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Die
Erfindung betrifft Schalungsvorrichtungen zur Herstellung monolithischer
Betongussbauten.
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Um
Betongussbauten, wie Erdtanks Zisternen, L-Mauern oder andere Gebäude
aus Beton herzustellen, ist es nach dem Stand der Technik erforderlich,
vor Ort ein Fundament zu gießen und später darauf
das Bauwerk zu errichten. Betonwerke liefern dafür Fertigbauteile,
die vor Ort mit hohem technischem Aufwand zusammengefügt
werden. Wenn man bedenkt, dass die Ladefläche eines normalen LKW
nur 2,80 m breit ist oder dass ein 1 m Distanzstück eines
Betongussrings für eine Zisterne mit 3 m Durchmesser fast
2 t wiegt, ist es naheliegend, dass das Volumen derartiger Betongussbauten
stark begrenzt ist. Zudem ist vor Ort eine sehr teure Verladetechnik
erforderlich und der Einsatz hoch qualifizierter Arbeitskräfte,
die den passgenauen Zusammenbau der Einzelteile vornehmen müssen.
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Aus
der
DE-OS 2159960 ist
ein Behälter aus Beton, der insbesondere als Erdtank für
Heizöl dient, bekannt. Ein solcher Erdtank besteht aus
wenigstens zwei miteinander verbundenen gewölbten Beton-Schalenteilen
und einer entsprechender Zahl innerer Wandungen aus Kunststoff.
An der Stoßstelle der beiden Beton-Schalenteile ist die
Wandung der Kunststoffschale verlängert und mit dem anderen
Beton-Schalenteil zugfest verbunden. Zusätzlich können
die benachbarten Beton-Schalenteile durch Klebung miteinander verbunden
werden.
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Derartige
Erdtanks können nur mit einem hohen technischen Einsatz
an gut zugänglichen Stellen errichtet werden. Die zugfeste
Verbindung der Beton-Schalenteile allein gewährleistet
jedoch noch keine dichte Verbindung, weshalb die Verklebung erfolgt.
Klebestellen unterliegen jedoch auch immer einem Alterungsprozess,
so dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass derartige Erdtanks
im Laufe der Jahre undicht werden und Heizöl in das umliegende
Erdreich entweichen kann, was eine erhebliche Umweltverschmutzung
darstellt.
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Bekannt
ist auch die monolithische Herstellung von Betongussbauten. Beispielsweise
wird in der
DE 32 02
336 C3 die industrielle Herstellung eines monolithischen
Betongussbaus in Form einer nach einer Seite offenen Fertiggarage
beschrieben. Auf einer schiefen Ebene ist mit einem Neigungswinkel
von ca. 20° ein Gleis für Rollpaletten verlegt.
Es führt bis zu einem auf der schiefen Ebene errichteten Gerüst,
das eine starre Innenschalung trägt, wobei die Innenschalung
auch bewegliche Schalungsteile aufweisen kann. Kurzhubige Zylinder
sind an einem Rahmen angeschlossen, der den von der Innenschalung
und von einer Außenschalung außen begrenzten Formraum
an seiner Stirnseite abschließt. Die Außenschalung
für den Garagenboden bildet die Rollpalette. Jede weitere
Schaltafel entspricht der Größe einer Garagenwand,
nur die Deckenschalung ist zweiteilig ausgebildet. Die Schaltafeln
sind in Stahlgerüsten gelagert und bilden einen fünfseitig geschlossenen
Raumkörper. Sämtliche Formböden und Wände
sind geneigt, keines dieser Teile liegt horizontal. Über
ein Eingießpumpsystem wird flüssiger Stahlbeton
fallend in die Form eingebracht, die sich von der Oberkante aus
füllt und an der Steiger vorgesehen sind, um Einschlüsse
von Luft und/oder Wasser zu verhindern. Nach Fertigstellung des
Garagenbetongussbaus wird die Deckenschalung über ein Hebelgetriebe
nach oben geschwenkt und in Entschalungsstellung gebracht. Danach
werden die beiden Außenschaltafeln abgefahren. Durch Betätigen der
Zylinder wird die Wind abgelassen und die Innenschalung abgestreift.
Danach wird die Rollpalette über eine Schwenkbühne
in die Waagerechte verfahren.
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Eine
derart aufwändig konstruierte Anlage für eine
Schalungsvorrichtung eignet sich nur für die industrielle
Fertigung von Betongussbauten. Für die Herstellung monolithischer
Betongussbauten an ihrem Einsatzort ist sie nicht geeignet.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, kostengünstige Schalungsvorrichtungen
zur Herstellung monolithischer Betongussbauten zu schaffen, die
es ermöglichen, Betongussbauten direkt an ihrem Einsatzort
auch an schwer zugänglichen Stellen und auf fertig bebauten
Grundstücken aus Beton in einem Arbeitsgang auf dem Erdreich
lagefest zu fertigen, ohne dass zuvor ein Fundament errichtet werden muss.
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Diese
Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 aufgeführten Merkmale
gelöst.
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Die
erfindungsgemäße Schalungsvorrichtung wird aus
einer Vielzahl von Schalungsbrettern gebildet, wobei Außenschalungsbretter
so miteinander verbunden sind, dass sie eine geschlossene geometrisch
definierte Außenschalung bilden, die ortsfest im Erdreich
oder auf einem vorbereiteten Boden gesichert befestigt ist und wobei
Innenschalungsbretter so miteinander verbunden sind, dass sie eine
geschlossene geometrisch definierte Innenwand bilden, die von der
Außenschalung um die Wandstärke eines herzustellenden
monolithischen Betongussbaus definiert beabstandet ist. Die bodenseitigen
Endabschnitte der Innenschalungsbretter sind durch einen Schalungsbretterboden
miteinander verbunden, wobei die Innenwand mit dem Schalungsbretterboden
die Innenschalung bildet. Die Innenschalungsbretter sind dabei um
mindestens die Wandstärke des Bodens des zu gießenden
monolithischen Betongussbaus kürzer ausgeführt
als die Außenschalungsbretter. Die Innenschalung ist an
der Außenschalung direkt oder indirekt frei hängend
befestigt. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
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Zur
indirekten Befestigung der Innenschalung an der Außenschalung
ist beispielsweise oberhalb der bodenfernen Endbereiche der Außenschalungsbretter
mindestens ein Querbalken verschraubt, und die Innenschalung ist
an diesem Querbalken frei hängend befestigt.
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Die
frei hängende Innenschalung gewährleistet, dass
zwischen Außen- und Innenschalung keinerlei Distanzstücke
erforderlich sind, um die Außenschalung von der Innenschalung
in einem definierten Abstand zu halten, der der Wandstärke
des fertigen Betongussbau entspricht. Wird von mindestens zwei sich
gegenüberliegenden Seiten gleichzeitig Beton von oben in
die Schalungsvorrichtung eingefüllt, fließt dieser
problemlos zwischen den Schalungsbrettern in Richtung Erdreich und
verteilt sich dort gleichmäßig. Das Erdreich sollt
lediglich zuvor mittels einer Rüttelvorrichtung verfestigt
und mit einer Kunststofffolie abgedeckt sein, damit das Wasser nicht
zu schnell aus dem Beton fließen kann und eine Verfestigung
erst dann eintritt, wenn sämtliche Hohlräume zwischen
Innen- und Außenschalung mit Beton befüllt sind.
Die Gefahr, dass sich Luft- oder Wasserblasen im Beton bilden, besteht
nicht, da die Schalungsbretter so miteinander verbunden sind, dass
Luft und/oder Wasser durch die Außenschalung austreten
und im Erdreich versickern können.
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Mit
der erfindungsgemäßen Schalungsvorrichtung hergestellte
Betongussbauten können beispielsweise Wasservorratsbehälter
für die Landwirtschaft in Form von Zisternen oder auch
Endloszisternen sein. Großzisternen von 50.000 Liter oder 100.000
Liter Fassungsvermögen können bis zu einem Drittel
der marktüblichen Herstellungskosten günstiger
gefertigt werden. Auch ermöglicht eine quaderförmige
Bauweise eine bessere Platzausnutzung als eine aus dem Stand der
Technik bekannte kugelförmige Zisterne. Mit der erfindungsgemäßen Schalungsvorrichtung
können weiterhin Erdtanks zur Lagerung von Flüssigkeiten
oder Feststoffen, beispielsweise Heizöltanks oder Pellet-Erdtanks
errichtet werden. Aber auch oberirdisch Gebäude sind herstellbar,
ohne dass zuvor ein Fundament gegossen werden muss, beispielsweise
L-Mauern. Sehr gut durchführbar ist das auch die Errichtung
von L-Mauern in einer Hanglage.
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Die
Erfindung wird im Folgenden anhand der in den Zeichnungen auszugsweise
schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele näher
erläutert. Es zeigen
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1 die
schematische Darstellung eines Schnittes durch eine Zisterne mit
einer erfindungsgemäßen Schalungsvorrichtung aus
einer Vorderansicht in einem ersten Ausführungsbeispiel.
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2 eine
Draufsicht von 1
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3 die
schematische Darstellung eines Schnittes durch einen Pellet-Erdtank
mit einer erfindungsgemäßen Schalungsvorrichtung
aus einer Vorderansicht in einem zweiten Ausführungsbeispiel
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4 eine
Draufsicht von 3 nach dem Entfernen des Querbalkens 14
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5 die
schematische Darstellung eines Schnittes durch einen Pellet-Erdtank
mit einer erfindungsgemäßen Schalungsvorrichtung
aus einer Vorderansicht in einem dritten Ausführungsbeispiel
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6 eine
Draufsicht von 5
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7 eine
Draufsicht auf die erfindungsgemäße Schalungsvorrichtung
in einer vierten Ausführungsform
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8 die
schematische Darstellung eines Schnittes durch eine L-Mauer mit
einer erfindungsgemäßen Schalungsvorrichtung aus
einer Seitenansicht.
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9 die
schematische Darstellung einer L-Mauer in einer Hanglage.
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Die
erfindungsgemäße Schalungsvorrichtung 1 nach 1 dient
der Herstellung einer Zisterne 19. Eine Vielzahl von Schalungsbretter 3 sind
in bekannter Weise lösbar miteinander verbunden, beispielsweise
durch Metallbolzen oder Schraubverbindungen. Eine Vielzahl von Außenschalungsbrettern 4 bildet
dabei die Außenschalung 5, die ortsfest im Erdreich 6 gesichert
befestigt ist. Das Erdreich 6 sollte eine gewisse Festigkeit
aufweisen, damit es sich nach Fertigstellung des Betongussbaus 2 nicht
in unzulässiger Weise senken kann. Ansonsten ist das Erdreich
vor Beginn der Schalungsarbeiten mit einem Rüttler in bekannter
Weise zu verfestigen. Die Sicherung der Außenschalung 5 im
Erdreich 6 erfolgt durch Erdanker 17.
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Schalungsbretter 3 weisen
an ihren Innenseiten in Richtung Betonwand grundsätzlich
glatte Flächen auf. An Ihrer Rückseite befinden
sich Verstrebungen, die ein Verbinden der Schalungsbretter 3 untereinander
ermöglichen.
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In
der Regel werden Zisternen 19 unterirdisch errichtet. Es
wird ein Erdloch ausgehoben, das mindestens 1 Meter breiter ist
als der äußere Querschnitt der Außenschalung 5,
damit ein Monteur die Außenschalungsbretter 4 problemlos
montieren und nach der Fertigstellung des Betongussbaus 2 wieder demontieren
kann.
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Die
erfindungsgemäße Außenschalung 5 der Zisterne 19 weist
in einem ersten Ausführungsbeispiel nach 2 eine
in der Draufsicht quadratische Form auf. Sie kann aber auch rechteckförmig
oder kreisförmig gefertigt werden oder die Form eines Vielecks
aufweisen.
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In
der gleichen oder annähernd gleichen geometrischen Form
erfolgt anschließend im Innenraum der Außenschalung 5 aus
Innenschalungsbrettern 7 die Montage der Innenwand 8,
wobei die Innenschalungsbretter 7 um mindestens die Wandstärke 9' des
Bodens 16 der Zisterne 19 kürzer ausgeführt
sich als die Außenschalungsbretter 4. Die Innenschalungsbretter 7 der
Innenwand 8 werden an ihren bodenseitigen Endabschnitten 10 durch
einen Schalungsbretterboden 11 miteinander verbunden. Es
entsteht eine nur nach oben offene Innenschalung 12. Die Öffnung 21 der
Innenschalung 12 beträgt in diesem Ausführungsbeispiel
ca. 80 cm. Damit nach Fertigstellung der Zisterne 19 die Innenschalung 12 wieder
abgebaut und die Innenschalungsbretter 7 aus der Zisterne 19 herausgehoben
werden können, sollten die rechteckförmigen Innenschalungsbretter 7 nicht
breiter als 95 cm sein.
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Für
die Erzeugung der dem Boden 16 der Zisterne 19 gegenüberliegenden
(Öffnung 21, werden die Außenschalung 5 und
die Innenwand 8 der Innenschalung 12 zweiteilig
ausgeführt. Die Innenwand 8 wird von längeren,
rechteckförmigen Innenschalungsbrettern 7 und
kürzeren, sich nach oben verjüngenden trapezförmigen
Innenschalungsbrettern 7' gebildet, wobei die Abwinkelung 23 zwischen den
Innenschalungsbrettern 7, 7' zwischen 110° und 130°,
vorzugsweise 120° beträgt. Die Außenschalung 5 ist
ebenfalls zweiteilig ausgeführt und wird von längeren,
rechteckförmigen Außenschalungsbretter 4 und
kürzeren, trapezförmigen Außenschalungsbretter 4' gebildet
wobei die Abwinkelung 23 zwischen den Außenschalungsbrettern 4, 4' ebenfalls vorzugsweise
120° beträgt. Im Ausführungsbeispiel nach 1 erfolgte
der Zusammenbau der Außenschalung 5 jedoch mit
zwei quer zu je einer Längsseite angeordneten, rechteckförmigen
und über jeweils eine gesamte Längsseite reichenden
Außenschalungsbrettern 4', die ebenfalls in einem
Winkel von vorzugsweise 120° an die Außenschalungsbretter 4 angefügt
sind.
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Nach
Fertigstellung der Innenschalung 12 wird über
zwei sich gegenüberliegende Außenschalungswände
mindestens ein Querbalken 14 gelegt und mit der Außenschalung 5 verschraubt.
Im ersten Ausführungsbeispiel nach den 1 und 2 sind es
zwei Querbalken 14. Die bodenfernen Endbereiche 22 der
Innenschalung 12 bilden Querträger 15, an
denen die Innenschalung 12 über eine Hebevorrichtung
angehoben und durch vorzugsweise Schrauben 27 oder Zwingen
oder Ähnliches an den Querbalken 14 befestigt
wird. Im Ausführungsbeispiel nach 2 sind Querträger 15 und
die Querbalken 14 direkt übereinander angeordnet
und um die Wandstärke 9 voneinander beabstandet.
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Zwei
Querträger 15 der Innenschalung 12 werden
mit je einem Querbalken 14 durch Schrauben 27 oder
Zwingen oder Ähnliches verbunden. Auf der Außenschalung 5 können
weitere Querbalken 28 verschraubt sein, auf denen beispielsweise
Beton-Befüllvorrichtungen (nicht dargestellt) angeordnet
sind. Die Befüllung der Schalungsvorrichtung 1 mit
Beton erfolgt vorzugsweise gleichzeitig von zwei Seiten.
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In
einem zweiten Ausführungsbeispiel gemäß den 3 und 4 ist
ein Erdtank 18, insbesondere zur Lagerung von Pellets mit
einer erfindungsgemäßen Schalungsvorrichtung 1 dargestellt. Der
Schalungsbretterboden 11 ist hier nicht rechtwinkelig und
einteilig sondern stumpfwinkelig und zweiteilig an die Innenwand 8 angefügt.
Der Schalungsbretterboden 11 wird von kürzeren
Bodenschalungsbrettern 11' gebildet, die stumpfwinkelig
aufeinander stoßend zusammengefügt sind. Auf diese
Weise entsteht die für eine gute Luftzirkulation erforderliche Pellet-Tankform.
Zwischen Außenschalung 5 und Innenschalung 12 sind
Kunststoffrohre 24 an definierten Stellen angebracht, die
betonfrei bleiben und die nach Abschluss des Betongusses im Betongussbau 2 verbleiben
und beispielsweise der Belüftung und/oder der Luftzirkulation
innerhalb des Erdtanks 18 dienen. An die kürzeren
Innenschalungsbretter 7' sind weitere kurze Innenschalungsbretter 7'' angefügt,
die die Öffnung 21 des Betongussbaus 2 bilden und
beim Anheben der fertig montierten Innenschalung 12 senkrecht
auf die Querbalken 14 treffen und mit diesen verschraubt
werden.
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Alternativ
können die Querträger 15 der Innenschalung 12 mit
den bodenfernen Endbereichen 13 der Außenschalung 5 direkt übereinander
enden, wie in einem dritten. Ausführungsbeispiel nach den 5 und 6 dargestellt.
Die kürzeren Außenschalungsbretter 4' sind
so lang ausgeführt, dass sie die kurzen Innenschalungsbretter 7'' direkt
berühren. Die Innenschalung 12 ist an der Außenschalung 5 direkt
frei hängend befestigt und mit Schrauben 27 verschraubt.
Dabei kann die Verschraubung durch die kurzen Innenschalungsbretter 7'' hindurchgeführt sein.
Das ist jedoch nicht erforderlich, da diese Teile keine tragende
Funktion aufweisen. Sie können so schmal ausgeführt
sein, dass sie zwar das Eindringen des Betons in die Innenschalung 12 verhindern, jedoch
nicht mit den Schrauben 27 in Kontakt kommen. Es liegt
im Bereich der Erfindung, auf die bodenfernen Endbereiche 13 der
Außenschalung 5 weitere Balken oder Metallschienen
zur Erhöhung der Stabilität mit vorgefertigten
Bohrlöchern für die Verschraubung mit den Querträgern 15 vorzusehen.
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In
einem, vierten Ausführungsbeispiel nach 7 ist
die Draufsicht auf eine Zisterne 19 aus Beton mit rechteckförmigem
Grundriss und einer direkten Befestigung der Außenschalung 5 an
zwei Querträgern 15 der Innenschalung 12 dargestellt.
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Es
liegt auch im Rahmen der Erfindung, Außenschalung 5 und
Innenschalung 12 in einer andern geometrischen Form auszubilden.
Beispielsweise können eine Vielzahl von Zisternen 19 mit
einer erfindungsgemäßen Schalungsvorrichtung 1 aus
Beton gegossen werden, die beispielsweise nur über eine
1 Meter hohe Mauer voneinander getrennt sind, sogenannte Endloszisternen.
Auf diese Weise können auf schnelle und unkomplizierte Weise
beispielsweise große Trinkwasserreservoire in regenarmen
Gegenden geschaffen werden.
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Nicht
nur Betonbehälter können mit der erfindungsgemäßen
Schalungsvorrichtung 1 hergestellt werden sondern auch
monolithisch gegossene L-Mauern 20. In der herkömmlichen
Betonbauweise wird auch hier stets zuerst das Fundament errichtet und
anschließend die senkrechte Mauer angefügt. Eine
Schalungsvorrichtung 1 für eine monolithisch hergestellt
L-Mauer 20 ist in einem fünften Ausführungsbeispiel
in 8 dargestellt.
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Die
Außenschalungsbretter 4 sind miteinander lösbar
verbunden und bilden eine gerade, senkrecht stehende Wand als Außenschalung 5,
die mit Erdankern gesichert ist. Die kürzeren Innenschalungsbretter 7 bilden
eine parallel zu den Außenschalungsbrettern 4 um
die Wandstärke 9 der senkrechten Wand der L-Mauer 20 beabstandete
Innenwand 8. Der Schalungsbretterboden 11 ist
in diesem Ausführungsbeispiel zweigeteilt, er wird von
unterschiedlich langen Bodenschalungsbrettern 11' gebildet.
Innenwand 8 und Schalungsbretterboden 11 bilden
die Innenschalung 12. Ein Distanzhalter 26, der
mit dem L-seitigen unteren Endbereich 25 der Innenschalung 12 verbunden
ist, sichert die Innenschalung 12 in Bezug auf einen konstanten
Abstand von Außenschalung 5 und Innenschalung 12 zueinander.
Im bodenfernen Endbereich 13 ist rechtwinklig zur Außenschalung 5,
diese übergreifend, mindestens ein Querbalken 14 angeordnet
und fest mit der Außenschalung 5 verschraubt.
Die vormontierte Innenschalung 12 wird nunmehr mittels
eines Hebewerkzeugs um die Wandstärke 9' des Bodens 16 der
L-Mauer 20 so weit angehoben, bis die bodenfernen Endbereiche 22 der
Innenschalungsbretter 7 den Querbalken 14 berühren.
Nun wird die Innenschalung 12 mit dem Querbalken 14 fest
verschraubt, danach wird die Schalungsvorrichtung 1 mit
Beton befüllt. Sobald der Beton erstarrt ist, werden Außenschalung 5 und
Innenschalung 12 demontiert und für die Wiederverwendung
vorbereitet.
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Mit
einer derartigen Schalungsvorrichtung 1 lassen sich auch
L-Mauern 20 in Hanglage errichten, wie in 9 dargestellt.
Für das Betonierten in Hanglage werden als Abschluss Winkelschienen 30 montiert
mit stufenloser Montagemöglichkeit entsprechend den jeweiligen
Neigungs- oder Steigungswinkeln des Geländes.
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Soll
anstelle der L-Mauer 20 nach 6 eine U-Mauer
entstehen, so wird ein Distanzhalter 26 nicht benötigt,
da eine U-förmige Innenschalung entsteht, die zwischen
zwei Außenschalungen 5 frei hängend,
um die Wandstärke 9 der L-Mauern beabstandet von
mindestens zwei Querbalken 14 gehalten wird.
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Es
liegt jedoch im Rahmen der Erfindung, die Außenschalungen 5 und
die Innenschalungen 12 für Betongussbauten 2 vorzumontieren
oder einteilig auszubilden und vor Ort lediglich aufzustellen oder
in das ausgehobene Erdreich mit einem Kran einzusetzen und lediglich
die Innenschalung 12 an der Außenschalung 5 frei
hängend zu befestigen.
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Etwa
1 Stunde nach Abschluss des Beton-Gießprozesses ist der
Setzeffekt beendet. Es kann nun noch etwas Beton nachgegossen werden. Zu
viel eingegossener Beton kann abgeschabt werden, solange der Beton
noch weich ist.
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- 1
- Schalungsvorrichtung
- 2
- Betongussbau
- 3
- Schalungsbretter
- 4
- Außenschalungsbretter
- 4'
- kürzere
Außenschalungsbretter
- 5
- Außenschalung
- 6
- Erdreich
- 7
- Innenschalungsbretter
- 7'
- kürzere
Innenschalungsbretter
- 7''
- kurze
Innenschalungsbretter
- 8
- Innenwand
- 9
- Wandstärke
(zwischen Außenschalung 5 und Innenwand 8)
- 9'
- Wandstärke
(der Bodenwandung 16)
- 10
- Bodenseitige
Endabschnitte der Innenschalungsbretter
- 11
- Schalungsbretterboden
- 11'
- kürzere
Bodenschalungsbretter
- 12
- Innenschalung
- 13
- Bodenferne
Endbereiche (der Außenschalungsbretter 4)
- 14
- Querbalken
- 15
- Querträger
- 16
- Boden
(des Betongussbaus)
- 17
- Erdanker
- 18
- Erdtank
- 19
- Zisterne
- 20
- L-Mauer
- 21
- Öffnung
(des Erdtanks 18/der Zisterne 19)
- 22
- Bodenferne
Endbereiche (der Innenschalung 12)
- 23
- Abwinkelung
- 24
- Kunststoffrohre
- 25
- L-seitiger
unterer Endbereich
- 26
- Distanzhalter
- 27
- Schrauben
- 28
- Querbalken
- 29
- Kunststofffolie
- 30
- Winkelschienen
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 2159960 [0003]
- - DE 3202336 C3 [0005]