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DE202006012168U1 - Moduladapter - Google Patents

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DE202006012168U1
DE202006012168U1 DE200620012168 DE202006012168U DE202006012168U1 DE 202006012168 U1 DE202006012168 U1 DE 202006012168U1 DE 200620012168 DE200620012168 DE 200620012168 DE 202006012168 U DE202006012168 U DE 202006012168U DE 202006012168 U1 DE202006012168 U1 DE 202006012168U1
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module
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rail
adapter
multifunction
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DE200620012168
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ENTHOLZNER HANS PETER
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ENTHOLZNER HANS PETER
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Abstract

Modulapater zur lösbaren Arretierung eines Modules an einer Aufnahmestruktur, mit mindestens einer ersten, an dem Modul vorgesehenen Schienenstruktur und mindestens einer ersten, an der Aufnahmestruktur vorgesehenen Adapterstruktur, wobei die erste Schienenstruktur betätigbare erste Verriegelungselemente aufweist, die im verriegelten Zustand an der ersten Adapterstruktur angreifen, wobei die erste Adapterstruktur aus mindestens zwei parallel zu einander angeordneten flachen, ebenen Rippen mit im wesentlichen gleichem Querschnitt und einer seitlichen Führungsfläche besteht.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Moduladapter.
  • In der modernen Arbeitswelt wie auch im Freizeitbereich besteht häufig das Bedürfnis, spezielle Arbeitsmittel, Werkzeuge, Geräte und Utensilien an unterschiedlichen Orten sortiert verfügbar zu haben. Dies gilt insbesondere für Werkzeuge oder medizinische Geräte, die schon von jeher in Werkzeug- oder Verbandskästen für einen mobilen Einsatz bereitgehalten worden sind. Hinzukommen heutzutage immer öfter Utensilien für den Freizeitbereich, welche sowohl in der Wohnung des Benutzers als auch an verschiedensten Orten, sei es in fremden Räumen oder im Out-Door-Bereich Anwendung finden sollen, wozu nur beispielhaft Sammlungen digitaler Datenträger, zugehöriger Abspielgeräte oder Computer genannt seien. Neben den Bereichen des Handwerks, der Medizin und der Freizeitbetätigungen sei auch auf den Bereich der Wissenschaft verwiesen, für welchen die Verfügbarkeit auch empfindlicher Geräte an den verschiedensten Orten ein großes Bedürfnis ist. Häufig stehen solche medizinischen und wissenschaftlichen Geräte als Module zur Verfügung.
  • Um die oben genannten Gegenstände, insbesondere Arbeitsmittel, Utensilien und Module, zu transportieren, werden häufig verschließbare Container verwendet, die während des Transportes eine sichere Aufbewahrung gewährleisten. Trotz der durch die Containerwandung schon recht hohen Sicherheit gegen Beschädigung treten jedoch noch häufig Beschädigungen dadurch auf, dass der Container selbst durch eine unvollkommene Lagerung während des Transports durch Aufschlagen eine hohe Beschleunigung erfährt, die zu einer Zerstörung des Inhaltes führt.
  • Ein weiteres Problem besteht in den vergleichsweise schlechten Zugriffsmöglichkeiten auf den Inhalt solcher Container, wenn diese an ihrem üblichen Aufbewahrungsort gelagert sind, denn solche Container lassen sich im allgemeinen nur dann öffnen, wenn sie in eine von oben zugängliche Position, also beispielsweise außerhalb eines Regals, verbracht worden sind.
  • Aus der WO 99/32014 ist ein Schubladenschrank bekannt, dessen Schubladen als offene Module bezeichnet werden könnten. Aufgrund der offenen Ausgestaltung der Schubladen können diese nicht separat verwendet werden. An dem Schubladenschrank ist ferner nachteilig, dass eine Entfernung der Schubladen nur unter Schwierigkeiten möglich ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Handhabbarkeit von Modulen und insbesondere von Koffern zu verbessern.
  • Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen der Ansprüche 1, 10, 24 bzw. 25.
  • Gemäß der Erfindung ist ein Modulapater zur lösbaren Arretierung eines Modules an einer Aufnahmestruktur, mit mindestens einer ersten, an dem Modul vorgesehenen Schienenstruktur und mindestens einer ersten, an der Aufnahmestruktur vorgesehenen Adapterstruktur vorgesehen, wobei die erste Schienenstruktur betätigbare erste Verriegelungselemente aufweist, die im verriegelten Zustand an der ersten Adapterstruktur angreifen, wobei die erste Adapterstruktur aus mindestens zwei parallel zu einander angeordneten flachen, ebenen Rippen mit im wesentlichen gleichem Querschnitt und einer seitlichen Führungsfläche besteht.
  • Die äußerst einfach auszuführende Adapterstruktur, die im einfachsten Fall im wesentlichen aus zwei parallel zu einander angeordneten flachen, ebenen Rippen mit im wesentlichen gleichem Querschnitt und einer seitlichen Führungsfläche bestehen kann, erlaubt es, ohne großen technischen oder finanziellen Aufwand solche Adapterstrukturen nahezu überall anzuordnen, und damit die Erfindung an verschiedensten Orten nutzbar zu machen. Darüber hinaus hat eine solche Adapterstruktur eine sehr ansprechende Optik.
  • Vorzugsweise ist eine erste Fernbedienung für die Verriegelungselemente vorgesehen. Die Fernbedienung ermöglicht es, mit dem Moduladapter ausgestattete Module während des Transportes schnell und sicher festzulegen und dennoch über diese quasi mit einem Handgriff unabhängig von der vorherigen sicheren Halterung verfügen zu können.
  • Die so geschaffene Möglichkeit eines schnellen Zugriffs wirkt nicht nur beim Gebrauch des Modules, sondern auch hinsichtlich dessen Lagerung und Transportes vorteilhaft, denn wegen des schnellen Zugriffes wird auch die Akzeptanz der Lager- und Transportsicherung erhöht. Während nämlich bei herkömmlichen Sicherungen mit komplizierten Lösevorgängen die Notwendigkeit oder der Wunsch eines schnellen Zugriffes, beispielsweise auf medizinisches Gerät in Rettungswagen, deren Anwendung entgegensteht, lädt der erfindungsgemäße Moduladapter zu seiner Benutzung ein, wodurch im Ergebnis die Lager- und Transportsicherheit erhöht wird.
  • Vorzugsweise ist die erste Schienenstruktur an einer ersten Multifunktionsprofilanordnung ausgebildet, welche mindestens einen ersten Profilstrang aufweist, wobei die erste Fernbedienung in einer ersten Kammer des ersten Profilstranges angeordnet ist. Eine solche Ausführungsform erlaubt es, den Moduladapter kostengünstig herzustellen.
  • Weitere Anordnungsmöglichkeiten werden geschaffen, wenn die erste Multifunktionsprofilanordnung neben dem ersten Profilstrang einen zweiten Profilstrang aufweist, wobei in einer zweiten Kammer des zweiten Profilstranges eine erste Zusatz-Fernbedienung mit ersten Zusatz-Verriegelungselementen angeordnet ist. Durch diese Zusatz-Verriegelungselemente und die Zusatzfernbedienung kann ein Modul in der gleichen oder aber auch in verschiedenen Adapterstrukturen in unterschiedlichen Positionen, insbesondere in unterschiedlichen Höhen festgelegt werden.
  • Im Hinblick auf die Arretierung zu Transport- und Lagerzwecken ist es vorteilhaft, wenn die Fernbedienung mittels mindestens eines Federelementes, insbesondere eines Drehfederelementes in Richtung auf ihre Arretierstellung hin vorgespannt ist. Eine solche Vorspannung gewährleistet, dass die Arretierung selbsttätig erfolgt, wodurch die Gefahr einer unsicheren Lagerung oder eines unsicheren Transportes durch versehentliches Nicht-Arretieren vermieden wird.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Moduladapters ist die Fernbedienung als per Hand betätigbare mechanische Fernbedienung ausgeführt. Dadurch ist deren Anwendbarkeit von externen Kraftquellen, insbesondere einer elektrischen oder pneumatischen Energieversorgung unabhängig, so dass die Einsetzbarkeit jederzeit gewährleistet ist.
  • Ein hoher Benutzungskomfort ergibt sich, wenn die Fernbedienung an dem ersten Profilstrang ausgebildet und über dessen Längserstreckung kontinuierlich oder an mehreren Stellen betätigbar ist. Bei einer solchen Ausgestaltung ist es im Bedarfsfall nicht erforderlich, zur Entsperrung der Arretierung nach der Fernbedienung zu suchen. Die Entsperrung kann in einem großen Bereich durchgeführt werden, was eine intuitive Benutzung erleichtert.
  • Obwohl es im Rahmen der Erfindung grundsätzlich möglich ist, Klemmelemente zur Arretierung zu verwenden, sind vorzugsweise Verriegelungselemente vorgesehen, die mindestens eine erste Rastnase aufweisen, wobei diese dazu ausgebildet sind, an in Längsrichtung gegenüberliegenden Enden der flachen Rippen anzugreifen. Dadurch wird eine exakte Positionierung der Module ermöglicht.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind eine zweite Schienenstruktur und eine zweite Adapterstruktur vorgesehen sind, die im Wesentlichen spiegelsymmetrisch zu der ersten Schienenstruktur und der ersten Adapterstruktur ausgebildet sind, um eine spiegelsymmetrische Arretierung des Modules zu ermöglichen. Die Schienenstrukturen und zugehörigen Adapterstrukturen sind an einem Modul an gegenüberliegenden Seiten anordenbar. Bei einer solchen Ausführung, die an einem Modul insbesondere symmetrisch sein kann, werden eine auskragende Lagerung und damit einhergehende Biegekräfte vermieden. Dies ist insbesondere bei einem Einsatz des Moduladapters in Fahrzeugen von Vorteil, da in diesen auf die zu transportierenden Module vielfältige Beschleunigungen einwirken können.
  • Die Vorteile der Erfindung zeigen sich schon an einer Multifunktionsprofilanordnung für einen Moduladapter. Daher wird auch für diese Schutz beansprucht.
  • Vorzugsweise sind mit der Multifunktionsprofilanordnung neben einer Arretierung eines Modules an einer Aufnahmestruktur weitere Funktionalitäten verbunden, wobei dazu insbesondere ein erster Profilstrang, ein zweiter Profilstrang und eine Kupplungsschiene vorgesehen sind, wobei der erste Profilstrang eine erste Führungskammer und der zweite Profilstrang eine zweite Führungskammer aufweist, wobei die Kupplungsschiene in einer der Führungskammern dauerhaft und in der anderen Führungskammer entfernbar aufgenommen ist, um sowohl ein Aufklappen als auch ein Aufschieben zu ermöglichen.
  • Einer der Profilstränge weist gemäß einer weiter bevorzugten Ausführungsform eine Einfädelführungsfläche für eine entsprechende Gegenfläche an der Kupplungsschiene zum Zwecke des Zuklappens auf.
  • Vorzugsweise sind der erste und/oder der zweite Profilstrang als Stranggussprofil insbesondere aus Aluminium gefertigt, wobei weiter bevorzugt an dem ersten und/oder dem zweiten Profilstrang Aufnahme- und/oder Kupplungsstrukturen für eine Modulwandung, insbesondere einen Deckel bzw. eine Unterschale vorgesehen sind.
  • Ein aus wenigen Teilen bestehendes Modul lässt sich herstellen, wenn der erste und/oder der zweite Profilstrang als Teil einer Seitenwandung des Deckel bzw. der Unterschale eines Modules ausgebildet sind.
  • Weiterhin zeigen sich die Vorteile der Erfindung auch bei einer Aufnahmestruktur mit mindestens einem Adapterstruktur zur Aufnahme von Modulen. Daher wird auch für eine erfindungsgemäße Aufnahmestruktur Schutz beansprucht.
  • Eine hinsichtlich der Gebrauchsmöglichkeiten praktisch keine Wünsche offenlassende Ausführungsform ergibt sich, wenn das Modul als Container und insbesondere als Koffer ausgebildet ist und eine Abdeckung aufweist, welche über eine Scharnieranordnung an dieser befestigt ist, wobei die Scharnieranordnung an der ersten Schienenanordnung derart angelenkt ist, dass eine Verlagerung der Abdeckung gegenüber dem Container sowohl durch Klappen als auch durch Verschieben zu ermöglichen. Mit einer solchen Ausführungsform steht ein Koffer zur Verfügung, der einerseits in einer Aufnahmestruktur, beispielsweise einem Schrank, Regal oder Tisch wie eine Schublade benutzt und von oben befüllt werden kann, und der andererseits wie eine Koffer genutzt werden kann, ohne dass dazu an dem Container Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen wären.
  • Gemäß einem weiteren Aspekt ist ein Moduladapter mit einer ersten Schiene, einer Kupplungsschiene sowie einem Drehzapfen vorgesehen, wobei die erste Schiene sowie die Kupplungsschiene derart aufeinander abgestimmt sind, dass die erste Schiene gegenüber der Kupplungsschiene sowohl durch ein Verschieben als auch durch ein Drehen um die Achse des Drehzapfens verlagerbar ist. Mit einem solchen Moduladapter wird mit nur wenigen Teilen die Möglichkeit geschaffen, ein Modul sowohl aufzuklappen als auch aufzuschieben. Dabei bilden die erste Schiene sowie die Kupplungsschiene gemeinsam sowohl eine Schiebeführung als auch die wesentlichen Teile eines Koffers oder Drehgelenkes. Ein solcher Moduladapter, der vorzugsweise als Teil eines Notebooks ausgeführt ist, ermöglicht es, beispielsweise das Notebook in einer eingebauten Position, beispielsweise unter einer Schreibtischplatte oder in einer Dockingstation aufzuschieben und dessen Tastatur zu benutzen, oder aber das Notebook aufzuklappen und dessen Bildschirm zu verwenden, wenn dieses sich in einem mobilen Einsatz befindet.
  • Gemäß einer weiter bevorzugten Ausführungsform ist der Moduladapter so gestaltet, dass dessen Verschiebe- und dessen Klappfunktion nicht gleichzeitig durchführbar sind. Im gesicherten Zustand als Schublade ist es gemäß der Erfindung möglich, dass der Container unter der Abdeckung hervorziehbar ist. Dies ist insbesondere bei einer Lagerung mehrerer Module übereinander oder der Lagerung von Modulen in einem Schrank oder unter einer Tischplatte vorteilhaft. Handelt es sich jedoch bei der Aufnahmestruktur um eine Art Regal oder Gestell, kann der oberste Container auch durch Aufklappen geöffnet werden, sofern ein entsprechender Raum freigehalten wird.
  • Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung im Zusammenhang mit den Zeichnungen.
  • Es zeigen:
  • 1 eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Aufnahmestruktur mit mehreren Koffern in einer Seitenansicht,
  • 2 eine perspektivische Ansicht auf die Innenseite der erfindungsgemäßen Aufnahmestruktur, wobei der Koffer entriegelt ist,
  • 3 eine perspektivische Ansicht auf die Innenseite der erfindungsgemäßen Aufnahmestruktur, wobei der Koffer verriegelt ist,
  • 4a und b Schnitte durch eine Seitenwand des Koffers,
  • 5a und b vergrößerte Detailansichten der Schnitte in den 4a und b,
  • 6 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Aufnahmestruktur in 1 mit einem erfindungsgemäßen Koffer in einer aufgeschobenen Position.
  • 7 eine perspektivische Ansicht auf den Koffer von außen im Bereich gegenüber der Scharnierseite des erfindungsgemäßen Koffers in der aufgeklappten Position von oben,
  • 8 eine weitere perspektivische Seitenansicht auf den Koffer in der aufgeklappten Position des Koffers, und
  • 9 eine Ansicht auf die Aufnahmestruktur mit Adapter.
  • In 1 ist eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Aufnahmestruktur 10 mit Moduladaptern gezeigt, wobei in der Aufnahmestruktur 10 Koffer 12 aufgenommen sind. Die Koffer sind Module im Sinne der Erfindung.
  • Der Koffer 12 (2) weist eine aus Carbonfasermaterial gefertigte Unterschale 14 sowie einen aus dem gleichen Material gefertigten Deckel 16 auf. Der Deckel 16 ist eine Abdeckung im Sinne der Erfindung. Gemeinsam beschreiben die Unterschale 14 und der Deckel 16 einen Quader.
  • Die Funktion des erfindungsgemäßen Moduladapters 20 ist insbesondere in den 4a bis 5b gezeigt. Der Moduladapter 20 umfasst eine erste Schienenstruktur 22, an welcher eine erste obere Tragfläche 24 sowie eine erste untere Tragfläche 26 ausgebildet sind. Die erste und die zweite Tragfläche 24, 26 sind im Wesentlichen eben ausgebildet und erstrecken sich in Längsrichtung der Schienenstruktur.
  • Zum Zusammenwirken mit der ersten oberen Tragfläche 24 bzw. der ersten unteren Tragfläche 26 sind an der Aufnahmestruktur 10 Adapterstrukturen ausgebildet, wobei eine erste Adapterstruktur 28 aus einer ersten, flachen, ebenen Rippe 30, einer zweiten, flachen, ebenen Rippe 32 und einer ersten seitlichen Führungsfläche 34 gebildet ist. Die erste und die zweite Rippe 30, 32 weisen Gleitflächen 36 auf, deren Abstand geringfügig größer ist als der Abstand der ersten oberen Tragfläche 24 zu der ersten unteren Tragfläche 26, um ein leichtes Einschieben der ersten Schienenstruktur 22 in die erste Adapterstruktur 28 zu ermöglichen. Um dabei ein Verkanten zu verhindern, ist an der ersten Schienenstruktur 22 noch eine im Wesentlichen eben ausgebildete Anlagefläche 38 ausgebildet, welche mit der Führungsfläche 34 zusammenwirkt. Die Anlagefläche 38 verläuft im Wesentlichen senkrecht zu der ersten oberen Tragfläche 24 und der ersten unteren Tragfläche 26. In entsprechender Weise ist die erste Führungsfläche 34 senkrecht zu den Gleitflächen 36, der ersten und der zweiten Rippe 30, 32 ausgerichtet.
  • Zur lösbaren Arretierung eines Modules, welches in der gezeigten Ausführungsform die zuvor beschriebene ersten Schienenstruktur 22 nicht nur an der gezeigten rechten Seite, sondern spiegelsymmetrisch auch an der nicht gezeigten linken Seite aufweist, sind erste Verriegelungselemente 40 vorgesehen, die in einer ersten Kammer 42 in Höhenrichtung, d.h. im Wesentlichen senkrecht zu der ersten oberen Tragfläche 24 verschiebbar angeordnet sind. Die ersten Verriegelungselemente 40 sind quaderförmige Rastnasen, welche an einer flachen ersten Leiste 44 angeordnet oder ausgebildet sind. Die flache erste Leiste 44 erstreckt sich über die gesamte Länge der ersten Schienenstruktur (2).
  • Die Verriegelungselemente 40, von denen vier an der ersten Schienenstruktur 22 gemäß der gezeigten bevorzugten Ausführungsform vorgesehen sind, sind in Durchbrechungen 46 angeordnet, welche an der ersten Kammer 42 vorgesehen sind, wobei die Durchbrechungen 46 sich in einem Bereich der ersten oberen Tragfläche 24 befinden, welcher in Einschubrichtung der ersten Schienenstruktur zu der ersten Rippe 30 korrespondiert, so dass die Verriegelungselemente wie in 3 gezeigt im verriegelten Zustand an gegenüberliegenden Stirnseiten 48 der ersten Rippe 30 zur Anlage kommen, womit das Modul, insbesondere der Koffer 12 wie in 3 gezeigt an der Aufnahmestruktur arretiert ist. Die Arretierung wird also durch das Zusammenwirken der ersten oberen Tragfläche 26 mit der ersten Rippe 30, dem Zusammenwirken der ersten unteren Tragfläche 26 mit der zweiten Rippe 32, dem Zusammenwirken der Anlagefläche 38 mit der Führungsfläche 34 sowie dem Zusammenwirken der Verriegelungselemente 40 mit den Stirnseiten 48 der ersten Rippe 30 bewirkt, wobei ersichtlich ist, dass dazu die Stirnseiten 48 der ersten Rippe 30 im Wesentlichen senkrecht zu der Gleitfläche 36 wie auch zu der Führungsfläche 34 orientiert sind. Dementsprechend ist es vorteilhaft, wenn die erste Rippe als flache, ebene Rechteckleiste hergestellt ist, die in einer seitlichen Struktur, insbesondere einer Säule 49 verankert ist.
  • Um von der arretierten, verriegelten Position (3, 4b, 5b) in die entriegelte Position (2, 4a, 5a) zu gelangen, können die Verriegelungselemente 40 gegen den Druck einer Verdrehfeder 50 verlagert werden. Dazu wird ein Verriegelungselement 40 nach unten gedrückt, womit über die Leite 44 alle Verriegelungselemente 40 wie mit einer Fernbedienung nach unten verschoben werden. Damit dabei die Leiste 44 nicht unbeabsichtigt auswandert, ist eine Gelenklasche 52 vorgesehen, welche in einer Nut 54 der ersten Leiste 44 einerseits und in einem Gelenklaschenlager 56 andererseits geführt ist. Die Gelenklasche 52 ist ein flacher Materialstreifen, welcher sich über die gesamte Länge der ersten Leiste 44 erstreckt, so dass auch das Gelenklaschenlager 56 als längslaufende Nut in der ersten Kammer 42 ausgebildet ist. Da das Gelenklaschenlager 56 und die Nut 54 eine deutlich größere Höhe aufweisen als der Dicke der Gelenklaschen entspricht, kann die Gelenklasche 52 in diesen gekippt werden. Da die erste Leiste 44, die Gelenklasche 52 und die Verdrehfeder 50 langgestreckte Elemente sind, können diese in die erste Kammer 42 von einer Stirnseite her eingeschoben werden.
  • Die 2 bis 5b zeigen an der Säule 49 eine Vielzahl Rippen. Diese liegen in einer Ebene und weisen zueinander ein stets gleichen Abstand auf, so dass nicht nur von der ersten Rippe 30 mit der zweiten Rippe 32 und der Führungsfläche 34 eine Adapterstruktur gebildet ist, sondern eine gleichwirkende Adapterstruktur auch durch die zweite Rippe 32 und eine dritte Rippe 60 gebildet ist.
  • Die erste Schienenstruktur 22 ist an einem ersten Profilstrang 62 ausgebildet, wobei der erste Profilstrang 62 als Seitenwandung eines Koffers ausgebildet ist und eine Aufnahmestruktur 64 für den Deckel 16 aufweist. Darüber hinaus ist ein zweiter Profilstrang 66 vorgesehen, welcher als Teil der Seitenwandung der Unterschale 14 ausgebildet ist, wobei seitlich vorspringend an dem zweiten Profilstrang, der wie der erste Profilstrang eine Aufnahmestruktur 68 für eine Modulwandung aufweist, eine zweite Schienenstruktur 70 ausgebildet ist.
  • Die zweite Schienenstruktur 70 weist entsprechend der ersten Schienenstruktur 22 eine zweite Kammer 72 auf, in welcher eine zweite Leiste 74 angeordnet ist, wobei sich in der unteren Wand der zweiten Schienenstruktur 70 Durchbrechungen 76 befinden, durch welche zweite Verriegelungselemente 78 hindurchgreifen. Die zweite Leiste 74 ist mittels einer Verdrehfeder (nicht gezeigt) vorgespannt und wird wie die erste Leiste 44 mittels einer zweiten Gelenklasche 82 geführt. Die Gelenklasche 82 ist in einer Nut 84 in der zweiten Leiste 74 einerseits und einem Gelenklaschenlager 86 andererseits geführt. Auch sind an der zweiten Schienenstruktur eine zweite obere Tragfläche sowie eine untere Tragfläche 88, 90 ausgebildet. Die innere Kontur und die Funktion der ersten und zweiten Kammer gleichen einander.
  • Mit der zweiten Schienenstruktur 70, bei der der Abstand der zweiten oberen Tragfläche von der zweiten unteren Tragfläche geringer ist, als bei der ersten Schienenstruktur 22, kann das Modul an einer Einzel-Adapterstruktur (nicht gezeigt) oder über einen Adapter 92 an der ersten Adapterstruktur befestigt werden.
  • Der Adapter 92, der im Wesentlichen ein flaches Kunststoffprofil zum Höhenausgleich ist, weist äußere Passflächen 94 auf, die zwischen Gleitflächen 36 der Rippen 30, 32, 60 geklemmt werden können. Der Adapter 92 weist ferner seinerseits eine Spur 96 auf, deren Grund eine Führungsfläche 98 ist und deren seitliche Begrenzungen 100 Gleitflächen sind. Vorzugsweise wird ein solcher Adapter 92 wie in den 6 und 7 gezeigt, an einer obersten Position einer Säule 49 eingesetzt, um in dieser Position ein Aufklappen des Deckels wie in den 7 und 8 gezeigt zu ermöglichen.
  • Die in den Figuren gezeigte bevorzugte Ausführungsform einer Aufnahmestruktur 10 ist ein Rollwagen, dessen seitliche Säulen 49 zusammen mit einem Griff 110 ein Portal beschreiben. An der Unterseite der Säulen 49 ist auch zur Verbindung der Rollen 112, 114 eine Schwelle (nicht gezeigt) vorgesehen, an welche sich ein Stützfuß 116 anschließt. An den Säulen 49 sind im gleichen Abstand voneinander die zuvor beschriebenen flachen Rippen 30, 32, 60 angeordnet, welche sich in dem durch die Säulen 49 und den Griff 110 definierten Portalbogen nach innen hinein erstrecken. Dies erlaubt es, verschiedene oder auch gleiche Module wie die in 1 gezeigten Koffer 12 aufzunehmen.
  • Wie bereits zuvor beschrieben ist an der obersten Position ein Adapter 92 vorgesehen, so dass der oberste Koffer wie in 6 gezeigt aufgeschoben und wie in den 7 und 8 gezeigt aufgeklappt werden kann. In der in 6 gezeigten, aufgeschobenen Position stellt der Deckel 16 eine Arbeitsfläche 118 zur Verfügung.
  • Der erste Profilstrang 62 und der zweite Profilstrang 66 sind als Aluminiumstranggussprofile gefertigt, wobei der erste Profilstrang 62 neben der ersten Kammer noch eine erste Führungskammer 120 (5a) und der zweite Profilstrang eine zweite Führungskammer 122 aufweist. In diesen Führungskammern 120, 122 ist eine Kupplungsschiene 124 (6, 7, 8) aufgenommen, welche entweder ein Aufklappen oder ein Aufschieben des Koffers ermöglicht.

Claims (25)

  1. Modulapater zur lösbaren Arretierung eines Modules an einer Aufnahmestruktur, mit mindestens einer ersten, an dem Modul vorgesehenen Schienenstruktur und mindestens einer ersten, an der Aufnahmestruktur vorgesehenen Adapterstruktur, wobei die erste Schienenstruktur betätigbare erste Verriegelungselemente aufweist, die im verriegelten Zustand an der ersten Adapterstruktur angreifen, wobei die erste Adapterstruktur aus mindestens zwei parallel zu einander angeordneten flachen, ebenen Rippen mit im wesentlichen gleichem Querschnitt und einer seitlichen Führungsfläche besteht.
  2. Moduladapter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schienenstruktur eine erste obere Tragfläche, eine erste untere Tragfläche und eine erste seitliche Führungsfläche aufweist.
  3. Moduladapter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Fernbedienung für die Verriegelungsvorrichtung vorgesehen ist, wobei die erste Fernbedienung und die ersten Verriegelungselemente einstückig ausgebildet sind.
  4. Moduladapter nach einem Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schienenstruktur an einer ersten Multifunktionsprofilanordnung ausgebildet ist, welche mindestens einen ersten Profilstrang aufweist, wobei die erste Fernbedienung in einer ersten Kammer des ersten Profilstranges angeordnet ist.
  5. Moduladapter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Multifunktionsprofilanordnung neben dem ersten Profilstrang einen zweiten Profilstrang aufweist, wobei in einer zweiten Kammer des zweiten Profilstranges eine erste Zusatz-Fernbedienung mit ersten Zusatz-Verriegelungselementen angeordnet ist.
  6. Moduladapter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fernbedienungen mittels mindestens eines Federelementes, insbesondere eines Drehfederelementes in Richtung auf ihre Arretierstellung hin vorgespannt sind.
  7. Moduladapter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fernbedienung als per Hand betätigbare mechanische Fernbedienung ausgeführt ist.
  8. Moduladapter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fernbedingung über ihre Längserstreckung an mehreren Stellen oder kontinuierlich betätigbar ist.
  9. Moduladapter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Schienenstruktur und eine zweite Adapterstruktur vorgesehen sind, die im wesentlichen spiegelsymmetrisch zu der ersten Schienenstruktur und der ersten Adapterstruktur ausgebildet sind, um eine spiegelsymmetrische Arretierung des Modules zu ermöglichen.
  10. Multifunktionsprofilanordnung für einen Moduladapter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch mindestens eine an dieser ausgebildeten Schienenstruktur zur lösbaren Arretierung eines Modules an einer Aufnahmestruktur.
  11. Multifunktionsprofilanordnung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch einen ersten Profilstrang, einen zweiten Profilstrang und eine Kupplungsschiene, wobei der erste Profilstrang eine erste Führungskammer und der zweite Profilstrang eine zweite Führungskammer aufweist, wobei die Kupplungsschiene in einer der Führungskammern dauerhaft und in der anderen Führungskammer entfernbar aufgenommen ist, um sowohl ein Aufklappen als auch ein Aufschieben zu ermöglichen.
  12. Multifunktionsprofilanordnung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Profilstränge eine Einfädelführungsfläche für eine entsprechende Gegenfläche an der Kupplungsschiene zum Zwecke des Zuklappens aufweist.
  13. Multifunktionsprofilanordnung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schwenkkupplung vorgesehen ist, um ein Drehen des ersten Profilstranges gegenüber dem zweiten Profilstrang zu ermöglichen.
  14. Multifunktionsprofilanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass an der Schwenkkupplung ein Drehzapfen vorgesehen ist, der an dem ersten Profilstrang an einem Drehzapfenlager angreift.
  15. Multifunktionsprofilanordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehzapfenlager eine quer zur Achse des Drehzapfens verlaufende Kupplungs-Entkupplungs-Spur aufweist.
  16. Multifunktionsprofilanordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsschiene mindestens einen Tragabschnitte aufweist, welcher im gekoppelten Zustand in Führungskammern der ersten Schiene derart aufgenommen sind, dass die erste Schiene gegenüber der Kupplungsschiene ausschließlich durch Verschieben verlagerbar ist.
  17. Multifunktionsprofilanordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragabschnitt an der Kupplungsschiene in Längsrichtung der Kupplungsschiene derart angeordnet und dimensioniert ist, dass dieser durch an dem ersten Profilstrang vorgesehene Ausklinkungen hindurch auskuppelbar ist.
  18. Multifunktionsprofilanordnung nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkkupplung derart ausgebildet ist, dass sie durch ein Auskuppeln des Drehzapfens als Verdrehsperre wirkt.
  19. Multifunktionsprofilanordnung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Aus- und Einkuppeln der Schwenkkupplung durch eine insbesondere axiale Verlagerung der Kupplungsschiene bewirkt wird.
  20. Multifunktionsprofilanordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und/oder der zweite Profilstrang als Stranggussprofil insbesondere aus Aluminium gefertigt sind.
  21. Multifunktionsprofilanordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass an dem ersten und/oder dem zweiten Profilstrang Aufnahme- und/oder Kupplungsstrukturen für eine Modulwandung, insbesondere einen Deckel bzw. eine Unterschale vorgesehen sind.
  22. Multifunktionsprofilanordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und/oder der zweite Profilstrang als Teil einer Seitenwandung des Deckel bzw. der Unterschale ausgebildet sind.
  23. Multifunktionsprofilanordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Modul als Koffer mit einer Unterschale und einem Deckel ausgebildet ist.
  24. Koffer gekennzeichnet durch einen Moduladapter nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
  25. Aufnahmestrukur mit mindestens einer Adapterstruktur zur Aufnahme von Modulen mit einer Multifunktionsadapterstruktur nach einem der Ansprüche 12 bis 24.
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