DE20214501U1 - Domschacht - Google Patents
DomschachtInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Domschacht für den Zugang zu einem Dom eines unterirdisch gelagerten, wassergefährdende Stoffe aufnehmenden Behälters.
Bei derartigen Behältern, die der Aufnahme beispielsweise von Treibstoff oder Öl dienen, stellt der oberseitig angeordnete Dom ein durch einen Deckel verschlossener Stutzen, einen Durchlaß dar, durch den beispielsweise Kontroll- oder Wartungsarbeiten innerhalb des Behälters wahrgenommen werden können.
Üblicherweise besteht die Seitenwandung des Schachtes, der mit einem Deckel verschlossen ist, aus Mauerwerk oder Beton.
Auch der Boden kann aus einem entsprechenden Material gebildet sein, wobei vielfach eine Kiesschüttung vorgesehen ist, die durch eine Estrichlage oder dergleichen abgeschlossen ist.
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Anmeldungstext vom 18.09.2002 Seite 2
Des weiteren ist es bekannt, den Domschacht als Metallwanne mit dem Dom zu verbinden, bspw. durch Verschweißen.
Neuere Vorschriften gehen dahin, die Wände des Domschachtes sowie seinen Boden so abzudichten, daß zum einen kein Wasser von außen, also über die Seitenwände und den Boden, in das Innere des Domschachtes dringen kann und zum anderen wassergefährdende Stoffe, wie sie beispielsweise aus an dem Dom des Behälters angeschlossene Armaturen austreten können, in das umliegende Erdreich über die Wandung und den Boden des Domschachtes gelangen kann.
Zwar ist schon versucht worden, den Boden, der beispielsweise als der Bereich definiert werden kann, der sich zwischen dem Domdeckel und der Seitenwandung des Domschachtes ergibt, mit einer Polysulfid-Schicht zu versehen, wobei das Polysulfid in flüssigem Zustand aufgetragen wird.
Grundsätzlich ist jedoch diese Art der Abdichtung nicht geeignet, die gestellten Anforderungen wirtschaftlich zu realisieren.
Hinzu kommt, daß eine teilweise Neubeschichtung, die dann erforderlich wird, wenn der Domdeckel gelöst und abgenommen werden muß, nur in unbefriedigender Weise möglich ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Domschacht so weiter zu entwickeln, daß eine den vorgegebenen Anforderungen hinsichtlich der Dichtigkeit sowohl von innen nach außen wie auch von außen nach innen gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird durch einen Domschacht gelöst, der die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist.
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Ein solcher Art ausgestalteter Domschacht erfüllt nun nicht nur die vorgeschriebenen Standardansprüche an die Dichtigkeit, sondern zeichnet sich unter anderem dadurch aus, daß die notwendigen Arbeiten rasch und kostengünstig durchzuführen sind.
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Anmeldungstext vom 18.09.2002 Seite 3
Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Übergang zwischen den bodenseitigen Dichtungsbahnen und einem durch Schrauben mit dem Dom des Behälters verbundenen Domdeckel mit einer Vergußmasse abgedichtet ist, die einerseits die Dichtungsbahnen und andererseits den Domdekkel teilweise abdeckt.
Eine solche Vergußmasse kann aus einem mineralölbeständigem Polysulfid bestehen.
Zum Öffnen des Domdeckels, um einen freien Zugang in den Behälter zu erhalten, ist die Vergußmasse im Übergangsbereich lediglich aufzutrennen. Nach einem Verschließen des Domdeckels kann danach der aufgetrennte Bereich erneut mit der Vergußmasse ausgefüllt werden, so daß die notwendige Abdichtung problemlos wieder herstellbar ist. Dies ist ohne weiteres mehrfach möglich.
Im Übergangsbereich zwischen der bodenseitigen Dichtungsbahn und der, die die Seitenwände abdeckt, kann ebenfalls eine Abdichtung mit der genannten Vergußmasse vorgesehen sein, die überdies mit einer als Hohlkehle ausgebildeten elastisehen Anbindung zwischen beiden Dichtungsbahnen versehen ist.
Um die mechanische Festigkeit des Vergusses, insbesondere zwischen dem Domdeckel und der bodenseitigen Dichtungsbahn zu erhöhen, ist vorzugsweise ein Gewebe, beispielsweise ein Polyestervlies eingebettet, so daß sich eine Faserverstärkung mit den an sich bekannten Vorteilen ergibt.
Weiter kann vorgesehen sein, daß in einem seitlichen Rohr, beispielsweise einem Leckagefüllrohr, eine das Rohr einerseits umfassende und andererseits mit der seitlichen Dichtbahn verbundene Manschette installiert ist, die verhindert, daß Wasser von außen in den Domschacht eindringt und die Abdichtung zerstört.
Dabei ist die Manschette vorzugsweise erst mit wasserdichtem Epoxydharz und dann mit mineralölbeständigem Polysulfid gegenüber der Dichtbahn sowie der Wandung des Domschachtes abgedichtet.
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Anmeldungstext vom 18.09.2002 Seite 4
Vor allem die bodenseitige Dichtbahn kann rückseitig, also auf der dem Behälter zugewandten Seite, so beschichtet sein, daß an der Rückseite anstehendes Wasser nicht durchdringen kann, insbesondere Schwitzwasser. Diese Beschichtung ist vorteilhafterweise auch gegen Mineralöl beständig.
Die seitlichen Dichtbahnen, also die auf der Wandung des Domschachtes aufgebrachten, sind nicht vollflächig, sondern streifenweise an die Wandung angeklebt, wobei der Streifenverlauf lotrecht ist, so daß an der Rückseite auftretendes Wasser problemlos ablaufen kann.
Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen beschrieben.
Es zeigen:
Figur 1 einen erfindungsgemäßen Domschacht in einem Längsschnitt,
Figur 2 die Einzelheit II in Figur 1 in vergrößerter Darstellung,
Figur 3 die Einzelheit III in Figur 1, ebenfalls in vergrößerter Ansicht.
In der Figur 1 ist ein Domschacht 1 für den Zugang zu einem Dom 5 eines unterirdisch gelagerten, wassergefährdende Stoffe aufnehmenden Behälters 4, beispielsweise eines Öltanks, dargestellt, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel gemauerte Seitenwände 2 aufweist.
Der Dom 5 ist mit einem Domdeckel 6 verschlossen, an den sich seitlich ein Boden 3 des Domschachtes 1 anschließt.
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Anmeldungstext vom 18.09.2002 Seite 5
Sowohl die Innenseiten der Seitenwände 2 wie auch der Boden 3 des Domschachtes 1 sind mit jeweils mindestens einer Dichtungsbahn 7, 8 belegt, die gegenüber dem Untergrund vorkonfektioniert undurchlässig gegen wassergefährdende Stoffe ist. Die Dichtungsbahnen sind also bereits vor der Montage entsprechend vorbereitet.
Der Boden 3 des Domschachtes 1, der sich, wie erwähnt, etwa ausgehend vom Außenrand des Domdeckels 6 bis zu den Seitenwänden 2 erstreckt, wird gebildet durch eine Lage Kies 14, die auf einem Untergrund aus Estrich/Beton oder dergleichen aufgebracht ist sowie einer auf dem Kies 14 deponierten Schicht Quarzsand 13, auf die die Dichtungsbahnen 8 aufgebracht sind.
Zur Abdichtung der vorhandenen Fuge zwischen dem Domdeckel 6 und der benachbarten Dichtungsbahnen 8 ist diese Fuge mit einer Vergußmasse 12 verfüllt, die sich zum einen bis über den Randbereich des Domdeckels 6 und zum anderen über den angrenzenden Randbereich der Dichtungsbahnen 8 erstreckt. Zur Erhöhung der mechanischen Festigkeit kann die Vergußmasse 8 faserverstärkt sein, beispielsweise durch Einlage eines Gewebes aus Polyestervlies oder dergleichen, das in die Vergußmasse 8 eingebettet ist.
Wie insbesondere die Figur 2 sehr deutlich wiedergibt, ist im Stoßbereich zwischen den bodenseitigen Dichtungsbahnen 8 und den wandseitigen Dichtungsbahnen 7 ebenfalls eine Vergußmasse 11 eingefüllt, die aus mineralölbeständigem Polysulfid besteht.
Auf diese Art und Weise ist auch eine Manschette 10 gegenüber der Seitenwand 2 bzw. der seitlichen Dichtbahn 7 abgedichtet, durch die ein Rohr 9 von außen in das Innere des Domschachtes 1 geführt ist. Dies ist besonders deutlich in der Figur 3 erkennbar, in der die Vergußmasse mit dem Bezugszeichen 15 versehen ist.
Claims (9)
1. Domschacht für den Zugang zu einem Dom (S) eines unterirdisch gelagerten, wassergefährdende Stoffe aufnehmenden Behälters (4), wobei die Innenseiten der Seitenwände (2) und/oder der Boden (3) des Domschachtes (1) mit einer Dichtungsbahn (7, 8) belegt sind, die gegenüber dem Untergrund vorkonfektioniert undurchlässig gegen wassergefährdende Stoffe ist.
2. Domschacht nach Anspruch 1, bei dem der Boden (3) sich seitlich an einen Domdeckel (6), mit dem der Dom (5) verschlossen ist, anschließt, dadurch gekennzeichnet, daß der Spaltbereich zwischen dem Boden (3) und dem Domdeckel (6) durch eine Vergußmasse (12) verfüllt ist.
3. Domschacht nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergußmasse (12) den Domdeckel (6) und die benachbarte Dichtungsbahn (8) teilweise überdeckt.
4. Domschacht nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergußmasse (12) faserverstärkt ist.
5. Domschacht nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in die Vergußmasse 12 ein Gewebe, vorzugsweise ein Polyestervlies, eingebettet ist.
6. Domschacht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Stoßbereich zwischen der bodenseitigen Dichtungsschicht (8) und der Dichtungsschicht (7) der Seitenwand (2) durch eine Vergußmasse (11) verfüllt ist.
7. Domschacht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsbahn (7, 8) aus einer Trägerbahn aus kunststoffgebundenem Granulat und einer damit verbundenen Beschichtung aus Polysulfid besteht, wobei die Trägerbahn sowohl porös wie auch federelastisch ist.
8. Domschacht nach Anspruch 1, bei dem durch die Seitenwand (2) ein Rohr (9) geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abdichtung zwischen der Seitenwand (2), der Dichtungsschicht (7) und dem Rohr (9) eine Manschette (10) vorgesehen ist, die mit einer Vergußmasse (15) verfüllt ist.
9. Domschacht nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergußmasse (11, 12, 15) aus mineralölbeständigem Polysulfid besteht.
Priority Applications (1)
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Cited By (2)
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| DE102011109153A1 (de) | 2011-08-02 | 2013-02-07 | Wolfgang Schwab | Verfahren zum Abdichten von gemauerten oder betonierten Domschächten von Tankbehältern |
| DE102021101158A1 (de) | 2021-01-20 | 2022-07-21 | KH Tank & Korrosionsschutz e. K. | Verfahren zur Sanierung eines Domschachts, sowie ein Domschacht |
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- 2002-09-19 DE DE20214501U patent/DE20214501U1/de not_active Expired - Lifetime
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