen flüssigen Metalles,
sowie einer !Druckausgleichsregulierung beim Sinken, des Metallspiegels
bei fortschreitender Entleerung des Ofens ausgestatttit ist.
Sein Herausdrücken genau definierter Mengen flüssiger Metal3.e durch
Druckluft aus einem Schmelzofen ergeben sich bekanntlich dadurch besondere Probleme, daß in gleichen Zeiträumen bei gleichen Bruckdosierungen P durch
das allmähliche Absinken des Metallschmelzspiegels allmählich geringer werdende Sohmelzmengen aus dem Abfüllrohr gefördert werden. Dies ist
dadurch erklärlich, daß der Druck P aus zwei Komponenten p. und p_
Tsesteht. Hierbei versteht man unter ρ jenen Druck, der erforderlich ist,
tua die Schmelze aus dem Ofen bis zur Ausflußöffnung des Abfüllrohres zu
drücken, während p_ anschließend der reine Förderdruck ist, der, in einem
bestimmten Zeitintervall aufrechterhalten, die Dosierung der Ausflußmenge des flüssigen Metalles vornimmt.
Es liegt auf der Hand, daß der Partialdruck p„ konstant ist, während der
Partialdruck ρ dadurch variabel ist, daß mit fallendem Schmelzspiegel
auch ein höherer Partialdruck p. aufgewendet werden muß, um vom
sinkenden Schmelzspiegel aps durch Druckanstieg einen immer größer
werdenden Raum im Abgaberohr bis zur Ausfluß öffnung zu füllen.
Ub den im Laufe der Ofenentleerung erforderlichen Mehraufwand an p.
innerhalb von P « p. +P2 auszugleichen, hat man verschiedene ¥ege
eingeschlagen. So hat man versucht, das flüssige Metall mittels eines Doeierungsgefäßes abzugeben, welches mit einer gesonderten Gießkammer
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kombiniert istf der flüssiges Metall aus den Schiselzbshälter zugeführt
wird, und in welcher Gießkamiaer der Spiegel des flüssigen Metalles immer
auf konstanter Höhe gehalten wird. Abgesehen davon, daß die Bauweise eines solchen Ofens durch die gesonderte Dosierkammer besondere Probleme
aufwirft, kann von dieser Methode natürlich keine große Präzision erwartet werden, weil besondere im Laufe der Zeit sich an den Händen
der Oießkanuoer Ansätze und Veränderungen ergeben, die das Volumen
beeinträchtigen können.
Man hat auch versucht, mit zunehmender Entleerung des Ofens die Baruckzeit
au verlängern. Als Steuerungselement verwendet man hier eine Eegslvorriohtung
mit einem in das Metallbad eintauchenden Tauchkolben. Es hat eich jedoch herausgestellt, daß ©ine derartige Regulierung, die auf
Messung der Badhöhe beruht, sehr träge arbeitet 9 und dadurch nicht die
gewünschte Dosiergenauigkeit bietet, abgesehen von der Anfälligkeit einer solchen Apparatur.
Ferner ist es bekannt, mit sinkendem Metallspiegel "bei konstantem Druck
auf einer ersten !Druckleitung durch ein© zweite gesteuerte "Druckleitung
dem Ofen zusätzlichen Brück zuzuspeiqen. Dies bedingt den Einbau eines
gesonderten Elements und erhöht die apparative Anfälligkeit.
Ee stellte sich somit die Aufgabe, eine Bosierautoioatik für flüssige
Metalle an einem Schmelz- und Warmhalteofen zu schaffen, die ohne Trägheit reguliert, apparativ optimal einfach ist, das heißt, daß sie
ohne gesonderte Entnahmekammer vor dem Abgaberohr auskommt, und weder einen dem Metallspiegel aufliegenden Schwimmer noch eine gesonderte
Druokauspeisevorrichtung benötigt. Dabei soll eine maximal© Dosierbarkeit
Bit einer Genauigkeit in der Größenordnung von etwa drei Prozent dauerhaft
gewährleistet sein.
Der erfindungsgemäße Dosiervorgang baut auf dem bekannten Prinzip auf,
daß für die Abgabe einer gewünschten Menge Metallschmelze während einer gewissen Zeitspanne (erfahrungsgemäß eingestellt durch ein durch die
Öffnung des Abgaberohres gesteuertes Zeitrelais) ein genau festgelegter
Druck (erfahrungsgemäß eingestellt an einem die Druckzufuhr steuernden Grenzwertschalter) auf die Schmelze gegeben wird.
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Es wurde nun dazu gefunden} daß eine Dosieraiitomatik für flüssige
Metalle an einem Schmelz- und Warmhälteofen, der mit einem, mit
Steuerungselektroden versehenen Abgaberohr und mit einer regulierbaren
Druckluftvorrichtung zur Abgabe "bestimmter Mengen flüssigen Metalles sowie
einer Druckausgleichsregulierung "beim Sinken des Metallspiegels bei
fortschreitender Entleerung des Ofens ausgestattet ist, dann der genannten Aufgabenstellung entspricht, wenn in den mit dem Ofen und der Druekluftleitung
verbundenen Steuerungselementen eine erste Elektronik durch zwei Messkammern eines Differenzdrucktransmittere den reinen Förderdruck Po
als Stromimpuls vor der Meldung an einen ßrenzwertschalter in einen
Mischteil gibt, wo er durch Überlagerung von einem Stromimpuls aus einer
zweiten Elektronik korrigiert wird, die eine weitere, mit dem Ofen direkt
verbundene Meßkammer auswertet, die den, durch den statischen Druck p, ä
der Säule flüssigen Metalls im Abgaberohr zwischen Metallspiegel und
Auslauf variablen Gesamtdruck P » p. + Pp im Ofenraum registriert, so daß
der Druckabfall beim Sinken des Metallspiegels im Ofen durch einen
gesteuerten aequivalenten Druckanstieg des reinen Förderdrucks p« über
eine einzige Druckluftleitung ohne Variationen am Zeitrelais kompensiert
Vie erfindungsgemäß geschmolzene Metalle, wie z.B. Aluminium, präzise
dosiert werden, mag an folgendem Beispiel erkannt werden. Ein Schmels- und
Warrahalteofen besteht aus druckdichtem Stahlblechgehäuse mit einer sehr
hochwertigen Isolierung 1, die allseitig angeordnet ist. Die gegossene
Wanne 2 ist resistent gegen Schmelze und scharfe Veredelungsetoffe. Die
Beheizung 3 erfolgt durch Strahlrohre mit Widerstandsbeheizung. Beschickt ™
wird der Ofen mit Metall durch die Besebickungs- und Beinigungsklappe 4·
Der Aue trag des flüssigen Metalls erfolgt durch das Abgaberokr 5>
dessen Teil 5a aus Gußeisen, dessen Teil 5b aus Stahlblech mit Spezialauskleidung
besteht.
Die Betätigung der Anlage erfolgt über einen Drucktaster 6. Durch ihn wird
die Schützensteuerung 7 erregt. Das Magnetventil 8 (Drucklufteinlaß) öffnet
sich, während sich gleichzeitig das Magnetventil 9 (Entlüftung) schließt.
Im Ofenraum steigt jetzt der Druck an, ebenso in den beiden Meßkammern I
und II des Differenzdruck transmitters 10 sowie in der Meßkammer'des
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Transmitters 14 ·
Das geschmolzene Metall steigt nun aus dem Ofen in dem Abgaberohr 5
hoohi "bis es die Elektroden 11 erreicht, wodurch ein KurζSchlußimpuls auf
die Schützensteuerung 7 abgegeben wird. In diesem Augenblick ist der von
der Höhe des Sohmelzspiegels abhängige Druck ρ vorhanden. Durch den
Kurzschlußimpuls der Elektroden 11 wird nun das Magnetventil 12 zwischen
dem Ofen und der Meßkammer I des Differenzdrucktransmitters 10 geschlossen.
Jetzt befindet sich in der Meßkammer I der Druck ρ eingeschlossen.
Das Druckluftventil 8. bleibt weiterhin offen, so daß sich im Ofenraum
und in der Meßkammer II der A\is gangs elektionik sowie im Transmitter 14
der Druck P - ρ +· p? ausbilden kann. Da mit den Elektroden 11 ein Zeitrelais
verbunden ist, entfließt nun dem Abgaberohr die genau dosierte Menge der Schmelze. Im Grenzwertschalter 13 ist der gewählte Druck p?
eingestellt. Wird durch Mischteil 15 dem Grenzwertsehalter 13 durch einen
Stromimpuls das Erreichen des Druckes p2 gemeldet, so wird das Druckluftventil
8 geschlossen. Das Magnetventil 9 sowie das Magnetventil 12 öffnet
nach Ablauf der Gießzeit durch das Zeitrelais. Damit wird schlagartig der Ausfluß der Metallschmelze aus der Öffnung des Abgaberohres 5
unterbunden, wodurch eine präziee Dosierung der abgegebenen Sohmelzmenge
erfolgt.
Als besonders erfindungswesentlioh muß im vorstehend geschilderten
Mechanismus das Wirken des Mischteils 15 herausgestellt werden, der die Stromimpulse aus dem Differenzdruektransmitter 10 und aus "Transmitter 14
mischt. Wenn nach Vorgabe des Druckes ρ das Magnetventil 12 geschlossen
ist, befindet sich in der Meßkammer I der Druck p. eingeschlossen. Wenn
sioh im Verlaufe des Druckanstiegs in der Meßkammer II der Druck
P-P1 + Vn ausgebildet hat, so meldet der Differenzdrucktransmitter in
den Mischteil den Druck P1 + p«, - P1 » p«. In der Meßkammer des
Transmitters 14 befindet sich gleichzeitig der Druck P « P1 + Pp· ^a ρ ,
wie vorstehend eingehend dargelegt, mit sinkendem Schmelzspiegel variiert (d.h. bei sinkendem Sohmolzspiegel ist ein höherer Druckaufwand
P1 erforderlioh, um die Schmelze von der Höhe des Schmelzspiegels auf die
Ausflußhöhe des Abgaberohres zu fördern), wirkt der Stromimpuls aus
Transmitter 14 im Mischteil korregierend auf den Stromimpuls aus dem
Differenzdrucktransmitter 10 ein. Dabei kann erfindungsgemäß der Impuls ·
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Aue Transmitter 14 in voller Höhe oder prozentual dem Mischteil 15
zugeführt werden, Je nach Bauweise des Ofens und Schmelze geeicht.
Der von dem variablen Partialdruck ρ anhängige Stromimpuls des
Transmitters 14 wird im Misohteil 15 von dem aus dem Differenzdrucktransmitter
10 kommenden, dem Partialdruck p„ aequivalenten Stromimpuls
subtrahiert, so daß der Misohteil dem Grenzwertschalter 13 einen, um
einen Korrekturfaktor verminderten Druck meldet. Da im Grenzwertschalter
der in Belation zum Zeitrelais stehende Druck p„ für die Dosierung
eingestellt ist, so schaltet der Grenawertschalter 13 erst später, wenn im
Ofen jener höhere Druck vorhanden ist, der duroh das Absinken de3 Schmelzspiegels,
somit den im Laufe der Zeit höher werdenden korregierten Partialdruck ρ , ausgleicht. Ist das der Fall, so wird Magnetventil 8 der
Druckluftleitung geschlossen, Magnetventil 9 für den Außendruok und |
Magnetventil 12 für Meßkammer I wird nach Ahlauf der eingestellten Gießzeit
geöffnet. Dadurch wird die Abgabe der Schmelze unterbrochen und die
Schmelze fällt im Abgaberohr auf Spiegelhöhe im Ofen zurück.
Ein gewähltes Zahlenbeispiel möge den Gegenstand der Erfindung weiter
veranschaulichen.
Angenommen der Ofen sei derart dimensioniert, daß bei voller Füllung ein
Partialdruck p. von 500 mm Wassersäule (WS), bei nahezu völliger
Entleerung ein Partialdruck p. von 1000 mm Wassersäule angenommen werden
kann. Ferner nehme man an, daß bei der Wahl der Dosierung sich ein
Differenzdruck p„ von 200 mm Wassersäule ergibt. Der Differenzdruck- ä
transmitter 10 wird - ob der Ofen nun voll ist oder fast leer - stets
einen Stromimpuls entsprechend 200 mm Wassersäule an den Mischteil 15 aussenden.
Inzwischen hat aber die Meßkammer des Transmitters 14 bei voller Ofenfüllung
einen Druck P-P1 + P2 " 5°° «mn WS + 200 mm WS « 700 mm WS, jedoch
bei nahezu völliger Leerung des Ofens einen Druck P-P1 + P2 " 1000 ma WS
+ 200 DD WS » 1200 mm WS registriert. Entsprechend einer Einstellung
*■ Transmitter 14 und seinem Gießbereich können nun entsprechende Impulse
▼on 0 $6 bis 100 ^ dem Mischteil 15 zugeführt werden. Wie erwähnt wird
■an die prozentuale Einstellung entsprechend der Dimensionierung des
Ofens und der Art der Sohmelze wählen, d.h. man wird während einer ersten
Probenentnahme zunächst einmal empirisch testen, welche Einstellungen
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die optimale Dosierung ergeben. Für die Verfolgung des Beispiels nehme man
an ι es habe sioh hierfür ein Korrekturwert von 10 fi als angemessen ergeben.
Dabei soll der Meßbereich des Differenzdruoktransmitters 10 so gewählt
sein, daß 0 bis 2000 mm WS einem Stromimpuls von 0 bis 20 mA entsprechen,
somit 10 mm WS 1 mA entsprechen. Der Meßboreich des Transmitters 14
hingegen sei so gewählt, daß 0 bis 2000 mm WS einem Stromimpuls von
0 bis 20 mA entsprechen, so daß 100 mm WS 1 mA ausmachen.
Dann wird vom Differenzdruoktransmitter 10 für p~ = 200 mm WS ein
Stromimpuls von 20 mA an Mischteil 15 entsandt. Ferner wird gemäß obigem
Beispiel bei einem Korrekturwert von 10 $ Transmitter 14 bei vollem Ofen
entsprechend 700 min WS einen Strom von 0,7 mA, bei nahezu leerem Ofen
entsprechend 1200 mm WS einen Strom von 1,2 mA in den Mischteil 15
abgeben. Im Mischteil 15 wird dann eine Subtraktion vorgenommen« 20 mA
(aus Differenzdrucktransmitter 10) - 0,7 mA (aus !transmitter 14) = 19,3 bA.
Dies ergibt sich bei vollem Ofen.
Hingegen bei nahezu leeren Ofen ergibt sich demgemäß} 20 mA (aus
Differenzdrucktransraitter 10) - 1,2 mA (aus Transmitter 14) 13,3 mA.
Da im Grenzwertschalter 13 für die gewählte Zeitdauer der Wert 20 mA
(entsprechend 200 mm Wassersäule für p«) festgelegt und eingestellt ist,
so wird der Grenzwertschalter 13 erst dann tätig, wenn der Korrekturfaktor berücksichtigt ist, also der Druok p« soweit über 200 mm WS angestiegen ist,
bis das Absinken des Schmelzspiegels im Ofen ausgeglichen ist.
Aus diesem Beispiel ergibt sich, daß die erfindungsgemäße Dosierautomatik
präzise und ohne Trägheit arbeitet.sowie ohne ein dem Abgaberohr "vorgeschaltetes
Meßgefäß und mit einer einzigen Druckluftleitung auskommt, einer gesonderten Zuspeisevorrichtung also nicht bedarf.
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Claims (1)
- PatentanspruchDosierautomatik für flüssige Metalle an einem Schmelz- und Warmhalteofen, der mit einen, mit Steuerungselektroden versehenen Abgaberohr und mit einer regulierbaren Druckluftvorrichtung zur Abgabe bestimmter Mengen flüssigen Metalles sowie einer Druckausgleichsregulierung beim Sinken des Metallspiegels hei fortschreitender Entleerung des Ofens ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, daS in den mit dem Ofen und der Druokluft-Ieitung verbundenen Steuerungselementen eine erste Elektronik duroh zwei Keßkamniern eines Diff erenzdrucktransinitters den reinen Förderdruck pr> als Stromimpuls vor der Meldung an einen Grenzvertschalter in einenvorgeschalteten Mischteil gibt, wo er durch Überlagerung von einem JStromimpuls aus einer zweiten Elektronik korregiert wird, die eine weitere, mit dem Ofen direkt verbundene Meßkammer auswertet, die den, durch den etatischen Druck p. der Säule flüssigen Metalles im Abgaberohr zwischen Metallspiegel und Auslauf variablen Gesamtdruck P■» p. + p« im Ofenraura registriert, so daß der ])ruckabfall beim Sinken des Metallspiegels im Ofen durch einen gesteuerten aequivalenten Itruckanstieg des reinen Förderdrucks p« über eine einzige Druckluftleitung kompensiert wird.10 985 3/0718Leerseite
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