DE202008011429U1 - Dichtungsband - Google Patents
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Abstract
Dichtungsband (1) zur Abdichtung zwischen einem Rahmenbauteil, bspw. einem Fensterrahmen (8) und einem Mauerwerk, mit einer Klebeverbindbarkeit zum Rahmenbauteil hin, vorzugsweise in Form eines Selbstklebestreifens (3), wobei das Dichtungsband (1) sich einteilig durchgehend von der Maueraußenseite, vorbei an dem Rahmenbauteil bis hin auf die Mauerinnenseite erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungsband (1) über seine Breite (B) homogen gleichartig ausgebildet ist, mit einem sich in Abhängigkeit der Feuchtigkeit selbst einstellenden Dampfdiffusionswiderstand.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Dichtungsband zur Abdichtung zwischen einem Rahmenbauteil, bspw. einem Fensterrahmen, und einem Mauerwerk, mit einer Klebeverbindbarkeit zu dem Rahmenbauteil hin, vorzugsweise in Form eines Selbstklebestreifens, wobei das Dichtungsband sich einteilig durchgehend von der Maueraußenseite, vorbei an dem Rahmenbauteil bis hin auf die Mauerinnenseite erstreckt.
- Derartige Dichtungsbänder sind bereits in verschiedenen Ausgestaltungen bekannt geworden. Beispielsweise ist auf die
EP 1 433 917 A1 zu verweisen. Bei den vorbekannten Dichtungsbändern sind zur Erfüllung der einschlägigen Normen längsmittig Dichtungsbänder unterschiedlicher Dampfdiffusionswiderstände miteinander zu einem einteiligen Dichtungsband verbunden. Ein der Innenseite des Gebäudes zugewandter Teil des Dichtungsbandes soll hierbei eine höhere Dampfdichtigkeit aufweisen als der der Außenseite zugewandte Teil des Dichtungsbandes. Die vorbekannten, derart zusammengesetzten Dichtungsbänder haben den Vorteil, dass bei zutreffendem Einbau, wobei auch bspw. eine farbliche Hilfe am Dichtungsband gegeben sein kann, durchgehend, etwa über eine Fensteröffnung, die normmäßig vorgeschriebene unterschiedliche Abdichtung erreicht ist. Andererseits ist es bereits bekannt geworden, siehe etwaDE 102 39 985 B4 , ein Dichtungsband zur Anwendung als Innen-Dichtungsband oder zur Anwendung als Außen-Dichtungsband so auszubilden, dass eine selbsttätige Regulierung des Dampfdiffusionswiderstandes eintritt. Es ist nicht mehr erforderlich, hinsichtlich Außen- und Innenseite zu unterscheiden. Das selbe Dichtungsband kann daher wahlweise außen oder innen angeordnet werden. - Ausgehend von dem beschriebenen Stand der Technik beschäftig sich die Erfindung mit der Aufgabe, ein sich einteilig durchgehend von der Maueraußen seite zur Mauerinnenseite erstreckendes Dichtungsband anzugeben, das möglichst günstig verarbeitbar ist.
- Diese Aufgabe ist gemäß einem ersten Vorschlag beim Gegenstand des Anspruches 1 gelöst, wobei darauf abgestellt ist, dass das Dichtungsband über seine Breite homogen gleichartig ausgebildet ist, mit einem sich in Abhängigkeit der Feuchtigkeit selbst einstellenden Dampfdiffusionswiderstand. Erfindungsgemäß ist eine von Einzelbändern her bekannte Eigenschaft für Dichtungsbänder, in Abhängigkeit der Feuchtigkeit einen selbst einstellenden Dampfdiffusionswiderstand aufzuweisen, für ein sich durchgehend von der Maueraußenseite bis zur Mauerinnenseite, unter mittiger Verbindung mit dem Rahmenbauteil, erstreckendes Dichtungsband genutzt. Über die Tiefe des Mauerwerks stellt sich jeweils ein gewünschter und nach den Normen erforderlicher Dampfdiffusionsdurchlässigkeitswert ein. Es gibt keinen „Sprungübergang” wie bei einem zusammengesetzten Dichtungsband. Entsprechend ist es auch nicht erforderlich, dass die Verbindung mit dem Rahmenbauteil in einem ganz bestimmten Breitenabschnitt des Dichtungsbandes erfolgt. Es ist nur erforderlich, dass in einem bestimmten Breitenbereich zusätzlich – einseitig – die Selbstklebeschicht vorgesehen ist. Die Verarbeitung ist einfach. Es braucht nur die Klebeverbindung zum Rahmenbauteil hergestellt zu werden. Am Mauerwerk kann am Dichtungsstreifen auch wenn gewünscht ein- oder beidseitig, d. h. zugeordnet der Innen- und/oder Außenseite, eine Klebemasse, hier bspw. eine Bitumenklebemasse, vorgesehen sein. Es kann aber auch ein Einputzen bspw. in das Mauerwerk erfolgen. Aufgrund der homogenen Gestaltung des Dichtungsbandes über seine gesamte Breite und der nur gering oder praktisch nicht, wenn vorgesehen, auftragenden Selbstklebeschicht zur Verbindung mit dem Rahmenbauteil, ist zugleich auch eine gute Rollbarkeit des Dichtungsbandes gegeben. Das Dichtungsband selbst (ohne die Selbstklebeschicht) besitzt über die gesamte Breite dieselbe Querschnittsstruktur.
- Das Dichtungsband ist bevorzugt außenseitig, d. h. auf der dem Rahmenbauteil im Einbauzustand zugewandten Seite, überputzbar ausgebildet. Dies kann dadurch erreicht sein, dass das Dichtungsband außenseitig bzw. auf der dem Rahmenbauteil zugewandten Seite eine Vlieslage aufweist. Innenseitig bzw. der Mauerseite zugewandt kann das Dichtungsband eine Kunststofflage aufweisen. Die angesprochene Selbstklebeschicht zur Verbindung mit dem Rahmenbauteil kann vliesseitig auf dem Dichtungsband aufgebracht sein.
- Weiter weist das Dichtungsband bevorzugt einen zur Verhaftung mit dem Rahmenbauteil dienenden Selbstklebestreifen auf. Dieser Selbstklebestreifen ist daher geeigneterweise auf der Vlieslage aufgebracht.
- Bevorzugt ist der Selbstklebestreifen der Längsmitte des Dichtungsbandes zugeordnet vorgesehen.
- Eine geeignete Breite des Selbstklebestreifens liegt bei 5 bis 50 mm, vorzugsweise bei 10 bis 30 mm.
- Entsprechend erstreckt sich der Selbstklebestreifen in dem vorstehend angeführten Beispiel ausgehend von der Längsmittellinie des Dichtstreifens zu einer Seite hin um 2,5 bis 25 mm.
- Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann der Selbstklebestreifen aber bezüglich der Längsmitte auch versetzt angeordnet sein, so dass er näher der einen Längsrandkante des Dichtungsbandes ist als der gegenüberliegenden Längsrandkante des Dichtungsbandes. Das Versetzungsmaß kann 10 bis 100 mm, vorzugsweise 10 bis 70 mm betragen.
- Gemäß einer weiteren möglichen Ausführungsform können auch zwei Selbstklebestreifen vorgesehen sein, die durch einen dazwischen befindlichen kleb stofffreien Bereich voneinander gesondert sind. Im Einzelnen können diese Selbstklebestreifen, hinsichtlich deren Breitenerstreckung jeweils auch die vorstehend angegebenen Maße bevorzugt sind, bezüglich einer Längsmittellinie symmetrisch oder asymmetrisch vorgesehen sein. Bei asymmetrischer Anordnung, also Versetzung beider in gleicher Richtung, bevorzugt parallel, verlaufender Selbstklebestreifen zu einer Längsrandkante des Dichtungsbandes hin, ist in Breitenrichtung, wie auch grundsätzlich bei nur einem mittenversetzten Selbstklebestreifen, zu einer Längsrandkante hin ein größerer klebstofffreier Abstand gegeben als zur anderen Längsrandkante hin, wobei es auch möglich ist, dass der zweite Selbstklebestreifen mit der Längsrandkante außenseitig zusammenfällt.
- Der freie Abstand, in Breitenrichtung, zwischen zwei Selbstklebestreifen kann bevorzugt 1 bis 50 mm betragen.
- Soweit vor- und nachstehend Mauerwerk angesprochen ist, ist zu verstehen, dass dies auch eine Struktur aus Beton oder Holz beispielsweise einschließt. Die in einem Bauwerk üblichen Materialien zur Errichtung einer Wand können mit einem solchen Dichtungsband gegenüber einem Rahmenbauteil abgedichtet werden.
- Nachstehend ist die Erfindung des Weiteren anhand der beigefügten Zeichnung, die jedoch lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellt, erläutert. Hierbei zeigt:
-
1 ein Dichtungsband, schematisch perspektivisch zur Rolle aufgewickelt dargestellt; -
2 eine Ausschnittsvergrößerung aus der Darstellung gemäß1 ; -
3 ein Einbaubeispiel des Dichtungsbandes; -
4 eine vergrößerte Querschnittsdarstellung des Dichtungsbandes; -
5 eine Darstellung gemäß4 , einer weiteren Ausführungsform des Dichtungsbandes; und -
6 eine weitere Darstellung gemäß4 einer nochmals weiteren Ausführungsform des Dichtungsbandes. - Dargestellt und beschrieben ist, mit Bezug zur
1 , ein zu einer Rolle2 aufgewickeltes Dichtungsband1 . Das Dichtungsband1 weist eine Breite B auf, die ausreichend ist, wie im Einbaubeispiel gemäß3 dann auch im Einzelnen dargestellt, durchgehend von außen nach innen eine Abdichtung an einem Mauerwerk, unter Klebeverbindung mit einem mittleren Rahmenbauteil, vorzunehmen. Die Breite kann entsprechend bspw. zwischen 20 und 600 mm liegen, bevorzugt zwischen 75 und 500 mm. Längsmittig weist das Dichtungsband1 einen Selbstklebestreifen3 auf, der bezüglich der Rolle2 rolleninnenseitig angeordnet ist. Der Selbstklebestreifen3 ist mit einer Abdecklage4 versehen, die vor Einbau abgezogen wird. Im Einzelnen, wie aus2 und auch4 ersichtlich, ist der Selbstklebestreifen3 mit einem eingelegten Fadengitter5 verstärkt. Die Breite b des Selbstklebstreifens beträgt bspw. 5 bis 15 mm. - Wie insbesondere
4 zu entnehmen ist, ist das Dichtungsband1 insgesamt zweilagig, mit Ausnahme des Selbstklebstreifens, ausgebildet. Wobei selbstklebestreifenseitig eine Vlieslage6 vorgesehen ist und gegenüberliegend eine Kunststofflage7 . Diese Vlieslage dient zur besseren Überputzbarkeit, während die Kunststofflage7 die gewünschte Dampfdiffusionsdurchlässigkeit erbringt. In der Darstellung gemäß4 ist zur besseren Verdeutlichung das Fadengitter5 des Selbstklebstreifens als Lage oberhalb des eigentlichen Selbstklebestrei fens3 dargestellt. In der Praxis ist die Gitterlage in den Selbstklebestreifen3 eingedrückt, so dass sich keine derart scharfe Lagentrennung ergibt. - Das Einbaubeispiel gemäß
3 zeigt einen Fensterrahmen8 , an welchem das Dichtungsband1 mittels des genannten Selbstklebestreifens3 außenseitig, d. h. dem Mauerwerk9 zugewandt befestigt ist. Innenseitig ist über dem Dichtungsband1 eine Putzschicht10 aufgetragen. Außenseitig ist eine Dämmlage11 vorgesehen, die mit einem Außenputz12 versehen ist. - Bei der Ausführungsform der
5 weist das Dichtungsband zwei Selbstklebestreifen3 ,3' auf, die beim Ausführungsbeispiel bezüglich einer Längsmitte M (in dieser Querschnittsdarstellung gibt dies die Ebene wieder, in welcher sich die Längsmitte befindet) symmetrisch, d. h. mit gleichem Abstand a zu der Längsmitte M angeordnet sind. Nicht dargestellt ist, dass diese Selbstklebestreifen3 ,3' auch unsymmetrisch bezüglich der Längsmitte M angeordnet sein können. - Beim Ausführungsbeispiel der
5 sind weiter die beiden Selbstklebestreifen3 ,3' mit einer gemeinsamen Abdecklage13 abgedeckt. Dies erleichtert das Entfernen vor dem Einbau. Es könnten aber auch zwei gesonderte Abdecklagen13 vorgesehen sein. - Beim Ausführungsbeispiel der
6 ist der Selbstklebestreifen3 bezüglich der Längsmitte M des Dichtungsbandes1 versetzt zu einer Längsrandkante14 des Dichtungsbandes1 hin angeordnet. Dies kann etwa Bedeutung haben bei Mauern bezüglich deren Dicke das Rahmenbauteil nicht symmetrisch eingebaut ist. - Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollin haltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - EP 1433917 A1 [0002]
- - DE 10239985 B4 [0002]
Claims (9)
- Dichtungsband (
1 ) zur Abdichtung zwischen einem Rahmenbauteil, bspw. einem Fensterrahmen (8 ) und einem Mauerwerk, mit einer Klebeverbindbarkeit zum Rahmenbauteil hin, vorzugsweise in Form eines Selbstklebestreifens (3 ), wobei das Dichtungsband (1 ) sich einteilig durchgehend von der Maueraußenseite, vorbei an dem Rahmenbauteil bis hin auf die Mauerinnenseite erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungsband (1 ) über seine Breite (B) homogen gleichartig ausgebildet ist, mit einem sich in Abhängigkeit der Feuchtigkeit selbst einstellenden Dampfdiffusionswiderstand. - Dichtungsband nach Anspruch 1 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungsband (
1 ) außenseitig bzw. auf der dem Rahmenbauteil zugewandten Seite überputzbar ausgebildet ist. - Dichtungsband nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungsband (
1 ) außenseitig bzw. auf der dem Rahmenbauteil zugewandten Seite eine Vlieslage (6 ) aufweist. - Dichtungsband nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungsband (
1 ) innenseitig bzw. der Mauerseite zugewandt eine Kunststofflage (7 ) aufweist. - Dichtungsband nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungsband (
1 ) einen Selbstklebestreifen (3 ) aufweist. - Dichtungsband nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Selbstklebestreifen (
3 ) vliesseitig auf dem Dichtungsband aufgebracht ist. - Dichtungsband nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Selbstklebestreifen
3 der Längsmitte M zugeordnet vorgesehen ist. - Dichtungsband nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Selbstklebestreifen
3 bezüglich der Längsmitte M versetzt zu einer Längsrandkante14 angeordnet ist. - Dichtungsband nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass zwei voneinander gesonderte, gleichgerichtet verlaufende Selbstklebestreifen
3 vorgesehen sind.
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Publications (1)
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