-
Die
Erfindung betrifft einen Gardinengleiter mit Kopf, Hals, Brustplättchen
und U-förmigem Körper, der in einer Vorhangschiene
mit dem Querschnitt eines liegenden ”C” gleiten
kann.
-
Ein
derartiger Gardinengleiter ist beispielsweise aus der
AT 337 395 B bekannt. Er weist
einen Kopf auf, dessen Erstreckung in Richtung der Vorhangschiene
wesentlich kürzer ist als seine Breite. Im Schnitt normal
auf die Vorhangschiene weist der Kopf die Form zweier schräg
nach oben und außen verlaufender Hörner auf. Diese
beiden Ausbildungen bringen es mit sich, dass die Gleiteigenschaften
dieses Gardinengleiters äußerst schlecht sind.
Der Gardinengleiter kann aber durch diese Ausbildung an jeder Stelle
der Vorhangschiene in diese eingesetzt und durch Verdrehen um 90° in
Arbeitsstellung gebracht werden. Um den Gardinengleiter beim Bewegen
des Vorhanges nicht verdrehen zu können, weist er noch Flügel
auf, die beim Einsetzen des Gardinengleiters elastisch deformiert
werden, nach dem Verdrehen aber in den Schlitz der Vorhangschiene
ragen und ein Zurückdrehen bzw. Weiterdrehen verhindern.
Somit kann dieser Gardinengleiter nur an den dafür vorgesehenen
Schleusen entnommen werden.
-
Aus
der
CH 403 195 A ist
ein Gardinengleiter bekannt, der sowohl in Vorhangschienen der eingangs
genannten Art als auch an Vorhangschienen in Form eines auf dem
Kopf stehenden ”T” verwendet werden kann. Ein
Einsetzen bzw. Abnehmen ist nur bei den üblichen Schleusen
möglich.
-
Gardinengleiter
in verschiedener Form sind seit langem bekannt und werden zumeist
aus Kunststoff hergestellt. Sie bestehen üblicherweise
aus Kopf, Hals und Körper, wobei der Kopf in der Schiene auf
Gleitflächen gleitet, der Hals, der (in Richtung quer zur
Schiene) einen deutlich geringeren Querschnitt aufweist als der
Kopf, ragt durch den Schlitz in der Vorhangschiene nach unten und
verbindet den Kopf mit dem Körper. Der Körper
wiederum ist entweder hakenförmig ausgebildet und direkt
mit der Gardine verbunden oder er weist Elemente auf, die mit Tragelementen
verbindbar sind, die ihrerseits an der Gardine befestigt sind.
-
Es
gibt Gardinengleiter der eingangs genannten Art, bei denen der Körper
die Form eines ”U” hat, wobei die Schenkel nach
oben gerichtet sind und in ein gemeinsames Brustplättchen
münden, das im wesentlichen den Querschnitt des Kopfes
aufweist. In die durch das ”U” gebildete Schlaufe
können die eigentlichen Haken eingehängt werden.
Beim bekannten Gardinengleiter sind sowohl der Kopf als auch das
Brustplättchen quadratisch ausgebildet, so daß der
Gardinengleiter wahlweise mit seiner Öse in der Gardinenebene
liegend oder normal zu ihr in die Vorhangschiene eingesetzt werden
kann, wodurch beide beim Aufhängen einer Gardine bevorzugten
Varianten abgedeckt werden können.
-
Es
gibt auch, wie oben erläutert, Gardinengleiter, die man
an beliebiger Stelle in eine Vorhangschiene einsetzen kann, da sie
eine gewisse Deformierbarkeit und eine spezielle Ausbildung der Tragflächen
des Kopfes aufweisen. Derartige Gardinengleiter können
aber zerstörungsfrei nicht mehr an beliebiger Stelle aus
der Vorhangschiene genommen werden, sondern müssen entweder über
eine sogenannte Schleuse oder eine Ausnehmung in den Tragflächen
der Vorhangschiene oder über das Ende der Vorhangschiene
aus dieser geführt werden. Darüberhinaus sind
durch die besondere Konstruktion diese Gardinengleiter mechanisch
nicht sehr stabil und weisen auch nicht die von zeitgemäßen
Gardinengleitern bekannten guten Gleiteigenschaften in der Vorhangschiene
auf.
-
Es
ist seit langem ein Wunsch, Gardinengleiter zu schaffen, die sowohl
mechanisch stabil als auch gut in der Vorhangschiene gleitfähig
sind und dabei beliebig oft und an beliebiger Stelle der Vorhangschiene
in diese einsetzbar und aus ihr entnehmbar sind, sodaß auf
die Verwendung von Schleusen, das Anordnen von Einfädellöchern
oder das Freihalten der Vorhangschienenenden verzichtet werden kann.
-
Die
Erfindung bezweckt, einen solchen Gardinengleiter zu schaffen.
-
Erfindungsgemäß ist
dazu vorgesehen, bei einem Gardinengleiter der eingangs genannten
Art den Kopf, den Hals und das Brustplättchen zwischen den
Schenkeln des ”U” und bevorzugt im wesentlichen
auf dessen lichte Weite zu schlitzen und den Kopf in einer seiner
beiden Kantenrichtungen nicht breiter auszubilden als es der Breite
des Halses in dieser Richtung entspricht.
-
Durch
diese Maßnahme ist es möglich, den Kopf in dieser
Richtung der geringeren Erstreckung durch den Schlitz der Vorhangschiene
zu führen und sodann durch Drehen des Gardinengleiters
einerseits den Schlitz im Kopf, Hals- und Brustplättchenbereich
zusammenzudrücken, anderseits die beiden Schenkel aus ihrer
parallelen Richtung und ihrer gemeinsamen Ebene zu verdrehen (verquarren),
sodaß die beiden Teile des geschlitzten Kopfes im Inneren der
Vorhangschiene verdreht werden können, worauf der Gardinengleiter
in seine ursprüngliche Form zurückgelangt und
der Kopf mit seinem breiteren Abschnitt auf den Tragflächen
der Vorhangschiene ruht und gleitet.
-
Je
nachdem, welche der beiden Richtungen des Kopfes verkleinert ausgeführt
wird, kann der erfindungsgemäße Gardinengleiter
mit dem U parallel zur Gardinenebene oder normal dazu eingefädelt werden.
-
Die
Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung näher
erläutert.
-
Dabei
zeigt
-
die 1 eine
erste Variante eines erfindungsgemäßen Gardinengleiters
samt einzelnen Phasen des Einfädelns in drei Darstellungen,
-
die 2 eine
zweite Variante des erfindungsgemäßen Gardinengleiters
in den Ansichten entsprechend denen der 1 und
-
die 3 den
Gardinengleiter gemäß der 1 etwa in
wahrer Größe.
-
In
der linken Darstellung der 1 ist ein
erfindungsgemäßer Gardinengleiter 1 in
Frontalansicht, d. h. in einer Ansicht parallel zur Achse einer Vorhangschiene 8 dargestellt.
Der erfindungsgemäße Gardinengleiter 1 besteht
im wesentlichen aus dem Körper 2, dem Kopf 3,
den sie verbindenden Hals 4 und einem im obersten Körperbereich
angeordneten Brustplättchen 5. In den Körper 2 eingehängt
ist ein Haken 6, in den die Gardine eingehängt wird,
doch ist dieser Haken 6 nicht unmittelbar Teil der Erfindung.
-
Wie
aus dieser linken Darstellung ersichtlich, kann der Kopf 3,
dessen Breite ebenso wie die Breite des Halses 4 kleiner
ist als die Breite des Schlitzes 11 der Vorhangschiene 8 zwischen
den einander zugewandten Enden der Tragflächen 9,
ohne Probleme in Richtung des Pfeiles 10 in das Innere
der Vorhangschiene 8 geschoben werden, bis das Brustplättchen 5 (oder
der Kopf) an der Vorhangschiene anstößt, was in
der mittleren Darstellung gezeigt ist.
-
Wenn
nun der Gardinengleiter 1 in Richtung des Pfeiles 12 (oder
auch in der Gegenrichtung) um 90° gedreht wird, gelangt
er in die aus der rechten Darstellung ersichtliche Position in der
Vorhangschiene 8. Auch ist in dieser Lage die U-förmige
Ausbildung des Körpers 2 des Gardinengleiters 1 ersichtlich
und auch, daß Kopf-, Hals- und Brustplättchenbereich
durch einen Schlitz 7 jeweils in zwei Teile getrennt sind,
die nur durch die Schenkel des U-förmigen Körpers 2 miteinander
verbunden sind.
-
Aus
dem Zusammenhalt der 1 und 2 ist zu entnehmen,
daß der Kopf 3 in der einen Richtung nicht über
den Hals 4 ragt, während er normal dazu an beiden
Seiten über den Hals 4 ragt und so Gleitflächen
ausbildet, die auf den Tragflächen 9 ruhen und
gleiten.
-
Um
den erfindungsgemäßen Gardinengleiter aus der
Vorhangschiene zu entnehmen, ist es nur notwendig, ihn erneut um
90° (Pfeil 12) zu verdrehen und ihn dabei wieder
rein elastisch zu deformieren, worauf er ohne weiteres aus der Vorhangschiene
entnommen werden kann.
-
Die 2 zeigt
in drei zur 1 analogen Darstellungen die
Variante eines erfindungsgemäßen Gardinengleiters 1',
bei der der Kopf 3' nicht in der Richtung wie bei der ersten
Variante, sondern in der um 90° dazu verdrehten Richtung über
den Hals 4 vorspringt. Die Funktion ist genau die gleiche
wie bei der Variante gemäß der 1.
-
Die
Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt und kann insbesondere auch mit anders geformten
Vorhangschienen verwendet werden. Als Materialien für den
Gardinengleiter 1 können die üblicherweise
für derartige Teile verwendeten Kunststoffe verwendet werden.
-
Es
ist weiters nicht notwendig, daß der den Kopf, den Hals
und das Brustplättchen teilende Schlitz 7 die
dargestellte Breite hat, dieser Schlitz kann je nach Ausführungsform
und auch in Abhängigkeit von der Erstreckung des Gardinengleiters
in Richtung des Schlitzes 7 breiter oder schmäler
ausgebildet sein. Es muß auch insbesondere das Brustplättchen 5 nicht
die dargestellten Ausmaße aufweisen, wenn es auch durch
diese gezeigte Ausführungsform zum ruhigen und störungsfreien
Gleiten des Gardinengleiters beiträgt, da es ein Verkanten desselben
verhindert.
-
Selbstverständlich
muß auch der dargestellte Haken nicht die abgebildete Form
und Bauweise haben, sondern kann durch andere gängige Formen ersetzt
werden oder kann überhaupt fehlen.
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste
der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert
erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- - AT 337395
B [0002]
- - CH 403195 A [0003]