DE1197591B - Vorrichtung zum dosierten Vergiessen schmelzfluessigen Metalls - Google Patents
Vorrichtung zum dosierten Vergiessen schmelzfluessigen MetallsInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
Int. CL:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
B22d
Deutsche Kl.: 31c-30/01
1197 591
B70397VI a/31c
19. Januar 1963
29. Juli 1965
B70397VI a/31c
19. Januar 1963
29. Juli 1965
Die Erfindung soll in Gießereien ein automatisch dosiertes Vergießen schmelzflüssigen Metalls in Formen
jeweils gleicher Größe ermöglichen.
Bisher wurde diese Arbeit von zwei Männern ausgeführt, die eine gewisse Menge schmelzflüssigen
Metalls in einen tragbaren Tiegel abfüllten und aus diesem Tiegel die Formen füllten. Dieses Verfahren
ist bei dem gesteigerten Arbeitstempo in modernen Gießereien nicht durchführbar. Es sind verschiedene
Einrichtungen bekannt, die es gestatten, bestimmte Mengen schmelzflüssigen Materials automatisch zu
vergießen. Diese Verfahren benötigen aber entweder einen druckfest verschlossenen Gießbehälter, aus dem
mittels Preßgas das Metall in der gewünschten Menge herausgedrückt wird, oder sie benötigen Ventile oder
Pumpeinrichtungen, die in der Schmelze angeordnet werden müssen, um Metall auslaufen zu lassen oder
zu pumpen.
Den Deckel des Gießbehälters ausreichend gasdicht zu schließen, ist jedoch technisch nicht einfach ao
und in der Handhabung unbequem, weil vor jeder Neufüllung des Gießbehälters die Eingußöffnung geöffnet
und nach dem Füllen wieder gasdicht verschlossen werden muß. Innerhalb der Schmelze angeordnete
Ventile oder ähnliche Einrichtungen sind auf die Dauer nicht dicht zu halten.
Die letztgenannte Schwierigkeit weist auch eine andere bekanntgewordene Dosiervorrichtung für
flüssige Metalle auf. Bei dieser Vorrichtung ist ein Dosiergefäß oberhalb eines mit schmelzflüssigem
Metall gefüllten Vorratsbehälters angeordnet und mit diesem über ein Steigrohr verbunden. Die Entnahme
des flüssigen Metalls erfolgt über ein Ventil im Boden des Dosiergefäßes. Gerade dieses Ventil ist beim Vergießen
von Metallschmelzen äußerst störanfällig.
Alle diese Nachteile vermeidet die Erfindung. Sie betrifft eine Vorrichtung zum dosierten Vergießen
schmelzflüssigen Metalls aus einem Vorratsbehälter mit einem oberhalb desselben angeordneten, mit dem
darin enthaltenen flüssigen Metall über ein Steigrohr verbundenen, gasdichten Dosierbehälter, der mit einer
Vorrichtung zum wahlweisen Evakuieren und Einlassen eines Schutzgases versehen ist und ein nahe
seinem Boden beginnendes Abflußrohr aufweist, und besteht darin, daß das Steigrohr mit seinem unteren
Ende in das schmelzflüssige Metall so weit eintaucht, daß diese Eintauchtiefe gleich oder größer als die
maximale Höhendifferenz zwischen dem höchsten Punkt des Abflußrohres und dem tiefsten Flüssigkeitsspiegel
in dem Dosiergefäß ist und daß das Abflußrohr verschließbar ist, vorzugsweise an seiner
Ausflußöffnung. Das Dosiergefäß und auch der VorVorrichtung zum dosierten Vergießen
schmelzflüssigen Metalls
schmelzflüssigen Metalls
Anmelder:
Brown, Boveri & Cie. Aktiengesellschaft,
Mannheim-Käfertal, Kallstadter Str. 1
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Ing. Rudolf Lenz, Herdecke/Ruhr
ratsbehälter können in bekannter Art und Weise beheizt sein.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Ein Dosierbehälter 1 (Fig. 1) ist oberhalb eines mit schmelzflüssigem Metall 2 gefüllten Tiegels 3 angebracht.
Ein Steigrohr 4, in dem eine düsenartige Blende 5 angebracht sein kann und das in das flüssige
Metall 2 ein Stück h eintaucht, mündet in den oberen Teil des Dosierbehälters 1 oberhalb des höchsten
Metallspiegels des gefüllten Dosierbehälters. Aus dem Dosierbehälter 1 führt ein Abflußrohr 7, dessen
höchste Stelle 8 oberhalb des höchsten Standes des Badspiegels 6 in dem Dosierbehälter 1 liegt und das
nach unten abgebogen ist. Seine Austrittsöffnung 9 kann mit einer Schließklappe 10 gasdicht verschlossen
werden, die in F i g. 2 in etwas größerem Maßstab dargestellt ist. Das Oberteil 11 des Verschlusses
10 ist mit dem Rohr 7 an der Austrittsöffnung 9 fest verbunden. An dem Oberteil 11 der Verschlußvorrichtung
10 ist um eine Achse 12 die Schließklappe 13 drehbar gelagert. Zwischen dem Oberteil
11 und der Schließklappe 13 ist eine Dichtung 14 vorgesehen.
In der Schließklappe 13 ist ein Blech 15 befestigt, das beim Schließen dafür sorgt, daß keine
Resttropfen des Metalls auf die Dichtungsfläche fallen können. Die Klappe kann mittels eines elektrischen
oder hydraulischen Antriebs geöffnet und geschlossen werden. Die Änderung der Spiegelhöhe
kann in verschiedener Weise nach außen kenntlich gemacht werden, beispielsweise durch in verschiedener
Höhe angeordnete Kontaktelektroden. Eine bevorzugte, diesem Zwecke dienende Anordnung ist in
dem dargestellten Beispiel vorgesehen.
Mittels einer radioaktiven Strahlungsquelle 16 und eines auf die Strahlung ansprechenden Empfängers
17 für den oberen Spiegelstand und einer radioaktiven Strahlungsquelle 18 und eines auf die Strah-
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lung ansprechenden Empfängers 19 für den unteren Spiegelstand wird das Füllen und Entleeren des
Dosierbehälters 1 gesteuert. Die Empfänger 17 und 19 sind zu diesem Zweck mit einem Steuergerät verbunden,
das seinerseits über entsprechende Ventile ein Lüftungsrohr 20, das durch den, den Dosierbehälter
1 gasdicht abschließenden Deckel 21 geführt ist, wahlweise mit einer Vakuumpumpe oder mit
einem mit Druckgas gefüllten Behälter verbindet. Um die Dosiermenge des Dosierbehälters 1 variieren zu
können, kann auch ein Verdrängungskörper 22 vorgesehen werden, der mittels einer durch den Deckel
21 gasdicht hindurchgeführten Stange 23 von außen mehr oder weniger weit in den Dosierbehälter 1 eingeführt
werden kann. Eine andere Möglichkeit, die Dosiermenge zu variieren, bietet sich dadurch, daß
die radioaktive Strahlenquelle 16 und der Empfänger 17 in ihrer Höhenlage verschoben werden.
Während des Ansaugens verschließt die Klappe 10 die Austrittsöffnung 9, und über das Rohr 20 wird
der Dosierbehälter evakuiert. Der auf die Oberfläche des in dem Tiegel 3 befindlichen flüssigen Metalls 2
einwirkende atmosphärische Druck fördert das Metall durch das Steigrohr 4 in den Dosierbehälter 1. Das
Metall steigt darin bis zur Höhe des Strahlenganges zwischen der radioaktiven Quelle 16 und dem Empfänger
17, wodurch die Intensität in der Strahlung verringert wird. Das Steuergerät beendet unter Anwendung
bekannter Mittel den Ansaugevorgang.
Zum Vergießen wird das Ventil 10 geöffnet, und durch das Rohr 20 wird Druckgas dem Dosierbehälter
zugeführt. Dadurch wird das flüssige Metall aus dem Dosierbehälter durch das Abflußrohr 7 ausgetragen.
Gleichzeitig wird jedoch durch das Druckgas auch das flüssige Metall aus dem Steigrohr 4 in den Tiegel
zurückgedrückt, wobei die Höhendifferenz zwischen dem höchsten Punkt 8 des Abflußrohres 7 und dem
niedersten Metallspiegel in dem Dosierbehälter kleiner ist als die Eintauchtiefe des Steigrohres in das
schmelzflüssige Metall 2 des Tiegels 3. Um bei dem plötzlichen Druckanstieg in dem Dosierbehälter ein
allzustarkes Herausdrücken des Metalls aus dem Steigrohr 4 in den Tiegel 3 zu verhindern, kann eine
Blende 5 in dem Steigrohr vorgesehen werden, die so gestaltet ist, daß sie dem abwärts strömenden
Metall einen größeren Widerstand entgegensetzt als dem aufwärts strömenden.
Wenn der Dosierbehälter bis zu der der vorgesehenen Ausflußmenge entsprechenden Spiegelhöhe entleert
ist, steigt die Intensität der von der radioaktiven Strahlungsquelle 18 ausgehenden und in den Empfänger
19 gelangenden Strahlung an. Über ein Steuergerät wird die Druckgaszuführung momentan abgestellt,
die Klappe 13 wird geschlossen, und über das Lüftungsrohr 20 wird der Dosierbehälter 1 für den
nächsten Arbeitsgang gegebenenfalls unter Einschalten einer Pause erneut evakuiert.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum dosierten Vergießen schmelzflüssigen Metalls aus einem Vorratsbehälter
mit einem oberhalb desselben angeordneten, mit dem darin enthaltenen flüssigen Metall
über ein Steigrohr verbundenen, gasdichten Dosierbehälter, der mit einer Vorrichtung zum
wahlweisen Evakuieren und Einlassen eines Schutzgases versehen ist und eine nahe seinem
Boden beginnendes Abflußrohr aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Steigrohr
(4) mit seinem unteren Ende in das schmelzflüssige Metall (2) so weit eintaucht, daß diese
Eintauchtiefe (A) gleich oder größer als die maximale Höhendifferenz zwischen dem höchsten
Punkt (8) des Abflußrohres (7) und dem tiefsten Flüssigkeitsspiegel in dem Dosiergefäß ist und
daß das Abflußrohr verschließbar ist, vorzugsweise an seiner Ausflußöffnung.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine düsenartige Blende (5), die in dem
Steigrohr angebracht ist und die aufwärts strömendem Metall einen geringeren Widerstand
bietet als abwärts strömendem Metall.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Verdrängungskörper
(22) in dem Dosierbehälter, der von außen in seiner Höhenlage verstellbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Dosiergefäß
in ihrer Höheneinstellung veränderbare radioaktive Strahlungsquellen (16) und Empfänger
(17) als Fühlorgane für die Höhe des Badspiegels im Dosiergefäß vorgesehen sind, welche
das Evakuieren des Dosiergefäßes und das Einblasen von Druckgas in dasselbe steuern.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 397 512.
USA.-Patentschrift Nr. 2 397 512.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 628/301 7.65 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB70397A DE1197591B (de) | 1963-01-19 | 1963-01-19 | Vorrichtung zum dosierten Vergiessen schmelzfluessigen Metalls |
| CH50664A CH410303A (de) | 1963-01-19 | 1964-01-17 | Vorrichtung zum dosierten Vergiessen schmelzflüssigen Metalls |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE1197591B true DE1197591B (de) | 1965-07-29 |
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ID=6976653
Family Applications (1)
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Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH410303A (de) |
| DE (1) | DE1197591B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1270230B (de) * | 1966-03-10 | 1968-06-12 | Aeg Elotherm Gmbh | Verfahren zum dosierten Vergiessen fluessiger Metallschmelzen aus Induktionsoefen mit Ausgussrohr oder Giesspfannen mittels eines mit kontinuierlicher Geschwindigkeit in die Schmelze eintauchbaren Verdraengungskoerpers |
| FR2376310A1 (fr) * | 1976-12-28 | 1978-07-28 | Norsk Hydro As | Procede de transfert de metal liquide |
| EP0599357A3 (de) * | 1992-10-23 | 1994-12-14 | Norsk Hydro Technology | Dosiervorrichtung für flüssiges Magnesium. |
| US5443187A (en) * | 1992-02-20 | 1995-08-22 | Metpump Ab | Pump apparatus for pumping melt metal |
Citations (1)
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| US2397512A (en) * | 1943-07-08 | 1946-04-02 | Lester Engineering Co | Automatic metal measuring and feeding device |
-
1963
- 1963-01-19 DE DEB70397A patent/DE1197591B/de active Pending
-
1964
- 1964-01-17 CH CH50664A patent/CH410303A/de unknown
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|---|---|---|---|---|
| US2397512A (en) * | 1943-07-08 | 1946-04-02 | Lester Engineering Co | Automatic metal measuring and feeding device |
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| EP0599357A3 (de) * | 1992-10-23 | 1994-12-14 | Norsk Hydro Technology | Dosiervorrichtung für flüssiges Magnesium. |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH410303A (de) | 1966-03-31 |
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