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DE20220196U1 - Badmodell für eine Galvanoschale, insbesondere für die Automobilindustrie - Google Patents

Badmodell für eine Galvanoschale, insbesondere für die Automobilindustrie

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DE20220196U1
DE20220196U1 DE20220196U DE20220196U DE20220196U1 DE 20220196 U1 DE20220196 U1 DE 20220196U1 DE 20220196 U DE20220196 U DE 20220196U DE 20220196 U DE20220196 U DE 20220196U DE 20220196 U1 DE20220196 U1 DE 20220196U1
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KONRAD SCHAEFER GmbH
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    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D1/00Electroforming
    • C25D1/10Moulds; Masks; Masterforms

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  • Materials Engineering (AREA)
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  • Electroplating Methods And Accessories (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
  • Mounting, Exchange, And Manufacturing Of Dies (AREA)

Description

Badmodell für eine Galvanoschale, insbesondere für die Automobilindustrie
Die Erfindung bezieht sich auf ein Badmodell für eine Galvanoschale gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, die insbesondere zur Herstellung von Teilen für die Automobilindustrie vorgesehen ist.
Bei der Herstellung von für eine elektrolytische Abscheidung von Metall mittels einer sogenannten Galvanoformung vorgesehenen Badmodellen werden insbesondere aus Kunststoff bestehende Modellrohlinge aus Plattenteilen zusammengefügt und danach durch eine spanende Bearbeitung die endgültigen Konturen des Badmodells herausgearbeitet. Auf diesem materialintensiv aufgebauten Badmodell als ein sogenanntes Kernmodell wird durch die elektrolytische Abscheidung eine Galvanoschale erzeugt, wobei durch das Dehnungs- bzw. Schrumpfungsverhalten des Badmodells während der Abscheidung die Qualität der Galvanoschale nachteilig beeinflußt ist.
Aus der Automobilindustrie ist bekannt, daß für die Herstellung von Innenraum-Kunststoffteilen mit hochwertigen Oberflächenstrukturen ein Spray- oder Slush-Produktionsverfahren eingesetzt wird, bei dem die Abformung eines Muttermodells von
einem Prototypen als Zwischenschritt erforderlich ist. Damit ist durch eine Vielzahl von Fertigungsschritten der zeitliche und materielle Aufwand bis zur Fertigstellung des Badmodells nachteilig hoch, so daß bei dieser Modellfertigung die Badmodelle entsprechend hohe Fertigungszeiten und Gestehungskosten aufweisen.
Die Erfindung befaßt sich mit dem Problem, ein Badmodell für eine Galvanoschale zu schaffen, das bei geringerem technischen Aufwand eine schnellere Verfügbarkeit von Badmodellen ermöglicht, durch wenige Bearbeitungsschritte sowie geringeren Materialaufwand in seiner Herstellung verbilligt ist und dabei das eine hohe Stabilität aufweisende Badmodell eine Abformung der Galvanoschale mit hoher Qualität ohne Nacharbeiten gewährleistet.
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch ein Badmodell mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Hinsichtlich wesentlicher weiterer Ausgestaltungsmerkmale des Badmodells wird auf die Ansprüche 2 bis 26 verwiesen.
Das erfindungsgemäße Badmodell besteht aus einem zweilagigen Maskenteil mit einer unteren Tragkörper-Lage und einer Decklage. Mit der Tragkörper-Lage weist das Badmodell eine Grobkontur auf, die in einem einfachen Kastenmodell abgeformt werden kann. Auf dieser Tragkörper-Lage ist die Decklage aufgebracht, so daß das der Soll-Kontur des Badmodells bereits angenäherte Maskenteil mit vergleichsweise geringem Material- und Zeitaufwand vorgeformt ist. Die obere Decklage des vorgeformten Maskenteils ist nur noch an die vorgesehene Soll-Kontur des Badmodells anzupassen, so daß dieses nach einer spanenden Bearbeitung sofort für die Herstellung der Galvanoschale eingesetzt werden kann.
Mit diesem Badmodell werden die bisher bei einer Abformung eines Muttermodells notwendigen Zwischenschritte eingespart, so daß als zweilagige Maskenteile geformte Badmodelle insbesondere für einen Prototypenbau in der Fahrzeugfertigung
schneller verfügbar sind und neben der Zeiteinsparung eine wesentliche Kostensenkung durch geringeren Materialaufwand erreicht wird.
Das mit dem Maskenteil versehene Badmodell kann beispielsweise für die Fertigung einer positiven Galvanoschale zum Abformen von Kunststoffteilen vorgesehen sein. Dazu wird der Maskenteil des Badmodells oberseitig mit einem entsprechenden Strukurbezug versehen, der eine Narbenstruktur aufweist, die in der Galvanoschale abgeformt wird. Damit wird für die Erprobung von Prototypen in der Galvanoschale ein Kunststoffteil abformbar, das im wesentlichen originalgetreu dem späteren Serieneil entspricht. Damit wird der Prototypentest wesentlich vereinfacht und die Testergebnisse liefern aussagefähigere Informationen zum Serienverhalten der Bauteile.
Der konstruktive Aufbau des Badmodells mit dem zumindest zweilagigen und eine rückseitige Aussteifung aufweisenden Maskenteil weist durch diese materialsparende Ausführung keinerlei Stabilitätsnachteile auf. Vielmehr erbrachten Testversuche beim Einbau der Badmodelle in galvanische Abscheidungsbäder eine überraschend hohe Abformgenauigkeit, da die erfindungsgemäßen Badmodelle auch unter wechselnden Temperaturbedingungen keinerlei Verwerfungen o. dgl. die Qualität der Abscheidung im Bereich der Galvanoschale beeinflussende Veränderungen aufwiesen.
Weitere Einzelheiten und vorteilhafte Wirkungen ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Badmodells schematisch veranschaulicht. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine geschnittene Prinzipdarstellung eines zur Abformung eines
Maskenteils vorgesehenen Kastenmodells mit einer groben Negativform der Soll-Kontur eines Modellrohlings,
• · · fl
Fig. 2
-A-
eine Prinzipdarstellung ähnlich Fig. 1 mit einer in Form einer Laminatschicht im Kastenmodell geformten Tragkörper-Lage des Maskenteils,
Fig. 3
eine Prinzipdarstellung ähnlich Fig. 2 mit einer oberhalb der Tragkörper-Lage vorgesehenen Rahmenstruktur,
Fig. 4
eine Prinzipdarstellung eines Zwischenschrittes bei einer Entnahme der aus Tragkörper und Rahmenstruktur gebildeten Einheit aus dem Kastenmodell,
Fig. 5
eine Einzeldarstellung des Kastenmodells gemäß Fig. 4 während dessen zweiter Bearbeitungsphase zur Vergrößerung der groben Negativform des Modellrohlings,
Fig. 6
eine Darstellung der Zusammenbaulage des Kastenmodells mit der Einheit aus Tragkörper und Rahmenstruktur,
Fig. 7
eine Prinzipdarstellung des Einbringens einer Deckmaterial-Lage in den Hohlraum zwischen Kastenmodell und diesem zugewandter Tragkörper-Lage,
Fig. 8
eine Prinzipdarstellung der Entformung des nunmehr zweilagig ausgesteiften Maskenteils mit der Rahmenstruktur aus dem Kastenmodell,
Fig. 9
eine Prinzipdarstellung der Endbearbeitung des als Modellrohling erzeugten Maskenteils im Bereich der oberen Deckmaterial-Lage, und
• · · a
Fig. 10 eine Einzeldarstellung des zur Herstellung einer Galvanoschale
fertiggestellten Badmodells.
In Fig. 10 ist ein insgesamt mit M bezeichnetes Badmodell dargestellt, das nach Art eines verlorenen Negativkernes zur Abformung einer nicht näher dargestellten Galvanoschale vorgesehen ist. Das erfindungsgemäß ausgebildete Badmodell M ist im Bereich seiner die Soll-Kontur S definierenden Oberfläche mit einem Maskenteil 1 versehen, das mittels einer rückseitigen Rahmenstruktur 2 ausgesteift ist.
Die unmittelbar mit der Rahmenstruktur 2 als Tragkörper 3 verbundene untere Lage des Maskenteils 1 besteht in zweckmäßiger Ausführung aus einem mit Epoxidharz getränktes Gewebe aufweisenden Laminat, das im Modellbau gebräuchlicherweise verwendet wird. Auf diesem Laminat-Tragkörper 3 befindet sich eine aus Epoxid- oder PU-Harz bestehende Deckmaterial-Lage 4, so daß das Maskenteil 1 insgesamt eine Kunststoffstruktur aufweist. Diese Materialzusammensetzung ist überaus stabil, so daß die die Soll-Kontur S aufweisende Deckmaterial-Lage 4 mechanisch bearbeitet werden kann und das Badmodell M insgesamt bei thermischen und/oder mechanischen Belastungen eine hinreichende Stabilität aufweist, so daß ungewollte Deformationen vermieden werden.
In einer weiteren denkbaren Ausführung kann vorgesehen sein, daß das Maskenteil 1 mit mehr als zwei der dargestellten Lagen 3 und 4 aufgebaut wird, wobei unterschiedliche Kunststoff-Kombinationen und/oder auch andere hinreichend stabile Materialien denkbar sind. Damit kann auch ein Maskenteil geformt werden, das in sich ausgesteift ist und die Rahmenstruktur 2 damit entbehrlich wird.
Für die Verwendung des Badmodells M in einem Bad zur galvanischen Abscheidung der Galvanoschale (nicht dargestellt) wird auf die Soll-Kontur S des Masken-
teils 1 eine nicht näher dargestellte elektrisch leitfähige Schicht aufgebracht, so daß die Soll-Kontur S unmittelbar beschichtet und die Galvanoschale als selbsttragendes Formbauteil aufgebaut werden kann.
Für die technische Anwendung des Badmodells M im Automobilbau bzw. bei der Herstellung entsprechender Zubehörteile aus Kunststoff ist die Nachformung feinster Strukturlinien, beispielsweise von Lederstrukturen, erforderlich. Das Badmodell M mit dem Maskenteil 1 ist dabei vorteilhaft für die Aufnahme eines als Decklage auf der Soll-Kontur vorgesehenen Strukturbezuges (nicht dargestellt) geeignet, der unmittelbar auf die Deckmaterial-Lage 4 aufgeklebt werden kann. Die danach zur Beschichtung vorgesehene Struktur-Oberseite wird mit einer elektrisch leitfähigen Schicht bedampft und danach kann das Badmodell M zum Aufbau der Galvanoschale in das entsprechende Elektrolyt-Bad eingebracht werden.
Die zur zusätzlichen Aussteifung des Maskenteils 1 vorgesehene Rahmenstruktur ist insbesondere aus einem eine Grundplatte 5 mit Stützstreben 6 aufweisenden Stahlrahmen gebildet, so daß diese Teile nach Fertigstellung der auf dem Maskenteil 1 befindlichen Galvanoschale wiederverwendbar sind, nachdem das Maskenteil 1 als einziger Teil des verlorenen Negativkernes zerstört wurde. Die Teile 5, 6 der Rahmenstruktur 2 sind somit nach Zerstörung des Maskenteils 1 wiederholt verwendbar.
Für die Herstellung des Badmodells M, das insgesamt ein direkt geformtes Modell mit einer Maskenstruktur bildet, wird der Maskenteil 1 mit einer Übermaßkontur (Fig. 9) geformt und aus der das Übermaß A aufweisenden Deckmaterial-Lage 4 die Soll-Kontur S des Badmodells M durch eine spanende Bearbeitung mittels eines Fräswerkzeuges 7 o. dgl. herausgearbeitet.
In Fig. 1 bis 8 sind in jeweiligen Prinzipdarstellungen die Verfahrensschritte zur Herstellung des als Badmodell M fertigzustellenden Modellrohlings dargestellt. Dabei ist in Fig. 1 ein insgesamt mit 8 bezeichnetes Kastenmodell gezeigt, das auf einer Grundplatte 9 einen Hartschaumteil 10 aufweist, in den mittels des Fräswerkzeuges 7 eine Grobkontur (Linie G) des als Modellrohling zu fertigenden Maskenteils 1 so eingefräst wird, daß zur Soll-Kontur (Linie S) des späteren Badmodells M ein Untermaß U verbleibt. In die Grobkontur gemäß Fig. 1 wird nunmehr der Tragkörper 3 in Form des Epoxidharz-Laminates eingebracht, so daß der Tragkörper 3 auf seiner dem Hartschaumteil 10 zugewandten Seite die Grobkontur G abbildet (Fig. 2).
Während oder nach dem Aushärten der Bestandteile des Tragkörpers 3 wird dieser mit der aus der Grundplatte 5 und Stützstreben 6 bestehenden Rahmenstruktur 2 verbunden (Fig. 3), so daß eine weitgehend stoffschlüssige Verbindung erreicht ist. Denkbar ist dabei, daß die Rahmenstruktur 2 direkt bei der Aushärtung des Epoxidharz-Laminates eine Verbindung aufbaut oder nach dem Aushärten des Tragkörpers 3 die Stützstreben 6 durch eine Klebeverbindung mit dem Tragkörper 3 verbunden werden. Ebenso ist denkbar, daß an den Stützstreben 6 eine zusätzliche Zwischenschicht 11 vorgesehen wird, mit der der Tragkörper 3 zumindest bereichsweise hintergriffen ist.
In Fig. 4 ist der nächste Verfahrensschritt dargestellt, wobei der Tragkörper 3 und die Rahmenstruktur 2 als eine zwischenzeitlich gebildete Baueinheit aus dem Kastenmodell 8 entformt werden (Pfeil B).
Nach der Entnahme des Tragkörpers 3 aus dem Kastenmodell 8 wird dessen Grobkontur G auf eine ein Übermaß zur Soll-Kontur S bildende Aufnahmekontur G' erweitert (Fig. 5). Auch dieser Arbeitsgang erfolgt in zweckmäßiger Ausführung mittels einem Fräswerkzeug 7. Diese Fräsbearbeitung ist dadurch erleichtert, daß die Trag-
• ·
• ·
-8 -
körper-Einheit durch entsprechende Kalibriermarken K paßgenau mit dem Kastenmodell 8 verbunden ist. Zusätzlich für diese paßgenaue wiederholte Verbindung der Bauteile wird die Aufnahmekontur G' im Randbereich des Hartschaumteiles 10 mit jeweiligen Auflagestegen 12, 13 geformt.
In Fig. 6 ist der nächste Verfahrensschritt zur Herstellung des Maskenteils 1 dargestellt, wobei nunmehr oberhalb der Aufnahmekontur G' der das Untermaß (Abstand U) aufweisende Tragkörper 3 so abgestützt wird, daß zumindest bereichsweise ein Hohlraum H gebildet ist. In dem gemäß Fig. 7 dargestellten Verfahrensschritt wird in den Hohlraum H eine sich mit dem Tragkörper 3 verbindende Füllmasse zur Schaffung der Deckmaterial-Lage 4 eingebracht (Pfeil C). Die Deckmaterial-Lage 4 besteht insbesondere aus Epoxid- oder PU-Harz, so daß mit geringem Aufwand eine stoffschlüssige Verbindung zu der Laminat-Schicht des Tragkörpers 3 gebildet wird. Nach dem Aushärten der Deckmaterial-Lage 4 ist der Modellrohling in Form des zweilagigen Maskenteils 1 geschaffen und diese nunmehr komplette Einheit aus Rahmenstruktur 2 und Maskenteil 1 wird aus dem Kastenmodell 8 entnommen (Fig. 8).
In Fig. 9 ist die Endbearbeitung des den Maskenteil 1 aufweisenden Modellrohlings in einer Bearbeitungssituation auf einer Fräsmaschine mit dem Fräswerkzeug 7 veranschaulicht, wobei das durch den Pfeil A dargestellte Übermaß der Füllmaterial-Lage 4 auf die Soll-Kontur S des Badmodells M abgefräst wird. Denkbar ist dabei auch, ein anderes mechanisches Bearbeitungsverfahren (nicht dargestellt) vorzusehen.
Die durch den Fräsvorgang, insbesondere durch Fräsen auf einer numerisch gesteuerten Maschine, erzeugte Soll-Kontur S des Badmodells M kann unmittelbar zur Bildung der Galvanoschale eingesetzt werden, wozu auf die Deckmaterial-Lage 4 lediglich ein elektrisch leitfähiges Material aufzudampfen ist.
Nach der Endformung der Maskenteil-Einheit 1 in Fig. 8 (Pfeil D) verbleibt das Kastenmodell 8 als eine Hilfsvorrichtung, die einer Wiederverwendung zugeführt werden kann. Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn beispielsweise in der Flugzeugindustrie kontinuierlich größer werdende Baugruppen, beispielsweise Tragflächenteile, abzuformen sind, so daß für die Abformung einer gesamten Tragflächenlänge ein einziges Kastenmodell 8 durch wiederholtes Nacharbeiten der entsprechenden Kontur ausreichend sein kann.
Das vorbeschriebene Verfahren mit dem Maskenteil 1 als Badmodell M eröffnet für die Herstellung von weitgehend unterschiedliche Konturen aufweisenden Badmodellen M eine kostengünstige und materialsparende Herstellung, wobei die von bisher getesteten Badmodellen M abgeformten Galvanoschalen zu einem qualitativ überzeugenden Ergebnis führten.

Claims (26)

1. Badmodell für eine Galvanoschale, insbesondere für den Prototypenbau in der Automobilindustrie, wobei das Badmodell aus einem ein Übermaß aufweisenden Modellrohling, insbesondere aus formstabilem Kunststoff, mit einer Soll-Kontur (S) geformt und nach Abformung der Soll-Kontur (S) der Galvanoschale als verlorener Negativkern zerlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Soll-Kontur (S) des Badmodells (M) von einem zumindest zweilagig geformten und eine rückseitige Aussteifung aufweisenden Maskenteil (1) gebildet ist.
2. Badmodell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Maskenteil (1) eine diesen aussteifende Tragkörper-Lage (3) und eine Deckmaterial-Lage (4) aufweist.
3. Badmodell nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß der Maskenteil (1) mit einer diesen hintergreifenden Rahmenstruktur (2) ausgesteift ist.
4. Badmodell nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die über dem Tragkörper (3) befindliche Deckmaterial-Lage (4) aus Kunststoff geformt ist.
5. Bademodell nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff-Maskenteil (1) aus einer mit der Rahmenstruktur (2) verbundenen Laminat-Schicht als Tragkörper (3) besteht, über dieser die aus einem Gießharz geformte zweite Kunststoffschicht als Deckmaterial-Lage (4) verläuft und deren die Soll-Kontur (S) aufweisende Oberfläche die Negativkontur der in einem Galvanobad aufzubauenden Galvanoschale bildet.
6. Badmodell nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Maskenteil (1) mehr als die zwei Lagen (3, 4) aus Kunststoff o. dgl. aufweist.
7. Badmodell nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Soll-Kontur (S) des Maskenteils (1) eine elektrisch leitfähige Schicht auftragbar ist.
8. Badmodell nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Maskenteil (1) ein als Decklage vorgesehener Strukturbezug aufgeklebt ist und dieser die elektrisch leitfähige Schicht aufnimmt.
9. Badmodell nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die aussteifende Rahmenstruktur (2) unter dem Maskenteil (1) von einem eine Grundplatte (5) mit Stützstreben (6) aufweisenden Stahlrahmen gebildet ist.
10. Badmodell nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile (5, 6) der Rahmenstruktur (2) nach Zerstörung des Maskenteils (1) wiederverwendbar sind.
11. Badmodell nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß aus der ein Übermaß (A) aufweisenden Deckmaterial-Lage (4) des Maskenteils (1) die Soll-Kontur (S) des Badmodells (M) durch spanende Bearbeitung formbar ist.
12. Badmodell nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
a) dieses in einem die Grobkontur (G) des Modellrohlings mit einem Untermaß (U) vorgebenden Kastenmodell (8) der einlagige Tragkörper (3) abformbar und entnehmbar ist,
b) die Grobkontur (G) des Kastenmodells (8) auf eine ein Übermaß (A') zur Soll- Kontur (S) des Modellrohlings bildende Aufnahmekontur (G') erweiterbar ist,
c) diese Aufnahmekontur (G') von dem das Untermaß (U) zur Soll-Kontur (S) aufweisenden Tragkörper (3) abdeckbar ist,
d) in einen dabei zumindest bereichsweise gebildeten Hohlraum (H) die mit dem Tragkörper (3) verbindbare Deckmaterial-Lage (4) einbringbar ist,
e) das zumindest zweilagige Maskenteil (1) als Modellrohling aus dem Kastenmodell (8) entnehmbar ist und
f) durch zumindest bereichsweisen Abtrag der Deckmaterial-Lage (4) des Maskenteils (1) die Soll-Kontur (S) des Badmodells (M) formbar ist.
13. Badmodell nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß dessen Grobkontur (G) im Kastenmodell (8) mittels einer Fräsbearbeitung in einem Hartschaumteil (10) gebildet ist.
14. Badmodell nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß dessen auf dem Hartschaumteil (10) des Kastenmodells (8) geformter Tragkörper (3) als ein mit Epoxidharz getränktes Gewebe aufweisendes Laminat ausgebildet ist.
15. Badmodell nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß dessen Tragkörper (3) während oder nach dem Aushärten seiner Laminat-Bestandteile mit der als Grundrahmen für das Badmodell (M) nutzbaren Rahmenstruktur (2) verbindbar ist.
16. Badmodell nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß dessen Tragkörper (3) und die Rahmenstruktur (2) durch eine Klebeverbindung verbunden sind.
17. Badmodell nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß dessen Tragkörper (3) mit der Rahmenstruktur (2) als eine Baueinheit aus dem Kastenmodell (8) entformbar sind.
18. Badmodell nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die erweiterte Aufnahmekontur (G) am Kastenmodell (8) mittels einer Fräsbearbeitung gebildet ist.
19. Badmodell nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß dessen auf der Rahmenstruktur (2) befindlicher Tragkörper (3) und das Kastenmodell (8) vor dem Einbringen des Füllmaterials für die Deckmaterial-Lage (4) in paßgenaue Übereinanderlage verbringbar sind.
20. Badmodell nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß ein zwischen erweiterter Aufnahmekontur (G') und der dieser zugewandten Oberfläche des Tragkörpers (3) gebildeter Hohlraum (H) mit einer Kunststoffüllung, insbesondere Epoxid- oder PU-Harz, ausfüllbar und damit die Deckmaterial-Lage (4) des Maskenteils (1) gebildet ist.
21. Badmodell nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß dessen als Deckmaterial-Lage (4) in flüssigem Zustand eingebrachtes Kunststoffharz mit der Laminat-Schicht des Tragkörpers (3) stoffschlüssig verbunden und der ausgehärteten Kunststoffharz aufweisende Modellrohling als der zweilagige Maskenteil (1) gebildet ist.
22. Badmodell nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß dieses in Form des zweilagigen Kunststoff-Maskenteiles (1) auf dem Maschinentisch einer Fräsmaschine abstützbar und mit dieser das Übermaß (A) der Füllmaterial- Lage (4) bis auf die Soll-Kontur (S) abtrennbar ist.
23. Badmodell nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß das Maskenteil (1) im Bereich der durch Fräsen bearbeiteten Soll-Kontur (S) mit einer Deckschicht aus elektrisch leitfähigem Material versehen ist.
24. Badmodell nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß auf dessen Maskenteil (1) eine ein Lederstrukturimitat o. dgl. aufweisende Decklage aufgeklebt ist.
25. Badmodell nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß dessen Maskenteil (1) im Bereich seiner Decklage mit der metallischen, aufgedampften Deckschicht versehen ist.
26. Badmodell nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß dessen Kastenmodell (8) zur Abformung mehrerer Tragkörper (3) zur Bildung jeweiliger Maskenteile (1) vorgesehen ist.
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