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DE102008006119B3 - Mobilkran und Verfahren zur Montage - Google Patents

Mobilkran und Verfahren zur Montage Download PDF

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DE102008006119B3
DE102008006119B3 DE200810006119 DE102008006119A DE102008006119B3 DE 102008006119 B3 DE102008006119 B3 DE 102008006119B3 DE 200810006119 DE200810006119 DE 200810006119 DE 102008006119 A DE102008006119 A DE 102008006119A DE 102008006119 B3 DE102008006119 B3 DE 102008006119B3
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DE
Germany
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crane
pivoting device
power lift
mobile crane
mobile
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DE200810006119
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Inventor
Hans-Dieter Dipl.-Ing. Willim
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Liebherr Werk Ehingen GmbH
Original Assignee
Liebherr Werk Ehingen GmbH
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Abstract

Die vorliegende Erfindung zeigt einen Mobilkran mit einem Oberwagen, an welchem ein Ausleger um eine horizontale Achse aufwippbar angelenkt ist, und mit einer Kabine für den Kranführer, welche über eine Schwenkvorrichtung schwenkbar am Oberwagen angeordnet ist. Dabei weist die Kabine oder die Schwenkvorrichtung einen Kraftheber zum Heben einer Last, insbesondere eines Kranteiles, auf, so dass eine mittels des Krafthebers gehobene Last mittels der Schwenkvorrichtung gegenüber dem Kran bewegbar ist. Weiterhin umfasst die Erfindung ein Verfahren zur Montage und/oder Demontage eines Kranteiles, insbesondere eines Abstützelements, an einen Mobilkran mit einem Oberwagen, an welchem ein Ausleger um eine horizontale Achse aufwippbar angelenkt ist, und mit einer Kabine für den Kranführer, welche über eine Schwenkvorrichtung schwenkbar am Oberwagen angeordnet ist, wobei das Kranteil, insbesondere das Abstützelement, mit einem an der Schwenkvorrichtung oder die Kabine angeordneten Kraftheber angehoben und über die Schwenkvorrichtung gegenüber dem Kran bewegt wird.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Mobilkran mit einem Oberwagen, an welchem an Ausleger um eine horizontale Achse aufwippbar angelenkt ist, und mit einer Kabine für den Kranführer, welche über eine Schwenkvorrichtung schwenkbar am Oberwagen angeordnet ist. Weiterhin betrifft die vorliegend Erfindung ein Verfahren zur Montage und/oder Demontage eines Kranteils, insbesondere eines Abstützelements, an einen solchen Mobilkran.
  • Der Oberwagen eines solchen Mobilkrans ist dabei üblicherweise um eine vertikale Drehachse gegenüber dem Unterwagen drehbar. Bei dem aufwippbaren Ausleger kann es sich um einen Teleskopausleger handeln. Insbesondere bei großen Kranen ist dabei häufig der Ausleger so schwer, daß der Oberwagen ohne Abstützung nicht geschwenkt werden kann. Auch ist die Lage des Schwerpunktes weit vom Drehpunkt des Oberwagens entfernt. Hierdurch kann der Ausleger des Mobilkrans nicht für einen Hub verwendet werden, wenn der Mobilkran nicht über Abstützelemente abgestützt wird.
  • Im öffentlichen Straßenverkehr sind jedoch regelmäßig national verschiedene Regelungen vorhanden, welche sich auf die Einschränkungen zum Beispiel hinsichtlich des zulässigen Gewichts (Gesamtgewicht und Achslast), der Abmaße und der Achsenanzahl beziehen. Um einen Mobilkran zu verschiedenen Einsatzorten zu bringen, ist es daher üblich, verschiedene Teile des Mobilkrans für eine Straßenfahrt abzubauen und erst am Hubort zu montieren.
  • Wenn diese Kranteile Abstützelemente enthalten, welche für die Abstützung des Mobilkrans benötigt werden, kann der Mobilkran im Verfahrzustand nicht oder nicht komplett abgestützt werden, so dass auch der Ausleger im Verfahrzustand nicht eingesetzt werden kann. Damit können die zur Abstützung notwendigen Kranteile auch nicht über den Ausleger des Mobilkrans in ihre Montageposition am Mobilkran gebracht werden. Bei bekannten Mobilkranen wird daher ein Hilfskran benötigt, um solche Kranteile zu montieren bzw. wieder zu demontieren. Dies stellt einen zusätzlichen Aufwand und zusätzliche Kosten dar.
  • Aus der DE 89 04 010 U1 ist ein Fahrzeugkran bekannt, mit einem um eine horizontale Achse schwenkbaren Ausleger und einen um eine vertikale Achse horizontal verschwenkbaren Tragarm mit einer daran befestigten Führerkabine, wodurch ein freier Blick des Kranführers gewährleistet werden soll.
  • Ein weiterer Fahrzeugkran ist aus der DE 20 2004 013 077 U1 bekannt, welcher unter Verwendung einer Abspannstütze als Hilfskran die Montage eines separat transportierten Hauptauslegers an den Grundausleger zeigt.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Mobilkran zur Verfügung zu stellen, welcher ohne Hilfskran von einem Verfahrzustand in einen vollwertigen Arbeitszustand und zurück umgebaut werden kann. Dabei soll dies unter möglichst geringem konstruktiven Aufwand erfolgen. Insbesondere betrifft die Erfindung dabei Mobilkrane, bei welchen der Ausleger im Verfahrzustand nicht dazu verwendet werden kann, zusätzliche Kranteile, insbesondere Abstützelemente, zu montieren.
  • Diese Aufgabe wird von einem Mobilkran gemäß Anspruch 1 und durch ein Verfahren nach Anspruch 11 gelöst. Ein solcher Mobilkran weist dabei einen Oberwagen auf, an welchem ein Ausleger um eine horizontale Achse aufwippbar angelenkt ist, und eine Kabine für den Kranführer, welche über eine Schwenkvorrichtung schwenkbar am Oberwagen angeordnet ist. Erfindungsgemäß weist dabei die Kabine oder die Schwenkvorrichtung einen Kraftheber zum Heben einer Last, insbesondere eines Kranteiles, auf, so daß eine mittels des Krafthebers gehobene Last mittels der Schwenkvorrichtung gegenüber dem Kran bewegbar ist. Hierdurch ist es möglich, die ohnehin vorhandene Schwenkvorrichtung für die Kabine zur Montage bzw. Demontage des Mobilkrans zu verwenden. Ein separat zum Einsatzort angeliefertes Kranteil, insbesondere ein Abstützelement, kann so über den Kraftheber angehoben und über die Schwenkvorrichtung in die Montageposition an den Kran bewegt und dort montiert werden. Hierdurch ist es möglich, den Mobilkran vom Verfahrzustand in einen vollwertigen Arbeitszustand umzubauen, ohne daß ein Hilfskran benötigt würde. Ebenso ist eine Demontage zurück in den Verfahrzustand ohne Hilfskran möglich. Das Verschwenken der Schwenkvorrichtung und das Heben und Bewegen der Kranteile ist dabei auch im Verfahrzustand des Mobilkrans möglich, da die Schwenkvorrichtung mit der Kabine erheblich leichter als der Ausleger ist, so daß die Stabilität des Mobilkrans für deren Bewegung auch ohne die erst noch zu montierenden Abstützelemente ausreicht. Der Kraftheber und die Schwenkvorrichtung können somit als ein Hilfskran eingesetzt werden, um insbesondere Kranteile am Mobilkran zu montieren und zu demontieren. Gegebenenfalls kann auch noch die Achsfederung vor der Montage „blockiert" werden.
  • Vorteilhafterweise ermöglicht die Schwenkvorrichtung dabei ein Verschwenken um eine vertikale Achse. Die Schwenkvorrichtung ist dabei üblicherweise über eine vertikale Schwenkachse am Oberwagen des Mobilkrans angelenkt und kann über einen Schwenkantrieb verschwenkt werden. Hierdurch ist es möglich, zum Beispiel ein seitlich neben dem Oberwagen auf einem Zusatzfahrzeug angeliefertes Kranteil über den Kraftheber aufzunehmen und über die Schwenkvorrichtung an den Mobilkran in seine Montageposition zu bringen. Natürlich wird die Schwenkvorrichtung auch dazu eingesetzt, die Kabine in ihre Arbeitsposition neben dem Ausleger zu bringen.
  • Weiterhin vorteilhafterweise ermöglicht die Schwenkvorrichtung weiterhin eine Bewegung der Last in radialer Richtung bezüglich der Schwenkachse. Hierdurch ist eine genauere und flexiblere Aufnahme und Positionierung der Last möglich. Natürlich wird auch diese Bewegbarkeit der Schwenkvorrichtung dazu eingesetzt, die Position der Kabine zu verändern.
  • Vorteilhafterweise umfaßt die Schwenkvorrichtung dabei einen Schenkarm, insbesondere einen austeleskopierbaren Schwenkarm. Solche Schwenkarme werden bei bekannten Kranen lediglich dazu verwendet, die Kabine gegenüber dem Oberwagen zu bewegen. Erfindungsgemäß kann dieser Schwenkarm nun ebenfalls dazu verwendet werden, den Mobilkran von einem Verfahrzustand in einen Arbeitszustand und zurück umzubauen. Der Schwenkarm kann hierfür gegebenenfalls entsprechend verstärkt werden, um die entsprechenden Kranteile tragen zu können.
  • Vorteilhafterweise schneidet dabei die Hubachse des Krafthebers die Längsachse der Schwenkvorrichtung, insbesondere die Längsachse des Schwenkarms. Der Lastaufnahmepunkt des Krafthebers ist damit senkrecht unter der Längsachse der Schwenkvorrichtung positioniert, so daß die Schwenkvorrichtung, insbesondere der Schwenkarm, bei Hubarbeiten im wesentlichen nur auf Biegung und nicht auf Torsion beansprucht wird.
  • Weiterhin vorteilhafterweise ermöglichen der Kraftheber und die Schwenkvorrichtung die Montage und/oder Demontage von Kranteilen, insbesondere von Abstützelementen, am Mobilkran. Die Schwenkvorrichtung und der Kraftheber sind dabei so ausgelegt, daß ein Kranteil an die entsprechende Montageposition am Mobilkran transportiert werden kann. Die Eignung von Kraftheber und Schwenkvorrichtung betrifft dabei sowohl das Gewicht der einzelnen Komponenten, als auch den erreichbaren Radius, welcher zum Erreichen der Montageposition benötigt wird. Insbesondere ermöglichen der Kraftheber und die Schwenkvorrichtung dabei die Montage von Abstützelementen am hinteren Ende des Mobilkrans und/oder seitlich neben der Drehachse des Oberwagens.
  • Vorteilhafterweise ermöglicht der Kraftheber dabei die Montage und/oder die Demontage einer Zusatzachse mit integrierter Abstützung. Eine solche Zusatzachse bildet dabei eine Einheit mit der hinteren Abstützung, so daß diese Zusatzachse montiert werden muß, um den Mobilkran vom Verfahrzustand in den Arbeitszustand umzubauen. Um den Mobilkran verfahren zu können, muß diese Zusatzachse wieder demontiert werden. Der erfindungsgemäße Mobilkran erlaubt es dabei, diese Montage ohne einen Zusatzkran vorzunehmen, obwohl der Ausleger des Kranes zur Montage der Zusatzachse nicht verwendet werden kann, da er ohne die hintere Abstützung nicht gedreht werden kann.
  • In weiterhin vorteilhafter Weise ermöglichen die Schwenkvorrichtungen und der Kraftheber die Montage und/oder Demontage einer seitlichen Abstützeinheit. Solche Abstützeinheiten weisen vorteilhafterweise einen Zentralkasten auf, welcher mit dem Unterwagen verbunden wird und an welchem Abstützungen vorgesehen sind. Diese Abstützeinheiten können nun erfindungsgemäß über den Kraftheber und die Schwenkvorrichtung montiert werden.
  • Weiterhin vorteilhafterweise ist der Oberwagen des erfindungsgemäßen Mobilkrans um eine vertikale Drehachse drehbar an einem Unterwagen angeordnet. Ist ein Drehen des Oberwagens und damit die Benutzung des Auslegers zur Montage von Stützelementen am Kran, insbesondere am Unterwagen, im Verfahrzustand nicht möglich, eben weil erst diese Stützelemente dem Mobilkran die nötige Stabilität zum Verdrehen des Oberwagens geben, so kann der Mobilkran dennoch durch die vorliegende Erfindung aus dem Verfahrzustand in den Arbeitszustand umgebaut werden und zurück, ohne daß hierzu ein Hilfskran benötigt würde.
  • Vorteilhafterweise weist der erfindungsgemäße Kraftheber dabei einen Hydraulikzylinder und/oder eine Winde auf. Weiterhin vorteilhafterweise weist der Kraftheber zudem Aufnahmemittel zur Aufnahme einer Last, insbesondere eines Kranteils, insbesondere eines Abstützelements auf.
  • Die vorliegende Erfindung umfaßt weiterhin einen Mobilkran mit einem mittels des Krafthebers und der Schwenkvorrichtung montierbaren und/oder demontierbaren Kranteil, insbesondere einem Abstützelement. Ein solcher Mobilkran kann, wie bereits oben dargestellt, selbstständig von einem Verfahrzustand in einen Arbeitszustand umgebaut werden.
  • Die vorliegende Erfindung umfaßt weiterhin ein Verfahren zur Montage und/oder Demontage eines Kranteiles, insbesondere eines Abstützelements, an einen Mobilkran mit einem Oberwagen, an welchem ein Ausleger um eine horizontale Achse aufwipppbar angelenkt ist, und mit einer Kabine für den Kranführer, welche über eine Schwenkvorrichtung schwenkbar am Oberwagen angeordnet ist. Erfindungsgemäß wird dabei das Kranteil, insbesondere das Abstützelement, mit einem an der Schwenkvorrichtung oder der Kabine angeordneten Kraftheber angehoben und über die Schwenkvorrichtung gegenüber dem Kran bewegt. Wie bereits beschrieben, ist es hierdurch möglich, die Kranteile, insbesondere Abstützelemente, ohne die Verwendung des Auslegers oder eines Hilfskrans am Mobilkran zu montieren. Insbesondere handelt es dabei um ein Verfahren zum Umbau des Mobilkrans aus einem Verfahrzustand in einen vollwertigen Arbeitszustand und/oder zurück.
  • Vorteilhafterweise wird dabei bei dem Verfahren zur Montage ein über ein Zusatzfahrzeug angeliefertes Kranteil mittels des Krafthebers und der Schwenkvorrichtung an seine Montageposition am Kran bewegt. Das aufgrund der Einschränkungen im öffentlichen Straßenverkehr separat angelieferte Kranteil, insbesondere ein Abstützelement, kann so ohne Hilfskran an seine Montageposition am Kran bewegt werden und dort montiert werden.
  • Bei dem Verfahren zur Demontage wird weiterhin vorteilhafterweise ein Kranteil mittels des Krafthebers und der Schwenkvorrichtung aus seiner Montageposition am Kran zum Abtransport auf ein Zusatzfahrzeug bewegt. Hierdurch ist auch eine Demontage des Kranteils, durch welche der Mobilkran aus seinem Arbeitszustand in den Verfahrzustand umgebaut wird, ohne einen Hilfskran möglich.
  • Bei dem Kranteil handelt es sich dabei vorteilhafterweise um ein Abstützelement, welches eine hintere und/oder eine seitliche Abstützung bildet. Insbesondere umfaßt das Kranteil dabei eine Zusatzachse mit integrierter Abstützung oder eine seitliche Abstützeinheit.
  • Vorteilhafterweise wird dabei erfindungsgemäß zur Montage der Zusatzachse mit integrierter Abstützung am hinteren Ende des Mobilkrans der Mobilkran zunächst über vordere Stützelemente, insbesondere Stützholme, abgestützt, bevor die Zusatzachse erfindungsgemäß über den Kraftheber und die Schwenkvorrichtung angehoben und gegenüber dem Kran bewegt wird.
  • Die vorliegende Erfindung umfaßt dabei weiterhin ein Verfahren zur Montage zweier seitlicher Abstützeinheiten auf gegenüberliegenden Seiten des Mobilkrans. Hierbei wird zunächst eine erste Abstützeinheit mittels des Krafthebers und der Schwenkvorrichtung auf einer ersten Seite montiert und der Mobilkran dann über die erste Abstützeinheit abgestützt. Daraufhin wird die Schwenkvorrichtung durch Drehen des Oberwagens auf die gegenüberliegende Seite gedreht, so daß dort die zweite Abstützeinheit mittels des Krafthebers und der Schwenkvorrichtung montiert werden kann. Durch die auf der ersten Seite bereits montierte Abstützeinheit weist der Kran dabei auf dieser Seite bereits eine ausreichende Standsicherheit auf, um den Ausleger über die abgestützte Seite zu schwenken, um auf der noch nicht abgestützten Seite die zweite Abstützeinheit wiederum über Kraftheber und Schwenkvorrichtung zu montieren.
  • Die vorliegende Erfindung umfaßt weiterhin ein Verfahren zur Demontage zweier seitlicher Abstützeinheiten, welches in umgekehrter Reihenfolge abläuft. Dabei werden zwei seitliche Abstützeinheiten, welche auf gegenüberliegenden Seiten des Mobilkrans angeordnet sind, demontiert, indem zunächst eine erste Abstützeinheit mittels des Krafthebers und der Schwenkvorrichtung auf einer ersten Seite demontiert wird, woraufhin die Schwenkvorrichtung durch Drehen des Oberwagens auf die gegenüberliegende Seite gedreht wird. Dort wird die zweite Abstützeinheit dann mittels des Krafthebers und der Schwenkvorrichtung ebenfalls demontiert.
  • Während der Montage bzw. Demontage der Kranteile über den Kraftheber und die Schwenkvorrichtung ist der Ausleger des Kranes dabei vorteilhafterweise im wesentlichen parallel zur Längsachse des Kranes ausgerichtet, um die Stabilität des Kranes nicht zu gefährden. Ist bereist eine Seite abgestützt, kann der Ausleger auch auf diese Seite zeigend positioniert werden.
  • Die vorliegende Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen sowie Zeichnungen näher beschrieben.
  • Dabei zeigen:
  • 1 ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Mobilkrans in einer Seitenansicht,
  • 2 das erste Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Mobilkrans in einer Draufsicht bei der Durchführung eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens,
  • 3 die Montage einer Zusatzachse gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahren,
  • 4 das erste Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Mobilkrans mit der montierten Zusatzachse,
  • 5 ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Mobilkrans mit montierten seitlichen Abstützeinheiten in einer Draufsicht,
  • 6 das zweite Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Mobilkrans in einer Draufsicht bei der Durchführung eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens,
  • 7 das zweite Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Mobilkrans bei der Durchführung des zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens, wobei in einem ersten Schritt eine erste seitliche Abstützeinheit montiert wird, und
  • 8 das zweite Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Mobilkrans in einer Draufsicht bei der Durchführung des zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens, wobei in einem zweiten Schritt eine zweite seitliche Abstützeinheit montiert wird.
  • 1 bis 8 zeigen Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Mobilkrans mit einer über eine Schwenkvorrichtung gegenüber dem Oberwagen schwenkbaren Kabine. Der Mobilkran weist dabei einen Oberwagen 1 auf, an welchem ein Ausleger 2 um eine horizontale Achse aufwippbar angelenkt ist. Zum Aufwippen des Auslegers 2 sind dabei Wippzylinder 10 vorgesehen, über welche der Ausleger gegenüber dem Oberwagen aufwippbar ist. Bei dem Ausleger handelt es sich dabei um einen Teleskopausleger, mit einem am Oberwagen 1 angelenkten Anlenkschuß, aus welchem mehrere Teleskopschüsse austeleskopiert werden können. Der Oberwagen 1 des erfindungsgemäßen Mobilkrans kann dabei um eine vertikale Drehachse 7 gegenüber dem Unterwagen 8 gedreht werden. Der Unterwagen 8 weist mehrere Achsen auf, über welche er verfahrbar ist. Weiterhin ist vorne am Unterwagen 8 eine Fahrerkabine 9 angeordnet, über welche der Mobilkran im Straßenverkehr gelenkt wird. Der Mobilkran kann weiterhin eine in den Unterwagen integrierte vordere Abstützung 11 aufweisen.
  • Am Oberwagen ist weiterhin eine Kabine 3 für den Kranführer angeordnet, welche über eine Schwenkvorrichtung 4 gegenüber dem Oberwagen schwenkbar ist. Über diese Schwenkvorrichtung 4 kann die Kabine für den Transport auf der Straße nach hinten verschwenkt werden, während sie während des Hubes seitlich neben dem Ausleger 2 angeordnet ist. Die Schwenkvorrichtung ist dabei über eine vertikale Schwenkachse am Oberwagen 1 angelenkt. Die Schwenkvorrichtung 4 umfaßt dabei einen austeleskopierbaren Arm, welcher die Kabine 3 trägt und welcher schwenkbar am Oberwagen angelenkt ist. Weiterhin ist ein Schwenkantrieb vorgesehen, um die Schwenkvorrichtung zu verschwenken. Die Schwenkvorrichtung kann damit sowohl um die vertikale Schwenkachse gegenüber dem Oberwagen verschwenkt werden, als auch in radialer Richtung bezüglich der Schwenkachse bewegt werden, wozu ebenfalls ein Antrieb, in diesem Falle ein Teleskopierantrieb, vorgesehen ist.
  • Erfindungsgemäß weist die Schwenkvorrichtung 4 einen Kraftheber 5 zum Heben einer Last, insbesondere eines Kranteils auf, so daß eine mittels des Krafthebers 5 gehobene Last mittels der Schwenkvorrichtung 4 gegenüber dem Kran bewegbar ist. Der Kraftheber 5 ist dabei ein Hydrozylinder, welcher an der Schwenkvorrichtung angeordnet ist und an seinem unteren Ende ein Verbindungselement zur lösbaren Verbindung mit einem Kranteil aufweist. Der Kraftheber kann hierdurch mit einem Kranteil verbunden werden und dieses anheben. Über die Schwenkvorrichtung kann das Kranteil dann gegenüber dem Oberwagen verschwenkt sowie in radialer Richtung bezüglich der Schwenkachse bewegt werden. Die Schwenkvorrichtung und der Kraftheber werden hierdurch zu einem Hilfskran, über welchen eine Last, insbesondere ein Kranteil, unabhängig von der Bewegung des Oberwagens 1 und des Auslegers 2 gegenüber dem Kran bewegt werden kann. Die Längsachse des Krafthebers, in diesem Fall die Bewegungsachse des Hydrozylinders, schneidet dabei die Längsachse der Schwenkvorrichtung, welche als austeleskopierbarer Schwenkarm ausgebildet ist. Hierdurch wird die Schwenkvorrichtung bei Hubarbeiten im wesentlichen auf Biegung, und nicht auf Torsinn beansprucht.
  • Der Ausleger 2 des erfindungsgemäßen Mobilkrans ist dabei so schwer, daß dieser ohne Abstützung des Mobilkrans nicht geschwenkt werden kann. Dabei ist die Lage des Schwerpunkts des Auslegers soweit vom Drehpunkt des Oberwagens 1 entfernt, daß der Mobilkran ohne Abstützung nicht die nötige Standfestigkeit aufweist, um eine Drehung des Oberwagens 1 mit dem Ausleger 2 zu ermöglichen.
  • Um den erfindungsgemäßen Mobilkran zu den verschiedenen Einsatzorten zu bringen, müssen jedoch je nach den Einschränkungen im öffentlichen Straßenverkehr verschiedene Teile des Mobilkrans für die Straßenfahrt abgebaut werden. Da diese Kranteile die Abstützung des Mobilkrans umfassen, kann dieser im Verfahrzustand nicht vollwertig abgestützt werden, so daß der Ausleger 2 nicht zur Montage der Kranteile an dem Mobilkran verwendet werden kann.
  • Durch die erfindungsgemäße Schwenkvorrichtung mit Kraftheber können diese Kranteile dennoch montiert bzw. demontiert werden, ohne daß hierfür ein Hilfskran benötigt würde.
  • Zur Montage wird dabei das zu montierende Kranteil auf einem separaten Transportmittel neben den Kran gefahren. Der Kraftheber wird dann über dem Kranteil durch Schwenken und Ausfahren der Schwenkvorrichtung positioniert. Dann wird eine Verbindung zwischen dem Kraftheber und dem Kranteil hergestellt. Mittels des Krafthebers wird das Kranteil vom Transportmittel abgehoben, um dann mittels der Schwenkvorrichtung durch Schwenken und Teleskopieren in seine Montageposition an den Kran bewegt zu werden. Dort wird das Kranteil abgelassen und an der Montagestelle mit dem Kran verbunden.
  • Dabei sind in 1 bis 4 ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Mobilkrans bzw. ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens gezeigt, bei welchem eine Zusatzachse mit hinterer Abstützung das mittels des Krafthebers und der Schwenkvorrichtung montierbare und/oder demontierbare Kranteil bildet.
  • Der erfindungsgemäße Mobilkran weist dementsprechend in einem ersten Ausführungsbeispiel eine Baugruppe „Zusatzachse" 6 auf, welche für den Transport auf öffentlichen Straßen demontiert werden muss. Die Zusatzachse bildet dabei im Ausführungsbeispiel die zehnte Achse des Mobilkrans, welcher bei demontierter Zusatzachse neun Achsen aufweist. Bei dem in 1 gezeigten Mobilkran, welcher den Verfahrzustand mit demontierter Zusatzachse zeigt, wurde dabei anstelle der Zusatzachse ein Endstück 14, welches die Stoßstange und die Rücklichter trägt, an der Hinterseite des Kranes an Anlenkpunkten 16 montiert.
  • Am Hubort muß das Endstück 14 nun demontiert und die Zusatzachse montiert werden. Die Zusatzachse bildet dabei eine Einheit mit der hinteren Abstützung. Die hintere Abstützung weist dabei Schiebholmkästen und Schiebholme sowie Antriebe auf. Weiterhin sind Schnellkupplung zum Energie- und Datenaustausch zwischen der Zusatzachse und dem Kran vorgesehen. Ebenso weist die Zusatzachse sämtliche für die Achse notwendigen Einheiten wie Federung, gegebenenfalls Antrieb und Lenkung auf. Auch Stoßstange und Beleuchtung sind an der Zusatzachse vorgesehen oder können durch Montage des Endstückes 14 an der Zusatzachse bereitgestellt werden.
  • Die Zusatzachse 6 ist dabei in 4 im montierten Zustand gezeigt, in welchem sie am hinteren Ende des Mobilkrans an Anlenkpunkten 16 befestigt ist. Die Zusatzachse 6 weist dabei die Fahrachse 18, die Schiebeholmkästen 19 sowie die austeleskopierbaren Schiebeholme 17 auf. Die Schiebeholme 17 können dabei im ausgefahrenen Zustand eine breitere Abstützbasis bilden als die vorderen Schiebeholme 11, da ihr Gewicht nicht in die für den Straßenverkehr gegebenen Zulässigkeitsregelungen für die Achslast und für das Gesamtgewicht des Mobilkrans einfließt. Hierdurch können auch mehrstufig teleskopierbare Schiebeholme verwendet werden.
  • 3 zeigt nun die mechanische Verbindung der Zusatzachse 6 mit dem hinteren Ende des Mobilkrans. Der Unterwagen 8 des Mobilkrans weist hierzu obere und untere Verbindungspunkte 16 auf, an welchen die Zusatzachse befestigt wird. Der obere Verbindungspunkt wird dabei von einer Gabel 20 am Unterwagen 8 gebildet, in welche eine Bolzen 22 an der Zusatzachse 6 eingehängt wird. Die untere Verbindung ist eine Bolzenverbindung, welche durch ein Verbolzen von Bolzenaufnahmen 21 und 23 am Unterwagen und an der Zusatzachse 6 gebildet wird. Weiterhin ist ein Anschlag 26 und 27 zur Positionierung vorgesehen, welcher mechanisch bearbeitet werden kann. Auf ihrer Rückseite weist die Zusatzachse zudem Verbindungspunkte auf, an welchen die Endeinheit 14 mit Stoßstange und Beleuchtungsträger angebracht werden kann.
  • Die Montage der Zusatzachse 6 am Mobilkran wird dabei anhand von 2 näher erläutert. Zunächst wird hierbei der erfindungsgemäße Mobilkran mit den vorderen Abstützholmen 11 abgestützt. Die Zusatzachse 6 wird nun auf einem Transportmittel 20 neben den Kran gefahren. Der Kraftheber wird nun über die Schwenkvorrichtung 4 durch Schwenken um den Anlenkpunkt 28 der Schwenkvorrichtung 4 am Oberwagen 1 sowie aus- bzw. einteleskopieren über der Zusatzachse positioniert. Hierbei werden die Verbindungselemente an dem Kraftheber und der Zusatzachse entsprechend positioniert und eine Verbindung zwischen Kraftheber und Zusatzachse hergestellt.
  • Die Zusatzachse wird nun mittels des Krafthebers 5 von dem Transportmittel 20 abgehoben. Der Anhängpunkt 24 der Zusatzachse ist dabei, wie in 3 gezeigt, zur Lage des Schwerpunktes so positioniert, daß die Montage der Zusatzachse erleichtert wird. Hierzu ist der Anhängpunkt 24 gegenüber einer lotrechten durch den Schwerpunkt nach hinten verschoben, so daß die Zusatzachse 6 beim Anheben über den Anhängpunkt 24 mit ihrer Vorderseite um einen gewissen Winkel nach unten kippt.
  • Nach dem Anheben vom Transportmittel wird die Zusatzachse durch ein Schwenken und Teleskopieren der Schwenkvorrichtung in ihre Montageposition gebracht, in welcher sie sich auf der Rückseite 15 des Kranes befindet. Wie anhand von 3 ersichtlich, sind dabei die Bolzen 22 der oberen Verbindung über der nach oben offenen Gabel 20 am Mobilkran positioniert. Die Zusatzachse wird nun über dem Kraftheber abgelassen und an den Bolzen 22 in die Gabel 20 eingehängt. Durch weiteres Ablassen schwenkt dann die Zusatzachse um die Achse des Bolzen 22, bis die Anschlagfläche 27 an der Zusatzachse 6 gegen die Anschlagfläche 26 am Mobilkran stößt. Der Kraftheber kann nun wieder von der Zusatzachse gelöst werden. Die untere Verbindung wird durch Schließen der unteren Bolzenverbindung gesichert. Anschließend werden auch die nicht gezeigten Schnellkupplungen geschlossen.
  • Die Demontage der Zusatzachse erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Es wird also die untere Bolzenverbindung gelöst, die Zusatzachse über den Kraftheber angehoben, über die Schwenkvorrichtung über ein Transportfahrzeug verschwenkt und dort wieder abgelassen.
  • Bei der Montage und Demontage muß jeweils noch das Endelement 14 montiert bzw. demontiert werden, was ebenfalls über den Kraftheber erfolgen kann.
  • Die vorliegende Erfindung kann alternativ oder zusätzlich zur Montage einer Zusatzachse dazu genutzt werden, um abseitliche Abstützeinheiten am Kran zu montieren. Auch diese Abstützeinheiten müssen für die Straßenfahrt entfernt werden und können erst am Einsatzort wieder montiert werden. Dementsprechend ist in 5 bis 8 ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Mobilkrans bzw. ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens gezeigt, bei welchem seitliche Abstützeinheiten das mittels des Krafthebers und der Schwenkvorrichtung montierbare und/oder demontierbare Kranteil bilden.
  • 5 zeigt dabei den erfindungsgemäßen Mobilkran mit montierten Abstützeinheiten 30 und 40. Die Abstützeinheiten 30 und 40 weisen dabei jeweils einen Zentralkasten auf, welcher mit dem Unterwagen 8 des Mobilkrans verbunden wird. Hierzu sind am Zentralkasten Verbindungen vorgesehen, die sich mit dem Unterwagen schnell verbinden lassen. Die Verbindungen können mechanisch, hydraulisch, elektrisch, etc. sein. An dem Zentralkasten sind Abstützungen 32 vorgesehen, welche schwenkbar und/oder teleskopierbar sein können. Am äußeren Ende der Abstützungen 32 sind dabei Abstützzylinder 31 vorgesehen, welche zum Abstützen des Mobilkrans ausgefahren werden.
  • Bei der in 5 oben gezeigten zweiten Abstützeinheit 40 sind dabei bereits die Abstützungen ausgeschwenkt und austeleskopiert. Bei der unten gezeigten ersten Abstützeinheit 30 befinden sich die Abstützeinheiten noch in ihrer Transportstellung, bei welcher die Abstützungen 32 noch nicht ausgeschwenkt sind.
  • 6 zeigt nun das zweite Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Mobilkrans mit der Schwenkvorrichtung 4, über welche die Kabine 3 bezüglich der vertikalen Verschenkachse 28 gegenüber dem Oberwagen 1 des Mobilkrans verschwenkt und über den Teleskopauszug der Schwenkvorrichtung in radialer Richtung bewegt werden kann. Dabei ist am kabinenseitigen Ende der Schwenkvorrichtung der Kraftheber 5 vorgesehen, welcher damit über die Schwenkvorrichtung ebenfalls verschwenkt sowie in radialer Richtung bewegt werden kann. Schwenkvorrichtung und Kraftheber 5 bilden damit einen Hilfskran, über welchen ein auf dem Transportfahrzeug 20 abgelegtes Kranteil angehoben und bewegt werden kann. Das zweite Ausführungsbeispiel entspricht dabei bis auf die unterschiedliche Abstützung dem ersten Ausführungsbeispiel.
  • 7 zeigt nun die Montage der ersten seitlichen Abstützeinheit 30. Die Abstützeinheit wird dabei auf dem Transportmittel neben dem Mobilkran an der Seite, an der sich die Kabine 3 und damit der Kraftheber 5 befindet, gefahren. Der Ausleger 2, welcher ohne Abstützung nicht gedreht werden kann, befindet sich dabei in seiner Transportstellung. Der Kraftheber 5 wird nun durch Schwenken und Teleskopieren der Schwenkvorrichtung 4 über dem Verbindungspunkt mit der seitlichen Abstützeinheit 30 positioniert und eine Verbindung hergestellt.
  • Die Abstützeinheit 30 wird nun mittels Kraftheber vom Transportmittel abgehoben. Auch hier ist der Anhängpunkt zur Lage des Schwerpunktes der Abstützeinheit 30 so positioniert, daß die Montage der Abstützeinheit erleichtert wird. Durch Schwenken und Teleskopieren wird nun die Abstützeinheit 30 in Montageposition gebracht, abgelassen und dann an den Verbindungsstellen eingehängt. Die Abstützeinheit 30 wird am Unterwagen 8 montiert und der Kraftheber wird wieder gelöst. Anschließend werden die nicht gezeigte Schnellkupplung zum Beispiel für die Hydraulik, Elektrik oder Pneumatik geschlossen.
  • Da der Oberwagen 1 des Mobilkrans aufgrund des schweren Auslegers 2 ohne eine Abstützung nicht gedreht werden kann, wird der Mobilkran nun, wie in 8 gezeigt, zunächst über die bereits montierte erste Abstützeinheit 30 auf einer Seite abgestützt, so daß er einseitig eine ausreichende Standsicherheit erhält. Nun kann der Oberwagen 1 so geschwenkt werden, daß der Ausleger 2 über die Abstützung schwenkt. Hierdurch gelangt die schwenk- und teleskopierbare Kabine 3 mit dem Kraftheber auf die andere Seite des Kranes, so daß der Kraftheber zur Montage der zweiten Abstützeinheit 40 auf der gegenüberliegenden Seite herangezogen werden kann. Auch die zweite Abstützeinheit 40 wird nun, wie in 8 gezeigt, auf die gleiche Art montiert wie die erste Abstützeinheit 30.
  • Die Demontage der beiden seitlichen Abstützeinheiten erfolgt dann in umgekehrter Reihenfolge. Es wird also zunächst die zweite Abstützeinheit 40 mittels des Krafthebers und der Schwenkvorrichtung demontiert, während der Kran noch über die erste Abstützeinheit 30 einseitig abgestützt ist. Daraufhin wird der Oberwagen mit dem Ausleger 2 so verschwenkt, daß die verschwenkbare Kabine mit dem Kraftheber auf die andere Seite bewegt wird. Dabei wird der Ausleger 2 aus Gründen der Standsicherheit so positioniert, daß er im wesentlichen parallel zur Längsachse des Mobilkrans nach vorne ausgerichtet ist, das heißt daß er sich im wesentlichen seiner Transportstellung befindet. Nun kann auch die verbleibende erste seitliche Abstützeinheit 30 mittels der Schwenkvorrichtung und des Krafthebers demontiert werden.
  • Die vorliegende Erfindung ermöglicht damit unter minimalem konstruktivem Aufwand, welcher im wesentlichen darin besteht, den Kraftheber an der Kabine bzw. an der Schwenkvorrichtung vorzusehen und gegebenenfalls noch die Schwenkvorrichtung zu verstärken, daß der Mobilkran ohne Hilfskran von einem Verfahrzustand in einen vollwertigen Arbeitszustand und zurück umgebaut werden kann.

Claims (17)

  1. Mobilkran mit einem Oberwagen (1), an welchem ein Ausleger (2) um eine horizontale Achse aufwippbar angelenkt ist, und mit einer Kabine (3) für den Kranführer, welche über eine Schwenkvorrichtung (4) schwenkbar am Oberwagen (1) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabine (3) oder die Schwenkvorrichtung (4) einen Kraftheber (5) zum Heben einer Last, insbesondere eines Kranteiles, aufweist, so dass eine mittels des Krafthebers (5) gehobene Last mittels der Schwenkvorrichtung (4) gegenüber dem Kran bewegbar ist.
  2. Mobilkran nach Anspruch 1, wobei die Schwenkvorrichtung (4) ein Verschwenken um eine vertikale Achse ermöglicht.
  3. Mobilkran nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Schwenkvorrichtung (4) weiterhin eine Bewegung der Last in radialer Richtung bezüglich der Schwenkachse ermöglicht.
  4. Mobilkran nach einem der vorangegangenen Ansprüchen, wobei die Schwenkvorrichtung (4) einen Schwenkarm, insbesondere einen austeleskopierbaren Schwenkarm, umfasst.
  5. Mobilkran nach einem der vorangegangenen Ansprüchen, wobei die Hubachse des Krafthebers (5) die Längsachse der Schwenkvorrichtung (4), insbesondere des Schwenkarms, schneidet.
  6. Mobilkran nach einem der vorangegangenen Ansprüchen, wobei der Kraftheber (5) und die Schwenkvorrichtung (4) die Montage und/oder Demontage von Kranteilen, insbesondere von Abstützelementen, am Mobilkran ermöglichen.
  7. Mobilkran nach Anspruch 6, wobei der Kraftheber (5) und die Schwenkvorrichtung (4) die Montage und/oder Demontage einer Zusatzachse (6) mit integrierter Abstützung ermöglichen.
  8. Mobilkran nach Anspruch 6, wobei der Kraftheber (5) und die Schwenkvorrichtung (4) die Montage und/oder Demontage einer seitlichen Abstützeinheit (30, 40) ermöglichen.
  9. Mobilkran nach einem der vorangegangenen Ansprüchen, wobei der Oberwagen (1) um eine vertikale Drehachse (7) drehbar an einem Unterwagen (8) angeordnet ist.
  10. Mobilkran nach einem der vorangegangenen Ansprüchen, wobei der Kraftheber (5) einen Hydraulikzylinder und/oder eine Winde aufweist.
  11. Verfahren zur Montage und/oder Demontage eines Kranteiles, insbesondere eines Abstützelements, an einen Mobilkran mit einem Oberwagen (1), an welchem ein Ausleger (2) um eine horizontale Achse aufwippbar angelenkt ist, und mit einer Kabine (3) für den Kranführer, welche über eine Schwenkvorrichtung (4) schwenkbar am Oberwagen (1) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Kranteil, insbesondere das Abstützelement, mit einem an der Schwenkvorrichtung (4) oder der Kabine angeordneten Kraftheber (5) angehoben und über die Schwenkvorrichtung (4) gegenüber dem Kran bewegt wird.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei ein über ein Zusatzfahrzeug angeliefertes Kranteil mittels des Krafthebers (5) und der Schwenkvorrichtung (4) an seine Montageposition am Kran bewegt wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 11, wobei ein Kranteil mittels des Krafthebers (5) und der Schwenkvorrichtung (4) aus seiner Montageposition am Kran zum Abtransport auf ein Zusatzfahrzeug bewegt wird.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, wobei das Kranteil eine Zusatzachse (6) mit integrierter Abstützung oder eine seitliche Abstützeinheit (30, 40) umfasst.
  15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei zur Montage der Zusatzachse (6) mit integrierter Abstützung am hinteren Ende des Mobilkrans dieser zunächst über vordere Stützelemente, insbesondere Stützholme (11), abgestützt wird.
  16. Verfahren nach Anspruch 14 zur Montage zweier seitlicher Abstützeinheiten (30, 40) auf gegenüberliegenden Seiten des Mobilkranes, wobei zunächst eine erste Abstützeinheit (30) mittels des Krafthebers (5) und der Schwenkvor richtung (4) auf einer ersten Seite montiert wird und der Mobilkran dann über die erste Abstützeinheit (30) abgestützt wird, woraufhin die Schwenkvorrichtung (4) durch Drehen des Oberwagens (1) auf die gegenüberliegenden Seite gedreht wird, wo die zweite Abstützeinheit (40) mittels des Krafthebers (5) und der Schwenkvorrichtung (4) montiert wird.
  17. Verfahren nach Anspruch 14 zur Demontage zweier seitlicher Abstützeinheiten (30, 40), welche auf gegenüberliegenden Seiten des Mobilkranes angeordnet sind, wobei zunächst eine erste Abstützeinheit (30) mittels des Krafthebers (5) und der Schwenkvorrichtung (4) auf einer ersten Seite demontiert wird, woraufhin die Schwenkvorrichtung (4) durch Drehen des Oberwagens (1) auf die gegenüberliegenden Seite gedreht wird, wo die zweite Abstützeinheit (40) mittels des Krafthebers (5) und der Schwenkvorrichtung (4) demontiert wird.
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