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DE2021231C - Verfahren zur Herstellung von Uranallylverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Uranallylverbindungen

Info

Publication number
DE2021231C
DE2021231C DE2021231C DE 2021231 C DE2021231 C DE 2021231C DE 2021231 C DE2021231 C DE 2021231C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carbon atoms
uranium
solution
radical
ethyl ether
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Dr.; Mazzei Alessandro Dr.; Lugli Gabriele Dr.; San Donato Milanese Marconi (Italien)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SnamProgetti SpA
Original Assignee
SnamProgetti SpA
Publication date

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Description

Die I rinuluni! betrifft cm Vorfahren /ur 1 icrsiclluiiu sun I iranalhhcrbindunucn der lorniel
R1 R., R4
R1 C C -C--
in der R1. R,. R,. R4 und R5 jeweils ein Wassersioffatom. einen Älkylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, einen Arylrest mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen, einen Cycloalkylresl mit 4 bis 10 Kohlenstoffatomen oder einen Alkylarylrest mit 7 bis 10 Kohlenstoffatomen bedeuten und in der die die 3 Kohlenstoffalome verbindende gestrichelte Linie angibt, daß die Valenzelektronen delokalisiert sind.
Es sind zwar Verfahren zur Herstellung von AHyI-derivaten von anderen Schwermetallen, z. B. von Eisen. Kobalt, Nickel, Chrom bekannt, zu deren Herstellung man von den entsprechenden Halogeniden ausgehen kann, die entsprechenden Uranallylverbindungen konnten jedoch bisher nicht hergestellt werden. Dies dürfte in erster Linie darauf zurückzuführen sein, daß die Uranhalogenide im Gegensatz zu den Halogeniden der anderen Ubergangsmetalle in den üblichen organischen Lösungsmitteln unlöslich sind. Außerdem haben sie den Nachteil, daß sie gegenüber Sauerstoff und gegenüber der Feuchtigkeit der Reaktionsprodukte außerordentlich empfindlich sind.
Aufgabe der Erfindung war es daher, ein Verfahren anzugeben, nach dem auch die oben angegebenen Allylverbindungen des Urans hergestellt werden können.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Uranallylverbindungen der oben angegebenen Formel, das dadurch gekennzeichnet ist. daß man eine Suspension einer Uran(IV)-Verbindung in einem polaren Lösungsmittel mit der Lösung einer Verbindung der Formel
R2 R., R4
R, C = C C- -Me
R2 R., R4
R1 -—C --■--('--- C Mg X
worin R1, R2, R3, R4 und R5 die oben angegebenen Bedeutungen besitzen, Me ein Alkalimetall und X ein Halogenatom bedeutet, umsetzt.
Die nach dem beanspruchten Verfahren herstellbaren Uranallylverbindungen stellen wertvolle Katalysatoren für die Polymerisation und Oligomerisation von Verbindungen mit einer Doppelbindung im Molekül sowie wertvolle Zwischenprodukte für die Herstellung anderer Katalysatoren dar.
In dem Verfahren der Erfindung können als Ausgangsmaterialien außer den Uran(lV>halogeniden auch andere Uran(tV)-Verbindungen. z. B. das entsprechende Acetylacetonat und die entsprechenden Alkoholate, verwendet werden.
Beispiele für zur Durchführung des beanspruchten Verfahrens geeignete polare Lösungsmittel sind Dialkylälher. Tetrahydrofuran. Dioxan und Mischungen der Äther mit Kolilenwasserstoflen. Die hei dem Verfahren nach der l-ründung erhaltenen Uranallylverbindimgen werden aus dem ReaL-tionsgemisch abgetrennt, indem man sie bei m-Iu tiefen Temperaturen in der Größenordnung \on etwa -SO C aus inerten aliphatischen oder aroma ίο tischen Lösungsmitteln, beispielsweise Pentan. lle>.ai,. Isooctan und Toluol, auskristallisieren laßt.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung niilu-i erläutern.
Beispiel!
Alle Verfahrensschritte wurden in einer inerten Atmosphäre durchgeführt. 27,1 mMel UCl4 wurden in 180 ecm wasserfreiem Äthyläther suspendiert. Du Mischung wurde auf -30 C abgekühlt, und dann. wurden innerhalb eines Zeitraums von etwa 10 Stun den langsam 163 ecm einer molaren Lösung von Aliylmag,nesiumbromid in Äthyläther unter Rühre! eingetropft. Es wurde ein kontinuierlicher übergang
von der grünen UCl4-Suspension zu einer duoke! roten Lösung beobachtet. Die Lösung wurde unter Rühren etwa 24 Stunden bei - 30 C gehalten, dann wurde sie unter Stickstoff durch eine poröse Membran aus gesintertem Glas filtriert, die bei der gleichen Temperiitur gehalten wurde.
Die klare ätherische Lösung wurde bei niedrign Temperatur unter Hochvakuum bis zur Trockne eingedampft. Zu dem Rückstand wurden 80 ecm wasserfrsies Pentan, das vorher auf etwa -40 ( abgekühlt worden war. gegeben, und die Mischuniwurde erneut filtriert.
Die sehr stark gefärbte Pentanlcsung wurde unter hohem Vakuum eingeengt und dann auf -78 C oder eine niedrigere Temperatur abgekühlt. Es wurden einige glänzende rotbraune Kristalle abgeschieden, die nach dem Absaugen der Mutterlauge unter Vakuum getrocknet wurden. Nach dem oben angegebenen Verfahren konnte das Produkt erneut kristallisiert werden.
Die chemische Analyse des kristallinen Produkts erf;ab die folgenden Werte:
Aralyse für U(C3H5I4:
Gefunden ... U 58.4, C 35.68. H 4,97%; berechnet ... U 59.8. C 35.8. H 4,98%.
Chlor fehlte völlig.
Zur Bestätigung, daß das erhaltene Produkt tatsächlich Tetraallyluran war, wurden 10 ecm einer 0.1 !molaren Lösung der Verbindung in Äthyläther in eine Vorrichtung zur gasvolumetrischen Analyse gebracht und getrocknet, wobei der Äthyläther unter Vakuum entfernt wurde. Zu dem getrockneten Rückstand wurden bei -303C 8 ecm Wasser zugegeben. Man ließ die Temperatur sehr langsam auf Raumtemperatur ansteigen, das dabei entwickelte Gas wurde gemessen und massenspektrometrisch analysiert
Bei Standardbedingungen wurden 90 ecm Gas entwickelt, ihre Zusammensetzung war folgende:
Propylen 97,4%
Diolefin 2,6%
gegenüber 94% des theoretischen Gewichtes von U(C3H5)4.

Claims (1)

  1. Beispiel 2
    In einer inerten Atmosphäre wurdet: 0,103MoI Allyllilhiiim in wasserfreiem Älhylüther gelöst und auf 30 C abgekühlt. Innerhalb von etwa 5 Stunden wurden /u dieser Lösung 25.1 ■ 10 "3 Mol LJCI4. suspendiert in 1 52 ecm wasserfreiem Äthyiäther. langsam /Liüctropft. wobei die Mischung .ständig gerührt wurde.
    Die stark dunkelrote Lösung wurde etwa 12 Stunden bei -30 C gerührt, dann unter Stickstoff durch einen bei der gleichen Temperatur gehaltenen Trichter aus gesintertem Glas filtriert. Anschließend wurde die erhaltene klare Ätherlösung wie im Beispiel 1 behandelt. Dabei erhielt man braunrote Kristalle von I !ranletraallyl. die folgende Zusammensetzung aufwiesen:
    Analyse für
    Berechnet
    gefunden
    Die Kristalle enthielten kein Chlor.
    Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Uranallylverbindungen der Formel
    U 59,80, C 35,80, H 4,98%;
    U 58,60, C 35,61, H 4,91%.
    R2 R3 R4
    R1-
    C —
    -C R5
    in der R,, R2, Rj, R4 und Rs jeweils ein Wasscrsloffatom. einen Alkylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, einen Arylrest mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen, einen Cycloalkylrest mit 4 bis 10 Kohlenstoffatomen oder einen Alkylarylrest mit 7 bis 10 Kohlenstoffatomen bedeute'", und in der die die 3 Kohler.stoffatome verbindende gestrichelte Linie angibi, daß die Valenzeleklronen delokalisi-Tt sind. dadurch gekennzeichnet, daß man eine Suspension einer Uran(IV)-Verbindung in einem polaren Lösungsmittel mit der Lösung einer Verbindung der Formel
    R,
    R1 R4
    j " j
    j j j
    R, C === C C M e
    R5
    oder
    Rj R4
    R5
    Mg-
    worin R1, R2, R3, R4 und R5 die oben angegebenen Bedeutungen besitzen, Me ein Alkalimetall und X ein Halogenatom bedeutet, umsetzt.

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