-
Die
vorliegende betrifft einen Leuchtkasten mit mindestens drei Grundprofilen,
die im montierten Zustand einen geschlossenen Grundrahmen bilden, an
den ein erstes zu beleuchtendes spannbares Flächenmaterial derart einsetzbar
ist, dass es die Vorderseite des Grundrahmens bildet, mindestens
einem Leuchtmittel, welches innerhalb des Grundrahmens angeordnet
ist, um das spannbare Flächenmaterial
auszuleuchten, mindestens einer Stromversorgung, insbesondere eines
elektronischen Vorschaltgerätes,
um das Leuchtmittel mit Strom zu versorgen, mindestens einem in
dem Grundrahmen angeordneten Befestigungsmittel zur lösbaren Fixierung
des Leuchtmittels und/oder des elektronischen Vorschaltgerätes innerhalb
des Grundrahmens.
-
Leuchtkästen der
eingangs genannten Art sind allgemein bekannt und werden beispielsweise
in der
G 90 02 394 U1 beschrieben.
Dieses Dokument offenbart einen Leuchtkasten zum Einsatz für Lichtwerbung,
welcher einen Grundrahmen mit wenigstens einer auswechselbaren Werbeträgerscheibe aufweist.
Der Grundrahmen ist aus Profilleisten gebildet, die form- und/oder
kraftschlüssig
ineinander greifende Rastmittel zur Befestigung zueinander aufweisen.
In dem Leuchtkasten ist eine starre Rückwand ausgebildet, um daran über Schellen
die Leuchtmittel innerhalb des Grundrahmens im Leuchtkasten zu positionieren
und zu befestigen.
-
Nachteilig
an dieser Art der Befestigung ist, dass im Bereich der Befestigungspunkte
der Lichtaustritt aus den Leuchtmitteln gestört ist, wodurch sich ein nachteiliger
Schattenwurf an den zu beleuchtenden Werbeträgerscheiben einstellt. Ferner
ist durch die starre Trennwand ein Transport an gegebenenfalls auch
wechselnde Einsatzorte bei Abmessungen von beispielsweise 5 m × 3 m sehr
aufwändig.
Wird der Leuchtkasten beispielsweise als beleuchteter Werbeträger in großen Kaufhäusern eingesetzt
und soll beispielsweise aufgrund von saisonbedingtem Einsatz in
verschiedenen Abteilungen in unterschiedlichen Etagen eines Warenhauses
eingesetzt werden, so kann es notwendig sein, den Leuchtkasten über ein
Treppenhaus oder eine Rolltreppe bzw. einen Aufzug zu transportieren.
Das starre Format der bisher bekannten Leuchtkästen ist dabei sehr nachteilig.
Um das Problem des Transportes sowie der Verpackungs- und Versandkosten
zu lösen,
bietet die Anmelderin seit geraumer Zeit unbeleuchtete modular veränderbare
Werbeträger
an, die aus vier Grundprofilen bestehen, die derart zusammensetzbar
sind, dass sie im montierten Zustand einen geschlossenen Grundrahmen
bilden, in den der Werbeträger
einsetzbar ist. Grundprofile und Werbeträger können zu kleinen Einheiten zerlegt
und demontiert versendet werden, so dass der Transport auch innerhalb
beispielsweise eines Warenhauses sehr einfach ist. Zu einem späteren Zeitpunkt
kann durch einen Austausch zweier Grundprofile der Grundrahmen an
ein eventuell geändertes
Format des Werbeträgers
einfach angepasst werden. Dadurch sind Flächen mit Formaten bis zu 3
m × 10
m realisierbar.
-
Bei
Leuchtkästen
ist eine solche einfache Änderung
des Formats des Grundrahmens im Stand der Technik nicht möglich, da
in den Leuchtkästen normalerweise
eine starre Rückwand
ausgebildet ist, um daran die zur Beleuchtung notwendigen Leuchtmittel
befestigen zu können.
Eine Veränderung
des Formats des Leuchtkastens würde
mit einer Veränderung
der Leuchtcharakteristik des zu beleuchtenden dehnbaren Flächenmaterials
einhergehen, der nur mit erheblichen konstruktiven Veränderungen
begegnet werden könnte,
z.B. indem eine komplett neue Rückwand
gefertigt und mit weiteren Leuchtmitteln bestückt wird.
-
Es
ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Leuchtkasten
bereitzustellen, der die Erzeugung einer verbesserten Leuchtcharakteristik
des zu beleuchtenden dehnbaren Flächenmaterials ermöglicht.
-
Ferner
ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Leuchtkasten bereitzustellen,
welcher auf einfache Weise montiert und/oder modular vergrößert oder
verkleinert werden kann, ohne Einbußen in der Beleuchtungsqualität hinnehmen
zu müssen.
-
Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass zur Verhinderung der Bildung eines Schattenwurfes auf dem spannbaren
Flächenmaterial
das Befestigungsmittel transparent bzw. transluzent/diffus ausgebildet
ist.
-
Durch
die transparente bzw. transluzent-diffuse Ausbildung des Befestigungsmittels
wird erreicht, dass das vom Leuchtmittel ausgestrahlte Licht auch
im Befestigungsbereich nahezu unbeeinflusst aus dem Leuchtmittel
austreten kann und somit die durch die sonst im Stand der Technik
bekannten Befestigungsmittel hervorgerufenen dunklen Flecken aufgrund
des Blockierens des Lichtaustrittes verhindert werden, so dass eine
nahezu vollständig
homogene Ausleuchtung des zu beleuchtenden spannbaren Flächenmaterials
gewährleistet
ist.
-
In
einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ist das Befestigungsmittel in der Form einer
Befestigungsschiene ausgebildet, die in den Grundrahmen einsetzbar
und in ihrer Position fixierbar ist. Die Fixierung kann beispielsweise
durch eine einfache Steckverbindung oder eine Clipverbindung realisiert
werden. Dadurch wird ermöglicht,
dass die Befestigungsschiene beispielsweise in Führungsnuten in dem Grundrahmen
durch einfaches Verschieben optimal positioniert werden kann.
-
Alternativ
kann das Befestigungsmittel auch röhrenförmig ausgebildet sein und senkrecht
oder waagerecht in den Grundrahmen eingesetzt werden. Das Befestigungselement
kann dabei einen rechteckigen kreisförmigen, linsenförmigen oder
ovalen Querschnitt aufweisen. Die Wandstärke des röhrenförmigen Befestigungsmittels
kann abhängig
von dem zu tragenden Gewicht unterschiedlich gewählt werden. So kann zur Erhöhung der
Stabilität
bei größeren Gewichten
die Röhre
einen Durchmesser von 10 bis 15 cm aufweisen und je nach Einsatzgebiet
als Hohl- oder Vollrohr ausgebildet sein.
-
Wenn
das erfindungsgemäße Befestigungsmittel
in einem doppelseitigen Leuchtkasten, d.h. ein Leuchtkasten, auf
dem auf zwei einander gegenüber liegenden
Seiten jeweils ein zu beleuchtendes spannbares Flächenmaterial
angeordnet ist, eingesetzt werden soll, so ist es vorteilhaft, das
Befestigungsmittel mittig derart in dem Grundrahmen anzuordnen,
dass der Abstand des Befestigungsmittels zu den einzelnen spannbaren
Flächenmaterialien,
die an Vorderseite und Rückseite
des Grundrahmens angebracht sind, nahezu identisch ist.
-
Eine
besonders einfache Art der Befestigung des Leuchtmittels und/oder
des elektronischen Vorschaltgerätes
an dem Befestigungsmittel, stellen an dem Befestigungsmittel angeordnete,
insbesondere an einer Seitenfläche
des Befestigungsmittels, beispielsweise durch Verschrauben, Nie ten,
mittels Rastverbindungen wie z.B. Druckknöpfen oder anderen im Stand
der Technik bekannten Befestigungsarten fixierte Befestigungsklammern
oder Schellen dar. Jede andere im Stand der Technik bekannte Haltervariante
für die
Leuchtmittel bzw. elektronischen Vorschaltgeräte ist ebenfalls denkbar.
-
Um
ein einfaches Positionieren und Befestigen des Leuchtmittels und/oder
des Vorschaltgerätes in
dem Leuchtkasten zu ermöglichen,
kann in einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung das Befestigungsmittel Aussparungen aufweisen,
in die das Leuchtmittel und/oder Vorschaltgerät zur Befestigung einsteckbar
oder einschiebbar ist/sind.
-
Die
Aussparungen in dem Befestigungsmittel können je nach gewünschter
Ausrichtung und Position der Leuchtmittel und/oder der Vorschaltgeräte innerhalb
des Leuchtkastens ausgebildet werden. Soll beispielsweise ein Leuchtmittel
schräg
zu der Ausrichtung des Grundrahmens in dem Grundrahmen angeordnet
werden, so kann dies erreicht werden, indem die in dem Befestigungsimttel
auszubildende Aussparung in dem gewünschten Schrägungswinkel
in das Befestigungsmittel z.B. durch Fräsen oder Bohren eingebracht
wird.
-
Ein
weiteres Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung sieht einen aus mindestens sechs zu einem
geschlossenen Grundrahmen zusammengesetzten Grundprofil ausgebil deten
beleuchteten Würfel
vor, dessen Seitenflächen
durch zu beleuchtende spannbare Flächenmaterialien gebildet sind, wobei
mindestens ein Leuchtmittel in den Würfel einsetzbar ist, um diesen
möglichst
homogen auszuleuchten, und mindestens eine Stromversorgung an bzw.
in dem Würfel
vorgesehen ist, um das Leuchtmittel mit Strom zu versorgen, wobei
zur Positionierung des Leuchtmittels innerhalb des Würfels ein
Befestigungsmittel vorgesehen ist, welches zur Vermeidung von Schattenbildung
transparent ausgeführt
ist. Dabei kann der Würfel
entweder sechs, acht, zwölf oder
auch mehr Seitenflächen
aufweisen.
-
Auch
in diesem Ausführungsbeispiel
kann das Befestigungsmittel röhrenförmig ausgebildet
und darin Aussparungen vorgesehen sein, um das Leuchtmittel durch
Einstecken oder Einschieben in eine durch die Ausbildung der Aussparung
festgelegten Position innerhalb des Würfels anzuordnen.
-
Das
Befestigungsmittel kann in einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung auf einer Diagonalen des Würfels angeordnet und darin
fixiert sein, wobei die in dem Befestigungsmittel fixierten Leuchtmittel
ohne zusätzliche
Berührungspunkte nahezu
schwebend in dem Würfel
angeordnet werden können.
-
Hinsichtlich
weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen und Ausbildungen der Erfindung
wird auf die Unteransprüche sowie
die nachfolgende Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der
beiliegenden Zeichnung verwiesen.
-
Es
zeigt:
-
1 ein
schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen röhrenförmigen Befestigungsmittels;
-
2 einen
doppelseitigen Leuchtkasten, in den ein erfindungsgemäßes Befestigungsmittel
eingesetzt ist; und
-
3 einen
erfindungsgemäßen Leuchtwürfel.
-
Die 1 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen röhrenförmigen Befestigungsmittels 1.
In dem Befestigungsmittel 1 sind Ausnehmungen 2a und 2b zur
Aufnahme von Leuchtmitteln 3 und Vorschaltgeräten 4 ausgebildet. An
den beiden Enden des erfindungsgemäßen Befestigungsmittels 1 sind
Befestigungsfüße 5 ausgebildet,
welche in in dem Grundrahmen 6 ausgebildete Nuten 7 einsetzbar
und darin fixierbar sind. Der Grundrahmen 6 ist aus den
Grundprofilen 6a, 6b, 6c, 6d zusammengesetzt
und aus Aluminium gefertigt, wodurch eine relativ große Stabilität gegenüber einem
relativ geringen Gewicht erreicht wird.
-
Die
Befestigungsfüße 5 werden
zur Befestigung des röhrenförmigen Befestigungsmittels 1 in
die umlaufende Nut 7 eingesteckt. Im Randbereich der Grundprofile 6a, 6b, 6c, 6d sind
sowohl vorderseitig als auch rückseitig
weitere umlaufende Nuten 8 ausgebildet, in die ein spannbares
Flächenmaterial 9 in der
Form eines textilen Werbeträgers
mit seinen im Randbereich ausgebildeten dehnbaren Verstärkungsstreifen
aus Silikon (nicht dargestellt) einspannbar ist.
-
Der
textile Werbeträger 9 ist
in einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung als Stoff aus einem gewebten bzw. gewirkten
Polyestergewebe gebildet, welches im digitalen Dyesublinationsdruck
entweder direkt oder indirekt bedruckt wurde. Natürlich ist
es auch möglich,
Kunststoffplanen oder andere dehnbare Flächenmaterialien einzusetzen.
-
Bei
dem in diesem Ausführungsbeispiel
verwendeten Stoff handelt es sich um ein besonders dicht gewebtes
Polyestergewebe, welches sich durch seine hohe Flexibilität und Faltbarkeit
auszeichnet. So ist es möglich,
auch große
Werbeträger beispielsweise
in kleinen Umschlägen
versenden zu können.
Aufgrund des im Vergleich zu den im Stand der Technik bei Werbeträgern verwandten
Plexiglasplatten geringeren Gewichtes des Stoffes kann die Montage
des Leuchtkastens 10 bzw. der Austausch des Werbeträgers 9 ohne
weiteres durch eine einzige Person erfolgen.
-
Die
Oberfläche
der verwendeten Stoffe ist vorteilhafterweise absolut reflektionsfrei,
was eine störungs-
und reflektionsfreie Betrachtung des Motives ermöglicht, so dass der Leuchtkasten 10 in
jedem Umfeld, ohne Berücksichtigung
der Beleuchtungsverhältnisse
aufgestellt werden kann. Auch beeinflusst der Einsatz von Stoff
das Schallverhalten in einem Raum positiv, da auch der Schall von
einem Stoff vor allem bei hohen Frequenzen wesentlich weniger stark
reflektiert wird. Der Leuchtkasten 10 gemäß der 2 ist
sowohl an seiner Vorderseite als auch an seiner Rückseite
mit einem zu beleuchtenden spannbaren Flächenmaterial 9 versehen.
In dem Leuchtkasten 10 sind acht Leuchtmittel 3 in
das erfindungsgemäße Befestigungsmittel 1 eingesetzt
und werden über
vier Vorschaltgeräte 4,
die in Reihe geschaltet und über
einen Anschluss 11 an eine externe Stromquelle anschließbar sind,
mit Strom versorgt. Natürlich
ist ein Akku- oder Batteriebetrieb ebenfalls denkbar.
-
Das
röhrenförmige Befestigungsmittel 1 ist zur
Verhinderung der Bildung eines Schattenwurfes transparent ausgebildet.
Es ist aber auch möglich, das
Befestigungsmittel 1 waagerecht in den Grundrahmen einzusetzen,
da die Befestigungsnut 3 umlaufend ist.
-
In
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist das Befestigungsmittel 1 mit einem ovalen Querschnitt
versehen, in einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel weist das Befestigungsmittel
einen kreisförmigen,
rechteckigen oder linsenförmigen Querschnitt
auf. Weist das Befestigungsmittel 1 einen rechteckigen
Querschnitt auf, so lassen sich Befestigungsklammern sehr einfach
und sicher an dessen planen Seitenflächen fixieren.
-
Der
Abstand des Befestigungsmittels 1 zur Vorderseite und zur
Rückseite
des Grundrahmens 6 ist nahezu identisch. Dadurch wird erreicht,
dass die Ausleuchtung des Grundrahmens 6 sowohl auf der Vorderseite
als auch auf der Rückseite
nahezu identisch ist.
-
Die 3 zeigt
einen erfindungsgemäßen beleuchteten
Würfel 12,
der aus zehn einzelnen Grundprofilen 6 zusammengesetzt
ist und dessen Seitenflächen
durch sechs zu beleuchtende spannbare Flächenmaterialien 9 gebildet
ist, die wiederum über
an den Randbereichen des Flächenmaterials 9 ausgebildete
Silikonverstärkungsstreifen
in in dem Grundprofil 6 ausgebildete Nuten eingespannt
sind. In dem Würfel 12 ist
ein röhrenförmiges Befestigungsmittel 1 so
eingesetzt, dass es auf der Diagonalen des Würfels 12 liegt. In
das röhrenförmige Befestigungsmittel 1 sind
zwei Leuchtmittel 3 in einem Winkel von ca. 90° zueinander
eingesteckt. Der Einsteckbereich der Leuchtmittel 3 in
dem röhrenförmigen Befestigungsmittel 1 stellt
den einzigen Berührungspunkt
der Leuchtmittel 3 in dem Würfel, abgesehen von der Stromversorgung
der Vorschaltgeräte 4 dar,
was den Leuchtmitteln 3 von außen betrachtet eine Art schwebende
Wirkung verleiht.