DE20210265U1 - Vorrichtung zum Betäuben und/oder Töten eines Aals - Google Patents
Vorrichtung zum Betäuben und/oder Töten eines AalsInfo
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Description
Anmelder: Hahn, Moritz i
Vertreter: Dr. Schoenen
05 .06.2002
Vertreter: Dr. Schoenen
05 .06.2002
Gebrauchsmusteranmeldung
149-1
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Betäuben und/oder Töten eines Aals.
Derartige Vorrichtungen mit einer Haltevorrichtung zum positionierten Halten des Aals und mit einer quer zur Längserstreckung des Aals gegen den Aal bewegbaren Betäubungs- bzw. Tötungseinrichtung sind bekannt.
Bei dieser Vorrichtung besteht die Haltevorrichtung aus einem etwa Y-förmigen Bauteil. In dem senkrechten geraden Schenkel des Y ist eine durchgehende Führungsausnehmung ausgebildet, in der ein Führungszapfen verschiebbar angeordnet ist, dessen eines Ende in den Bereich der divergierenden Schenkel des Y ragt und ein Tötungsmesser trägt. Das andere Ende des Führungs zap fens ragt an der anderen Seite ebenfalls aus der Führungsausnehmung heraus und ist mit einem Beaufschlagungsteller versehen.
Zwischen dem Beaufschlagungsteller und dem Y-förmigen Bauteil ist mit Vorspannung eine Druckfeder angeordnet, die im Normalfall den Führungszapfen soweit bewegt, bis sich das Tötungsmesser am Grund der Schenkelöffnung des Y befindet .
Um einen mit der Angel gefangenen Aal zu betäuben oder zu töten, wird der Aal im Bereich hinter seinem Kopf mit der Gabelöffnung des Y auf den Boden gedrückt und durch Drücken auf den Beaufschlagungsteller entgegen der Kraft der Druckfeder über den Führungszapfen das Tötungsmesser in den Aal eingestochen.
Anmelder: Hahn, Moriti * 1 " · ·*
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Da der Aal eine glitschige Außenhaut besitzt und somit schwer greifbar und festhaltbar ist, ist es problematisch, diesen Fisch in eine Auflageposition am Boden zu bringen, um ihn mit der Gabelöffnung der Haltevorrichtung am Boden zu fixieren.
Bei dieser bekannten Vorrichtung, die "Aaltöter" genannt wird, ist als Gegendruck eine zusätzliche Auflage notwendig oder der vorhandene Untergrund wird benutzt. Da üblicherweise die Aale bei Nacht geangelt werden, ist dieses Erfordernis in der Dunkelheit nachteilig. Das Durchtrennen der Rückenmarksnerven im Nacken des Aales zur Betäubung erweist sich als sehr schwierig und dauert relativ lange, da der Aal sich dreht und windet, so dass die Nervenbahn nicht durchtrennt werden kann. Außerdem drückt der Aal sich bei weichem oder steinigem Untergrund in den Boden.
0 Eine weitere bekannte Vorrichtung ist der in früheren Zeiten im Handel erhältliche Schussapparat, mit dem ein Bolzen in den Rücken des Aals eingeschossen werden kann. Hier ist das genannte Problem der Fixierung des Aales ebenso vorhanden. Außerdem kann der Ansatzpunkt für das exakte Durchtrennen der Rückmarksnerven nicht genau ermittelt werden.
Ein waidgerechtes Betäuben des Aales ist im Stand der Technik daher nur schwer oder gar nicht zu erreichen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine kostengünstige Vorrichtung der eingangs genannten Art zu entwickeln, welche ein sehr schnelles, einfaches, tierschutzgerechtes Betäuben oder Töten eines Aales ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei der Vorrichtung zum Betäuben und/oder Töten eines Aals dadurch gelöst, dass
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die Vorrichtung als Zange mit zwei Backen ausgebildet ist, dass die eine Backe eine konkave Kontur und die andere Backe ein Schneidteil aufweist, wobei die konkave Kontur und das Schneidteil derart angeordnet sind, dass das Schneidteil bei einer Schließbewegung der Zange im wesentlichen zentrisch in ein an der konkaven Kontur anliegendes Teil mit kreisförmigem Querschnitt, insbesondere in einen Aal, eindringt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist einfach aufgebaut. Ein genaues, kontrolliertes und sehr schnelles Betäuben des Aales ist mit dieser Vorrichtung sicher zu erledigen. Das gleiche gilt für ein Töten des Aales. Man benötigt keinen zusätzlichen Gegendruck, da dieser Gegendruck von der einen Backe mit der konkaven Kontur geliefert wird. Eine Verletzungsgefahr für den Angler besteht nicht mehr. Der "Aaltöter" nach dem Stand der Technik dagegen kann leicht abrutschen, wobei sich der Angler selber mit dem Trennmesser verletzen kann. Das gleiche gilt für den bereits oben genannten Schussapparat nach dem Stand der Technik, da auch hier eine sichere Halterung des Aales durch das Gerät selber nicht gewährleistet ist.
Erfindungsgemäß leidet der Aal keine Qualen, da die Betäubung bzw. das Töten sehr schnell erfolgt. Als weiterer Vorteil soll noch erwähnt werden, dass der Aal nicht abgelegt zu werden braucht. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung lässt sich der Aal also schnell und waidgerecht betäuben.
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Ferner wird vorgeschlagen, dass die eine Backe mindestens eine Anschlagschulter zur Begrenzung der Schneidtiefe aufweist. Damit wird verhindert, dass der Aalkopf abgetrennt wird, aber dennoch dringt das Schneidteil ausreichend tief in den Rücken des Aals an exakt der gewünschten Stelle ein, um die Rückenmarksnerven zu durchtrennen.
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Ferner wird vorgeschlagen, dass die erfindungsgemäße Zange einen Mechanismus zur Begrenzung der Schließbewegung der beiden Backen aufweist. Auch auf diese Weise wird verhindert, dass das Schneidteil zu tief in den Rücken des Aals eindringt. Dieser Mechanismus kann als Rastmechanismus ausgebildet sein, welcher ein schlagartiges Zuschnappen des Schneidteils beim manuellen Zusammendrücken der Zangengriffe ermöglicht. Die Verwendung dieses bei Zangen an sich bekannten Mechanismus für die erfindungsgemäße Vorrichtung stellt eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung dar.
Schließlich wird vorgeschlagen, dass das Schneidteil eine Breite von 3 bis 10 mm und insbesondere von 6 mm aufweist. Durch diese geringe Breite werden gezielt nur die Rückenmarksnerven durchtrennt, aber der Aal ansonsten relativ wenig verletzt. Insbesondere wird mit Sicherheit nicht der Aalkopf abgetrennt. Die geringe Breite des Schneidteils ist allerdings nur in Kombination mit der genauen Positio-0 nierung des Aales durch die technischen Merkmale des Schutzanspruchs 1 sinnvoll, um gezielt nur die Rückenmarksnerven mit dem Schneidteil zu treffen.
Mit der Ausgestaltung nach Anspruch 5 wird ein gleichmäßiger Druck und Gegendruck erreicht. Abscherkräfte wirken nicht auf den Aal ein.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen
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Figur 1 die erfindungsgemäße Vorrichtung in geöffneter Form,
Figur 2 die erfindungsgemäße Zange nach Figur 1 während der Schließbewegung und
Figur 3 die Zange nach den Figuren 1 und 2 in geschlossenem Zustand.
Anmelder: Hahn, Morit$ ! 149-1
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In allen Zeichnungen haben gleiche Bezugszeichen die gleiche Bedeutung und werden daher gegebenenfalls nur einmal erläutert.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Griffteil 2 mit der einen Backe 2a an dem dem Griffteil 2 gegenüberliegenden Ende, einem gegenüber dem Griffteil 2 beweglichen Griffteil 3, welches gegenüber dem Griffteil 2 um eine Achse 10 schwenkbar ist. Schließlich ist als andere Backe 1 ein Spezialmesser mit einem Schneidteil 7 vorgesehen, wobei das Spezialmesser um eine Drehachse 11 gegenüber dem Griffteil 2 schwenkbar ist. Zur Begrenzung der Eindringtiefe des Schneidteils 7 ist eine Anschlagschulter 9 vorgesehen.
Ein Rastmechanismus 4 mit einer Spannfeder 6 ermöglicht beim Zusammendrücken der Griffteile 2 und 3 ein schnelles Zuschnappen der Backe 1, also des Spezialmessers in Rich-0 tung auf die Backe 2a mit der konkaven Kontur 2b, die auch Gegendruckhalbschale genannt werden kann. Das Messer 1 ist mit dem Rastmechanismus 4 über ein Verbindungsteil 5 verbunden .
Eine zweite, in den Figuren nicht erkennbare Spiralfeder drückt die Griff teile 2, 3 auseinander, wie es im Stand der Technik an sich bekannt ist. Ferner ist die Backe 2a geschlitzt. Der Schlitz 12 ist in Figur 1 angedeutet. Ohne eine Begrenzung der Bewegung des Spezialmessers 1 könnte dieses Messer in den Schlitz 12 eindringen.
Die Vorrichtung arbeitet folgendermaßen. Bei geöffneter Zange (Figur 1) wird der Aal 8 mit der einen Hand an die konkave Kontur 2b, also an die Gegendruckhalbschale gehalten, wobei die Griffteile 2, 3 mit der anderen Hand zusammengedrückt werden. Über den Mechanismus 4 wird das Spezialmesser 1 betätigt und nach Überwinden eines bestimmten Druckpunktes schlagartig von der Kraft der Feder
Anmelder: Hahn, Moritfc \ !*: t '* * * *..: ,:!.
6 in Richtung auf die Backe 2a gedrückt (Figur 2) . In der damit erreichten Lage (Figur 3) ist das Schneidteil 7 in den Rücken des Aals 8 eingedrungen und hat die Rückenmarksnerven durchtrennt. Durch Auseinanderziehen der Griffteile 2, 3 kann die Zange wieder in die Position entsprechend Figur 1 gebracht und der betäubte Aal 8 entnommen werden.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Betäuben und/oder Töten eines Aals, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung als Zange mit zwei Backen ausgebildet ist, dass die eine Backe (2a) eine konkave Kontur (2b) und die andere Backe (1) ein Schneidteil (7) aufweist, wobei die konkave Kontur (2b) und das Schneidteil (7) derart angeordnet sind, dass das Schneidteil (7) bei einer Schließbewegung der Zange im wesentlichen zentrisch in ein an der konkaven Kontur (2b) anliegendes Teil mit kreisförmigem Querschnitt, insbesondere in einen Aal (8), eindringt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Backe mindestens eine Anschlagschulter (9) zur Begrenzung der Schneidtiefe aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zange einen Mechanismus zur Begrenzung der Schließbewegung der beiden Backen aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidteil (7) eine Breite von 3 bis 10 mm und insbesondere von 6 mm aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Backe (2a) eine Auflagebreite von mindestens 10 mm hat und dass die Bewegungslinie des Schneidteils (7) mittig auf die Auflage (13) der Backe (2a) trifft.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20210265U DE20210265U1 (de) | 2002-06-06 | 2002-06-06 | Vorrichtung zum Betäuben und/oder Töten eines Aals |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20210265U DE20210265U1 (de) | 2002-06-06 | 2002-06-06 | Vorrichtung zum Betäuben und/oder Töten eines Aals |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20210265U1 true DE20210265U1 (de) | 2002-10-17 |
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ID=7972785
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE20210265U Expired - Lifetime DE20210265U1 (de) | 2002-06-06 | 2002-06-06 | Vorrichtung zum Betäuben und/oder Töten eines Aals |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20210265U1 (de) |
Cited By (1)
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| GB2428957A (en) * | 2005-08-12 | 2007-02-14 | Armadillo Products Ltd | Small animal manual slaughtering apparatus |
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2002
- 2002-06-06 DE DE20210265U patent/DE20210265U1/de not_active Expired - Lifetime
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