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Diese
Erfindung betrifft ein mobiles Betonpumpenfahrzeug, insbesondere
eine Abstützeinrichtung
für das
Betonpumpenfahrzeug.
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Hintergrund
der Erfindung
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Im
Stand der Technik sind zwei verschiedene Bauformen für Stützbeine
von Betonpumpenfahrzeugen bekannt. In einem Fall sind die vorderen
Stützbeine
als teleskopische Beine und im anderen Fall sind die Stützbeine
als schwenkbare Beine ausgebildet. Die Stützbeine können relativ zur Achse des Chassis
verschwenkt und/oder ausgefahren oder eingezogen werden. An den
Enden der Stützbeine sind
vertikale Zylinder zum Abstützen
angebracht, um stabile Arbeitsbedingungen während des Betriebs des Betonpumpenfahrzeugs
zu erreichen.
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In
der
DE 42 03 820 ist
ein mobiles Betonpumpenfahrzeug offenbart. Dieses mobile Betonpumpenfahrzeug
weist folgende technische Merkmale auf: (1) Ein Chassis, (2) mit
einem Mastbock zur drehbaren Befestigung eines Pumpmasten, (3) mit hinteren
und vorderen Stützbeinen,
die seitlich gedreht werden können
und teleskopisch sind, um das Betonpumpenfahrzeug in der Betriebsposition
abzustützen,
(4) wobei die hinteren Stützbeine
mit ihren Schwenklagern in Fahrtrichtung gesehen etwa in der Mitte
des Chassis angelenkt sind, (5) die hinteren Stützbeine erstrecken sich in
der Fahrposition der Betonpumpe in Fahrtrichtung gesehen vom Schwenklager
aus zum Heck, (6) die Schwenklager der vorderen Stützbeine
sind in unmittelbarer Nachbarschaft der Schwenklager der hinteren
Stützbeine
angeordnet, und (7) die vorderen Stützbeine erstrecken sich in
Fahrtrichtung gesehen von den Schwenklagern aus zur Vorderseite
und sind im Wesentlichen parallel zur Fahrtrichtung.
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Die
obige technische Lösung
weist eine schlechte Kraftaufnahmefähigkeit auf, da der Anlenkpunkt
des vorderen Stützbeins
nahe dem des hinteren Stützbeins
liegt, und beide Anlenkpunkte weit entfernt vom Drehmechanismus
des Fahrzeugs angeordnet sind.
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In
der
EP 0 357 988 ist
ein mobiles Betonpumpenfahrzeug offenbart, das mit gekreuzten teleskopischen
Stützbeinen
ausgestattet ist. Dieses Betonpumpenfahrzeug weist folgende technische
Merkmale auf: (1) Ein zwei- oder mehrachsiges Chassis, (2) ein Kranauslegersystem,
das drehbar um eine vertikale Achse auf dem Chassis montiert ist,
(3) das Kranauslegersystem ist an einem Mastbock in der Nähe der Vorderachse
montiert, (4) zwei gekreuzt schräg
nach vorne weisende, vordere Stützbeine,
die teleskopische Stützbeine
sind, wobei sich diese vorderen Stützbeine in unterschiedlichen
Höhen befinden,
(5) die Teleskoprohre der vorderen Stützbeine sind an einem Stützrahmen
angeordnet, der mit dem Mastbock starr verbunden ist, (6) zwei ausfahrbare hintere
Stützbeine,
die in dem Bereich des hinteren Endes der Teleskoprohre angeordnet
sind, (7) die hinteren Stützbeine
sind um eine vertikale Achse drehbar befestigt, (8) und die hinteren
Stützbeine können aus
ihrer Fahrposition, in der sie parallel zum Chassis nach hinten
zeigen, in ihre diagonal nach hinten und außen zeigende Stützposition
gedreht werden.
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Die
technische Lösung
der
EP 0 357 988 weist
wie im Folgenden beschrieben einige Nachteile auf: Gemäß dem Inhalt
der
EP 0 357 988 müssen die vom
Kranauslegersystem kommenden und über den Mastbock übertragenen
Kräfte
entlang der gesamten Länge
des Fahrzeugs auf die hinteren Stützbeine übertragen werden. Dies erfordert
ein kostenintensives Chassisdesign. Außerdem treten starke Stauchungskräfte in der
Kreuzrahmenkonstruktion auf. Die Hinterachse muss für zusätzliches
Gewicht ausgelegt sein. Schließlich
behindern die Stützbeine
die Installation und die Handhabung des Betonpumpenfahrzeugs im
Bereich hinter der Hinterachse. Solche teleskopischen, gekreuzten
Stützbeine
können
das Problem der perfekten Kraftlagerung bei gleichzeitig geringem
Platzbedarf aufgrund ihrer Bauform und Größe nicht lösen. Des Weiteren müssen die
teleskopischen Stützbeine
aufgrund der Beschränkung
der Kreuzkonstruktion in unterschiedlichen Höhen angeordnet sein, was asymmetrische
Kräfte
auf das Chassis überträgt, die
die Gesamteffizienz der Maschine reduzieren.
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In
Anbetracht dessen zielt diese Erfindung darauf ab, eine verbesserte
Abstützeinrichtung
bereitzustellen, die die Nachteile des Standes der Technik beseitigt.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung führt durch
die Verwendung teleskopischer mehrstufiger vorderer Stützbeine
und durch Verlagerung der Anlenkpunkte der vorderen Stützbeine
näher an
den Drehmechanismus des Fahrzeugs zu den folgenden Vorteilen, wie
beispielsweise (1) einer Optimierung des Abstandes zwischen den
vorderen Stützbeinen und
den hinteren Stützbeinen,
(2) einer Reduzierung des Platzbedarfs durch die vorderen Stützbeine, wenn
diese eingezogen sind, (3) verbesserter Kraftaufnahmebedingungen
des Basisstützteils,
(4) und schließlich
können
das rechte Stützbein
und das linke Stützbein
besser ausbalancierte Kräfte
aufnehmen, was die Stabilität
des Fahrzeugs im Betrieb verbessert.
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Zusammenfassung
dieser Erfindung
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Diese
Erfindung betrifft eine Abstützeinrichtung
für Betonpumpenfahrzeuge.
Wie dem Fachmann aus diesem Bereich bekannt ist, weisen Betonpumpenfahrzeuge
ein Chassis, auf, einen Drehmechanismus, der an, insbesondere auf
dem Chassis montiert ist, ein Kranauslegersystem, ein Pumpsystem
und eine Abstützeinrichtung.
Das Kranauslegersystem ist mit dem Drehmechanismus verbunden und
fährt im
Betriebszustand aus und klappt oder faltet sich im Ruhezustand über dem
Chassis zusammen. Der Drehmechanismus, das Kranauslegersystem, das
Pumpsystem und die Abstützeinrichtung sind
an, insbesondere auf dem Chassis montiert, und das Pumpsystem befindet
sich hinter dem Drehmechanismus.
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Die
Abstützeinrichtung
für Betonpumpen
beinhaltet ein an, insbesondere auf dem Chassis montiertes Basisstützteil,
zwei an den Ecken des vorderen Teils der Grundplatte montierte mehrstufige
teleskopische vordere Stützbeine,
wobei diese teleskopischen vorderen Stützbeine symmetrisch relativ
zur Längsachse
des Fahrzeugs angeordnet sind und sich um die an den Ecken angeordneten
Drehachsen drehen können.
Außerdem
sind zwei hintere Stützbeine
symmetrisch an der rechten bzw. an der linken Ecke der hinteren
Teils des Basisstützteils
angeordnet, die sich um die Achsen an der hinteren linken/rechten
Ecke drehen können.
Die Drehachsen der vorderen Stützbeine
sind nahe am Drehmechanismus angeordnet, und die Drehachsen für die hinteren
Stützbeine
sind weit vom Drehmechanismus entfernt und an zentraler Stelle des
Chassis angeordnet.
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Die
mehrstufigen teleskopischen vorderen Stützbeine weisen vorzugsweise
Mechanismen mit zweistufigen oder mehrstufigen Teleskopzylindern auf.
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Darüber hinaus
können
an jedem vorderen Stützbein
und jedem hinteren Stützbein
höhenverstellbare
vertikale Stützen
befestigt sein, die in Kontakt mit dem Boden gebracht werden können, um
die Position des Betonpumpenfahrzeugs im Betrieb einzustellen. Insbesondere
sind die Stützen
hydraulische Zylinder.
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Vorzugsweise
ist der Abstand vom Zentrum jeder Drehachse der hinteren Stützbeine
zum Zentrum des Drehmechanismus doppelt oder mehrfach so groß wie der
Abstand vom Zentrum jeder Drehachse der vorderen Stützbeine
zum Zentrum des Drehmechanismus.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 zeigt
eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Betonpumpenfahrzeugs.
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2 ist
eine Ansicht, die den Zustand der Abstützeinrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung während
des Transports zeigt.
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3 ist
eine Ansicht, die den Betriebszustand der erfindungsgemäßen Abstützeinrichtung zeigt.
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Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
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Bezug
nehmend auf die 1, 2 und 3 wird
im Folgenden eine erfindungsgemäße Abstützeinrichtung
beschrieben.
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1 zeigt
eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Betonpumpenfahrzeugs. 2 zeigt eine
Ansicht einer erfindungsgemäßen Abstützeinrichtung
während
des Fahrens. 3 zeigt eine Ansicht der erfindungsgemäßen Abstützeinrichtung
im Betriebszustand.
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Wie
in 1 dargestellt ist, verfügt das Betonpumpenfahrzeug über ein
Chassis 1, einen Drehmechanismus 5, der auf dem
Chassis 1 befestigt ist, ein Kranauslegersystem 6,
ein Pumpsystem 7 und eine Abstützeinrichtung. Das Kranauslegersystem 6 ist
mit dem Drehmechanismus 5 verbunden, und fährt im Betriebszustand
aus und faltet im Ruhezustand über
dem Chassis 1 zusammen. Der Drehmechanismus 5,
das Kranauslegersystem 6, das Pumpsystem 7 und
die Abstützeinrichtung
sind auf dem Chassis 1 montiert, und das Pumpsystem 7 befindet sich
hinter dem Drehmechanismus 5.
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Wie
in 2 und 3 gezeigt, weist die Abstützeinrichtung
für Betonpumpen
ein Basisstützteil 3 auf,
das auf dem Chassis montiert ist, zwei mehrstufige teleskopische
vordere Stützbeine 2, 21, die
an den Ecken des vorderen Teils der Grundplatte befestigt sind,
und zwei hintere Stützbeine 4, 41.
Die teleskopischen vorderen Stützbeine 2, 21 werden
bevorzugt durch hydraulische Zylinder angetrieben. Die teleskopischen
vorderen Stützbeine 2, 21 sind
symmetrisch in Bezug auf die Längsachse 100 des
Fahrzeugs angeordnet und sind um die an den Ecken angeordneten Drehachsen 8, 81 drehbar.
Darüber
hinaus sind die beiden hinteren Stützbeine 4, 41 symmetrisch
an der linken und rechten Ecke des hinteren Teils des Basisstützteils
angeordnet und können
um die Achsen 9, 91 an der hinteren rechten/linken
Ecke drehen. Diese Drehachsen 8, 81 der vorderen
Stützbeine
sind in der Nähe
des Drehmechanismus 5 angeordnet. Die Drehachsen 9, 91 der
hinteren Stützbeine
sind weit entfernt vom Drehmechanismus 5, ungefähr im Zentrum
des Chassis 1 angeordnet.
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Der
Abstand vom Zentrum jeder Drehachse 9, 91 des
hinteren Stützbeins 4, 41 zum
Zentrum des Drehmechanismus 5 ist doppelt oder mehrfach
größer als
der Abstand vom Zentrum jeder Drehachse 8, 81 der
vorderen Stützbeine 2, 21 zum
Zentrum des Drehmechanismus 5.
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Die
mehrstufigen teleskopischen vorderen Stützbeine 2, 21 können zweistufige
oder mehrstufige Mechanismen mit Teleskopzylindern aufweisen, die
koaxial angeordnet werden können
und horizontal aus-/einfahren.
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Des
Weiteren ist eine höhenverstellbare,
vertikale Stütze
(nicht abgebildet in den Figuren) am Ende jedes vorderen Stützbeins 2, 21 und
jedes hinteren Stützbeins 4, 41 so
befestigt, dass diese den Boden berühren kann, um die Position
des Betonpumpenfahrzeugs während
seines Betriebs einzustellen. Bevorzugt sind die Stützen als
hydraulische Zylinder ausgebildet.
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Während des
Fahrens des Betonpumpenfahrzeugs sind die vorderen Stützbeine 2, 21 mit
den hülsenartigen
mehrstufigen Stützbeinen
vollständig durch
die hydraulischen Zylinder (nicht abgebildet in den Figuren) in
die Stützbeingehäuse eingefahren und
parallel zur Fahrtrichtung in Richtung des Führerhauses angeordnet. Die
hinteren Stützbeine 4, 41 sind
in paralleler Ausrichtung entlang der Fahrtrichtung in Richtung
des hinteren Abschnitts des Chassis angeordnet.
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Wenn
die mobile Betonpumpe an ihrem Arbeitsplatz angekommen ist, werden
die vorderen Stützbeine 2, 21 und
die hinteren Stützbeine 4, 41 in die
entsprechenden Positionen ausgefahren. Die Stützen am Ende der hinteren Stützbeine 4, 41 und der
vorderen Stützbeine 2, 21 sind
so ausgelegt, dass sie die gesamte Betonpumpe stabil abstützen können. Dann
wird das Kranauslegersystem 6 ausgefahren, und das Pumpensystem 7 wird
eingeschaltet, um den Verteilungsbetrieb zu beginnen.
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Die
oben gezeigte und beschriebene Ausgestaltung der Erfindung repräsentiert
eine verdeutlichende, nicht einschränkende Ausführungsform dieser Erfindung.
Selbstverständlich
können
verschiedene Änderungen
vorgenommen werden, ohne von der Lehre dieser Erfindung abzuweichen,
die in den folgenden Ansprüchen
definiert ist.