[go: up one dir, main page]

DE10102146C1 - Verbundzierteil - Google Patents

Verbundzierteil

Info

Publication number
DE10102146C1
DE10102146C1 DE2001102146 DE10102146A DE10102146C1 DE 10102146 C1 DE10102146 C1 DE 10102146C1 DE 2001102146 DE2001102146 DE 2001102146 DE 10102146 A DE10102146 A DE 10102146A DE 10102146 C1 DE10102146 C1 DE 10102146C1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
layer
layer element
composite trim
surface coating
trim part
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE2001102146
Other languages
English (en)
Inventor
Christian Bickel
Thomas Hoffmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Lisa Draexlmaier GmbH
Original Assignee
Lisa Draexlmaier GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Lisa Draexlmaier GmbH filed Critical Lisa Draexlmaier GmbH
Priority to DE2001102146 priority Critical patent/DE10102146C1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE10102146C1 publication Critical patent/DE10102146C1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C1/00Fuselages; Constructional features common to fuselages, wings, stabilising surfaces or the like
    • B64C1/06Frames; Stringers; Longerons ; Fuselage sections
    • B64C1/066Interior liners
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B32LAYERED PRODUCTS
    • B32BLAYERED PRODUCTS, i.e. PRODUCTS BUILT-UP OF STRATA OF FLAT OR NON-FLAT, e.g. CELLULAR OR HONEYCOMB, FORM
    • B32B15/00Layered products comprising a layer of metal
    • B32B15/04Layered products comprising a layer of metal comprising metal as the main or only constituent of a layer, which is next to another layer of the same or of a different material
    • B32B15/10Layered products comprising a layer of metal comprising metal as the main or only constituent of a layer, which is next to another layer of the same or of a different material of wood
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B32LAYERED PRODUCTS
    • B32BLAYERED PRODUCTS, i.e. PRODUCTS BUILT-UP OF STRATA OF FLAT OR NON-FLAT, e.g. CELLULAR OR HONEYCOMB, FORM
    • B32B27/00Layered products comprising a layer of synthetic resin
    • B32B27/18Layered products comprising a layer of synthetic resin characterised by the use of special additives
    • B32B27/20Layered products comprising a layer of synthetic resin characterised by the use of special additives using fillers, pigments, thixotroping agents
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61DBODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
    • B61D17/00Construction details of vehicle bodies
    • B61D17/04Construction details of vehicle bodies with bodies of metal; with composite, e.g. metal and wood body structures
    • B61D17/18Internal lining, e.g. insulating
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R13/00Elements for body-finishing, identifying, or decorating; Arrangements or adaptations for advertising purposes
    • B60R13/02Internal Trim mouldings ; Internal Ledges; Wall liners for passenger compartments; Roof liners
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B29/00Accommodation for crew or passengers not otherwise provided for
    • B63B29/02Cabins or other living spaces; Construction or arrangement thereof

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verbundzierteil, das ein Trägerelement (1) und zumindest zwei flächig übereinander angeordnete Schichtelemente (2, 3) aufweist, wobei ein zweites Schichtelement (3) ein erstes Schichtelement (2) nicht vollständig abdeckt, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Verbundzierteils. Das Verfahren umfasst die folgenden Schritte. Zunächst wird das erste Schichtelement (2) auf das Trägerelement (1) aufgebracht und zumindest teilweise vorbehandelt. Eine Verbindungsschicht (4) wird auf zumindest einen Teil des ersten (2) oder des zweiten (3) Schichtelements aufgebracht, und der Gesamtaufbau aus Trägerelement (1), erstem (2) und zweitem (3) Schichtelement wird verpresst, wobei die beiden Schichtelemente (2, 3) so flächig übereinander angeordnet werden, dass die Stellen des ersten Schichtelements (2), an denen sich keine Vorbehandlungsschicht (2) befindet, in Kontakt mit der Verbindungsschicht (4) und dem zweiten Schichtelement (3) kommen. Die durch die verbundenen Teile der beiden Schichtelemente (2, 3) gebildete Oberfläche wird zumindest mit einer Füllschicht (5) bedeckt, und die Füllschicht (5) wird wiederum bis auf die Höhe des zweiten Schichtelements (3) abgetragen, so dass eine ebene Oberfläche ohne Stufen zwischen Füllschicht (5) und zweitem Schichtelement (3) entsteht. Anschließend wird die gesamte Oberfläche des entstandenen Verbundzierteils lackiert.

Description

Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Verbundzierteils sowie ein Verbundzierteil. Verbundzierteile der hier interessierenden Art sind sichtbare Innenausstattungsteile für Fahrzeuginnenräume von Fahrzeugen aller Art.
Stand der Technik
Dekorative Zierteile werden sowohl in Kraftfahrzeugen als auch in Schienen-, Luft- und Wasserfahrzeugen eingesetzt. Die Gestaltung des jeweiligen Fahrzeuginnenraums wird durch solche hochwertigen Zierteile, etwa in Form von Blenden, Leisten und Abdeckungen, die zum Beispiel Edelholz-, Aluminium-, Chrom- oder Karbonoberflächen aufweisen, aufgewertet. Beispielsweise besteht ein typisches Echtholzzierteil aus einem Träger aus Aluminium oder Kunststoff, darauf aufgebrachten Blindfurnier- Zwischenschichten, zum Beispiel aus Buchenholz, und einem wiederum darauf angeordneten Edelholzfurnier. Das Edelholzfurnier wird typischerweise durch Aufbringen mehrerer Klarlackschichten versiegelt.
Neben solchen Echtholzzierteilen werden auch Kunststoffzierteile oder Metallzierteile eingesetzt.
Kunststoffzierteile können mit einer dekorativen Chrombeschichtung versehen oder mit einer Dekorfolie bezogen sein, und die Zierteiloberflächen können außerdem auch bedruckt oder geprägt sein.
Insbesondere bei älteren Fahrzeugen war es auch bekannt, massive Holzleisten mit verchromten Metallleisten zu kombinieren, wobei die Metallleiste mit der Holzleiste verschraubt, wurde. Damit ergab sich ein Verbundzierteil, das zwei dekorative Oberflächen miteinander kombinierte. Eine Schraubverbindung konnte hier ohne weiteres zum Einsatz kommen, da in der Massivholzleiste genügend Raum für die Verschraubung vorhanden und eine Verschraubung in Holz unproblematisch war.
Eine Verschraubung von zwei Zierteilelementen ist jedoch im Fertigungsprozess sehr aufwendig und bei den heute üblichen, sehr flachen Zierteilen aufgrund der fehlenden Einschraubtiefe schwer zu realisieren. Außerdem müsste bei typischerweise mehrschichtig aufgebauten Zierteilen in verschiedene Materialschichten hineingeschraubt werden, was die Auslegung der Verschraubung schwierig macht. Schließlich sind die Schrauben zusätzliche Teile, wodurch die Herstellungskosten des Verbundzierteils erhöht und die Fertigungslogistik kompliziert werden. Ein derartiges Verbundzierteil aus früheren Fahrzeugen weist darüber hinaus große Spaltmaße und auffällige Übergangstrennlinien von der verchromten Leiste zum Massivholzteil auf, und unterschiedliche Fertigungstoleranzen zwischen der Chromleiste und der Holzleiste können nicht ausgeglichen werden. Ein derartiges Verbundzierteil genügt daher nicht mehr den heute von der Automobilindustrie gestellten hohen Anforderungen an eine optisch einwandfreie Oberfläche von Zierteilen, die auch eine angenehme Haptik bietet, wenn man sie berührt.
Darstellung der Erfindung
Der Erfindung liegt daher das technische Problem zugrunde, ein Verbundzierteil zu schaffen und ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Verbundzierteils anzugeben, das die Kombination von zwei verschiedenen Zierteilelementen mit einem optisch einwandfreien und vorteilhafterweise auch haptisch im Wesentlichen nicht spürbaren Übergang in einfacher Weise realisiert.
Dieses technische Problem wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zur Herstellung eines Verbundzierteils mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie durch ein Verbundzierteil mit den Merkmalen des Patentanspruchs 13 gelöst.
In dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein Trägerelement mit zwei flächig darauf und übereinander angeordneten Schichtelementen verpresst, wobei das zweite Schichtelement das erste Schichtelement nicht vollständig abdeckt. Auf die entstehende Oberfläche des so geschaffenen Verbundzierteils wird eine Füllschicht sowie eine Oberflächenbeschichtung aufgebracht. So ergibt sich eine glatte, optisch und haptisch einwandfreie Oberfläche.
Das so gekennzeichnete Herstellungsverfahren ist besonders einfach, und es sind keine zusätzlichen losen Verbindungselemente wie etwa die eingangs erwähnten Schrauben erforderlich, die zusätzliche Kosten und zusätzlichen Logistikaufwand verursachen.
Die einzelnen Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens sind wie folgend. Zunächst wird ein erstes Schichtelement auf ein Trägerelement aufgebracht. Die Oberfläche des ersten Schichtelements wird nun vorbehandelt. Die Vorbehandlung des ersten Schichtelements umfasst beispielsweise ein Bleichen, Beizen, Grundieren und/oder Patinieren, um die Oberfläche des ersten Schichtelements ansprechend zu gestalten und dauerhaft zu konservieren. Die so entstandene Vorbehandlungsschicht wird an den Stellen der Oberfläche des ersten Schichtelements, mit denen später Teile eines zweiten Schichtelements verbunden werden sollen, wieder entfernt. Alternativ ist es auch möglich, das erste Schichtelement nur lokal vorzubehandeln. Ein zweites Schichtelement wird nun mit einer Verbindungsschicht (z. B. einer Leimschicht) versehen, und zwar genau an den Stellen, an denen es mit dem ersten Schichtelement verbunden werden soll. Alternativ kann die Leimschicht auch auf das erste Schichtelement aufgebracht werden, und zwar an den Stellen, an denen sich keine Vorbehandlungsschicht befindet. Aufgrund der lokalen Entfernung bzw. des lokalen Nichtvorhandenseins der Vorbehandlungsschicht an dem ersten Schichtelement ist ein problemloses Anhaften der Verbindungsschicht des zweiten Schichtelements an dem ersten Schichtelement bei dem nachfolgenden Pressvorgang gewährleistet. Das zweite Schichtelement wird nun mit dem Verbund aus Trägerelement und erstem Schichtelement verpresst, wobei die mit der Verbindungsschicht versehenen Stellen des zweiten Schichtelements in Kontakt mit den Stellen des ersten Schichtelements kommen, an denen die Vorbehandlungsschicht entfernt worden war.
Da die Oberfläche des zweiten Schichtelements die Oberfläche des ersten Schichtelements nicht vollständig abdeckt, weist die nun entstandene Oberfläche des Verbundzierteils Stufen an den Übergängen zwischen erstem und zweitem Schichtelement auf. Daher wird nun eine weitgehend durchsichtige Füllschicht auf die gesamte Oberfläche aufgebracht und anschließend wieder bis auf die Höhe des zweiten Schichtelements abgetragen, so dass die Oberfläche des zweiten Schichtelements in einer Ebene mit der Oberfläche der Füllschicht liegt, und die Oberfläche des Zierteils somit keine Stufe mehr aufweist. Die gesamte Oberfläche des entstandenen Zierteils wird nun noch mit einer ebenfalls weitgehend durchsichtigen Oberflächenbeschichtung versehen.
Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen 2 bis 12.
Demzufolge besteht das Trägerelement vorzugsweise aus Druckguss, Blech, Kunststoff oder einer Spanplatte, und auf das Trägerelement werden vorzugsweise zunächst Blindfurnierschichten aufgebracht.
Bei dem ersten Schichtelement handelt es sich vorzugsweise um ein Sichtfurnier aus Holz, und das zweite Schichtelement, welches das erste Schichtelement im fertigen Zierteil teilweise abdeckt, besteht vorzugsweise aus Metall, zum Beispiel aus Aluminium. Das Verbundzierteil ist so insbesondere für Fahrzeuginnenräume optisch ansprechend gestaltet. Selbstverständlich ist es jedoch ebenso denkbar, das erste Schichtelement aus Metall und das zweite aus Holz zu gestalten oder völlig andere Materialien zu verwenden.
Die Vorbehandlung des ersten Schichtelements sollte ein Bleichen, Beizen, Grundieren und/oder Patinieren umfassen, um die Oberfläche des ersten Schichtelements ansprechend zu gestalten und dauerhaft zu konservieren.
Für den Verpressvorgang des zweiten Schichtelements mit dem Verbund aus Trägerelement und erstem Schichtelement bestehen grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Entweder wird das zweite Schichtelement - vorzugsweise ein Aluminiumblech - lokal mit der Verbindungsschicht versehen und dann in seiner Gesamtheit mit dem ersten Schichtelement verpresst, wobei anschließend die nicht verleimten Teile des zweiten Schichtelements entfernt werden. Alternativ werden nur die mit der Verbindungsschicht versehenen Teile des zweiten Schichtelements mit dem ersten Schichtelement verpresst, wobei jedoch das Werkzeug entsprechend so ausgestaltet sein muss, dass die Druckkraft nur auf die Stellen des Zierteils übertragen wird, an denen das zweite Schichtelement vorgesehen sind.
Nach dem Verpressen des Trägerelements mit den beiden Schichtelementen und vor dem Aufbringen der Füllschicht kann die entstandene Oberfläche noch weiter behandelt werden, wobei diese Behandlung vorzugsweise ein Retuschieren und/oder ein Isolieren umfasst. Anschließend wird die Füllschicht aufgebracht, wobei insbesondere Polyesterlack verwendet werden kann, da er eine für diesen Anwendungsfall günstige Viskosität aufweist. Vorzugsweise wird die Füllschicht in einer Dicke von etwa 500 µm aufgebracht, wobei diese Dicke von der Beschaffenheit der Füllschicht sowie von der Dicke des zweiten Schichtelements abhängig ist.
Als abschließende Oberflächenbeschichtung wird vorzugsweise ein Acryllack verwendet, der in einer Dicke von 30 bis 50 µm aufgetragen und bei 120 bis 140°C eingebrannt wird.
Nachfolgend wird nun ein erfindungsgemäßes Verbundzierteil beschrieben, das beispielsweise mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt werden kann. Das erfindungsgemäße Verbundzierteil weist zunächst ein Trägerelement auf. Ein erstes Schichtelement mit einer ersten dekorativen Sichtoberfläche ist flächig auf diesem Trägerelement angeordnet, und ein zweites Schichtelement mit einer zweiten dekorativen Sichtoberfläche ist flächig auf diesem ersten Sichtelement angeordnet, deckt es jedoch nicht vollständig ab, so dass noch Teile der ersten Sichtoberfläche zu sehen sind. Eine weitgehend durchsichtige Füllschicht bedeckt diese freien Teile der ersten Sichtoberfläche, wobei die Oberfläche der Füllschicht in einer Ebene mit der Oberfläche des zweiten Schichtelements liegt, so dass keine Stufen an dem Übergang zwischen Füllschicht und zweitem Schichtelement vorhanden sind und eine optisch und vorzugsweise auch haptisch ansprechende Oberfläche entsteht. Eine ebenfalls weitgehend durchsichtige Oberflächenbeschichtung bedeckt die gesamte Oberfläche des erfindungsgemäßen Verbundzierteils, wodurch der optische Eindruck des Verbundzierteils noch einmal verbessert und die Oberfläche gleichzeitig versiegelt wird.
Bei dem erfindungsgemäßen Verbundzierteil erhält man einen optisch und vorzugsweise auch haptisch einwandfreien Übergang zwischen den beiden Schichtelementen und somit zwischen den beiden dekorativen Sichtoberflächen. Da insbesondere hinsichtlich der Umrisse des zweiten Schichtelements völlige Gestaltungsfreiheit besteht, ist eine Vielzahl von Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verbundzierteils denkbar.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Im Folgenden ist zur weiteren Erläuterung und zum besseren Verständnis ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 ein Trägerelement mit einem ersten Schichtelement als Basis für die Herstellung eines Verbundzierteils;
Fig. 2 ein Verbundzierteil nach einem ersten erfindungsgemäßen Herstellungsschritt, bestehend in der Vorbehandlung des ersten Schichtelements;
Fig. 3 ein Verbundzierteil nach einem zweiten erfindungsgemäßen Herstellungsschritt, bestehend in dem lokalen Abtragen der Vorbehandlungsschicht des ersten Schichtelements;
Fig. 4 ein Verbundzierteil nach einem dritten erfindungsgemäßen Herstellungsschritt, bestehend in dem Aufbringen einer Verbindungsschicht auf das zweite Schichtelement;
Fig. 5 ein Verbundzierteil nach einem vierten erfindungsgemäßen Herstellungsschritt, bestehend in dem Verpressen des zweiten Schichtelements mit dem Verbund aus erstem Schichtelement und Trägerelement;
Fig. 6 ein Verbundzierteil nach einem fünften erfindungsgemäßen Herstellungsschritt, bestehend in dem Aufbringen einer Füllschicht;
Fig. 7 ein Verbundzierteil nach einem sechsten erfindungsgemäßen Herstellungsschritt, bestehend in dem Abtragen der Füllschicht; und
Fig. 8 ein erfindungsgemäßes Verbundzierteil.
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
Die Fig. 1 bis 8 zeigen schematisch einzelne Verfahrensschritte zur Herstellung eines Verbundzierteils.
Wie in Fig. 1 gezeigt, besteht der erste Verfahrensschritt im Aufbringen eines Holzfurniers 2 als erstes Schichtelement auf eine Spanplatte 1 als Trägerelement, welche mit einer hier nicht dargestellten Blindfurnierschicht versehen sein kann. Der nächste Verfahrensschritt besteht gemäß Fig. 2 darin, die Oberfläche des Holzfurniers 2 - beispielsweise durch Bleichen, Beizen, Grundieren und/oder Patinieren - vorzubehandeln, so dass sich eine Vorbehandlungsschicht 2' ausbildet. An den Stellen, an denen sich bei dem fertigen Verbundzierteil ein Aluminiumblech 3 als zweites Schichtelement befindet (vgl. Fig. 8), wird nun die Vorbehandlungsschicht 2' wieder entfernt, wie in Fig. 3 zu sehen.
Fig. 4 zeigt das Aluminiumblech 3, das an den Stellen, die mit dem Holzfurnier 2 verbunden werden sollen, mit einer Leimschicht 4 versehen ist. Die übrigen Stellen 3' des Aluminiumblechs 3 sind nicht weiter vorbehandelt. In Fig. 4 ist außerdem durch Pfeile verdeutlicht, in welcher Weise das Holzfurnier 2 auf der Spanplatte 1 und das Aluminiumblech 3 miteinander verbunden werden: die Stellen des Aluminiumblechs 3, welche die Leimschicht 4 aufweisen, werden mit den Stellen des Holzfurniers 2 in Deckung gebracht, an denen die Vorbehandlungsschicht 2' entfernt worden ist.
Die gesamte Anordnung wird nun verpresst. Alternativ ist es auch möglich, die Teile 3 des Aluminiumblechs vor dem Pressen von den Teilen 3' zu trennen und mit einem geeigneten Werkzeug mit dem Holzfurnier 2 auf der Spanplatte 1 zu verpressen.
Fig. 5 zeigt das Verbundzierteil nach dem Pressvorgang. Deutlich ist zu erkennen, dass sich an den Übergängen zwischen dem Holzfurnier 2 und dem Aluminiumblech 3 Stufen 9 befinden, die den optischen und haptischen Eindruck des Verbundzierteils beeinträchtigen. Daher wird in einem nächsten Verfahrensschritt ein durchsichtiger Polyesterlack 5 als Füllschicht aufgebracht. Fig. 6 zeigt das Verbundzierteil nach diesem Verfahrensschritt. Um nun eine glatte Oberfläche zu schaffen, wird der Polyesterlack 5 bis auf die Höhe des Aluminiumblechs 3 abgeschliffen, so dass die Oberfläche des Polyesterlacks 5 stufenlos in die Oberfläche des Aluminiumblechs 3 übergeht (Fig. 7). Nach dem Aufbringen einer abschließenden Acryllackschicht 6 (Fig. 8) ist ein optisch und hier auch haptisch ansprechendes Verbundzierteil mit dauerhaft konservierter Oberfläche entstanden.

Claims (21)

1. Verfahren zur Herstellung eines Verbundzierteils, das ein Trägerelement (1) und zumindest zwei Schichtelemente (2, 3) aufweist, wobei ein erstes Schichtelement (2) auf dem Trägerelement (1) und ein zweites Schichtelement (3) auf dem ersten Schichtelement (2) angeordnet ist, und wobei das zweite Schichtelement (3) das erste Schichtelement (2) nicht vollständig abdeckt, welches Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
  • a) Aufbringen des ersten Schichtelements (2) auf das Trägerelement (1);
  • b) Vorbehandeln zumindest eines Teils des ersten Schichtelements;
  • c) Aufbringen einer Verbindungsschicht (4) auf zumindest einen Teil des zweites Schichtelements (3) und/oder zumindest einen Teil des ersten Schichtelements;
  • d) Verpressen des Gesamtaufbaus aus Trägerelement (1), erstem (2) und zweitem Schichtelement (3), wobei die beiden Schichtelemente (2, 3) so flächig übereinander angeordnet werden, dass die Stellen des ersten Schichtelements (2), an denen sich keine Vorbehandlungsschicht (2') befindet, in Kontakt mit der Verbindungsschicht (4) und dem zweiten Schichtelement (3) kommen;
  • e) Aufbringen einer weitgehend durchsichtigen Füllschicht (5), insbesondere eines Lacks, und Abtragen dieser Füllschicht (5) bis auf die Höhe des zweiten Schichtelements (3), so dass eine ebene Oberfläche entsteht; und
  • f) Aufbringen einer weitgehend durchsichtigen Oberflächenbeschichtung (6).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (1) aus Druckguss, Blech, einer Spanplatte oder Kunststoff besteht und vor dem Aufbringen des ersten Schichtelements (2) vorzugsweise mit einer Blindfurnierschicht versehen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Schichtelement (2) aus Holz, insbesondere aus einem Holzfurnier, besteht.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Schichtelement (3) aus Metall, vorzugsweise aus Aluminium, besteht.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorbehandlung (b) des ersten Schichtelements (2) ein Bleichen, Beizen, Grundieren und/oder Patinieren umfasst.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorbehandlung (b) für das gesamte erste Schichtelement (2) erfolgt und die entstehende Vorbehandlungsschicht (2') anschließend wieder entfernt wird.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Aufbringen der Füllschicht (e) ein Retuschieren und/oder Isolieren der Oberfläche des ersten (2) und zweiten Schichtelements (3) erfolgt.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Füllschicht (5) ein Polyesterlack verwendet wird.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllschicht (5) etwa 500 µm dick aufgebracht wird.
10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für die Oberflächenbeschichtung (6) ein Acryllack verwendet wird.
11. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenbeschichtung (6) etwa 30 bis 50 µm dick aufgebracht wird.
12. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nur die Stellen des zweiten Schichtelements (3) mit dem ersten Schichtelement (2) verpresst werden, die mit der Verbindungsschicht (4) versehen sind.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass auch die Stellen des zweiten Schichtelements (3), die nicht mit der Verbindungsschicht (4) versehen sind, mit dem ersten Schichtelement (2) verpresst und anschließend entfernt werden.
14. Verbundzierteil mit
einem Trägerelement (1),
einem ersten Schichtelement (2) mit einer ersten dekorativen Sichtoberfläche (7), das flächig auf dem Trägerelement (1) angeordnet ist,
einem zweiten Schichtelement (3) mit einer zweiten dekorativen Sichtoberfläche (8), das flächig auf dem ersten Schichtelement (2) angeordnet ist und das erste Schichtelement (2) dabei nicht vollständig abdeckt,
einer weitgehend durchsichtigen Füllschicht (5), die zumindest die freien Teile der Oberfläche des ersten Schichtelements (2) so bedeckt, dass die Oberfläche der Füllschicht (5) und die Oberfläche des zweiten Schichtelements (3) in einer Ebene liegen, so dass keine Stufen zwischen der Oberfläche der Füllschicht (5) und der Oberfläche des zweiten Schichtelements (3) bestehen, und
einer weitgehend durchsichtigen Oberflächenbeschichtung (6), die flächig auf der durch die Füllschicht (5) und das zweite Schichtelement (3) gebildeten Oberfläche aufgebracht ist.
15. Verbundzierteil nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (1) aus Druckguss, Blech, einer Spanplatte oder Kunststoff besteht und vorzugsweise mit einer Blindfurnierschicht versehen ist.
16. Verbundzierteil nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Schichtelement (2) aus Holz, vorzugsweise einem Holzfurnier, besteht.
17. Verbundzierteil nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Schichtelement (3) aus Metall, vorzugsweise Aluminium, besteht.
18. Verbundzierteil nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllschicht (5) ein Polyesterlack ist.
19. Verbundzierteil nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllschicht (5) eine Dicke von etwa 500 µm aufweist.
20. Verbundzierteil nach einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenbeschichtung (6) aus Acryllack besteht.
21. Verbundzierteil nach einem der Ansprüche 14 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenbeschichtung (6) eine Dicke von etwa 30 bis 50 µm hat.
DE2001102146 2001-01-18 2001-01-18 Verbundzierteil Expired - Fee Related DE10102146C1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2001102146 DE10102146C1 (de) 2001-01-18 2001-01-18 Verbundzierteil

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2001102146 DE10102146C1 (de) 2001-01-18 2001-01-18 Verbundzierteil

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE10102146C1 true DE10102146C1 (de) 2002-04-18

Family

ID=7670980

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2001102146 Expired - Fee Related DE10102146C1 (de) 2001-01-18 2001-01-18 Verbundzierteil

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE10102146C1 (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102007059233A1 (de) * 2007-12-07 2009-06-25 Novem Car Interior Design Gmbh Formteil mit Holzfurnier als Dekorlage, insbesondere Dekorteil und/oder Verkleidungsteil für einen Fahrzeuginnenraum, mit weicher Schicht und Verfahren zu seiner Herstellung
CN103182993A (zh) * 2011-12-28 2013-07-03 上海新安汽车隔音毡有限公司 一种车用木塑材料构件
DE102021002156B4 (de) 2021-04-23 2022-06-09 Mercedes-Benz Group AG Verfahren zur Färbung eines Hybrid-Furniers

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3332617C2 (de) * 1982-09-09 1987-04-30 John S. Sumter S.C. Caliri Holzplatte mit eingelegtem Muster und Verfahren zu deren Herstellung
DE29824038U1 (de) * 1998-12-23 2000-04-20 Leonhard Kurz GmbH & Co, 90763 Fürth Dekorfolie zum Hinterspritzen mit Kunststoff

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3332617C2 (de) * 1982-09-09 1987-04-30 John S. Sumter S.C. Caliri Holzplatte mit eingelegtem Muster und Verfahren zu deren Herstellung
DE29824038U1 (de) * 1998-12-23 2000-04-20 Leonhard Kurz GmbH & Co, 90763 Fürth Dekorfolie zum Hinterspritzen mit Kunststoff

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102007059233A1 (de) * 2007-12-07 2009-06-25 Novem Car Interior Design Gmbh Formteil mit Holzfurnier als Dekorlage, insbesondere Dekorteil und/oder Verkleidungsteil für einen Fahrzeuginnenraum, mit weicher Schicht und Verfahren zu seiner Herstellung
DE102007059233B4 (de) * 2007-12-07 2014-08-28 Novem Car Interior Design Gmbh Formteil mit Holzfurnier als Dekorlage, insbesondere Dekorteil und/oder Verkleidungsteil für einen Fahrzeuginnenraum, mit weicher Schicht und Verfahren zu seiner Herstellung
CN103182993A (zh) * 2011-12-28 2013-07-03 上海新安汽车隔音毡有限公司 一种车用木塑材料构件
CN103182993B (zh) * 2011-12-28 2016-02-10 上海新安汽车隔音毡有限公司 一种车用木塑材料构件
DE102021002156B4 (de) 2021-04-23 2022-06-09 Mercedes-Benz Group AG Verfahren zur Färbung eines Hybrid-Furniers

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0857442B1 (de) Verfahren zum Herstellen einer Profilleiste, insbesondere einer Kantenleiste für die Möbelindustrie
DE19735189C2 (de) Belagelement für Gebäudeoberflächen o. dgl. sowie Verfahren seiner Herstellung
EP2857221A1 (de) Paneel mit supermatter Oberfläche
EP1911580A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Bauteilen mit Furnier-Folien-Verbund
DE102019123495A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines mehrfarbigen Sichtbauteils
EP3634739B1 (de) Dekoranordnung für eine innenverkleidung eines kraftfahrzeuges sowie verfahren zur herstellung einer solchen
EP2036741B1 (de) Bereitstellung einer Walzenanordnung zum Erzeugen von Dekoren auf einer Holzwerkstoffoberfläche
EP1984191B1 (de) Verfahren zur herstellung einer profilleiste
DE102008030572A1 (de) Furniersystem
DE102015005591A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Zierelements mit einer Dekorschicht
DE102012203412A1 (de) Kunststoffdekorteil
DE10102146C1 (de) Verbundzierteil
EP1587694B1 (de) Mehrlagiges dekorband mit einer reliefstruktur und einer aluminiumschicht und verfahren zu dessen herstellung
EP0699545A2 (de) Verfahren zur Herstellung einer hochglanzbeschichteten Furnier
DE102017100691A1 (de) Dekorteil und Verfahren zur Herstellung eines Dekorteils
DE10025369B4 (de) Verbundzierteil und Herstellungsverfahren
EP1591318A1 (de) Verfahren zum Herstellen eines Innenverkleidungsteils und Innenverkleidungsteil
EP1621334B1 (de) Verfahren zur Herstellung einer Strukturierung eines Verbundwerkstoffkörpers
DE102018009694A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines 3D-Reliefoptikbauteils sowie 3D-Reliefoptikbauteil
DE10112937A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines mit einem Dekormaterial beschichteten Formteils
DE102023114890A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Dekorteils
EP4658509A1 (de) Verfahren zum herstellen eines bauteils, insbesondere einer blende, für ein kraftfahrzeug
WO2022083829A1 (de) Verbundkunststofffolie
DE10254957A1 (de) Verfahren zum Herstellen von Schichtplatten
DE102020131575A1 (de) Holzwerkstoffträgerplatte und Verfahren zu deren Herstellung

Legal Events

Date Code Title Description
8100 Publication of patent without earlier publication of application
D1 Grant (no unexamined application published) patent law 81
8364 No opposition during term of opposition
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: LISA DRAEXLMAIER GMBH, 84137 VILSBIBURG, DE

Owner name: DAIMLERCHRYSLER AG, 70567 STUTTGART, DE

8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: LISA DRAEXLMAIER GMBH, 84137 VILSBIBURG, DE

R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee
R079 Amendment of ipc main class

Free format text: PREVIOUS MAIN CLASS: B32B0031120000

Ipc: B32B0037000000