DE202007006682U1 - Erdwärmesonde - Google Patents
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Abstract
Erdwärmesonde
aus Kunststoff mit einem Vorlauf- und einem Rücklaufkanal in koaxialer Anordnung,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Innenrohr (2) mittels längs verlaufender
Abstandshalter (5) in einem Außenrohr
(4) über
die gesamte Länge
lose zentrisch positioniert und längs verschiebbar angeordnet
ist, wobei Innenrohr (2), Außenrohr
(4) und Abstandshalter (5) aus Kunststoff bestehen.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Erdwärmesonde aus Kunststoff mit einem Vorlauf- und einem Rücklaufkanal in koaxialer Anordnung.
- Erdwärmesonden werden für die Nutzung der Erdwärme für Heizzwecke oder zum Kühlen eingesetzt. Die Erdwärmesonden werden allgemein als U-Sonde oder Doppel-U-Sonde mit Vor- und Rücklauf oder als Koaxialsonde mit einem Innen- und einem Außenrohr ausgeführt. Bei Koaxialsonden ist das Innenrohr lose in einem Außenrohr oder starr in einer Mehrkammerkonstruktion ausgeführt. Die Herstellung einer solchen Koaxialsonde erfolgt durch Extrudieren. Der Vorlauf erfolgt hier zwischen Außen- und Innenrohr und der Rücklauf über das Innenrohr.
- Die beschriebenen Erdwärmesonden werden in der Regel in größerer Anzahl in das Erdreich verbracht und oberirdisch zu einem Flüssigkeitskreislauf miteinander verbunden.
- U-Sonden und Doppel-U-Sonden verfügen über eine gute Flexibilität und sind einfach in den Erdboden einzubringen. Ihr Wirkungsgrad ist jedoch durch thermischen Kurzschluss zwischen Vor- und Rücklauf nicht optimal. Koaxialsonden in der Ausführung Rohr in Rohr sind ebenfalls leicht in den Erdboden einzubringen. Ihr Wirkungsgrad ist durch das mehrfache Anliegen des Innenrohres am Außenrohr begrenzt. Starre Koaxialsonden haben gute Wirkungsgrade. Ihre Flexibilität ist jedoch gering und somit das Einbringen in den Erdboden schwer und räumlich begrenzt.
- Der Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde, eine Erdwärmesonde zu schaffen, die ausreichend biegeelastisch ist und somit einfach einzubringen ist, die thermodynamisch einen hohen Wirkungsgrad erzielt und mit reduziertem hydraulischem Verlust arbeitet.
- Erreicht wird das dadurch, dass ein Innenrohr mittels längs verlaufender Abstandshalter in einem Außenrohr lose über die gesamte Länge zentrisch positioniert und längs verschiebbar angeordnet ist, wobei Innenrohr, Außenrohr und Abstandshalter aus Kunststoff bestehen.
- Für die zentrische Positionierung sind Abstandshalter vorgesehen.
- In einer ersten Variante sind die Abstandshalter außen am Innenrohr angeformt oder das Innenrohr außen mit Längsnuten zur Aufnahme von Abstandshaltern versehen, derart, dass die Abstandshalter radial vom Innenrohr abstehen.
- Die Längsnuten weisen einen schwalbenschwanzähnlichen Querschnitt auf oder sind anderweitig hinterschnitten, so dass die mit Rastkanten ausgestatteten Abstandshalter hinreichend sicher eingerastet werden können.
- In einer zweiten Variante ist das Außenrohr auf der Innenseite mit angeformten Abstandshaltern ausgestattet, die ebenfalls radial ausgerichtet sind.
- Um einen besonders guten Wirkungsgrad der Erdwärmesonde zu erreichen, ist das Innenrohr aus einem Material mit einem größeren Wärmeübergangswiderstand gefertigt als das Außenrohr, welches einen guten Wärmekontakt zur Umgebung aufweisen sollte.
- Zusätzlich können die Abstandshalter aus einem Material mit einem größeren Wärmeübergangswiderstand bestehen als das Außenrohr.
- Weiterhin ist in einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, das Innenrohr auf seiner Außenseite mit einer Wär medämmung zu beschichten.
- Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
- In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
-
1 : eine Längsschnittsdarstellung einer erfindungsgemäßen koaxialen Erdwärmesonde; -
2 : eine Querschnittsdarstellung einer Erdwärmesonde nach1 mit drei Abstandshaltern und zusätzlicher Wärmeisolation; -
3 : eine Querschnittsdarstellung einer Erdwärmesonde mit vier Abstandshaltern; und -
4 : eine Einzelheit eines Innenrohres mit einem in einer Nut befestigten Abstandshalter. - In
1 ist ein Längsschnitt einer aus Kunststoff bestehenden koaxialen Erdwärmesonde1 dargestellt, die aus einem Außenrohr2 mit Bodenverschluss3 und einem Innenrohr4 besteht. Das Innenrohr4 ist dabei am unteren Ende schräg angeschnitten, so dass ein Kreislauf einer Flüssigkeit zwischen Innen- und Außenrohr nach unten (Vorlauf V) und im Innenrohr4 nach oben (Rücklauf R), oder umgekehrt, möglich ist. Um eine zentrische Position des Innenrohres4 zu sichern sind mindestens drei sich längs der Erdwärmesonde1 erstreckende Abstandshalter5 zwischen Außen- und Innenrohr2 ,4 vorgesehen. Dadurch wird eine optimale Leistungsentfaltung der Erdwärmesonde1 erreicht. - Das Innenrohr
2 kann auch aus einem Material mit höherem Wärmeübergangswiderstand gefertigt werden als das Außenrohr4 , wodurch der Wirkungsgrad der Erdwärmesonde1 verbessert wird. - Diese Abstandshalter
5 können entweder innen am Außenrohr2 oder außen am Innenrohr4 derart angeordnet sein, dass die Abstandshalter5 jeweils radial ausgerichtet sind.2 zeigt eine Anordnung von drei Abstandshaltern5 am Innenrohr4 und3 eine Anordnung von vier Abstandshaltern5 am Innenrohr4 . In letzterem Fall ergeben sich zwei bevorzugte Biegerichtungen, die mit den zwei Symmetrieebenen S übereinstimmen, in denen sich die Erdwärmesonde besonders leicht biegen lässt, die Folge ist, dass sich das Innenrohr4 beim Einschieben in ein gebogenes Außenrohr2 von selbst in die günstigste Biegeposition verdreht. - Die Abstandshalter
5 können beim Extrudieren des Innenrohres4 einfach mit angeformt werden, wobei darauf geachtet werden sollte, dass die Höhe der Abstandshalter nach dem Einschieben in das Außenrohr2 ein gewisses Spiel zu diesem aufweisen, um zu gewährleisten, dass das Innenrohr4 lose im Außenrohr2 liegt. - Damit wird gewährleistet, dass beim Einbringen des Innenrohres
2 in das Außenrohr4 keine besonderen Reibungskräfte überwunden werden müssen. Außerdem kann die Erdwärmesonde1 durch eine solche Konstruktion besonders leicht gebogen werden, weil die dabei auftretende Relativbewegung zwischen Außen- und Innenrohr nicht behindert wird. - Für die Einbringung dieser Erdwärmesonden
1 in das Erdreich bestehen zwei Möglichkeiten. - Einerseits können die Erdwärmesonden vor dem Einbringen in das Erdreich vormontiert werden, indem das Innenrohr
2 einfach in das Außenrohr4 geschoben wird und andererseits kann das Außenrohr4 in das Erdreich eingebracht und anschließend das Innenrohr2 eingeschoben werden. - Bei der zweiten Variante können auch längere Erdwärmesonden
1 realisiert werden, indem zunächst mehrere Außenrohre4 miteinander verschweißt werden und danach die Innenrohre2 ebenfalls miteinander verschweißt und anschließend in das Außenrohr4 eingeschoben werden. - Selbstverständlich können die Abstandshalter
5 auch innen am Außenrohr mit extrudiert werden. - Eine andere Möglichkeit für die Anordnung der Abstandshalter
5 besteht darin, das Innenrohr4 auf seiner Außenseite mit Längsnuten6 mit schwalbenschwanzähnlichem Querschnitt zu versehen, was beim Extrudieren mit einem passenden Werkzeug einfach möglich ist (4 ). Die Abstandshalter5 werden dann einfach separat extrudiert und mit Rastkanten7 versehen und anschließend in die Längsnuten6 eingesetzt. Damit können die Innenrohre4 vormontiert werden und dann zum Einsatzort gebracht werden, weil die Abstandshalter5 in den Längsnuten sicher gehalten werden. - Der Vorteil ist hier, dass für beide Extrusionsvorgänge einfachere Werkzeuge benötigt werden, im Vergleich zu einem Innenrohr
4 mit angeformten Abstandshaltern5 . - Außerdem ist es bei dieser Variante grundsätzlich möglich, die Abstandshalter
5 aus einem Material mit höherem Wärmeübergangswiderstand zu fertigen, als für das Außen- und/oder Innenrohr verwendet wird. - Eine weitere Verbesserung des Wirkungsgrades der Erdwärmesonde
1 kann erreicht werden, wenn das Innenrohr4 außen mit einer Wärmedämmung8 versehen wird (2 ). Die Herstellung dieser Wämedämmung8 ist durch den zweiteiligen Aufbau der Erdwärmesonde1 besonders einfach, da die Wämedämmung8 nachträglich nach dem Extrudieren des Innenrohres4 durch Aufsprühen eines Isoliermateriales oder auch gleichzeitig beim Extrudieren aufgebracht werden kann. - Zwischen Abstandshalter und Innenrohr
4 kann sich eine Isolation befinden und in einer anderen Ausführung sind die Abstandshalter mit einer das Innenrohr umschließenden Isolierung ausgeführt. -
- 1
- Erdwärmesonde
- 2
- Außenrohr
- 3
- Bodenverschluss
- 4
- Innenrohr
- 5
- Abstandshalter
- 6
- Längsnut
- 7
- Rastkante
- 8
- Wärmedämmung
- S
- Symmetrieebene
- V
- Vorlauf
- R
- Rücklauf
Claims (10)
- Erdwärmesonde aus Kunststoff mit einem Vorlauf- und einem Rücklaufkanal in koaxialer Anordnung, dadurch gekennzeichnet, dass ein Innenrohr (
2 ) mittels längs verlaufender Abstandshalter (5 ) in einem Außenrohr (4 ) über die gesamte Länge lose zentrisch positioniert und längs verschiebbar angeordnet ist, wobei Innenrohr (2 ), Außenrohr (4 ) und Abstandshalter (5 ) aus Kunststoff bestehen. - Erdwärmesonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens drei Abstandshalter (
5 ) vorgesehen sind. - Erdwärmesonde nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandshalter (
5 ) außen am Innenrohr (4 ) angeformt sind. - Erdwärmesonde nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenrohr (
2 ) außen mit Längsnuten (6 ) zur Aufnahme von Abstandshaltern (5 ) versehen ist. - Erdwärmesonde nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsnuten (
5 ) einen schwalbenschwanzähnlichen Querschnitt aufweisen, in den die mit Rastkanten (7 ) ausgestatteten Abstandshalter (5 ) einrastbar sind. - Erdwärmesonde nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenrohr (
4 ) innen mit angeformten Abstandshaltern (5 ) ausgestattet ist. - Erdwärmesonde nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandshalter jeweils radial ausgerichtet sind.
- Erdwärmesonde nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenrohr (
2 ) aus einem Material mit einem größeren Wärmeübergangswiderstand besteht, als das Außenrohr (4 ). - Erdwärmesonde nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandshalter (
5 ) aus einem Material mit einem größeren Wärmeübergangswiderstand bestehen, als das Außenrohr (4 ). - Erdwärmesonde nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenrohr (
2 ) auf der Außenseite mit einer Wärmedämmung (8 ) beschichtet ist.
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