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DE202014006979U1 - Absaugport für Wundsekret , für aus Wunden und Körperhöhlen herausragende Drainagemittel - Google Patents

Absaugport für Wundsekret , für aus Wunden und Körperhöhlen herausragende Drainagemittel Download PDF

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DE202014006979U1
DE202014006979U1 DE202014006979.4U DE202014006979U DE202014006979U1 DE 202014006979 U1 DE202014006979 U1 DE 202014006979U1 DE 202014006979 U DE202014006979 U DE 202014006979U DE 202014006979 U1 DE202014006979 U1 DE 202014006979U1
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M1/00Suction or pumping devices for medical purposes; Devices for carrying-off, for treatment of, or for carrying-over, body-liquids; Drainage systems
    • A61M1/90Negative pressure wound therapy devices, i.e. devices for applying suction to a wound to promote healing, e.g. including a vacuum dressing
    • A61M1/91Suction aspects of the dressing
    • AHUMAN NECESSITIES
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Abstract

Absaugport (5) für die Absaugung von Wundsekret (14) an Wundrändern (2), welches bei Drainagemitteln, die aus Wunden (3) herausragen, abgesaugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass durch einen Absaugport (5) mit Labyrinth (4), durch eine, auf dem Absaugport (5) befestigte Dichtscheibe (8) ein Abflussdrain (1) verschiebbar montiert ist und durch eine Sekretleitung (11) im Absaugport (5) Randsekret (6) und Wundsekret (14) durch den Abflussdrain (1) und durch die Sekretleitung (11) abgesaugt wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Absaugport, der das Wundsekret, welches an den Drainagemitteln an der Wandung heraustritt und den Wundrand benetzt, absaugt. Ein Kriterium beim Austritt der Drainagemittel aus einer Wunde ist die Abdichtung der Drainagemittel. Bei unzureichender Abdichtung sickert Wundsekret aus der Wandung des Drainagemittels nach außen. Die Haut wird benetzt, eventuelle Klebeflächen werden durch das Sekret gelöst und Keime auf der Haut gebildet. Eine unmittelbare Absaugung erhöht die Qualität der Wundbehandlung und verringert die Infektionsgefahr an der Wundöffnung.
  • Es ist eine häufige Aufgabenstellung in der Medizin, Wundflüssigkeiten abzusaugen. Insbesondere ist bei tiefen, großen und dabei insbesondere von infizierten Oberflächenwunden die bislang übliche Praxis, in die Wunde eine Wundauflage, die nicht mit dem Gewebe verwachst, einzulegen. Auf diese Wundauflage bringt der Mediziner eine erste Lage Mull auf, in die dann von Hand ein Drainageschlauch, teilweise mehrfach gewunden, aufgelegt wird und dieser abermals mit einer zweiten Lage Mull abgedeckt und anschließend die gesamte Wundstelle mit einem Pflaster überklebt wird. Das Ende des Drainageschlauches wird dann mit einem Unterdruck beaufschlagt, wodurch die Wundflüssigkeit abgesaugt werden kann. Neben der langen Dauer der zur Verlegung vorstehend beschriebener Mittel benötigen Zeit, erfordert diese Vorgehensweise auch ein erhebliches Geschick des die Wunde versorgenden Mediziners, weil während der Wundversorgung alle separat eingelegten Vorrichtungsbestandteile zu fixieren sind, was häufig nicht durch eine Person allein bewerkstelligt werden kann.
  • Eine andere Art von Wundauflagen, die insbesondere für die Vakuumwundbehandlung entwickelt wurden, ist bspw. in DE 601 18 546 T2 beschrieben. Die dort beschriebene Wundauflage bedingt zum einen, einen relativ hohen Fertigungsaufwand und ist zum anderen nicht ohne weiteres an unterschiedliche Wundgröße anpassbar. Um eine Vakuumbehandlung durchzuführen, bedarf diese Lösung zum anderen weiterer relativ kompliziert ausgeführter zusätzlicher Auflagen und in der Regel glockenartiger Abschlüsse der Wunde, an die ein externer Vakuumanschluss angebracht wird. Solche, die Hautoberfläche weit überragende Bauformen schränken die Bewegungsfreiheit des Patienten erheblich ein und erzeugen darüber hinaus unangenehme zusätzliche Druckbelastungen.
  • Vorstehend skizzierte Behandlung derartiger Wunden unter Unterdruckbeaufschlagung ist ein seit vielen Jahren praktiziertes Verfahren, das die Heilung auch tiefer und großflächiger Wunden durch permanenten Wundreiz positiv beeinflusst. Diese Art der Vakuumwundbehandlung ist bspw. in DE 694 25 881 T3 , DE 692 29 940 T2 und DE 692 24 847 T3 ausführlich beschrieben, weshalb hier nur darauf verwiesen werden soll.
  • Darüber hinaus existiert eine Vielzahl weiterer Lösungen, die hier jedoch nur beispielhaft aufgeführt werden sollen, weil sie weiter entfernt liegende technische Lösungen betreffen. So ist aus US 6,695,824 B2 eine Wundverbandabdeckung für äußere flache Wunden bekannt, die aus zwei Schichten besteht, wobei die erste Schicht direkt auf die Wunde aufgelegt wird und die zweite Schicht eine nach außen wirkende Feuchtigkeitssperre aufweist. Zwischen den genannten Schichten sind mehrere schlauchartige Zuführleitungen vorgesehen, die eine Feuchtigkeitsversorgung der Wunde gewährleisten. Für den Einsatz im Rahmen einer Wundbehandlung tiefer, schlecht heilender Wunden unter Zuhilfenahme der Technik der Vakuumwundbehandlung ist vorstehend genannte Wundverbandabdeckung jedoch nicht konzipiert und auch nicht geeignet, weil eine vakuumdichte Herausführung der teilweise mehrfach vorgesehenen Schläuche aus dem Wundbereich praktisch unmöglich ist. Das gleiche trifft für vielfältige Vorrichtungen zur Absaugung von Wundsekreten aus Körperhöhlen zu, wie z. B. in EP 1 764 127 A1 beschrieben.
  • Weiterhin ist in der EP 2008/003251 eine Flachdrainage mit einem Ableitungsschwanz und in der GB 20 2011 104 078.3 eine Labyrinthdrainage beschrieben.
  • Die meist genannten Lösungen haben das Problem der Beseitigung des am platzierten Drains heraussickernden Wundsekretes nicht gelöst. Vorliegender Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Absaugport anzugeben, welcher das Randsekret am platzierten Drain so absaugt, dass die Wundränder und die Wundumgebung nicht mit Wundsekret benetzt werden und gleichzeitig das Wundsekret mittels platziertem Drain aus der Wunde abgesaugt wird. Dabei kann je nach technischer Ausführung Randsekret mittels Absaugport und Wundsekret mittels Drain mit einem oder separat mit zwei Vakuumgeräten abgesaugt werden.
  • Die Aufgabe der Erfindung wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der nachgeordneten Ansprüche.
  • Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass ein sehr flexibler Absaugport mittels Klebeschicht über den Wundausgang fixiert wird und der Drain, durch einen auf dem Port befestigten Abdichtring gleitend, verschiebbar ist. Somit kann durch eine Sekretleitung im Absaugport Randsekret und durch den Drain Wundsekret abgesaugt werden.
  • Die Erfindung soll nachstehend anhand von mehreren unterschiedlichen Ausführungsbeispielen näher dargestellt werden.
  • Es zeigen:
  • 1: Absaugport rund mit Sekretleitung und Dichtscheibe
  • 2: Absaugport rund mit Sekretleitung
  • 3: Absaugport rechteckig mit Sekretleitung
  • 4: Absaugport rund mit Abdichtbuchse.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    Abflussdrain
    2
    Wundrand
    3
    Wunde
    4
    Labyrinth
    5
    Absaugport
    6
    Randsekret
    7
    Klebeschicht
    8
    Dichtscheibe
    9
    Dichtung
    10
    Dichtring
    11
    Sekretleitung
    12
    Pumpenanschluss
    13
    Vakuumpumpe
    14
    Wundsekret
    15
    Haltescheibe
    16
    Perforation
    17
    Port
    18
    Rechteckdrain
    19
    Auffanggefäß
    20
    Buchse
    21
    Drehteil
    22
    Abdichtring
  • Die Erfindung soll vom Grundprinzip her zunächst anhand der 1 näher beschrieben werden, die schematisch einen Schnitt repräsentiert. Die 1 zeigt ein Drainagemittel als Abflussdrain (1), der in einer Wunde (3) platziert ist und beim Ausgang aus der Wunde (3) einen Wundrand (2) bildet, aus dem Randsekret (6) sickert und den Wundrand (2) sowie die Wundumgebung benetzt. Über die Wunde (3) und über den Wundrand (2) wird mittels Klebeschicht (7) ein Absaugport (5) mit einer mittels Klebeschicht (7) aufgeklebten Dichtscheibe (8) geklebt. In der Dichtscheibe (8) ist der Abflussdrain (1) platziert. Das Randsekret (6) wird durch das Labyrinth (4) im Absaugport (5) und die Sekretleitung (11) mit Vakuum abgesaugt. Dadurch bleiben die Wundumgebung und der Wundrand (2) trocken. Eine Infektion wird vermieden und ein Lösen der Klebeschicht (7) durch das Randsekret (6) wird behindert. Das Wundsekret (14) wird durch den Abflussdrain (1) abgesaugt. Das Randsekret (6) wird durch den Absaugport (5) abgesaugt. Eine zusätzliche Haltescheibe (15) fixiert den Abflussdrain (1) nach Platzierung in der Wunde (3). Durch die Anwendung einer Fließmatte als Labyrinth (4) kann der Absaugport sehr flexibel und flach gefertigt werden.
  • In der 2 werden das Randsekret (6) und das Wundsekret (14) durch die Sekretleitung (11) mittels Vakuum abgesaugt, da das Ende des Abflussdrains (1) mit Perforation (16) im Port (17) platziert ist. Durch die Anwendung einer Haltescheibe (15) wird der platzierte Abflussdrain (1) fixiert.
  • Die 3 zeigt die Anwendung eines Rechteckdrains (18) in einer rechteckigen Dichtscheibe (8) und einem rechteckigen Port mit passiver Ableitung des Wundsekretes (14) in ein Auffanggefäß (19) sowie die Anwendung des rechteckigen Ports mit aktiver Absaugung des Randsekretes (6) durch Vakuum (13).
  • Die besondere Fixierung des Abflussdrains (1) in der Dichtscheibe (8) wird mittels Buchse (20), Drehteil (21) und Abdichtring (22) in der 4 gezeigt.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • DE 60118546 T2 [0003]
    • DE 69425881 T3 [0004]
    • DE 69229940 T2 [0004]
    • DE 69224847 T3 [0004]
    • US 6695824 B2 [0005]
    • EP 1764127 A1 [0005]
    • EP 2008/003251 [0006]
    • GB 202011104078 [0006]

Claims (14)

  1. Absaugport (5) für die Absaugung von Wundsekret (14) an Wundrändern (2), welches bei Drainagemitteln, die aus Wunden (3) herausragen, abgesaugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass durch einen Absaugport (5) mit Labyrinth (4), durch eine, auf dem Absaugport (5) befestigte Dichtscheibe (8) ein Abflussdrain (1) verschiebbar montiert ist und durch eine Sekretleitung (11) im Absaugport (5) Randsekret (6) und Wundsekret (14) durch den Abflussdrain (1) und durch die Sekretleitung (11) abgesaugt wird.
  2. Absaugport nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Absaugport (5) über der Wunde (3) mittels Klebeschicht (7) befestigt wird.
  3. Absaugport nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Labyrinth (4) eine Fließmatte ist.
  4. Absaugport nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Labyrinth (4) eine Noppenfolie ist.
  5. Absaugport nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Abflussdrain (1) und Sekretleitung (11), verbunden über eine Vakuumpumpe (13), versorgt werden.
  6. Absaugport nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wundsekret (14) separat durch den Abflussdrain (1) und Randsekret (6) durch die Sekretleitung (11) abgesaugt wird.
  7. Absaugport nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (9) um den Abflussdrain (1) so flexibel ist, dass der Abflussdrain (1) verschiebbar ist.
  8. Absaugport nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abflussdrain (1), mit Perforation (16) und Sekretleitung (11) im Absaugport (5) platziert, Randsekret (6) und Wundsekret (14) durch die Sekretleitung (11) absaugt.
  9. Absaugport nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Haltescheibe (15) die Verschiebung des Abflussdrains (1) aus der Wunde (3) verhindert.
  10. Absaugport nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (9) rechteckig ist.
  11. Absaugport nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Buchse (20) mit Abdichtring (22) und Drehteil (21) den Abflussdrain (1) abdichtet und fixiert.
  12. Absaugport nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Sekretleitung (11) Flüssigkeiten zur Heilung und Desinfektion des Wundrandes (2) geleitet werden.
  13. Absaugport nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Sekretleitung (11) Gase zur Heilung des Wundrandes (2) geleitet werden.
  14. Absaugport nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Wundsekret (14) durch den Rechteckdrain (18) passiv in ein Auffanggefäß (19) und Randsekret (6) aktiv durch die Sekretleitung (11) abgeleitet wird.
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