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DE202008007403U1 - Halterung für elektronische Wegmesssonden - Google Patents

Halterung für elektronische Wegmesssonden Download PDF

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DE202008007403U1
DE202008007403U1 DE200820007403 DE202008007403U DE202008007403U1 DE 202008007403 U1 DE202008007403 U1 DE 202008007403U1 DE 200820007403 DE200820007403 DE 200820007403 DE 202008007403 U DE202008007403 U DE 202008007403U DE 202008007403 U1 DE202008007403 U1 DE 202008007403U1
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Abstract

Sondenhalterung für Wegmesssonden zur wiederholten Befestigung einer Trägerhülse (2) mit daran eingebauter Sonde (1) in einem Gehäuse (3), wobei die Trägerhülse längs ihrer Achse (7) Abschnitte mit Außengewinde (4) und mit zylindrischer Mantelfläche (5) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerhülse (2) ein durchgehendes Außengewinde (4) im hinteren sondenfernen Teil und einen daran anschließenden zylindrischen Abschnitt (5) im vorderen Teil aufweist und dass eine Adapterschraube (8) auf der Trägerhülse (2) aufgeschraubt ist, welche mit einem Außengewinde (9) in einer zylindrischen Gewindebohrung (10) des Gehäuses (3) oder einer mit dem Gehäuse starr und dicht verbundenen Gehäuseschraube (11) einschraubbar ist und welche mit einer außerhalb des Gehäuses (3) liegenden stirnseitigen Ringfläche (12), die auf einem größeren Durchmesser D als der Durchmesser d der Gewindebohrung (10) liegt, ausrichtbar ist, wobei zu einer zylindrischen Innenfläche (28) der Adapterschraube (8) in der Trägerhülse (2) oder zur zylindrischen Mantelfläche (5) der Trägerhülse (2) in der Adapterschraube...

Description

  • Die Erfindung handelt von einer Halterung für elektronische Wegmesssonden zur wiederholten Befestigung einer Trägerhülse mit daran eingebauter Sonde in einem Gehäuse, wobei die Trägerhülse Abschnitte mit Außengewinde und mit zylindrischer Mantelfläche aufweist.
  • Elektronische Wegmesssonden werden sowohl nach dem Wirbelstromprinzip (eddy current) als auch als kapazitiv messende Sonden seit Jahrzehnten für die Wegüberwachung in einer Trägerhülse mit Außengewinde angeboten, um sie über eine Verstellung am Gewinde in einen vorgegebenen Abstand zum Messobjekt zu bringen und dort festzusetzen. Für die am häufigsten im Einsatz befindlichen Wirbelstrom-Messsonden beträgt die Empfindlichkeit 8 mV/μ = 8 V/mm. 8 V ist auf der Kennlinie in etwa die Mitte des linearen Bereiches und sollte als Grundabstand eingestellt werden. Die Sonde muss also soweit eingeschraubt werden, bis die Messung 8 Volt anzeigt, und dann arretiert werden. Analog kann die Einschraubtiefe einer kapazitiven Messsonde entsprechend ihrer Charakteristik festgelegt werden. Ein typischer Hersteller für Messsonden nach dem Wirbelstromprinzip ist die Firma Bently Nevada, LLC in 1631 Bently Parkway South, Minden, Nevada, USA. Ein typischer Vertreter für die kapazitive Messung ist die Firma VibroSystM Inc., Jacques Cartier East Blvd., Longueuil (Montreal), Quebec, Canada J4N 1L7. Ein europäischer Vertreter für kapazitive Messsonden ist die Firma Baumer Electric AG, Hummelstr. 17, 8501 Frauenfeld, Schweiz.
  • Stets wird angestrebt, die Sonde von außen einstellbar zu machen; konstruktiv ist dies nicht immer möglich. In Fällen, bei denen die Sonde von außen in das Maschinengehäuse eingeschraubt ist, besteht die Forderung, dass die Durchführung öldicht sein muss. Die typische Einstellung ist ein Abstand zur Welle von ca. 1 mm. Das wegproportionale Spannungsignal ist dabei etwa 8 V.
  • In der Patentschrift EP 1 831 648 B1 ist ein Sondenhalterungssystem für die Messung von Wellenschwingungen gezeigt. Die Verstellung der Sonde erfolgt mit dem Außengewinde ihres Tragrohrs in einer Hülse mit Innengewinde, die im Maschinengehäuse in der Tiefe einer Gewindebohrung an ihrer äußeren Schulter mit einem Einschraubstutzen festgesetzt ist. Die Kontur der Gewindebohrung mit einer auf kleinem Durchmesser daran anschließenden Schrägfläche, die hohe Oberflächengüte und Genauigkeit für die Positionierung der Schulter und für einen Dichtring beansprucht, ist für die spanende Herstellung so komplex (zu wenig Platz für ein Verfahren eines universellen Werkzeuges in der Richtung der Schräge der Schrägfläche), dass dafür Spezialwerkzeuge und die Bearbeitung auf einem Bearbeitungszentrum notwendig sind.
  • Bestehende Anlagen sind fast immer mit einer konischen ¾''-NPT-Gewindebohrung für das Anbringen von Sondenhalterungen versehen, um über das konische NPT-Gewinde eine einfach herzustellende, öldichte Durchführung zu erreichen. Konische NPT-Gewinde haben den Nachteil, dass die Tiefenstellung vom maximal aufgebrachten Einschraubmoment abhängig ist und daher nicht genau wiederholbar ist. Eine so installierte Wegmesssonde muss daher in einem solchen System nach jedem Ausbau neu justiert werden.
  • Die Erfindung hat die Aufgabe die obigen Nachteile zu beseitigen. Dies wird mit den Kennzeichen des unabhängigen Anspruchs 1 erreicht, indem die Trägerhülse ein durchgehendes Außengewinde im hinteren, sondenfernen Teil und einen daran anschließenden zylindrischen Abschnitt im vorderen Teil aufweist und indem eine Adapterschraube auf der Trägerhülse aufgeschraubt ist, welche mit einem Außengewinde in einer zylindrischen Gewindebohrung des Gehäuses oder einer mit dem Gehäuse starr und dicht verbundenen Gehäuseschraube einschraubbar ist und welche mit einer außerhalb des Gehäuses liegenden, stirnseitigen Ringfläche, die auf einem größeren Durchmesser D als der Durchmesser d der Gewindebohrung liegt, ausrichtbar ist, wobei zu einem zylindrischen Abschnitt der Adapterschraube in der Trägerhülse oder zur zylindrischen Mantelfläche der Trägerhülse in der Adapterschraube ein erster Dichtring eingelassen ist, welcher radial dichtet und ein zweiter Dichtring in der stirnseitigen Ringfläche eingelassen ist, welcher in axialer Richtung auf einer ebenen Gegenfläche der Gehäuseschraube oder auf einer ebenen Gegenfläche des Gehäuses dichtet.
  • Ein wesentlicher Vorteil dieser einfachen und damit kostengünstigen Anordnung ist, dass sie praktisch an den meisten Anlagen, die für elektronische Messung von Abständen wie z. B. Wellenschwingung, Axialposition, Drehzahl oder Absolut-/Relativdehnung konzipiert sind, ohne Nacharbeit an dem Gehäuse der Maschine realisierbar ist, da eine ¾''-NPT-Gewindebohrung nahezu als Standard gilt. Die Standard-Sensorhalterungen sämtlicher namhafter Hersteller sind zum Einschrauben in ein ¾''-NPT-Gewinde gedacht. Auch ältere Anlagen wurden häufig mit ¾''-NPT-Gewindebohrungen versehen, so dass auch hier eine erfindungsgemäße Gehäuseschraube praktisch ohne Aufwand in die vorhandene Bohrung im Gehäuse geschraubt werden kann. Bei Neuanlagen kann auf eine Gehäuseschraube verzichtet werden, wenn eine entsprechende Gegenfläche zur Stirnfläche der Adapterschraube hergestellt werden kann. Im Gegensatz zur EP 1 831 648 B1 , die Mindestwandstärken am Gehäuse in der Größenordnung von etwa 30 mm voraussetzt, sind für den Einbau der erfindungsgemäßen Sondenhalterung keine Mindestwandstärken am Gehäuse vorgegeben, die über die aus mechanischen Gründen vorgegebene Mindest-Einschraubtiefe von Schrauben hinausgehen. Ein ¾''-NPT-Gewinde stellt bearbeitungstechnisch kein Risiko dar. Eine aufwendig bearbeitete Gehäusebohrung mit zusätzlichen Sitzen in der Tiefe der relativ engen Bohrung birgt ein hohes Ausschussrisiko – ganz abgesehen von den Schwierigkeiten der Qualitätskontrolle.
  • Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass mit dem Lösen der Adapterschraube alle Weichdichtungen mitgenommen werden und außerhalb der Maschine überprüft und ausgewechselt werden können.
  • Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Gehäuseschraube erst mit der Montage der Sonde am Gehäuse angebracht wird und dass die Oberfläche der Gegenfläche, welche zum zweiten Dichtring in der stirnseitigen Ringfläche der Adapterschraube dichtet, bis dahin von Arbeiten an der Maschine unbehelligt ist und jederzeit überprüft werden kann.
  • Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Gegenflächen an Adapterschraube oder Gehäusebohrung frei zugänglich sind, um einerseits mit einem Tiefenmaß einen Abstand I1 zur Wellenoberfläche zu messen und andererseits die stirnseitige Ringfläche der Adapterschraube mit einem Tiefenmaß von der Stirnfläche der Sonde anzufahren und eine um einen Sicherheitsabstand ΔI verminderte Länge I2 außerhalb der Maschine einzustellen, so dass in der Maschine ein Sondenabstand ΔI mit dem Anliegen der Adapterschraube auf der Gegenfläche erreicht wird. Da eine Schwingungsmessung eine relative Messung aus einer Nulllage heraus ist, spielt eine absolut genaue Nulllage der Sonde keine so große Rolle, solange auch bei extremer Auslenkung der Welle der Abstand noch im linearen Abschnitt des Messbereichs liegt. Ein Montageabstand ΔI ihrer Stirnfläche zur Wellenoberfläche von beispielsweise 1 mm +/–0,2 mm ist selbst mit einer Einstellung der Länge I2 außerhalb der Maschine erreichbar.
  • Die abhängigen Ansprüche 2 bis 15 stellen vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung dar.
  • Wenn die stirnseitige Ringfläche der Adapterschraube und deren Gegenfläche für die Ausrichtung der Achse der Trägerhülse bezüglich Winkelstellung verantwortlich sind, dann ist es von Vorteil, wenn beide Flächen einen großen Außendurchmesser D, beispielsweise D größer als das 1,3-fache vom Durchmesser d der Gewindebohrung des Gehäuses oder der Gehäuseschraube, aufweisen. Da beide Flächen frei zugänglich sind, können beide mit einfachen Mitteln genau hergestellt werden.
  • Dadurch, dass die Ansatzfläche für einen Schraubenschlüssel an der Adapterschraube auf einen minimalen Wert a, beispielsweise a kleiner als das 0,7-fache des Außendurchmessers D der stirnseitigen Ringfläche, ausgeführt wird, ist das manuell zu erzeugende Drehmoment aufgrund der unterschiedlichen Hebellänge wesentlich kleiner als mit einem für die Gehäuseschraube einsetzbaren Schraubenschlüssel der Schlüsselweite b, beispielsweise für b > 1,2D. Wird die Gehäuseschraube mit einer aushärtenden Dichtpaste eingeschraubt, so ist sowohl die Öldichtigkeit gewährleistet, als auch ausgeschlossen, dass sich die Gehäuseschraube löst, wenn die Adapterschraube an der kleinen Schlüsselweite a gelöst wird.
  • Die Vorzüge dieser Anordnung kommen weiterhin in einer Parallelanmeldung zur Geltung, in welcher ein auf einer Sondenhalterung aufsetzbares Messsystem beschrieben ist, das an der Maschine im eingebauten Zustand das Messen der Empfindlichkeit eines Wellenschwingungsmesskreises bzw. ein Durchtesten des gesamten Mess- und Überwachungssystems einer Axiallagemessung ermöglicht, anstatt eine Kennlinie auf einem separaten Prüfstand zu bestimmen. Da für die Messungen weder eine Sonde ausgebaut noch ein Kabel abgeklemmt werden muss, kann es zu keiner Zerstörung von Sonde, Kabel oder Steckverbindung durch unsachgemäße Handhabung sowie zu keinem Fehler beim Wiederanschließen der Kabel kommen. Gerade bei einer Wirbelstrommessung, wo die Messempfindlichkeit durch die Eigenschaften des Materials beeinflusst wird, gegen das die Sonde misst, kommt als weiterer Vorteil hinzu, dass hier gegen die Original-Welle gemessen wird. Bei einem externen Prüfaufbau ist nicht gewährleistet, dass das Messobjekt die gleichen Eigenschaften wie das Wellenmaterial aufweist, d. h. die späteren Messwerte werden verfälscht dargestellt.
  • Da die Trägerhülse in einer beliebigen Winkelstellung mit einer ersten Kontermutter relativ zum Gehäuse festsetzbar sein soll, wird für den aufgeschraubten Anschlusskopf in der Einschraubtiefe ein Bewegungsspielraum von mindestens +/–180° bezüglich Drehung auf der Trägerhülse vorgesehen, damit er bei festgesetzter Trägerhülse in jeder geforderten Abgangsrichtung seines seitlichen Kabelausgangs durch eine zweite Kontermutter festsetzbar ist. Der Vorteil dieser beiden Kontermuttern liegt darin, dass mit wenig Aufwand die volle Flexibilität erreicht wird.
  • Dadurch, dass der Anschlusskopf ein ringförmiges Innenvolumen in einer Mindestgröße aufweist, welches auf eine bestimmte maximale Kabellänge angepasst ist, und der Innendurchmesser D1 beispielsweise ein Mindestmaß von mehr als 2,5 cm aufweist, kann das Sondenkabel ohne Knick in Windungen abgelegt werden. Dabei ist es von Vorteil, wenn der Innendurchmesser D2 des Anschlusskopfes und der Zugangsöffnung mehr als 6 cm betragen, damit das Sondenkabel von Hand einformbar ist und damit mit der Steckverbindung im Innern des Anschlusskopfes hantiert werden kann und auch dabei sichergestellt ist, dass der minimale Biegeradius im Übergang Kabelstecker zu Kabel nicht unterschritten wird. Es zeigt sich, dass durch die geordnete Ablage der Platzbedarf auch bei größerer Kabellänge gering ist. Beispielsweise würde 1 Meter Kabel von 0,5 cm Dicke in einem ringförmigen Volumen V von 25 Kubikzentimeter Platz haben.
  • Ein zusätzlicher Halter für die Steckverbindung, der innerhalb des Anschlusskopfes in einer vorgesehenen Lage befestigbar ist, gibt die Gewissheit, dass keine unzulässige Belastungen am Sondenkabel auftreten. Bei einer Demontage der Sonde genügt es, die Steckverbindung zu trennen und das Verbindungskabel aus dem seitlichen Kabelausgang zurück zu ziehen, um durch Lösen der Adapterschraube von der Gehäuseschraube die Sonde und den Anschlusskopf mit dem Sondenkabel frei zu bekommen, wobei die Lage des Sondenkabels im Anschlusskopf – unabhängig davon, wie oft die Sonde an der Maschine aus- und eingebaut wird – unverändert bleibt. Ein Halter aus elektrisch nicht leitendem Material verhindert einen unzulässigen Massebeziehungsweise Erdschluss der Steckverbindung.
  • Der Anschlusskopf selbst kann aus Metall oder Kunststoff sein. Ganz allgemein hat ein Anschlusskopf in Zylinderform den Vorteil, dass das Sondenkabel entlang der Zylinderwand in Windungen abgelegt werden kann.
  • Bei einem Anschlusskopf mit der Form eines stehenden niedrigen Zylinders ist es vorteilhaft, wenn innerhalb des Anschlusskopfes ein Halter in Form einer Einsteckhülse mit einem Außendurchmesser D1 an die Trägerhülse anschließt und mindestens einen seitlichen Schlitz im unteren Teil aufweist, um das Sondenkabel in das ringförmige Volumen zu führen, sowie zwei gegenüberliegende Schlitze im oberen Teil aufweist um die Steckverbindung einzulegen und zu sichern. Wenn die Einsteckhülse zweiteilig in einen unteren Teil und in einen oberen Teil ausgeführt ist, welche zueinander drehbar sind, kann der untere Teil drehfest eingesteckt werden und der obere Teil in eine für die Steckverbindung günstige Winkelstellung gedreht werden.
  • Bei einem Anschlusskopf mit der Form eines liegenden kurzen Zylinders ist es vorteilhaft, wenn die Trägerhülse tangential einmündet und der seitliche Kabelausgang tangential weggeht, damit die Kabel schonend behandelt werden. Dabei können die tangentialen Anschlüsse in verschiedenen Ebenen liegen, zwischen denen die Windungen angeordnet sind.
  • Außerdem eignet sich die erfindungsgemäße Konstruktion der Sondenhalterung besonders vorteilhaft für das Anbringen einer einfachen Schutzhülse beispielsweise aus Kunststoff, welche auf dem Außengewinde der Adapterschraube anschraubbar ist, um Sonde und Sondenhalterung mit den Weichdichtungen im nicht eingebauten Zustand mechanisch zu schützen und vor Schmutz zu bewahren.
  • Bei dem bis anhin üblichen Justieren einer Wellenschwingungssonde nach dem Wirbelstromprinzip wird ein Voltmeter am Oszillator angeschlossen, um den Abstand der Sonde indirekt entsprechend einem vorgegebenen Spannungswert einzustellen.
  • In der Praxis wird für die Einstellung eines vorgegebenen Spannungswertes viel zuviel Zeit aufgewendet, wobei es überhaupt keine Rolle spielt, ob man von einem vorgegebenen Wert von 8 V um +/–0,5 V abweicht. Hier hilft ein vereinfachtes, auf die Sondeneinstellung zugeschnittenes Spannungsmessgerät mit Anschlusskabel zum Oszillator, welches durch wenige Lämpchen die Lage der Sonde dem Monteur an der Maschine in ausreichender Genauigkeit sichtbar macht und dadurch zu einer enormen Zeitersparnis führt. Das Verbindungskabel hat dann eine optimale Länge, wenn das Spannungsmessgerät im angeschlossenen Zustand so platziert werden kann, dass es vor Ort für das einstellende Personal sichtbar ist. Die Lage der Sonde in Zustellrichtung wird durch Lämpchen, die in einer Reihe liegen und jeweils einer bestimmten Bandbreite des Sondenabstandes entsprechen angezeigt, wobei die Bandbreite für den Sollbereich relativ klein ist. Eine Verfeinerung der Messung besteht darin, dass innerhalb einer Bandbreite für einen zulässigen Sollwert ein noch engeres Band für den Sollwert eingelagert ist, welches durch mindestens ein Lämpchen außerhalb der Reihe zusätzlich angezeigt wird.
  • Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben. Es zeigen:
  • 1a: Schematisch die Zusammenhänge bei der Wellenschwingungsmessung,
  • 1b: Schematisch die Zusammenhänge bei der Axiallagemessung,
  • 2: Schematisch eine Zusammenstellung einer erfindungsgemäßen Halterung von elektronischen Wegmesssonden,
  • 3a: Schematisch einen Ausschnitt der Sondenhalterung gemäß 2 mit unterschiedlicher radialer Abdichtung zwischen Trägerhülse und Adapterschraube,
  • 3b: Schematisch einen Ausschnitt der Sondenhalterung gemäß 2 mit Befestigung ohne Gehäuseschraube,
  • 4a, 4b, 4c: Schematisch eine zweite Ausführungsform zu dem in 2 gezeigten Anschlusskopf,
  • 5a und 5b: Schematisch ein vereinfachtes Zusatzgerät für eine Anzeige der Sondenstellung; und
  • 6a und 6b: Schematisch eine Schutzhülse für die in der Sondenhalterung eingeschraubte Sonde.
  • In den nachfolgenden Beispielen sind Elemente gleicher Funktion mit gleichen Hinweiszeichen versehen.
  • In 1a ist eine übliche Messanordnung aus dem Stand der Technik für eine Wellenschwingungssonde 1 gezeigt, welche nach dem Wirbelstromprinzip Wellenschwingungen misst. Die Sonde 1 ist an einer Trägerhülse 2 befestigt, wobei ein zugehöriges Sondenkabel 25 durch die Trägerhülse geführt ist und außerhalb derselben mit einem Stecker für eine Steckverbindung 32 zu einem Verbindungskabel 26 endet. Das Verbindungskabel 26 führt zu einem Oszillator 19. Die durch die Messung veränderte Impedanz wird ausgewertet, um ein der Messung entsprechendes Signal an eine Maschinensteuerung 46 weiterzuleiten, welche bei Überschreiten von bestimmten Grenzwerten, beispielsweise von maximalen Schwingungsamplituden Spp bzw. Upp eine Warnung abgibt oder eine Abschaltung der Maschine einleitet.
  • In der zugehörigen Grafik ist die Kennlinie 47 U = f(S) einer solchen Schwingungssonde 1 dargestellt. Eine im Abstand So zur stillstehenden Welle 22 positionierte Sonde 1 erzeugt ein Signal Uo. Eine drehende Welle wird abhängig von ihrer Lagerung, von Temperaturunterschieden in der Maschine und von weiteren Einflussgrössen ihre mittlere Lage verändern und um diese mittlere Lage mehr oder weniger schwingen. Wenn man die Auswertung innerhalb weniger Schwingungen auf die Differenz von größtem und kleinstem Messwert beschränkt, erhält man eine relative Messung für die doppelte Schwingungsamplitude. Dabei spielt es keine Rolle, wenn sich die mittlere Position S der Welle gegenüber der mittleren Position So im Stillstand verschoben hat.
  • Zur Einstellung eines Sondenabstandes So kann am Oszillator 19 ein Voltmeter 48 angeschlossen werden, welches gemäß der Kennlinie 47 der Sonde eine zum Sondenabstand proportionale Spannung U sichtbar macht. Die Trägerhülse 2 besitzt ein Außengewinde 4, mit welchem in einem zum Gehäuse 3 starren Innengewinde durch Drehen der Abstand S der Sonde 1 zur Wellenoberfläche 22 verändert wird.
  • Der Abstand So kann durch Drehen an der Trägerhülse entsprechend einer am Voltmeter 48 ablesbaren Spannung Uo eingestellt werden. Anschließend kann die Trägerhülse 2 beispielsweise durch eine Kontermutter 17 gesichert werden.
  • In 1b ist eine Messanordnung aus dem Stand der Technik für eine Überwachung der Lage eines Axiallagers 49 gezeigt, welche ebenfalls mit einer Sonde 1 nach dem Wirbelstromprinzip erfolgt. Bei der Axiallageüberwachung wird nicht der dynamische, sondern der statische Anteil des Spannungssignals für die Überwachung herangezogen.
  • Ziel der Messung ist die Verschiebung der Stirnfläche 50 gegenüber einer Stillstandseinstellung So zu erfassen und über den Oszillator an die Maschinensteuerung 46 weiterzugeben, um beispielsweise auf den Beginn eines Lagerschadens frühzeitig reagieren zu können. Die Einstellung eines Sondenabstandes So erfolgt wahlweise über ein Amperemeter oder einer Anzeige 56 in der Maschinensteuerung 46. Grenzwertverletzungen werden durch Ansteuern von Alarmrelais 57 weitergeleitet.
  • Im Beispiel der Sondenhalterung von 2 ist eine Sonde 1 in einer Trägerhülse 2 eingeschraubt und zu dieser vor einem Gewinde 58 mit einem O-Ring 59 abgedichtet. Das zugehörige Sondenkabel 25 ist nach oben aus der Trägerhülse herausgeführt und endet in einem Anschlusskopf 20. Die Trägerhülse 2 besitzt in ihrem unteren Bereich eine zylindrische Mantelfläche 5, an welche nach oben ein Feingewinde mit einer Steigung von 1 mm pro Umdrehung anschließt. Vor dem Übergang zum Feingewinde 4, welches einen kleineren Durchmesser als die Mantelfläche 5 aufweist, ist in der zylindrischen Mantelfläche 5 ein O-Ring 13 eingelassen. In einem Gehäuse 3, welches die Welle 22 umgibt, ist eine konische ¾''-NPT-Gewindebohrung angebracht, in welcher eine mit dem Gewinde dichtende und nicht mehr zum Lösen vorgesehene Gehäuseschraube 11 verankert ist. In ihrem aus dem Gehäuse herausragenden Kopf besitzt die Gehäuseschraube 11 eine zylindrische Gewindebohrung 10 mit Durchmesser d, an welche ein Durchgang für die Trägerhülse 2 anschließt. In der Gehäuseschraube 11 ist in der Gewindebohrung 10 eine Adapterschraube 8 mit Außengewinde 9 so tief eingeschraubt, dass sie mit einer stirnseitigen Ringfläche 12, die einen Außendurchmesser D besitzt, auf einer ebenen Gegenfläche 15 der Gehäuseschraube 11 festsitzt. In der stirnseitigen Ringfläche 12 ist ein O-Ring 14 eingelassen, welcher in axialer Richtung zur Gegenfläche 15 dichtet. Die Adapterschraube besitzt in ihrem oberen Bereich ein zum Außengewinde 4 der Trägerhülse 2 passendes Innengewinde und nach unten anschließend eine zylindrische Innenfläche 28, gegen die der O-Ring 13 dichtet. Durch Drehen an der Trägerhülse 2 ist diese mit der Sonde 1 in axialer Richtung zur Wellenoberfläche 22 zustellbar und wird mit einer ersten Kontermutter 17 relativ zur Adapterschraube 8 fixiert, wenn ein vorgegebener Sondenabstand So erreicht ist. An der Trägerhülse 2 sind zwei Flächen 6 angeschliffen, um beim Kontern die Trägerhülse in ihrer Winkellage zu halten. Die Adapterschraube 8 kann mit der daran festgesetzten Trägerhülse 2 und Sonde 1 beliebig oft ausgeschraubt und wieder eingeschraubt werden, ohne dass sich der ursprünglich eingestellte Sondenabstand So ändert.
  • Die Adapterschraube 8 ist auf ihrer Außenseite nach oben verjüngt und besitzt im obersten Bereich gegenüberliegende Flächen 36 mit einer kleinen Schlüsselweite a, um nur kleine Anzugsmomente und Losbrechmomente beim Einschrauben und beim Lösen zu erzeugen und um die einmal eingeschraubte Gehäuseschraube 11, welche wesentlich kräftiger mit einer großen Schlüsselweite b im Gehäuse 3 verankert wurde, nicht zu lockern. Wenn die Verjüngung an der Adapterschraube 8 kegelförmig vorgenommen wird, kann nur im obersten Bereich an den Flächen 36 ein Montagewerkzeug für die kleine Schlüsselweite a angesetzt werden.
  • Auf der Trägerhülse 2 ist oben der Anschlusskopf 20 aufgeschraubt, der allgemein auch bei anderen Sondenhalterungen mit Trägerhülsen 2 verwendbar ist, und der über eine zweite Kontermutter 18 in einer vorgesehenen Winkellage seines seitlichen Kabelausgangs 35 fixiert ist. Der Anschlusskopf 20 hat hier die Form eines niedrigen stehenden Zylinders, der koaxial zur Trägerhülse 2 angeordnet ist und mit einem einschraubbaren Deckel 31 verschließbar ist. Ein Halter 30 in Form einer zweiteiligen Einsteckhülse 30', 30'' ist in dem Anschlusskopf 20 konzentrisch zur Achse 7 der Trägerhülse 2 in einer Ausnehmung 29 im Boden einsteckbar. Am unteren Teil 30'' der Einsteckhülse ragt ein Schlitz 33 in den Innenraum hinein und dient als Durchgang für das Sondenkabel 25 in ein ringförmiges Volumen V, welches innen durch den Außendurchmesser D1 der Einsteckhülse 30', 30'' und außen durch den Innendurchmesser D2 des Anschlusskopfes 20 begrenzt ist. Der Innendurchmesser D2, dem auch die Zugangsöffnung des Anschlusskopfes entspricht, ist größer als 6 cm gewählt, um das Sondenkabel 25 manuell in Windungen 27 einzuformen. Der Außendurchmesser D1 der Einsteckhülse 30', 30'' ist größer als 2,5 cm gewählt, damit die Windungen 27 den vom Kabelhersteller angegebenen kleinsten Biegeradius nicht unterschreiten. Das ringförmige Innenvolumen V beträgt mehr als 20 Kubikzentimeter, um Sondenkabel bis zu 1 m Länge darin unterzubringen. Im oberen Teil 30' der Einsteckhülse sind zwei gegenüberliegende Schlitze 34 für die Aufnahme der Steckverbindung 32 angebracht, welche somit im Innenraum der Einsteckhülse 30' gefangen ist. Die Einsteckhülse selbst ist zweiteilig aus einem unteren Teil 30'' und einem oberen Teil 30' ausgeführt, welche drehbar zueinander gelagert sind, um die oberen Schlitze 34 gemäß dem seitlichen Kabelausgang 35 auszurichten.
  • In den 3a und 3b sind als Ausschnitte weitere Varianten für den Einsatz der Sondenhalterung gezeigt. Für den seltenen Fall, dass im Rahmen einer Neuanfertigung im Gehäuse 3 Bohrung und Gewinde für den Anschluss einer elektronischen Wegmesssonde noch ausgewählt werden können, kann man gemäß 3b auf die Gehäuseschraube 11 verzichten und deren innere Gewindebohrung 10 direkt im Gehäuse 3 anbringen. Dies setzt jedoch voraus, dass auch eine Gegenfläche 16 zu der stirnseitigen Ringfläche 12 der Adapterschraube 8 vorhanden ist, welche eine ausreichende Oberflächengüte für den in axialer Richtung dichtenden O-Ring 14 im Zeitpunkt der Montage der Sondenhalterung aufweist. Eine Gehäuseschraube 11 dagegen, deren Gegenfläche 15 Kratzer aufweist, kann relativ einfach ausgewechselt werden oder ausgebaut und nachbearbeitet werden, was dafür spricht, generell die gezeigte Sonderanfertigung von Gehäuseschrauben 11 einzusetzen.
  • Als weitere konstruktive Variante ist es gemäß 3a möglich den radial dichtenden O-Ring 13 in einer inneren Nut der Adapterhülse 8 einzulegen und so gegen die zylindrische Mantelfläche 5 der Trägerhülse 2 zu dichten.
  • Eine weitere allgemein für Trägerhülsen verwendbare Gestaltung des Anschlusskopfes 20 ist in 4a, 4b, 4c gezeigt. Der Anschlusskopf 20 hat die Form eines liegenden kurzen Zylinders, in welchen tangential die Trägerhülse 2 einmündet, welche durch die zweite Kontermutter 18 festsetzbar ist. Die Trägerhülse mündet in einer Ebene nahe dem Zylinderboden ein, während der Kabelausgang 35 um 90° gedreht zur Achse der Trägerhülse 2 ebenfalls tangential aber in einer Ebene, die näher auf der Seite des Deckels 31 liegt, den Anschlusskopf verlässt. Ein Mittelzapfen 51 mit Durchmesser D1 > 2,5 cm und der Innendurchmesser D2 > 6 cm bestimmen mit einer Höhe h von beispielsweise 2 cm ein ringförmiges Volumen V, in welchem bis zu 1 m Sondenkabel 25 in Windungen 27 und die Steckverbindung 32 ablegbar sind, wenn man von den üblichen Kabeldicken von 4 mm ausgeht. Ein Deckel 31, der auf seinem Umfang von der Seitenwand des Zylinders abgestützt wird, ist mit einem Gewinde 52 in das Gehäuse 20 eingeschraubt. Zwischen Deckel 31 und Mittelzapfen 51 ist ein Halter 30 gehalten, welcher in dem Mittelzapfen 51 eingesteckt ist. In den Halter 30 ist die Steckverbindung einlegbar. Das Sondenkabel wird bei abgenommenem Deckel 31 und Halter 30 in Windungen 27 von Hand eingeformt. Anschließend wird der Halter in einer vorgegebenen Position eingesetzt und die Steckverbindung 32 zum eingezogenen Verlängerungskabel 26 hergestellt und in den Halter eingelegt.
  • Der Halter ist dabei so ausgerichtet, dass Sondenkabel 25 und Verlängerungskabel 26 ohne Knick in der Steckverbindung 32 zusammengeführt sind.
  • Ein Zusatzgerät 53 für das Justieren von Wellenschwingungssonden ist in 5a mit einer Ansicht der Frontseite und in 5b mit einem Schema für die Anschlüsse gezeigt. Das Spannungssignal vom Oszillator 19 wird über ein langes Kabel 54, welches in der Regel bis zu der Sondenhalterung an der Maschine reicht, an das Zusatzgerät 53 weitergegeben. Dieses unterscheidet in verschiedene Bänder für den Abstand S der Sonde 1 zur Wellenoberfläche 22, wobei die Bänder aneinandergrenzen und jeweils durch ein Lämpchen dargestellt sind. Es ist so aufgebaut, dass jedem Band ein Lämpchen 39, 40, 41, 44, 45 zugeordnet ist, welches aufleuchtet, wenn durch Drehen an der Trägerhülse 2 (2 oder 1a) die Spannung in dieses Band verlagert wurde.
  • Im Innern ist das Zusatzgerät so aufgebaut, dass das Kabel 54 vom Oszillator 19 (1a) auf einen Prozessor 60 geführt ist, in welchem die Bänder für den Sondenabstand als Spannungswerte einprogrammiert sind. Wenn die gemessene Spannung den Bereich eines solchen Bandes erreicht, setzt der Prozessor jeweils ein als Leuchtdiode ausgeführtes Lämpchen 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45 unter Strom.
  • Auf der Frontseite des Zusatzgerätes sind die Welle 22 die Sonde 1 und eine Sollstellung So der Sonde symbolisch dargestellt. Über der Sollstellung ist ein erstes grünes Lämpchen 41 angebracht, welches das Band für eine zulässige Sollstellung von 7 bis 9 Volt symbolisiert. Daneben sind in einer Reihe die Lämpchen für die benachbarten Bänder angebracht, nämlich nach links ein gelbes Lämpchen 40 für den Bereich von 7 bis 6 Volt und daran anschließend ein rotes Lämpchen 39 für den Bereich kleiner 6 Volt. Nach rechts schließt ein gelbes Lämpchen 45 für den Bereich 9 bis 10 Volt und weiter ein rotes Lämpchen 44 für den Bereich größer 10 Volt an. Über dem ersten grünen Lämpchen ist ein zweites grünes Lämpchen 42 angebracht, das ein engeres Band von 7,5 bis 8,5 Volt für einen noch engeren Sollbereich anzeigt und darüber ist ein drittes grünes Lämpchen 43, welches einen noch engeren Sollbereich von 7,8 bis 8,2 Volt anzeigt. Bei einer Einstellung des Sollwertes kommt man in der Regel von rechts aus dem roten Bereich > 10 V, durchfährt den gelben Bereich und landet beim ersten grünen Lämpchen 41. Durch Feinverstellung an der Trägerhülse bringt man das zweite und dritte grüne Lämpchen ebenfalls zum Leuchten und setzt gemäß 2 oder 1a die Trägerhülse 2 mit der Kontermutter 17 fest.
  • Ein weiterer Vorteil des Zusatzgerätes 53 besteht darin, dass es im Vergleich zu einem Zeiger- oder Digitalinstrument robust ist, dass es auch von Hilfspersonal bedient werden kann und dass man periodisch auf einfache Weise alle Sondenstellungen für eine Maschine an der Steuerung überprüfen kann, indem man an dem jeweiligen Oszillator 19 das Zusatzgerät 53 ansteckt und die Sondenstellung S an den Lämpchen abliest.
  • Eine Schutzhülse 55 in 6a und 6b ist mit einer Gewindebohrung 10 auf die Adapterschraube 8 aufgeschraubt. Sie besitzt zur stirnseitigen Ringfläche 12 der Adapterschraube eine Gegenfläche 61, mit der sie die Weichdichtung 14 sichert und gleichzeitig den Innenraum der Schutzhülse vor Schmutz und Feuchtigkeit schützt. Die Schutzhülse 55 besteht aus einem dickwandigen Rohrstück, beispielsweise aus Kunststoff, an dessen Unterseite ein Boden 62 mit einer Aussparung 63 angeschraubt ist. Wenn die Kunststoffteile selbst nicht genügend dichten, kann ein Dichtring zwischen Rohr und Boden 62 eingelegt sein. Die Aussparung 63 ist so bemessen, dass zu der empfindlichen Stirnfläche der Sonde 1 ein Spiel 64 auch dann besteht, wenn die Sonde mit ihrer Schulter 66 am Boden 62 aufsitzt. In der Schutzhülse 55 können verschieden lange Trägerhülsen 2 und voreingestellte Sonden 1 aufgenommen werden, was bei Maschinenrevisionen recht praktisch ist.
  • Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Justieren einer Wegmessung mit einer Sondenhalterung der beschriebenen Art zeichnet sich dadurch aus, dass die Adapterschraube bis in die Endlage ihrer stirnseitigen Ringfläche auf der Gegenfläche der bereits im Gehäuse fixierten Gehäuseschraube oder auf der Gegenfläche des Gehäuses selbst eingeschraubt wird, wobei eine vorläufige Endlage der Sonde erreicht wird, die aus einer Tiefenmessung von der Gegenfläche zur Wellenoberfläche abzüglich eines Sicherheitsabstandes ΔI hervorgeht, dass im Weiteren eine Steckverbindung zwischen Sondenkabel und Kabel hergestellt wird, so dass ein mit dem Kabel verbundener Oszillator ein Spannungssignal bildet, welches auf ein Spannungsmessgerät geführt wird, um durch Drehen der Trägerhülse und der damit verbundenen Längsverschiebung der Sonde einen vorgegebenen Messwert an dem Spannungsmessgerät anzufahren und die Trägerhülse durch anschließendes Kontern entsprechend dieser endgültigen Messposition festzuhalten.
  • Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, dass an dem Oszillator über ein so langes Verbindungskabel ein vereinfachtes Anzeigegerät angeschlossen wird, dass das Anzeigegerät vor Ort an der Maschine beim Verstellen der Trägerhülse ablesbar ist, und dass das Anzeigegerät verschiedene Lämpchen aufweist, welche jeweils in einer vorbestimmten Bandbreite die Lage der Sonde zur Wellenoberfläche anzeigen, wobei ein mittleres Band einer Sollstellung entspricht.
  • Insbesondere ist vorgesehen, dass die Lämpchen entsprechend dem Verschiebeweg der Sonde aufeinander folgend in einer Reihe angeordnet sind und dass mindestens ein weiteres Lämpchen außerhalb der Reihe mit seinem Aufleuchten innerhalb einer noch engeren Bandbreite die Sollstellung anzeigt.
  • 1
    Sonde
    2
    Trägerhülse
    3
    Gehäuse
    4
    Außengewinde
    5
    zylindrische Mantelfläche
    6
    Fläche
    7
    Achse
    8
    Adapterschraube
    9
    Außengewinde
    10
    Gewindebohrung
    11
    Gehäuseschraube
    12
    stirnseitige Ringfläche
    13
    Dichtring
    14
    Dichtring
    15
    Gegenfläche (an Gehäuseschraube)
    16
    Gegenfläche (am Gehäuse)
    17
    erste Kontermutter
    18
    zweite Kontermutter
    19
    Oszillator
    20
    Anschlusskopf
    21
    Gewinde
    22
    Wellenoberfläche
    23
    Stirnfläche
    25
    Sondenkabel
    26
    Verlängerungskabel
    27
    Windung
    28
    zylindrische Innenfläche
    29
    Ausnehmung
    30
    Halter
    30'
    oberer Teil der Einsteckhülse
    30''
    unterer Teil der Einsteckhülse
    31
    Deckel
    32
    Steckverbindung
    33
    untere Schlitze
    34
    obere Schlitze
    35
    Kabelausgang
    36
    Fläche
    37
    vereinfachtes Zusatzgerät für die Anzeige der Sondenstellung
    38
    Kabel
    39
    Lämpchen für zu kleinen, unzulässigen Abstand
    40
    Lämpchen für benachbartes Band mit etwas zu kleinem Abstand
    41
    Lämpchen für Band mit vorgegebenem Abstand
    42
    Lämpchen für Feineinstellung
    43
    Lämpchen für Feineinstellung
    44
    Lämpchen für benachbartes Band mit etwas zu großem Abstand
    45
    Lämpchen für zu großen, unzulässigen Abstand
    46
    Maschinensteuerung
    47
    Kennlinie
    48
    Voltmeter
    49
    Axiallager
    50
    Stirnfläche
    51
    Mittelzapfen
    52
    Gewinde
    53
    Zusatzgerät
    54
    Kabel
    55
    Schutzhülse
    56
    Anzeige
    57
    Alarmrelais
    58
    Gewinde
    59
    O-Ring
    60
    Prozessor
    61
    Gegenfläche
    62
    Boden
    63
    Aussparung
    64
    Spiel
    65
    Dichtring
    66
    Schulter
    a
    Abstand, Schlüsselweite
    b
    Schlüsselweite Gehäuseschraube
    d
    Durchmesser der Gewindebohrung in der Gehäuseschraube 11
    D
    Außendurchmesser der stirnseitigen Ringfläche 12
    D1
    Innendurchmesser Anschlusskopf
    D2
    Durchmesser Öffnung Anschlusskopf
    I1
    Abstand
    I2
    Abstand
    ΔI
    Differenzbetrag und Sicherheitsabstand
    V
    ringförmiges Innenvolumen
    So
    Sollstellung der Sonde
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - EP 1831648 B1 [0004, 0007]

Claims (12)

  1. Sondenhalterung für Wegmesssonden zur wiederholten Befestigung einer Trägerhülse (2) mit daran eingebauter Sonde (1) in einem Gehäuse (3), wobei die Trägerhülse längs ihrer Achse (7) Abschnitte mit Außengewinde (4) und mit zylindrischer Mantelfläche (5) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerhülse (2) ein durchgehendes Außengewinde (4) im hinteren sondenfernen Teil und einen daran anschließenden zylindrischen Abschnitt (5) im vorderen Teil aufweist und dass eine Adapterschraube (8) auf der Trägerhülse (2) aufgeschraubt ist, welche mit einem Außengewinde (9) in einer zylindrischen Gewindebohrung (10) des Gehäuses (3) oder einer mit dem Gehäuse starr und dicht verbundenen Gehäuseschraube (11) einschraubbar ist und welche mit einer außerhalb des Gehäuses (3) liegenden stirnseitigen Ringfläche (12), die auf einem größeren Durchmesser D als der Durchmesser d der Gewindebohrung (10) liegt, ausrichtbar ist, wobei zu einer zylindrischen Innenfläche (28) der Adapterschraube (8) in der Trägerhülse (2) oder zur zylindrischen Mantelfläche (5) der Trägerhülse (2) in der Adapterschraube (8) ein erster Dichtring (13) eingelassen ist, welcher radial dichtet und ein zweiter Dichtring (14) in der stirnseitigen Ringfläche (12) eingelassen ist, welcher in axialer Richtung auf einer ebenen Gegenfläche (15) der Gehäuseschraube (11) oder auf einer ebenen Gegenfläche (16) des Gehäuses (3) dichtet.
  2. Sondenhalterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die stirnseitige Ringfläche (12) und ihre Gegenflächen (15, 16) einen Außendurchmesser D > 1,3 d aufweisen.
  3. Sondenhalterung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterschraube (8) im obersten Bereich gegenüberliegende Flächen (36) für einen Schraubenschlüssel aufweist, deren Abstand a < 0,7 D beträgt und dass für die Schlüsselweite b der Gehäuseschraube (11) b > D beträgt, um mit Sicherheit kleinere Einschraubmomente als bei der Gehäuseschraube (11) zu erreichen.
  4. Sondenhalterung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Außengewinde (4) der Trägerhülse (2) eine erste und zweite Kontermutter aufgezogen sind, wobei die erste Kontermutter (17) die Trägerhülse (2) in einer durch die Einbautiefe der Sonde (1) vorgegebene Winkelstellung zur Adapterschraube (8) festsetzt und die zweite Kontermutter (18) einen auf der Trägerhülse (2) aufschraubbaren Anschlusskopf (20) in einer vorgegebenen Winkelstellung von deren seitlichem Kabelausgang (35) zum Gehäuse (3) auf der Trägerhülse (2) festsetzt.
  5. Sondenhalterung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlusskopf (20) ein ringförmiges Innenvolumen V > 20 cm3 aufweist, wenn man einen Innendurchmesser D1 des Ringes von > 2,5 cm vorgibt, um Sondenkabel (25) bis zu 1 m Länge in Windungen ablegbar zu machen und um eine Steckverbindung (32) zu einem Verlängerungskabel (26) innerhalb des Anschlusskopfes (20) unterzubringen.
  6. Sondenhalterung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlusskopf (20) mit einem Deckel (31) versehen ist, welcher eine Öffnung des Anschlusskopfes (20) von einem Durchmesser D2 von mindestens 6 cm oder größer verschließt und welcher aufgrund dieses Durchmessers bei abgehobenem Deckel (31) zuerst ein manuelles Einformen des Sondenkabels (25) und anschließend das Erstellen der Steckverbindung (32) erlaubt.
  7. Sondenhalterung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Anschlusskopfes (20) ein Halter (30) befestigbar ist, in welchen die Steckverbindung (32) in einer vorbestimmten Lage einlegbar ist.
  8. Sondenhalterung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (30) in Form einer Einsteckhülse (30', 30'') ausgeführt ist, welche mindestens einen unteren Schlitz (33) als Durchgang für das Sondenkabel (25) aufweist, der im eingesteckten Zustand eine Führung für das durchgesteckte Sondenkabel (25) bildet und dass die Einsteckhülse (30) von oben mindestens zwei gegenüberliegende Schlitze (34) aufweist, in die eine Steckverbindung (32) von Sondenkabel (25) und Verlängerungskabel (26) einsteckbar ist.
  9. Sondenhalterung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsteckhülse (30) zweiteilig in einen oberen (30') und einen unteren Teil (30'') ausgebildet ist, wobei der obere (30') zum unteren Teil (30'') drehbar gelagert ist, um die Schlitze in unterschiedliche Winkelstellung zueinander zu bringen.
  10. Sondenhalterung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (30; 30', 30'') aus einem elektrisch nicht leitenden Material besteht, um einen Erd- oder Masseschluss der Steckverbindung (32) zu vermeiden.
  11. Sondenhalterung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass Anschlusskopf (20) und/oder Deckel (31) aus elektrisch nicht leitendem Material bestehen.
  12. Sondenhalterung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zu der Sondenhalterung mehrere Schutzhülsen (55) mit unterschiedlicher Länge existieren, die entsprechend der Einbautiefe der Sonde (1) als Schutz auf das Außengewinde (9) der Adapterschraube (8) aufschraubbar sind, um einerseits die Sonde (1) selbst vor mechanischen Beschädigungen zu schützen und andererseits den Dichtring (14) in der stirnseitigen Ringfläche (12) zu sichern und vor Schmutz zu bewahren,
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