-
GEBIET DER ERFINDUNG
-
Die Erfindung betrifft ein Kunststoffdekorteil, vorzugsweise für ein Kraftfahrzeug.
-
TECHNISCHER HINTERGRUND
-
Obwohl die vorliegende Erfindung auf unterschiedlichste Kunststoffteile zu Dekor- und Verkleidungszwecken beispielsweise auf dem Gebiet der Kraftfahrzeugtechnik, aber auch in anderen technischen Gebieten wie zum Beispiel bei der Ausstattung von beliebigen Fahrzeugen, Flugzeugen oder Gebäuden und auch bei Haushalts- oder Unterhaltungsgeräten Anwendung finden kann, werden die Erfindung und die ihr zugrunde liegende Problematik nachfolgend anhand eines Verkleidungsbauteils für ein Kraftfahrzeug näher erläutert, ohne die Erfindung jedoch dahingehend einzuschränken.
-
Bei Kraftfahrzeugen, vor allem bei Automobilen, wird heutzutage vom Käufer und Nutzer nicht nur eine leistungsfähige Antriebstechnik, ein geringer Kraftstoffverbrauch und ähnliches verlangt, sondern auch ein hochwertiges und ästhetisches Aussehen gewünscht. Dekor- oder Verkleidungsbauteile für den Innenraum von Kraftfahrzeugen werden heute oftmals zumindest teilweise aus Kunststoff hergestellt. Dies ermöglicht die kostengünstige Realisierung komplizierter Geometrien bei gleichzeitiger Gewichtsreduktion.
-
Es kommt hierbei vor, dass ein derartiges Verkleidungsbauteil aus ästhetischen Gründen hochglänzend ausgeführt und in gewissen, vordefinierten Bereichen mit einem Dekor, beispielsweise einem Dekor in Chromoptik, verziert werden soll.
-
Hierzu kann das Verkleidungsbauteil in zwei oder mehr getrennten Stücken ausgeführt werden, wobei eines der Stücke mit einer hochglänzenden Oberfläche und ein zweites der Stücke mit einer Chromoptik oder einem anderen Dekor versehen wird. Das zweite Stück kann hierfür beispielsweise verchromt werden. Eine zwei- oder mehrstückige Ausführung ist jedoch mit hohem Aufwand und hohen Kosten verbunden, zumal die Stücke einzeln gefertigt und nachfolgend zusammengesetzt werden müssen.
-
Dies ist ein Zustand, den es zu verbessern gilt.
-
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
-
Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein ästhetisches und zugleich auch in vorteilhafter und kostengünstiger Weise herstellbares Kunststoffdekorteil anzugeben.
-
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Kunststoffdekorteil mit den Merkmalen des Schutzanspruchs 1 gelöst.
-
Demgemäß wird ein Kunststoffdekorteil, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, vorgeschlagen, welches eine Oberfläche aufweist, die in einem ersten Bereich der Oberfläche mit einer Hochglanzlackierung versehen ist. Ferner weist die Oberfläche einen zweiten Bereich auf, der als ein Abschnitt des ersten Bereichs ausgebildet ist. Hierbei ist in dem zweiten Bereich mittels eines Heißprägeverfahrens ein Dekor auf die hochglanzlackierte Oberfläche aufgebracht.
-
Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Idee besteht darin, das Dekor mittels des Heißprägeverfahrens auf die Oberfläche, welche in dem ersten Bereich und somit auch in dem zweiten Bereich, der als ein Abschnitt des ersten Bereichs ausgebildet ist, mit einem Hochglanzlack versehen ist, aufzubringen. Hierdurch kann eine aufwändige mehrstückige Ausbildung des Kunststoffdekorteils mit einem hochglanzlackierten Stück und einem weiteren, in anderer Weise dekorierten Stück vermieden werden. Das erfindungsgemäße Kunststoffdekorteil ist dadurch in der Herstellung insgesamt kostengünstiger und erfordert weniger Aufwand, da insbesondere auch ein Zusammensetzen entfallen kann.
-
Darüber hinaus kann bei der Fertigung des erfindungsgemäßen Kunststoffdekorteils darauf verzichtet werden, die Oberfläche in zeitraubender Weise vor dem Lackieren mit einer Maskierung zu versehen, um auf der Oberfläche einen lackfreien Bereich für ein Dekorieren durch Heißprägen zu erzeugen.
-
Als Heißprägeverfahren, gelegentlich auch als Heißsiegeln bezeichnet, soll vorliegend ein Verfahren verstanden werden, bei dem ein Dekor von einer Heißpräge- oder Heißsiegelfolie unter Anwendung von Wärme und Druck auf ein Substrat aufgebracht und auf diesem fixiert wird. Heißprägeverfahren ermöglichen die Herstellung hochwertiger Dekore bei großer Freiheit hinsichtlich deren optischen Gestaltung.
-
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Figuren der Zeichnung.
-
In einer Ausgestaltung ist das Dekor in dem zweiten Bereich durch Erwärmen und gleichzeitiges Aufpressen einer Heißprägefolie auf die hochglanzlackierte Oberfläche aufgebracht. Dies ermöglicht ein wirtschaftliches Dekorieren der Oberfläche in hoher Qualität.
-
Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist die Hochglanzlackierung mit einer in dem ersten Bereich auf das Kunststoffdekorteil aufgetragenen Lackschicht ausgebildet. Hierbei beträgt die Dicke der Lackschicht zwischen 10 μm und 50 μm, bevorzugt zwischen 20 μm und 28 μm. Ein derartiges Kunststoffdekorteil ist optisch ansprechend und weist ein hochwertiges Aussehen auf.
-
Gemäß einer anderen Weiterbildung ist die Hochglanzlackierung mit mehreren, in dem ersten Bereich übereinander auf das Kunststoffdekorteil aufgetragenen Lackschichten ausgebildet. Hierbei beträgt die Gesamtdicke der Lackschichten zwischen 10 μm und 50 μm, bevorzugt zwischen 20 μm und 28 μm. Auch bei dieser Weiterbildung kann ein ästhetisches Kunststoffdekorteil mit hochwertigem Aussehen erzielt werden.
-
In einer weiteren Weiterbildung ist die Hochglanzlackierung mit mehreren, in dem ersten Bereich übereinander auf das Kunststoffdekorteil aufgetragenen Lackschichten ausgebildet, wobei die Dicke der obersten Lackschicht zwischen 10 μm und 50 μm, bevorzugt zwischen 20 μm und 28 μm, beträgt. Diese Weiterbildung ermöglicht es ebenfalls, das Kunststoffdekorteil mit einer einwandfreien, optisch ansprechenden Sichtseite zu versehen.
-
Bei einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Hochglanzlackierung mit einem Klavierlack oder, alternativ hierzu, mit einem Lack, welcher nach dem Trocknen im Wesentlichen das Aussehen eines Klavierlacks aufweist, ausgeführt. Bevorzugt wird hierbei ein schwarzer Klavierlack bzw. ein Lack, der nach dem Trocknen die Optik eines schwarzen Klavierlacks aufweist, verwendet. Kunststoffdekorteile dieser Ausgestaltung erwecken beim Betrachter einen edlen Eindruck.
-
Bei einer weiteren Weiterentwicklung wird der zweite Bereich durch einen Rand begrenzt, welcher wenigstens abschnittsweise im Bereich einer Kante des Kunststoffdekorteils verläuft. Das Dekor kann hierdurch optisch noch wirkungsvoller zur Geltung gebracht werden.
-
In einer Ausgestaltung ist das Kunststoffdekorteil als ein Verkleidungsbauteil für ein Kraftfahrzeug, insbesondere als ein Verkleidungsbauteil für den Fahrgastraum des Kraftfahrzeugs, ausgebildet. Ein derartiges Verkleidungsbauteil für ein Kraftfahrzeug ist kostengünstig herstellbar und besitzt ein optisch ansprechendes Aussehen.
-
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist das Kunststoffdekorteil als eine Kunststoffblende ausgeführt. Hierbei ist die Kunststoffblende dafür ausgebildet, im Innenraum eines Kraftfahrzeugs derart montiert zu werden, dass sie wenigstens abschnittsweise sichtbar ist.
-
In einer Weiterbildung der Erfindung ist das Kunststoffdekorteil als eine Kunststoffblende für einen Teil eines Cockpits oder einer Mittelkonsole eines Kraftfahrzeugs ausgebildet. In diesem Teil des Kraftfahrzeuginnenraums ist das Kunststoffdekorteil für den Fahrer gut sichtbar und kann seine ästhetische Wirkung besonders gut entfalten.
-
In einer Ausgestaltung der Erfindung ist das Kunststoffdekorteil mit einem Grundkörper aus einem thermoplastischen Kunststoff ausgebildet. Derartige Kunststoffdekorteile können wirtschaftlich in einem Spritzgießverfahren hergestellt werden.
-
Die obigen Ausgestaltungen und Weiterbildungen lassen sich, sofern sinnvoll, beliebig miteinander kombinieren. Weitere mögliche Weiterbildungen, Ausgestaltungen und Implementierungen der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmalen der Erfindung. Der Fachmann wird dabei insbesondere auch Einzelaspekte als Verbesserungen oder Ergänzungen zu der jeweiligen Grundform der vorliegenden Erfindung hinzufügen.
-
INHALTSANGABE DER ZEICHNUNG
-
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren der Zeichnung angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Hierbei zeigen:
-
1 ein Kunststoffdekorteil gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, in einer Vorderansicht;
-
2 das Kunststoffdekorteil der 1 in einer Seitenansicht;
-
3 das Kunststoffdekorteil der 1 in einer Rückansicht;
-
4 einen Schnitt A-A durch das Kunststoffdekorteil der 1, wie in 1 angedeutet;
-
5 einen Schnitt B-B durch das Kunststoffdekorteil der 1, wie in 1 angedeutet;
-
6 einen Schnitt C-C durch das Kunststoffdekorteil der 1, wie in 1 angedeutet;
-
7 einen Schnitt D-D durch das Kunststoffdekorteil der 1, wie in 1 angedeutet;
-
8 einen Schnitt E-E durch das Kunststoffdekorteil der 1, wie in 3 angedeutet;
-
9 einen Schnitt F-F durch das Kunststoffdekorteil der 1, wie in 3 angedeutet; und
-
10 eine schematische Darstellung des Schichtaufbaus einer Hochglanzlackierung in einem ersten Bereich einer Oberfläche des Kunststoffdekorteils der 1, in drei Varianten.
-
Die beiliegenden Zeichnungen sollen ein weiteres Verständnis der Ausführungsformen der Erfindung vermitteln. Sie veranschaulichen Ausführungsformen und dienen im Zusammenhang mit der Beschreibung der Erklärung von Prinzipien und Konzepten der Erfindung. Andere Ausführungsformen und viele der genannten Vorteile ergeben sich im Hinblick auf die Zeichnungen. Die Elemente der Zeichnungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu zueinander gezeigt.
-
In den Figuren der Zeichnung sind gleiche, funktionsgleiche oder gleich wirkende Elemente, Merkmale und Komponenten – soweit nichts anderes angegeben ist – jeweils mit denselben Bezugszeichen versehen.
-
BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
-
Die 1 bis 3 zeigen ein Kunststoffdekorteil gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, welches als eine Kunststoffblende 1 ausgebildet ist. Die Kunststoffblende 1 ist dafür vorgesehen, im Innen- oder Fahrgastraum eines (hier nicht dargestellten) Kraftfahrzeugs in der Weise montiert zu werden, dass zumindest ein Abschnitt der Kunststoffblende 1 für den Fahrgast oder Kraftfahrzeugnutzer sichtbar bleibt. In 2 ist die Kunststoffblende 1, welche in ihrem im Kraftfahrzeug montierten Zustand eine zumindest teilweise sichtbare Sichtseite 3 und eine verdeckte Seite 4 aufweist, in einer Seitenansicht gezeigt. 1 zeigt die Kunststoffblende 1 von ihrer Sichtseite 3 her gesehen, 3 von ihrer verdeckten Seite 4 aus betrachtet.
-
Die Kunststoffblende 1 dient der Verkleidung von Funktionsbauteilen im Innenraum des Kraftfahrzeugs und wird bei dem Beispiel der 1 in einer Mittelkonsole oder einem Cockpit des Kraftfahrzeugs befestigt, wo sie Bedien- und/oder Anzeigeelemente, beispielsweise ein LCD-Display, für ein Navigationssystem, einen Bordcomputer, eine Stereoanlage, eine Klimaanlage oder ähnliches in ästhetischer und optisch ansprechender Weise umrahmt und zugleich bevorzugt auch, zum Beispiel aus Gründen der Sicherheit, Öffnungen im Cockpit oder in der Mittelkonsole verschließt. Für die Montage weist die Kunststoffblende 1 dieses Ausführungsbeispiels im Bereich ihres umfangsseitigen Randes geeignete Befestigungseinrichtungen 2 auf. Eine Kunststoffblende 1 der in 1 gezeigten Art kann aber auch an anderen Stellen im Fahrgastraum eingesetzt werden, beispielsweise in einer Türverkleidung, einer rückseitigen Verkleidung eines Sitzes oder dergleichen.
-
Die Kunststoffblende 1 gemäß diesem Ausführungsbeispiel ist bevorzugt in einem Spritzgießverfahren aus einem thermoplastischen Kunststoff hergestellt und weist eine Oberfläche 6 auf. In einem ersten Bereich 11 der Oberfläche 6 auf der Sichtseite 3 ist die Kunststoffblende 1 mit einer Hochglanzlackierung versehen. Bevorzugt ist die Hochglanzlackierung in dem ersten Bereich 11 mit einem, besonders bevorzugt schwarzen, Klavierlack oder mit einem Lack, welcher nach dem Trocknen im Wesentlichen das Aussehen eines derartigen Klavierlacks aufweist, ausgeführt.
-
Ferner weist die Oberfläche 6 der Kunststoffblende 1 einen zweiten Bereich 12 auf. Der zweite Bereich 12 ist als ein Abschnitt des ersten Bereichs 11 ausgebildet. In dem zweiten Bereich 12 ist mittels eines Heißprägeverfahrens ein Dekor auf die mit einer Hochglanzlackierung versehene Oberfläche 6 aufgebracht. Das Dekor wird hierzu vorzugsweise durch die gleichzeitige Anwendung von Wärme und Druck von einer Heißprägefolie in dem zweiten Bereich 12 auf die hochglanzlackierte Oberfläche 6 übertragen.
-
Die 4 bis 9 zeigen Schnitte A-A, B-B, C-C, D-D, E-E und F-F an den in den 1 und 3 bezeichneten Stellen der Kunststoffblende 1, wobei in den 4, 5 und 9 für den jeweiligen Schnitt in strichpunktierten, oberhalb der Oberfläche 6 angeordneten Linien ein Sichtbereich 9 angedeutet ist. Mit dem Sichtbereich 9 soll ein Oberflächenbereich der Kunststoffblende 1 bezeichnet werden, der im montierten Zustand sichtbar ist oder sein kann. Zugleich ist in den 4 bis 9 in ähnlicher Weise mit Hilfe strichpunktierter Linien gekennzeichnet, wo sich im jeweiligen Schnitt der erste Bereich 11 der Oberfläche 6 und der zweite Bereich 12 erstrecken. Zur Verdeutlichung zeigen die Schnittzeichnungen auch der Kunststoffblende 1 im montierten Zustand benachbarte Bauteile 5.
-
Wie 4 beispielsweise zeigt, erstreckt sich der zweite Bereich 12 in Schnitt A-A innerhalb des ersten Bereichs 11. Den zweiten Bereich 12 begrenzen Ränder 13, welche wiederum durch von der Oberfläche 6 weg weisende Hilfslinien angedeutet sind und bei diesem Ausführungsbeispiel im Bereich zweier Kanten 7a, 7b der Kunststoffblende 1 verlaufen. Die Kanten 7a, 7b begrenzen zugleich eine zur Sichtseite 3 vorstehende Erhebung der Kunststoffblende 1, welche das Dekor in dem zweiten Bereich 12 noch besser zur Geltung bringt. 4 zeigt ferner, dass der erste Bereich 11 durch Ränder 10 begrenzt ist, welche in 4 ebenfalls durch von der Kunststoffblende 1 weg zeigende Hilfslinien gekennzeichnet sind.
-
5 zeigt einen Schnitt B-B durch einen Abschnitt der Kunststoffblende 1, in dem lediglich der erste Bereich 11 der Oberfläche 6, in welchem diese hochglanzlackiert ist, erkennbar wird. Für die Darstellung der Kunststoffblende 1 in den Schnitten C-C, D-D, E-E und F-F in den 6 bis 9 gelten die Ausführungen zu 4 entsprechend.
-
10 zeigt den Schichtaufbau der Hochglanzlackierung in dem ersten Bereich 11 der Oberfläche 6 schematisch in drei Varianten. Die Kunststoffblende 1 gemäß den 1 bis 9 wird in dem ersten Bereich 11 bevorzugt gemäß einer der drei in 10 illustrierten Varianten hochglanzlackiert.
-
Die linke Skizze in 10 zeigt schematisch einen Ausschnitt einer Kunststoffblende 1, die in dem ersten Bereich 11 mittels einer in dem ersten Bereich 11 auf die Kunststoffblende 1 aufgetragenen Lackschicht 14 hochglanzlackiert ist. Bei dieser Variante bildet die Lackschicht 14 auch eine gesamte, auf den Kunststoffgrundkörper aufgetragene Lackschicht 17. Eine Dicke D der Lackschicht 14 beträgt zwischen 10 μm und 50 μm, bevorzugt wird eine Dicke D zwischen 20 μm und 28 μm.
-
Die mittlere Skizze in 10 zeigt schematisch einen Ausschnitt einer Kunststoffblende 1, die in dem ersten Bereich 11 durch ein Auftragen mehrerer Lackschichten 15a, 15b, 15c übereinander auf das Kunststoffdekorteil hochglanzlackiert ist. Die Lackschichten 15a, 15b, 15c können von gleicher oder unterschiedlicher Schichtdicke sein und bilden zusammen eine gesamte Lackschicht 17. Bei der Variante der mittleren Skizze beträgt eine Gesamtdicke D' der Lackschichten 15a, 15b, 15c, die somit auch die Dicke der gesamten Lackschicht 17 bezeichnet, zwischen 10 μm und 50 μm, bevorzugt ist D' zwischen 20 μm und 28 μm gewählt.
-
Gemäß einer weiteren Variante, die in der rechten Skizze der 10 gezeigt ist, kann die Kunststoffblende 1 in dem ersten Bereich 11 auch in der Weise hochglanzlackiert sein, dass mehrere Lackschichten 16a, 16b, 16c übereinander auf die Kunststoffblende 1 aufgetragen sind, wobei eine Dicke D'' der obersten Lackschicht 16c zwischen 10 μm und 50 μm beträgt. Bevorzugt ist D'' bei dieser Variante zwischen 20 μm und 28 μm gewählt. Hierbei ist die Dicke einer gesamten Lackschicht 17, welche durch die Einzelschichten 16a, 16b, 16c gebildet ist, größer als die Dicke D'' der obersten Lackschicht 16c.
-
Obwohl die vorliegende Erfindung vorstehend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele vollständig beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige Art und Weise modifizierbar.
-
Beispielsweise ist es denkbar, mehrere zweite Bereiche vorzusehen, welche Abschnitte des ersten Bereichs, in dem die Oberfläche des Kunststoffdekorteils hochglanzlackiert ist, bilden. In den zweiten Bereichen können gleichartige oder auch unterschiedliche Dekore mittels eines Heißprägeverfahrens aufgebracht sein. Auch mehrere erste Bereiche, in denen die Oberfläche des Kunststoffdekorteils in gleicher oder verschiedener Weise hochglanzlackiert ist, sind denkbar.
-
Ferner ist es denkbar, nicht nur Kunststoffdekorteile für Kraftfahrzeuge in erfindungsgemäßer Weise auszubilden, sondern auch Dekorteile beispielsweise für den Fahrgastbereich anderer Fahrzeuge, wie etwa von Schienenfahrzeugen oder Aufzügen, sowie für den Innenraum von Flugzeugen. Auch Kunststoffgehäusebauteile für Haushalts- oder Küchengeräte sowie für Unterhaltungsgeräte, beispielsweise für Stereoanlagen oder Fernseher, können in erfindungsgemäßer Weise dekoriert werden.
-
Bezugszeichenliste
-
- 1
- Kunststoffblende
- 2
- Befestigungseinrichtungen
- 3
- Sichtseite (Kunststoffblende)
- 4
- verdeckte Seite (Kunststoffblende)
- 5
- benachbartes Bauteil
- 6
- Oberfläche (Kunststoffblende)
- 7a
- Kante (Kunststoffblende)
- 7b
- Kante (Kunststoffblende)
- 9
- Sichtbereich
- 10
- Rand (erster Bereich)
- 11
- erster Bereich (Oberfläche)
- 12
- zweiter Bereich (Oberfläche)
- 13
- Rand (zweiter Bereich)
- 14
- Lackschicht
- 15a
- Lackschicht
- 15b
- Lackschicht
- 15c
- Lackschicht
- 16a
- Lackschicht
- 16b
- Lackschicht
- 16c
- Lackschicht
- 17
- gesamte Lackschicht
- D
- Dicke
- D'
- Dicke
- D''
- Dicke