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Die
Erfindung betrifft einen Moduladapter.
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In
der modernen Arbeitswelt wie auch im Freizeitbereich besteht häufig das
Bedürfnis,
spezielle Arbeitsmittel, Werkzeuge, Geräte und Utensilien an unterschiedlichen
Orten sortiert verfügbar
zu haben. Dies gilt insbesondere für Werkzeuge oder medizinische
Geräte,
die schon von jeher in Werkzeug- oder Verbandskästen für einen mobilen Einsatz bereitgehalten
worden sind. Hinzukommen heutzutage immer öfter Utensilien für den Freizeitbereich,
welche sowohl in der Wohnung des Benutzers als auch an verschiedensten
Orten, sei es in fremden Räumen oder
im Out-Door-Bereich Anwendung finden sollen, wozu nur beispielhaft
Sammlungen digitaler Datenträger,
zugehöriger
Abspielgeräte
oder Computer genannt seien. Neben den Bereichen des Handwerks, der
Medizin und der Freizeitbetätigungen
sei auch auf den Bereich der Wissenschaft verwiesen, für welchen
die Verfügbarkeit
auch empfindlicher Geräte
an den verschiedensten Orten ein großes Bedürfnis ist. Häufig stehen
solche medizinischen und wissenschaftlichen Geräte als Module zur Verfügung.
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Um
die oben genannten Gegenstände,
insbesondere Arbeitsmittel, Utensilien und Module, zu transportieren,
werden häufig
verschließbare
Container verwendet, die während
des Transportes eine sichere Aufbewahrung gewährleisten. Trotz der durch die
Containerwandung schon recht hohen Sicherheit gegen Beschädigung treten
jedoch noch häufig
Beschädigungen
dadurch auf, dass der Container selbst durch eine unvollkommene
Lagerung während des
Transports durch Aufschlagen eine hohe Beschleunigung erfährt, die
zu einer Zerstörung
des Inhaltes führt.
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Ein
weiteres Problem besteht in den vergleichsweise schlechten Zugriffsmöglichkeiten
auf den Inhalt solcher Container, wenn diese an ihrem üblichen
Aufbewahrungsort gelagert sind, denn solche Container lassen sich
im allgemeinen nur dann öffnen,
wenn sie in eine von oben zugängliche
Position, also beispielsweise außerhalb eines Regals, verbracht
worden sind.
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Aus
der
WO 99/32014 ist
ein Schubladenschrank bekannt, dessen Schubladen als offene Module
bezeichnet werden könnten.
Aufgrund der offenen Ausgestaltung der Schubladen können diese nicht
separat verwendet werden. An dem Schubladenschrank ist ferner nachteilig,
dass eine Entfernung der Schubladen nur unter Schwierigkeiten möglich ist.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Handhabbarkeit von Modulen
und insbesondere von Koffern zu verbessern.
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Die
Lösung
dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen der Ansprüche 1, 10,
24 bzw. 25.
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Gemäß der Erfindung
ist ein Modulapater zur lösbaren
Arretierung eines Modules an einer Aufnahmestruktur, mit mindestens
einer ersten, an dem Modul vorgesehenen Schienenstruktur und mindestens einer
ersten, an der Aufnahmestruktur vorgesehenen Adapterstruktur vorgesehen,
wobei die erste Schienenstruktur betätigbare erste Verriegelungselemente aufweist,
die im verriegelten Zustand an der ersten Adapterstruktur angreifen,
wobei die erste Adapterstruktur aus mindestens zwei parallel zu
einander angeordneten flachen, ebenen Rippen mit im wesentlichen
gleichem Querschnitt und einer seitlichen Führungsfläche besteht.
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Die äußerst einfach
auszuführende
Adapterstruktur, die im einfachsten Fall im wesentlichen aus zwei
parallel zu einander angeordneten flachen, ebenen Rippen mit im
wesentlichen gleichem Querschnitt und einer seitlichen Führungsfläche bestehen kann,
erlaubt es, ohne großen
technischen oder finanziellen Aufwand solche Adapterstrukturen nahezu überall anzuordnen,
und damit die Erfindung an verschiedensten Orten nutzbar zu machen.
Darüber hinaus
hat eine solche Adapterstruktur eine sehr ansprechende Optik.
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Vorzugsweise
ist eine erste Fernbedienung für
die Verriegelungselemente vorgesehen. Die Fernbedienung ermöglicht es,
mit dem Moduladapter ausgestattete Module während des Transportes schnell und
sicher festzulegen und dennoch über
diese quasi mit einem Handgriff unabhängig von der vorherigen sicheren
Halterung verfügen
zu können.
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Die
so geschaffene Möglichkeit
eines schnellen Zugriffs wirkt nicht nur beim Gebrauch des Modules,
sondern auch hinsichtlich dessen Lagerung und Transportes vorteilhaft,
denn wegen des schnellen Zugriffes wird auch die Akzeptanz der Lager-
und Transportsicherung erhöht.
Während
nämlich
bei herkömmlichen
Sicherungen mit komplizierten Lösevorgängen die
Notwendigkeit oder der Wunsch eines schnellen Zugriffes, beispielsweise
auf medizinisches Gerät
in Rettungswagen, deren Anwendung entgegensteht, lädt der erfindungsgemäße Moduladapter
zu seiner Benutzung ein, wodurch im Ergebnis die Lager- und Transportsicherheit
erhöht
wird.
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Vorzugsweise
ist die erste Schienenstruktur an einer ersten Multifunktionsprofilanordnung
ausgebildet, welche mindestens einen ersten Profilstrang aufweist,
wobei die erste Fernbedienung in einer ersten Kammer des ersten
Profilstranges angeordnet ist. Eine solche Ausführungsform erlaubt es, den
Moduladapter kostengünstig
herzustellen.
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Weitere
Anordnungsmöglichkeiten
werden geschaffen, wenn die erste Multifunktionsprofilanordnung
neben dem ersten Profilstrang einen zweiten Profilstrang aufweist,
wobei in einer zweiten Kammer des zweiten Profilstranges eine erste
Zusatz-Fernbedienung mit ersten Zusatz-Verriegelungselementen angeordnet ist.
Durch diese Zusatz-Verriegelungselemente
und die Zusatzfernbedienung kann ein Modul in der gleichen oder
aber auch in verschiedenen Adapterstrukturen in unterschiedlichen
Positionen, insbesondere in unterschiedlichen Höhen festgelegt werden.
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Im
Hinblick auf die Arretierung zu Transport- und Lagerzwecken ist
es vorteilhaft, wenn die Fernbedienung mittels mindestens eines
Federelementes, insbesondere eines Drehfederelementes in Richtung
auf ihre Arretierstellung hin vorgespannt ist. Eine solche Vorspannung
gewährleistet,
dass die Arretierung selbsttätig
erfolgt, wodurch die Gefahr einer unsicheren Lagerung oder eines
unsicheren Transportes durch versehentliches Nicht-Arretieren vermieden
wird.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Moduladapters
ist die Fernbedienung als per Hand betätigbare mechanische Fernbedienung
ausgeführt.
Dadurch ist deren Anwendbarkeit von externen Kraftquellen, insbesondere
einer elektrischen oder pneumatischen Energieversorgung unabhängig, so
dass die Einsetzbarkeit jederzeit gewährleistet ist.
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Ein
hoher Benutzungskomfort ergibt sich, wenn die Fernbedienung an dem
ersten Profilstrang ausgebildet und über dessen Längserstreckung
kontinuierlich oder an mehreren Stellen betätigbar ist. Bei einer solchen
Ausgestaltung ist es im Bedarfsfall nicht erforderlich, zur Entsperrung
der Arretierung nach der Fernbedienung zu suchen. Die Entsperrung kann
in einem großen
Bereich durchgeführt
werden, was eine intuitive Benutzung erleichtert.
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Obwohl
es im Rahmen der Erfindung grundsätzlich möglich ist, Klemmelemente zur
Arretierung zu verwenden, sind vorzugsweise Verriegelungselemente
vorgesehen, die mindestens eine erste Rastnase aufweisen, wobei
diese dazu ausgebildet sind, an in Längsrichtung gegenüberliegenden
Enden der flachen Rippen anzugreifen. Dadurch wird eine exakte Positionierung
der Module ermöglicht.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
sind eine zweite Schienenstruktur und eine zweite Adapterstruktur
vorgesehen sind, die im Wesentlichen spiegelsymmetrisch zu der ersten Schienenstruktur
und der ersten Adapterstruktur ausgebildet sind, um eine spiegelsymmetrische
Arretierung des Modules zu ermöglichen.
Die Schienenstrukturen und zugehörigen
Adapterstrukturen sind an einem Modul an gegenüberliegenden Seiten anordenbar.
Bei einer solchen Ausführung,
die an einem Modul insbesondere symmetrisch sein kann, werden eine
auskragende Lagerung und damit einhergehende Biegekräfte vermieden.
Dies ist insbesondere bei einem Einsatz des Moduladapters in Fahrzeugen
von Vorteil, da in diesen auf die zu transportierenden Module vielfältige Beschleunigungen
einwirken können.
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Die
Vorteile der Erfindung zeigen sich schon an einer Multifunktionsprofilanordnung
für einen
Moduladapter. Daher wird auch für
diese Schutz beansprucht.
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Vorzugsweise
sind mit der Multifunktionsprofilanordnung neben einer Arretierung
eines Modules an einer Aufnahmestruktur weitere Funktionalitäten verbunden,
wobei dazu insbesondere ein erster Profilstrang, ein zweiter Profilstrang
und eine Kupplungsschiene vorgesehen sind, wobei der erste Profilstrang
eine erste Führungskammer
und der zweite Profilstrang eine zweite Führungskammer aufweist, wobei
die Kupplungsschiene in einer der Führungskammern dauerhaft und
in der anderen Führungskammer
entfernbar aufgenommen ist, um sowohl ein Aufklappen als auch ein
Aufschieben zu ermöglichen.
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Einer
der Profilstränge
weist gemäß einer weiter
bevorzugten Ausführungsform
eine Einfädelführungsfläche für eine entsprechende
Gegenfläche an
der Kupplungsschiene zum Zwecke des Zuklappens auf.
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Vorzugsweise
sind der erste und/oder der zweite Profilstrang als Stranggussprofil
insbesondere aus Aluminium gefertigt, wobei weiter bevorzugt an dem
ersten und/oder dem zweiten Profilstrang Aufnahme- und/oder Kupplungsstrukturen
für eine
Modulwandung, insbesondere einen Deckel bzw. eine Unterschale vorgesehen
sind.
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Ein
aus wenigen Teilen bestehendes Modul lässt sich herstellen, wenn der
erste und/oder der zweite Profilstrang als Teil einer Seitenwandung
des Deckel bzw. der Unterschale eines Modules ausgebildet sind.
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Weiterhin
zeigen sich die Vorteile der Erfindung auch bei einer Aufnahmestruktur
mit mindestens einem Adapterstruktur zur Aufnahme von Modulen. Daher
wird auch für
eine erfindungsgemäße Aufnahmestruktur
Schutz beansprucht.
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Eine
hinsichtlich der Gebrauchsmöglichkeiten
praktisch keine Wünsche
offenlassende Ausführungsform
ergibt sich, wenn das Modul als Container und insbesondere als Koffer
ausgebildet ist und eine Abdeckung aufweist, welche über eine
Scharnieranordnung an dieser befestigt ist, wobei die Scharnieranordnung
an der ersten Schienenanordnung derart angelenkt ist, dass eine
Verlagerung der Abdeckung gegenüber
dem Container sowohl durch Klappen als auch durch Verschieben zu
ermöglichen.
Mit einer solchen Ausführungsform
steht ein Koffer zur Verfügung,
der einerseits in einer Aufnahmestruktur, beispielsweise einem Schrank,
Regal oder Tisch wie eine Schublade benutzt und von oben befüllt werden kann,
und der andererseits wie eine Koffer genutzt werden kann, ohne dass
dazu an dem Container Änderungen
oder Ergänzungen
vorzunehmen wären.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt ist ein Moduladapter mit einer ersten Schiene, einer
Kupplungsschiene sowie einem Drehzapfen vorgesehen, wobei die erste
Schiene sowie die Kupplungsschiene derart aufeinander abgestimmt
sind, dass die erste Schiene gegenüber der Kupplungsschiene sowohl
durch ein Verschieben als auch durch ein Drehen um die Achse des
Drehzapfens verlagerbar ist. Mit einem solchen Moduladapter wird
mit nur wenigen Teilen die Möglichkeit
geschaffen, ein Modul sowohl aufzuklappen als auch aufzuschieben.
Dabei bilden die erste Schiene sowie die Kupplungsschiene gemeinsam sowohl
eine Schiebeführung
als auch die wesentlichen Teile eines Koffers oder Drehgelenkes.
Ein solcher Moduladapter, der vorzugsweise als Teil eines Notebooks
ausgeführt
ist, ermöglicht
es, beispielsweise das Notebook in einer eingebauten Position, beispielsweise
unter einer Schreibtischplatte oder in einer Dockingstation aufzuschieben
und dessen Tastatur zu benutzen, oder aber das Notebook aufzuklappen
und dessen Bildschirm zu verwenden, wenn dieses sich in einem mobilen
Einsatz befindet.
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Gemäß einer
weiter bevorzugten Ausführungsform
ist der Moduladapter so gestaltet, dass dessen Verschiebe- und dessen
Klappfunktion nicht gleichzeitig durchführbar sind. Im gesicherten
Zustand als Schublade ist es gemäß der Erfindung möglich, dass
der Container unter der Abdeckung hervorziehbar ist. Dies ist insbesondere
bei einer Lagerung mehrerer Module übereinander oder der Lagerung
von Modulen in einem Schrank oder unter einer Tischplatte vorteilhaft.
Handelt es sich jedoch bei der Aufnahmestruktur um eine Art Regal
oder Gestell, kann der oberste Container auch durch Aufklappen geöffnet werden,
sofern ein entsprechender Raum freigehalten wird.
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Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen
sowie aus der Beschreibung im Zusammenhang mit den Zeichnungen.
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Es
zeigen:
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1 eine
bevorzugte Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Aufnahmestruktur
mit mehreren Koffern in einer Seitenansicht,
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2 eine
perspektivische Ansicht auf die Innenseite der erfindungsgemäßen Aufnahmestruktur,
wobei der Koffer entriegelt ist,
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3 eine
perspektivische Ansicht auf die Innenseite der erfindungsgemäßen Aufnahmestruktur,
wobei der Koffer verriegelt ist,
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4a und
b Schnitte durch eine Seitenwand des Koffers,
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5a und
b vergrößerte Detailansichten der
Schnitte in den 4a und b,
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6 eine
perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Aufnahmestruktur in 1 mit
einem erfindungsgemäßen Koffer
in einer aufgeschobenen Position.
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7 eine
perspektivische Ansicht auf den Koffer von außen im Bereich gegenüber der
Scharnierseite des erfindungsgemäßen Koffers
in der aufgeklappten Position von oben,
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8 eine
weitere perspektivische Seitenansicht auf den Koffer in der aufgeklappten
Position des Koffers, und
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9 eine
Ansicht auf die Aufnahmestruktur mit Adapter.
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In 1 ist
eine erste Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Aufnahmestruktur 10 mit
Moduladaptern gezeigt, wobei in der Aufnahmestruktur 10 Koffer 12 aufgenommen
sind. Die Koffer sind Module im Sinne der Erfindung.
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Der
Koffer 12 (2) weist eine aus Carbonfasermaterial
gefertigte Unterschale 14 sowie einen aus dem gleichen
Material gefertigten Deckel 16 auf. Der Deckel 16 ist
eine Abdeckung im Sinne der Erfindung. Gemeinsam beschreiben die
Unterschale 14 und der Deckel 16 einen Quader.
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Die
Funktion des erfindungsgemäßen Moduladapters 20 ist
insbesondere in den 4a bis 5b gezeigt.
Der Moduladapter 20 umfasst eine erste Schienenstruktur 22,
an welcher eine erste obere Tragfläche 24 sowie eine
erste untere Tragfläche 26 ausgebildet
sind. Die erste und die zweite Tragfläche 24, 26 sind
im Wesentlichen eben ausgebildet und erstrecken sich in Längsrichtung
der Schienenstruktur.
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Zum
Zusammenwirken mit der ersten oberen Tragfläche 24 bzw. der ersten
unteren Tragfläche 26 sind
an der Aufnahmestruktur 10 Adapterstrukturen ausgebildet,
wobei eine erste Adapterstruktur 28 aus einer ersten, flachen,
ebenen Rippe 30, einer zweiten, flachen, ebenen Rippe 32 und
einer ersten seitlichen Führungsfläche 34 gebildet
ist. Die erste und die zweite Rippe 30, 32 weisen
Gleitflächen 36 auf, deren
Abstand geringfügig
größer ist
als der Abstand der ersten oberen Tragfläche 24 zu der ersten
unteren Tragfläche 26,
um ein leichtes Einschieben der ersten Schienenstruktur 22 in
die erste Adapterstruktur 28 zu ermöglichen. Um dabei ein Verkanten
zu verhindern, ist an der ersten Schienenstruktur 22 noch
eine im Wesentlichen eben ausgebildete Anlagefläche 38 ausgebildet,
welche mit der Führungsfläche 34 zusammenwirkt.
Die Anlagefläche 38 verläuft im Wesentlichen
senkrecht zu der ersten oberen Tragfläche 24 und der ersten
unteren Tragfläche 26. In
entsprechender Weise ist die erste Führungsfläche 34 senkrecht zu
den Gleitflächen 36,
der ersten und der zweiten Rippe 30, 32 ausgerichtet.
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Zur
lösbaren
Arretierung eines Modules, welches in der gezeigten Ausführungsform
die zuvor beschriebene ersten Schienenstruktur 22 nicht
nur an der gezeigten rechten Seite, sondern spiegelsymmetrisch auch
an der nicht gezeigten linken Seite aufweist, sind erste Verriegelungselemente 40 vorgesehen,
die in einer ersten Kammer 42 in Höhenrichtung, d.h. im Wesentlichen
senkrecht zu der ersten oberen Tragfläche 24 verschiebbar
angeordnet sind. Die ersten Verriegelungselemente 40 sind
quaderförmige Rastnasen,
welche an einer flachen ersten Leiste 44 angeordnet oder
ausgebildet sind. Die flache erste Leiste 44 erstreckt
sich über
die gesamte Länge
der ersten Schienenstruktur (2).
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Die
Verriegelungselemente 40, von denen vier an der ersten
Schienenstruktur 22 gemäß der gezeigten
bevorzugten Ausführungsform
vorgesehen sind, sind in Durchbrechungen 46 angeordnet,
welche an der ersten Kammer 42 vorgesehen sind, wobei die
Durchbrechungen 46 sich in einem Bereich der ersten oberen
Tragfläche 24 befinden,
welcher in Einschubrichtung der ersten Schienenstruktur zu der ersten
Rippe 30 korrespondiert, so dass die Verriegelungselemente
wie in 3 gezeigt im verriegelten Zustand an gegenüberliegenden
Stirnseiten 48 der ersten Rippe 30 zur Anlage
kommen, womit das Modul, insbesondere der Koffer 12 wie
in 3 gezeigt an der Aufnahmestruktur arretiert ist.
Die Arretierung wird also durch das Zusammenwirken der ersten oberen
Tragfläche 26 mit
der ersten Rippe 30, dem Zusammenwirken der ersten unteren
Tragfläche 26 mit
der zweiten Rippe 32, dem Zusammenwirken der Anlagefläche 38 mit
der Führungsfläche 34 sowie dem
Zusammenwirken der Verriegelungselemente 40 mit den Stirnseiten 48 der
ersten Rippe 30 bewirkt, wobei ersichtlich ist, dass dazu
die Stirnseiten 48 der ersten Rippe 30 im Wesentlichen
senkrecht zu der Gleitfläche 36 wie
auch zu der Führungsfläche 34 orientiert
sind. Dementsprechend ist es vorteilhaft, wenn die erste Rippe als
flache, ebene Rechteckleiste hergestellt ist, die in einer seitlichen
Struktur, insbesondere einer Säule 49 verankert
ist.
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Um
von der arretierten, verriegelten Position (3, 4b, 5b)
in die entriegelte Position (2, 4a, 5a)
zu gelangen, können
die Verriegelungselemente 40 gegen den Druck einer Verdrehfeder 50 verlagert
werden. Dazu wird ein Verriegelungselement 40 nach unten
gedrückt,
womit über
die Leite 44 alle Verriegelungselemente 40 wie mit
einer Fernbedienung nach unten verschoben werden. Damit dabei die
Leiste 44 nicht unbeabsichtigt auswandert, ist eine Gelenklasche 52 vorgesehen,
welche in einer Nut 54 der ersten Leiste 44 einerseits
und in einem Gelenklaschenlager 56 andererseits geführt ist.
Die Gelenklasche 52 ist ein flacher Materialstreifen, welcher
sich über
die gesamte Länge
der ersten Leiste 44 erstreckt, so dass auch das Gelenklaschenlager 56 als
längslaufende
Nut in der ersten Kammer 42 ausgebildet ist. Da das Gelenklaschenlager 56 und
die Nut 54 eine deutlich größere Höhe aufweisen als der Dicke
der Gelenklaschen entspricht, kann die Gelenklasche 52 in
diesen gekippt werden. Da die erste Leiste 44, die Gelenklasche 52 und
die Verdrehfeder 50 langgestreckte Elemente sind, können diese
in die erste Kammer 42 von einer Stirnseite her eingeschoben
werden.
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Die 2 bis 5b zeigen
an der Säule 49 eine
Vielzahl Rippen. Diese liegen in einer Ebene und weisen zueinander
ein stets gleichen Abstand auf, so dass nicht nur von der ersten
Rippe 30 mit der zweiten Rippe 32 und der Führungsfläche 34 eine Adapterstruktur
gebildet ist, sondern eine gleichwirkende Adapterstruktur auch durch
die zweite Rippe 32 und eine dritte Rippe 60 gebildet
ist.
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Die
erste Schienenstruktur 22 ist an einem ersten Profilstrang 62 ausgebildet,
wobei der erste Profilstrang 62 als Seitenwandung eines
Koffers ausgebildet ist und eine Aufnahmestruktur 64 für den Deckel 16 aufweist.
Darüber
hinaus ist ein zweiter Profilstrang 66 vorgesehen, welcher
als Teil der Seitenwandung der Unterschale 14 ausgebildet
ist, wobei seitlich vorspringend an dem zweiten Profilstrang, der
wie der erste Profilstrang eine Aufnahmestruktur 68 für eine Modulwandung
aufweist, eine zweite Schienenstruktur 70 ausgebildet ist.
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Die
zweite Schienenstruktur 70 weist entsprechend der ersten
Schienenstruktur 22 eine zweite Kammer 72 auf,
in welcher eine zweite Leiste 74 angeordnet ist, wobei
sich in der unteren Wand der zweiten Schienenstruktur 70 Durchbrechungen 76 befinden,
durch welche zweite Verriegelungselemente 78 hindurchgreifen.
Die zweite Leiste 74 ist mittels einer Verdrehfeder (nicht
gezeigt) vorgespannt und wird wie die erste Leiste 44 mittels
einer zweiten Gelenklasche 82 geführt. Die Gelenklasche 82 ist
in einer Nut 84 in der zweiten Leiste 74 einerseits
und einem Gelenklaschenlager 86 andererseits geführt. Auch
sind an der zweiten Schienenstruktur eine zweite obere Tragfläche sowie
eine untere Tragfläche 88, 90 ausgebildet.
Die innere Kontur und die Funktion der ersten und zweiten Kammer
gleichen einander.
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Mit
der zweiten Schienenstruktur 70, bei der der Abstand der
zweiten oberen Tragfläche
von der zweiten unteren Tragfläche
geringer ist, als bei der ersten Schienenstruktur 22, kann
das Modul an einer Einzel-Adapterstruktur
(nicht gezeigt) oder über
einen Adapter 92 an der ersten Adapterstruktur befestigt
werden.
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Der
Adapter 92, der im Wesentlichen ein flaches Kunststoffprofil
zum Höhenausgleich
ist, weist äußere Passflächen 94 auf,
die zwischen Gleitflächen 36 der
Rippen 30, 32, 60 geklemmt werden können. Der
Adapter 92 weist ferner seinerseits eine Spur 96 auf,
deren Grund eine Führungsfläche 98 ist und
deren seitliche Begrenzungen 100 Gleitflächen sind.
Vorzugsweise wird ein solcher Adapter 92 wie in den 6 und 7 gezeigt,
an einer obersten Position einer Säule 49 eingesetzt,
um in dieser Position ein Aufklappen des Deckels wie in den 7 und 8 gezeigt
zu ermöglichen.
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Die
in den Figuren gezeigte bevorzugte Ausführungsform einer Aufnahmestruktur 10 ist
ein Rollwagen, dessen seitliche Säulen 49 zusammen mit
einem Griff 110 ein Portal beschreiben. An der Unterseite
der Säulen 49 ist
auch zur Verbindung der Rollen 112, 114 eine Schwelle
(nicht gezeigt) vorgesehen, an welche sich ein Stützfuß 116 anschließt. An den
Säulen 49 sind
im gleichen Abstand voneinander die zuvor beschriebenen flachen
Rippen 30, 32, 60 angeordnet, welche
sich in dem durch die Säulen 49 und
den Griff 110 definierten Portalbogen nach innen hinein
erstrecken. Dies erlaubt es, verschiedene oder auch gleiche Module
wie die in 1 gezeigten Koffer 12 aufzunehmen.
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Wie
bereits zuvor beschrieben ist an der obersten Position ein Adapter 92 vorgesehen,
so dass der oberste Koffer wie in 6 gezeigt
aufgeschoben und wie in den 7 und 8 gezeigt
aufgeklappt werden kann. In der in 6 gezeigten,
aufgeschobenen Position stellt der Deckel 16 eine Arbeitsfläche 118 zur
Verfügung.
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Der
erste Profilstrang 62 und der zweite Profilstrang 66 sind
als Aluminiumstranggussprofile gefertigt, wobei der erste Profilstrang 62 neben
der ersten Kammer noch eine erste Führungskammer 120 (5a)
und der zweite Profilstrang eine zweite Führungskammer 122 aufweist.
In diesen Führungskammern 120, 122 ist
eine Kupplungsschiene 124 (6, 7, 8)
aufgenommen, welche entweder ein Aufklappen oder ein Aufschieben
des Koffers ermöglicht.