DE202009008221U1 - Verstellbare Sattelstütze - Google Patents
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Abstract
Vorrichtung zur Veränderung der Position des Sattels (9) eines Fahrzeuges, vorzugsweise eines Fahrrades, die zwei Schenkel (1) und (2) aufweist, die jeweils an einem Ende drehbar an einem fest mit dem Fahrrad verbundenen Teil (5) gelagert sind, z. B. einem im Sitzrohr des Fahrradrahmens festgeklemmten Sattelrohrs, und an ihrem anderen Ende an einem mit dem Sattel (9) verbundenem Teil (8) so gelagert sind, dass sie in etwa zwei gegenüberliegende Seiten eines Parallelogramms bilden und die durch ein Federelement (18) in die Position gebracht werden, bei der der Sattel (9) seine höchste Position hat. Dabei stehen die Schenkel (1) und (2) etwa parallel zu der Achse eines Sattelrohres, gekennzeichnet dadurch, dass
Ein Feststellelement, das schwenkbar an einem der Schenkel (1) oder (2) oder einem mit diesem Schenkel verbundenen Teil angebracht ist Rastpunkte (11) und (12) aufweist, in die ein Rastmechanismus (16), der an dem anderen Schenkel (2) oder (1) befestigt...
Ein Feststellelement, das schwenkbar an einem der Schenkel (1) oder (2) oder einem mit diesem Schenkel verbundenen Teil angebracht ist Rastpunkte (11) und (12) aufweist, in die ein Rastmechanismus (16), der an dem anderen Schenkel (2) oder (1) befestigt...
Description
- Bei Fahrrad Cross Country Fahrradfahrten besteht beim bergab Fahren ab einem bestimmten Neigungswinkel die Gefahr dass der Körperschwerpunkt soweit vorverlagert wird, dass der Fahrer über das Vorderrad kippt. Um dem entgegenzuwirken kann der Sattel tiefer gestellt werden. Das Verstellen der Sattelhöhe beim Wechsel zwischen Gefälle und Anstieg erfordert üblicherweise Anhalten und Absteigen. Um diese Zeit zu sparen wurden Sattelstützen entwickelt, die teleskopartig zusammengeschoben werden können, z. B. beschrieben in
WO2004023937 . Eine Pneumatik oder eine mechanische Feder bewirkt das Wiederausfahren. Die Konstruktion kann in den verschiedenen Positionen verriegelt werden. Die Verriegelung kann durch einen Hebel am Sattelrohr oder beispielsweise über einen Bowdenzug am Lenker betätigt werden. - Bei den üblichen Fahrradrahmenkonstruktionen führt das Verkürzen der Sattelrohrlänge zu einer Verlagerung des Körperschwerpunktes nach unten und etwas noch vorne. Wünschenswert wäre eine Verlagerung der Sitzposition nach unten und hinten beim Bergaubfahren und nach oben und vorne beim Bergauffahren. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Neigung des Sattels, die in der Position zum optimalen Fahren in der Ebene nahezu waagerecht ist, in der Position unten-hinten zum Bergabfahren etwas nach hinten abschüssig geneigt ist und in der Position oben-vorne zum Berganfahren etwas nach vorne abschüssig geneigt ist. Cross Country Wettkampffahrer verlassen oft bei Abfahrten den Sattel und hocken frei hinter dem unverstellten Sattel, um ihren Körperschwerpunkt nach unten-hinten zu verlagern. Das erfordert viel Übung, ist kraftraubend und der Sattel stellt dann ein Verletzungsrisiko dar. In
wird eine Konstruktion beschrieben, bei der ein kurvenförmiges Sattelrohr in einem kurvenförmigen Führungsrohr verschoben werden kann. Das Führungsrohr ist so angeordnet, dass Sattelposition und Sattelneigung beim Verschieben des Sattelrohres im Führungsrohr sich etwa wie gewünscht verändern. Allerdings ist, bedingt durch die notwendige Führungslänge, die hintere unterste Position des Sattels noch sehr hoch. InWO 9839201 DE 19832305 wird eine federnde Sattelstütze beschrieben, die zwei Schenkel aufweist, die zwei gegenüberliegende Seiten eines Parallelegramms bilden, und die an Ihren Enden drehbar gelagert mit einem Sattelrohr bzw. dem Sattelhalter verbunden sind. Ein etwa in einer Diagonale des Parallelogramms angeordnetes elastisches Element drückt das Parallelogramm in die Stellung, bei der der Sattel die höchste Position hat und gestattet durch elastische Verkürzung das Abfedern des Sattels wobei sich die Winkel des Parallelogramms nur geringfügig ändern. - Durch folgende erfindungsgemäße Konstruktion soll die Sattelposition wahlweise nach unten und hinten oder oben und vorne verstellt werden können wobei die Sattelneigung sich so verändert, wie es für die jeweilige Position optimal ist. Die Konstruktion weist folgende Merkmale auf:
Zwei Schenkel sind jeweils an einem Ende drehbar an einem fest mit dem Fahrrad verbunden Teil, z. B. einem im Sitzrohr des Fahrradrahmens festgeklemmten Sattelrohr, und an ihrem anderen Ende an einem mit dem Sattel verbundenem Teil so gelagert, dass sie in etwa zwei gegenüberliegende Seiten eines Parallelogramms bilden. - Ein Federelement wirkt so auf die Schenkel, dass sie in die Position gebracht werden, bei der der Sattel seine höchste Position hat. Dabei stehen die Schenkel etwa parallel zu der Achse eines Sattelrohres.
- Ein Feststellelement, das schwenkbar an einem der Schenkel oder einem mit diesem Schenkel verbundenen Teil angebracht ist weist Rastpunkte auf, in die ein Rastmechanismus, der an dem anderen Schenkel befestigt ist und der beispielsweise durch einen Hebel am Lenker über einen Bowdenzug betätigt wird, einrasten kann. Ein Rastpunkt ist so angebracht, dass die Konstruktion bei der höchsten Sattelstellung fixiert werden kann. Ein weiterer Rastpunkt ist so angebracht, dass die Konstruktion in einer Stellung, bei der die Schenkel von dem fest mit dem Fahrrad verbundenen Teil aus nach hinten unten geschwenkt sind, fixiert werden kann. Weitere Rastpunkte zwischen den beiden Rastpunkten für die Endstellungen der Konstruktion sind möglich.
- Der Abstand der beiden Lagerpunkte des Schenkels der sich in der höchsten Position des Sattels hinten befindet, ist etwas kürzer als Abstand der beiden Lagerpunkte des anderen Schenkels. Das bewirkt, dass der Sattel in der Position unten-hinten etwas nach hinten abschüssig geneigt ist, und damit eine für die Bergabfahrt in dieser Sitzposition günstigere Neigung hat als in der Position oben-vorne.
- Anhand von Ausführungsbeispielen soll die Erfindung näher erläutert werden.
-
1 zeigt eine erfindungsgemäße Konstruktion in einer Zwischenstellung zwischen der Sattelstellung oben-vorne, wie sie in2 dargestellt ist und der Sattelstellung unten-hinten, wie sie in3 dargestellt ist. - Die Schenkel
1 und2 sind mittels der Lager3 und4 schwenkbar mit dem im Sitzrohr eines Fahrrades befestigtem Sattelrohr5 verbunden und mittels der Lager6 und7 schwenkbar mit dem mit einem Sattel fest verbundenen Sattelrohrstück8 verbunden. - Ein elastisches Element in Form einer Haarnadelfeder
18 drückt die Lager3 und7 stets aufeinander zu. Ein Feststellelement10 ist schwenkbar in der Nähe des Lagers7 angebracht. Es weist Raststellen11 und12 auf, in die ein an dem Schenkel1 angebrachter Rastmechanismus16 einrasten kann. Der Rastmechanismus wird vom Fahrradlenker aus über einen Bowdenzug betätigt.2 zeigt die Konstruktion in der Stellung, bei der die Haarnadelfeder18 das Lager7 soweit zum Lager3 gedrückt hat, dass der der Sattel9 die höchste und vorderste Position hat. Der Rastmechanismus ist in die Raststelle11 des Feststellelementes10 eingerastet. Durch die Berührung der Schenkel1 und2 ist ein Anschlag für die höchste vorderste Stellung des Sattels9 gegeben. Nach Ausrasten des Rastmechanismus16 kann der Sattel9 durch das Körpergewicht des Fahrers gegen die Kraft der Haarnadelfeder18 in die Position gebracht werden, wie sie in3 dargestellt ist. Der Rastmechanismus16 wird dann in den Rastpunkt12 des Feststellelementes10 eingerastet und fixiert damit den Sattel in dieser Position, bei der der Körperschwerpunkt des Fahrers deutlich nach hinten unten verlagert ist. Das Feststellelement10 weist einen weiteren Rastpunkt14 auf, mit dem es in der Sattelposition unten-hinten formschlüssig in eine an dem Sattelrohr5 angebrachte Ausformung15 einrastet, damit ein weiteres Absenken des Sattels9 verhindert und Kräfte, die durch das Körpergewicht auf die Konstruktion wirken, von dem Festellelement10 aufgenommen. Durch den kleineren Abstand der Schwenklagestellen des Schenkel2 voneinander als beim
Schenkel1 hat der Sattel beim Abschwenken eine Neigung nach hinten eingenommen, wie sie beim Bergabfahren mit dieser Sattelposition optimal ist. - In einer weiteren Ausführung der Erfindung, in
4 dargestellt, weist das Feststellelement10 mindestens einen weiteren Rastpunkt17 auf. Der Sattel9 ist in einer Position so weiter nach vorn verschoben an dem Teil8 befestigt dass, wenn der Rastmechanismus16 in den Rastpunkt17 eingerastet ist, der Sattel die Normalposition bei einem herkömmliche Fahrrad hat. Die Position, die der Sattel hat, wenn der Rastmechanismus16 in den Rastpunkt11 eingerastet ist, ist dann vor der Normalposition, was eine beim Berganfahren gewünschte Verlagerung des Körperschwerpunktes des Fahrer nach vorne bewirkt. - In einer weiteren Ausführung der Erfindung, dargestellt in
5 , wird die Verstellung der Sattelposition nach unten und hinten durch die Berührung der Schenkel1 und2 begrenzt -
- 1
- vorderer schwenkbarer Schenkel
- 2
- hinterer schwenkbarer Schenkel
- 3
- Schwenklager
zwischen Schenkel
1 und Sattelrohr5 - 4
- Schwenklager
zwischen Schenkel
2 und Sattelrohr5 - 5
- Sattelrohr, im Fahrradramen befestigt
- 6
- Schwenklager
zwischen Schenkel
1 und Sattelhalter8 - 7
- Schwenklager
zwischen Schenkel
2 und Sattelhalter8 - 8
- Sattelhalter
- 9
- Sattel
- 10
- Feststellelement
- 11
- Rastpunkt für die oberste Sattelstellung
- 12
- Rastpunkt für die unterste Sattelstellung
- 13
- Schwenklager
zwischen Feststellelement
10 und Sattelhalter8 - 14
- Ausformung für die unterst Begrenzung der Sattelstellung
- 15
- Aufnahme
für die Ausformung
14 am Sattelrohr5 - 16
- Rastmechanismus
- 17
- Zusätzlicher Rastpunkt
- 18
- Haarnadelfeder
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - WO 2004023937 [0001]
- - WO 9839201 [0002]
- - DE 19832305 [0002]
Claims (1)
- Vorrichtung zur Veränderung der Position des Sattels (
9 ) eines Fahrzeuges, vorzugsweise eines Fahrrades, die zwei Schenkel (1 ) und (2 ) aufweist, die jeweils an einem Ende drehbar an einem fest mit dem Fahrrad verbundenen Teil (5 ) gelagert sind, z. B. einem im Sitzrohr des Fahrradrahmens festgeklemmten Sattelrohrs, und an ihrem anderen Ende an einem mit dem Sattel (9 ) verbundenem Teil (8 ) so gelagert sind, dass sie in etwa zwei gegenüberliegende Seiten eines Parallelogramms bilden und die durch ein Federelement (18 ) in die Position gebracht werden, bei der der Sattel (9 ) seine höchste Position hat. Dabei stehen die Schenkel (1 ) und (2 ) etwa parallel zu der Achse eines Sattelrohres, gekennzeichnet dadurch, dass Ein Feststellelement, das schwenkbar an einem der Schenkel (1 ) oder (2 ) oder einem mit diesem Schenkel verbundenen Teil angebracht ist Rastpunkte (11 ) und (12 ) aufweist, in die ein Rastmechanismus (16 ), der an dem anderen Schenkel (2 ) oder (1 ) befestigt ist und der beispielsweise durch einen Hebel am Lenker über einen Bowdenzug betätigt wird, einrasten kann. Ein Rastpunkt (10 ) ist so angebracht, dass die Konstruktion bei der höchsten Sattelstellung fixiert werden kann. Ein weiterer Rastpunkt (12 ) ist so angebracht, dass die Konstruktion in einer Stellung, bei der die Schenkel (1 ) und (2 ) von dem fest mit dem Fahrrad verbundenen Teil (5 ) aus nach hinten unten geschwenkt sind, fixiert werden kann. Der Abstand der beiden Lagerpunkte des Schenkels (2 ) der sich in der höchsten Position des Sattels hinten befindet etwas kürzer ist als Abstand der beiden Lagerpunkte des anderen Schenkels. Das Feststellelement (10 ) zwischen den Rastpunkten (11 ) und (12 ) weitere Rastpunkte zur Fixierung durch den Rastmechanismus (16 ) aufweist. Der Verstellbereich des Sattels (9 ) nach oben-vorne durch Berührung der Schenkel (1 ) und (2 ) begrenzt wird. Der Verstellbereich des Sattels (9 ) nach unten hinten durch Berührung der Schenkel (1 ) und (2 ) begrenzt wird
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| DE200920008221 DE202009008221U1 (de) | 2009-06-10 | 2009-06-10 | Verstellbare Sattelstütze |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE200920008221 DE202009008221U1 (de) | 2009-06-10 | 2009-06-10 | Verstellbare Sattelstütze |
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| DE202009008221U1 true DE202009008221U1 (de) | 2009-09-17 |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE202009008221U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2514659A1 (de) | 2011-04-20 | 2012-10-24 | Marius Lötscher | Verstellvorrichtung für einen Fahrradsattel |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1998039201A1 (en) | 1997-03-06 | 1998-09-11 | Rami Bonen | Bicycle seat |
| DE19832305A1 (de) | 1998-07-17 | 2000-01-20 | Jochen Klieber | Sattelstütze |
| WO2004023937A1 (en) | 2002-09-10 | 2004-03-25 | Soong Bok Lee | Height-adjusters for saddles of bicycles |
-
2009
- 2009-06-10 DE DE200920008221 patent/DE202009008221U1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (3)
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| WO1998039201A1 (en) | 1997-03-06 | 1998-09-11 | Rami Bonen | Bicycle seat |
| DE19832305A1 (de) | 1998-07-17 | 2000-01-20 | Jochen Klieber | Sattelstütze |
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| R207 | Utility model specification |
Effective date: 20091022 |
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| R156 | Lapse of ip right after 3 years |
Effective date: 20130101 |