DE2022787C3 - Verfahren zur Herstellung einer gegen Auftrieb gesicherten Unterwasserbetonsohle - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer gegen Auftrieb gesicherten UnterwasserbetonsohleInfo
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Description
serbetonsohle eingebrachte, vorgespannte Zugpfähle Die gestellte Aufgabe wird gemäß der Erfindung
die Sicherung gegen Auftrieb bewirken, hat den Vor- dadurch gelöst, daß die Zugpfähle nach Herstellung
teil, daß die Dicke der Unterwasserbetonsohle auch der Unterwasserbctonsohle eingebaut und mittels
bei hohem Wasserüberdruck wesentlich geringer be- 50 eines sich gegen die Unterwasserbetonsohle abstütmessen
werden kann, als wenn der Auftrieb durch zenden Spannstuhles mit einer Spannpresse vorgcdas
Eigengewicht der Betonsohle ausgeglichen werden spannt werden. In weiterer Ausgestaltung des Vermüßte.
Hierdurch wiederum wird bei gleicher nutz- fahrcns gemäß der Erfindung ist jeder Zugpfahl so
barev Baugrubentiefe die Aushubtiefe kleiner, was lang und wird so weit in den Baugrund eingetrieben,
sich auch auf die Einbindetiefe und die Fläche der 55 daß sein oberes, mit einem Gewinde versehenes Ende
Baugrubenwand günstig auswirkt. Im Zuge dieses über die Unterwasserbetonsohle vorsteht, und die am
Verfahrens ist es bekannt, im Bauzustand den Was- oberen Ende des Spannstuhls angeordnete Spannserüberdruck
unterhalb der Betonsohlc durch geeig- presse wird über ein Verlängerungsglied mit dem
nete Maßnahmen, z. B. durch Grundwasserabsen- oberen Ende des Zugpfahls gekuppelt und nach dem
kung zu beseitigen, um überhaupt die Zugpfähle ein- 60 Spannen, und nachdem eine Ankermutter auf dem
bauen zu können. Der Vorteil der geringeren Dicke vorgespannten Zugpfahl gegen eine sich an der Under
Unterwasserbetonsohle muß dabei also durch terwasserbetonsohle abstützende Ankerplatte angeden
erheblichen zusätzlichen Aufwand der Baugru- zogen worden ist, wieder entkuppelt,
benentleerung bei der Bauwerkserstellung erkauft Dadurch, daß die Zugpfähle erst nach Herstellung
benentleerung bei der Bauwerkserstellung erkauft Dadurch, daß die Zugpfähle erst nach Herstellung
werden. Bei dem erwähnten Beispiel des Baus von 65 der Unterwasserbetonsohle eingebaut werden und ein
U-Bahn-Tunnelröhren kann dies auf Grund der Spannstuhl eingesetzt wird, können die Spannkräfte
Länge des Bauwerkes zu so großen Mehrkosten füh- sofort und unmittelbar auf die Betonsohle übertragen
ren. daß die sich durch das Prinzip der vorgespann- werden.
Es ist zwar bekannt, vorzuspannende Ankerpfähle nachträglich durch eine zuvor betonierte Betonsohle
hindurch einzubringen, jedoch erfolgt der Einbau hier in trockener Baugrube, so daß die Problematik,
mit der sich die Erfindung befaßt, nicht vorliegt.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigt
Fig. I einen Baugrundquerschnitt mit einer Unterwasserbetonsohle
und der Auftriebssicherung durch vorgespannte Zugpfähle,
Fig.2 einen Baugrundquerschnitt mit den zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung
dienenden Hilfsmitteln in schematischer Darstellung
F i g. 3 einen Ausschnitt aus F i g. 2 in vergrößerter
Darstellung.
In Fig. 1 ist am Grund einer durch seilliche Wände 1 und 2 begrenzten Baugrube eine Unterwasserbetonsohle
3 vorgesehen. Bei der dargestellten Lastabtragung mittels vorgespannter Zu^pfähle S ist die
Dicke / der Unterwasserbetonsohle 3 unabhängig vom WasserüberdruckH. Die Dicker richtet sich im
wesentlichen nur nach den Erfordernissen beim Einbau des Unterwasserbetons.
F i g. 2 veranschaulicht das Einbringen und Vorspannen der Zugpfähle 5. Zu diesem Zweck wird
oberhalb des Wasserspiegels 4 in der Baugrube eine Arbeitsbühne 6 vorgesehen, die auf der obersten
Querabsteifung 7 der Baugrube ruht. Die Arbeitsbühne 6 ist zweckmäßigerweise so ausgebildet und
gelagert, daß sie in Richtung der Längsausdehnung der Baugrube verfahrbar oder versetzbar ist. Auf der
Arbeitsbühne 6 befinden sich sämtliche Geräte und Maschinen, die zur Durchführung des Arbeitsablaufes
benötigt werden. Nachdem die Unterwasserbetonsohle3
hergestellt worden ist
" AlSCr SSr der V-*»*™ -W
^Kuppen, nauiuuii .&«τ~ι
ao ende eine Ankermutter 14 aufgeschraubt worden ist.
Nunmehr wird von der 'rbeitsbuhne6 mittels der
Spannpresse 11 der Zugpfabl vorgespannt. Im Anschluß daran wird die Ankermutter 14 mit einem
Spezialschlüssel von der Arbeitsbühne aus oder mit
Taucherhilfe fest gegen eine sich an der Unterwa: betonsohle 3 abstützende Ankerplatte
Zwischen der Ankerplatte 15 und der eine Dichtung 16 vorgesehen. Nunmehr kann das
Verlängerungsglied 12 vom Zugpfahl 5 wieder entkuppelt und der Spannstuhi IC wieder entfernt werden.
Der gleiche Vorgang wiederholt sich dann beim nächsten Zugpfahl, bis schließlich sämtliche Zugpfähle
des jeweiligen Bauabschnittes vorgespannt
sind.
Arbeitsbühne und Spannstuhl können dann abgebaut und in gleicher Weise beim nächsten Bauabschnitt
wieder verwendet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1 2
ten Zugpfähle ergebenden Vorteillc wieder aufgeho-
Patentansprüche; ben werden oder sogar noch eine Kostensteigerung
gegenüber der herkömmlichen Methode der AuI-
1, Verfahren zur Herstellung einer durch Zug- triebskompensaiion durch Eigengewicht eintritt,
pfähle gegen Auftrieb gesicherten Unterwasserbe- 5 Um die Grundwasserabsenkung zu vermeiden, ist tonsohle, bei dem die Zugpfähle von einer Ar- es bereits bekannt, als Zugpfähle in die Sohle ccr beitsbühne oberhalb des Wasserspiegels aus in überfluteten Baugrube Hohlpfähle einzubringen, in den Baugrund über der überfluteten Baugruben- denen zwischen Kopf und Fuß jeweils eine Spannsohle eingebracht und vorgespannt werden, d a - stange angeordnet ist, über die den Pfählen eine Vordurch gekennzeichnet, daß die Zug- io spannung erteilt wird, bevor sie in den Boden emgepfähle (5) nach Herstellung der Unlerwasserbe- bracht werden. Derartige Spannbetonpfähle mit Vortonsohle (3) eingebaut und mittels eines sich ge- spanneinrichtung sind verhältnismäßig teuer. Sie gen die Unterwasserbetonsohle (3) abstützenden müssen vor dem Betonieren der Sohle in das Erd-Spannstuhles (10) mit einer Spannpresse (11) reich eingebracht wurden, wobei zum Einrütteln em vorgespannt werden. i- schweres Gerät benötigt wird. Eine Anwendung des
pfähle gegen Auftrieb gesicherten Unterwasserbe- 5 Um die Grundwasserabsenkung zu vermeiden, ist tonsohle, bei dem die Zugpfähle von einer Ar- es bereits bekannt, als Zugpfähle in die Sohle ccr beitsbühne oberhalb des Wasserspiegels aus in überfluteten Baugrube Hohlpfähle einzubringen, in den Baugrund über der überfluteten Baugruben- denen zwischen Kopf und Fuß jeweils eine Spannsohle eingebracht und vorgespannt werden, d a - stange angeordnet ist, über die den Pfählen eine Vordurch gekennzeichnet, daß die Zug- io spannung erteilt wird, bevor sie in den Boden emgepfähle (5) nach Herstellung der Unlerwasserbe- bracht werden. Derartige Spannbetonpfähle mit Vortonsohle (3) eingebaut und mittels eines sich ge- spanneinrichtung sind verhältnismäßig teuer. Sie gen die Unterwasserbetonsohle (3) abstützenden müssen vor dem Betonieren der Sohle in das Erd-Spannstuhles (10) mit einer Spannpresse (11) reich eingebracht wurden, wobei zum Einrütteln em vorgespannt werden. i- schweres Gerät benötigt wird. Eine Anwendung des
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- Einrütteins ist nur bei geeigneter Bodenbeschaffenkennzeichnet,
daß jeder Zugpfahl (5) so lang ist heit, also in einem locker gelagerten, verdichtungsfä-
und so weit in den Baugrund eingetrieben wird, higen Baugrund möglich. Durch das Einrütteln wird
daß sein oberes, mit einem Gewinde versehenes der umliegende Boden zwar stark verdichtet, so daß
Ende über die Unterwasserbetonsohle (3) vor- 20 die Pfähle ausreichend sicher verankert sind, jedoch
steht, und daß die am oberen Ende des Spann- hat sich als sehr störender Nebeneffekt dieses Verfahstuhls
(10) angeordnete Spannpresse (II) über rens herausgestellt, daß die Tunnelseitenwände sich
ein Verlängerungsglied (12) mit dem oberen unten wegen der noch fehlenden Stützwirkung der Be-Ende
des Zugpfahls (5) gekuppelt wird und nach tonsohle gegeneinander bewegt haben. Bei U-Bahndem
Spannen, und nachdem eine Ankermutter 25 Bauten, die sich einerseits über längere Bereiche er-(14)
auf dem vorgespannten Zugpfahl (5) gegen strecken und die andererseits in dicht bebauten
eine sich an der Untetwasserbetonsohle (3) ab- Stadtzentren voi^nommen werden müssen, ist das
stützende Ankerplatte (15) angezogen worden ist, Rüttelverfahren auch zur Vermeidung von Schaden
wieder entkuppelt wird. an benachbarten Gebäuden kaum anwendbar.
30 Ferner ist es bekannt, die Zugpfähle von einer Ar-
beitsbühne oberhalb des Wasserspiegels aus in den
Baugrund unter der überfluteten Baugrubensohle einzubringen und vorzuspannen. Auch hierbei wer-
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel- den Zugpfähle verwendet, die vor Herstellung der
lung einer durch Zugpfähle gegen Auftrieb gesicher- 35 Unterwasserbetonsohle mit Hilfe von Vibratoren in
ten Unterwasserbetonsohle, bei dem die Zugpfähle den Untergrund eingerüttelt werden, wobei die Vorvon
einer Arbeitsbühne oberhalb des Wasserspiegels spannung mit der Arbeitsbühne als Widerlager aufaus
in den Baugrund unter der überfluteten Baugru- gebracht und erst dann auf die Sohle abgetragen
bensohle eingebracht und vorgespannt werden. wird.
Bei Bauten, die in Tiefen unterhalb des Grundwas- 40 Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
serspiegels reichen oder völlig unterhalb einer Was- Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen,
seroberfläche zu erstellen sind, z. B. U-Bahn-Tunnel- das sich durch größere Wirtschaftlichkeit als die beröhren,
sind Vorkehrungen zu treffen, um den auf kannten Verfahren auszeichnet, das unabhängig von
die Betonsohle durch den Wasserüberdruck ausgeüb- der anstehenden Bodenbeschaffenheit anwendbar ist
ten Auftriebskräften entgegenzuwirken. 45 und eine optimale Vorspannungserzeugung ermög-
Das Verfahren, bei dem unterhalb der Unterwas- licht.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE19702022787 DE2022787C3 (de) | 1970-05-09 | 1970-05-09 | Verfahren zur Herstellung einer gegen Auftrieb gesicherten Unterwasserbetonsohle |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19702022787 DE2022787C3 (de) | 1970-05-09 | 1970-05-09 | Verfahren zur Herstellung einer gegen Auftrieb gesicherten Unterwasserbetonsohle |
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| DE2022787A1 DE2022787A1 (de) | 1971-11-25 |
| DE2022787B2 DE2022787B2 (de) | 1973-08-23 |
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ID=5770708
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| DE19702022787 Expired DE2022787C3 (de) | 1970-05-09 | 1970-05-09 | Verfahren zur Herstellung einer gegen Auftrieb gesicherten Unterwasserbetonsohle |
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| Country | Link |
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| NL (1) | NL7106279A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3110920A1 (de) * | 1981-03-20 | 1982-09-30 | Bilfinger + Berger Bauaktiengesellschaft, 6800 Mannheim | Verfahren zur verankerung der sohle eines unterwasserbaukoerpers gegen auftrieb |
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| NL7106279A (de) | 1971-11-11 |
| DE2022787A1 (de) | 1971-11-25 |
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