DE1181391B - Schutzwanne fuer einen zylindrischen liegenden Fluessigkeitstank - Google Patents
Schutzwanne fuer einen zylindrischen liegenden FluessigkeitstankInfo
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Description
- Schutzwanne für einen zylindrischen liegenden Flüssigkeitstank Zylindrische Stahltanks als Flüssigkeitstanks, insbesondere solche zur Lagerung flüssiger Energieträger, wie Benzin, Dieselkraftstoff und Heizöl, kommen manchmal zu ebener Erde, meist unter der Erde zur Aufstellung. Ein solcher Stahltank ist stets korrosionsgefährdet; er kann zum Schutz der Trinkwasserversorgung in einem eigens zu diesem Zweck geschaffenen Auffangraum in Form einer Kammer oder Grube aufgestellt werden, der notwendigenfalis den gesamten Inhalt des leck gewordenen Tanks aufnehmen und am Eintritt ins Grundwasser hindern kann. Die Ursache der Korrosionsgefahr ist im wesentlichen im Eintreten einer Elementbildung bei Anwesenheit von Wasser zu erblicken. Da sämtliche flüssigen Energieträger stets Spuren von Wasser mit sich führen, tritt diese Gefahr der Elementbildung und Korrosion nicht nur von außen, z. B. durch das Grundwasser, sondern auch von innen auf.
- Die an vielen Orten bestehende Vorschrift, gleichzeitig mit der Aufstellung eines Tanks auch einen geeigneten Auffangraum für Leckflüssigkeit zu erstellen, hat, da einerseits die Erstellung entsprechend isolierter Kammern oder Gruben vergleichsweise sehr aufwendig ist und an diesen andererseits durch Setzungen des Erdreichs mitunter Risse entstehen, die den gesamten Aufwand für umfangreiche und zeitraubende Aushub-, Maurer- bzw. Schalungs-und Betonierarbeiten illusorisch werden lassen, zur Entwicklung verschiedener Auffangbehälter geführt, durch die die erwähnten Nachteile vermieden werden.
- Es ist beispielsweise ein Auffangbehälter aus Stahl bekannt, der einen stählernen Tank ganz oder teilweise umschließt, wobei zwischen Tank und Auffangbehälter radial angeordnete Abstandshalter vorgesehen sind. Die freien Ränder des Auffangbehälters sind mittels Leisten gegenüber dem Tank abgedichtet oder an den Tank herangebogen und mit diesem verschweißt. Dieser Auffangbehälter stellt einen Kompromiß zwischen einem der gleichen Aufgabe dienenden Doppelmanteltank und einer von dem Tank getrennten und aus einem anderen Werkstoff hergestellten Schutzwanne dar. Der Auffangbehälter kann gegebenenfalls aus mehreren mit nach außen gerichteten Flanschen versehenen Teilen bestehen und auf der Baustelle in Montagearbeit aufgestellt werden. Beide Teile sind aber korrosionsgefährdet.
- Weiterhin ist eine Schutzwanne für einen zylindrischen liegenden Flüssigkeitstank bekannt, die bei Leckwerden des Tanks dessen gesamtenFlüssigkeitsinhalt aufzunehmen vermag und aus mehreren aus hydraulischen Bindemitteln und Zuschlagstoffen bestehenden, gegebenenfalls armierten Fertigbauteilen - Schalenbauteilen und Endstücken - besteht, die am Aufstellungsort flüssigkeitsdicht zusammengebaut sind. Eine bleibende flüssigkeitsdichte Verbindung der einzelnen Elemente der bekannten, im Erdreich verlegten Schutzwanne unter Zwischenlage der vorgesehenen Dichtungsmittel (Kunststoff oder Kitt) ist im Hinblick auf die stets auftretenden Setzungen des Erdreichs jedoch nicht gewährleistet, da Mittel zur gegenseitigen Verankerung der Fertigbauteile nicht vorgesehen sind. Ungelöst ist bei der bekannten Schutzwanne auch noch die Frage einer flüssigkeitsdichten Abdeckung des Spalts zwischen den nach oben ragenden Längsrändern der Schutzwanne und dem Tank, wo Niederschlagswasser eindringen kann.
- Der Erfindung ist die Aufgabe gestellt, eine Schutzwanne für einen zylindrischen liegenden Flüssigkeitstank zu schaffen, bei der die erwähnten Nachteile der zuletzt beschriebenen Art vermieden sind. Die zu schaffende Schutzwanne soll insbesondere gegen Setzungen des Erdreichs unempfindlich sein.
- Die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch verwirklicht, daß die den Tank tragenden Schalenbauteile mit als Auflager für den Tank dienenden, nach innen vorspringenden und der Querschnittsform des Tanks angepaßten Flanschteilen versehen sind, die jeweils an den einander zugekehrten Rändern der Schalenbauteile angeordnet und mit Durchtrittsöffnungen für die Flüssigkeit versehen sind, daß zur Erzielung der Flüssigkeitsdichtheit der Schutzwanne die Fertigbauteile gegeneinander verankert und zwischen den benachbarten Flanschteilen Dichtungen vorgesehen sind und daß die Schalenbauteile von ihren oberen äußeren Längskanten nach innen bis zur Wand des Tanks vorspringende, die oberen Ränder der Flanschteile verbindende Abdeckleisten aufweisen, die an den Tank flüssigkeitsdicht anschließen.
- Der Tank findet auf den nach innen ragenden Flanschen der Schalenbauteile sofort ein formschlüssiges und damit sicheres Auflager, das im Gegensatz zum Bekannten nicht erst besonders geschaffen werden muß. Außerdem wirken die erfindungsgemäßen Flansche statisch so günstig, daß die Schalenbauteile mit sehr geringer Wandstärke hergestellt werden können und trotzdem allen Anforderungen vollauf genügen. Die zwischen die Fertigbauteile eingefügten Dichtungen bewirken im Verein mit der gegenseitigen Verankerung der Fertigbauteile eine unveränderliche Flüssigkeitsdichtheit auch bei Setzungen des Erdreichs. Die Abdeckleisten der Schalenbauteile verhindern das Eindringen von Niederschlagswasser oder die Verunreinigung der Schutzwanne.
- Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform sind die Endstücke als kreisabschnittförmige Stirnwände ausgebildet, die jeweils an dem einen Flanschteil des benachbarten Schalenbauteiles unter Zwischenfügung einer Dichtung befestigt sind und ebenfalls mit einer Abdeckleiste flüssigkeitsdicht an den Tank anschließen.
- Zur gegenseitigen Verankerung der Fertigbauteile können die Flanschteile der Schalenbauteile und die Stirnwände mit mehreren durchgehenden Bohrungen versehen und die jeweils benachbarten Fertigbauteile mittels durch die Bohrungen hindurchgeführter korrosionsgeschützter Schraubanker fest miteinander verbunden sein. In dieser Ausführungsform stellt die Schutzwanne einen besonders steifen Baukörper dar, der auch durch größere Verkehrslasten beansprucht werden kann, ohne Schaden zu leiden. Die formschlüssige Anpassung der Flanschteile an die Querschnittsform des Tanks gewährleistet ein günstiges Zusammenwirken des Tanks und der Schutzwanne in statischer Hinsicht.
- Um den flüssigkeitsdichten Anschluß der Abdeckleisten an den Tank möglichst einfach zu erzielen, können die Ränder der Leisten abgeschrägt und die so entstandenen keilförmigen Zwischenräume zwischen ihnen und dem Tank mit einem plastischen Dichtungsmittel, vorzugsweise mit Asphalt, ausgefüllt sein.
- Zum Ausgleich von etwaigen Längendifferenzen kann zwischen der einen Stirnwand und dem benachbarten Flanschteil ein Klotz aus Ortbeton eingebracht sein.
- Die neben den Dichtungen frei bleibenden Luftspalte zwischen den einander zugekehrten Flächen der Fertigbauteile können mit flüssigkeitsdichtem Mörtel, Asphalt od. dgl. ausgefüllt sein.
- Zum Zweck der Aufstellung der Schutzwanne zu ebener Erde werden die Schalenbauteile vorteilhaft mit Standkonsolen versehen hergestellt.
- Bei Verwendung einer erfindungsgemäßen Schutzwanne empfiehlt es sich, die freie Oberfläche des Tanks zwecks Ableitung von in diesem Bereich austretendem Lecköl in die Schutzwanne mit einer bis unter die die Schalenbauteile und Stirnwände oben abschließenden Abdeckleisten herabreichenden Metall- oder Kunststoffolie abzudecken.
- Die Schutzwanne wird zweckmäßig mit etwas Gefälle montiert, so daß eventuell ausgetretene Leck- flüssigkeit durch die in den Flanschteilen an möglichst tiefer Stelle vorgesehenen Durchtrittsöffnungen in den am tiefsten gelegenen Schalenbauteil gelangt, so daß ihr Vorhandensein durch ein aus einem verschließbaren Flurkasten od. dgl. bis zum Boden dieses Schalenbauteiles herabreichendes Kontrollrohr mittels eines Peilstabes oder eines durch das Rohr abzusenkenden Probegefäßes festgestellt werden kann.
- In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schutzwanne dargestellt. Es zeigt Fig. 1 die im Erdreich eingebaute, aus Schalenbauteilen und Endstücken bestehende Schutzwanne mit eingelagertem zylindrischem Flüssigkeitstank im Längsschnitt, F i g. 2 im Schnitt nach II-II in F i g. 1, F i g. 3 in Draufsicht, F i g. 4 in Seitenansicht.
- Jedes der einander gleichen, den Tank 1 umschließenden Schalenbauteile A besteht aus einem zylindrischen Schalenteil 2, der oben zu beiden Seiten des Tanks 1 knapp über dessen horizontaler Mittelebene 5 endet, zwei Flanschteilen 3, 4, auf denen der Tank 1 aufliegt, und Abdeckleisten 6, 7, die von den oberen äußeren Längskanten des zylindrischen Schalenteiles 2 bis an den Tank 1 heranreichen. Der Tank 1 ist durch eine Metall- oder Kunststoffolie 8, die bis unter die Abdeckleisten 6, 7 herabreicht, abgedeckt. Die dem Tank 1 zugekehrten Ränder der Abdeckleisten 6, 7 sind abgeschrägt, und der keilförmige Zwischenraum zwischen diesen Rändern und dem Tank 1 bzw. der Metall- oder Kunststoffolie 8 ist mit einem plastischen Dichtungsmittel 9, vorzugsweise Asphalt, ausgefüllt. Die die Schutzwanne an ihren Stirnseiten abschließenden Endstücke sind kreisabschnittförmige Stirnwände B, die an ihrem oberen Rand je eine bis an die Tankstirnwand 10 bzw. die diese oberseits abdeckende Metall- oder Kunststoffolie 8 heranreichende und in gleicher Höhe wie die Abdeckleisten 6, 7 verlaufende Abdeckleiste 11 aufweisen, deren der Tankstirnwand 10 zugekehrter Rand ebenfalls abgeschrägt ist. Auch hier ist der entstandene keilförmige Zwischenraum mit plastischem Dichtungsmittel 9 ausgefüllt. Die Schalenbauteile A und eine der Stirnwände B sind unter Zwischenlage von Dichtungen 12 durch korrosionsfeste Schraubanker 13 oder andere geeignete Verbindungselemente miteinander verbunden. In den Flanschteilen 3, 4 sind zwecks Ausgleichs ausgetretener Leckflüssigkeit Durchtrittsöffnungen 14 vorgesehen. Zum Ausgleich von Längendifferenzen infolge der von der Standardlänge der Schalenbauteile A unabhängigen Länge des Tanks 1 ist zwischen dem einen endständigen Flanschteil3 und der benachbarten Stirnwand B (in F i g. 1 links) ein Klotz 15 aus Ortbeton eingebracht.
- Um angesammelte Leckflüssigkeit feststellen zu können, ist ein verschließbarer Flurkasten 16 mit einem knapp an den Boden des äußersten linken Schalenbauteiles A herabreichenden Kontrollrohr 17 vorgesehen, durch das etwaiges Vorhandensein von Leckflüssigkeit entweder mittels eines - nicht gezeigten - Peilstabes gepeilt oder mittels eines durch das Rohr 17 abzusenkenden Probenahmegefäßes festgestellfi werden kann. Zwecks Verwendung der erfindungsgemäßen Schutzwanne bei frei stehenden Tanks, z. B. in Industrieanlagen, können die Schalenbauteile A mit den - gestrichelt gezeigten - Standkonsolen 18 versehen sein.
- Über den üblicherweise an Flüssigkeitstanks vorhandenen Dom 18' (F i g. 4) wird, um den Mannlochdeckel 19 zugänglich zu halten, vor dem Zuwerfen der Grube ein Rohr 20 aus entsprechendem Material, z. B. Beton, Asbestzement, Kunststoff oder Metall, gestülpt, das unten auf dem Mantel des Tanks 1 aufsitzt und oben in Erdgleiche mittels eines abnehmbaren Deckels 21 verschlossen wird.
Claims (11)
- Patentansprüche: 1. Schutzwanne für einen zylindrischen liegenden Flüssigkeitstank, die bei Leckwerden des Tanks dessen gesamten Flüssigkeitsinhalt aufzunehmen vermag und aus mehreren aus hydraulischen Bindemitteln und Zuschlagstoffen bestehenden, gegebenenfalls armierten Fertigbauteilen - Schalenbauteilen und Endstücken -besteht, die am Aufstellungsort flüssigkeitsdicht zusammengebaut sind, dadurch gekennzeichnet, daß die den Tank (1) tragenden Schalenbauteile (A) mit als Auflager für den Tank (1) dienenden, nach innen vorspringenden und der Querschnittsform des Tanks (1) angepaßten Flanschteilen(3;4) versehen sind, die jeweils an den einander zugekehrten Rändern der Schalenbauteile (A) angeordnet und mit Durchtrittsöffnungen (14) für die Flüssigkeit versehen sind, daß zur Erzielung der Flüssigkeitsdichtheit der Schutzwanne die Fertigbauteile (A; B) gegeneinander verankert und zwischen den benachbarten Flanschteilen (3; 4) Dichtungen (12) vorgesehen sind und daß die Schalenbauteile (A) von ihren oberen äußeren Längskanten nach innen bis zur Wand des Tanks vorspringende, die oberen Ränder der Flanschteile (3; 4) verbindende Abdeckleisten (6; 7) aufweisen, die an den Tank (1) flüssigkeitsdicht anschließen.
- 2. Schutzwanne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Endstück als kreisabschnittförmige Stirnwand (B) ausgebildet ist, die an dem einen Flanschteil (3 bzw. 4) des benachbarten Schalenbauteiles (A) unterZwischenfügung einer Dichtung (12) befestigt ist und mit einer Abdeckleiste (11) an den Tank (1) flüssigkeitsdicht anschließt.
- 3. Schutzwanne nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur gegenseitigen Verankerung der Fertigbauteile (A; B) die Flanschteile (3; 4) der Schalenbauteile (A) und die Stirnwände (B) mit mehreren durchgehenden Bohrungen ver- sehen und die benachbarten Fertigbauteile (A; B) mittels durch die Bohrungen hindurchgeführter korrosionsgeschützter Schraubanker (13) fest miteinander verbunden sind.
- 4. Schutzwanne nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum flüssigkeitsdichten Anschluß der Abdeckleisten (6; 7; 11) an den Tank (1) die ihm zugekehrten Ränder dieser Leisten abgeschrägt sind und daß der keilförmige Zwischenraum zwischen ihnen und der Wandung des Tanks (1) mit einem plastischen Dichtungsmittel (9), vorzugsweise Asphalt, ausgefüllt ist.
- 5. Schutzwanne nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausgleich von Längs differenzen zwischen die eine Stirnwand (B) und den benachbarten Flanschteil (3 bzw. 4) ein Klotz (15) aus Ortbeton eingebracht ist.
- 6. Schutzwanne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftspalte zwischen den einander zugekehrten Flächen der Fertigbauteile (A bzw. A; B) mit flüssigkeitsdichtem Mörtel, Beton, Asphalt od. dgl. ausgefüllt sind.
- 7. Schutzwanne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalenbauteile (A) für freie Aufstellung mit Standkonsolen (18) versehen sind.
- 8. Anordnung unter Verwendung einer Schutzwanne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine die freie Oberfläche des Tanks (1) überdeckende Metall-oder Kunststoffolie (8), die zum Ableiten von etwaigem aus der oberen Tankhälfte austretendem Lecköl in die Schutzwanne unter die die Fertigbauteile (A; B) oben abschließenden Abdeckleisten (6; 7; 11) herabreicht.
- 9. Anordnung unter Verwendung einer Schutzwanne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine aus einem verschließbaren Flurkasten (16) od. dgl. bis zum Boden eines endständigen Schalenbauteiles (A) herabreichendes Kontrollrohr (17) zur Kontrolle der Leckflüssigkeit mittels eines Peilstabes oder eines durch das Rohr (17) abzusenkenden Probegefäßes.
- In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1 769 183, 1785 184',1 787190; schweizerische Patentschrift Nr. 2 175; »Die Bauwirtschaft«,
- 11. Jahrgang, 1957, S. 124 bis 127.
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| DE1785184A1 (de) * | 1968-02-21 | 1972-02-03 | Superga Spa | Sportstiefel,insbesondere Skistiefel,mit einer Versteifung |
-
1960
- 1960-02-10 DE DESCH27401A patent/DE1181391B/de active Pending
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