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Die Erfindung betrifft ein Vordachzelt oder Vorzelt zur Anordnung an einer Kassettenmarkise oder einer Sackmarkise eines Wohnwagens oder Wohnmobils, aufweisend eine vordere Vordachwand und wenigstens eine seitliche Vordachwand, wobei in wenigstens einer Vordachwand zumindest ein Fenster eingebracht ist, in das ein Sonnenschutz eingesetzt ist, wobei das Fenster von einer Oberkante, zwei Seitenkanten und von einer Unterkante berandet ist.
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STAND DER TECHNIK
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Vordachzelte können an Kassettenmarkisen angeordnet werden, die wiederum an Wohnwagen oder Wohnmobile angebracht werden, oder die Kassettenmarkisen sind bereits konstruktiver Teil des Wohnwagens oder des Wohnmobils. Kassettenmarkisen sind dabei zu unterscheiden von sogenannten Sackmarkisen, und Kassettenmarkisen weisen eine Markisenkassette auf, aus der ein Abschlussprofil ausfahrbar ist, und das Abschlussprofil ist mit der Markisenkassette über Knickarme verbunden. Beim Ausfahren des Abschlussprofils aus der Markisenkassette wird eine Markisenplane aus der Markisenkassette herausgezogen, die in der Markisenkassette auf einer Markisenwelle aufgewickelt ist. Ist die Kassettenmarkise ausgefahren, so bildet das Abschlussprofil einen vorderseitigen Abschluss, unter dem die vordere Vordachwand bis zum Boden abgespannt werden kann. Seitlich können Verstrebungen angebracht werden, sodass auch die seitliche Vordachwand auf wenigstens einer der beiden Seiten angebracht werden kann. Die vordere Vordachwand und die seitliche Vordachwand grenzen dabei an ihren Eckkanten aneinander und können senkrecht verlaufen, sodass die Eckkanten beispielsweise mit einem Reißverschluss verschlossen werden. Sollten die vordere und/oder die seitliche Vordachwand nach außen ausgestellt werden, sodass diese vom Wohnwagen weg weisend schräg verlaufen, um den Innenraum des Vordachzeltes zu vergrößern, so entsteht in den Eckbereichen jeweils eine etwa dreieckförmige Öffnung.
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Ein Beispiel einer Sackmarkise ist aus der
DE 20 2011 003 158 U1 bekannt. Der Sackmarkise fehlen im Vergleich zur Kassettenmarkise die Markisenkassette und die Knickarme, und die Sackmarkise wird auf einer frei nach vorne bewegbaren Markisenwelle aufgewickelt, die damit den vorderen Abschluss bilden. Die Sackmarkise dann daher vielmehr von Hand auf die Markisenwelle aufgerollt werden oder diese wird eingefaltet und in einem entsprechenden taschenartigen Markisensack verstaut, der am Wohnwagen oder am Wohnmobil angebracht ist.
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Aus der
DE 94 14 264 U1 ist eine Kassettenmarkise bekannt, und der Offenbarung sind die wesentlichen Bestandteile der Markisenkassette, der Knickarme und des Abschlussprofils zu entnehmen. Sichtbar ist dabei auch die Markisenplane, die zwischen dem Abschlussprofil und der Markisenkassette aufgespannt wird.
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Aus der
DE 20 2010 012 840 U1 ist eine Kassettenmarkise bekannt, wobei die Markise im ausgefahrenen Zustand vorderseitig das abschließende Abschlussprofil aufweist, das aus der Markisenkassette ausgefahren ist und unter dem die vordere Vordachwand senkrecht abgespannt ist. Die Schrägstellung der Vordachwand kann durch einfaches Versetzen der Bodenbefestigung geändert werden, gleiches gilt für eine seitliche Vordachwand.
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Die
DE 197 26 712 A1 zeigt ein Vordachzelt mit einer Kassettenmarkise eines Wohnwagens oder Wohnmobils, aufweisend eine vordere Vordachwand und wenigstens eine seitliche Vordachwand, wobei in wenigstens einer Vordachwand zumindest ein Fenster eingebracht ist, in das ein Sonnenschutz eingesetzt ist, wobei das Fenster von einer Oberkante, zwei Seitenkanten und von einer Unterkante berandet ist. Die vordere Vordachwand und die seitliche Vordachwand sind über ihre gemeinsame Eckkante mit einem Reisverschluss miteinander verbunden. Die Fenster bilden in der Regel keine freien Durchgänge und sind zumeist mit einem Sonnenschutz in Form eines Netzmaterials ausgeführt, einer sogenannten Gaze, wie aus der
DE 20 2016 102 287 U1 bekannt.
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Der Nachteil solcher Fenster in Vordachzelten ist oft der schlechte Regenschutz, der in Form einer Plane zumeist über die gesamte Vordachwand gezogen oder von oben heruntergerollt werden muss, da die Gaze zwar einen Sonnenschutz bietet, allerdings ist ein solches Gaze-Material wasserdurchlässig.
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OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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Aufgabe der Erfindung ist die erweiterte Variationsmöglichkeit zur Nutzung des Vordachzeltes insbesondere in Verbindung mit den Fenstern. Dabei soll das Vordachzelt mit einer Kassettenmarkise oder einer Sackmarkise des Wohnwagens oder Wohnmobils aufgebaut sein.
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Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Vordachzelt gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 mit den kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
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Die Erfindung schließt die Technische Lehre ein, dass ein Abdeckelement bereitgestellt wird, das über wenigstens ein Fenster etwa planparallel zum Sonnenschutz anordenbar ist.
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Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, bei einem auf einer Kassettenmarkise aufgebauten Vordachzelt insbesondere von der Außenseite auf jedes Fenster ein einzelnes Abdeckelement anzuordnen, das planparallel zum bzw. außenseitig über Sonnenschutz anordenbar ist. Der Sonnenschutz kann beispielsweise aus einem Screengaze-Gewebe ausgebildet sein, das das Fenster als solches bildet, wenn das Abdeckelement nicht angeordnet ist. Wird das Abdeckelement angeordnet, so verläuft das Abdeckelement außenseitig planparallel zum Sonnenschutz, also zum Screengaze-Gewebe. Der Sonnenschutz erstreckt sich damit auch flächig und kann mit der Erstreckungsebene der Vordachwände zusammenfallen. Das Abdeckelement wird bevorzugt von der Außenseite auf das Fenster aufgebracht, wobei alternativ auch eine innenseitige Aufbringung problemlos möglich ist. Der Vorteil einer außenseitigen Aufbringung liegt jedoch in dem besseren Nässeschutz.
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Das Abdeckelement kann ein Folienelement sein, sodass beispielsweise Regen einfach abgehalten werden kann. Das Material kann verschiedenartig und vorzugsweise transparent sein, beispielsweise PVC. Es ist aber auch denkbar, dass das Abdeckelement als Sichtschutz dienen soll, sodass dieses nicht transparent ist. So kann das Abdeckelement zum Beispiel auch ein Textilmaterial aufweisen.
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Das Vordachzelt mit den beiden Vordachwänden ist dabei so aufgebaut, dass die vordere Vordachwand und die seitliche Vordachwand an ihren Eckkanten voneinander trennbar und in eine jeweils schräge Anordnung ausstellbar sind. Damit verlaufen auch die Fenster in schräger Anordnung und die Abdeckelemente können ein Format aufweisen, das dem Format der Fenster entspricht, insbesondere mit einer maximalen Abweichung von 20 %, bevorzugt von 10 % und/oder von 5 % Vergrößerung des Abdeckelementes gegenüber dem Format des Fensters.
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Mit weiterem Vorteil kann das Abdeckelement ein Klettband aufweisen, mit dem dieses an der Oberkante des Fensters befestigt werden kann. Damit kann das Abdeckelement möglichst auf einfache und schnelle Weise befestigt werden, wobei bereits mit der oberseitigen Anbringung des Klettbandes das Abdeckelement über der Aussparung des Fensters in der Vordachwand positioniert werden kann. Weiterhin kann das Abdeckelement Reißverschlüsse aufweisen, mit denen dieses im Bereich der Seitenkanten des Fensters mit der Vordachwand verbindbar ist. Um die Reißverschlüsse nach Anbringung des Abdeckelementes über das Klettband an der Oberkante schließen zu können, müssen die beiden Seiten des Reißverschlusses zueinander positioniert sein. Zu diesem Zweck können das Abdeckelement und/oder die Vordachwand Markierungen aufweisen, die beispielsweise übereinander gebracht werden müssen. Anschließend können die Reißverschlüsse auf einfache Weise eingefädelt und verschlossen werden. Es ist alternativ aus möglich, zumindest einen der Reißverschlüsse zuerst zu schließen um erst anschließend das oberseitige Klettband anzubringen.
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Mit weiterem Vorteil kann die Vordachwand im Bereich der Oberkante des Fensters wenigstens ein Haltemittel aufweisen, mit dem das Abdeckelement in einem eingerollten Zustand befestigt werden kann. Um das Abdeckelement einzurollen, ist es hinreichend, die Reißverschlüsse in den Bereichen der Seitenkanten des Fensters zu öffnen, wobei das Klettband, mit dem das Abdeckelement an der Oberkante des Fensters befestigt ist, haften bleibt. Das wenigstens eine Haltemittel kann eine Lasche zum Umschlingen des eingerollten Abdeckelementes betreffen, wobei beispielsweise zwei Haltemittel beabstandet zueinander im Bereich der Oberkante angebracht sind und hierfür ebenfalls ein Klettband oder eine Schnalle oder dergleichen besitzen.
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Das Abdeckelement weist beispielsweise eine Folie aus einem transparenten Kunststoff auf, die wenigstens an einer Kante und vorzugsweise vollumfänglich berandet ist mit einem angenähten oder angeklebten Befestigungsstreifen, der insbesondere das Klettband und/oder die Reißverschlüsse und/oder ein sonstiges Befestigungsmittel aufnimmt oder diese selber bildet.
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Mit weiterem Vorteil kann die Vordachwand im Bereich der Oberkante des Fensters einen Nässeschutzstreifen aufweisen, der das Klettband überdeckt. Damit kann auch bei stärkerem Regen vermieden werden, dass Nässe in oder durch den Klettverschluss eindringt. Selbstverständlich ist es auch denkbar, dass an den Seitenbereichen des Fensters oder an den Seitenbereichen des Abdeckelementes weitere Nässeschutzstreifen vorhanden sind, um beispielsweise auch die Reißverschlüsse zu überdecken. Hierzu ist es denkbar, dass die Nässeschutzstreifen zusätzlich mit Klettverschlüssen ausgestattet sind.
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Die Reißverschlüsse an den Seitenkanten des Fensters können einen Läufer aufweisen, wobei die Reißverschlüsse vorzugsweise so ausgebildet sind, dass wenn der Läufer zur Unterkante bewegt wird, die Reißverschlüsse schließen und die Befestigung des Abdeckelementes an den Seitenkanten erfolgt. Sollen die Abdeckelemente geöffnet werden, etwa wenn der Regen vorbei ist, so müssen die Läufer nur von unten nach oben bewegt werden, und das Abdeckelement kann eingerollt werden, um dieses schließlich mit den Haltemitteln im Bereich und/oder parallel zur Oberkante zu fixieren.
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Ein weiterer Gedanke zur Verbesserung des Vordachzeltes sieht vor, dass ein Eckelement eingerichtet ist, das an den Eckkanten der vorderen Vordachwand und der seitlichen Vordachwand anbringbar ist. Insbesondere dann, wenn die vordere und/oder wenigstens eine seitliche Vordachwand im Eckbereich getrennt und in eine jeweils schräge Anordnung ausgestellt sind, kann das Eckelement eingesetzt werden, um die dreieckförmige Öffnung zu schließen. Dabei ist es denkbar, dass das Eckelement einen Werkstoff aufweist, der mit dem Werkstoff der Vordachwand übereinstimmt, es kann jedoch auch das Eckelement aus einem Folienmaterial gebildet werden, das dem Abdeckelement entspricht, welches transparent ist.
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Die Anbringung des Eckelementes kann dann vorgenommen werden, wenn die vordere Vordachwand und die wenigstens eine seitliche Vordachwand nach außen ausgestellt sind, sodass die dreieckförmige Öffnung entsteht, in die das Eckelement eingesetzt werden kann. Das Eckelement ist in seiner geometrischen Form so ausgestaltet, dass die Vordachwände in der ausgestellten Anordnung verbleiben können, und das Eckelement schließt im Wesentlichen vollständig die Lücke zwischen der vorderen und der seitlichen Vordachwand, wenn dieses an die Ränder der Vordachwände angebracht wird, die hier als Eckkanten bezeichnet sind. Der Vorteil der Erweiterung des Vordachzeltes ist ein auch mit einer ausgestellten Anordnung der vorderen und seitlichen Vordachwand geschlossener Innenraum des Vordachzeltes, sodass die geschlossene Ausgestaltung des Innenraums auch bei einer Vergrößerung desselben eingerichtet werden kann, da die Vergrößerung des Innenraumes mit der schrägen Anordnung der Vordachwände einhergeht, beispielsweise bei Regen. Werden daher die Abdeckelemente bei Regen angebracht, so können mit den Eckelementen auch die ansonsten noch offenen Eckbereiche zwischen der vorderen und den seitlichen Vordachwänden geschlossen werden.
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Das Eckelement kann beliebig angeordnet und wieder entnommen werden, insofern also auch in Abhängigkeit vom Wetter. Das Eckelement bildet dabei eine jeweilige flächige Erweiterung der vorderen und seitlichen Vordachwand aus, bis sich diese flächigen Erweiterungen zu einer gemeinsamen Außenkante des Eckelementes verbinden. Das Eckelement ragt bei seiner Anordnung bis in eine obere Ecke, die sich ausbildet durch die beiden Vordachwände und die Kassettenmarkise. So kann das Eckelement einen regendichten oberen Abschluss bilden. Ferner wird das Eckelement im Wesentlichen wasserdicht an die Eckkanten der vorderen und seitlichen Vordachwand angebunden.
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Die Eckkanten der vorderen und der seitlichen Vordachwand können in ihrer nicht ausgestellten, zum Boden etwa senkrechten Anordnung miteinander verbunden werden, wenn das Eckelement nicht an die Eckkanten angebracht ist. Hierfür können die Eckkanten Reißverschlüsse aufweisen, mit denen diese in ihrer nicht ausgestellten, zum Boden etwa senkrechten Anordnung verbunden sind. Der wesentliche Vorteil dabei liegt darin, dass die Reißverschlüsse an dem Eckelement genauso ausgebildet sind wie die Reißverschlüsse an den Eckkanten, sodass die Eckkanten entweder ohne das Eckelement direkt miteinander mit einem Reißverschluss geschlossen werden können oder das Eckelement wird an die jeweiligen Eckkanten mit demselben Reißverschluss angebunden.
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Das Eckelement weist ein erstes dreieckförmiges Flächenelement und ein zweites dreieckförmiges Flächenelement auf, wobei diese Flächenelemente etwa senkrecht aufeinander stehen. Die beiden Flächenelemente bilden eine gemeinsame Außenkante für das Vordachzelt, und die Flächenelemente gehen in die flächige Erstreckung der vorderen und seitlichen Vordachwand über, die auch im Wesentlichen senkrecht aufeinander stehen. Der Effekt der Raumvergrößerung bei ausgestellten Vordachwänden und zugleich einem Verschluss der Ecke mittels des Eckelementes wird insofern nicht dadurch beeinträchtigt, da die Eckelemente den Innenraum des Vordachzeltes bis zur gemeinsamen Außenkante der Flächenelemente hin vergrößern.
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Durch die dreieckförmigen Flächenelemente besteht die Möglichkeit, dass diese beide zur gemeinsamen oberen Ecke des Eckelementes zulaufen, wobei die gemeinsame obere Ecke zudem auch gebildet wird durch die flächige Erstreckung der Kassettenmarkise gemeinsam mit den beiden Vordachwänden. Diese obere Ecke wird insbesondere mit einer Stütze abgestützt, die an den jeweiligen Enden der Abschlussprofils angebracht sind und zum Boden hin verlaufen.
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Die dreieckförmigen Flächenelemente und insofern das Eckelement können unterseitige Faulstreifen aufweisen, über die die Flächenelemente wie auch die vordere Vordachwand und/oder die seitliche Vordachwand gegen einen Boden abspannbar sind. Das Eckelement kann aus einem Flächenwerkstoff ausgebildet sein, der auch dem Flächenwerkstoff der vorderen und/oder seitlichen Vordachwand entspricht. Auch das Erscheinungsbild der Flächenelemente gemeinsam mit den Vordachwänden kann einheitlich sein, etwa durch gleiche Farben. Alternativ ist es denkbar, dass die Flächenelemente der Eckelemente ein Folienmaterial aufweisen, das auch dem Folienmaterial der erfindungsgemäßen Abdeckelemente entspricht.
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Mit weiterem Vorteil weisen die dreieckförmigen Flächenelemente Klettbänder auf, die an den Eckkanten der vorderen Vordachwand und/oder der seitlichen Vordachwand absetzbar sind. Die Klettbänder können dazu ausgebildet sein, die Reißverschlüsse an den Eckkanten und insbesondere in Verbindung mit dem Eckelement zu überdecken, sodass die Klettbänder insbesondere außenseitig am Vordachzelt angebracht sind. Gemäß einer Variante ist es allerdings auch denkbar, dass die Klettbänder alternativ zum Reißverschluss Verwendung finden, sodass das Eckelement nur über die Klettbänder an die Eckkanten der Vordachwände angeklettet wird.
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Dabei können die Eckkanten der vorderen Vordachwand und der wenigstens einen seitlichen Vordachwand in ihrer nicht ausgestellten, zum Boden etwa senkrechten Anordnung miteinander verbindbar ausgeführt sein, wenn das Eckelement entnommen ist. Für die Verbindung der jeweiligen Eckkanten der Vordachwände kann ein Reißverschluss Verwendung finden, mit dem auch das Eckelement eingesetzt werden kann.
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BEVORZUGTES AUFÜHRUNGSBEISPIEL DER ERFINDUNG
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Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigt:
- 1 eine perspektivische Ansicht eines Vordachzeltes mit einer Kassettenmarkise eines Wohnwagens oder Wohnmobils, wobei das Vordachzelt geschlossen dargestellt ist;
- 2 das Vordachzelt gemäß 1 in einer Variante, in der die vordere und seitliche Vordachwand nach außen schräg abgespannt sind und damit das Vordachzelt geöffnet dargestellt ist;
- 3 eine schematisierte Seitenansicht des Vordachzeltes mit einem Abdeckelement, das ein Fenster abdeckt und
- 4 die schematisierte Seitenansicht gemäß 3 mit einem Abdeckelement, das zur Oberkante des Fensters aufgerollt und fixiert ist.
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Die 1 und 2 zeigen ein Vordachzelt 100 in Anordnung an einer Kassettenmarkise 10 für einen nicht näher gezeigten Wohnwagen oder für ein Wohnmobil, wobei im Sinne der Erfindung die Kassettenmarkise 10 auch Teil des Vordachzeltes 100 sein kann aber nicht muss. Das Vordachzelt 100 weist eine vordere Vordachwand 11 und zwei seitliche Vordachwände 12 auf, und in den Vordachwänden 11 und 12 sind jeweils beispielhaft zwei Fenster 13 eingebracht. In 1 sind die vordere und seitliche Vordachwand 11 und 12 in der Ecke mit den jeweiligen Eckkanten 11a und 12a aneinander befestigt, wohingegen in 2 die Vordachwände 11 und 12 schräg nach außen abgespannt sind, sodass in die so entstehende Lücke ein Eckelement 24 eingesetzt ist. Das Eckelement 24 ist dabei mit den Eckkanten 11a und 12a verbunden und schließt die so gebildete dreieckförmige Öffnung.
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Die Fenster 13 weisen einen in diese eingebrachten Sonnenschutz 14 auf, und sind oberseitig berandet durch eine Oberkante 15, seitlich berandet durch Seitenkanten 16 und unterseitig berandet durch eine Unterkante 17.
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Entlang der Oberkante 15 verläuft ein Klettband 19, an das ein Abdeckelement 18, beispielhaft bezeichnet im hinteren Fenster 13 der 2, angeheftet werden kann. Das Klettband 19 oberhalb der Fenster 13 wird überdeckt mit einem Nässeschutzstreifen 22.
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An den Seitenkanten 16 sind Reißverschlüsse 20 angebracht, mit denen das Abdeckelement 18 über den Fenstern 13 seitlich befestigt werden kann, insbesondere nachdem das Abdeckelement 18 an dem Klettband 19 befestigt wurde. Das Abdeckelement 18 kann dabei eine Länge aufweisen, mit der dieses die Unterkante 17 leicht überlappt. So entsteht ein Fenster 13, das ohnehin einen Sonnenschutz 14 aufweist, beispielhaft in 1 dargestellt, und der Sonnenschutz 14 kann beispielsweise ein Screengaze-Gewebe betreffen. Wird das Abdeckelement 18 vorzugsweise von der Außenseite angebracht, beispielhaft gezeigt im hinteren Fenster der 2, so wird der Sonnenschutz 14 mit dem Abdeckelement 18 überdeckt, sodass die Fenster 13 ohne das Abdeckelement 18 lediglich einen Sonnenschutz 14 bieten, und mit dem Abdeckelement 18 bieten die Fenster zusätzlich einen Nässeschutz. Der Vorteil der Anordnung ist der schnelle Wechsel zwischen einem Fenster 13 aufweisend nur den Sonnenschutz 14 oder einem Fenster 13 zusätzlich aufweisend einen Nässeschutz mit dem Abdeckelement 18. Die Reißverschlüsse 20, mit denen das Abdeckelement 18 über den Fenstern 13 seitlich befestigt werden kann, weisen Läufer 23 auf, siehe hierzu beispielsweise 1 in einer vergrößerten Ansicht, in der eine untere Ecke des Abdeckelements 18 beispielhaft aufgeschlagen gezeigt ist. Die Reißverschlüsse 20 sind dabei so angebracht, dass diese schließen, wenn der Läufer 23 nach unten in Richtung zur Unterkante 17 gezogen wird.
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Die 3 und 4 zeigen in einer leicht schematisierten Seitenansicht das Vordachzelt 100 mit der Kassettenmarkise 10, wobei die Seitenansicht die seitliche Vordachwand 12 sichtbar macht, in der jeweils zwei Fenster 13 eingebracht sind. Unterseitig weist die Vordachwand 12 einen Faulstreifen 27 auf.
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Am Beispiel des Fensters 13 in 3 in der vorderen Vordachwand 11 ist zunächst der Sonnenschutz 14 erkennbar, der sich in der gleichen Ebene erstreckt wie auch die Vordachwand 11. Außenseitig ist über dem Sonnenschutz 14 das Abdeckelement 18 angebracht, das in 3 in einer das Fenster 13 überdeckenden Anordnung und in 4 in einer eingerollten Anordnung dargestellt ist. Oberseitig, leicht unterhalb des Abschlussprofils 26 der Kassettenmarkise 10 befindet sich ein Nässeschutzstreifen 22, der außenseitig das Abdeckelement 18 überlappt, sodass das darunter liegende Klettband 19 vor Nässe geschützt ist und unter das Abdeckelement 18 keine Nässe gelangen kann. Der eingerollte Zustand des Abdeckelementes 18 wird mit dem Haltemittel 21 gehalten, das oberseitig des Nässeschutzstreifens 22 angebracht ist. Die Unterseite vom Abdeckelement 18 kann zum Beispiel mit Knebelelementen mit der Vordachwand verbunden werden, wobei auch hier ein Reißverschluss, ein Klettband, ein Magnetband oder dergleichen Verwendung finden kann, sodass der Überlappungsabschnitt 28 ebenfalls eine Fixierung erhält, sodass auch hier jedes Verbindungsmittel angewendet werden kann.
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Scheint die Sonne, kann das Abdeckelement 18 gemäß der Darstellung in 4 in der oberseitig eingerollten Anordnung gehalten werden. Beginnt es zu regnen, so müssen lediglich die Haltemittel 21 gelöst werden, und das Abdeckelement 18 kann mit hier nicht näher dargestellten seitlichen Reißverschlüssen das gesamte Fenster 13 überdeckend befestigt werden. Unterseitig ist ein Überlappbereich 28 gezeigt, mit dem das Abdeckelement 18 den Ausschnitt des Fensters 13 überragt und an der Außenseite der Vordachwand 11 anliegt. Damit wird gewährleistet, dass auch auf der Unterseite des Fensters 13 keine Nässe durch den Sonnenschutz 14 hindurch eindringen kann.
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Die Erfindung beschränkt sich in ihren Ausführungen nicht auf das vorstehend angegebenen bevorzugte Ausführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen Gebrauch macht. Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung oder den Zeichnungen hervorgehenden Merkmale und/oder Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten oder räumlicher Anordnungen, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich sein.
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Bezugszeichenliste:
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- 10
- Kassettenmarkise
- 11
- vordere Vordachwand
- 11a
- Eckkante
- 12
- seitliche Vordachwand
- 12a
- Eckkante
- 13
- Fenster
- 14
- Sonnenschutz
- 15
- Oberkante
- 16
- Seitenkante
- 17
- Unterkante
- 18
- Abdeckelement
- 19
- Klettband
- 20
- Reißverschluss
- 21
- Haltemittel
- 22
- Nässeschutzstreifen
- 23
- Läufer
- 24
- Eckelement
- 25
- Reißverschluss
- 26
- Abschlussprofil
- 27
- Faulstreifen
- 28
- Überlappungsabschnitt
- 100
- Vordachzelt
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 20 2011 003 158 U1 [0003]
- DE 94 14 264 U1 [0004]
- DE 20 2010 012 840 U1 [0005]
- DE 197 26 712 A1 [0006]
- DE 20 2016 102 287 U1 [0006]