DE2020813A1 - Verfahren zur Herstellung von UEberzuegen auf Glasfasern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von UEberzuegen auf GlasfasernInfo
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Description
91 HAMIUIO 00 « MONCHIN »O
München, den 28. April 1970 L/W/Br
Anmelder: Herculee Incorporated, 910 Mnrket Street,
Wilmington, Delaware, USA
Verfahren sur Herstellung von überzügen
auf Glasfasern
Die Erfindung betrifft ein Verfahren sum Uberslehen Ton
Glasfasern. Insbesondere betrifft die Erfindung «In Tar»
fahren, um Glasfaserrorgespinat mit einem thermoplaatischen synthetischen Polymeren an Ober ti then.
Glasfaserverstärkte, warmehartbare Kunststoffe sind aalt
geraumer Zeit bekannt. Solche Materialien wie s. B. Phenol -Formaldehyd-, Alkyd- und Epoatyharae wurden sa mancherlei Gebrauchsartikeln geformt, deren Zugfestigkeit durch
Einschluß von verstärkenden Glasfasern erheblich verbessert wurde·
In Jüngster Zeit wurde erheblicher Forschungsaufwand getrieben, um eine solche Materialverbesserung auch bei
thermoplastischen Kunststoffen zu erzielen. Diese Anstrengungen haben einigen Erfolg gehabt und su einigen glasfaserverstärkten thermoplastischen Materialien geführt.
Die Methoden jedoch, welche sum Einverleiben der Glasfasern in das Polynere entwickelt wurden, sind umständlich und nicht universell anwendbar. In den meisten Fallen
geschah das Einarbeiten dee Glases dadurch, daß man Glasfasern kurser Länge dem Polymeren beimischte und daa Poly-
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BAD ORIGINAL
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mere entweder vor oder nach dm* Zugabe des Glases aehaols,
worauf die Mischung durchgearbeitet wurde, um ein· gleich«·
fSrmige Verteilung d®s Glasea innerhalb der Gnmdmaese v*
erzielen« In vielen Fällen treten bei einer derartigen
Arbeitsweise erhebliche Probleme auf, welche auf der Schwierigkeit beruhen, die Glasfasern gleichmäßig in der
sehr viskosen Polymerenmasa© zu verteilenο In vielen Fällen führt die zur Bewirkung einer solchen Verteilung erforderliche Bearbeitung zum Abbau des Polymeren und der
Glasfaserlänge, was unerwünschte Auswirkungen auf das
Polymere und auf die Eigenschaften der Mischung hnt· Es wurde auch bereits vorgeschlagen, ein Glasvorgespinet mit
einem thermoplnstischen Polymeren zu beschichten, indem
man das Vorgespinst mit einem heiBen Plastisol imprBgnierte, gefolgt von einer Erhitzung zur Plastifiziertmg und
Schmelzung der Polymerteilchen. Biese Arbeitsweise wird nicht nur durch die Tatsache erschwert, daß die gesamte
Bearbeitung bei erhöhter Temperatur durchgeführt werden
muß, sondern auch dadurch, daß für jedes spezielle Pia·»
stisolverfahren mehrere Temperaturzonen erforderlich sind.
DarÜberhinaua sind solche Methoden nicht breit anwendbar,
da viele Thermoplaste, wie *. 3. Polyolefine und Polyester, nicht leicht Piastisole bilden. Kin anderer Vor-BChlag sieht vor, das Vorgespinst durch eine Emulsion
von Polymeren mit sehr niedrigem Molekulargewicht su stehen oder sogar durch eine Emulsion eines zusätzlichen
polymerisierbaren Monomeren wie s· B. Styrol, wobei das
Vorgespinst mit dem Monomeren oder dem Polymeren niederen Molekulargewichtes überzogen wird, worauf dieses Material
sodann in situ auf dem Glas polymerisiert wird· Solch
eine Arbeitswelse besitzt offensichtlich nicht ein weites Anwendungsfeld·
Gemäß vorliegender Erfindung wurde nun gefunden, dafi Glasfasern .überzogen werden können, indem min im wesentlichen
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ORIGINAL INSPECTED
unmittelbar nach der Bildung der Glasfasern dieselben im
Bereich der Spinnbüchse alt festen Polymerteilchen aus einer flüssigen Dispersion belädt und danach erhitzt, um
die Polymerteilchen zu einer kontinuierlichen Grundoaterialphase zu schmelzen· Insbesondere besteht die Erfindung in einem Verfahren zur Herstellung von mit einea
thermoplastischen Polymeren überzogenen Glasfasern durch ein Gesamtverfahren, welches das Spinnen der Glasfasern
und das Aufbringen des Polymeren im Bereich der Spinnbüchse im wesentlichen unmittelbar.nach dem Spinnen der
Fasern, wobei das Polymere in Form einer Dispersion fester Teilchen von weniger als 150 μ in einer inerten Flüssigkeit aufgebracht wird, sowie danach das Erhitzen zur Entfernung der inerten Flüssigkeit und zur Schmelzung des
Polymeren zu einer kontinuierlichen Grundmaterialphase umfaßt·
Im folgenden wird die Erfindung anhnnd einer Zeichnung
näher erläutert.
Gemäß dieser Zeichnung fließ* eine Vielzahl von Glasfasern 1 aus der Spinnbüchse 2 und sie werden von einer
Spinnspule 3 aufgenommen, welche auf einer nicht eingezeichneten Abnahmeeinheit angeordnet 1st. Die Glasfasern
werden mit einer im Vergleich sur Büchsenauetrittegeschwindigkeit sehr hohen Geschwindigkeit abgezogen, wobei die Fasern einer beachtlichen Streckung und Querschnittsverringerung unterworfen werden. Im wesentlichen
unmittelbar nach dem Verlassen der Spinnbüchse werden die einzelnen Fasern über eine Beschiehtungsrolle 5 geführt,
die so angeordnet ist, daß sie in einer Beschichtungswanne
4 rotiert, die eine Dispersion der aufzubringenden Polymerteilchen enthält. Die Polymerdispersion wird von der
Beschichtungerolle 5 zu den Fäden überführt, welche sodann über die Sammeleinrichtung 6 zu einem Garn oder Vorgespinst verarbeitet und zwischen Heizstrahlern 7 zur Entfernung der zusammen mit den dispergierten Teilchen auf-
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Bad
genommenen Flüssigkeit hindurch gezogen «erden.
Dieses Verfahren hat mehrere Vorteile, verglichen mit den bisher bekannten Verfahren zum Einarbeiten von Glasfasern
in thermoplastische Grundmassen· Einer dieser Vorteile besteht darin, daß das Polymere im Zeitpunkt der Aufbringung auf die Glasfasern in dispergierter Teilchenform
vorliegt« Solch eine Dispersion hat eine wesentlich niedrigere Viskosität und kann somit viel einfacher gehandhabt werden, als geschmolzenes Polymereβ oder Plastisol,
welches gemäß den herkömmlichen Verfahren verwendet wurde· Das Polymere braucht ferner nur während einer Zeitdauer erhitzt zu werden, welche ausreicht, das Schmelzen
der Veilchen herbeizuführen; dadurch entsteht weniger Polymerabbaii»
Ein zweiter wesentlicher Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht in ihrer weiten Anwendbarkeit· Jedes thermoplastische Polymere, welches sich zu der erwünschten kleinen Teilchengröße zerteilen und in einer inerten Flüssigkeit dispergieren ISBt, kann angewandt werden· So kann
das vorliegende Verfahren z« B. bei den folgenden verschiedenen Materialien angewandt werden: Hylon, Polyethylenterephthalat), Poly (vinylchlorid), Polyäthylen, Polypropylen und Polystyrol sowie modifizierte Polymere wie
z. B. Copolymere und Mischungen dieser Materialien, welche normalem weise in Fora- und Extruderverfahren verwendet werden· Die vorliegende Erfindung eignet sich insbesondere zur Herstellung von vorstärkten Polyolefinen, da
bei diesen die oben erläuterten Viskosität- und Abbauprobleme besonders stark hervortreten, während sie andererseits sehr gebräuchliche und beliebte Formmaterialien
darstellen, die durch die Glasfaserverstärkung gewinnen könnten·
Als inertes flüssiges Medium, in dem die Polymerteilchen
dispergiert werden können, kann entweder Wasser oder eine
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organische Flüssigkeit dienen· Wasser list bevorzugt, sowohl aus ökonomischen als auch aus Sicherheitsgründen·
Wenn organische Flüssigkeiten verwendet werden, müssen
Vorsichtsmaßnahmengetroffen werden, ua Sicherheitsrisiken, wie z, B. Feuergefahr und Vergiftungsgefahr , die
normalerweise bei organischen Flüssigkeiten auftreten, zu beseitigen. Ferner ist es normalerweise aus ökonomischen Gründen erwünscht, eine organische Flüssigkeit rückzugewinnen, was den Aufbau der Apparatur wesentlich kompliziert. Falls jedoch andere Erwägungen organischen Flüssigkeiten den Vorzug geben, so können solche, z· B. Kohlenwasserstoffe, Alkohole oder andere Flüssigkeiten, in
denen das Polymere weder quillt noch auf gelost wird, verwendet werden·
Um Verbund »wischen dem überzugspolymeren und dem Glas
sicherzustellen, ist normalerweise der Zusatz eines Kupplungsmittels erwünscht, das sowohl mit dem Glas als auch
mit dem Polymeren oder mit einer Komponente des Polyatrensystems reagieren kann· Als Kupplungsmittel wird gewöhnlich ein substituiertes Silan verwendet, das mindestens
eine Gruppe besitzt, die mit SiQH Gruppen der Glaeoberflache reagieren kann· Solche Verbindungen haben die allgemeine Formel R^-Si-X^, wobei R die in bezug auf das
Polymere reaktive Gruppe und X die in bezug auf das Glas
< reaktive Gruppe ist, wie 8· B. ein Halogen-torn, eine
Alkoxygruppe, eine Hydroxylgruppe oder eine Acylosygruppe,
und a und b ganze Zahlen von 1 bis 3 sind, deren Summe 4-1st. Es kann jede der Gruppen X in Verbindung mit irgendeinem Polymeren gewählt werden, da die Funktion der Gruppe
X darin besteht, das Silan an das Glas zu binden und da
daher keine Beziehung dieser Gruppe sum Polymeren besteht· Die durch H dargestellte Gruppe wird la Hinblick auf das *
zu verstärkende Polymere ausgewählt und sie miß für dieses
Polymere eine gewisse Affinitat haben, sei es durch Reaktion oder anderweitig«
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BAD ORIGINAL
Wirksam®, ale Kupplungsmittel "mrmn&hr&m Sil«nverbindüngen
sind Äf5idosilan@f do h« solch© Silane, bei denen ■
H eine Azidogruppe enthält oder eia Btazoalkanoat-sub-Btituiertes
Silam® Ia den Azidoverbindungen stellt R eine
orgnnisehe Grupp® dar, welche z· B· mit
-O-C-N,
oder -SOgN* substituiert 1st» Ia den Dlajßoalka-
'3
noatverbindtmgen let H mit der Gruppe
noatverbindtmgen let H mit der Gruppe
substituiert, wobei E8 ein Wasserstoffatom oder eias
dere Alky !gruppe darstellt· Dies® Verbindungen gehören su
einer relatir neuen Substansklassii» Kursliish wurde gefunden, daß diese Substanzen bein Erhitsesi auf die Teaperatrur,
bei der Sien litre stickstoffhaltig· fonktionello Gruppe isersetBt, nit eigentlich allen haupteachlicben thtraoplastiechen
Folyneren rengieren.
Falls eines dieser Kupplungsmittel snr Sieheretelltmg
einer guten Bindung »wischen de» Glas und den Grundmaterial verwendet wird, so kann es entweder gleichseitig
mit dem Polymeren oder in einer separaten Vorstufe su
der Poljnevsugab« aisgsvaodt werden. In jedem Falle wird
es in Fom einer Dispersion oder Lösung in Wasser oder
einer anderen Flüssiglceit angewandt· Beim Erhitzen zur
Entfermmg der FlfssigikBit wird das Eupplungsmittel sodann
aktiTiert, was die Heaktioiä alt dem Glas bewirkt.
Diese E* afc tion, '»flcfea wahrsch«imlieh unter der Bildung
▼on S1-0-&1 Bindtasogeß swisohen.dem ölae und der Silangruppe
des Supplungsmittels verläuft, findet bei relativ
niedrigm Temperaturen statt· Die Bindung «wischen der
Asidograpp® end dem Polymeren bildet sich sodann, sobald
die Vsmpar&tnr auf den snr Sehmelsung des Polysieren not-Ponkli
erhßht let·
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BAD
Bine andere wirksame Klasse Ton KupplungamitteIn wird
durch die sogenannten Jernerkomplexe gebildet« Diese Materialien sind Komplexe, bei denen ein dreiwertiges Chromatota mit einer Carboxylgruppe koordiniert iet. Diese Komplexe sind allgemein in den US-Patent 2,273,040 und in
•Ines Artikel von Hausermnn - Advances in Chemistry,
Reihe 23* Seiten 338 - 336 (1959) - beschrieben. Ein bevorzugter tfernerkomplex ist Chrommethacrylat-chlorid·
Eine weitere Möglichkeit, einen PolyolefinÜberzug an Glas
BU binden, besteht darin, daß man das Glas mit einem Qilan behandelt, welches mindestens eine mit Star· reagierende, funktioneile Gruppe aufweist und daß man eine geringe Menge eines mit einer Saure modifizierten Polypropylene dem Polymer-Grundmaterlal einverleibt· Die folgenden mit Säure reagierenden funktionellen Gruppen können
s· B· verwendet werden: Epoxygruppen, Ifydroxylgruppen,
Aminogruppen« Hydroxyalkylgruppen oder Ieocyanateruppen·
Die Hydroxyl-, Epoxy- und Amingruppen sind bevorzugt, da
sie am einfachaten erhältlich sind. Die modlfitierten Polypropylen-Materialien, welche bei dem erfindungagemESen
Verfahren verwendet werden können, sind bekannte Materialien, die entweder ein amorphe· oder kristallines Polymeres, welches Überwiegend aus Propylen besteht und welches duroh chemische Anlagerung einer kleinen Menge einer
ungesättigten organischen Saure oder eines In eine Sture
umwnndelbnren Derivats modifiliert ist, sein können. Eine
vollständige' Diskussion dieses Type der Bindung »wischen
Glas und Polyolefinen findet eich in dem US-Patent 3»*37»55O.
Bei dem erfindungegem&Ben Aufbringen einer Polymerdisperaion nuf Glas ist es notwendig« dafl das Polymere in form
kleiner Teilehen vorliegt« die einen Durchmesser von weniger als etwa 150 μ in jeder beliebigen Richtung und vorsugsweise weniger als etwa 100 μ und Im Idealfall weniger
als etwa 50 μ aufweisen· Größere Teilchen sind entweder
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achteilig oder sie erfüllen atm verschiedenen Gründen
ihren Zweck nicht· .Venn die kleinen FoLymerteilchea aus
einer Dispersion in einer Flüssigkeit aufgebracht werden, haften sie sehr gut auf den kleinen Glasfasern. Ferner
werden die kleinen Teilehen leicht zwischen den Fasern festgehalten« nachdem die Dispersion aufgebracht und die
Fasern zu einem Vorgespinst zusammengefaßt sind, während
große Teilchen nicht so leicht festgehalten würden· Dies
ist wichtig für den Fall, daß das Vorgespinst zunächst
auf einer Spule aufgewickelt wird, bevor das Polymere geschmolzen wird, da dadurch vermieden wird, daß die Teil»
chen während der Aufspulung Infolge der dabei auftretenden
Zentrifugnlkrafte aus dem Garn herausgeworfen werden·
Auch können kleine Teilchen leichter geschmolzen werden als große Teilchen· Das schnellere Schneisen solcher Teil*·
eben beruht nicht nur auf der Tatsache ihrer größeren
Oberfläche, sondern auch darauf, daß sie infolge ihrer
geringen Größe dichter gepackt sind und daE eoslt «tu?
Auebildung einer kontinuierlichen Grundmaterialsöhieht
wesentlich weniger Polyiaerfluß erforderlich ist. Ba ferner
auch die Teilchen im Inneren dee Garabündels gut verteilt
sind, wird hierdurch der zur Bildung einer Grundmaterial ε chi cht erforderliche FIuB noch weiter verringert.
Dies 1st besonders vorteilhaft la Falle der Polyolefine, da diese gegenüber Hitsse recht empfindlich sind und da
es erwünscht 1st, dieselben nur für eine möglichst kurze Zeitdauer den erhöhten Temperaturen auszusetzen, tan die
Möglichkeit eines thermischen Abbaus zu verringern* Ferner haben diese Polymere selbst bei niedrigen Molekulargewicht gewöhnlich eine äußeret hohe ßchmelsviskoeität,
so dnß es normalerweise schwierig ist, geschmolzene größere Teilchen zu einer kontinuierlichen Grundmaterialschicht
zusammenfließen zu lassen.
In diesem Zusammenhang sei nuf die Belgischen Patente
708 832 und 708 834 hingewiesen, welche ein besonders
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BAD ORIGiNAL
geeignetes Polymerteilchenaaterial beschreiben, das aus
Polyolef inteilchen mit einem Durohmesser von weniger als
einem Mikron besteht, Teilehen solcher Größenordnung Beigen alle die oben erwähnten Vorteile, soweit ihre Fähigkeit,
in das Faserbündel einzudringen, ihre Fälligkeit, leicht zu schmelzen und ihre Fähigkeit, einen kontinuierlichen Überzug bei einem Minimum an Schmelzfluß zu bilden,
betroffen ist. Sie bilden leicht sehr gleichmäßige Überzüge. Ferner verbleibt dieses Material aufgrund seiner
extrem geringen Teilchengröße an und in dem Faserbündel, wahrend der vor dem Schmelzen liegenden Arbeitsstufen·
Ein weiterer Vorteil kleiner Polymerteilchen besteht darin,
daß sie leichter gleichmäßig in einer inerten Flüssigkeit
suspendiert werden können nie große Teilchen« Teilchen
mit einer unterhalb einem Mikron liegenden Größe können stabile kolloidale Dispersionen in Wasser oder einem organischen
Verdünnungsmittel bilden, wobei häufig die Zuhilfenahme
eines oberflächenaktiven Stoffes zur Erhaltung
der Dispersionsstabilität überflüssig ist· Falle die Teilchengröße
am oberen Ende des anwendbaren Teilchengrößenbereiches liegt, können, falls erwünscht oder erforderlich,
oberflächenaktive Mittel angewandt werden· Solche oberflächenaktiven
Mittel werden natürlich unter Berücksichtigung ihres möglichen Einflusses auf das Schmelzen des
Polymeren oder auf das Polymergrundmaterial nach dessen Bildung ausgewählt. In anderen Fällen kann die Notwendigkeit für ein oberflächenaktives Mittel umgangen werden
oder es kann die Wirksamkeit desselben verbessert werden, indem man die Dispersion in ständiger Bewegung hält, z.B.
durch Rühren, so daß die Teilchen keine Möglichkeit haben, sich abzusetzen·
Es knnn ferner erwünscht sein, eine geringe Menge eines
Polymeren niedrigen Molekulargewichts in die Polymerdispersion einzubringen. Nach Entfernung der Flüssigkeit
BAD OHiiäiNAL
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dient dieses zurückbleibende Polymere als ein temporär··
Bindemittel sur Aufrechterhaltung des Zusammenhalte dta
Vorgespinstes und ebenfalls sum Einfangen und Festhalten der Polymer teilchen, bis sie zusammengeschmolzen sind·
Das su diesem Zweck verwendete Polymere niederen Molekulargewichts
kann entweder ein Polymeres sein, welches in der Dispersionsf lüssigkeit löslich ist und nach dem Trocknen
einen Film bildet, oder ein solches, welches in der Flüssigkeit unlöslich ist, jedoch bei der sur Entfernung
der Dispersionsflüssigkeit angewandten Temperatur schmilzt.
Solche Polymere sind z. B. Polyvinylalkohol und Polyvinylacetat. Auch hier muß die Auswahl des Polymeren wieder unter
Berücksichtigung dessen getroffen werden, wie es nach Ausbildung der Polymergrundmaterialschicht nuf dieselbe '
wirkt. Einige Polymere niedrigen Molekulargewichts, welche als temporäre Bindemittel verwendbar sind, können auch
wie die oben beschriebenen oberflächenaktiven Kittel oder
Dispergierhilfen wirksam sein·
Wie bereits ausgeführt, wird die Polymerdispersion an oder
nahe bei dem Spinnkopf aufgebracht· Bei der Herstellung der Glasfasern wird geschmolzenes Glas durch eine Vielzahl
von Düsenöffnungen im Spinnkopf extrudiert und unmittelbar
danach einem sehr hohen Schmelxziehvorgang unterworfen und abgekühlt. Alles dies findet innerhalb eines
relativ kurzen Bereichs hinter dem Spinnkopf statt. An dieser Stelle, unmittelbar nach dem Abkühlen der Fasern,
wird gewöhnlich ein Schutzüberzug aufgebracht, um dl· Fasern vor einem Bruch durch Reibung aneinander zn bewahren·
Gemäß vorliegender Erfindung wird anstelle dieser herkömmlichen Glasbehandlung an dieser Stelle die Polymerdispersion
aufgebracht, welche vorzugsweise ein Kupplungemittel enthält und, falls notwendig, das als Bindemittel
wirkende Polymere niedrigen Molekulargewichts. Die mit der Dispersion behandelten Fasern werden sodann durch
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BAD
eine Helssone geleitet, um die Dispersionsflüssigkelt auszutreiben· GewÜnachtenfalls kann in der gleichen Heisstufe
auch dae Schmelzen des Polymeren stattfinden·
Das Schneisen der Fo lyiiertel leben kann ale Teil eines Geaamtrorgange erfolgen, welcher das Spinnen, das überslehem
und das Schmelsaa umfaßt, oder der Schnelrrcrgang kann
durch eine gesonderte Behandlung su einen späteren Zelt·· punkt erfolgen« Gewöhnlich wird das Schnellen als «in gesonderter Vorgang an dem üoersogensn und getrockneten Vorgespinst durchgeführt· In letiteran Pail kann das Vorgespinst in die endgültige form gebracht werden, falle #s
erwünscht ist, dieselbe vor dem Schneisen herzustellen. In einem solchen falls ist es günstig, die Vorgespinatgestalt mittels der oben beschrieben Polynerbindemittel
niedrigen Molekulargewichts su binden biw, *u fixieren.
falls das Schnellen dos Polymeren erfolgt, berror das Vorgespinst seine endgültige Gestalt erhalt, kann das mit dsm
Polymeren übersogtas Vogenst als solches s. B· fur die
typischen Glasf nstrwicklungen rerwendet werden ocwr es
kann su kleinem tablettenlhnlichen Teilchenmaterisl verarbeitet werden, welches sieh als SpritigußpulTer signet·
Solche Pulrer haben den Vorteil, dafi eis beim Schnellen
eine Grundmass· bilden, welche fasern τοη im wesentlichen
glelchmaMger Unge enthält. V«gen der Bindtng am dsm Po*
lynere werden diese fasern wihrend dem SprltsgieBei» aieht
aus der Schneise ausfiltriert, wo hingegen dies b*i «inigen der bisher bekannten Verfahren st» Qlasfartirken
der fall 1st· für die meisten SpritsguBanwendungen sind
Teilchen τοη 6,3 his 12,7 mm berorsuet.
kleinen Teilchen lerkleinert wurden« ist jedoch nicht auf
das Spritsgiefisa beschrfcnkt. Sie können mit Vorteil
bei herkömmlichen DrnckformTerfehren Anwendung finden
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Formbare Platten oder andere Vorformlinge können hergeitellt werden, welche zur Verstärkung entweder ungeordnete
und nicht orientierte Glasfaaern oder vorzugsweise orientierte Glasfasern enthalten. Vorformlinge dieser Art können danach in die endgültige, vom Hersteller gewünschte
Form gebracht werden.
Eine große Vielzahl von Formkörpern kann aus dem überzogenen Vorgespinst hergestellt werden, wenn dasselbe in seiner kontinuierlichen Fadenform belassen wird. Eine gute
Möglichkeit, solche Formkörper herzustellen, bietet die
unter dem Hamen nFadenwicklungR bekannt gewordene Methode.
Das kontinuierliche Filamentvorgespinet wird dabei um einen
Dorn oder um einen fortgebenden Körper zur erwünschten Gestalt gewickelt und dann bu einer alle Vorgespinstfäden
enthaltenden geschlossenen Struktur zusammengeschmolzen. Diese Uethode ist in Zusammenhang sit warmehärtbnren Kunststoffen gut "bekannt. Zm Zusammenhang mit thermoplastischen
Kunststoffen hat sie jedoch wegen der bisher geringen Anzahl brauchbarer, mit Thermoplasten überzogener Vorgespinste
bislang keine breite Anwendung gefunden·
Die mit Polymeren überzogenen Vorgespinste können auch zu Bohgeweben verwoben oder zu ungewebten Lagen gewickelt werden. Diese können sodann unter Druck erhitst werden und
bilden formbar· Lagen, welche alt einer orientierten, faserigen Struktur verstärkt sind. Entweder dies« Lagen oder
die geschmolzenen Lagen kSnnen sodann als Vorformlinge zur
Herstellung anderer Gebrauchsgegenstände verwendet werden.
Die überzogenen Glaerorgespinste können entweder in kontinuierlicher Filsjuntfom oder als zerschnitten· Fasern
für Schleudergußrerfehren verwendet werden. Sie können
ferner durch Pultrusion in endgültig· Form gebracht werden. Dae but Bildung eines Spritsgußpnlvere zerkleinerte
Überzogene Vorgespinst kann auch als ein Giefipulverkon-
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BAD ORIGINAL
zentrat verwendet werden, welches, falls erwünscht, mit
zusätzlichen Polymeren verdünnt werden kann·
Die erflndungsgemäß hergestellten Gemische können 5 bis
95 Gew.% Qae und 95 bis 5 Gew.# Polymeres enthalten· Das
Polymer-Glasverhältnis wird durch die Konsentration des Polymeren in der Dispersion bestimmt·
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert·
Beispiele 1-5
Zur Herstellung von Glasfasern geeignete Glaskugeln wurden geschmolzen. Zur Bildung von Fäden drückte man die Schmelze durch eine Spinnbüchse· Der verwendete Spinnkopf umfaßte
20 fadenformende Düsenöffnungen mit etwa 2,5 mm Durchmesser und war auf etwa 1330° C erhitzt. Die Fäden wurden mit Hilfe einer Fadenabnahmevorrichtung mit einer Geschwindigkeit
von 2423 m pro Hinute von der Splnnbüchse abgezogen, wobei
si,ch ihr Durchmesser auf etwa 0,0094- mm reduzierte. Ohne
Anwendung von Außenkühlung wurden die Fäden während des Ziehvorgangs auf eine handhabbare Temperatur abgekühlt·
Eine Dispersion von Polyäthylen hoher Dichte und einer
Teilchengröße τοη 20 bis 30 Mikron in Wasser wurde in die
Beschichtungewanne gegeben, in welcher eine mit Graphit belegte Ubersugerolle rotierte· Die gesogenen Fäden berührten die übersugerolle und nahmen die Dispersion auf.
Die Rolle wurde mit einer variablen Antriebegeschwindigkeit rotiert, um ständig eine frische, mit Dispersion benotete Oberfläche in BerührungmLt den Fäden *u bringen.
Die mit der Dispersion behafteten Faden worden zu einer
Strähne zusammengefaßt und zwischen Strahlungshelseerlten
hindurchgeführt, wo sie auf etwa 200° 0 aufgeheist war-
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BAD QRiQlNAl
den, um das V/asser zu entfernen und das Polymere su schmelzen. Die Fasern wurden sodann abgekühlt und zu einer Spule
aufgewickelt. Einzelheiten von verschiedenen Versuchen dieser Art sind in (Tabelle 1 zusammengestellt·
|
Feststoff-
konsentra- tion * : (D |
Kuppler
(2) |
iabelleji | Konzen |
Film
bild ner W |
% des Poly
meren auf dem Glas |
|
|
Ver
such Nr. |
7,5 % | A |
Oberflä
chenak tives Mittel (3) |
tration | 2,35 % | |
| 1 | 20 % | A | σ | 0,72 % | 8,61 % | |
| 2 | 50 % | B | σ | 0,72 % | - | 29,8 % |
| 3 | oO ■' /ο | B | σ | 0,27% | - | 37,3 % |
| 4 | 50 ' % | B | σ | 0,43 % | 2% | 34,6 % |
| 5 | C | 0,15% | ||||
(1) umfaßt Polymeres, oberflächenaktives Mittel, Suppler
und Filmbildner.
(2) A - Xrimethozysilyipropylsulfonyiazld·
(3) C ■ Alkylphenol-sthyleno^yd-Kondensatlonsprodukt
(Igepal HC 630)
(4) Polyvinylacetat.
Unter Verwendung des in den vorhergehenden Beispielen verwendeten Gerätes wurden Glasfasern gesponnen und mit einer
Geschwindigkeit von etwa 914 m pro llinute gezogen. Diese
Fäden wurden durch eine wäßrige Bisjpereion, enthaltend
etwa 50 Gew.% Polypropylen in Form vom 3 bis 5 J» £©liehen, etwa 2 Gew.% Natriumoleat als
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BAD
und 0,25 Gew.# [2-(TriinethoiyBilyl)ätl37l]-beni5ol-etajronylasid, gezogen. Die FIden ward« ohne Trocknung eu einer
Spule aufgewickelt und zur Entfernung des Wassere 2 Stunden lang bei 130° C erhitBt· Sie wurden sodnnn wieder von
der Spule abgenommen und das Polymere wurde bei 180° C geschmolzen. Der Polymergehalt des Glases betrug etwa 19 %·
Die überzogenen Fäden wurden in Längen von 9f5 as gesobnltten· Die erhaltenen Fasern wurden «it Polypropylen Ter-Bischt, wobei eine Spritegußsasse erhalten ward·· Haah des
Formen enthielt diese Masse 20 % gut verteilter Glasfasern,
welche noch ihre Lange von rd· 9*5 aei aufwiesen«,
Eine w&Brige Dispersion τοη PolyStlijlen werde hergestellt«
indes Bau unter heftiges Rühren 37 Teile Vasser« 62 felle
Polyethylen niederer Dichte (etwa 50 μ durchschnittliche
Teilchengröße), 0,2 feile eines Alkylpiieiiol-ithylenoxyd-Eondensationsprodukts als oberflächenaktiven Mittels und
0,4 Teile Isobutanol mlechtt lach heftiges Umrühren sur
gleichsSBigen Dlspergierung des Polymeren wurden 2 Teile
eines Asidosllan-^upplungemittels, 2-Chlor-3-ßj-(trimeth—
oxysilyl)-propoxy]-propyl-a«idoformiat, hinsugegeben und
das umrühren wurde noch 10 Minuten fortgesetzt·
Die Polymerdiepersion wurde wie in den vorhergehenden Bei*
spielen beschrieben auf die Glasfaden aufgebracht und »war im wesentlichen unmittelbar nach der Bildung der Glasfaden
an der Spinnbüchse. Ohne die Glasfaden zusaenwnsufassen,
wurden sie« noch naß, auf einen sylindriachen Born aufgewickelt, der auf etwa 177° C erhitet war. Der heifie Dorn
bewirkte eine Terdampfung des Wassers mad ein SeteelseB
des Polymeren su eines kontinuierlichen E5rper< JA» ßcbselse wurde abgekühlt und durch Dorchleiten kalten Wassern
durch den Dorn verfestigt· Danach «erde dl· verfestigte
00984S/U04
rohrartig©
leelcfrel und zeigt© gute des Rohres wurde wegg Presse bei ° Biese keimte j© nneh V p8r?a verfes'at werden
leelcfrel und zeigt© gute des Rohres wurde wegg Presse bei ° Biese keimte j© nneh V p8r?a verfes'at werden
Dae Rohr war Festigkeit» Ein Teil
in einer bydr^ulisetien
verstärkten Plitte gepreßt·
thermisch zu anderen Fomk8r~
thermisch zu anderen Fomk8r~
0018
Claims (4)
- PatentansprücheVerfahren zur Herstellung von mit einem thermoplastischen Polymeren Überzogenen Glasfasern, dndurch gekennzeichnet, daß das Polymere im Bereich des Spinnkopfes in einem Gesnratglnsspinnverfahren im wesentlichen unmittelbnr nach dem Faserspinnen auf die Ginsfasern nufgebracht wird, wobei das Polymere in Form von festen Teilchen einer Teilchengröße von weniger als etwa 150 ^i angewendet wird, die in einer inerten Flüssigkeit dispergiert sind, wonach die Glasfasern swecks Entfernung der inerten Flüssigkeit und zwecks Schmelzen des Polymeren zu einer zusammenhangenden Masse erhitzt werden·
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kupplungsmittel für die Bindung des Glases au das Polymere zusammen mit den Polymerteilohen in dee inerten flüssigen Sispergiermedium dispergiert wird, wobei das Kupplungsmittel mit Glas reagierende funktionelle Gruppen sowie funktioneile Gruppen, die au dem Grundmaterialpolymeren eine Affinität besitzen, aufweist und wobei das Kupplungsmittel derart aktiviert wird, daß es während der Entfernung der Dispergierflüssigkeit an das Glas gebunden und während der Schmelzstufe an das Polymere gebunden wird.
- 3· Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern zur Herstellung eines Glasfasern enthaltenden Form- oder Gießpulvers zerkleinert werden.
- 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 oder 3» dadurch gakennzeichnet, daß das Kupplungsmittel ein Silan ist·009845/UOABAD ORIGINAL5· Verfahren, nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungsmittel ein Azidoailan ist«6# Verfahren nach Ansprueh 4, dadurch gekeimaeichnet, daß fias Kupplungsmittel ©la Asodialkaaoat-eübstituierteeSilan ist«7# ?erfahren, nnch eine® der tesprüch© 1 bis 6t«» wnä dasScfaaeisoa im einem komtl»ti!©yll©iae?s ¥©s führt werden»1 Me 7® ■ d?inert© Flfsaig?Ä@it auchpoly-mereswichte enthält undBiMeadti»©! aaeJa üerden Film "bildet,τ/1τ&st eimsa BeaacIes P@l2/a@2?© s» eas sekaslaen«BAD QfiUslNÄL
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